Flughafen Malta

Malta hat nur einen internationalen Flughafen – und der ist für Spotter weit mehr als ein Ferienflughafen: zwei Bahnen auf engem Raum, große Wartungsbetriebe im Safi Aviation Park, abgestellte Flugzeuge aus aller Welt und Ryanairs Malta Air direkt vor der Haustür.

Auch bekannt als: Malta International Airport · Luqa Airport · Flughafen Luqa · RAF Luqa (historisch) · Malta International Airport plc (Betreiber)

FlughäfenMLA / LMML11 Min. Lesezeit

MLA

IATA-Code

LMML

ICAO-Code

3.544 m

Länge der Hauptbahn 13/31

10 Mio.

Passagiere 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA MLA, ICAO LMML: Maltas einziger internationaler Flughafen, 2025 erstmals mit mehr als zehn Millionen Passagieren.
  • Zwei sich kreuzende Bahnen: Die lange 13/31 trägt fast den gesamten Verkehr, die kürzere 05/23 ist auf Flugzeuge bis zur Größe von A320 und Boeing 737 beschränkt und kommt vor allem bei starkem Südwestwind zum Einsatz.
  • Werften sind das Spotter-Plus: Wartungsbetriebe wie Lufthansa Technik Malta und SR Technics holen fremde Airlines und Typen auf die Insel.
  • Ryanair-Land: Mit Malta Air und Lauda Europe sitzen zwei Ryanair-Töchter auf Malta – viele Jets tragen das 9H-Kennzeichen.
  • Seit 2024 neue Flagge: KM Malta Airlines hat die historische Air Malta abgelöst.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Vom Kriegsflugplatz zum Inselflughafen
  8. 8.Zwei Bahnen, die sich kreuzen
  9. 9.Wer in Malta fliegt
  10. 10.Wartungsbetriebe: das eigentliche Spotter-Plus
  11. 11.Abstellungen: wer gerade herumsteht
  12. 12.Militär und Hubschrauber
  13. 13.Spotten in Malta: die wichtigsten Bereiche
  14. 14.Anreise und Tagesplanung
  15. 15.Airshow und Luftfahrtgeschichte
  16. 16.Malta im Vergleich
  17. 17.Fazit
  18. 18.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeMLA
ICAO-CodeLMML
BetreiberMalta International Airport plc – börsennotiert, mit dem Flughafen Wien als Großaktionär seit 2002 und dem maltesischen Staat als weiterem Anteilseigner
LageBei Luqa und Gudja im Süden der Hauptinsel, rund 5 km südwestlich von Valletta
Start- und LandebahnenHauptbahn 13/31 mit 3.544 m und Querbahn 05/23 mit 2.377 m, beide asphaltiert
HöheRund 91 m (300 ft) über dem Meer
TerminalEin Passagierterminal bei Gudja, voll in Betrieb seit 25. März 1992
Heimat-AirlinesKM Malta Airlines (seit 2024), Malta Air und Lauda Europe aus der Ryanair-Gruppe, dazu Medavia
Verkehr 2025Rund 10,06 Mio. Passagiere – erstmals mehr als zehn Millionen
WartungLufthansa Technik Malta, SR Technics Malta und weitere Betriebe rund um den Safi Aviation Park
MilitärAir Wing der Armed Forces of Malta mit eigenem Bereich am Flughafen
Für Spotter relevantBesucherterrasse im Terminal, viele Fotopunkte an öffentlichen Straßen rund um beide Bahnen, abgestellte Flugzeuge an den Werftvorfeldern
Offizielle Websitewww.maltairport.com

Tätigkeitsfelder

Passagierverkehr – Malta ist eine Insel ohne Alternative: Fast der gesamte Tourismus und Geschäftsverkehr läuft über MLA, getragen von Low-Cost-Airlines und dem Netz von KM Malta Airlines
Wartung, Reparatur und Überholung – im Safi Aviation Park und am Nordrand des Geländes arbeiten mehrere Werften, die Flugzeuge aus ganz Europa und darüber hinaus betreuen
Abstellung – Flugzeuge vor, nach oder zwischen Werftaufenthalten stehen auf eigenen Vorfeldern, teils über Wochen
Fracht – vergleichsweise kleines Volumen, 2024 gut 23.000 Tonnen
Immobilien – Business Centre SkyParks auf dem Flughafengelände

