Das Wichtigste in Kürze
- IATA ALC, ICAO LEAL: einer der fünf größten Flughäfen Spaniens, 2025 mit knapp 20 Millionen Passagieren.
- Eine einzige Bahn 10/28: 3.000 Meter lang, von Westen nach Osten zum Meer hin ausgerichtet.
- Nordeuropa im Minutentakt: Deutlich mehr als vier von fünf Passagieren fliegen international, vor allem nach Großbritannien, Deutschland, in die Niederlande und nach Norwegen.
- Low-Cost-Hochburg: Ryanair, Vueling, Norwegian und easyJet haben hier Basen.
- Keine Terrasse, aber klare Logik: Wer die Betriebsrichtung kennt, weiß, an welchem Bahnende die Landungen ankommen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Von Rabasa nach El Altet
- 7.Eine Bahn zwischen Land und Meer
- 8.Betriebsrichtung: Wind und Seebrise
- 9.Ein Terminal für alle
- 10.Wer in Alicante landet
- 11.Typenbild: 737 und A320 – mit vielen Lackierungen
- 12.Wo du in Alicante spotten kannst
- 13.Anreise ohne und mit Auto
- 14.Ausrüstung und Licht
- 15.Saison und Tagesrhythmus
- 16.Wachstum an der Kapazitätsgrenze
- 17.Alicante im Vergleich
- 18.Fazit
- 19.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | ALC |
|---|---|
| ICAO-Code | LEAL |
| Betreiber | Aena – der spanische Flughafenbetreiber, der auch Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Palma de Mallorca führt |
| Lage | Zwischen den Orten El Altet und Torrellano auf dem Gemeindegebiet von Elche, rund 9 km südwestlich von Alicante und etwa 10 km östlich des Stadtzentrums von Elche; Höhe rund 43 m |
| Start- und Landebahn | Eine Bahn 10/28, 3.000 m lang und 45 m breit, Asphalt mit Betonabschnitt am Beginn der 10 |
| Anflughilfen | ILS auf der Bahn 10, auf der 28 laut Fachliteratur nur VOR/DME |
| Terminal | Ein Passagierterminal, die Nueva Área Terminal (NAT), in Betrieb seit März 2011; die älteren Terminals 1 und 2 sind seitdem für Passagiere geschlossen |
| Verkehr 2025 | Knapp 20 Mio. Passagiere (19,95 Mio., rund +8,5 %) und gut 126.000 Flugbewegungen |
| Wichtigste Märkte | Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Norwegen; im Inland vor allem Madrid, Palma und Barcelona |
| Basis-Airlines | Ryanair, Vueling, Norwegian und easyJet |
| Betriebszeiten | Rund um die Uhr geöffnet |
| Für Spotter relevant | Eine Bahn, klare Betriebsrichtungen, viel Ferienverkehr aus Nordeuropa; keine offizielle Besucherterrasse bekannt |
| Offizielle Website | www.aena.es/es/alicante-elche-miguel-hernandez.html |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Alicante-Elche aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Alicante-Elche
- Die Betriebsrichtung geprüft: Bei 10 kommen die Landungen von Westen über Land, bei 28 von Osten über das Meer
- Eine Landung auf der 28 mit dem Mittelmeer im Hintergrund fotografiert
- Eine britische, eine skandinavische und eine niederländische oder belgische Airline an einem Vormittag notiert
- Eine Boeing 737 von Ryanair und einen Jet von Norwegian direkt hintereinander gesehen
- Einen Schmalrumpfjet der A320-Familie von Vueling oder easyJet erwischt
- Eine Airline aus Osteuropa gesehen, etwa Wizz Air
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – bei vielen gleichen 737 und A320 die einzige saubere Unterscheidung
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Hoher Verkehr mit vielen Airlines aus Nord- und Westeuropa
- Nur eine Bahn – du weißt immer, wo gestartet und gelandet wird
- Viel Sonne und gutes Wetter fast das ganze Jahr
- Auch im Winter spürbarer Verkehr dank Langzeiturlaubern und Residenten aus Nordeuropa
- Lässt sich gut mit einem Urlaub an der Costa Blanca verbinden
Wo es hakt
- Keine offizielle Besucherterrasse bekannt
- Flottenbild stark von 737 und A320-Familie dominiert, Großraumflugzeuge selten
- Im Sommer Hitzeflimmern über der Bahn
- Viele Standpunkte rund um das Gelände nur mit dem Auto sinnvoll erreichbar
- Kein Bahnanschluss am Terminal
Zwischen Salzseen, Palmen und dem Mittelmeer liegt einer der fleißigsten Ferienflughäfen Europas. Alicante-Elche ist das Tor zur Costa Blanca und für viele Briten, Skandinavier, Niederländer, Belgier und Deutsche die Verbindung zur Ferienwohnung oder zum Winterquartier in der Sonne. Für Spotter heißt das: knapp 20 Millionen Passagiere im Jahr, eine einzige Bahn, ein großes Terminal und eine Airline-Mischung, die stärker nach Nordeuropa klingt als an fast jedem anderen spanischen Flughafen. Wer die Betriebsrichtung kennt, kommt hier mit wenig Aufwand zu einem gut gefüllten Logbuch.
