Das Wichtigste in Kürze
- Northern Air Cargo ist eine Frachtairline aus Anchorage und versorgt seit 1956 Gemeinden in ganz Alaska aus der Luft.
- Codes: IATA NC, ICAO NAC, Rufzeichen „YUKON“.
- Die 737-200 blieb hier besonders lange: NAC musterte seinen letzten 737-200-Frachter erst im Februar 2019 aus.
- Die heutige Flotte ist klein und rein 737: umgebaute 737-300, -400 und -800, nachdem NAC 2025 den 767-Betrieb beendet hat.
- Seit 2006 gehört NAC zu Saltchuk, Schwesterairline ist Aloha Air Cargo auf Hawaii.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | NC |
|---|---|
| ICAO-Code | NAC |
| Rufzeichen | YUKON |
| Drehkreuze | ANC |
| Geschäftsmodell | Reine Frachtairline mit Linien- und Charterverkehr, Schwerpunkt Alaska |
| Sitz und Drehkreuz | Anchorage, Alaska – Ted Stevens Anchorage International Airport (ANC) |
| Gegründet | 1956 als Charterfracht-Partnerschaft, gestartet mit zwei Fairchild C-82 |
| Eigentümer | Seit 2006 Teil von Saltchuk (Seattle); Schwester von Aloha Air Cargo |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand Herbst 2026) | Kleine Flotte aus Boeing-737-Frachtern der Versionen -300, -400 und -800 |
| Historische Typen | C-82, Douglas DC-6, Boeing 727-100, 737-200 (bis Februar 2019) und 767-300 (bis 2025) |
| Wichtige Ziele | Bethel, Nome, Kotzebue, Utqiaġvik, Deadhorse, Fairbanks u. a. sowie Seattle-Tacoma |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Northern Air Cargo?
- Reiner Frachter ohne Kabinenfenster, meist eine umgebaute Boeing 737
- Große Frachttür vorn links am Hauptdeck
- Amerikanisches Kennzeichen mit N am Heck
- Auf dem Tracker als NAC mit Flugnummer, im Funk Rufzeichen YUKON
- Seit 2026 fliegt eine 737-800 in einer Retro-Bemalung zum 70. Geburtstag
- Zu Hause am Frachtvorfeld in Anchorage, unterwegs vor allem zu Plätzen im Inneren Alaskas
Wenn du in Anchorage am Zaun stehst, dominieren die großen Namen: Jumbos und 777-Frachter auf dem Weg zwischen Asien und Nordamerika. Zwischen diesen Riesen rollt aber eine kleine weiße 737 ohne Fenster zur Piste – und genau die erzählt mehr über Alaska als jeder Transpazifik-Frachter. Northern Air Cargo, kurz NAC, versorgt seit 1956 Orte, die keine Straßenanbindung haben. Für Spotter ist die Airline außerdem ein Name, der eng mit der Boeing 737-200 verbunden ist.
Alaska-Frachter in deinem Hangar
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot – und siehst in deinem Hangar, welche NAC-737 dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Northern Air Cargo im Überblick
Northern Air Cargo ist eine reine Frachtairline mit Sitz in Anchorage. Gegründet wurde sie 1956 – drei Jahre bevor Alaska überhaupt Bundesstaat der USA wurde. Robert „Bobby“ Sholton und sein Partner Maurice Carlson begannen mit zwei Fairchild C-82, einem zweimotorigen Transporter mit doppeltem Leitwerksträger, den NAC selbst als „Flying Boxcar“ bezeichnet. Mit diesen Maschinen flogen sie Charterfracht – vor allem große, sperrige Ladung – zu entlegenen Orten im Norden.
Aus diesem Anfang wurde nach eigenen Angaben die größte reine Frachtairline Alaskas. NAC fliegt Linienfracht zwischen Anchorage und den Knotenpunkten im ländlichen Alaska, bietet Charterflüge an und unterhält mit Northern Air Maintenance Services einen eigenen Technikbetrieb. Seit März 2006 gehört das Unternehmen zur Logistikgruppe Saltchuk aus Seattle, die mit Aloha Air Cargo auch eine Frachtairline auf Hawaii besitzt.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code NC: steht in Flugnummern und Frachtbuchungen.
