Southwest Airlines

Die Low-Cost-Pionierin aus Dallas: seit 1971 in der Luft, größter Boeing-737-Betreiber der Welt und Vorbild für Ryanair und Co. – mit einer Flotte, die nur aus einem Typ besteht, und Sonderlackierungen für ganze US-Bundesstaaten.

Auch bekannt als: Southwest · Air Southwest Co. · SWA · WN

USAUSALow-Cost-AirlinesIATA: WNICAO: SWA12 Min. Lesezeit

WN

IATA-Code

SWA

ICAO-Code

800+

Boeing 737 in der Flotte

1971

Erster Linienflug

Das Wichtigste in Kürze

  • Southwest ist die US-amerikanische Low-Cost-Pionierin mit Sitz am Dallas Love Field und gehört keiner Allianz an.
  • Codes: IATA WN, ICAO SWA, Rufzeichen „SOUTHWEST“.
  • Die Flotte besteht nur aus Boeing 737 – mit rund 800 Maschinen ist Southwest der größte 737-Betreiber der Welt.
  • Erstkundin vieler 737-Versionen: 737-300, 737-500, 737-700, 737 MAX 8 und 737 MAX 7.
  • Sonderlackierungen mit Bundesstaatsflaggen und Gedenk-Schriftzügen sind die begehrtesten Southwest-Motive.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Southwest Airlines im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Geschichte: vom Texas-Pendler zur 737-Großmacht
  4. 4.Die Flotte: nur Boeing 737
  5. 5.737-700, 737-800 oder MAX 8? So unterscheidest du sie
  6. 6.Woran du Southwest erkennst
  7. 7.Sonderlackierungen: die „One“-Familie
  8. 8.Southwest spotten: wo und wie
  9. 9.Southwest im US-Markt
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeWN
ICAO-CodeSWA
RufzeichenSOUTHWEST
DrehkreuzeDAL, DEN, MDW, LAS, BWI, PHX
GeschäftsmodellLow-Cost-Airline mit überwiegend Punkt-zu-Punkt-Verkehr in den USA, nach Mexiko, Mittelamerika und in die Karibik
SitzDallas Love Field, Texas
Gegründet1967 als Air Southwest Co. von Rollin King und Herb Kelleher; erster Linienflug im Juni 1971 innerhalb von Texas
Wichtige BasenUnter anderem Dallas Love Field (DAL), Denver (DEN), Chicago-Midway (MDW), Las Vegas (LAS), Baltimore (BWI) und Phoenix (PHX)
Allianzkeine
Flotte (Stand Mitte 2026)Rund 800 Boeing 737 in drei Versionen: 737-700, 737-800 und 737 MAX 8
Bestellung737 MAX 7 und weitere 737 MAX 8; die 737-700 will Southwest bis 2031 ausmustern
Netz (laut Southwest)121 Flughäfen in 12 Ländern
FluggästeMehr als 134 Millionen im Jahr 2025
ÜbernahmenMuse Air (1985), Morris Air (1993), AirTran Airways (2011)
MarkenzeichenHerz-Logo in Rot, Gelb und Blau; „Heart“-Lackierung seit 2014

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Southwest Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Dunkelblauer Rumpf mit großem weißem Schriftzug „Southwest“ und Akzenten in Rot und Gelb
  • Ein Herz in Rot, Gelb und Blau auf dem Rumpfbauch – das Logo seit 2014
  • Immer eine Boeing 737: 737-700, 737-800 oder 737 MAX 8
  • Flugnummer beginnt mit WN, auf dem Tracker steht SWA
  • US-Kennzeichen mit N, viele 737-700 enden auf WN
  • Sonderlackierungen mit Bundesstaatsflaggen wie „Lone Star One“ (Texas) oder „Arizona One“

Wer zum ersten Mal in den USA spottet, merkt schnell: An vielen Flughäfen ist jede dritte oder vierte Maschine eine blaue Boeing 737 mit Herz am Bauch. Southwest Airlines ist für US-Spotter das, was Ryanair für Europäer ist – allgegenwärtig, scheinbar eintönig und trotzdem voller Details. Drei 737-Versionen, eine lange Reihe von Flaggen-Lackierungen und eine Geschichte, die das Low-Cost-Fliegen weltweit geprägt hat: Diese Seite zeigt dir, worauf du achten solltest.

