Das Wichtigste in Kürze
- Airlink ist eine private südafrikanische Regional-Airline mit Sitz im Großraum Johannesburg und Drehkreuzen in Johannesburg und Kapstadt.
- Codes: IATA 4Z, ICAO LNK, Rufzeichen „LINK“.
- Die Flotte besteht nur aus Embraer-Jets: ERJ 135, ERJ 140, E170/E175, E190, E195 und seit Ende 2025 die E195-E2.
- Bis 2020 flog Airlink als Franchise-Partner von South African Airways; seitdem verkauft sie Tickets unter eigenem Code und trägt eine eigene Bemalung.
- Das Netz reicht weit über Südafrika hinaus – bis nach Mosambik, Sambia, Simbabwe, Madagaskar und auf die Atlantikinsel St. Helena.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Airlink im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: nur Embraer, aber sechs Familien
- 4.ERJ oder E-Jet? So sortierst du die Airlink-Flotte
- 5.Woran du Airlink erkennst
- 6.Das Netz: vom Kruger-Park bis St. Helena
- 7.Airlink spotten: wo und wann
- 8.Airlink im südlichen Afrika einordnen
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | 4Z |
|---|---|
| ICAO-Code | LNK |
| Rufzeichen | LINK |
| Drehkreuze | JNB, CPT |
| Geschäftsmodell | Private Regional-Airline mit Linienflügen im südlichen Afrika und Zubringerverkehr für internationale Partner |
| Sitz | Greenstone Hill, Ekurhuleni (Großraum Johannesburg), Südafrika |
| Gegründet | 1992, aus der Übernahme der insolventen Link Airways |
| Frühere Namen | SA Airlink bzw. South African Airlink; seit 2020 nur noch Airlink |
| Drehkreuze | Johannesburg O. R. Tambo (JNB) und Kapstadt (CPT) |
| Allianz | keine; Codeshares und Interline-Abkommen mit mehreren internationalen Airlines |
| Flotte (Stand 2026) | ausschließlich Embraer: ERJ 135, ERJ 140, E170/E175, E190, E195 und E195-E2 – je nach Quelle rund 70 Flugzeuge |
| Anteilseigner (Auswahl) | u. a. ein Gemeinschafts-Trust aus der Bergbauregion Sishen sowie Qatar Airways mit 25 Prozent (seit 2024) |
| Markenzeichen | Sonnenvogel („Sunbird“) vor Farben eines Sonnenaufgangs am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Airlink?
- Leitwerk mit dem Sunbird, einem stilisierten Vogel vor warmen Sonnenaufgangsfarben
- Weißer Rumpf mit Schriftzug „Airlink“ – die Bemalung gibt es in dieser Form seit November 2020
- Immer ein Embraer: vom kleinen ERJ 135 mit drei Sitzen pro Reihe bis zur E195-E2
- Südafrikanisches Kennzeichen mit ZS- am Rumpf
- Auf Trackern steht der ICAO-Code LNK, in der Flugnummer 4Z
- Vor 2020 trugen viele Maschinen noch eine an South African Airways angelehnte Optik – auf alten Fotos also Vorsicht
Wer in Johannesburg oder Kapstadt am Zaun steht, kommt an Airlink nicht vorbei. Die Regional-Airline fliegt ausschließlich Embraer-Jets, und das in einer Bandbreite, die du sonst kaum irgendwo findest: vom kleinen ERJ 135 mit drei Sitzen pro Reihe bis zur brandneuen E195-E2. Diese Seite zeigt dir, wie Airlink entstanden ist, welche Typen du sehen kannst und wie du sie sauber auseinanderhältst.
Jeder Embraer einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Airlink-Typen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Airlink im Überblick
Airlink ist eine private südafrikanische Regional-Airline mit Sitz in Greenstone Hill, Ekurhuleni, im Großraum Johannesburg. Ihre Drehkreuze sind der Flughafen Johannesburg O. R. Tambo und Kapstadt. Von dort verbindet sie Südafrikas Provinzstädte untereinander und fliegt in zahlreiche Nachbarländer – von Namibia und Botswana über Mosambik und Simbabwe bis nach Sambia, Malawi, Madagaskar und Kenia.