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Von Rabasa nach El Altet
Die Luftfahrtgeschichte Alicantes beginnt nicht am heutigen Standort. Im Spanischen Bürgerkrieg entstand ab 1936 nordwestlich der Stadt der Flugplatz Rabasa, zunächst rein militärisch. Später nutzte ihn auch die zivile Luftfahrt, allerdings unregelmäßig und in kleinem Maßstab: Als Rabasa 1951 Zollflughafen wurde, zählte der Platz im ganzen Jahr gerade einmal gut 3.000 Passagiere. Für das, was in den folgenden Jahrzehnten an der Küste passierte, war das viel zu klein.
Mit dem Tourismus an der Costa Blanca brauchte die Region einen richtigen Verkehrsflughafen. Er entstand in der flachen Küstenebene bei El Altet, zwischen Alicante und Elche, und öffnete am 4. Mai 1967. Der Ansturm kam schnell: Schon Anfang der 1970er-Jahre überschritt der Flughafen die Marke von einer Million Passagieren, 1972 kam ein neues Abfertigungsgebäude hinzu. In den 1990er-Jahren folgte ein großer Umbau samt neuem Kontrollturm, der rund 47 Meter hoch ist und das Gelände bis heute überragt.
Der heute wichtigste Einschnitt kam 2011. Nach Jahren an der Kapazitätsgrenze – zwischenzeitlich half ein provisorisches Terminal 2 aus – ging am 23. März 2011 die Nueva Área Terminal in Betrieb, kurz NAT. Am Tag darauf zog der gesamte Passagierbetrieb um. Die alten Terminals werden seitdem nicht mehr für Fluggäste genutzt. 2013 bekam der Flughafen offiziell den Doppelnamen Alicante-Elche, weil er auf dem Gemeindegebiet von Elche liegt, und 2021 kam der Name des Dichters Miguel Hernández hinzu.
Eine Bahn zwischen Land und Meer
Das Layout ist an Einfachheit kaum zu überbieten. Es gibt genau eine Start- und Landebahn, die 10/28, 3.000 Meter lang und 45 Meter breit. Sie verläuft ungefähr in Ost-West-Richtung: Das westliche Ende zeigt ins Hinterland Richtung Elche und Torrellano, das östliche Ende liegt nahe der Küste bei El Altet. Wie die Zahlen in der Bezeichnung zustande kommen, erklärt der Beitrag zu Pistenbezeichnungen: „10“ heißt, dass die Bahn ungefähr nach 100 Grad zeigt, „28“ ist die Gegenrichtung mit rund 280 Grad.
