Airbus Helicopters H160

Geschwungene Rotorblätter, ein schräg gestellter Fenestron und ein doppeltes Höhenleitwerk: Der H160 ist der modernste Zweimot-Hubschrauber aus Marignane. So erkennst du ihn, seine Betreiber und den militärischen H160M Guépard.

Auch bekannt als: H160 · X4 · H160-B · ACH160 · H160M · H160M Guépard · HIL

FrankreichAirbusHubschrauber11 Min. Lesezeit

6,05 t

Max. Abfluggewicht

5

Rotorblätter (Blue Edge)

2

Turbinen (Arrano 1A)

169

geplante H160M für Frankreich

Das Wichtigste in Kürze

  • Der H160 ist ein mittelschwerer Zweimot-Hubschrauber der 6-Tonnen-Klasse und Nachfolger von AS365 Dauphin und H155 im Airbus-Programm.
  • Schnellster Erkennungsweg: fünf Rotorblätter mit geschwungenen Spitzen plus schräger Fenestron plus Doppel-Höhenleitwerk.
  • Blue Edge heißt das Blattdesign, das laut Airbus den wahrgenommenen Lärm gegenüber herkömmlichen Blättern etwa halbiert.
  • Die Militärversion H160M Guépard soll in Frankreich fünf ältere Hubschraubertypen ersetzen; 169 Maschinen sind geplant.
  • Im deutschsprachigen Raum ist der H160 noch selten – Frankreich, Japan und Offshore-Märkte sind die besseren Reviere.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Airbus H160?
  2. 2.Vom X4 zum Serienhubschrauber
  3. 3.Die Technik, die du von außen siehst
  4. 4.H160, Dauphin oder H145?
  5. 5.Wer den H160 fliegt
  6. 6.H160M Guépard: die Militärversion
  7. 7.ACH160 und weitere Versionen
  8. 8.Spotting-Tipps für den H160
  9. 9.Fototipps speziell für den H160
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerAirbus Helicopters (Marignane, Frankreich)
KlasseMittelschwerer Zweimot-Hubschrauber (6-Tonnen-Klasse)
EntwicklungsnameX4
Erstflug PrototypJuni 2015 in Marignane
Erster Serien-H160 im Flug14. Dezember 2018
EASA-MusterzulassungJuli 2020
Erste AuslieferungDezember 2021 an All Nippon Helicopter (Japan)
Triebwerke2 × Safran Arrano 1A
Hauptrotor5 Blätter, Blue-Edge-Blattspitzen
Hauptrotor-Durchmesser13,4 m
Max. Abfluggewicht6.050 kg
Passagierebis zu 12
Schnelle Reisegeschwindigkeit150 kt (rund 278 km/h) laut Airbus
Reichweite480 NM (rund 890 km) laut Airbus

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Blue-Edge-Rotorblätter: fünf Blätter mit doppelt gepfeilten, geschwungenen Spitzen – bei stehendem Rotor gut zu sehen
  • Schräg gestellter Fenestron: ummantelter Heckrotor, dessen Tunnel sichtbar zur Seite geneigt ist
  • Doppeltes Höhenleitwerk („Biplane“-Stabilisator) mit zwei übereinander liegenden Flächen am Heck
  • Glatte, gerundete Rumpfform mit großen Kabinenfenstern statt der kantigeren Linien älterer Airbus-Typen
  • Radfahrwerk statt Kufen
  • Größer als H135 und H145, aber kleiner als der H175 aus der darüberliegenden 7-Tonnen-Klasse

Aktualisiert: Oktober 2026 – Fünf Rotorblätter mit merkwürdig geschwungenen Spitzen, ein Heckrotor, der schief im Leitwerk zu sitzen scheint, und ein Rumpf, der eher nach Designstudie als nach Arbeitsgerät aussieht: Wenn dir so ein Hubschrauber begegnet, hast du sehr wahrscheinlich einen Airbus Helicopters H160 vor der Linse. Der mittelschwere Zweimotorer aus Marignane ist der jüngste zivile Hubschrauber im Airbus-Programm und die Basis für den militärischen H160M Guépard. Hier erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wer ihn fliegt und wie du ihn vom Vorgänger Dauphin unterscheidest.