Gegründet wurde die Airline 1992, als die beiden Gründer Rodger Foster und Barrie Webb die insolvente Link Airways übernahmen. In den ersten Jahren flogen kleine Turboprops und Geschäftsreiseflugzeuge, darunter ATR 42 und Dornier 228. Später kamen Jetstream 41, BAe 146 und Avro RJ85 dazu, bevor Airlink Schritt für Schritt auf eine reine Embraer-Flotte umstellte.
Prägend war die lange Partnerschaft mit South African Airways. Ab 1997 trat Airlink als Franchise-Partner unter deren Marke auf und hieß lange SA Airlink. Anfang 2020 endete diese Zusammenarbeit nach rund 23 Jahren. Airlink strich das „SA“ aus dem Namen, verkauft seither Tickets unter dem eigenen Code 4Z und zeigt sich seit November 2020 in einer eigenen Bemalung.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 4Z: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket. Airlink erhielt den Code 2008, nutzt ihn für den eigenen Ticketverkauf aber erst seit 2020.
- ICAO-Code LNK: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen LINK: so meldet sich die Besatzung im Funk – kurz und eindeutig.
Vor 2020 liefen viele Airlink-Flüge unter Flugnummern von South African Airways. Wenn du alte Logbücher oder Fotos aus dieser Zeit sortierst, lohnt sich deshalb ein zweiter Blick: Die Flugnummer verrät dort nicht, wer tatsächlich geflogen ist. Wie du Tracker-Daten richtig liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Codeshare im Blick
Airlink hat Codeshare- und Interline-Abkommen mit internationalen Airlines, darunter Qatar Airways, United Airlines und Emirates. Bei Codeshare-Flügen steht ein Airlink-Flug auf der Anzeigetafel oft unter mehreren Flugnummern – wie das funktioniert, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt. Auf dem Tracker zeigt dir der ICAO-Code LNK, dass wirklich ein Airlink-Embraer fliegt.
Die Flotte: nur Embraer, aber sechs Familien
Airlink setzt ausschließlich auf den brasilianischen Hersteller Embraer. Je nach Quelle umfasst die Flotte Stand 2026 rund 70 Flugzeuge; die genaue Zahl schwankt, weil gerade neue E2-Jets dazukommen. Die Typen im Überblick, mit Sitzzahlen laut gängigen Flottenübersichten:
| Typ | Sitze (ca.) | Triebwerke | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer ERJ 135 | 37 | 2 am Heck | dünne Strecken, kleine Flughäfen | Kürzeste Version der ERJ-Familie |
| Embraer ERJ 140 | 44 | 2 am Heck | Regionalstrecken | Etwas länger als der ERJ 135, weltweit selten |
| Embraer E170 / E175 | 74–88 | 2 unter dem Flügel | mittlere Strecken | Kleinste E-Jets in der Flotte |
| Embraer E190 | 98 | 2 unter dem Flügel | Rückgrat des Netzes | Häufigster Typ der Flotte |
| Embraer E195 | 107 | 2 unter dem Flügel | stärker gefragte Strecken | Längster E-Jet der ersten Generation |
| Embraer E195-E2 | 136 | 2 große Getriebefan-Triebwerke | Hauptstrecken wie Johannesburg–Durban | Neu seit Ende 2025, zehn geleaste Maschinen bis 2027 |
Die E190 ist das Arbeitspferd der Airline – mit ihr siehst du Airlink am häufigsten. Besonders interessant für Sammler sind dagegen die ERJ 140: Diese Version wurde nur in kleiner Stückzahl gebaut, und Airlink setzt sie laut Flottenübersichten noch in zweistelliger Zahl ein.
Die E195-E2 ist der jüngste Zuwachs. Airlink least insgesamt zehn Exemplare von der Leasinggesellschaft Azorra. Die ersten Maschinen trafen ab September 2025 in Südafrika ein. Laut Airlink verbraucht die E2 deutlich weniger Treibstoff als die ältere E195 – genannt werden bis zu 29 Prozent. Die ersten E2 sind einklassig mit 136 Sitzen bestuhlt, spätere Auslieferungen sollen eine Zwei-Klassen-Kabine erhalten.