- ICAO-Code NAC: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen YUKON: So meldet sich die Besatzung im Funk. Der Name erinnert an den großen Fluss, der durch Alaska und Kanada fließt.
Die Abkürzung NAC benutzt die Airline auch selbst als Kurzname. Verwechsle sie nicht mit Codes anderer Gesellschaften: Auf dem Tracker zählt immer die Kombination aus ICAO-Code und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Weil NAC eine kleine Flotte hat, lohnt es sich, die Kennzeichen einzeln im Blick zu behalten. Wie du ein bestimmtes Flugzeug über sein N-Kennzeichen findest, erklärt der Guide zu US-amerikanischen N-Nummern.
Siebzig Jahre Flottengeschichte
Kaum eine Airline zeigt so gut, wie sich Frachtfliegerei im hohen Norden verändert hat. Die Flotte von NAC wanderte in Etappen von Kolbenmotoren zu Jets.
| Epoche | Typ | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| ab 1956 | Fairchild C-82 Packet | Zwei Maschinen zum Start, Doppelrumpf-Leitwerk |
| ab 1969 | Douglas DC-6 | Erste DC-6 im September 1969, danach über rund 25 Jahre weitere Exemplare |
| ab 1991 | Boeing 727-100 als Frachter | NAC-Einstieg ins Jet-Zeitalter ab Mai 1991 |
| bis Februar 2019 | Boeing 737-200 als Frachter | Insgesamt drei Maschinen, die letzte im Februar 2019 ausgemustert |
| bis 2025 | Boeing 767-300 als umgebauter Frachter | Langstrecke, u. a. für Aloha Air Cargo und StratAir |
| heute | Boeing 737-300/-400 als Frachter | Rückgrat der Flotte |
| heute | Boeing 737-800 als Frachter | Erste Maschine 2022, zweite 2026 in Retro-Bemalung |
Die DC-6 prägte NAC über Jahrzehnte. Mit ihren vier Sternmotoren konnte sie schwere Ladung auch auf kurze Pisten bringen, und sie gehört bis heute zum Bild der Frachtfliegerei in Alaska – auch wenn du sie inzwischen eher bei Everts Air Cargo als bei NAC siehst. Ganz ohne Rückschläge verlief diese Zeit nicht: Zwei DC-6 der Airline gingen bei Unfällen verloren, darunter eine Maschine, die 1996 nach einem Triebwerksbrand nahe Russian Mission abstürzte.
Die 737-200-Ära: warum Spotter NAC kennen
Für viele Spotter ist Northern Air Cargo vor allem mit einem Typ verbunden: der Boeing 737-200. Die -200 als wichtigste Version der ursprünglichen 737 war in den 1970er- und 1980er-Jahren überall zu sehen, verschwand aber nach und nach aus den Flotten großer Airlines. In Alaska hielt sie sich deutlich länger. Der Grund liegt im Einsatzprofil: kurze bis mittlere Strecken, kleinere Flughäfen, robuste Technik und eine Wartungsorganisation, die mit dem Typ vertraut war.
NAC setzte insgesamt drei 737-200 als Frachter ein. Im Februar 2019 wurde die letzte von ihnen ausgemustert. Damit endete bei NAC eine Phase, in der Spotter in Anchorage noch eine 737 mit den schmalen, langen Triebwerken der ersten Generation erleben konnten – ein Anblick, der an den meisten Flughäfen der Welt da schon lange Geschichte war.