Seltene Rotoren für deinen Hangar

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Was ist der Airbus H160?

Der H160 ist ein Mehrzweckhubschrauber der 6-Tonnen-Klasse mit zwei Turbinen. Airbus Helicopters bietet ihn für Offshore-Flüge zu Ölplattformen und Windparks, Luftrettung, Such- und Rettungsdienst, Polizei- und Behördenaufgaben, Brandbekämpfung, Nachrichtenflüge sowie als VIP-Hubschrauber an. Im Programm des Herstellers folgt er auf den bewährten AS365 Dauphin und dessen Weiterentwicklung H155 und sitzt größenmäßig zwischen dem H145 und dem größeren H175 der Super-Medium-Klasse.

Laut Airbus-Datenblatt liegt das maximale Abfluggewicht bei 6.050 Kilogramm. Die schnelle Reisegeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 150 Knoten an, die Reichweite mit 480 nautischen Meilen. In die Kabine passen bis zu zwölf Passagiere, gesteuert wird von ein oder zwei Piloten. Angetrieben wird der H160 von zwei Safran Arrano 1A, einer neu entwickelten Turbine, die laut Airbus rund 18 Prozent weniger Kraftstoff verbraucht als die vorherige Triebwerksgeneration bei vergleichbaren Einsätzen. Mehr zum Triebwerkshersteller findest du auf der Seite zu Safran.

6.050 kgmaximales Abfluggewicht laut Airbus
68Patente stecken laut Airbus im H160
12Passagiere maximal in der Kabine

Vom X4 zum Serienhubschrauber

Die Geschichte beginnt mit einem Codenamen. Eurocopter präsentierte das Projekt 2011 als X4, gedacht als Nachfolger für die mittlere Klasse. Nach der Umbenennung in Airbus Helicopters stellte der Hersteller den Hubschrauber im März 2015 auf der Heli-Expo in Orlando offiziell als H160 vor. Die markante Außenform entstand unter Mitwirkung des Peugeot Design Lab, was man der glatten, fast automobilen Linie durchaus ansieht.

Der erste Prototyp hob im Juni 2015 in Marignane ab, dem Stammsitz von Airbus Helicopters direkt am Flughafen Marseille Provence. Im Januar 2016 flog der zweite Prototyp, der erste mit den Serien-Triebwerken Arrano. Ein dritter Prototyp mit seriennaher Kabine folgte 2017, der erste Serienhubschrauber flog am 14. Dezember 2018.

Die EASA-Musterzulassung kam im Juli 2020, Japan und Brasilien folgten 2021, die US-Luftfahrtbehörde FAA im Jahr 2023. Den ersten Serien-H160 übernahm am 10. Dezember 2021 der japanische Betreiber All Nippon Helicopter. Mehr über den Hersteller und seine Standorte liest du auf der Seite zu Airbus Helicopters, den Konzern dahinter stellt die Seite zu Airbus vor.

Die Technik, die du von außen siehst

Beim H160 lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn viele der Neuerungen sind von außen sichtbar. Für dich als Spotter sind das die besten Erkennungsmerkmale.

Blue-Edge-Rotorblätter

Die fünf Hauptrotorblätter haben doppelt gepfeilte Spitzen: Sie knicken nach hinten ab und schwingen dann wieder nach vorn. Das reduziert das typische Hubschrauber-Knattern. Airbus nennt rund 50 Prozent weniger wahrgenommenen Lärm als bei herkömmlichen Blättern.

Schräger Fenestron

Der ummantelte Heckrotor sitzt nicht senkrecht, sondern deutlich geneigt im Leitwerk. Die Schrägstellung liefert zusätzlich etwas Auftrieb und senkt den Leistungsbedarf im Schwebeflug.

Doppeltes Höhenleitwerk

Am Heck sitzen zwei übereinander angeordnete Höhenleitwerksflächen, ein sogenannter Biplane-Stabilisator. Airbus nutzt ihn für eine ruhige, waagerechte Fluglage, auch beim Landen und im Schwebeflug.