Laut spanischer Fachliteratur verfügt nur die Bahn 10 über ein Instrumentenlandesystem (ILS), während Anflüge auf die 28 mit einfacheren Verfahren geflogen werden. Für dich als Spotter ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass du die Landerichtung immer live prüfen solltest – die Bahn ist dieselbe, aber die Flugzeuge kommen je nach Richtung von ganz unterschiedlichen Seiten.
| Betriebsrichtung | Landungen kommen von | Starts gehen Richtung | Was das für dich heißt |
|---|---|---|---|
| 10 | Westen, über Land | Osten, aufs Meer hinaus | Anflüge über die Ebene bei Torrellano und Elche |
| 28 | Osten, über das Meer | Westen, ins Hinterland | Anflüge mit Mittelmeer im Hintergrund, Starts über Land |
Eine einzelne Bahn hat für Spotter einen großen Vorteil: Es gibt kein Rätselraten, welche von mehreren Pisten gerade für Landungen genutzt wird. Der Nachteil liegt auf der Hand – kommt der Wind aus der „falschen“ Richtung, stehst du an deinem Lieblingsplatz plötzlich an der Abflugseite. Ein Blick in eine Flugverfolgung vor dem Losfahren klärt das schnell; wie das geht, steht im Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Betriebsrichtung: Wind und Seebrise
Wie überall wird gegen den Wind gestartet und gelandet. An der Küste spielt dabei die Seebrise eine große Rolle, die tagsüber vom Meer her aufs Land weht und am Abend oft abflaut oder dreht. Wann welche Richtung gilt, kann sich deshalb im Lauf des Tages ändern. Feste Regeln oder offizielle Anteile der beiden Richtungen veröffentlicht der Flughafen nicht – verlass dich also nicht auf Faustregeln, sondern auf aktuelle Wettermeldungen für LEAL und eine Live-Flugverfolgung. Die Grundlagen dazu findest du im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Wetterbedingt ist Alicante ein dankbarer Flughafen. Die flache Küstenebene sorgt für sehr selten schlechte Sicht, Nebel ist kaum ein Thema. Die Ausnahme sind Starkregenereignisse, wie sie im Spätsommer und Herbst am Mittelmeer auftreten können: Bei einem heftigen Unwetter im Herbst 2019 musste der Flughafen zeitweise schließen.
Licht und Bahn zusammen denken
Die Bahn liegt in Ost-West-Richtung, die Sonne steht mittags im Süden. Stehst du nördlich der Bahn, hast du tagsüber die Sonne im Rücken; südlich davon fotografierst du um die Mittagszeit gegen das Licht. Morgens und abends kommt das Licht seitlich. Im Sommer gilt zusätzlich: Ab dem späten Vormittag flimmert die Luft über dem Asphalt – Tipps dagegen stehen im Beitrag zum Hitzeflimmern, die passende Uhrzeit planst du mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot.
Ein Terminal für alle
Passagiere gehen in Alicante seit 2011 durch ein einziges, großes Terminalgebäude, die NAT. Sie wurde für rund 20 Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt – eine Marke, an die der Flughafen 2025 mit knapp 19,95 Millionen bereits sehr nah herangekommen ist. Die Planung sieht vor, dass sich das Terminal erweitern lässt und auf dem Gelände später auch Platz für eine zweite Bahn und ein Satellitengebäude wäre. Konkrete Bautermine dafür sind uns nicht bekannt.
Weil fast der gesamte Verkehr über dieses eine Gebäude läuft, sind die Vorfeldpositionen eng belegt, vor allem in den Spitzen am Wochenende und in der Ferienzeit. Ein Großteil der Passagiere fliegt ins Ausland, und mit Großbritannien liegt einer der wichtigsten Märkte außerhalb des Schengen-Raums. Entsprechend viele Flüge laufen über die Passkontrolle.
Wer in Alicante landet
Alicante ist kein Drehkreuz, sondern ein großer Punkt-zu-Punkt-Flughafen. Deutlich mehr als vier von fünf Passagieren fliegen international. Die wichtigsten Auslandsmärkte sind Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Norwegen, dazu kommt unter anderem Belgien. Im Jahr 2023 – neuere Streckenranglisten lagen uns nicht vor – führten Manchester und London-Gatwick die Auslandsverbindungen an, gefolgt von Amsterdam und Brüssel. Im Inland dominieren Palma de Mallorca, Barcelona und Madrid.
