Airbus Helicopters H145

Ummantelter Heckrotor, hoch angesetzter Leitwerksträger, große Klapptüren am Heck: Der H145 ist Europas Rettungs- und Polizeihubschrauber schlechthin. So erkennst du ihn und seine Varianten.

Auch bekannt als: H145 · EC145 T2 · BK117 D-2 · BK117 D-3 · H145M · Fünfblatt-H145

FrankreichAirbusHubschrauberICAO-Typcode: EC4511 Min. Lesezeit

EC45

ICAO-Typcode

2

Turbinen (Arriel 2E)

3,8 t

Max. Abfluggewicht

10,8 m

Rotordurchmesser

Das Wichtigste in Kürze

  • Der H145 ist ein zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber der Vier-Tonnen-Klasse und in Mitteleuropa vor allem als Rettungs-, Polizei- und Militärhubschrauber unterwegs.
  • Schnellster Erkennungsweg: Fenestron-Heckrotor plus Klapptüren unter dem hoch liegenden Leitwerksträger.
  • Vier oder fünf Blätter: Seit 2020 liefert Airbus den H145 mit Fünfblattrotor aus, viele ältere Maschinen wurden umgerüstet.
  • Vom Vorgänger EC145 (C-2) trennst du ihn über den Heckrotor: Der alte Typ hat einen offenen Heckrotor, der H145 den Fenestron.
  • In Tracking-Diensten taucht die Familie unter dem Code EC45 auf, oft mit Rettungs- oder Polizei-Rufzeichen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Airbus H145?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Vierblatt oder Fünfblatt?
  4. 4.H145, H135 oder EC145?
  5. 5.Wo du den H145 antriffst
  6. 6.Spotting mit Rücksicht: Hubschrauber im Einsatz
  7. 7.Fototipps speziell für den H145
  8. 8.H145M und internationale Militärversionen
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerAirbus Helicopters (Endmontage u. a. in Donauwörth)
FamilieBK 117 / EC145 / H145 (mit Kawasaki)
ICAO-TypcodeEC45
Erstflug EC14512. Juni 1999 in Donauwörth
Zulassung EC145 T2 (EASA)April 2014
Fünfblatt-Version (EASA)Juni 2020
Triebwerke2 × Safran Arriel 2E mit FADEC
Hauptrotor-Durchmesser10,8 m (aktuelle Version laut Airbus)
Gesamtlänge bei drehendem Rotor (D-Wert)13,54 m
Max. Abfluggewicht3.800 kg (Fünfblatt-Version)
Leergewicht (Basisausstattung)1.895 kg
Passagiere8 (Standard), maximal 10
Empfohlene Reisegeschwindigkeit241 km/h
Reichweite (Standardtanks)rund 650 km

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fenestron: ummantelter Heckrotor im Seitenleitwerk statt eines offenen Heckrotors
  • Hoch angesetzter Leitwerksträger, unter dem sich das Heck mit zwei großen Klapptüren öffnen lässt
  • Hauptrotor mit vier (bis 2020) oder fünf Blättern – die Fünfblatt-Version hat einen schlanken, lagerlosen Rotorkopf
  • Kufenlandegestell, kein einziehbares Fahrwerk
  • Schiebetüren auf beiden Rumpfseiten und eine große, gewölbte Cockpitverglasung
  • Deutlich größer und bauchiger als der kleinere Bruder H135

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein rot-gelber oder weiß-roter Hubschrauber setzt am Krankenhaus auf, ein blau-silberner kreist über der Autobahn, ein olivgrüner fliegt im Tiefflug übers Land: Die Chance ist groß, dass es jedes Mal ein Airbus Helicopters H145 war. Der zweimotorige Mehrzweckhubschrauber aus Donauwörth gehört zu den häufigsten Drehflüglern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf dieser Seite erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wie du Vier- und Fünfblatt-Version, H135 und den Vorgänger EC145 auseinanderhältst und wie dir gute Hubschrauberfotos gelingen.

Rotoren gehören in deinen Hangar

Mit Planetrack hältst du jede Hubschrauber-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot fest – vom Rettungshubschrauber bis zum H145M. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist der Airbus H145?