Dazu kommen Merkmale, die du eher im Detail entdeckst. Die Zelle besteht weitgehend aus Verbundwerkstoffen, das Radfahrwerk und die Bremsen werden elektrisch statt hydraulisch betätigt. Im Cockpit arbeitet die Avionik-Suite Helionix, die Flugdaten bündelt und die Besatzung entlasten soll. Die Kabinenfenster sind groß, und Airbus wirbt mit mehr Raum pro Passagier als bei anderen mittleren Zweimotorern. Der Hersteller hebt außerdem ein besonderes Startverfahren von Bodenlandeplätzen hervor und gibt an, dass die CS-29-Anforderungen der EASA übertroffen werden.

Praxis-Tipp: Am Boden die Blätter checken

Im Flug verschwimmen die Blue-Edge-Spitzen zur Scheibe. Steht der H160 mit ruhendem Rotor auf dem Vorfeld oder bei einer Messe, siehst du die geschwungene Form sofort – das ist das eindeutigste Merkmal überhaupt.

H160, Dauphin oder H145?

Die naheliegendste Verwechslung ist der Dauphin, denn auch er hat einen Fenestron, ein Radfahrwerk und eine stromlinienförmige Nase. Aus der Ferne kann auch der kleinere H145 irritieren, der ebenfalls fünf Blätter hat. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Airbus-Zweimotorer mit Fenestron

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Airbus H160

Radfahrwerk, Blue-Edge-Blätter und schräger Fenestron sind das typische H160-Bild. Im Tarnanstrich kann es auch ein H160M-Prototyp sein.

Wahrscheinlich

AS365 Dauphin oder H155

Vier gerade Blätter und ein senkrechter Fenestron sprechen für den Vorgänger. Er ist in Frankreich bei Marine und Behörden noch verbreitet, wird dort aber nach und nach abgelöst.

Wahrscheinlich

Airbus H145

Kufen und Heckklapptüren unter dem hohen Leitwerksträger verraten den leichteren Zweimotorer, den du in Mitteleuropa bei Luftrettung und Polizei ständig siehst.

Merkmal AS365 Dauphin H145 (Fünfblatt) H160
Hauptrotorblätter 4, gerade 5, gerade 5, Blue Edge
Fenestron senkrecht senkrecht schräg geneigt
Fahrwerk Räder Kufen Räder
Höhenleitwerk einfach einfach doppelt (Biplane)
Gewichtsklasse rund 4 bis 5 t 3,8 t 6 t

Bei Hubschraubern anderer Hersteller hilft dir fast immer der Heckrotor: Eine Leonardo AW139 oder AW169 aus derselben Größenklasse hat einen offenen Heckrotor. Eine ausführliche Übersicht über alle gängigen Muster gibt dir der Guide Hubschraubertypen erkennen.

Wer den H160 fliegt

Der H160 ist noch ein junger Typ, die Flotte wächst gerade erst. Die folgenden Betreiber sind in Herstellerangaben und etablierten Nachschlagewerken genannt; Stückzahlen und Auslieferungsstände ändern sich laufend.

Frankreich: Hier ist der H160 am sichtbarsten. Die Marine nationale betreibt im Rahmen einer Übergangsflotte zivil gebaute H160 für die Seenotrettung entlang der Küsten; Airbus nannte im Juli 2025 sechs Maschinen, die seit mehr als zwei Jahren im Einsatz sind. Die Gendarmerie nationale hat zehn H160 bestellt, die ersten Maschinen gehen nach und nach in Dienst. Auch der französische Zoll (Douane) zählt Airbus zu den Kunden. Wie du in Frankreich am Flughafen fotografierst, ohne Ärger zu bekommen, erklärt der Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen.

Japan: Erstbetreiber war All Nippon Helicopter, das Nachrichtenflüge durchführt. Die japanische Polizeibehörde hat inzwischen ebenfalls H160 erhalten, und laut Airbus hat auch die japanische Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde den Typ bestellt.

