31° Stormo (Aeronautica Militare)

Das Geschwader der italienischen Luftwaffe für Staatsflüge und dringende Krankentransporte: drei Airbus A319CJ, Dassault Falcon 900, neue Gulfstream G650ER und VIP-Hubschrauber AW139 – stationiert am Flughafen Rom-Ciampino.

Auch bekannt als: 31º Stormo „Carmelo Raiti“ · 31st Wing · Italienische Regierungsstaffel · 93° Gruppo · 306° Gruppo

ItalienItalienRegierungs- & Staatsflug11 Min. Lesezeit

3

Airbus A319CJ

CIA

Basis Rom-Ciampino

1933

Gründung in Orbetello

G650ER

Neuer Falcon-Nachfolger

Das Wichtigste in Kürze

  • Der 31° Stormo ist keine Airline, sondern ein Geschwader der italienischen Luftwaffe für Staatsflüge und dringende Krankentransporte.
  • Basis ist Rom-Ciampino: Der Stormo teilt sich den Platz mit dem zivilen Verkehr, die Flugzeuge stehen aber auf dem Militärteil.
  • Die Flotte umfasst drei Airbus A319CJ, Dassault Falcon 900 und VIP-Hubschrauber AW139; seit 2025 lösen Gulfstream G650ER die Falcons ab.
  • Kennzeichen lesen: Alle Maschinen tragen militärische MM-Nummern, auf Trackern laufen sie meist unter dem Luftwaffen-Präfix IAM.
  • Nicht nur VIP: Ein großer Teil der Einsätze sind Notfall-Krankentransporte, Organ- und Ärzteteam-Flüge.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Der 31° Stormo im Überblick
  2. 2.Von Seebombern zur Staatsstaffel
  3. 3.MM-Nummern und Rufzeichen lesen
  4. 4.Die Flotte: von der AW139 bis zur A319CJ
  5. 5.Ausgemustert: A340, DC-9 und die alten Falcons
  6. 6.Woran du italienische Regierungsflieger erkennst
  7. 7.Den 31° Stormo spotten
  8. 8.Häufige Verwechslungen
  9. 9.Fazit

Steckbrief

RufzeichenITALIAN AIRFORCE
DrehkreuzeCIA
ArtGeschwader (Stormo) der Aeronautica Militare, keine Airline im zivilen Sinn
AufgabenStaatsflüge für Staatspräsident, Parlamentspräsidenten, Ministerpräsident und Regierung, Flüge für den Papst, dringende Kranken- und Organtransporte sowie humanitäre Einsätze
Ehrenname„Carmelo Raiti“
Wurzeln1933 in Orbetello als Versuchsgeschwader für Seebomber gegründet, seit 1936 31° Stormo; 1976 Übernahme der Regierungsflugzeuge des Reparto Volo Stato Maggiore
StandortMilitärteil des Flughafens Rom-Ciampino (LIRA), rund 12 km südöstlich des Stadtzentrums
Verbände306° Gruppo (Flugzeuge) und 93° Gruppo (Hubschrauber)
Flotte (Stand 2025)3 Airbus A319CJ (VC-319A), 3 Falcon 900EX bzw. 900EX EASy (VC-900), Gulfstream G650ER (VC-650A) als Falcon-Nachfolger, 2 VH-139A sowie 2 UH-139A aus Beständen des Zivilschutzes
KennzeichnungMilitärische Seriennummern im Format MM6xxxx (Flugzeuge) bzw. MM8xxxx (Hubschrauber)
Motto„A Rinnovar le Gesta“

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich 31° Stormo (Aeronautica Militare)?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Militärische Seriennummer im Format MM6xxxx statt eines zivilen I-Kennzeichens, z. B. MM62174 bei einer A319CJ
  • Hoheitsabzeichen der Aeronautica Militare – die grün-weiß-rote Kokarde – an einem sonst zivil wirkenden Jet
  • Auf Trackern meist mit dem ICAO-Präfix IAM der italienischen Luftwaffe statt einer Flugnummer
  • Die A319CJ sieht aus wie eine Linien-A319, nur ohne Airline-Titel – entscheidend ist die MM-Nummer
  • Dreistrahlige Falcon 900 mit Triebwerken am Heck, zweistrahlige G650ER mit großen ovalen Kabinenfenstern
  • Abstellung auf dem Militärteil von Ciampino, nicht an den zivilen Passagierpositionen