Jede Southwest-737 einzeln im Hangar

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Southwest Airlines im Überblick

Southwest Airlines ist eine US-amerikanische Low-Cost-Airline mit Sitz am Flughafen Dallas Love Field in Texas. Gegründet wurde sie 1967 als Air Southwest Co. von dem Unternehmer Rollin King und dem Anwalt Herb Kelleher. Die Idee: günstige, häufige Flüge zwischen den großen Städten von Texas – Dallas, Houston und San Antonio.

Southwest war nach eigenen Angaben 2025 mit mehr als 134 Millionen Fluggästen unterwegs und bedient 121 Flughäfen in 12 Ländern. Laut Southwest befördert keine andere Airline mehr Passagiere auf Nonstop-Flügen innerhalb der USA. Die Flotte besteht ausschließlich aus Boeing 737 – Mitte 2026 waren es rund 800 Maschinen. Damit ist Southwest der größte Betreiber dieses Typs weltweit.

Einer Allianz gehört Southwest nicht an. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Partnern: Mit Icelandair besteht eine Partnerschaft, dazu kommen Interline-Abkommen mit mehreren ausländischen Airlines. Anders als die großen Netzwerk-Airlines wie American Airlines setzt Southwest traditionell weniger auf ein einziges Drehkreuz, sondern auf viele Basen, zwischen denen direkte Flüge laufen.

WNIATA-Code in der Flugnummer
SWAICAO-Code auf dem Tracker
NUS-Kennzeichen-Präfix

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code WN: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und in Flugplänen.
  • ICAO-Code SWA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen SOUTHWEST: so meldet sich die Crew im Funk.

Der IATA-Code WN verwirrt viele, weil er nichts mit dem Namen zu tun hat. Er taucht aber an anderer Stelle wieder auf: Viele 737-700 von Southwest tragen Kennzeichen, die auf WN enden, etwa N955WN. Ältere Generationen endeten oft auf SW. Wie das US-System mit dem Präfix N funktioniert, erklärt der Artikel zu den US-amerikanischen N-Nummern.

Tracker richtig lesen

Auf Trackern siehst du meist das ICAO-Rufzeichen SWA plus Flugnummer. Der Typcode verrät dir die Version: B737 steht für die 737-700, B738 für die 737-800 und B38M für die 737 MAX 8. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Geschichte: vom Texas-Pendler zur 737-Großmacht

Der Start war ein Kampf. Zwar erteilte die Luftfahrtbehörde von Texas 1968 die Genehmigung, doch etablierte Airlines wie Braniff, Trans-Texas und Continental zogen vor Gericht. Erst im Mai 1970 gab der Oberste Gerichtshof von Texas Southwest recht. Im Juni 1971 hob die Airline dann mit drei Boeing 737-200 ab – zunächst ab Dallas Love Field nach Houston und San Antonio.

Weil das Geld knapp war, musste Southwest 1972 eine der vier Maschinen verkaufen und trotzdem den Flugplan halten. Die Lösung wurde zur Legende: Die Bodenzeit wurde auf rund zehn Minuten gedrückt. Schnelle Umläufe, eine einheitliche Flotte und Direktflüge ohne Umsteigezwang – dieses Rezept haben später Airlines weltweit kopiert. Auch Ryanair orientierte sich Anfang der 1990er-Jahre ausdrücklich am Southwest-Modell. Southwest selbst hatte sich wiederum Ideen bei der kalifornischen Pacific Southwest Airlines abgeschaut.

Love Field und das Wright Amendment

Ein Kapitel, das bis heute den Verkehr in Dallas prägt: Als der neue Großflughafen Dallas/Fort Worth eröffnete, sollten alle Airlines dorthin umziehen. Southwest weigerte sich und blieb am stadtnahen Love Field – die Gerichte gaben der Airline recht. Nach der Deregulierung 1978 durfte Southwest auch über Texas hinaus fliegen; der erste Flug über die Landesgrenze ging im Januar 1979 von Houston nach New Orleans.

Im selben Jahr schränkte das sogenannte Wright Amendment den Verkehr ab Love Field stark ein: Nonstop-Flüge waren nur in Texas und benachbarte Bundesstaaten erlaubt. Die Regel wurde schrittweise gelockert und endete im Oktober 2014 vollständig. Für Spotter heißt das: In Dallas gibt es zwei Welten – den Flughafen Dallas/Fort Worth als Drehkreuz von American – mit Spots wie Founders’ Plaza – und Love Field als Heimat von Southwest.