So erkennst du die 737-200
- Schlanke, lange Triebwerke unter dem Flügel
- Kürzerer Rumpf als bei den späteren Classic-Versionen
- Keine Winglets
- Auf Trackern als B732 geführt
So erkennst du die 737-300/-400
- Dicke, unten abgeflachte Triebwerksverkleidungen
- Längerer Rumpf, die -400 nochmals gestreckt
- Bei Frachtern große Hauptdeck-Tür vorn links
- Auf Trackern als B733 oder B734 geführt
Wenn du heute noch eine 737-200 sehen willst, führt der Weg eher nach Kanada oder Südamerika. Dort hielten Airlines wie Canadian North, Nolinor Aviation oder Aerosucre den Typ ebenfalls lange in Betrieb. Wie du die 737-Generationen sicher auseinanderhältst, erklärt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Wie du solche Abschiede rechtzeitig mitbekommst, zeigt der Artikel über Abschieds- und letzte Flüge.
Seltene Typen nicht verpassen
Setz die 737-Classic-Frachter von NAC auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn ein beobachtetes Kennzeichen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte heute: nur noch 737
Nach dem Ende der 767-Ära ist NAC wieder eine reine 737-Airline. Die Flotte ist klein, und genau das macht sie für Sammler reizvoll – einzelne Maschinen sind allerdings auch für Partner außerhalb Alaskas unterwegs, etwa für die Schwester Aloha Air Cargo auf Hawaii.
- Boeing 737-300 und 737-400 als Frachter: Diese Classic-Frachter übernahmen 2019 die Aufgaben der 737-200 und bilden bis heute den Großteil der Flotte.
- Boeing 737-800 als Frachter: Die erste umgebaute 737-800 kam im August 2022 nach Anchorage, ein ehemaliges Passagierflugzeug, das in Miami zum Frachter umgerüstet wurde. Eine zweite Maschine mit Baujahr 2004 folgte im Spätsommer 2026 (Ankunft in Alaska Anfang September).
Die genaue Zahl der Flugzeuge schwankt mit Leasingverträgen und Ausmusterungen. Bekannt ist, dass die Gruppe seit Jahren an einer Erneuerung der älteren 737-Classic-Frachter arbeitet. Welche Maschinen im Herbst 2026 tatsächlich im Einsatz sind, prüfst du am besten kurz vor deinem Besuch über aktuelle Flottendaten.
Retro zum 70. Geburtstag
Die 2026 übernommene zweite 737-800 trägt eine Retro-Bemalung, mit der NAC an seine Wurzeln erinnert und sein 70-jähriges Bestehen feiert. Lackiert wurde sie im irischen Shannon. Wenn du nur ein NAC-Motiv jagst, dann dieses.
Das Ende der 767-Langstrecke
Zwischenzeitlich wagte NAC den Schritt über Alaska hinaus. Die Airline flog umgebaute Boeing 767-300 – für die Schwester Aloha Air Cargo zwischen dem US-Festland und Hawaii und für die Logistiktochter StratAir ab Miami in die Karibik und nach Lateinamerika. 2021 kündigte die Gruppe sogar an, weitere 767 zu Frachtern umbauen zu lassen.
2025 folgte die Kehrtwende. NAC zog sich im Juni aus dem Lateinamerika-Geschäft zurück, kündigte im Juli das Ende aller 767-Flüge an und ließ die letzte 767-Strecke Los Angeles–Honolulu im Oktober auslaufen. Seitdem konzentriert sich die Gruppe wieder auf ihr Kerngeschäft in Alaska und Hawaii. Für Spotter in Miami oder Los Angeles bedeutet das: NAC-767 tauchen dort nicht mehr auf. Wenn du solche Bilder in deinem Archiv hast, gehören sie jetzt zur Geschichte der Airline.
Das Netz: Fracht für ein Land ohne Straßen
Alaska ist für Frachtairlines ein Sonderfall. Viele Gemeinden haben keine Straßenverbindung zum Rest des Landes. Lebensmittel, Baumaterial, Post und Ersatzteile kommen per Schiff – oder eben per Flugzeug. NAC fliegt von Anchorage aus zu Knotenpunkten wie Bethel, Nome, Kotzebue, Dillingham, King Salmon, Aniak, Unalakleet, Utqiaġvik, Deadhorse und Fairbanks. Von dort verteilen kleinere Partner die Ladung weiter in die Dörfer.