Struktur & Marken

SkyParks – Business Centre auf dem Flughafengelände

Geschichte im Zeitraffer

1940–1941Die Royal Air Force baut bei Luqa einen Flugplatz, der ab 1941 in Betrieb ist. Während der Belagerung Maltas bis 1943 ist RAF Luqa eine der wichtigsten Basen der Insel.
NachkriegszeitWeil die Plätze Ta' Qali und Ħal Far im Krieg schwer beschädigt wurden, bündelt sich der zivile Luftverkehr in Luqa.
1958Am 31. März eröffnet in Luqa ein neues Passagierterminal.
1973Die nationale Airline Air Malta wird gegründet und macht Luqa zu ihrem Heimatflughafen.
1979Die RAF verlässt Malta. Am 1. April 1979 hebt mit einer Nimrod das letzte RAF-Flugzeug ab, der Flugplatz geht vollständig in maltesische Hand.
1992Das neue Terminal auf der Gudja-Seite des Geländes wird im Februar eingeweiht und ist ab 25. März voll in Betrieb; das alte Terminal in Luqa wird geschlossen.
2002Teilprivatisierung: Der Flughafen Wien steigt als strategischer Partner ein. Im selben Jahr gründen Lufthansa Technik und Air Malta gemeinsam Lufthansa Technik Malta.
2010SR Technics nimmt im Safi Aviation Park einen Wartungsstandort für die A320-Familie in Betrieb.
2019Ryanair und die maltesische Regierung gründen am 9. Juni die Tochter Malta Air mit Boeing 737 im 9H-Register.
2024Air Malta stellt Ende März den Betrieb ein, am 31. März startet KM Malta Airlines mit Airbus A320neo. Der Flughafen zählt knapp neun Millionen Passagiere.
2025Mit rund 10,06 Millionen Passagieren überschreitet MLA erstmals die Zehn-Millionen-Marke.

Flughafen Malta aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Malta

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Einen Jet von KM Malta Airlines fotografiert – die junge A320neo-Flotte ist fast nur hier zuhause
  • Eine Boeing 737 mit 9H-Kennzeichen von Malta Air notiert
  • Ein Flugzeug auf einem der Werftvorfelder erwischt, das gerade nicht im Liniendienst unterwegs ist
  • Einen Hubschrauber oder eine King Air der maltesischen Streitkräfte gesehen
  • Eine Landung auf der kurzen Querbahn 05/23 erlebt – sie wird deutlich seltener genutzt als 13/31
  • Eine Maschine aus Nordafrika oder dem Nahen Osten abgelichtet, die du in Mitteleuropa kaum siehst
  • Das Kennzeichen jeder abgestellten Maschine festgehalten – sonst weißt du später nicht mehr, wer da eigentlich stand

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Kompaktes Gelände: Mehrere Fotopunkte sind in kurzer Fahrt erreichbar
  • Wartungsbetriebe bringen Typen und Airlines, die Malta im Liniendienst nie anfliegen
  • Viel Sonne fast das ganze Jahr, dazu milde Winter
  • Besucherterrasse im Terminal für den ersten Überblick
  • Mischung aus Linie, Low-Cost, Militär, Hubschraubern und Allgemeiner Luftfahrt

Wo es hakt

  • Im Sommer starkes Hitzeflimmern über den Bahnen
  • Viele Spots liegen abseits von Läden und Schatten – Wasser und Essen musst du mitbringen
  • Ohne Auto oder Fahrdienst sind viele Standorte nur umständlich erreichbar
  • Abgestellte Flugzeuge wechseln ständig – eine Garantie für bestimmte Maschinen gibt es nicht
  • Viele Standorte liegen an schmalen Straßen ohne Parkbuchten

Malta ist klein, der Flughafen auch – und trotzdem gehört MLA zu den Zielen, über die Spotter gern ins Schwärmen geraten. Das liegt nicht am Ferienverkehr allein. Rund um die Bahnen sitzen mehrere große Wartungsbetriebe, die Flugzeuge aus halb Europa auf die Insel holen, dazu kommen abgestellte Maschinen, Militär, Hubschrauber und eine Ryanair-Tochter mit eigenem maltesischem Register. Wer einmal verstanden hat, wie Hauptbahn, Werftvorfelder und das Mittelmeerlicht zusammenspielen, kommt mit Kennzeichen nach Hause, die in keinem Flugplan stehen.