Übernahmen und Wachstum

Jahr Ereignis
1971 Erster Linienflug mit Boeing 737-200 in Texas
1979 Erste Flüge über die Grenzen von Texas hinaus
1985 Übernahme von Muse Air, später als TranStar weitergeführt und 1987 verkauft
1993 Übernahme von Morris Air aus Salt Lake City – Einstieg im Westen der USA
2011 Übernahme von AirTran Airways abgeschlossen
2014 Letzter AirTran-Flug, Ende des Wright Amendment, neue „Heart“-Lackierung
2025 Ende der zwei kostenlosen Freigepäckstücke
2026 Feste Sitzplatzvergabe statt freier Platzwahl

Die größte Übernahme war AirTran Airways aus Orlando mit Drehkreuz Atlanta. Southwest übernahm die Airline im Mai 2011 und integrierte sie bis Ende 2014. Die Boeing 717 von AirTran passten nicht ins 737-Konzept und wurden abgegeben – die 737-700 von AirTran dagegen wechselten in die Southwest-Flotte.

In den letzten Jahren hat Southwest einige alte Markenzeichen aufgegeben: 2025 endete das Versprechen von zwei kostenlos aufgegebenen Gepäckstücken, und seit Ende Januar 2026 gibt es feste Sitzplätze statt freier Platzwahl beim Einsteigen. Auslöser war auch Druck des Investors Elliott Management, der 2024 eine größere Beteiligung aufgebaut hatte.

Die Flotte: nur Boeing 737

Southwest ist der Inbegriff der Ein-Typ-Airline. Abgesehen von einigen kurz eingesetzten Boeing 727-200 Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre bestand die Flotte immer nur aus 737. Für Southwest bedeutet das: ein Typ für Piloten, Technik und Ersatzteile. Für dich bedeutet es: Die Spannung liegt in der Version.

Typ Anzahl (Mitte 2026) Sitze Spotter-Hinweis
Boeing 737-700 rund 290 rund 140 Kürzeste Version, Ausmusterung bis 2031 vorgesehen
Boeing 737-800 rund 190 175 Seit 2012 im Einsatz
Boeing 737 MAX 8 über 320 175 Größte Teilflotte, weitere bestellt
Boeing 737 MAX 7 bestellt rund 150 Noch ohne Zulassung, Nachfolgerin der 737-700

Die Zahlen beruhen auf öffentlichen Flottenübersichten und ändern sich laufend – Southwest bekommt neue MAX 8 und mustert ältere 737-700 aus. Die MAX 7 wartet seit Jahren auf ihre Zulassung; als Starttermin wird inzwischen 2027 genannt.

Erstkundin für fast jede Generation

Southwest hat die Entwicklung der 737 geprägt wie kaum eine andere Airline. Sie war Erstkundin der 737-300 und der 737-500, der 737-700 als erstem Mitglied der Next Generation (erste Auslieferung im Dezember 1997), der 737 MAX 8 und der MAX 7. Die 737-200 flog bis 2005, die 737-500 bis 2016 und die 737-300 bis 2017. Hersteller aller Typen ist Boeing.

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737-700, 737-800 oder MAX 8? So unterscheidest du sie

Alle drei tragen die gleiche Bemalung. Mit etwas Übung sortierst du sie trotzdem schon im Anflug.

Länge abschätzen

Die 737-700 wirkt deutlich gedrungener. 737-800 und MAX 8 sind fast gleich lang und sichtbar gestreckt.

Notausgänge zählen

Die 737-700 hat über dem Flügel einen Notausgang pro Seite, 737-800 und MAX 8 haben zwei.

Triebwerke ansehen

Die MAX 8 hat größere LEAP-Triebwerke mit gezackter Hinterkante der Verkleidung. Bei der 737-800 ist die Kante glatt.

Heck prüfen

Die MAX läuft hinten spitzer zu. Im Zweifel bestätigt der Typcode im Tracker – B738 oder B38M.