Seit dem 5. Oktober 2025 gibt es zudem eine direkte Frachtverbindung zwischen Seattle-Tacoma und Anchorage, anfangs dreimal pro Woche mit der 737-800, bei Bedarf ergänzt durch ältere 737-Classic-Frachter. Nach Angaben von NAC erreicht Fracht so in nur 12 bis 18 Stunden auch Ziele im ländlichen Alaska. Auf dieser Strecke steht NAC im Wettbewerb mit der Frachtsparte von Alaska Airlines, die mit eigenen Frachtern und dem Frachtraum ihrer Passagierflugzeuge ebenfalls das Inland versorgt.
In Alaska teilt sich NAC den Himmel mit weiteren Spezialisten: Lynden Air Cargo fliegt die zivile Hercules, Everts Air Cargo hält die Kolbenmotor-Tradition hoch, und Ravn Alaska bringt Passagiere in dieselben Regionen.
Flugplan checken
Prüf auf dem Tracker, welche NAC-Flüge am Spotting-Tag nach Anchorage zurückkommen.
Betriebsrichtung prüfen
Anchorage hat mehrere Pisten. Wind und Wetter entscheiden, wo die 737 landet.
Kennzeichen sichern
Die Flotte ist klein – ein lesbares N-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig.
Sauber notieren
Halte Typ, Kennzeichen, Airline und Spot getrennt fest, damit du später weißt, welche Version du hattest.
Northern Air Cargo spotten
Die beste Adresse ist der Flughafen Anchorage. Hier hat NAC sein Drehkreuz, und hier kommen fast alle Flüge der Airline irgendwann vorbei. Zwischen den Großraumfrachtern von Atlas Air, FedEx Express oder UPS Airlines fällt die schmale 737 sofort auf. Ein bekannter Spot ist Point Woronzof am Flughafen Anchorage mit Blick über die Bucht. Was du in Anchorage sonst noch beachten solltest, steht im Guide Planespotting in Anchorage.
Gutes Licht ist in Alaska Saisonfrage. Im Sommer bleibt es bis spät in den Abend hell, im Winter sind die Tage sehr kurz und der Sonnenstand niedrig. Plane deinen Besuch deshalb nicht nur nach dem Flugplan, sondern auch nach Tageslicht und Wetter.
Gute Chancen auf NAC, wenn …
- du in Anchorage bist und der Tracker NAC-Flüge im Anflug zeigt
- du am Vormittag oder späten Nachmittag Rückflüge aus dem Inland erwischst
- du in Seattle-Tacoma an einem Tag mit NAC-Abflug nach Anchorage stehst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Spotterberichten aus der Zeit vor 2025 planst – die 767 fliegt nicht mehr
- du gezielt die Retro-737 suchst
Eher kein NAC-Tag, wenn …
- du in Europa oder Miami unterwegs bist
Woran du Frachter-Umbauten generell erkennst – verschlossene Fenster, Frachttür, fehlende Notausgänge –, erklärt der Artikel Frachtflugzeuge erkennen. Die 737 als Grundtyp stammt von Boeing.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Absperrungen und Sicherheitsbereiche rund um die Frachtvorfelder sind tabu. Und in Alaska gilt zusätzlich: Wildtiere wie Elche können auch in Flughafennähe auftauchen – halte Abstand.
Häufige Verwechslungen
- NAC mit der Frachtsparte von Alaska Airlines verwechseln – beide fliegen 737-Frachter in Alaska, doch Alaska Airlines nutzt den Code AS bzw. ASA.
- Jede 737 ohne Fenster für eine -200 halten – seit Februar 2019 fliegt NAC keine 737-200 mehr. Achte auf die dicken Triebwerke der Classic-Generation.
- 737-300 und -400 gleichsetzen – die -400 ist sichtbar länger. Am sichersten hilft das Kennzeichen.
- NAC-767-Fotos aus Miami oder Honolulu als aktuell einordnen – der 767-Betrieb endete 2025.
- Aloha Air Cargo und NAC zusammenwerfen – beide gehören zu Saltchuk, sind aber eigene Airlines mit eigenen Codes.