Eine weiße A319 ohne Airline-Namen, dafür mit der grün-weiß-roten Kokarde der Luftwaffe, rollt in Ciampino zwischen Low-Cost-Jets zur Piste – für Spotter in Rom ist das einer der Momente, für die sich das Warten lohnt. Hinter Italiens Regierungsfliegern steht der 31° Stormo „Carmelo Raiti“ der Aeronautica Militare. Er fliegt ohne Flugplan und ohne Buchungssystem, dafür mit einer kleinen, sehr gezielt zusammengestellten Flotte. Diese Seite zeigt dir, wer der Stormo ist, welche Typen dazugehören, wie du MM-Nummern liest und wo du realistische Chancen hast.

Staatsflieger ohne Flugplan erwischen

Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen wie MM62174 oder für Typen wie die Gulfstream G650 an und wirst bei Anflug und Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Der 31° Stormo im Überblick

Der 31° Stormo ist keine Airline, auch wenn er hier neben ITA Airways und der historischen Alitalia steht. Ein „Stormo“ ist in der italienischen Luftwaffe ein Geschwader, vergleichbar mit einem Wing. Der 31° Stormo untersteht dem Kommando der Luftflotte über das Kommando für Mobilität und Unterstützung. Seine Staatsflotte wird operativ über den Dienst für Staats- und Regierungsflüge beim Amt des Ministerpräsidenten gesteuert – dort wird also entschieden, wer wann fliegt.

Die Passagierliste ist kurz, aber prominent: der Staatspräsident, die Präsidenten von Senat und Abgeordnetenkammer, der Ministerpräsident, der Präsident des Verfassungsgerichts, Regierungsmitglieder und hohe Militärs. Auch der Papst nutzt Flugzeuge und Hubschrauber des Stormo.

Mindestens genauso wichtig ist die zweite Aufgabe, die außerhalb Italiens kaum jemand kennt: dringende Krankentransporte. Die Besatzungen fliegen Patienten in Lebensgefahr, Spenderorgane und Ärzteteams quer durch Italien und ins Ausland, dazu humanitäre Einsätze. Gerade die Falcons sind dafür oft unterwegs – eine Sichtung in Ciampino kann also genauso gut ein Organtransport sein wie eine Ministerreise.

LIRAICAO-Code von Ciampino
MMPräfix der Militär-Seriennummern
IAMICAO-Präfix der Luftwaffe

Von Seebombern zur Staatsstaffel

Die Geschichte des 31° Stormo beginnt weit weg von Regierungsjets. Wer sie kennt, versteht, warum alte Fotos so unterschiedliche Flugzeuge zeigen:

  • 1. Oktober 1933 – Orbetello: Am Wasserflughafen Orbetello in der Toskana entsteht ein Versuchsgeschwader für Seebomber mit der 93. und 94. Gruppe. Geflogen werden Flugboote vom Typ SIAI S.55X.
  • 1936: Das Geschwader bekommt seinen heutigen Namen, 31° Stormo.
  • 1940: Mit Wasserflugzeugen CANT Z.506 von Cagliari-Elmas aus geht der Stormo in den Krieg. Am 5. November 1940 wird er aufgelöst; die 93. Gruppe bleibt bis Kriegsende aktiv.
  • 1. März 1965: Das Hubschrauberzentrum in Pratica di Mare wird zum 31° Stormo Elicotteri.
  • 6. Oktober 1976: Der Stormo übernimmt die Flächenflugzeuge des Reparto Volo Stato Maggiore, der Flugabteilung des Generalstabs. Deren 306. Gruppe war schon in den 1950er-Jahren entstanden und 1957 nach Ciampino gezogen. Ab hier ist der 31° Stormo die Staatsstaffel, die wir heute kennen.
  • Ab 1985: Zwei Gulfstream III und vier Falcon 50 kommen in die Flotte und lösen unter anderem den Piaggio PD-808 ab.
  • 1999 bis 2006: Falcon 900 ersetzen die Gulfstream III und einen Teil der Falcon 50.
  • 2000 bis 2003: Erst zwei, dann drei Airbus A319CJ lösen die DC-9 ab.
  • 2012: Zwei AW139 ersetzen die betagten SH-3D-Hubschrauber.
  • 2016 bis 2018: Ein geleaster Airbus A340-500 ergänzt die Staatsflotte für Langstrecken.
  • Ab 2025: Gulfstream G650ER lösen die Falcons ab.