Weitere Märkte: Der chinesische Betreiber GDAT bestellte 2023 gleich 50 H160, vor allem für den Energiesektor – der bislang größte Einzelauftrag. Dazu kommen unter anderem Behördenmaschinen für spanische Ministerien, Bestellungen aus Rumänien, ein H160 für die New York State Police, VIP-Maschinen in Saudi-Arabien und in Australien der Logistikkonzern Linfox als erster H160-Kunde des Landes. Die Luftwaffe Ghanas hat einen ACH160 bestellt.

Region Trefferchance Warum
Französische Küsten (Marine-SAR) mittel bis hoch Übergangsflotte der Marine nationale
Marignane bei Marseille hoch Werk, Erprobung und Auslieferung von Airbus Helicopters
Luftfahrtmessen wie Le Bourget mittel Airbus zeigt H160 und H160M gern statisch und im Flug
Deutschland, Österreich, Schweiz niedrig bisher kaum feste Betreiber, eher Überführungen und VIP-Flüge

Flotten und Bestellungen ändern sich

Beim H160 laufen viele Aufträge erst in die Auslieferung. Prüf vor einer gezielten Tour die aktuellen Angaben der Betreiber und verlass dich nicht auf ältere Listen.

Viele Behörden- und Offshore-Hubschrauber senden ADS-B und tauchen in Flugradar-Diensten auf, einige Flüge werden aber gefiltert. Wie du Rettungs-, Polizei- und Offshore-Maschinen live findest, zeigt der Guide Hubschrauber auf dem Flugradar verfolgen. Den Typcode prüfst du dort am besten direkt in den Flugdaten, weil Datenbanken Hubschrauber nicht immer einheitlich führen. Wie du deine Beobachtungen hinterher mit den Daten abgleichst, steht im Beitrag Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen.

H160 auf die Wunschliste

Setz in Planetrack den H160 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

H160M Guépard: die Militärversion

Für Militärfans ist der H160M Guépard (französisch für Gepard) der spannendste Ableger. Er entsteht für das französische Programm HIL (Hélicoptère Interarmées Léger), mit dem Heer, Marine sowie Luft- und Raumfahrtstreitkräfte erstmals eine gemeinsame leichte Hubschrauberplattform bekommen. Laut Airbus ersetzt er fünf ältere Typen, darunter Klassiker wie die Gazelle, die Alouette III und den Dauphin.

Geplant sind 169 Maschinen. Nach Angaben in etablierten Nachschlagewerken teilen sie sich auf 80 für das Heer, 49 für die Marine und 40 für die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte auf. Airbus hat drei Prototypen gebaut; im Juli 2025 startete in Marignane offiziell die Flugerprobung. Für 2026 standen erste Schießkampagnen auf dem Plan, die Auslieferung an die Streitkräfte soll laut Airbus ab Ende 2028 beginnen.

Sensoren

Das elektrooptische System Euroflir 410 von Safran und das Radar AirMaster C von Thales gehören zur Ausstattung. Die Avionik stammt aus der FlytX-Familie von Thales.

Bewaffnung

Über das modulare System HForce trägt der H160M unter anderem 12,7-mm-Maschinengewehre in Behältern, gelenkte Raketen und 7,62-mm-Maschinengewehre an der Tür.

Drohnen-Kooperation

Laut Airbus ist der H160M der erste Hubschrauber im Programm des Herstellers, der ab Werk für die Zusammenarbeit mit Drohnen ausgelegt ist.

Die Einsatzpalette reicht von Kommando-Infiltration und Abfangen langsamer Luftziele über Einsätze von Schiffen aus bis zur Seenotrettung. Für Spotter heißt das: Bis die Serienmaschinen in den Staffeln stehen, siehst du den Guépard vor allem bei Erprobungsflügen in Südfrankreich oder auf Messen. Was du beim Fotografieren an Militärflugplätzen beachten musst, steht im Beitrag Militärflugplatz fotografieren: Regeln. Den bewaffneten Bruder für die Kampfrolle kennst du vielleicht schon: den Tiger.

ACH160 und weitere Versionen

Neben der zivilen Grundversion (H160-B) und dem H160M gibt es den ACH160. Unter der Marke Airbus Corporate Helicopters zielt er auf Privat- und Firmenkunden, mit hochwertiger Kabine und individueller Lackierung. Solche Maschinen tauchen gern bei großen Events, an Business-Aviation-Terminals oder auf Messen auf. Für die französische Marine gibt es außerdem eine behördliche Ableitung für die Seenotrettung, die sich optisch vor allem durch Rettungswinde, Suchscheinwerfer und Marine-Lackierung vom zivilen H160 unterscheidet.