Dein MLA-Logbuch beginnt hier

Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Vom Kriegsflugplatz zum Inselflughafen

Die Geschichte des Flughafens ist eng mit der britischen Militärgeschichte verbunden. 1940 begann die Royal Air Force bei Luqa mit dem Bau eines Flugplatzes, ab 1941 war RAF Luqa in Betrieb. Während der Belagerung Maltas im Zweiten Weltkrieg war der Platz eine der zentralen Basen der Insel und wurde immer wieder angegriffen. Nach dem Krieg bündelte sich der zivile Luftverkehr in Luqa, weil die anderen Flugplätze – Ta’ Qali und Ħal Far – stark zerstört waren.

1958 bekam Luqa ein neues Passagierterminal, 1973 wurde mit Air Malta eine eigene nationale Airline gegründet. Der eigentliche Wendepunkt kam 1979: Die Briten gaben ihre Basis auf, am 1. April hob mit einer Nimrod das letzte RAF-Flugzeug ab. Seitdem ist der Flughafen vollständig maltesisch. 1992 zog der Passagierbetrieb in ein neues Terminal auf der Gudja-Seite des Geländes um, das bis heute genutzt wird. 2002 folgte die Teilprivatisierung mit dem Flughafen Wien als strategischem Partner.

10,06 Mio.Passagiere im Jahr 2025
3.544 mLänge der Hauptbahn 13/31
2.377 mLänge der Querbahn 05/23
1992heutiges Terminal in Betrieb

Zwei Bahnen, die sich kreuzen

Anders als an großen Drehkreuzen mit Parallelbahnen hat Malta zwei Bahnen, die sich kreuzen. Die 13/31 ist mit 3.544 Metern die lange Hauptbahn und trägt praktisch den gesamten Jetverkehr – vom Airbus A320 bis zu Großraumflugzeugen, die zur Wartung kommen. Die 05/23 ist mit 2.377 Metern deutlich kürzer und auf Flugzeuge bis zur Größe von A320 und Boeing 737 beschränkt. Sie kommt seltener zum Zug, vor allem dann, wenn kräftiger Südwestwind Landungen auf der 23 nötig macht.

Bahn Länge Was du dort typischerweise siehst
13/31 3.544 m Linien- und Ferienflüge, Low-Cost-Jets, Werftbesucher, Großraumflugzeuge
05/23 2.377 m Seltener genutzt, vor allem bei starkem Südwestwind; nur Flugzeuge bis zur Größe von A320 und Boeing 737
Werftvorfelder – Flugzeuge vor und nach Checks, abgestellte und frisch lackierte Maschinen
Militärbereich – Hubschrauber und Flächenflugzeuge der maltesischen Streitkräfte

Für die Planung zählt vor allem die Frage, in welche Richtung die 13/31 gerade betrieben wird. Flugzeuge starten und landen gegen den Wind; in Malta kommt er häufig aus nordwestlicher Richtung, deshalb läuft der Verkehr oft auf der 31 – die Maschinen landen also aus Südosten kommend und starten Richtung Nordwesten. Dreht der Wind, gilt die 13, und deine Lieblingsposition am Anflug liegt plötzlich am falschen Ende. Wie du Wind und Betriebsrichtung vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Licht im Süden

Malta liegt weit südlich, die Sonne steht mittags hoch und im Sommer brutal hell. Gegen Mittag flimmert die Luft über dem Asphalt so stark, dass lange Brennweiten kaum noch scharfe Bilder liefern. Plane die Bahnspots für Vormittag oder späten Nachmittag und nutze die Mittagszeit für die Werftvorfelder oder eine Pause. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot rechnest du aus, wo die Sonne zu welcher Uhrzeit steht.

Wer in Malta fliegt

Das Bild am Flughafen prägen Low-Cost-Airlines. Allen voran Ryanair: Der Konzern hat Malta zu einem eigenen Standbein ausgebaut. 2019 gründeten Ryanair und die maltesische Regierung die Tochter Malta Air, deren Boeing 737 ein maltesisches 9H-Kennzeichen tragen – darunter Boeing 737-800 und die dichter bestuhlte 737-8-200. Inzwischen gehört Malta Air vollständig zur Ryanair-Gruppe. Auch Lauda Europe, die Airbus-Tochter des Konzerns, ist in Malta registriert. Weil Malta-Air-Jets in ganz Europa im Einsatz sind, siehst du 9H-Kennzeichen zwar überall – aber nirgendwo so dicht wie hier.