Heute gliedert sich der Stormo in die 306° Gruppo mit den Flugzeugen und die 93° Gruppo mit den Hubschraubern. Das Motto lautet „A Rinnovar le Gesta“ – sinngemäß: die Taten erneuern.

MM-Nummern und Rufzeichen lesen

Bei einer Airline schaust du auf Flugnummer und Kennzeichen. Beim 31° Stormo funktioniert das anders:

  • Kein IATA-Code: Es gibt keine Tickets, also auch keinen zweistelligen Airline-Code.
  • ICAO-Präfix IAM: Die Aeronautica Militare nutzt den ICAO-Code IAM mit dem Rufzeichen „ITALIAN AIRFORCE“. Unter diesem Präfix tauchen viele Flüge des Stormo auf Trackern auf.
  • MM-Seriennummer: Statt eines zivilen I-Kennzeichens tragen die Maschinen eine „Matricola Militare“, etwa MM62174. Die Flugzeuge der Staatsflotte tragen Nummern im Bereich MM62xxx, die Hubschrauber im Bereich MM818xx.
  • Typbezeichnung der Luftwaffe: Italien gibt seinen Mustern eigene Kürzel – VC-319A für die A319CJ, VC-900 für die Falcon 900, VC-650A für die G650ER und VH-139A für die VIP-AW139.

Das macht das Notieren einfach: Hast du die MM-Nummer, ist die Maschine eindeutig. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.

Seriennummer Typ Luftwaffen-Bezeichnung Rolle
MM62174, MM62209, MM62243 Airbus A319CJ VC-319A Staatsflüge mit größeren Delegationen, auch Mittelstrecke
MM62210 Dassault Falcon 900EX VC-900 Staats- und Krankentransportflüge
MM62244, MM62245 Dassault Falcon 900EX EASy VC-900 Staats- und Krankentransportflüge
MM62343 bis MM62346 Gulfstream G650ER VC-650A Nachfolger der Falcons
MM81806, MM81807 AgustaWestland AW139 VH-139A VIP-Hubschrauber, u. a. für den Papst

Tracker richtig lesen

Militär- und Regierungsflüge erscheinen auf öffentlichen Trackern nicht immer vollständig. Siehst du einen IAM-Flug aus Ciampino, gleich Typ und MM-Nummer ab, bevor du ihn notierst. Wie du solche Flüge findest, steht im Guide Militärflugzeuge online verfolgen; MM-Nummern gleichst du zum Beispiel mit der Scramble-Datenbank ab.

Die Flotte: von der AW139 bis zur A319CJ

Die Flotte des 31° Stormo ist klein genug, um sie komplett abzuhaken – vorausgesetzt, du bringst Geduld und etwas Reisebereitschaft mit. Laut Bestandsübersichten mit Stand 2025 umfasst sie rund 14 Luftfahrzeuge.

Airbus A319CJ – das Aushängeschild

Die drei Airbus A319 in der Corporate-Jet-Version sind die größten Flugzeuge der Staatsflotte. Seit 2000 im Dienst, lösten sie die DC-9 ab und fliegen vor allem dann, wenn eine größere Delegation unterwegs ist oder die Strecke für einen Businessjet zu lang wird. Ursprünglich hatte Italien noch eine weitere A319CJ (MM62173), die 2005 an die türkische Regierung verkauft wurde.

Von außen unterscheidet sich die ACJ kaum von einer Linien-A319. Die kurze Kabine mit nur einem Paar Notausgängen über dem Flügel verrät die A319 gegenüber A320 und A321 – Details dazu findest du im Beitrag A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Die Zuordnung zum Stormo machst du über MM-Nummer und Kokarde.

