Das Wichtigste in Kürze
- Ein Samstag im Juni: Den Tag der Bundeswehr gibt es seit 2015. Er findet in der Regel an einem Juni-Samstag gleichzeitig an neun bis 16 Standorten statt.
- Die Standorte wechseln jedes Jahr: Fliegerhorste sind nicht jedes Jahr dabei. Schau deshalb rechtzeitig nach, welche Flugplätze in der Liste stehen.
- Static Display ist der sichere Teil: Flugvorführungen hängen von Wetter, Auftragslage und Genehmigungen ab. Die ausgestellten Maschinen am Boden siehst du dagegen fast immer.
- Der Andrang wächst: 2026 meldete die Bundeswehr rund 340.000 Besucher an zehn Standorten. Plane Anreise und Parkplatz so, als würdest du zu einer großen Airshow fahren.
- Fotografieren ja, aber nach Regeln: An den Besuchertagen darfst du auf dem Gelände in der Regel fotografieren. Einzelne Bereiche können gesperrt sein, und Drohnen bleiben tabu.
Inhaltsverzeichnis
Normalerweise kommst du an einem Fliegerhorst nur bis zum Zaun, und manchmal nicht mal da hin. Einmal im Jahr ist das anders. Am Tag der Bundeswehr öffnen Kasernen, Marinestützpunkte und Flugplätze gleichzeitig ihre Tore. Wenn ein Fliegerhorst auf der Liste steht, stehst du plötzlich neben Eurofighter, A400M oder CH-53, kannst in Cockpits schauen und siehst mit etwas Glück Vorführungen über der Piste. Dieser Guide erklärt, wie der Tag funktioniert, welche Flugplätze bisher dabei waren und wie du ihn als Spotter planst.
Jede Militärmaschine im Hangar festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Typ und Kennzeichen und sammelst sie im Hangar. So siehst du später auf einen Blick, welche Eurofighter, Tornados und Transporter du schon hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Tag der Bundeswehr: die kurze Antwort
Der Tag der Bundeswehr ist ein bundesweiter Tag der offenen Tür der Streitkräfte, den es seit 2015 gibt. Er findet in der Regel an einem Samstag im Juni statt, und zwar gleichzeitig an mehreren Standorten in ganz Deutschland. Welche Standorte das sind, ändert sich jedes Jahr. Für Spotter lohnt sich der Tag vor allem dann, wenn ein Fliegerhorst dabei ist. Dort gibt es Flugzeuge und Hubschrauber am Boden, oft auch Vorführungen in der Luft und einen Blick auf Bereiche, die sonst gesperrt sind.
Der erste Tag der Bundeswehr fand am 13. Juni 2015 statt. Anlass war das 60-jährige Bestehen der Bundeswehr. 2020 und 2021 gab es wegen der Pandemie nur digitale Formate. 2022 waren 16 Standorte geplant, stattgefunden hat die Veranstaltung am Ende nur in Warendorf mit rund 15.000 Gästen. Seitdem wächst das Interesse deutlich. Nach Angaben der Bundeswehr kamen 2025 mehr als 280.000 Besucher, 2026 rund 340.000 an zehn Standorten.
Welche Fliegerhorste bisher dabei waren
Die Standorte werden jedes Jahr neu verteilt. Kasernen von Heer, Marine und Streitkräftebasis sind genauso dabei wie Flugplätze. Für Spotter sind die Jahre interessant, in denen ein oder mehrere Fliegerhorste auf der Liste stehen. Die folgende Übersicht zeigt die fliegenden Standorte der bisherigen Ausgaben, soweit sie öffentlich dokumentiert sind.