Die nationale Airline heißt seit Frühjahr 2024 KM Malta Airlines. Sie hat den Betrieb am 31. März 2024 aufgenommen, unmittelbar nachdem die traditionsreiche Air Malta nach mehr als fünf Jahrzehnten eingestellt worden war. KM Malta Airlines fliegt mit einer kleinen Flotte des Airbus A320neo und ist praktisch nur in Malta zuhause – ein klarer Pflichtpunkt für die Sammlung.

Daneben kommen die üblichen Verdächtigen des europäischen Ferienverkehrs: easyJet, Wizz Air und Netzwerk-Airlines wie Lufthansa, ITA Airways oder Turkish Airlines, dazu Golfcarrier wie Emirates. Welche Airlines welche Strecken gerade bedienen, ändert sich mit jedem Flugplan; prüf deshalb (Stand Oktober 2026) vor dem Besuch die Ankunftstafel des Flughafens. Die Nähe zu Nordafrika und dem Nahen Osten bringt außerdem Gesellschaften, die du in Mitteleuropa kaum zu Gesicht bekommst.

Kein KM-Jet entwischt dir

Mit Planetrack setzt du Airlines, Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, wenn sie anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Wartungsbetriebe: das eigentliche Spotter-Plus

Was MLA von vielen anderen Mittelmeerflughäfen unterscheidet, ist die Werftlandschaft. Mehrere Unternehmen haben hier große Hallen, und mit ihnen kommen Flugzeuge, die Malta im Liniendienst nie anfliegen würden. Einen Überblick über Wartungsstandorte in ganz Europa findest du im Beitrag Wartungsbetriebe und Werften in Europa spotten.

Lufthansa Technik Malta ist der größte Name. Das Unternehmen entstand 2002 als Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik und Air Malta und hat seine Hallen am Nordrand des Flughafens bei Luqa. Nach eigenen Angaben ist der Standort auf die Überholung von Airbus-Flugzeugen spezialisiert: schwere Checks, Strukturarbeiten, Kabinenumbauten für Flugzeuge der A320-Familie, für A330, A340 und A350, dazu die Boeing 787. Bis zu sieben Flugzeuge können gleichzeitig in den Linien stehen. Für dich heißt das: Großraumflugzeuge der Lufthansa-Gruppe und anderer Kunden tauchen in Malta regelmäßig auf – oft außerhalb jedes Flugplans.

SR Technics eröffnete 2010 einen Standort im Safi Aviation Park im Süden des Geländes. Dort stehen Jets der A320-Familie zum Basis- und Schwerwartungs-Check. Rund um den Safi Aviation Park sind weitere Firmen angesiedelt, darunter der maltesische Betreiber Medavia mit eigenem Hangar. Was genau in den Hallen passiert, erklärt der Beitrag zur Flugzeugwartung vom A- bis zum C-Check.

Vor dem Check

Flugzeuge kommen per Überführungsflug, oft im normalen Kleid ihrer Airline. Die Landung ist meist der einzige Moment, in dem du sie in der Luft erwischst.

Während des Checks

Die Maschine verschwindet in der Halle, teils mit abgebauten Triebwerken oder Steuerflächen. Von außen siehst du dann wenig.

Nach dem Check

Probeläufe, Rollversuche und schließlich der Abflug – manchmal in frischer Lackierung oder mit neuem Kennzeichen.

Abstellungen: wer gerade herumsteht

Neben den Werften bieten die Vorfelder am Rand des Flughafens Platz für abgestellte Flugzeuge. Manche warten auf einen Hallenplatz, andere sind zwischen zwei Leasingverträgen geparkt. Die Zusammensetzung wechselt ständig: Eine Maschine, die heute auf dem Werftvorfeld steht, kann nächste Woche schon wieder in Asien fliegen. Genau das macht den Reiz aus – und genau deshalb lohnt es sich, jedes Kennzeichen zu notieren.

Ein Zusammenhang, der in Malta besonders auffällt: Viele Flugzeuge tragen ein 9H-Kennzeichen, obwohl sie gar nicht für maltesische Airlines fliegen. Malta ist ein beliebter Registerstaat für Leasingflugzeuge und Geschäftsreisejets. Warum Airlines und Leasinggesellschaften Länder wie Irland oder Malta wählen, erklärt der Beitrag Warum viele Flugzeuge in Irland, Bermuda oder Malta registriert sind. Wer Geschäftsreiseflugzeuge sammelt, findet in Malta ohnehin reichlich Material – Tipps dazu liefert der Beitrag Businessjets spotten.