Dassault Falcon 900 – die Arbeitspferde

Die Dassault Falcon 900 von Dassault Aviation in den Versionen 900EX und 900EX EASy sind seit Jahren das Rückgrat der Flotte. Als Dreistrahler mit Triebwerken am Heck sind sie leicht zu erkennen. Sie fliegen Minister, Delegationen und viele der dringenden Krankentransporte. Die Luftwaffe nutzt sie auch für die Ausbildung ihrer Bordbesatzungen.

Ihre Tage beim Stormo sind gezählt, denn die Gulfstreams übernehmen schrittweise. Wann die letzte Falcon geht, ist offen – wer sie noch im Hangar braucht, sollte nicht zu lange warten.

Gulfstream G650ER – die neue Generation

Seit 2025 kommen Gulfstream G650ER in den Stormo, bei der Luftwaffe als VC-650A geführt. Die ersten beiden Maschinen wurden im Frühjahr 2025 übergeben; Bestellt sind vier Exemplare mit den Seriennummern MM62343 bis MM62346, dazu kommt eine Option auf ein fünftes Flugzeug. Die G650ER hat deutlich mehr Reichweite als die Falcon 900. Hersteller ist Gulfstream Aerospace.

Die G650 erkennst du an zwei Triebwerken am Heck, dem langen, schlanken Rumpf und den großen ovalen Kabinenfenstern. Wie du sie von Falcon, Global und Co. trennst, zeigt der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.

VH-139A und UH-139A – die Hubschrauber

Die 93° Gruppo fliegt zwei AW139 in VIP-Ausstattung als VH-139A. Sie kamen 2012 als Nachfolger der SH-3D und fliegen den Staatspräsidenten, hohe Regierungsvertreter und den Papst. Dazu kommen zwei UH-139A aus Beständen des Zivilschutzes, die laut Bestandsübersichten allerdings vor allem in der Ausbildung eingesetzt werden. Hersteller der AW139 ist Leonardo, dessen Hubschraubersparte früher AgustaWestland hieß.

Die ganze Flotte im Hangar

Setz die drei A319CJ, die Falcons und die neuen G650ER auf deine Wunschliste und hak sie in deinem Hangar ab, sobald du sie erwischt hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Ausgemustert: A340, DC-9 und die alten Falcons

In Archivfotos stößt du auf Typen, die du beim 31° Stormo heute nicht mehr siehst:

  • Airbus A340-500 I-TALY: Der frühere Etihad-Jet flog von 2016 bis 2018 als geleaste Staatsmaschine, gesteuert von Piloten der Luftwaffe. Weil die Piste in Ciampino für den Vierstrahler Einschränkungen hatte, startete er vom Flughafen Rom-Fiumicino. Ungewöhnlich war die zivile Registrierung statt einer MM-Nummer. 2018 wurde der Vertrag gekündigt.
  • Douglas DC-9-32: Die Vorgänger der A319CJ. Eine DC-9 des Stormo brachte 1982 die frischgebackenen Fußball-Weltmeister zusammen mit Staatspräsident Sandro Pertini aus Spanien nach Hause.
  • Falcon 50 und Gulfstream III: Ab 1985 im Dienst; in aktuellen Bestandsübersichten tauchen sie nicht mehr auf.
  • Piaggio P.180 Avanti: Zwei der markanten Turboprops mit Entenflügel flogen bis 2018 beim Stormo und gingen dann an den 14° Stormo.
  • Frühe Typen: Douglas C-47 und C-53, DC-6B, Convair CV-440 und der kleine Jet Piaggio PD-808 gehören zur älteren Geschichte, dazu die Hubschrauber SH-3D.

Für Staatsbesuche weit über den Atlantik nutzten italienische Präsidenten früher übrigens auch Großraumjets von Airlines – etwa 1982 eine DC-10 für die USA-Reise von Sandro Pertini. Wer historische Luftwaffen-Flugzeuge sehen will, findet im Museo Storico dell’Aeronautica Militare in Vigna di Valle am Bracciano-See ein lohnendes Ziel nicht weit von Rom.

