Das Wichtigste in Kürze
- Challenger 604 und 605 gehören zur 600er-Reihe, die auf einen Entwurf von Bill Lear zurückgeht und ab 1976 von Canadair entwickelt wurde.
- Das Markenzeichen ist der breite Rumpf: Mit rund 2,4 Metern Kabinenbreite ist die Challenger deutlich bauchiger als die gleich lange Challenger 350.
- Die 605 erkennst du an größeren, höher sitzenden Fenstern und einem geänderten Heckkonus; Triebwerke und Aerodynamik blieben gleich.
- Im Tracking läuft die ganze Familie als CL60 – 604, 605 und 650 trennst du nur über Kennzeichen und Seriennummer.
- Bei der Flugbereitschaft des BMVg flog die Vorgängerin Challenger 601 (1986–2011), nicht die 604. Militärische 604 findest du dafür in Dänemark und der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Challenger 604/605?
- 2.Was die 604 gegenüber der 601 verbesserte
- 3.Challenger 604, 605 oder 650?
- 4.So erkennst du die Challenger 600er-Reihe
- 5.Verwechslungsgefahr: Konkurrenz und Familie
- 6.Challenger und Flugbereitschaft: die 601 der Luftwaffe
- 7.Staatliche und militärische Challenger 604
- 8.Wo du die Challenger 604/605 antriffst
- 9.Fototipps für die Challenger 604/605
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Bombardier (Kanada), Programm ursprünglich von Canadair |
|---|---|
| Klasse | Großraum-Businessjet (Large Cabin) der Challenger-600er-Reihe |
| Musterbezeichnung | CL-600-2B16 (Varianten 604 und 605) |
| ICAO-Typcode | CL60 (gemeinsam für die gesamte 600er-Reihe) |
| Erstflug Challenger 604 | März 1995 |
| Bauzeit Challenger 604 | 1995/96 bis 2006, rund 360 Exemplare ausgeliefert |
| Challenger 605 | Erstflug Januar 2006, Indienststellung 2006 |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34-3B, je rund 38,8 kN (rund 41 kN mit automatischer Schubreserve) |
| Länge | rund 20,9 m |
| Spannweite | rund 19,6 m (mit Winglets) |
| Höhe | rund 6,3 m |
| Kabine | rund 7,3 m lang, rund 2,4 m breit, rund 1,83 m hoch |
| Passagiere | typisch 9–12 in VIP-Bestuhlung, zugelassen bis 19 |
| Max. Startgewicht | rund 21,9 t |
| Reichweite | rund 4.000 nm (Langstrecken-Reiseflug, Herstellerangaben) |
| Dienstgipfelhöhe | 41.000 ft |
| Avionik | Collins Pro Line 4 (604), Collins Pro Line 21 (605) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck und ein T-Leitwerk, dazu ein auffallend breiter, bauchiger Rumpf – für einen gut 20 Meter langen Jet wirkt die Challenger fast pummelig
- Gerade nach oben stehende Winglets an einem tief angesetzten, moderat gepfeilten Flügel
- Gut erkennbare Ventralflosse und Höcker unter dem Heck, darunter das kräftige Hauptfahrwerk
- Challenger 605: größere, höher sitzende Kabinenfenster und ein geänderter Heckkonus – das sicherste äußere Unterscheidungsmerkmal zur 604
- Rumpfquerschnitt wie beim Regionaljet CRJ, aber viel kürzer und mit nur wenigen großen Fenstern
- Im Tracking als CL60 geführt – derselbe Code gilt für 600, 601, 604, 605 und 650; die Variante klärt erst das Kennzeichen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld rollt ein weißer Jet mit T-Leitwerk heran, die Triebwerke sitzen am Heck, und der Rumpf wirkt für die Länge erstaunlich dick. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Mitglied der Bombardier Challenger 600er-Reihe – und sehr oft eine Challenger 604 oder 605, die beiden meistgebauten Versionen vor der aktuellen 650. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wie du 604, 605 und 650 auseinanderhältst und was es mit der Challenger bei der Flugbereitschaft auf sich hat.
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Mit Planetrack hältst du jede Challenger-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest und baust dir deine Businessjet-Sammlung auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Challenger 604/605?
Die Challenger 604 und 605 sind zweistrahlige Großraum-Businessjets des kanadischen Herstellers Bombardier. Großraum heißt hier nicht Langstrecke wie bei der Global-Familie, sondern eine Kabine, die für einen gut 20 Meter langen Jet ungewöhnlich breit und hoch ist: rund 2,4 Meter breit und rund 1,83 Meter hoch. Damit spielt die Challenger in derselben Kabinenliga wie deutlich größere Jets, bleibt aber kompakt genug für kleinere Flughäfen.