Spotting-Tipps für den H160

Weil der Typ im deutschsprachigen Raum selten ist, lohnt sich gezieltes Planen. Die besten Chancen hast du an diesen Orten:

Bereit für die H160-Jagd?

Hak ab, was du vorbereitet hast.

  • Ich habe Flugradar-Dienste nach H160-Bewegungen in meiner Region geprüft.
  • Ich kenne die Messetermine mit Hubschrauber-Ausstellung, etwa in Le Bourget.
  • Ich weiß, wo in Frankreich Marine- und Gendarmerie-Hubschrauber stationiert sind.
  • Ich halte bei Rettungseinsätzen Abstand und fotografiere keine Patienten.
  • Kamera eingestellt: Verschlusszeit passt zur gewünschten Rotorunschärfe.

Messen: Auf der Paris Air Show in Le Bourget zeigt Airbus Helicopters regelmäßig seine aktuellen Muster. Direkt am Flughafen Paris-Le Bourget liegt auch das Musée de l’Air et de l’Espace mit einem eigenen Spotting-Spot, ideal für einen Doppel-Besuch.

Marignane: Am Flughafen Marseille Provence liegt das Werk von Airbus Helicopters. Erprobungs-, Abnahme- und Überführungsflüge machen die Gegend zum besten Revier für neue H160 und H160M. Halte dich dort strikt an öffentliche Flächen.

Unterwegs: An französischen Küsten kannst du mit etwas Glück Marine-H160 bei Übungen oder Rettungseinsätzen sehen. Allgemeine Tipps für Drehflügler findest du im Guide Hubschrauber spotten, und im Hubschraubermuseum Bückeburg lernst du die Vorfahren des H160 kennen.

Fototipps speziell für den H160

Beim H160 hast du ein besonderes Motiv: die Blue-Edge-Blätter. Je nachdem, was du zeigen willst, gehst du unterschiedlich vor.

Rotor als Scheibe

Für ein lebendiges Flugbild belichtest du deutlich länger als bei Jets, damit die Blätter verwischen. Starte bei Werten um 1/125 s und zieh sauber mit.

Blattspitzen zeigen

Die geschwungene Form siehst du nur bei stehendem oder sehr langsam drehendem Rotor. Plan dafür Bilder am Boden ein, etwa beim Anlassen oder nach der Landung.

Heck im Profil

Schräger Fenestron und Doppel-Höhenleitwerk kommen im Profil oder schräg von hinten am besten zur Geltung – genau die Merkmale, die den H160 vom Dauphin trennen.

Die Technik ist dieselbe wie bei Propellermaschinen; Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Wann das Licht passt, planst du mit dem Sonnenstand-Planer-Guide.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für den H160, wenn …

  • die fünf Rotorblätter geschwungene Spitzen haben
  • der Fenestron sichtbar schräg im Leitwerk sitzt
  • zwei übereinander liegende Höhenleitwerksflächen am Heck zu sehen sind
  • der Rumpf glatt und modern wirkt und auf Rädern steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du nur von vorn auf den Hubschrauber blickst – dann ähneln sich H160 und Dauphin
  • der Rotor dreht und du die Blattform nicht erkennst
  • die Maschine in Tarnfarben fliegt – dann kann es ein H160M-Prototyp sein

Es ist kein H160, wenn …

  • ein offener Heckrotor seitlich am Leitwerk dreht, etwa bei der AW139
  • der Hubschrauber auf Kufen steht, wie H135 oder H145
  • du nur vier gerade Blätter zählst

Fazit

Der H160 zeigt, wohin sich zivile Hubschrauber entwickeln: leiser, sparsamer und mit vielen Details, die du als Spotter direkt am Objekt erkennst. Geschwungene Blue-Edge-Blätter, schräger Fenestron und Doppel-Höhenleitwerk machen ihn unverwechselbar, sobald du sie einmal bewusst gesehen hast. Mit dem H160M Guépard bekommt der Typ zudem eine große militärische Karriere in Frankreich. In Mitteleuropa bleibt er vorerst ein seltener Fang – genau das macht jede Sichtung so wertvoll.