Woran du italienische Regierungsflieger erkennst

Die Staatsflotte ist zurückhaltend gestaltet: überwiegend weiß, mit den Hoheitszeichen der Aeronautica Militare und der MM-Seriennummer. Gerade weil die Typen aus dem zivilen Businessjet-Markt stammen, sind diese militärischen Details der Schlüssel.

Kokarde suchen

Die grün-weiß-rote Kokarde an einem zivilen Jet-Typ deutet auf die italienische Luftwaffe hin.

Triebwerke zählen

Zwei Triebwerke am Heck: G650ER. Drei Triebwerke am Heck: Falcon 900. Zwei unter den Flügeln: A319CJ.

MM-Nummer lesen

MM62xxx bei Flugzeugen, MM818xx bei Hubschraubern – damit ist die einzelne Maschine eindeutig.

Sauber notieren

Notiere MM-Nummer, Typ und Ort. Das Rufzeichen auf dem Tracker wechselt, die Seriennummer bleibt.

Achtung Verwechslung

In Ciampino stehen auch Falcons, Gulfstreams und Hubschrauber anderer Luftwaffen-Einheiten und Behörden, dazu viele private Businessjets. Erst Kokarde und MM-Nummer klären, ob du wirklich den 31° Stormo vor der Linse hast. Wie du Staatsflieger aus aller Welt einordnest, steht im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.

Den 31° Stormo spotten

Die Flüge des Stormo stehen in keinem Flugplan. Deine Chancen hängen davon ab, wo du stehst und was politisch oder medizinisch gerade passiert.

Rom-Ciampino ist die Heimatbasis und gleichzeitig ein ziviler Flughafen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber reinen Militärplätzen: Starts und Landungen laufen über dieselbe Piste wie der zivile Verkehr, und du kannst sie von öffentlich zugänglichen Bereichen rund um den Platz beobachten. Mehr zum Flughafen findest du auf der Seite zum Flughafen Rom-Ciampino. Die Abstellflächen des Stormo liegen dagegen auf dem Militärteil – Fotos vom Gelände selbst sind tabu, wie im Beitrag Militärflugplätze fotografieren erklärt.

Rom-Fiumicino ist der große Nachbar. Für den Stormo spielt er heute eine kleinere Rolle, aber wenn du ohnehin in Rom bist, lohnt sich ein Tag dort – der Planespotting-Guide für Rom-Fiumicino zeigt dir die besten Plätze.

Gipfel, Staatsbesuche und Papstreisen bringen den Stormo an Flughäfen in ganz Europa. Wer in Berlin, Brüssel oder Paris spottet, sollte die Nachrichtenlage im Blick behalten, wenn ein Treffen mit italienischer Beteiligung ansteht. Dort begegnen dir oft auch die deutsche Flugbereitschaft des BMVg oder das französische ET 60.

Gute Chancen, wenn …

  • eine Auslandsreise von Staats- oder Ministerpräsident angekündigt ist
  • ein Gipfel oder Staatsbesuch in deiner Nähe stattfindet
  • du in Ciampino Zeit mitbringst – die Krankentransporte fliegen rund ums Jahr

Prüf es vorher, wenn …

  • du dich nur auf Tracker verlässt – Regierungsflüge fehlen dort manchmal
  • Aussichtspunkte wegen Sicherheitslagen gesperrt sein könnten

Eher kein Erfolg, wenn …

  • du nach dem A340 I-TALY oder den Falcon 50 suchst – sie gehören nicht mehr zur Flotte

Für das passende Licht in Ciampino hilft dir der Artikel Sonnenstand planen.

Sicherheit und Regeln

Rund um Regierungsmaschinen gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, folge den Anweisungen von Polizei und Carabinieri und betritt keine Sperrzonen. Allgemeine Hinweise findest du in Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • Den 31° Stormo für eine Airline halten – es ist ein Geschwader der Luftwaffe ohne Ticketverkauf und ohne IATA-Code.
  • Jede Falcon in Ciampino dem Stormo zuordnen – dort stehen auch private Businessjets und Maschinen anderer Betreiber. Die MM-Nummer entscheidet.
  • Falcon 900 und G650ER verwechseln – die Falcon hat drei Triebwerke, die Gulfstream zwei.
  • Die A319CJ für eine Linien-A319 halten – ohne Airline-Titel, mit Kokarde und MM-Nummer ist es die Staatsflotte.
  • Den A340 noch suchen – das Leasing endete 2018.
  • Nur VIP-Flüge erwarten – viele Einsätze sind dringende Krankentransporte.