- YUKON für eine kanadische Airline halten – das Rufzeichen gehört zu Northern Air Cargo aus Anchorage.
Alaska im Blick behalten
Beobachte Kennzeichen, Typen oder Airlines wie NAC und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und teile deine Sichtung mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Northern Air Cargo ist keine Airline, die du zufällig am Heimatflughafen erwischst. Sie gehört zu Alaska wie die Bush-Flieger und die großen Transpazifik-Frachter in Anchorage. In rund siebzig Jahren hat NAC fast die ganze Geschichte der Frachtfliegerei im Norden durchlebt: C-82, DC-6, 727, eine lange 737-200-Phase bis 2019, ein kurzer Ausflug mit der 767 und heute eine kompakte 737-Flotte. Wer nach Anchorage reist, sollte sich die kleinen weißen Frachter nicht entgehen lassen.
Kurzfazit
Northern Air Cargo (IATA NC, ICAO NAC, Rufzeichen „YUKON“) ist nach eigenen Angaben Alaskas größte reine Frachtairline mit Sitz in Anchorage. Die 737-200 flog hier noch bis Februar 2019 – heute bilden 737-300, -400 und -800 als Frachter die Flotte.
Zusammenfassung
- Northern Air Cargo ist ein Stück Alaska-Luftfahrtgeschichte: von C-82 und DC-6 über 727 und 737-200 bis zur 737-800 als Frachter.
- Für Spotter ist NAC eine echte Regional-Spezialität – im NAC-Farbkleid triffst du die Airline vor allem in Anchorage, im Inneren Alaskas und in Seattle.
- Die Jahre bis 2019 machten NAC zu einer der späten Adressen für die 737-200; heute sind die 737-Classic-Frachter die Typen, die du dir sichern solltest.
- Die Retro-Bemalung auf einer 737-800 zum 70-jährigen Bestehen ist das aktuelle Highlight der kleinen Flotte.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Northern Air Cargo?
Der IATA-Code ist NC, der ICAO-Code NAC. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „YUKON“ – ein Name, der eher nach Kanada klingt, aber die Verbindung zum hohen Norden unterstreicht.
Seit wann gibt es Northern Air Cargo?
Seit 1956. Robert „Bobby“ Sholton und sein Partner Maurice Carlson starteten in Anchorage mit zwei Fairchild C-82 einen Charterdienst für Fracht. Damit ist NAC älter als der Bundesstaat Alaska, der erst 1959 entstand.
Fliegt Northern Air Cargo noch die Boeing 737-200?
Nein. NAC musterte seinen letzten 737-200-Frachter im Februar 2019 aus. Ihre Aufgaben übernahmen die 737-300- und 737-400-Frachter. Die 737-200 gehörte damit bis in die späten 2010er-Jahre zum Alltag am Frachtvorfeld in Anchorage – länger als bei den meisten anderen US-Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt Northern Air Cargo heute?
Die Flotte besteht aus wenigen umgebauten Boeing-737-Frachtern der Versionen -300, -400 und -800. Die erste 737-800 als Frachter kam 2022 nach Anchorage, eine zweite folgte 2026 in Retro-Bemalung. Die exakte Zahl ändert sich mit Leasing und Ausmusterungen, deshalb lohnt sich vor dem Spotten ein Blick in aktuelle Flottendaten.
Fliegt NAC noch die Boeing 767?
Nein. Im Sommer 2025 kündigte NAC an, den gesamten 767-Betrieb aufzugeben und sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren; die letzten 767-Flüge liefen im Oktober 2025 aus. Die 767-Frachter, die unter anderem für die Schwester Aloha Air Cargo und für StratAir ab Miami flogen, sind seitdem Geschichte.
Wem gehört Northern Air Cargo?
Seit März 2006 gehört NAC zu Saltchuk, einer Transport- und Logistikgruppe aus Seattle. Unter demselben Dach fliegt auch Aloha Air Cargo auf Hawaii.
Wo kann ich Northern Air Cargo spotten?