Kennzeichen sofort festhalten

Bei abgestellten Flugzeugen ohne Airline-Lackierung ist das Kennzeichen oft der einzige Hinweis darauf, wer sie betreibt oder betrieben hat. Mit Planetrack postest du die Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot direkt vom Zaun aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Militär und Hubschrauber

Am Flughafen hat auch die Air Wing der Armed Forces of Malta ihren Bereich. Die maltesischen Streitkräfte betreiben eine kleine Flotte aus Flächenflugzeugen und Hubschraubern, die vor allem für Seenotrettung, Grenz- und Seeüberwachung im Einsatz sind. Typisch sind Beechcraft King Air und Hubschrauber vom Typ Leonardo AW139. Hinzu kommen regelmäßig Besucher fremder Luftstreitkräfte – Transporter, Tankflugzeuge oder Seeaufklärer, die in Malta zwischenlanden. Wie du solche Muster auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Militärtransporter erkennen.

Bei militärischen Bereichen gilt besondere Vorsicht: Absperrungen und Hinweisschilder sind verbindlich, auch wenn die Flugzeuge nur wenige Meter hinter dem Zaun stehen.

Spotten in Malta: die wichtigsten Bereiche

Der große Vorteil von MLA ist das kompakte Gelände. Rund um beide Bahnen führen öffentliche Straßen, von denen aus du Anflüge, Starts und Vorfelder siehst. Einen eigenen Spot-Guide für Malta gibt es auf dieser Website derzeit nicht; die folgenden Bereiche beruhen auf Hinweisen aus der Spotter-Community und können sich durch Bauarbeiten oder neue Hallen ändern.

Bereich Was du siehst Bestes Licht (grob)
Besucherterrasse im Terminal Überblick über Vorfeld und Bahn, abgestellte Maschinen an den Gates Vormittag und später Nachmittag
Spotterwand am Hauptvorfeld Bewegungen auf der 13/31, fast das gesamte Hauptvorfeld Ab Mittag bis Sonnenuntergang
Anflug und Aufsetzzone der 31 Landungen auf der 31, Line-ups Ab Mittag bis Sonnenuntergang
Umgebung Safi Aviation Park Werftvorfelder, abgestellte Flugzeuge, Schleppvorgänge Je nach Standort, an bewölkten Tagen gleichmäßig
Nordrand bei Lufthansa Technik Anflüge auf die 13, Vorfelder vor den Hallen Morgens bzw. nachmittags je nach Straßenseite
Anflug der 05 Landungen auf der Querbahn, wenn sie in Betrieb ist Vormittag bis früher Nachmittag

Die Besucherterrasse im Terminal ist der einfachste Einstieg: Du kommst ohne Auto hin und verschaffst dir einen Überblick, was gerade auf dem Vorfeld steht. Für Anflugbilder musst du an die Bahnenden. Viele der Standorte liegen an schmalen Straßen ohne Parkbuchten und ohne Schatten oder Läden in der Nähe. Nimm im Sommer reichlich Wasser mit und park so, dass Zufahrten und Feldwege frei bleiben. An einigen Stellen stehen Spotter auf kleinen Trittleitern, um über den Zaun zu fotografieren – klettere aber nicht auf Mauern privater Grundstücke.

Zaun bleibt Zaun

Auch in Malta gilt: Sicherheitsbereiche, Absperrungen und Anweisungen von Polizei und Flughafen sind verbindlich. Rund um die Werftbereiche wird regelmäßig kontrolliert – verhalte dich ruhig, erklär auf Nachfrage, was du tust, und überschreite keine Grenzen. Was grundsätzlich erlaubt ist, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.

Anreise und Tagesplanung

Malta hat ein Busnetz, das den Flughafen gut an Valletta und die Ferienorte anbindet. Für die Spotterplätze rund um den Zaun sieht es anders aus: Einige liegen in der Nähe von Haltestellen, die Takte sind aber teils dünn und die Fußwege lang, oft entlang verkehrsreicher Straßen. Viele Spotter kombinieren deshalb Bus, Fahrdienste und Mietwagen. Denk daran, dass in Malta Linksverkehr herrscht.