Deine Staatsflieger-Sichtung teilen

Poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot, sammle Likes und Kommentare in der Community und plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht für den nächsten Versuch. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Der 31° Stormo ist Italiens exklusivste Flotte: drei A319CJ, eine Handvoll Falcons, die neuen G650ER und ein paar VIP-Hubschrauber – und kein Flugplan. Wer MM-Nummern lesen kann, das Luftwaffen-Präfix IAM auf dem Tracker erkennt und Ciampino sowie die Nachrichtenlage im Blick behält, macht aus Zufallstreffern eine planbare Jagd. Mit dem Wechsel von der Falcon 900 zur Gulfstream lohnt sich gerade jetzt ein genauer Blick auf die Flotte.

Kurzfazit

Der 31° Stormo (306° und 93° Gruppo) fliegt von Rom-Ciampino aus für Staatsspitze, Regierung, Papst und Notfall-Krankentransporte. Du erkennst seine Maschinen an der Kokarde der Aeronautica Militare und an Seriennummern im Format MM6xxxx; die G650ER lösen gerade die Falcon 900 ab.

Zusammenfassung

  • Italiens Regierungsflieger erkennst du an der militärischen MM-Seriennummer und der Kokarde der Aeronautica Militare an einem zivilen Jet-Typ.
  • Das Aushängeschild sind die drei A319CJ; im Alltag fliegen vor allem Falcon 900 und zunehmend die neuen Gulfstream G650ER.
  • Ciampino ist zugleich ziviler Flughafen – dadurch hast du hier bessere Chancen als an reinen Militärbasen.
  • Flugpläne gibt es nicht. Nachrichtenlage, Tracker und Geduld sind dein Werkzeug – fotografiert wird nur von öffentlichem Gelände.

Häufige Fragen

Was ist der 31° Stormo?

Der 31° Stormo „Carmelo Raiti“ ist ein Geschwader der Aeronautica Militare, der italienischen Luftwaffe. Er fliegt die höchsten Staatsorgane – vom Staatspräsidenten über die Präsidenten der beiden Parlamentskammern bis zum Ministerpräsidenten –, außerdem Regierungsmitglieder und den Papst. Dazu kommen dringende Krankentransporte, Flüge mit Spenderorganen und Ärzteteams sowie humanitäre Einsätze.

Welche Flugzeuge fliegt der 31° Stormo?

Laut Bestandsübersichten mit Stand 2025: drei Airbus A319CJ (VC-319A), drei Dassault Falcon 900EX bzw. 900EX EASy (VC-900) und neue Gulfstream G650ER (VC-650A), die seit 2025 die Falcons ablösen. Dazu kommen zwei VIP-Hubschrauber VH-139A und zwei UH-139A, beides Varianten der AW139.

Welche Kennzeichen tragen die Flugzeuge?

Statt ziviler I-Kennzeichen tragen sie militärische Seriennummern mit dem Präfix MM (Matricola Militare). Die A319CJ sind zum Beispiel MM62174, MM62209 und MM62243, die Falcon 900 MM62210, MM62244 und MM62245, die Hubschrauber VH-139A MM81806 und MM81807.

Welchen ICAO-Code und welches Rufzeichen nutzt der Stormo?

Einen IATA-Code gibt es nicht, weil der Stormo keine Tickets verkauft. Die italienische Luftwaffe hat den ICAO-Code IAM mit dem Rufzeichen ITALIAN AIRFORCE; unter diesem Präfix tauchen auch viele Flüge des 31° Stormo auf Trackern auf. Sicher zuordnen kannst du eine Maschine aber erst über die MM-Nummer.

Wo ist der 31° Stormo stationiert?