Die Wurzeln liegen in den 1970er-Jahren. Der Learjet-Gründer Bill Lear entwarf einen breiten Businessjet unter dem Namen LearStar 600. Im April 1976 kaufte der kanadische Hersteller Canadair das Konzept und baute es zur Challenger 600 um. Lear war mit der geänderten Konfiguration nicht einverstanden und stieg aus. Der Erstflug der CL-600 fand am 8. November 1978 statt. Nachdem Bombardier Canadair übernommen hatte, lief das Programm unter neuem Dach weiter – bis heute.
Auf die 600 folgte die Challenger 601 mit Winglets und General-Electric-Triebwerken. Die Challenger 604 flog erstmals im März 1995 und wurde bis 2006 gebaut. Rund 360 Exemplare gingen an Kunden. 2006 löste die Challenger 605 sie ab, 2015 kam als jüngste Stufe die Challenger 650. Alle diese Versionen gehören zur selben Familie, und genau das macht die Bestimmung spannend.
Was die 604 gegenüber der 601 verbesserte
Die 604 war für Bombardier ein deutlicher Entwicklungsschritt. Unter der gemeinsamen Musterbezeichnung CL-600-2B16 bekam sie vier wesentliche Neuerungen:
- Triebwerke: zwei GE CF34-3B mit je rund 38,8 kN Startschub, mit automatischer Schubreserve bis rund 41 kN.
- Treibstoff: zusätzliche Tankkapazität, die die Reichweite gegenüber der 601-3R um gut 800 Kilometer steigerte.
- Fahrwerk: ein verstärktes Fahrwerk mit größeren Rädern und leistungsfähigeren Bremsen für das höhere Startgewicht von rund 21,9 Tonnen.
- Cockpit: ein Glascockpit von Rockwell Collins (Pro Line 4) mit sechs Bildschirmen und zwei Flugmanagementsystemen.
Das Ergebnis ist ein Jet, der mit wenigen Passagieren rund 4.000 nautische Meilen schafft – genug für Nonstop-Flüge von Mitteleuropa an die US-Ostküste oder in den Nahen Osten. Der typische Reiseflug liegt um Mach 0,80, die Dienstgipfelhöhe bei 41.000 Fuß.
Challenger 604, 605 oder 650?
Von außen sind die drei Versionen eng verwandt. Die folgende Tabelle zeigt, worauf es ankommt.
| Merkmal | Challenger 604 | Challenger 605 | Challenger 650 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | CL60 | CL60 | CL60 |
| Indienststellung | 1996 | 2006 | 2015 |
| Triebwerk | GE CF34-3B | GE CF34-3B | GE CF34-3B, mehr Startschub |
| Avionik | Collins Pro Line 4 | Collins Pro Line 21 | Pro Line 21 Advanced |
| Kabinenfenster | kleiner, tiefer sitzend | größer, höher sitzend | wie 605 |
| Heckkonus | ursprüngliche Form | geändert | wie 605 |
Der entscheidende Schritt von der 604 zur 605 sind die größeren, höher sitzenden Fenster und der neue Heckkonus. Aerodynamik und Triebwerke blieben gleich, die Leistungsdaten sind entsprechend ähnlich. Die 650 übernahm die Zelle der 605 und erneuerte vor allem Kabine und Cockpit. Zwischen 605 und 650 hilft dir als Spotter deshalb nur das Kennzeichen.
Praxis-Tipp: Fensterreihe im Profil
Fotografiere die Challenger im sauberen Seitenprofil und vergleiche die Fensterreihe mit der Türkante. Bei der 605 reichen die Fenster sichtbar höher hinauf. Mit Planetrack hältst du die Sichtung mit Foto und Kennzeichen fest und hast den Vergleich später griffbereit.
So erkennst du die Challenger 600er-Reihe
Businessjets mit T-Leitwerk und Hecktriebwerken gibt es viele. Drei Prüfschritte führen dich trotzdem zuverlässig zur 600er-Reihe.
Rumpfform prüfen
Die Challenger 600er-Reihe hat einen breiten, hohen Rumpf, der fast wie ein verkürzter Regionaljet wirkt. Die gleich lange Challenger 350 ist dagegen schlank und rund. Der Unterschied fällt besonders auf, wenn beide nebeneinander stehen.