Basen unterhalten Ryanair sowie Vueling, Norwegian und easyJet. Aus Großbritannien kommen außerdem Jet2 und TUI Airways in großer Zahl, aus Skandinavien neben Norwegian auch SAS. Aus den Niederlanden und Belgien siehst du unter anderem Transavia und TUI fly Belgium, aus Osteuropa Wizz Air. Aus Deutschland fliegt unter anderem Eurowings, dazu kommen spanische Airlines wie Volotea im Inlands- und Europaverkehr.
Ein Hinweis zur Aktualität: Welche Airline welche Strecke fliegt, ändert sich mit jedem Flugplan. Die Aufzählung beschreibt das typische Bild mit Stand Oktober 2026 – im nächsten Sommer kann schon wieder eine neue Verbindung dazukommen oder eine andere wegfallen.
| Herkunft | Typische Airlines | Häufige Flugzeugtypen |
|---|---|---|
| Großbritannien, Irland | Ryanair, Jet2, easyJet, TUI Airways | Boeing 737, A320-Familie |
| Skandinavien | Norwegian, SAS | Boeing 737, A320-Familie |
| Benelux | Transavia, TUI fly Belgium, Ryanair | Boeing 737 |
| Deutschland | Eurowings, Ryanair | A320-Familie, Boeing 737 |
| Osteuropa | Wizz Air, Ryanair | A320-Familie, Boeing 737 |
| Spanien | Vueling, Volotea, Ryanair | A320-Familie, Boeing 737 |
Typenbild: 737 und A320 – mit vielen Lackierungen
Großraumflugzeuge sind in Alicante die große Ausnahme. Das Bild prägen Schmalrumpfjets: allen voran die Boeing 737-800 von Ryanair, Jet2, Norwegian und vielen anderen, dazu Varianten der 737 MAX wie die 737 MAX 8 und die 737-8-200 in der Ryanair-Konzernflotte. Auf der Airbus-Seite siehst du die ganze Familie vom A319 über den A320 und A320neo bis zum A321neo.
Der Reiz liegt deshalb weniger im Typ als in der Vielfalt. An einem gewöhnlichen Vormittag rollen hintereinander britische, norwegische, osteuropäische, belgische und spanische Airlines über die Bahn, dazu Wet-Lease-Maschinen und Sonderlackierungen. Gerade weil sich die Muster so ähneln, lohnt es sich, die Feinheiten zu lernen: Wie du A319, A320 und A321 sicher auseinanderhältst, zeigt der Beitrag A320-Familie unterscheiden.
Keine Sonderlackierung verpassen
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Wo du in Alicante spotten kannst
Eine offizielle Besucherterrasse wie an manchen deutschen Flughäfen gibt es in Alicante nach unserem Kenntnisstand nicht. Gespottet wird – wie an den meisten spanischen Ferienflughäfen – von öffentlichen Flächen rund um das Gelände. Wo das gerade sinnvoll ist, hängt vor allem von der Betriebsrichtung ab. Statt konkreter Koordinaten geben wir dir hier die Logik, nach der du dir selbst einen Platz suchst:
- Westliches Bahnende (Richtung Torrellano): Bei Betriebsrichtung 10 kommen hier die Landungen über das flache Land herein. Bei Betriebsrichtung 28 siehst du an dieser Seite die Starts, die über dir Höhe gewinnen.
- Östliches Bahnende (Richtung Küste und El Altet): Bei Betriebsrichtung 28 schweben die Maschinen vom Meer her ein – das Motiv mit dem meisten Urlaubsgefühl. Bei Betriebsrichtung 10 starten die Jets hier hinaus übers Wasser.
- Seitlich der Bahn: Für Rollbewegungen und Aufnahmen beim Abheben brauchst du einen Standpunkt mit Blick über den Zaun auf die Bahnmitte. Nördlich der Bahn hast du tagsüber eher die Sonne im Rücken.