Das spricht für die 737 MAX 8

  • Gezackte Hinterkante an den Triebwerksverkleidungen
  • Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und unten
  • Spitz zulaufender Heckkonus
  • Auf Trackern als B38M geführt

Das spricht für die 737-800

  • Glatte Triebwerksverkleidung
  • Meist klassische, nach oben gebogene Winglets
  • Stumpferes Heck mit flacher Abschlusskante
  • Auf Trackern als B738 geführt

Vorsicht beim Winglet: Auch Next-Generation-737 können nachgerüstete, geteilte Winglets tragen. Das sicherste Merkmal bleibt das Triebwerk. Mehr dazu findest du im Guide zu Winglets, Sharklets und Split Scimitar.

Woran du Southwest erkennst

Seit September 2014 fliegt Southwest im Heart-Design: ein dunkles Blau auf dem Rumpf, ein großer weißer Schriftzug „Southwest“, Akzente in Rot und Gelb – und auf dem Rumpfbauch ein Herz in Rot, Gelb und Blau. Das Herz siehst du vor allem, wenn die Maschine im Anflug über dich hinwegzieht. Fast die gesamte Flotte trägt dieses Design.

Davor gab es zwei bekannte Generationen: Desert Gold in Gold, Rot und Orange, das bis Anfang 2001 Standard war, und Canyon Blue, das ab Januar 2001 eingeführt wurde. Ältere Fotos mit diesen Farben sind heute Zeitdokumente. Wie Airlines solche Umstellungen organisieren, erklärt der Artikel über Lackierungswechsel und Rebranding.

Achtung Verwechslung

Ein dunkelblaues Flugzeug mit bunten Akzenten ist nicht automatisch Southwest. In den USA sind auch andere Airlines in Blau unterwegs, etwa JetBlue – die fliegt aber Airbus. Ist es keine 737, ist es keine Southwest.

Sonderlackierungen: die „One“-Familie

Die eigentlichen Highlights für Spotter sind die Sonderlackierungen. Southwest bemalt seit den 1990er-Jahren einzelne 737 mit den Flaggen von US-Bundesstaaten, in denen die Airline stark vertreten ist. Die Namen enden fast immer auf „One“.

Lackierung Motiv Kennzeichen (laut Flottenlisten)
Lone Star One Flagge von Texas N8660A
Arizona One Flagge von Arizona N955WN
California One Flagge von Kalifornien N8653A
Florida One Flagge von Florida N9019R
Nevada One Flagge von Nevada N8646B
Maryland One Flagge von Maryland N214WN
Colorado One Flagge von Colorado N8690A
Illinois One Flagge von Illinois N8619F
Imua One Hawaii-Motiv N8710M

Dazu kommen weitere Sonderbemalungen wie Triple Crown One, die an Auszeichnungen der Airline erinnert, Freedom One, Warrior One und Independence One. Einige Maschinen tragen außerdem die Namen wichtiger Persönlichkeiten der Firmengeschichte als Schriftzug – darunter Herb Kelleher, Rollin King und Colleen Barrett. Früher gab es auch auffällige Motive wie die Orca-Lackierung „Shamu“, die heute nicht mehr fliegen.

Die Kennzeichen-Zuordnung kann sich ändern, wenn eine Lackierung auf ein anderes Flugzeug übertragen wird. Prüf also vor einer gezielten Jagd die aktuelle Zuordnung. Tipps, wie du solche Einzelstücke findest und sauber dokumentierst, findest du unter Special Liveries finden und Sonderlackierungen sammeln.

Flaggen-737 gezielt erwischen

Mit Planetrack beobachtest du einzelne Kennzeichen wie N8660A und wirst benachrichtigt, sobald „Lone Star One“ an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Southwest spotten: wo und wie

In Europa wirst du Southwest nicht sehen – das Netz umfasst die USA, Mexiko, Mittelamerika und die Karibik. Wer eine USA-Reise plant, findet die Airline dafür an sehr vielen Flughäfen. Besonders dicht ist der Verkehr an den großen Basen:

  • Dallas Love Field (DAL): Heimat und Firmensitz – hier ist Southwest klar die dominierende Airline.
  • Denver (DEN): eine der wichtigsten Basen im Netz.
  • Chicago-Midway (MDW): der stadtnahe Flughafen, an dem Southwest den Ton angibt.
  • Las Vegas (LAS): Am Flughafen Las Vegas stehen oft Reihen von Southwest-737 an den Gates. Spots dazu im Artikel Planespotting in Las Vegas.
  • Baltimore (BWI) und Phoenix (PHX): wichtige Basen an Ost- und Westküste bzw. im Südwesten.