Für den Tagesablauf hat sich ein einfaches Schema bewährt: Vormittags an die Positionen, an denen du die Sonne im Rücken hast, mittags auf die Werftvorfelder oder in den Schatten, nachmittags an die andere Seite der Bahn. Verfolge parallel per Flugverfolgung mit ADS-B, welche Überführungsflüge zu den Werften unterwegs sind – oft sind das die spannendsten Bewegungen des Tages.

Malta passt zu dir, wenn …

  • du seltene Kennzeichen und Werftbesucher sammelst
  • du Spotten mit Urlaub im Süden verbinden willst
  • du Linie, Militär und Hubschrauber an einem Ort magst

Bedingt geeignet, wenn …

  • du ohne Auto unterwegs bist und viele Standorte abklappern willst
  • du nur im Hochsommer Zeit hast und Hitze und Flimmern scheust

Eher woanders, wenn …

  • du vor allem dichten Langstreckenverkehr suchst
  • du einen festen, komfortablen Besucherpark mit Infrastruktur erwartest

Airshow und Luftfahrtgeschichte

Einmal im Jahr wird es in Malta besonders voll: Die Malta Aviation Society veranstaltet die Malta International Airshow. 2025 fand sie am 27. und 28. September statt, mit Flugvorführungen über der St. Paul’s Bay und einer statischen Ausstellung auf dem Flughafengelände. Für Spotter ist vor allem die Anreise der Teilnehmer interessant, die in den Tagen davor in MLA landen. Einen Überblick über lohnende Veranstaltungen findest du im Beitrag zu Airshows in Europa.

Für Geschichtsfans lohnt sich ein Abstecher ins Malta Aviation Museum in Ta’ Qali. Es liegt auf dem Gelände des früheren RAF-Flugplatzes, besteht seit 1994 und zeigt in mehreren Hallen unter anderem eine Hawker Hurricane und eine Supermarine Spitfire, die an die Luftschlacht um Malta erinnern.

Malta im Vergleich

Im Mittelmeerraum ist Malta ein Sonderfall: kleiner als die großen Ferienflughäfen, aber mit einer Werftdichte, die selbst manches Drehkreuz übertrifft. Der nächstgelegene größere Flughafen ist der Flughafen Catania auf Sizilien, mit dem Ätna im Hintergrund ein Kontrastprogramm. Auch der Flughafen Palermo liegt nicht weit entfernt. Wer Spezialflughäfen sammelt, kombiniert Malta gern mit dem Flughafen Gibraltar, an dem eine Straße die Bahn kreuzt, oder mit dem Flughafen Heraklion auf Kreta.

Jeder Werftbesucher zählt

Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit bestem Licht, Sonnenstand-Planer, Wetter und Wind am Flughafen und eine Community, die deine Funde kommentiert – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Der Flughafen Malta ist kein großes Drehkreuz, aber ein Flughafen mit Überraschungspotenzial. Low-Cost-Verkehr und die junge KM Malta Airlines sorgen für Grundrauschen, die Wartungsbetriebe von Lufthansa Technik und SR Technics für die Highlights. Dazu kommen abgestellte Maschinen, Militär, Hubschrauber und ein maltesisches Register, das dir 9H-Kennzeichen in Serie liefert.

Den Unterschied machen auch hier Betriebsrichtung, Licht und ein bisschen Planung. Wer die 31 im Blick behält, die Mittagshitze klug nutzt und die Überführungsflüge zu den Werften verfolgt, holt aus ein paar Tagen auf der Insel mehr heraus als aus vielen Wochenenden an größeren Flughäfen.

Kurzfazit

MLA ist klein, kompakt und dank Werften und Abstellflächen voller ungewöhnlicher Besucher. Plane nach Betriebsrichtung, Licht und Hitze, notiere jedes Kennzeichen – dann wird Malta mehr als ein Ferienflughafen.

Zusammenfassung

  • Malta International Airport ist klein genug, um ihn an einem Tag zu umrunden, und vielseitig genug für eine ganze Spotting-Woche.
  • Neben dem Ferien- und Low-Cost-Verkehr sorgen die Wartungsbetriebe für Überraschungen: Flugzeuge kommen zur Überholung, zum Check oder zum Abstellen.
  • Die Hauptbahn 13/31 bestimmt das Bild. Bei den häufigen Winden aus nordwestlicher Richtung landet und startet der Verkehr meist auf der 31.
  • Licht, Hitze und Erreichbarkeit sind die drei Faktoren, die du vorab klären musst – der Rest ergibt sich vor Ort.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Malta?