Rund um den Flughafen gibt es Landstraßen, Gewerbeflächen und Felder. Parke nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist, betritt keine Privatgrundstücke und halte Abstand zu Zufahrten und Sicherheitsbereichen. Prüf vor jeder Tour aktuelle Erfahrungsberichte aus der Spotter-Community, denn Bauarbeiten und neue Absperrungen ändern die Lage an stark genutzten Flughafenrändern schnell. Was in Spanien generell gilt, fasst der Beitrag Spotten in Spanien zusammen.
Regeln vor Motiv
Bleib auf öffentlichen Flächen, steig nicht über Zäune oder Tore und folge Anweisungen von Polizei und Sicherheitspersonal sofort. Leitern, lange Stative und auffälliges Verhalten direkt am Zaun können Rückfragen auslösen – erklär freundlich, was du tust. Drohnen haben rund um den Flughafen nichts verloren. Einen Überblick über die Rechtslage gibt der Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.
Betriebsrichtung prüfen
10 heißt Landungen von Westen über Land, 28 heißt Landungen von Osten über das Meer. Danach richtet sich, an welchem Bahnende du stehst.
Seebrise einplanen
An der Küste kann der Wind im Lauf des Tages drehen. Behalt die Flugverfolgung im Auge, statt dich morgens auf eine Richtung festzulegen.
Früh oder spät losgehen
Im Sommer verschwimmen mittags die Bilder im Hitzeflimmern. Der frühe Morgen und der späte Nachmittag liefern die schärfsten Aufnahmen.
Mietwagen einplanen
Die Buslinie C-6 bringt dich zum Terminal, viele Standpunkte rund um die Bahnenden erreichst du aber nur sinnvoll mit dem Auto.
Kennzeichen notieren
Bei Dutzenden gleichen 737 und A320 ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber auseinanderzuhalten.
Anreise ohne und mit Auto
Der Flughafen ist fast ausschließlich über die Straße angebunden; einen Bahnhof am Terminal gibt es nicht. Die städtische Buslinie C-6 verbindet den Flughafen mit dem Zentrum von Alicante und hält unter anderem am Busbahnhof und am Bahnhof. Eigene Linien fahren nach Elche, dazu kommen Überlandbusse in Ferienorte wie Benidorm und nach Murcia. Taxis und Fahrdienste haben ausgewiesene Bereiche am Terminal. Fahrpläne und Takte können sich ändern – prüf sie vor der Fahrt.
Seit Jahren wird ein Schienenanschluss geplant, der Nah- und Fernverkehrszüge in einen unterirdischen Bahnhof unter dem Terminal bringen würde. Wann er kommt, ist offen. Für Spotter bleibt deshalb der Mietwagen das praktischste Verkehrsmittel, vor allem, wenn du je nach Betriebsrichtung zwischen den beiden Bahnenden wechseln willst.
Ausrüstung und Licht
In Alicante brauchst du nicht zwingend das längste Tele. An den Bahnenden kommen die Maschinen relativ niedrig und nah heran, ein Zoom bis etwa 300 oder 400 Millimeter deckt die meisten Situationen ab. Für Aufnahmen quer über das Gelände hilft mehr Brennweite – hier bremst dich im Sommer aber das Hitzeflimmern schneller aus als die Optik.
Sonnenschutz gehört in die Fototasche: An vielen Standpunkten rund um das Gelände gibt es kaum Schatten, und an einem Julinachmittag wird es in der Küstenebene richtig heiß. Was du sonst für einen Spottertag in der Sonne einpacken solltest, steht im Beitrag zum Planespotting im Urlaub.