| Jahr | Fliegende Standorte | Was dort typischerweise stationiert ist |
|---|---|---|
| 2015 | Nörvenich, Manching, Laupheim | Eurofighter in Nörvenich, Erprobung in Manching, Hubschrauber in Laupheim |
| 2016 | Neuburg an der Donau, Hohn, Bückeburg | Eurofighter in Neuburg, damals Transall in Hohn, Hubschrauberausbildung in Bückeburg |
| 2017 | Faßberg, Penzing | Transporthubschrauber der Heeresflieger in Faßberg, damals Transall in Penzing |
| 2018 | Holzdorf, Wunstorf | CH-53 in Holzdorf, A400M in Wunstorf |
| 2019 | Jagel (Fliegerhorst Schleswig), Nordholz, Faßberg | Tornado und Drohnen in Jagel, Marineflieger in Nordholz |
| 2023 | Bückeburg | Hubschrauberausbildung, laut Bundeswehr rund 100.000 Besucher |
| 2024 | Faßberg, Holzdorf | Transporthubschrauber der Heeresflieger, Hubschraubergeschwader 64 |
| 2025 | Jagel, Bückeburg | in Jagel meldete die Bundeswehr besonderen Andrang |
| 2026 | Laage, Nordholz | Eurofighter-Ausbildung in Laage, Seefernaufklärer in Nordholz |
Einige Flugplätze sind also schon mehrfach dabei gewesen. Wann ein bestimmter Fliegerhorst das nächste Mal öffnet, kannst du daraus aber nicht ablesen. Die Bundeswehr verteilt die Standorte nach eigenen Kriterien.
Was die einzelnen Plätze für Spotter bieten
- Laage bei Rostock teilt sich die Piste mit dem zivilen Flughafen Rostock-Laage. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ bildet dort die Piloten für den Eurofighter aus. An einem offenen Tag bekommst du also viele Eurofighter auf einmal zu sehen.
- Jagel in Schleswig-Holstein ist die Heimat des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“. Bekannt ist der Platz für den Panavia Tornado und die unbemannte Aufklärung mit der Heron TP.
- Nordholz an der Nordseeküste beherbergt das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“. Dort läuft seit November 2025 die Boeing P-8 Poseidon als neuer Seefernaufklärer zu. Gleich nebenan liegt das Museum Aeronauticum Nordholz.
- Wunstorf bei Hannover ist der Standort der Airbus A400M. Wie du den Platz an normalen Tagen spottest, steht im Guide Fliegerhorst Wunstorf.
- Holzdorf an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist ein Hubschrauberstandort. Dort fliegt das Hubschraubergeschwader 64 mit der Sikorsky CH-53.
- Bückeburg ist das Zentrum der Hubschrauberausbildung. Ausgebildet wird dort unter anderem auf dem H135, dem NH90 und dem Tiger. Kampfjets siehst du hier eher nicht. In der Nähe liegt das Hubschraubermuseum Bückeburg.
Stationierung ändert sich
Welche Muster an welchem Platz stehen, ändert sich mit Umrüstungen und neuen Beschaffungen. Was in der Tabelle steht, beschreibt die Lage zum Zeitpunkt des jeweiligen Tags. Beim nächsten offenen Tag kann das schon anders aussehen. Am genauesten ist das Programm des Standorts selbst.
Was dich an einem offenen Fliegerhorst erwartet
Jeder Standort stellt sein eigenes Programm zusammen. Ein paar Bestandteile tauchen an Flugplätzen aber fast immer auf.
Static Display
Das Herz des Tages für Spotter ist die statische Ausstellung. Flugzeuge und Hubschrauber stehen auf dem Vorfeld oder vor den Hallen, oft mit offenen Cockpits oder Laderampen. Neben der Hausflotte kommen häufig Gäste von anderen Geschwadern dazu, manchmal auch Maschinen verbündeter Luftstreitkräfte. Für dich ist das die Chance, Kennzeichen aus nächster Nähe zu fotografieren. Wie du die Kennungen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen liest, erklärt der Artikel Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
Flugvorführungen und Überflüge
An vielen Fliegerhorsten gehören Vorführungen dazu: Eurofighter im Steigflug, Hubschrauber mit Außenlast, Transporter beim Überflug. Garantiert ist so ein Programm aber nie. Wetter, Auftragslage und Genehmigungen können Vorführungen kurzfristig streichen. Ein durchgetaktetes Programm wie bei großen Airshows mit internationalen Kunstflugteams ist eher nicht die Regel.
Technik, Fahrzeuge und Berufsbilder
Der Tag der Bundeswehr will die Streitkräfte zeigen, nicht nur das Fliegen. Deshalb gehören Fahrzeuge, Bodengeräte, Feuerwehr, Flugsicherung und Infostände zur Karriereberatung zum Programm. Wer sich für den Weg ins Cockpit interessiert, findet Hintergründe im Artikel Pilot bei der Bundeswehr.