Der H145 ist ein leichter Zweimotorer der Vier-Tonnen-Klasse, den Airbus als Mehrzweckmaschine vermarktet: Luftrettung, Polizei, Such- und Rettungsdienst, Offshore-Flüge, Firmen- und Privattransport sowie militärische Aufgaben. Zwei Turbinen vom Typ Safran Arriel 2E mit digitaler Triebwerksregelung (FADEC) treiben ihn an. Laut Airbus-Datenblatt liegt das maximale Abfluggewicht bei 3.800 Kilogramm, die empfohlene Reisegeschwindigkeit bei 241 km/h und die Reichweite mit Standardtanks bei rund 650 Kilometern.

Die Wurzeln reichen weit zurück. Grundlage ist die BK 117, die MBB und Kawasaki gemeinsam entwickelt haben. Eurocopter entwickelte sie später weiter, vergrößerte die Kabine und übernahm Cockpit und Avionik des EC135 und schuf so die EC145, die am 12. Juni 1999 in Donauwörth zum Erstflug abhob. Kawasaki blieb Partner und baut bzw. vermarktet die Familie in Japan bis heute unter der Bezeichnung BK117.

2011 stellte Eurocopter auf der Heli-Expo die stark überarbeitete EC145 T2 vor: neue Triebwerke, moderne Avionik und – optisch am wichtigsten – ein Fenestron statt des offenen Heckrotors. Die EASA erteilte im April 2014 die Zulassung, die FAA folgte im Oktober. Als Eurocopter zu Airbus Helicopters wurde, bekam die T2 2015 den neuen Namen H145. Mehr zum Konzern dahinter findest du auf der Seite zu Airbus.

EC45ICAO-Typcode der EC145/H145-Familie
2.150+ausgelieferte Maschinen der H145-Familie laut Airbus
5Rotorblätter bei der aktuellen Version seit 2020

Airbus beziffert die Flotte der H145-Familie auf mehr als 2.150 ausgelieferte Maschinen und über 8,5 Millionen Flugstunden. Die wichtigste Endmontage liegt in Donauwörth in Bayern, dem großen deutschen Standort von Airbus Helicopters.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Hubschrauber wirken auf den ersten Blick oft ähnlich. Beim H145 helfen dir drei Beobachtungen, die auch aus einiger Entfernung funktionieren.

Aufs Heck schauen

Der H145 hat einen Fenestron: Der Heckrotor dreht sich in einer runden Ummantelung im Seitenleitwerk. Siehst du stattdessen einen offenen, seitlich angebrachten Heckrotor, ist es ein älterer EC145 oder eine BK 117.

Leitwerksträger und Hecktüren

Der Leitwerksträger setzt hoch am Rumpf an. Darunter liegen zwei große Klapptüren, durch die Tragen direkt ins Heck geschoben werden. Diese Kombination prägt das Profil.

Rotorblätter zählen

Vier Blätter bedeuten Vierblatt-H145 (BK117 D-2), fünf Blätter die aktuelle Version (D-3). Am besten zählst du am Boden oder auf Fotos mit kurzer Verschlusszeit.

Größe und Proportionen helfen beim Rest: Der H145 ist ein hoher, recht bauchiger Hubschrauber mit Kufen und Schiebetüren auf beiden Seiten. Die finale Gewissheit liefert wie immer das Kennzeichen. Deutsche Zivilhubschrauber tragen Kennzeichen mit dem Präfix D-H, Schweizer Maschinen beginnen mit HB-. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp: Von hinten bestimmen

Fliegt ein Hubschrauber von dir weg, siehst du das Heck oft besser als die Nase. Ein runder, ummantelter Heckrotor plus die Klapptür-Linie unter dem Leitwerksträger reicht dann schon für einen sehr guten Tipp auf H145.

Vierblatt oder Fünfblatt?

Auf der Heli-Expo 2019 in Atlanta stellte Airbus eine neue Version mit fünfblättrigem, lagerlosem Hauptrotor vor. Der Rotorkopf kommt ohne klassische Gelenke aus und sieht entsprechend aufgeräumt aus. Laut Airbus bringt das 150 Kilogramm mehr Nutzlast und einen ruhigeren Flug. Die EASA ließ die Fünfblatt-Version im Juni 2020 zu, die erste Maschine ging im September 2020 an die norwegische Luftrettungsstiftung als Erstkunden.