Flügelspitzen und Heck
Die Winglets der 601, 604 und 605 stehen fast senkrecht nach oben. Unter dem Heck sitzt eine deutlich sichtbare Ventralflosse. Die ganz frühe Challenger 600 hat keine Winglets – eine echte Rarität.
Typcode und Kennzeichen
Zeigt der Tracking-Dienst CL60, bist du in der Familie. Welche Variante es ist, verrät erst das Kennzeichen in einer Datenbank. Wie das geht, zeigt Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Die Verwandtschaft zum CRJ ist kein Zufall: Bombardier entwickelte den Regionaljet CRJ100/200 aus der Challenger-Konstruktion. Der Rumpfquerschnitt ist deshalb sehr ähnlich, nur ist der CRJ deutlich länger und hat eine lange Reihe kleiner Fenster.
Verwechslungsgefahr: Konkurrenz und Familie
Mehrere Jets ähneln der Challenger 604/605 auf den ersten Blick. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Challenger oder nicht?
Challenger 600er-Reihe (601/604/605/650)
Breiter Rumpf, T-Leitwerk und zwei Hecktriebwerke passen zur Familie. Fenstergröße und Kennzeichen grenzen die Variante ein.
Challenger 300/350
Gleiche Länge, aber schlanker Rumpf und nach außen geneigte Winglets – eine eigenständige Konstruktion.
Embraer Legacy 600/650
Abgeleitet vom Regionaljet ERJ 135: deutlich länger und schlanker, mit typischer Embraer-Fensterreihe.
Dassault Falcon 900
Drei Triebwerke statt zwei – das schließt jede Challenger sofort aus.
Die Challenger 300/350 ist trotz des Namens eine Neukonstruktion mit schlankerem Rumpf und Honeywell-Triebwerken. Die Embraer Legacy 600 stammt wie die Challenger von einem Regionaljet ab, ist aber länger und schmaler. Die Dassault Falcon 900 scheidet über ihre drei Triebwerke aus, die zweistrahlige Falcon 2000 über das tiefer am Leitwerk sitzende Höhenleitwerk. Die Gulfstream G450 ist größer und hat die markanten ovalen Gulfstream-Fenster. Eine ausführliche Merkmalstabelle aller großen Familien findest du im Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.
Challenger und Flugbereitschaft: die 601 der Luftwaffe
Wer in Deutschland nach der Challenger im Staatsdienst sucht, landet bei der Flugbereitschaft des BMVg. Dort flog allerdings nicht die 604, sondern ihre Vorgängerin: Von 1986 bis 2011 setzte die Luftwaffe sieben Challenger 601 mit den Kennzeichen 12+01 bis 12+07 ein. Die Jets beförderten vor allem Mitglieder von Regierung und Parlament, dazu Ministeriumspersonal und Kurierflüge. Mit Zusatzausrüstung konnten einzelne Maschinen auch für Krankentransporte genutzt werden.
2011 übernahm die Global 5000 diese Rolle, die 601 wurden ausgemustert. Optisch ist die 601 der 604 sehr ähnlich: gleicher Rumpf, Winglets, CF34-Triebwerke. Fotos der 12+0x-Challenger sind heute gesuchte Archivbilder. Wie Bundeswehr-Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen; wie du heutige Regierungsflüge findest, steht in Regierungsflugzeuge spotten.
Staatliche und militärische Challenger 604
Die 604 ist nicht nur bei Privat- und Charterkunden beliebt, sondern auch bei Streitkräften und Behörden. Die breite Kabine bietet Platz für Sensorstationen, Tragen oder Besatzungsmitglieder, die Reichweite erlaubt lange Patrouillen.
- Dänemark: Die dänische Luftwaffe betreibt vier Challenger 604 von Aalborg aus. Eine militarisierte Version für Seeüberwachung sowie Such- und Rettungseinsätze kann auch auf kurzen Schotterpisten in der Arktis landen.
- Schweiz: Die Schweizer Luftwaffe übernahm zwei ehemalige Ambulanzjets der Rega, die als T-751 und T-752 fliegen. Die Rega selbst ersetzte ihre Challenger 604 ab 2018 durch die Challenger 650.
- Weitere Nutzer: In Australien fliegen umgebaute Exemplare im Such- und Rettungsdienst und als Ambulanzjets, auch die Küstenwache Südkoreas wird in Nachschlagewerken als Nutzerin geführt. Die US-Küstenwache nutzte von 2005 bis 2011 eine 604 als C-143A.