Auf dem Flughafen Rom-Ciampino, etwa zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Ciampino ist zugleich ein ziviler Flughafen; der Stormo nutzt den militärischen Teil. Wegen Einschränkungen der Piste flog der geleaste Airbus A340 seinerzeit vom größeren Flughafen Fiumicino aus.

Was war der Airbus A340 I-TALY?

Von 2016 bis 2018 nutzte Italien einen geleasten Airbus A340-500 mit der zivilen Registrierung I-TALY aus dem Bestand von Etihad. Piloten der Luftwaffe flogen ihn, wegen der Pistenbeschränkungen in Ciampino startete er von Fiumicino. 2018 wurde der Vertrag gekündigt, seitdem gibt es keinen Langstrecken-Großraumjet mehr in der Staatsflotte.

Fliegt der 31° Stormo noch die Falcon 50?

Nach aktuellen Bestandsübersichten nicht mehr: Die Falcon 50 waren zur Ausmusterung vorgesehen und werden durch die G650ER ersetzt. Gulfstream III, DC-9, DC-6, C-47 und die Hubschrauber SH-3D sind ebenfalls Geschichte. Auch die zwei Piaggio P.180 Avanti flogen nur bis 2018 beim Stormo und gingen dann an den 14° Stormo.

Wo kann ich die italienischen Regierungsflieger spotten?

Am besten in Rom-Ciampino, wo sie stationiert sind und Starts und Landungen über die zivile Piste laufen. Bei Gipfeln, Staatsbesuchen und Papstreisen tauchen sie auch an anderen Flughäfen in Europa auf. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Orten und meide Sperrzonen.

31° Stormo (Aeronautica Militare) im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Airbus A319

Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.

Flugzeugtyp

Dassault Falcon 900

Drei Triebwerke am Heck, ein breiter Rumpf und über vier Jahrzehnte Bauzeit: Die Falcon 900 machte den Dreistrahler-Businessjet groß und fliegt bis heute Regierungen und Unternehmen. So erkennst du sie und ihre Varianten von 900B bis 900LX.

Flugzeugtyp

Gulfstream G650/G650ER

Riesige ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein Rumpf voller Selbstbewusstsein: Die Gulfstream G650 ist der Businessjet, den Spotter am schnellsten erkennen. So gelingt dir die sichere Bestimmung.

Flugzeugtyp

Leonardo AW139

Fünf Rotorblätter, offener Heckrotor und Räder, die in seitliche Stummel einfahren: Der AW139 ist laut Leonardo der meistverkaufte Zweimotorer seiner Klasse und fliegt für Küstenwachen, Polizei und Offshore-Betreiber. So erkennst du ihn.

Flugzeugtyp

Airbus A340-500

Mehr als 18 Stunden nonstop von Newark nach Singapur: Die A340-500 war der Ultralangstrecken-Spezialist der 2000er. Nur 34 Exemplare wurden ausgeliefert – so erkennst du den seltenen Vierstrahler und erfährst, wo die Maschinen heute stecken.

Flugzeugtyp

Dassault Falcon 50

Klein, schlank und mit drei Triebwerken am Heck: Die Falcon 50 begründete 1976 die Dreistrahler-Tradition von Dassault und flog jahrzehntelang Staatsgäste und Regierungen. So erkennst du den Klassiker heute noch.

Flugzeugtyp

Douglas DC-9

Die DC-9 war das letzte Verkehrsflugzeug, das noch unter dem alten Namen Douglas entstand – und die Keimzelle einer Familie bis zur Boeing 717. Hier liest du, wie der Kurzstreckenjet entwickelt wurde, was die Serien 10 bis 50 unterscheidet und wie daraus die MD-80 wuchs.

Flugzeugtyp

Piaggio P.180 Avanti

Vorn ein kleiner Flügel, hinten zwei Druckpropeller, oben ein T-Leitwerk: Die Piaggio P.180 Avanti sieht aus wie kein anderes Geschäftsreiseflugzeug. So erkennst du sie und weißt, wo du sie findest.

Weitere Airlines

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du 31° Stormo (Aeronautica Militare) vor die Linse bekommst

Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

PT

Planetrack Redaktion

Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Airlines aus Italien