Was für den Besuch spricht
- Militärmaschinen und Kennzeichen aus nächster Nähe statt durch den Zaun
- Gastmaschinen anderer Geschwader und Standorte auf einem Vorfeld
- Blick auf Hallen, Vorfeld und Technik, die sonst gesperrt sind
- oft Vorführungen, die du im normalen Flugbetrieb nie siehst
Womit du rechnen musst
- großer Andrang mit Menschen vor und in jedem Flugzeug
- lange Anreise, Shuttle-Schlangen und Einlasskontrollen
- Flugprogramm ohne Garantie, kurzfristige Änderungen möglich
- Blickrichtungen und Licht, die du nicht frei wählen kannst
So planst du den Tag als Spotter
Ein offener Fliegerhorst mit zehntausenden Besuchern ist ein anderes Spiel als ein ruhiger Morgen am Zaun. Mit etwas Planung holst du trotzdem saubere Bilder heraus.
1. Standortliste prüfen
Die Bundeswehr veröffentlicht Datum und Standorte auf ihrer offiziellen Seite zum Tag der Bundeswehr. Für 2027 ist eine weitere Ausgabe angekündigt. Schau, ob ein Fliegerhorst in deiner Reichweite dabei ist.
2. Programm und Anreise lesen
Jeder Standort hat eigene Hinweise zu Shuttlebussen, Parkplätzen und dem Ablauf. Dort steht auch, welche Gegenstände nicht mitgebracht werden dürfen. Lies das vor der Abfahrt, nicht am Einlass.
3. Früh da sein
Die erste Stunde nach Öffnung ist die beste Zeit für das Static Display. Später stehen vor jedem Cockpit Menschentrauben, und freie Ansichten auf ganze Flugzeuge werden selten.
4. Licht und Vorführungen einplanen
Schau dir auf einer Karte an, wie die Piste liegt und wo der Besucherbereich ist. Daraus ergibt sich, ob du die Vorführungen am Vormittag oder am Nachmittag mit der Sonne im Rücken hast.
5. Kennzeichen notieren
Fotografiere bei jeder Maschine auch die Kennung. Gastmaschinen sind oft der spannendste Teil, und ohne Kennzeichen weißt du später nicht mehr, was du gesehen hast.
Für die Lichtplanung hilft der Guide Sonnenstand planen. Er zeigt, wie du aus der Pistenrichtung und der Uhrzeit abliest, ob die Sonne hinter dir oder hinter dem Flugzeug steht. An einem offenen Tag kannst du zwar nicht beliebig die Seite wechseln, aber du kannst entscheiden, wann du an der Absperrung stehst und wann du lieber durch die Hallen gehst.
Licht und Wind vorher checken
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und Pisten am Flugplatz und plant mit dem Sonnenstand-Planer, wann das Licht passt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fototipps für Static Display und Vorführungen
Am Boden: Menschen, Absperrungen, Perspektive
Das Static Display hat ein Grundproblem: Es ist für Besucher gebaut, nicht für Fotografen. Absperrbänder, Leitern, Infotafeln und Menschen stehen fast immer im Bild. Ein paar Tricks helfen:
- Weitwinkel und Nähe: Ein Weitwinkel aus der Nähe zeigt Details wie Lufteinlässe, Fahrwerk oder Bewaffnungsstationen. Die Menschen drumherum fallen weniger auf.
- Ausschnitte statt Ganzaufnahme: Wenn das ganze Flugzeug nicht frei wird, fotografiere Nase, Leitwerk mit Geschwaderwappen oder das Kennzeichen. Gerade Sonderlackierungen an Seitenleitwerken sind oft das beste Motiv.
- Geduld an einer Position: Besucher kommen in Wellen. Wer an einer Stelle wartet, bekommt meist einen kurzen Moment mit freier Sicht.
- Tief gehen: Aus der Hocke verschwinden Köpfe hinter dem Rumpf, und das Flugzeug wirkt mächtiger.
In der Luft: schnelle Jets und Hubschrauber
Bei Vorführungen gelten die gleichen Regeln wie bei jeder Airshow. Ausführlich steht das im Guide Airshows fotografieren. Für Jets brauchst du kurze Belichtungszeiten und einen Autofokus, der das Motiv gut verfolgt. Bei Hubschraubern und Propellermaschinen lohnt sich eine längere Belichtungszeit, damit die Rotorblätter nicht eingefroren wirken. Wie das geht, erklärt die Mitzieher-Technik. Für lange Serien brauchst du genug Speicher, mehr dazu im Artikel Speicherkarten für Serienbilder.