- Challenger 605: Laut gängigen Nachschlagewerken setzt unter anderem Turkmenistan Airlines zwei 605 für Regierungsflüge ein.
Militärische Challenger tauchen selten in öffentlichen Flugplänen auf. Wie du sie trotzdem findest, steht in Militärflugzeuge online verfolgen.
Besondere Challenger nicht verpassen
Richte Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen oder den Typ CL60 ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Challenger 604/605 antriffst
Die 600er-Reihe ist an Businessjet-Flughäfen in ganz Europa präsent. Viele 604 und 605 fliegen heute für Charterfirmen und Ambulanzdienste, weil sie gebraucht vergleichsweise günstig zu haben sind und eine große Kabine bieten.
Schweiz: Der Flughafen Genf ist einer der wichtigsten Businessjet-Flughäfen Europas, die Aussichtsterrasse ist der naheliegende Spot. In Zürich bietet der Butzenbüel gute Sicht, besonders während des Weltwirtschaftsforums im Januar. Am Flughafen Bern landen regelmäßig Staats- und Geschäftsflüge.
Deutschland: Am Flughafen Köln/Bonn, Heimat der Flugbereitschaft, siehst du von der Besucherterrasse Regierungs- und Businessjets. In München eignet sich der Besucherhügel.
Frankreich: Paris-Le Bourget ist ein reiner Geschäftsflughafen, an dem die Challenger zum Alltag gehört.
Ausführliche Spot-Übersichten findest du in den Guides für Genf, Zürich, Köln/Bonn und München.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| Paris-Le Bourget | hoch | Reiner Geschäftsflughafen |
| Zürich | mittel bis hoch | Geschäftsverkehr, Spitzen zum WEF |
| Köln/Bonn | mittel | Flugbereitschaft, Geschäftsverkehr |
| Bern, München | mittel | Staatsbesuche, Messen, Geschäftsreisen |
Abgelegene Vorfelder, gefilterte Daten
Businessjets und Staatsflugzeuge parken oft auf separaten Vorfeldern, und manche Betreiber lassen ihre Daten in Tracking-Diensten filtern. Konzentriere dich auf Starts und Landungen und halte dich strikt an öffentlich zugängliche Standorte.
Fototipps für die Challenger 604/605
Profil für die Variante
Ein sauberes Seitenbild zeigt Fensterreihe und Heckkonus – genau die Details, die 604 und 605 trennen.
Kennzeichen sichern
Weil der Typcode CL60 nichts über die Variante verrät, ist ein lesbares Kennzeichenfoto Pflicht. Es sitzt meist am hinteren Rumpf.
Weiß braucht Licht
Die meisten Challenger sind überwiegend weiß. Mit der Sonne im Rücken bleiben Zierstreifen und Kennzeichen sichtbar; belichte eher knapp, damit nichts ausfrisst. Den passenden Zeitpunkt findest du mit dem Sonnenstand-Planer.
Bereit für die Challenger-Jagd?
- Ich habe einen Tracking-Filter auf CL60 gesetzt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo am Flughafen das Vorfeld für Businessjets liegt.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich kann ein Kennzeichen in einer Datenbank nachschlagen.
Ob deine Sichtung etwas Besonderes ist, schätzt du mit dem Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? ein. Allgemeine Tipps zum Thema stehen im Guide Businessjets spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Challenger 604/605, wenn …
- du T-Leitwerk und zwei Triebwerke am Heck siehst
- der Rumpf breit und bauchig wirkt
- die Winglets fast senkrecht stehen
- im Tracking-Dienst CL60 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du zwischen 605 und 650 unterscheiden willst – das geht nur übers Kennzeichen
- der Jet keine Winglets hat – dann kann es eine frühe Challenger 600 sein
- die Fenster klein wirken – dann eher 601 oder 604 als 605
Es ist keine Challenger 604/605, wenn …
- der Rumpf schlank ist und die Winglets nach außen geneigt sind – dann eher eine Challenger 350
- der Jet deutlich länger als 25 Meter ist – dann eher eine Global Express oder Global 5000
- drei Triebwerke am Heck sitzen – dann eine Falcon 900
- der Typcode CL30 oder CL35 lautet
Fazit
Die Challenger 604 und 605 sind die Versionen der 600er-Reihe, die du am häufigsten antriffst. Breiter Rumpf, T-Leitwerk, zwei CF34-Triebwerke am Heck und senkrechte Winglets führen dich zur Familie, Fenster und Heckkonus zur Variante, das Kennzeichen zur Gewissheit. Mit der Luftwaffen-601 als historischem Vorbild und militärischen 604 in Dänemark und der Schweiz bietet die Familie auch für Sammler genug Stoff für ein eigenes Projekt im Hangar.