Nur noch die E195-E2 fehlt?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
ERJ oder E-Jet? So sortierst du die Airlink-Flotte
Bei Airlink stehen zwei grundverschiedene Embraer-Generationen nebeneinander. Die gute Nachricht: Die erste Unterscheidung schaffst du schon mit bloßem Auge.
Das spricht für die ERJ-Familie (ERJ 135/140)
- Zwei Triebwerke hinten am Rumpf
- T-Leitwerk, das Höhenleitwerk sitzt oben auf der Seitenflosse
- Sehr schlanker Rumpf mit nur drei Sitzen pro Reihe
- Auf Trackern meist mit dem ICAO-Typcode E135 – den teilen sich ERJ 135 und ERJ 140
Das spricht für einen E-Jet (E170 bis E195-E2)
- Triebwerke unter den Flügeln
- Höhenleitwerk tief am Rumpfende
- Breiterer, rundlicher Rumpf mit vier Sitzen pro Reihe
- Auf Trackern mit eigenen Typcodes, die E195-E2 etwa als E295
Innerhalb der E-Jets wird es feiner, und auch ein Blick auf das Fahrwerk als Erkennungsmerkmal kann helfen. E170 und E175 sind die kurzen Versionen, E190 und E195 die langen. Die E195-E2 erkennst du an den deutlich größeren Triebwerken mit sehr großem Fan-Durchmesser, an den längeren, schlankeren Flügeln und daran, dass sie keine klassischen, hochgezogenen Winglets wie die erste Generation trägt, sondern eine sanft auslaufende Flügelspitze. Eine ausführliche Anleitung mit allen Details findest du im Artikel Embraer E-Jets unterscheiden.
Bei ERJ 135 und ERJ 140 hilft die Optik wenig: Beide sehen fast gleich aus und unterscheiden sich vor allem in der Länge. Hier ist das Kennzeichen dein bester Freund. Wie du Regionaljets generell auseinanderhältst, zeigt der Guide Regionaljets erkennen.
Triebwerke ansehen
Hinten am Heck oder unter dem Flügel? Damit trennst du ERJ und E-Jet sofort.
Länge einschätzen
Kurz oder lang? Bei den E-Jets trennst du so E170/E175 von E190/E195.
Triebwerksgröße prüfen
Auffällig große Triebwerke und ein langer, schlanker Flügel deuten auf die E195-E2.
Kennzeichen notieren
Das ZS-Kennzeichen bestätigt im Abgleich mit dem Tracker den genauen Typ – vor allem bei ERJ 135 und ERJ 140.
Woran du Airlink erkennst
Seit November 2020 trägt Airlink eine eigene Bemalung, die bewusst mit dem früheren SAA-Look bricht. Am Leitwerk sitzt der Sunbird, ein stilisierter Vogel, der vor den warmen Farben eines Sonnenaufgangs zu sehen ist. Der Rumpf bleibt überwiegend weiß mit dem Schriftzug „Airlink“. Den Sunbird als Logo gibt es schon seit einer Neugestaltung im Jahr 2006, damals aber noch in einem ähnlichen Farbschema wie zuvor – neu ist seit 2020 vor allem seine Inszenierung am Heck.
Weil die Umstellung schrittweise lief, findest du auf älteren Fotos noch Airlink-Maschinen in einer Optik, die an South African Airways erinnert. Wenn du dein Archiv sortierst, achte deshalb auf das Aufnahmedatum. Mehr dazu, wie Farben, Logos und Schriftzüge in einer Bemalung zusammenspielen, liest du im Artikel Livery-Design erklärt.
Ein zweites Merkmal ist das Kennzeichen: Airlink-Maschinen sind in Südafrika registriert und tragen das Präfix ZS-. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Auch andere Airlines im südlichen Afrika setzen Embraer-Jets ein. Ein E190 allein ist also noch kein Airlink. Erst Sunbird am Leitwerk, ZS-Kennzeichen und der ICAO-Code LNK im Tracker machen die Zuordnung sicher.
Das Netz: vom Kruger-Park bis St. Helena
Airlinks Netz ist auf das südliche Afrika zugeschnitten. In Südafrika verbindet die Airline große Städte wie Johannesburg, Kapstadt, Durban und Gqeberha ebenso wie kleinere Ziele, etwa Upington, Kimberley oder George. Dazu kommen Flüge in die Safarigebiete, darunter Skukuza im Kruger-Nationalpark und Hoedspruit. Für Langstreckenpassagiere ist Airlink damit oft der letzte Abschnitt auf dem Weg in die Lodge.