Auch an Flughäfen, die Spotter ohnehin auf dem Zettel haben, ist Southwest regelmäßig dabei. Am Flughafen Los Angeles kannst du die 737 vom Imperial Hill oder vom In-N-Out Burger aus fotografieren. Am Flughafen San Francisco bietet sich der Bayfront Park in Millbrae an, in New York der Planeview Park an LaGuardia.

Gute Chancen auf Southwest, wenn …

  • du an einer der großen Basen wie Love Field, Midway oder Las Vegas stehst
  • du Inlandsverkehr im Westen oder Süden der USA beobachtest
  • du morgens früh am Spot bist, wenn die erste Welle startet

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach einer bestimmten Sonderlackierung suchst
  • du an einem großen Drehkreuz einer Netzwerk-Airline spottest, wo Southwest nur eine Nebenrolle spielt

Kein Southwest-Tag, wenn …

  • du in Europa, Asien oder Südamerika unterwegs bist – dorthin fliegt Southwest nicht

Vor der Reise lohnt ein Blick auf die Regeln: Was beim Fotografieren an US-Flughäfen gilt, erklärt Planespotting in den USA. Praktische Tipps zu Planung, Mietwagen und Spots sammelt der Artikel zur Planespotting-Reise in die USA.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Orten. Zäune und gesperrte Bereiche sind tabu, und US-Flughafenpolizei reagiert auf auffälliges Verhalten an Sicherheitszonen schnell. Halte Ausweis bereit und erkläre freundlich, was du machst.

Southwest im US-Markt

Southwest steht im US-Markt zwischen den Welten. Gegenüber Ultra-Low-Cost-Airlines wie Frontier Airlines oder der im Mai 2026 eingestellten Spirit Airlines, die beide auf Airbus setzten, war Southwest lange die Airline mit großzügigeren Regeln wie freiem Gepäck. Mit den Änderungen ab 2025 – Gepäckgebühren, feste Sitzplätze, Plätze mit mehr Beinfreiheit – rückt Southwest näher an das Angebot der großen Netzwerk-Airlines heran, bleibt aber bei der reinen 737-Flotte.

Für Spotter ist der Vergleich einfach: Frontier fliegt die Airbus-A320-Familie, Alaska Airlines setzt wie Southwest stark auf die 737 – aber mit ganz anderer Bemalung und dem Gesicht auf dem Leitwerk.

Häufige Verwechslungen

  • WN für einen Fehler halten – der IATA-Code ist WN, nicht SW. SWA ist der ICAO-Code.
  • Jede 737 im Heart-Design für eine MAX halten – rund ein Drittel der Flotte sind noch 737-700.
  • 737-800 und MAX 8 nur am Winglet unterscheiden – das Triebwerk ist das sicherere Merkmal.
  • Die MAX 7 schon notieren – sie ist bei Southwest noch nicht im Linienbetrieb.
  • AirTran-Farben bei Southwest erwarten – die Marke ist seit Ende 2014 Geschichte.
  • Love Field und DFW verwechseln – Southwest sitzt am stadtnahen Love Field, nicht am Drehkreuz von American.

Southwest im Blick behalten

Beobachte Flaggen-Lackierungen oder einzelne Kennzeichen, werde bei Anflug und Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Southwest Airlines ist die Airline, die das Low-Cost-Fliegen groß gemacht hat – mit einem Typ, kurzen Bodenzeiten und viel texanischem Eigensinn. Für Spotter in den USA ist sie allgegenwärtig, und genau deshalb lohnt der zweite Blick: Wer 737-700, 737-800 und MAX 8 auseinanderhält und gezielt nach den Flaggen-Lackierungen sucht, macht aus der häufigsten Airline des Landes eine der spannendsten Sammlungen im Logbuch.

Kurzfazit

Southwest Airlines (IATA WN, ICAO SWA) aus Dallas fliegt ausschließlich Boeing 737 und ist mit rund 800 Maschinen der größte 737-Betreiber der Welt. Das Herz auf dem Bauch zeigt die Airline, Rumpflänge und Triebwerk die Version – und die „One“-Lackierungen sind die Trophäen.