Brennweite: An offenen Tagen ist der Besucherbereich oft weiter von der Piste entfernt als bei klassischen Airshows. Ein Telezoom bis 400 oder 500 Millimeter ist für Vorführungen sinnvoll, für das Static Display reicht ein Standardzoom. Welche Objektive sich für das Spotten eignen, steht im Guide zur Brennweite beim Planespotting.
Gehörschutz nicht vergessen
Ein Eurofighter mit Nachbrenner beim Start in kurzer Entfernung ist sehr laut. Ohrstöpsel oder Kapselgehörschutz gehören in die Tasche, besonders wenn Kinder dabei sind. Mehr dazu im Artikel Fluglärm und Gehör.
Regeln auf dem Gelände
Ein offener Fliegerhorst bleibt eine militärische Anlage. Die Regeln sind deshalb strenger als auf einem zivilen Besucherhügel.
- Einlasskontrollen: Rechne mit Taschenkontrollen. Welche Gegenstände verboten sind, steht in den Hinweisen des Standorts. Packe nur das ein, was du wirklich brauchst, dann geht der Einlass schneller.
- Absperrungen gelten: Bleib in den freigegebenen Bereichen und folge den Anweisungen des Personals. Sicherheitsabstände zu Flugzeugen und Vorführungen haben einen Grund.
- Nicht alles darf aufs Bild: Fotografieren ist an diesen Tagen auf den offenen Flächen üblich. Einzelne Bereiche oder Systeme können aber ausgenommen sein. Wenn ein Schild oder ein Soldat das sagt, gilt es.
- Keine Drohnen: Über militärischen Anlagen sind Drohnenflüge grundsätzlich verboten. Das gilt auch am Tag der offenen Tür.
Was an normalen Tagen rund um Militärflugplätze erlaubt ist, steht im Artikel Militärflugplätze fotografieren: die Regeln. Den Hintergrund, warum Flugvorführungen in Deutschland heute strengen Vorgaben unterliegen, beleuchtet der Beitrag über das Flugtagunglück von Ramstein 1988.
Weitere offene Tage und Alternativen
Neben dem Tag der Bundeswehr gibt es einzelne Veranstaltungen an Standorten, zum Beispiel zu Jubiläen eines Geschwaders. Die Bundeswehr führt öffentlich zugängliche Termine in ihrem Veranstaltungskalender auf, den du nach Postleitzahl und Umkreis filtern kannst. Feste Turnusse gibt es dafür nicht, deshalb lohnt sich ein regelmäßiger Blick dort.
Wenn in deinem Jahr kein Fliegerhorst in der Nähe öffnet, hast du Alternativen:
- Spotten am Zaun: Viele Fliegerhorste lassen sich von öffentlichen Wegen aus beobachten. Der Guide Eurofighter in Deutschland spotten zeigt, wo das gut geht. Wie du Militärflüge online verfolgst, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.
- Museen: Das Militärhistorische Museum Flugplatz Berlin-Gatow zeigt die Geschichte der Luftwaffe mit vielen ausgemusterten Maschinen. Weitere Ziele sind die Flugausstellung Hermeskeil und die Flugwerft Schleißheim.
- Große Airshows: Wer ein volles Flugprogramm sucht, fährt besser zu einer Airshow. Die ILA Berlin und die Übersicht Airshows in Europa helfen bei der Auswahl. Ein Sonderfall für Fans bunter Leitwerke ist das NATO Tiger Meet.
Bist du bereit für den offenen Fliegerhorst?
- Ich habe geprüft, ob ein Fliegerhorst in meiner Nähe dabei ist.
- Ich kenne die Anreise und weiß, wo Shuttlebusse oder Parkplätze sind.
- Ich habe die Hinweise zu verbotenen Gegenständen gelesen.
- Ich weiß, wie die Piste liegt und wann das Licht für Vorführungen passt.
- Ich habe Gehörschutz, Wasser und Sonnenschutz eingepackt.
- Akkus sind geladen, und ich habe genug Speicherkarten dabei.
Was du sonst noch für einen langen Tag auf dem Vorfeld brauchst, steht in der Checkliste für den Airshow-Tag.