Grenzüberschreitend fliegt Airlink in eine ganze Reihe von Nachbarländern: nach Namibia, Botswana, Simbabwe, Sambia, Mosambik, Malawi, Eswatini, Lesotho, Angola, Tansania, in die Demokratische Republik Kongo sowie nach Madagaskar, Mauritius und Kenia. Laut Airlink umfasst das Netz mehr als 45 Ziele; die genaue Zahl ändert sich mit dem Flugplan.
Ein besonderes Kapitel ist St. Helena. Die abgelegene Insel im Südatlantik bekam erst spät einen Flughafen, und Airlink nahm im Oktober 2017 den ersten planmäßigen Linienverkehr dorthin auf – mit einer E190 von Johannesburg über Walvis Bay in Namibia. Unter Luftfahrtfans gilt die Verbindung als eine der ungewöhnlichsten Regionalstrecken überhaupt.
Zum Firmengeflecht gehören außerdem Airlink Cargo und eine Beteiligung von 40 Prozent an der namibischen FlyNamibia, die seit 2022 besteht. Seit August 2024 hält Qatar Airways 25 Prozent an Airlink – nach südafrikanischem Recht der höchste zulässige Auslandsanteil. Die Airline bleibt dabei eigenständig. Wie die Golf-Airlines ihre Netze über Partner in Afrika und Asien verlängern, beschreibt der Artikel über das Geschäftsmodell der Golf-Airlines.
Airlink spotten: wo und wann
Der beste Ort für Airlink ist Johannesburg O. R. Tambo. Am Hauptdrehkreuz ist die Airline über den ganzen Tag präsent, und neben Airlink siehst du dort South African Airways, FlySafair und viele internationale Langstreckengäste. Tipps zu Spots und Abläufen vor Ort findest du im Guide Planespotting in Südafrika.
Kapstadt ist das zweite Drehkreuz und bietet ebenfalls viel Airlink-Verkehr, je nach Standort mit Bergkulisse im Hintergrund. Durban, George oder Gqeberha sind kleinere Flughäfen, an denen du Airlink entspannt aus der Nähe erleben kannst. Wer die selteneren Typen sucht, sollte gezielt nach kleineren Zielen schauen, denn die ERJ 135 und ERJ 140 fliegen vor allem auf dünneren Strecken.
Gute Chancen auf Airlink, wenn …
- du in Johannesburg oder Kapstadt spottest
- du morgens oder am frühen Abend vor Ort bist, wenn sich die Zubringerflüge bündeln
- internationale Langstrecken gerade ankommen und Anschlussflüge in die Region starten
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt die E195-E2 oder einen ERJ 140 suchst
- du an einem kleinen Regionalflughafen nur wenige Flüge pro Tag erwartest
Eher kein Airlink-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – Airlink fliegt keine Linienstrecken außerhalb Afrikas
Die Typen auf einer Strecke wechseln je nach Auslastung. Die Kombination aus Flugtracker und Kennzeichen ist deshalb der sicherste Weg, um gezielt einen bestimmten Typ zu erwischen. In Südafrika gilt wie überall: Wind und Betriebsrichtung bestimmen, welcher Spot funktioniert.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und informiere dich vorab über lokale Regeln. In Südafrika lohnt es sich außerdem, auf die eigene Sicherheit zu achten: Wertvolle Ausrüstung nicht unbeaufsichtigt lassen und abgelegene Stellen am besten nicht allein aufsuchen.
Airlink im südlichen Afrika einordnen
Im südafrikanischen Markt nimmt Airlink eine eigene Rolle ein. FlySafair fliegt als Low-Cost-Airline mit Boeing 737 vor allem die großen Inlandsstrecken. South African Airways ist die traditionelle Netzwerk-Airline mit Airbus-Flotte. Airlink dagegen bedient mit kleineren Jets auch Strecken, auf denen sich größere Flugzeuge nicht lohnen – und verbindet die Region grenzüberschreitend.