Am einfachsten in Anchorage, wo NAC sein Drehkreuz hat. Dort startet und landet die Flotte zu den Zielen im Inneren Alaskas wie Bethel, Nome oder Kotzebue. Seit Oktober 2025 fliegt NAC außerdem zwischen Seattle-Tacoma und Anchorage. In Europa begegnet dir die Airline praktisch nicht.
Was hat NAC mit der Douglas DC-6 zu tun?
Sehr viel: Ab September 1969 baute NAC über rund 25 Jahre eine große DC-6-Flotte auf und flog mit den viermotorigen Propellerflugzeugen schwere Fracht in entlegene Orte. Später verschwand die DC-6 aus der Flotte. Wer heute noch eine DC-6 in Alaska sehen will, schaut eher bei Everts Air Cargo vorbei.
Northern Air Cargo im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypBoeing 737-300SF/-400SF
Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und die platt gedrückten Triebwerkseinlässe der Classic-Generation: Die umgebauten 737-300 und -400 tragen nachts Pakete und Post durch Europa. Hier erfährst du, wie der Umbau funktioniert, wer die Frachter fliegt und wo du sie noch erwischst.
FlugzeugtypBoeing 737-800BCF und 737-800SF
Fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn, aber Winglets und moderne Triebwerke: Die umgebaute 737-800 ist der neue Standard-Frachter im Express-Nachtnetz. Hier erfährst du, wer sie umbaut, wer sie fliegt und wie du sie erkennst.
FlugzeugtypBoeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
FlugzeugtypDouglas DC-6
Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.
FlugzeugtypBoeing 727-100
Die erste 727 war kurz, gedrungen und ein Kind der frühen Jet-Ära: drei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, eine Treppe im Rumpfende. So erkennst du die 727-100, so unterscheidest du sie von der -200 – und hier stehen die letzten Exemplare.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
Weitere Airlines
Lynden Air Cargo
Frachtairline aus Anchorage, die mit der zivilen Hercules Lebensmittel, Autos und Baumaterial in Alaskas Busch fliegt – und weltweit Charter und Hilfsflüge übernimmt. Ein seltenes Spotter-Ziel mit vier Turboprops.
FrachtEverts Air Cargo
Familiengeführte Frachtairline aus Fairbanks, die mit Douglas DC-6 und Curtiss C-46 noch immer Fracht und Treibstoff in abgelegene Orte Alaskas fliegt – lebende Luftfahrtgeschichte mit vier Sternmotoren.
NetzwerkAlaska Airlines
Netzwerk-Airline aus Seattle mit dem Gesicht am Leitwerk: große Boeing-737-Flotte, oneworld-Mitglied seit 2021, Übernahmen von Virgin America und Hawaiian – und seit 2026 erstmals Linienflüge nach Europa.
RegionalRavn Alaska
Historische Regionalairline aus Anchorage: Wurzeln bei Era Aviation, Buschflüge in über 100 Gemeinden, Insolvenz im April 2020, Neustart mit Dash 8 unter neuen Eigentümern – und das endgültige Aus 2025.
RegionalCanadian North
Die Airline der kanadischen Arktis: Aus der Fusion mit First Air entstanden, fliegt Canadian North Boeing 737 und ATR-Turboprops – oft als Combi mit Fracht und Passagieren in einer Kabine – nach Nunavut, in die Nordwest-Territorien und nach Nunavik.
CharterNolinor Aviation
Charterairline aus Mirabel bei Montréal, die mit der weltweit größten Flotte der Boeing 737-200 Passagiere, Fracht und Treibstoff zu Minen und Schotterpisten im Norden Kanadas fliegt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Anchorage Ted Stevens
Kaum Passagiere von Weltrang, aber Fracht in Weltklasse: Anchorage liegt auf der Großkreisroute zwischen Asien und Nordamerika und ist der Tank- und Umschlagstopp für Hunderte Frachter pro Woche – das Paradies für alle, die Boeing 747 sehen wollen.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Wo du Northern Air Cargo vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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