Teile deine Bilder vom offenen Tag
Poste deine Fotos vom Static Display und den Vorführungen in der Planetrack-Community, sammle Likes und Kommentare und tausch dich im Chat mit anderen Spottern aus, die auch vor Ort waren. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Der Tag der Bundeswehr ist für Spotter die seltene Chance, Militärluftfahrt ohne Zaun zu erleben. Entscheidend ist, ob in deinem Jahr ein Fliegerhorst dabei ist. Laage, Jagel, Nordholz, Wunstorf, Holzdorf, Faßberg und Bückeburg waren es schon. Wenn ja: Komm früh, arbeite das Static Display ab, solange es noch leer ist, und plane die Vorführungen nach dem Licht. Das Flugprogramm ist ein Bonus, keine Garantie. Die Kennzeichen und Gastmaschinen am Boden sind dagegen fast sicher.
Kurzfazit
Ein Samstag im Juni, wechselnde Standorte, wachsender Andrang: Schau früh auf die Standortliste und plane den Besuch eines Fliegerhorsts wie eine Airshow. Sei vor dem großen Ansturm da, notiere die Kennzeichen und halte dich an die Regeln. Dann bekommst du Bilder, die am Zaun nicht möglich sind.
Zusammenfassung
- Der Tag der Bundeswehr ist ein bundesweiter Tag der offenen Tür, der seit 2015 meist im Juni stattfindet. Fliegerhorste von Luftwaffe, Heeresfliegern und Marinefliegern sind regelmäßig unter den Standorten.
- 2020 und 2021 fand die Veranstaltung nur digital statt, 2022 wegen der Pandemie fast überall nicht. Seitdem steigen die Besucherzahlen deutlich.
- Für Spotter zählen drei Dinge: früh vor Ort sein, das Static Display vor dem großen Andrang abarbeiten und für die Vorführungen einen Platz mit passendem Licht suchen.
- Neben dem Tag der Bundeswehr gibt es einzelne Veranstaltungen an Standorten, etwa Jubiläen oder Übungen mit Besuchertag. Die meldet die Bundeswehr in ihrem Veranstaltungskalender.
Häufige Fragen
Wann ist der Tag der Bundeswehr?
In der Regel an einem Samstag im Juni. 2024 war es der 8. Juni, 2025 der 28. Juni und 2026 der 6. Juni. Für 2027 hat die Bundeswehr eine weitere Ausgabe angekündigt. Datum und Standorte veröffentlicht sie auf ihrer offiziellen Seite zum Tag der Bundeswehr.
Welche Fliegerhorste waren bisher beim Tag der Bundeswehr dabei?
Unter anderem Nörvenich und Manching (2015), Neuburg an der Donau und Hohn (2016), Faßberg (2017, 2019, 2024), Holzdorf und Wunstorf (2018), Schleswig in Jagel (2019, 2025), Nordholz (2019, 2026), Bückeburg (2016, 2023, 2025) und Laage (2026). Die Liste ändert sich jedes Jahr.
Gibt es beim Tag der Bundeswehr Flugvorführungen?
An Fliegerhorsten oft ja, garantiert sind sie aber nicht. Vorführungen und Überflüge hängen vom Wetter, von der Verfügbarkeit der Besatzungen und Maschinen und von den Genehmigungen ab. Das Programm des jeweiligen Standorts zeigt, was geplant ist. Am Tag selbst kann sich trotzdem noch etwas ändern.
Darf ich beim Tag der Bundeswehr fotografieren?
Auf den öffentlich zugänglichen Flächen ist Fotografieren an diesen Tagen üblich und gewünscht. Halte dich an Absperrungen und Hinweise des Personals. Einzelne Bereiche oder Systeme können vom Fotografieren ausgenommen sein. Drohnen über militärischen Anlagen sind grundsätzlich verboten.
Wie komme ich am besten zum Tag der Bundeswehr?
Viele Standorte bieten Shuttlebusse von Bahnhöfen oder Park-and-Ride-Plätzen an, weil Parkflächen am Fliegerhorst knapp sind. Die Details stehen auf der Seite des jeweiligen Standorts. Plane großzügig Zeit ein: Bei mehreren zehntausend Besuchern an einem Ort stauen sich Zufahrten und Einlass.
Was ist der Unterschied zu einer Airshow?
Der Tag der Bundeswehr ist in erster Linie ein Tag der offenen Tür. Die Streitkräfte zeigen Technik, Ausbildung und Berufsbilder. Flugvorführungen gehören an Fliegerhorsten oft dazu, ein durchgetaktetes Flugprogramm mit internationalen Kunstflugteams wie bei großen Airshows ist aber nicht die Regel.
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