Eine 2018 ausgehandelte Fusion mit FlySafair lehnte die südafrikanische Wettbewerbskommission ab, der Antrag wurde später zurückgezogen. Gemessen an der Zahl der Flüge zählte Airlink 2021 zu den größten Airlines Afrikas. Für Spotter bedeutet das: Wer im südlichen Afrika unterwegs ist, hat eine Airlink-Maschine fast garantiert im Sucher.
Im Rest Afrikas triffst du an den Airlink-Zielen auf andere Airlines mit regionalem Anspruch, etwa Kenya Airways in Nairobi, Air Mauritius auf Mauritius oder Ethiopian Airlines an vielen Flughäfen des Kontinents.
Häufige Verwechslungen
- Airlink für eine SAA-Tochter halten – die Franchise endete 2020, Airlink ist eine private, unabhängige Airline.
- Jeden E190 im südlichen Afrika für Airlink halten – erst Sunbird, ZS-Kennzeichen und LNK im Tracker sichern die Zuordnung.
- ERJ 135 und ERJ 140 nach Augenmaß bestimmen – beide sehen fast gleich aus; das Kennzeichen entscheidet.
- Die E195-E2 als E195 notieren – auf die großen Triebwerke und den langen Flügel achten.
- Alte Fotos falsch einordnen – vor 2020 flog Airlink in einer an SAA angelehnten Optik und oft unter SAA-Flugnummern.
- Airlink einer Allianz zuordnen – die Airline gehört weder der Star Alliance noch oneworld oder SkyTeam an, sondern arbeitet über Codeshares.
Airlink im Blick behalten
Beobachte einzelne ZS-Kennzeichen oder die E195-E2 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Airlink ist der Embraer-Spezialist des südlichen Afrikas. Aus einer kleinen Turboprop-Airline von 1992 ist eine der wichtigsten Regional-Airlines des Kontinents geworden, die heute mit eigenem Code und eigener Marke fliegt. Für Spotter macht vor allem die Flotte den Reiz aus: ERJ, E-Jets der ersten Generation und die neue E2 bei einer einzigen Airline – dazu Ziele vom Kruger-Park bis nach St. Helena.
Kurzfazit
Airlink (IATA 4Z, ICAO LNK) ist eine private südafrikanische Regional-Airline mit reiner Embraer-Flotte. Der Sunbird am Leitwerk zeigt die Airline, Triebwerkslage und Kennzeichen verraten den genauen Typ.
Zusammenfassung
- Airlink erkennst du am Sunbird auf dem Leitwerk und daran, dass ausschließlich Embraer-Jets im Einsatz sind.
- Spannend für Spotter ist die Bandbreite der Flotte: Vom 37-sitzigen ERJ 135 bis zur neuen E195-E2 mit über 130 Plätzen siehst du fast die komplette Embraer-Jet-Geschichte bei einer einzigen Airline.
- Die Unterscheidung der Typen gelingt über Länge, Triebwerkslage und Fahrwerk – die ERJ-Familie hat Hecktriebwerke, die E-Jets Triebwerke unter dem Flügel.
- Johannesburg O. R. Tambo ist der beste Ort, um Airlink in großer Zahl zu sehen; Kapstadt ist das zweite Drehkreuz.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Airlink?
Der IATA-Code von Airlink ist 4Z, der ICAO-Code LNK. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „LINK“. Den IATA-Code 4Z erhielt Airlink 2008; Tickets unter eigenem Code verkauft die Airline aber erst seit dem Ende der Franchise mit South African Airways im Jahr 2020.
Gehört Airlink zu South African Airways?
Nein. Airlink ist eine private, unabhängige Airline. Rund 23 Jahre lang flog sie als Franchise-Partner von South African Airways und trat in deren Markenauftritt auf. Anfang 2020 endete diese Partnerschaft, die Airline legte das „SA“ im Namen ab und führte im November 2020 eine eigene Bemalung ein.
Welche Flugzeuge fliegt Airlink?
Ausschließlich Embraer. Zur Flotte gehören die Regionaljets ERJ 135 und ERJ 140 mit Hecktriebwerken sowie die E-Jets E170, E175, E190 und E195. Seit Ende 2025 kommen geleaste E195-E2 dazu – insgesamt zehn Stück, deren Auslieferung bis 2027 laufen soll. Insgesamt umfasst die Flotte je nach Quelle rund 70 Flugzeuge.