Kurzfazit
Gut 20 Meter, T-Leitwerk, Hecktriebwerke und ein auffallend bauchiger Rumpf: Das ist die Challenger 600er-Reihe. Größere, höher sitzende Fenster verraten die 605, der Typcode CL60 bestätigt die Familie – die genaue Variante klärt das Kennzeichen.
Zusammenfassung
- Die Challenger 604 flog erstmals im März 1995 und wurde bis 2006 gebaut; rund 360 Exemplare gingen an Kunden.
- Neu gegenüber der 601 waren CF34-3B-Triebwerke, mehr Treibstoff, ein verstärktes Fahrwerk und ein Glascockpit von Rockwell Collins.
- Die Challenger 605 folgte 2006 mit größeren Fenstern, Pro-Line-21-Avionik und neuem Heckkonus; ab 2015 löste die Challenger 650 sie ab.
- Staatliche Nutzer sind unter anderem die dänische und die Schweizer Luftwaffe; die Luftwaffe der Bundeswehr setzte von 1986 bis 2011 die ältere Challenger 601 ein.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode haben Challenger 604 und 605?
Beide laufen unter CL60. Der Code deckt die gesamte 600er-Reihe ab, also auch Challenger 600, 601 und 650. Im Tracking-Dienst siehst du deshalb nicht, welche Variante kommt. Die klärst du über das Kennzeichen in einer Datenbank. Hintergründe stehen im Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Wie unterscheide ich Challenger 604 und 605?
Am einfachsten an den Kabinenfenstern: Die 605 hat größere Fenster, die etwas höher im Rumpf sitzen. Dazu kommt ein geänderter Heckkonus. Triebwerke, Flügel und Leitwerk sind gleich. Wenn du unsicher bist, entscheidet das Kennzeichen.
Ist die Challenger 650 ein neues Flugzeug?
Nein, die Challenger 650 ist eine Weiterentwicklung der 605 mit derselben Grundzelle. Sie kam 2015 mit modernisierter Avionik, neu gestalteter Kabine und etwas mehr Startschub. Von außen ist sie von einer 605 kaum zu unterscheiden.
Flog die Flugbereitschaft des BMVg die Challenger 604?
Nach den verfügbaren Quellen nicht. Die Flugbereitschaft setzte von 1986 bis 2011 sieben Exemplare der Vorgängerin Challenger 601 mit den Kennzeichen 12+01 bis 12+07 ein. 2011 übernahmen Bombardier Global 5000 diese Aufgabe. Die 601 sieht der 604 sehr ähnlich, ist aber eine ältere Version derselben Familie.
Was hat die Challenger mit dem CRJ zu tun?
Eine Menge. Bombardier entwickelte den Regionaljet CRJ100/200 aus der Challenger-Konstruktion, mit gestrecktem Rumpf für rund 50 Passagiere. Deshalb ist der Rumpfquerschnitt so ähnlich. Die Challenger ist aber viel kürzer und hat nur wenige, große Fenster.
Wie unterscheide ich die Challenger 604 von der Challenger 350?
Beide sind rund 21 Meter lang und haben T-Leitwerk und Hecktriebwerke. Die Challenger 350 hat aber einen schlanken, runden Rumpf und nach außen geneigte Winglets. Die 604 wirkt bauchig und hoch, ihre Winglets stehen senkrecht. Im Tracking steht CL35 statt CL60.
Welche Streitkräfte und Behörden fliegen die Challenger 604?
Die dänische Luftwaffe betreibt vier Challenger 604 von Aalborg aus, unter anderem für Seeüberwachung und Such- und Rettungsflüge. Die Schweizer Luftwaffe übernahm zwei ehemalige Ambulanzjets der Rega. Dazu kommen unter anderem in Australien umgebaute Exemplare für Such- und Rettungseinsätze.
Ist eine Challenger 604 eine seltene Sichtung?
Nicht wirklich. Mit rund 360 gebauten 604 und mehreren hundert 605 ist die Familie weit verbreitet, viele Maschinen fliegen heute für Charterfirmen und Ambulanzdienste. Besonders sind militärische Exemplare, Ambulanzjets und frühe 600/601, die immer seltener werden.
Bombardier Challenger 604/605 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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