Alicante passt zu dir, wenn …
- du viele britische und skandinavische Airlines in kurzer Zeit sehen willst
- du Spotten mit einem Urlaub an der Costa Blanca verbindest
- du einen übersichtlichen Flughafen mit nur einer Bahn bevorzugst
Bedingt geeignet, wenn …
- du ohne Mietwagen unterwegs bist
- du im Hochsommer nur mittags Zeit hast – dann flimmert die Luft
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Großraumflugzeuge und Langstrecke suchst
- du einen offiziellen Besucherbereich mit Infrastruktur brauchst
Saison und Tagesrhythmus
Wie alle Ferienflughäfen hat Alicante eine klare Sommerspitze. Anders als auf vielen Inseln fällt der Winter aber nicht ins Bodenlose: Viele Briten, Skandinavier, Niederländer und Deutsche besitzen an der Costa Blanca Wohnungen oder verbringen dort die kalte Jahreszeit. Deshalb fliegen auch zwischen November und März zahlreiche Airlines, gerade aus Nordeuropa. Für Spotter ist der Winter dadurch eine echte Alternative – mit tieferem, weicherem Licht und weniger Hitzeflimmern.
Der Flughafen ist rund um die Uhr geöffnet. Im Tagesverlauf gibt es deutliche Wellen, wenn mehrere Basis-Airlines ihre Umläufe starten oder zurückkommen. Wann genau die Spitzen liegen, ändert sich mit dem Flugplan – ein Blick in die Ankunftstafel oder eine Flugverfolgung am Vortag spart dir Wartezeit.
Wachstum an der Kapazitätsgrenze
Der Flughafen wächst seit der Pandemie kräftig. 2019 zählte er gut 15 Millionen Passagiere, 2024 rund 18,4 Millionen und 2025 knapp 19,95 Millionen – ein Plus von etwa 8,5 Prozent. Laut Zwischenständen für 2026 hält das Wachstum an. Damit nähert sich Alicante der Kapazität, für die die NAT 2011 ausgelegt wurde. Die bei der Planung freigehaltene Fläche für eine zweite Bahn ist bislang nur eine Option auf dem Papier.
Auch Rückschläge gehören zur Geschichte: Im Januar 2020 brach im Dach des Terminals ein Feuer aus, der Flughafen war rund einen Tag geschlossen, und viele Flüge mussten auf andere Flughäfen ausweichen. Wenige Wochen später kam der Einbruch durch die Pandemie. Der heutige Rekordverkehr ist auch deshalb bemerkenswert, weil er nach diesem doppelten Tiefpunkt erreicht wurde.
Alicante im Vergleich
Innerhalb Spaniens gehört Alicante-Elche zu den fünf größten Flughäfen im Netz von Aena. Im direkten Vergleich mit Palma de Mallorca ist Alicante kleiner und stärker auf Großbritannien und Skandinavien ausgerichtet, während auf Mallorca Deutschland dominiert. Der Flughafen Málaga an der Costa del Sol ist der nächste große Vergleichskandidat mit ähnlichem Publikum, und weiter nördlich an der Küste liegt der Flughafen Valencia mit einem stärker städtisch geprägten Verkehr.
Wer Langstrecke und Drehkreuzbetrieb sucht, fährt nach Madrid-Barajas mit Spots wie La Muñoza oder nach Barcelona-El Prat mit dem Mirador am Prat. Ferienflieger vor Meereskulisse findest du auch auf den Kanaren, etwa an der Playa Honda auf Lanzarote.
Urlaub und Logbuch in einer App
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer sowie Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – das ist Planetrack. Planetrack startet bald – die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Alicante-Elche ist kein Spotterflughafen mit Terrasse und Ausstellung, sondern ein großer, sonniger Ferienflughafen mit einer klaren Struktur: eine Bahn, ein Terminal, viele Airlines aus Nord- und Westeuropa. Gerade diese Einfachheit macht ihn angenehm – du musst nur wissen, aus welcher Richtung die Landungen kommen, und kannst dich darauf einstellen.
Den Unterschied machen drei Dinge: die Betriebsrichtung samt Seebrise im Blick behalten, das Hitzeflimmern meiden und die Regeln rund um Zäune, Felder und Parkplätze respektieren. Wer das beherzigt, nimmt aus einem Urlaub an der Costa Blanca ein Logbuch voller Lackierungen aus halb Europa mit nach Hause.