Ist Airlink Mitglied einer Allianz?
Nein. Airlink gehört weder Star Alliance noch oneworld oder SkyTeam an. Stattdessen arbeitet sie mit Codeshare- und Interline-Abkommen, etwa mit Qatar Airways und United Airlines (Codeshare) sowie Emirates (Interline). So bringt Airlink Langstreckenpassagiere aus Johannesburg und Kapstadt weiter in die Region.
Was hat Qatar Airways mit Airlink zu tun?
Qatar Airways hat im August 2024 einen Anteil von 25 Prozent an Airlink übernommen – das ist nach südafrikanischem Recht der höchste erlaubte Auslandsanteil. Airlink bleibt dabei eine eigenständige Airline mit eigener Marke und eigener Flotte.
Fliegt Airlink wirklich nach St. Helena?
Ja. Im Oktober 2017 nahm Airlink den ersten planmäßigen Linienverkehr zur abgelegenen Atlantikinsel St. Helena auf, damals mit einer Embraer E190 von Johannesburg über Walvis Bay in Namibia. Die Verbindung gilt unter Luftfahrtfans als eine der ungewöhnlichsten Regionalstrecken der Welt. Prüf den aktuellen Flugplan, bevor du dich darauf verlässt.
Wo kann ich Airlink spotten?
Am meisten Betrieb siehst du in Johannesburg O. R. Tambo, dem Hauptdrehkreuz. Auch in Kapstadt, Durban und an vielen kleineren südafrikanischen Flughäfen ist Airlink regelmäßig zu Gast. In Europa begegnest du Airlink-Flugzeugen dagegen nicht im Linienverkehr – das Netz liegt komplett im südlichen und östlichen Afrika.
Was ist der Unterschied zwischen ERJ 135 und ERJ 140?
Beide gehören zur ERJ-Familie mit zwei Triebwerken am Heck und unterscheiden sich vor allem in der Länge. Der ERJ 135 ist die kürzeste Version mit rund 37 Sitzen, der ERJ 140 etwas länger mit rund 44 Plätzen. Ohne direkten Vergleich hilft dir am ehesten das Kennzeichen in Verbindung mit einer Flottenliste oder dem Flugtracker.
Airlink im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer ERJ 135
Der kürzeste Jet der ERJ-Familie: Die ERJ 135 ist eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und T-Leitwerk – und die Basis für den Businessjet Legacy 600.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 140
Der Regionaljet, der wegen eines Pilotenvertrags existiert: Die ERJ 140 ist eine ERJ 145 mit 44 statt 50 Sitzen, fast ausschließlich für American Eagle gebaut und heute aus dem Liniendienst verschwunden.
FlugzeugtypEmbraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
Weitere Airlines
South African Airways
Südafrikas staatlicher Flag Carrier aus Johannesburg: Star-Alliance-Mitglied seit 2006, nach Business Rescue und Flugpause 2021 mit kleiner Airbus-Flotte neu gestartet – inklusive vierstrahliger A340-300.
Low-CostFlySafair
Südafrikas Marktführer im Inlandsverkehr: FlySafair fliegt ausschließlich Boeing 737-800, startete 2014 als Low-Cost-Marke des Frachtspezialisten Safair – der jahrzehntelang zivile Lockheed L-100 Hercules einsetzte.
NetzwerkQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
NetzwerkKenya Airways
Kenias Flag Carrier aus Nairobi: einzige afrikanische Airline in SkyTeam, Langstrecke mit der Boeing 787-8, Regionalnetz mit Embraer E190 und der Schriftzug „Pride of Africa“ am Rumpf.
NetzwerkAir Mauritius
Die nationale Airline von Mauritius: kleine Flotte aus Airbus A350-900, A330-900 und ATR 72, Drehkreuz am Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam und Langstrecke nach Paris und London.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen Johannesburg O. R. Tambo
Südafrikas wichtigstes Drehkreuz liegt rund 1.700 Meter hoch auf dem Highveld: zwei lange Parallelbahnen, Airlines aus ganz Afrika und Langstrecke aus Europa, Nahost und Asien – dazu Besucherterrassen, ein spottertauglicher Hotelparkplatz und ein paar Regeln, die du vor Ort kennen solltest.
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