Merkmal EC145 (C-2) H145 Vierblatt (D-2) H145 Fünfblatt (D-3)
Heckrotor offen Fenestron Fenestron
Hauptrotorblätter 4 4 5
Triebwerke Arriel 1E2 Arriel 2E Arriel 2E
Zulassung (EASA bzw. LBA) 2000 2014 2020
Typcode EC45 EC45 EC45

Wichtig für Spotter: Viele Betreiber haben ihre Vierblatt-Maschinen nachträglich auf fünf Blätter umgerüstet, darunter die ADAC Luftrettung mit ihrer früheren EC145-T2-Flotte. Ein älteres Baujahr bedeutet also nicht automatisch vier Blätter. Wenn du die Version sauber dokumentieren willst, zählst du die Blätter auf deinem Foto.

H145, H135 oder EC145?

Die häufigste Verwechslung passiert mit dem kleineren H135, der ebenfalls Fenestron, Kufen und eine fast gleiche Cockpitverglasung hat. Kein Wunder: Das Cockpit des EC145 wurde vom EC135 abgeleitet. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Airbus-Leichthubschrauber

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Airbus H145

Fenestron, großer Rumpf und Heckklapptüren sind das typische H145-Bild. Fünf Blätter heißen aktuelle Version D-3, vier Blätter eine frühere oder nicht umgerüstete Maschine.

Wahrscheinlich

Airbus H135 (EC135)

Kompakter Rumpf, Fenestron und vier Blätter sprechen für den kleineren Bruder. Er ist deutlich leichter und in der deutschen Luftrettung ebenfalls weit verbreitet.

Wahrscheinlich

EC145 (BK117 C-2) oder BK 117

Ein offener Heckrotor an einem großen Zweimotorer deutet auf den Vorgänger. Solche Maschinen sind seltener geworden und damit ein schöner Fang für deinen Hangar.

Beim Vergleich mit Starrflüglern liegen die Unterschiede natürlich auf der Hand. Spannend wird es eher bei Hubschraubern anderer Hersteller in ähnlicher Größe – hier hilft der Fenestron fast immer, weil er ein typisches Merkmal der Airbus-Hubschrauber ist.

Wo du den H145 antriffst

Der H145 ist vor allem dort zu Hause, wo es um Menschen in Not, Sicherheit und Militär geht. Für Spotter heißt das: Die meisten Sichtungen passieren nicht auf der Besucherterrasse, sondern unterwegs, an Kliniken oder an Einsatzstationen.

Luftrettung in Deutschland: Die ADAC Luftrettung betreibt nach eigenen Angaben eine reine Airbus-Flotte aus H135 und H145, zu der inzwischen auch Fünfblatt-H145 gehören. Die DRF Luftrettung setzt ebenfalls auf den H145 und hat 2020 sowie 2024 weitere Fünfblatt-Maschinen bestellt. Rettungshubschrauber fliegen in Deutschland unter Rufnamen wie „Christoph“ mit Nummer, das hilft dir bei der Zuordnung im Funk oder in Tracking-Diensten.

Polizei: Mehrere Landespolizeien fliegen den H145, darunter Bayern und Baden-Württemberg mit der Fünfblatt-Version. Polizeihubschrauber kreisen oft länger über einem Gebiet – ideal, um in Ruhe ein paar Bilder zu machen.

Bundeswehr: Die Heeresflieger nutzen seit 2019 einige H145 LUH SAR für Such- und Rettungsaufgaben. Dazu kommt der große Auftrag für den H145M: Im Dezember 2023 bestellte die Bundeswehr bis zu 82 Maschinen, im November 2024 wurde in Donauwörth der erste übergeben. Das Heer nutzt ihn als Leichten Kampfhubschrauber (LKH), ein kleiner Teil geht an Spezialkräfte. Was du beim Fotografieren rund um Kasernen und Fliegerhorste beachten musst, steht im Beitrag Militärflugplatz fotografieren: Regeln.