Zusammenfassung

  • Southwest erkennst du am dunkelblauen Rumpf, dem großen „Southwest“-Schriftzug und dem bunten Herz auf dem Rumpfbauch.
  • Spannend ist nicht die Airline, sondern die Version: 737-700, 737-800 und 737 MAX 8 unterscheidest du über Rumpflänge, Notausgänge und Triebwerke.
  • Die Flaggen-Lackierungen der „One“-Serie sind seltene Einzelstücke und lohnen gezielte Jagd.
  • In Europa siehst du Southwest nicht – für Sichtungen musst du in die USA, nach Mexiko oder in die Karibik.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Southwest Airlines?

Der IATA-Code von Southwest ist WN, der ICAO-Code SWA. Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „SOUTHWEST“. Das WN ist eine reine Airline-Kennung und keine Abkürzung des Namens.

Ist Southwest die größte Low-Cost-Airline der Welt?

Southwest gilt als die Airline, die das Low-Cost-Modell im großen Stil erfunden hat, und gehört gemessen an Flotte und Fluggästen zu den größten Airlines überhaupt. Laut Southwest befördert sie mehr Passagiere auf Nonstop-Flügen innerhalb der USA als jede andere Airline (Basis: Daten des US-Verkehrsministeriums für Ende 2025). Im Jahr 2025 waren es nach eigenen Angaben mehr als 134 Millionen Fluggäste.

Welche Flugzeuge fliegt Southwest?

Ausschließlich Boeing 737. Mitte 2026 bestand die Flotte aus rund 800 Maschinen: 737-700, 737-800 und 737 MAX 8. Die kleinere 737 MAX 7 ist bestellt, aber wegen Verzögerungen bei der Zulassung noch nicht im Einsatz. Sie ist als Nachfolgerin der 737-700 vorgesehen, die Southwest bis 2031 ausmustern will.

Gehört Southwest zu einer Allianz?

Nein. Southwest ist weder in der Star Alliance noch bei oneworld oder SkyTeam. Die Airline hat aber Partnerschaften, etwa mit Icelandair, und Interline-Abkommen mit mehreren ausländischen Airlines, darunter Condor.

Was ist die „Heart“-Lackierung?

Im September 2014 stellte Southwest ein neues Design vor: dunkleres Blau, ein großer Schriftzug und das Herz-Logo in Rot, Gelb und Blau auf dem Rumpfbauch. Vorher flog Southwest in „Canyon Blue“ (ab 2001), davor in „Desert Gold“. Heute trägt fast die ganze Flotte das Heart-Design – Ausnahmen sind Sonderlackierungen.

Welche Sonderlackierungen hat Southwest?

Am bekanntesten sind die Flaggen-Lackierungen wie „Lone Star One“ (Texas), „Arizona One“, „California One“, „Florida One“, „Nevada One“ oder „Maryland One“. Dazu kommen „Triple Crown One“, „Freedom One“, „Warrior One“, „Imua One“ für Hawaii und Gedenk-Schriftzüge für die Gründer Herb Kelleher und Rollin King. Viele davon sind Einzelstücke mit festem Kennzeichen.

Was wurde aus AirTran Airways?

Southwest übernahm AirTran im Mai 2011. Die Boeing 717 von AirTran passten nicht in die reine 737-Flotte und wurden abgegeben. Der letzte AirTran-Flug startete am 28. Dezember 2014, danach war die Marke Geschichte.

Wo kann ich Southwest spotten?

In den USA fast überall – besonders dicht ist der Verkehr an Basen wie Dallas Love Field, Denver, Chicago-Midway, Las Vegas, Baltimore und Phoenix. Auch in Los Angeles, San Francisco und New York-LaGuardia ist Southwest regelmäßig zu sehen. Nach Europa fliegt Southwest nicht.

Southwest Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 737-700

Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.

Flugzeugtyp

Boeing 737-800

Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.

Flugzeugtyp

Boeing 737 MAX 8

Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.

Flugzeugtyp

Boeing 737 MAX 7

Die kleinste und zugleich reichweitenstärkste Variante der 737 MAX hat einen der längsten Zulassungswege der jüngeren Luftfahrt hinter sich. Seit August 2026 ist sie von der FAA zugelassen – hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du sie zuerst siehst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-300

Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-500

Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-200

Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.

Flugzeugtyp

Boeing 727-200

Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.

Flugzeugtyp

Boeing 717-200

T-Leitwerk, zwei Triebwerke am Heck, kurzer Rumpf: Die 717 ist der letzte Nachfahre der DC-9 und eigentlich eine McDonnell Douglas. In Europa ist sie verschwunden – so erkennst du sie und weißt, wo sie noch fliegt.

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