Kurzfazit
ALC ist der Ferienflughafen der Costa Blanca mit knapp 20 Millionen Passagieren. Eine Bahn, viel Nordeuropa, keine Terrasse – plane nach Betriebsrichtung und Tageszeit, dann lohnt sich auch ein kurzer Abstecher an den Zaun.
Zusammenfassung
- Alicante-Elche ist das Tor zur Costa Blanca und einer der wichtigsten Ferienflughäfen am Mittelmeer – mit einer besonders starken Mischung aus britischen und skandinavischen Airlines.
- Das Layout ist simpel: eine Bahn, ein Terminal. Das macht die Planung leicht, wenn du die Betriebsrichtung kennst.
- Der Verkehr verteilt sich stärker übers Jahr als auf vielen Ferieninseln, weil viele Nordeuropäer an der Küste überwintern.
- Großraumflugzeuge sind die Ausnahme – der Reiz liegt in der Airline-Vielfalt und den Lackierungen.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Alicante-Elche?
Der IATA-Code ist ALC, der ICAO-Code LEAL. ALC steht auf deinem Gepäckanhänger, LEAL verwenden Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgung. Wie die beiden Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Alicante?
Eine einzige: die Bahn 10/28 mit 3.000 Metern Länge und 45 Metern Breite. Gelandet und gestartet wird je nach Wind in Richtung Osten (10) oder Richtung Westen (28). Das Terminal ist laut Planung so angelegt, dass eine zweite Parallelbahn später möglich wäre – gebaut ist sie nicht.
Wer betreibt den Flughafen Alicante-Elche?
Der spanische Flughafenbetreiber Aena, der auch Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Palma de Mallorca führt.
Warum heißt der Flughafen Alicante-Elche Miguel Hernández?
Der Flughafen liegt auf dem Gemeindegebiet von Elche, deshalb trägt er seit 2013 offiziell beide Städtenamen. 2021 kam der Name des Dichters Miguel Hernández hinzu, der aus Orihuela in der Provinz Alicante stammt. Im Alltag sagen die meisten einfach „Alicante“ oder nutzen den Code ALC.
Gibt es am Flughafen Alicante eine Besucherterrasse?
Eine offizielle Besucherterrasse ist uns nicht bekannt. Gespottet wird von öffentlichen Flächen rund um das Gelände, etwa in der Nähe der beiden Bahnenden. Halte dich dabei strikt an Park- und Betretungsverbote und bleib außerhalb von Sicherheitsbereichen.
Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen Alicante?
Die Buslinie C-6 verbindet den Flughafen mit dem Zentrum von Alicante, unter anderem mit Busbahnhof und Bahnhof. Nach Elche fahren eigene Buslinien, dazu gibt es Überlandverbindungen etwa Richtung Benidorm und Murcia. Einen Bahnanschluss hat der Flughafen nicht. Für Standpunkte rund um das Gelände ist ein Auto deutlich praktischer.
Wann ist die beste Zeit zum Spotten in Alicante?
Am meisten los ist von Frühjahr bis Herbst, mit der Spitze im Sommer. Anders als auf vielen Ferieninseln bleibt aber auch im Winter einiges an Verkehr, weil viele Nordeuropäer die kalte Jahreszeit an der Costa Blanca verbringen. Fotografisch sind im Sommer der frühe Morgen und der späte Nachmittag am besten, weil mittags Hitzeflimmern über der Bahn liegt.
Welche Flugzeuge sehe ich in Alicante am häufigsten?
Fast ausschließlich Schmalrumpfjets: die Boeing 737-800 und Varianten der 737 MAX sowie die Airbus-Familie vom A319 bis zum A321neo. Großraumflugzeuge sind selten.
Sichtungen rund um Flughafen Alicante-Elche sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Ryanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
LS / EXSJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
DY / NOZNorwegian Air Shuttle
Die skandinavische Low-Cost-Airline aus Fornebu bei Oslo: reine Boeing-737-Flotte, rote Nase, Porträts berühmter Persönlichkeiten am Leitwerk – und seit 2024 mit Widerøe unter einem Dach.