Schweiz: Die Rega setzt den H145 seit 2018 im Flachland ein und hat 2022 insgesamt 21 Fünfblatt-H145 bestellt, mit denen sie auch die Bergbasen ausrüstet und ihre AW109SP ersetzt. Die Rega hat ihre Zentrale am Flughafen Zürich – ein Grund mehr, an der Zuschauerterrasse B des Flughafens Zürich auch auf rot-weiße Hubschrauber zu achten.

Ort Trefferchance Warum
Luftrettungsstationen und Kliniklandeplätze hoch ADAC, DRF und Rega fliegen den H145 im Alltag
Polizeiflugplätze mittel bis hoch Mehrere Landespolizeien nutzen den Typ
Bundeswehr-Standorte und Übungsräume mittel H145M und LUH SAR im Zulauf bzw. Einsatz
Große Verkehrsflughäfen niedrig bis mittel Basen einzelner Betreiber, Überführungen, Werftflüge

Flotten ändern sich laufend

Welche Station welchen Hubschraubertyp fliegt, wechselt mit Umrüstungen, Ersatzmaschinen und neuen Bestellungen. Prüf vor einer gezielten Tour die aktuellen Angaben der Betreiber und verlass dich nicht auf alte Listen.

Viele Rettungs- und Polizeihubschrauber senden ADS-B-Daten und tauchen damit in Flugradar-Diensten auf, manche Flüge werden aber bewusst gefiltert. Wie du Flüge live verfolgst und was die Daten verraten, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Typ EC45 auf die Wunschliste

Setz in Planetrack den H145 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting mit Rücksicht: Hubschrauber im Einsatz

Bei kaum einem anderen Luftfahrzeug ist das Umfeld so sensibel wie beim Rettungshubschrauber. Ein paar Grundregeln sind deshalb Pflicht.

Bereit für deine Hubschrauber-Session?

Hak ab, was für dich selbstverständlich ist.

  • Ich stehe auf öffentlichem Grund und halte Rettungs- und Zufahrtswege frei.
  • Ich halte Abstand zum Landeplatz – Rotorabwind wirbelt Steine und Äste auf.
  • Ich fotografiere keine Patienten, Verletzten oder Unfallstellen.
  • Ich folge den Anweisungen von Einsatzkräften und Klinikpersonal.
  • Kamera eingestellt: Verschlusszeit passt zur gewünschten Rotorunschärfe.

Ob dein Standpunkt grundsätzlich in Ordnung ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Viel entspannter ist das Fotografieren auf Flugtagen und Luftfahrtveranstaltungen, bei denen Hubschrauber oft statisch ausgestellt oder im Vorbeiflug gezeigt werden – Termine findest du im Überblick zu Airshows in Europa.

Fototipps speziell für den H145

Bei Hubschraubern entscheidet ein einziger Wert über das Bild: die Verschlusszeit. Mit einer sehr kurzen Belichtung frierst du den Rotor ein, und der Hubschrauber sieht aus, als würde er gleich vom Himmel fallen.

Rotor in Bewegung zeigen

Belichte deutlich länger als bei Jets, damit die Blätter zur Scheibe verwischen. Starte mit Werten um 1/125 s und taste dich nach unten. Ein Bildstabilisator und sauberes Mitziehen helfen, den Rumpf scharf zu halten.

Serien schießen

Bei langen Zeiten sitzt nicht jedes Bild. Mach Serien und wähle später das schärfste aus – gerade im Vorbeiflug.

Profil oder Dreiviertel von hinten

Fenestron, Klapptüren und Leitwerksträger sind die Charakterzüge des H145. Im Profil oder schräg von hinten kommen sie am besten zur Geltung.

Blätter zählbar machen

Für die Dokumentation lohnt ein zusätzliches Bild am Boden mit stehendem Rotor. Dann ist die Vier- oder Fünfblatt-Frage sofort geklärt.

Die gleiche Technik wie bei Propellermaschinen funktioniert auch beim Rotor; Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Wann das Licht an deinem Standort passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer-Guide, und welche Ausrüstung du brauchst, zeigt die Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Hubschrauber fliegen oft niedrig – ein mittleres Telezoom reicht meist völlig.