Der IATA-Code ist MLA, der ICAO-Code LMML. MLA steht auf Tickets und Gepäckanhängern, LMML nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgungsportale.

Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Malta?

Zwei, die sich kreuzen: die Hauptbahn 13/31 mit 3.544 Metern und die Querbahn 05/23 mit 2.377 Metern. Großraumflugzeuge und der Großteil der Jets nutzen die 13/31. Die 05/23 ist auf Flugzeuge bis zur Größe von A320 und Boeing 737 beschränkt und wird vor allem bei kräftigem Südwestwind für Landungen auf der 23 genutzt.

Warum stehen in Malta so viele fremde Flugzeuge herum?

Weil am Flughafen mehrere große Wartungsbetriebe sitzen. Lufthansa Technik Malta überholt unter anderem Flugzeuge der A320-Familie, A330, A340 und A350, SR Technics wartet im Safi Aviation Park Jets der A320-Familie. Vor und nach den Checks stehen die Maschinen auf eigenen Vorfeldern – manchmal tage-, manchmal wochenlang. Wer dort gerade steht, ändert sich laufend.

Was bedeutet das Kennzeichen 9H?

9H ist das Nationalitätskennzeichen Maltas. Neben KM Malta Airlines und Malta Air führen auch viele Geschäftsreiseflugzeuge und Leasingmaschinen ein maltesisches Kennzeichen. Warum das so ist, erklärt der Beitrag zu Offshore-Registrierungen.

Gibt es eine Besucherterrasse am Flughafen Malta?

Ja, im Terminal gibt es eine Aussichtsterrasse mit Blick über das Vorfeld und die Bahn. Nach Angaben aus der Spotter-Community war sie im Sommer 2026 vorübergehend geschlossen und ist seit September 2026 wieder geöffnet. Prüf vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten beim Flughafen.

Brauche ich in Malta ein Auto zum Spotten?

Nicht zwingend, aber es hilft. Einige Standorte erreichst du per Bus, die Takte sind aber teils dünn und die Wege von der Haltestelle lang. Viele Spotter kombinieren Bus und Fahrdienst. Wenn du selbst fährst: In Malta herrscht Linksverkehr.

Welche Airlines haben ihre Basis in Malta?

Heimatflughafen ist MLA für KM Malta Airlines, die Ryanair-Töchter Malta Air und Lauda Europe sowie kleinere Betreiber wie Medavia. Die frühere Staatsairline Air Malta hat den Flugbetrieb im März 2024 eingestellt.

Gibt es in Malta eine Airshow?

Ja. Die Malta Aviation Society veranstaltet die Malta International Airshow, zuletzt am 27. und 28. September 2025 mit Flugvorführungen über der St. Paul's Bay und statischer Ausstellung am Flughafen. Termine für kommende Ausgaben gibt der Veranstalter bekannt.

Sichtungen rund um Flughafen Malta sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

KM / KMM

KM Malta Airlines

Maltas nationale Airline seit dem 31. März 2024: Nachfolgerin von Air Malta, Heimat am Flughafen Luqa, eine kleine und sehr junge Flotte aus Airbus A320neo – und ein neuer ICAO-Code, der alte Logbücher durcheinanderbringt.

KM / AMC

Air Malta

Historische Nationalairline Maltas: 1973 gegründet, ab 1974 mit eigenem Flugbetrieb ab Luqa, über fünf Jahrzehnte mit Boeing 720B, Boeing 737 und Airbus A320 unterwegs – Ende März 2024 abgelöst durch KM Malta Airlines.

MAY

Malta Air

Die maltesische Schwester von Ryanair: 2019 gegründet, heute eine der größten Gesellschaften der Group – mit Boeing 737-800 und 737-8200, 9H-Kennzeichen und Flügen unter Ryanair-Flugnummern weit über Malta hinaus.

LW / LDA

Lauda Europe

Die maltesische Tochter der Ryanair Group fliegt als einzige Gesellschaft des Konzerns Airbus A320 – meist im Wet Lease unter Ryanair-Flugnummern, zum Beispiel ab Wien, Palma und Zagreb.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

U2 / EZY

easyJet

Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.

W6 / WZZ

Wizz Air

Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.

Typische Flugzeuge

Weitere Einträge

Passende Guides aus dem Blog

PT

Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

← Alle Flughäfen