VY / VLGVueling
Die Low-Cost-Airline aus Barcelona gehört zur IAG: eine Flotte aus der kompletten Airbus-A320-Familie, ein zweites Drehkreuz in Rom und eine Boeing-Bestellung, die das einheitliche Bild aufbricht.
W6 / WZZWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
BY / TOMTUI Airways
Der britische Ferienflieger der TUI Group: größte Airline im TUI-Verbund, Boeing 737 auf der Kurz- und Mittelstrecke, Boeing 787 auf der Langstrecke und eine Geschichte, die bei Britannia Airways beginnt.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
SK / SASSAS Scandinavian Airlines
Die skandinavische Netzwerk-Airline mit dem blauen Leitwerk: 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden gegründet, drei Drehkreuze, seit 2024 bei SkyTeam statt in der Star Alliance – und eine Flotte mit Kennzeichen aus vier Ländern.
HV / TRATransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
TB / JAFTUI fly Belgium
Der belgische Ferienflieger der TUI Group: früher Jetairfly, heute mit Boeing 737 und Embraer E195-E2 ab Brüssel, Ostende und Antwerpen unterwegs – und mit einem ICAO-Code, der noch an den alten Namen erinnert.
V7 / VOEVolotea
Die spanische Low-Cost-Airline der Vueling-Gründer: Direktflüge zwischen mittelgroßen Städten in Frankreich, Italien und Spanien, eine reine Flotte aus Airbus A319 und A320 – und der Werksshuttle für Airbus.
Typische Flugzeuge
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-8-200 (MAX 200)
Von außen eine MAX 8, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: einem zusätzlichen Paar Notausgangstüren hinter dem Flügel. So erkennst du die 737-8-200, die Boeing für Ryanair entwickelt hat.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
Spotting-Spots rund um Flughafen Alicante-Elche
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Playa Honda am Flughafen Lanzarote
Am Strand zwischen Playa Honda und Matagorda schweben die Flugzeuge über das Meer heran und setzen kurz hinter der Promenade auf der Piste 03 auf. Was du dort siehst, wo du am besten stehst und wann das Licht passt.
SpotterhügelMirador d'avions an der Piste 24R in Barcelona-El Prat
Am Ostende der Nordbahn von Barcelona-El Prat weist die Gemeinde El Prat Aussichtspunkte für Flugzeugfans aus. Von der kleinen Plattform an der Schwelle 24R und dem Hügel unter dem Anflug siehst du tagsüber fast jede Landung – vom Vueling-Airbus bis zum A380 aus Dubai.
AnflugschneiseLa Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas
Südöstlich von Madrid-Barajas, am Rand des Iberia-Technikgeländes La Muñoza, führt ein Schotterweg am Jarama entlang unter den Anflug der Piste 32R. Ein Spot für Spotter mit Geduld: nur bei Nordbetrieb, ohne Infrastruktur, aber mit dem Langstreckenverkehr eines der größten Drehkreuze Europas.
Weitere Einträge
Flughafen Palma de Mallorca
Der Ferienflughafen schlechthin: Auf Mallorca landen im Sommer Hunderte Jets am Tag, ein großer Teil davon aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Zwei parallele Bahnen am Rand der Bucht von Palma, Anflüge übers Meer und eine bunte Mischung aus Low-Cost, Charter und Businessjets – nur eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht.
FlughafenFlughafen Valencia
Valencias Flughafen liegt in Manises, rund acht Kilometer westlich der Stadt: eine einzige Bahn, viel Low-Cost- und Regionalverkehr, die Heimat von Air Nostrum – und Spotterplätze an beiden Bahnenden, an denen du sehr nah an die Flugzeuge kommst.
FlughafenFlughafen Málaga-Costa del Sol
Das Tor zur Costa del Sol gilt als ältester durchgehend betriebener Flughafen Spaniens: zwei leicht gespreizte Bahnen, ein Terminal 3 mit eigenem Bahnhof, Ferienflieger aus ganz Europa im Minutentakt – und ein Luftfahrtmuseum direkt am Vorfeld.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
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