Kurzfazit

Fünf geschwungene Rotorblätter, ein schräger Fenestron und ein doppeltes Höhenleitwerk: Das ist der H160. Die besten Chancen hast du in Frankreich und auf Messen, die schönsten Detailbilder am Boden mit stehendem Rotor.

Zusammenfassung

  • Der H160 wurde als X4 entwickelt, 2015 auf der Heli-Expo in Orlando vorgestellt und flog im Juni 2015 erstmals in Marignane.
  • Die EASA erteilte im Juli 2020 die Musterzulassung, im Dezember 2021 ging die erste Maschine an All Nippon Helicopter in Japan.
  • Betreiber sind unter anderem die französische Marine (Seenotrettung), die Gendarmerie (Bestellung über zehn Maschinen), der französische Zoll sowie Polizei-, Offshore- und VIP-Kunden weltweit.
  • Der H160M Guépard ist die Militärversion für das französische HIL-Programm; die Flugerprobung lief im Juli 2025 an, Auslieferungen plant Airbus ab Ende 2028.

Häufige Fragen

Was bedeutet Blue Edge beim H160?

Blue Edge ist der Name des Rotorblatt-Designs. Die Blattspitzen sind doppelt gepfeilt, also erst nach hinten und dann wieder nach vorn geschwungen. Das schwächt laut Airbus die Wechselwirkung zwischen Blatt und Wirbel des vorauslaufenden Blatts ab – das typische „Knattern“ von Hubschraubern. Airbus gibt an, dass der wahrgenommene Lärm dadurch um rund die Hälfte sinkt.

Welche Hubschrauber ersetzt der H160?

Im zivilen Programm von Airbus Helicopters folgt der H160 auf den AS365 Dauphin und dessen Weiterentwicklung H155 (EC155). Als H160M Guépard soll er in Frankreich fünf militärische Typen ablösen, darunter Gazelle, Alouette III und Dauphin.

Was ist der H160M Guépard?

Die militärische Version des H160 für das französische Programm HIL (Hélicoptère Interarmées Léger). Heer, Marine und Luft- und Raumfahrtstreitkräfte erhalten damit eine gemeinsame Plattform. Frankreich plant 169 Maschinen. Laut Airbus begann die Flugerprobung im Juli 2025 in Marignane, die Auslieferung an die Streitkräfte startet ab Ende 2028.

Wie unterscheide ich H160 und Dauphin?

Beide haben Fenestron und Radfahrwerk. Der Dauphin hat aber vier gerade Rotorblätter, einen senkrecht stehenden Fenestron und eine kantigere, ältere Form. Der H160 hat fünf geschwungene Blätter, einen schrägen Fenestron und ein doppeltes Höhenleitwerk.

Wo kann ich einen H160 in Deutschland sehen?

Selten. Die bekannten Betreiber sitzen vor allem in Frankreich, Japan, Spanien, China, Australien und Saudi-Arabien. Im deutschsprachigen Raum sind Messen, Überführungsflüge oder VIP-Flüge die wahrscheinlichsten Gelegenheiten. In Frankreich rund um Marignane bei Marseille, dem Stammsitz von Airbus Helicopters, ist die Chance deutlich größer.

Welche Triebwerke hat der H160?

Zwei Wellenturbinen vom Typ Safran Arrano 1A. Airbus gibt für die Triebwerke einen um etwa 18 Prozent geringeren Kraftstoffverbrauch gegenüber der vorherigen Triebwerksgeneration dieser Klasse bei gleichen Einsätzen an. Der H160 ist außerdem für den Betrieb mit 50 Prozent nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) zugelassen.

Was ist der ACH160?

Die VIP- und Business-Version des H160, vermarktet unter der Marke Airbus Corporate Helicopters. Sie hat eine luxuriöse Kabine für Privat- und Firmenkunden, die Technik entspricht dem zivilen H160.

Airbus Helicopters H160 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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