H145M und internationale Militärversionen

Die militärische Linie hat eine eigene Geschichte. Schon 2006 wählte die US Army die EC145 als Basis für ihren leichten Mehrzweckhubschrauber UH-72 Lakota, gebaut in Columbus, Mississippi. Die H145-basierte Militärversion H145M – ursprünglich EC645 T2 genannt – erhielt im Mai 2015 ihre EASA-Zulassung und lässt sich mit dem Waffensystem HForce ausrüsten.

Für Spotter in Deutschland ist vor allem der Bundeswehr-Auftrag spannend: Mit bis zu 82 H145M ist er der größte H145M-Auftrag, den Airbus bisher gemeldet hat. Die Hubschrauber tragen militärische Kennungen statt ziviler D-H-Kennzeichen, und ihre Einsätze laufen naturgemäß weniger öffentlich ab. Militärhubschrauber zeigen sich oft auf Tagen der offenen Tür oder Flugtagen – dort darfst du in der Regel ganz entspannt fotografieren. Wer bei Militärmaschinen tiefer einsteigen will, findet im Beitrag Seltene Flugzeuge spotten weitere Ideen.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für den H145, wenn …

  • ein Fenestron im Seitenleitwerk sitzt
  • der Rumpf hoch und bauchig wirkt, mit Klapptüren unter dem Leitwerksträger
  • du fünf Hauptrotorblätter zählst
  • im Tracking-Dienst EC45 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du nur vier Blätter zählst – dann kann es ein Vierblatt-H145 oder ein H135 sein
  • du den Hubschrauber nur frontal siehst, denn die Cockpits von H135 und H145 ähneln sich
  • EC45 im Tracking steht, aber ein offener Heckrotor zu sehen ist – dann ist es die ältere EC145

Es ist kein H145, wenn …

  • ein offener Heckrotor seitlich am Leitwerk dreht
  • der Hubschrauber nur eine Turbine und einen sehr schlanken Rumpf hat
  • Räder statt Kufen unter dem Rumpf sitzen
  • du Tragflächen siehst – dann bist du eher bei einer Pilatus PC-12 oder einer Cessna 172

Fazit

Der H145 ist der Hubschrauber, den du in Mitteleuropa am wahrscheinlichsten bei der Arbeit siehst: über der Autobahn, am Krankenhaus, über Polizeieinsätzen oder auf dem Truppenübungsplatz. Fenestron und Heckklapptüren liefern den Typ, die Blattzahl die Version, das Kennzeichen die Bestätigung. Spannend bleibt er, weil die Flotten sich gerade stark verändern – Fünfblatt-Umrüstungen, neue Rega-Maschinen und der H145M bei der Bundeswehr sorgen dafür, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Wenn du gerade erst anfängst, bringt dich der Einstieg Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.

Kurzfazit

Ummantelter Heckrotor, hoch angesetzter Leitwerksträger mit Klapptüren darunter, vier oder fünf Rotorblätter: Das ist der H145. Halte Abstand bei Einsätzen, belichte etwas länger für einen bewegten Rotor und notier das Kennzeichen – dann wird jede Sichtung zum sauberen Eintrag.

Zusammenfassung

  • Der H145 geht auf die BK 117 von MBB und Kawasaki zurück; der direkte Vorgänger EC145 flog 1999 erstmals in Donauwörth.
  • Die modernisierte EC145 T2 wurde 2014 zugelassen und 2015 in H145 umbenannt, seit 2020 gibt es die Fünfblatt-Version.
  • In Deutschland siehst du ihn bei ADAC Luftrettung, DRF Luftrettung, Landespolizeien und als H145M bei der Bundeswehr, in der Schweiz vor allem bei der Rega.
  • Zum Bestimmen reichen Heckrotor, Heckklapptüren, Größe und Blattzahl; das Kennzeichen liefert die Bestätigung.

Häufige Fragen

Ist H145 dasselbe wie EC145?

Fast. Die EC145 war der Vorgänger mit offenem Heckrotor. Die modernisierte EC145 T2 mit Fenestron und neuen Arriel-2E-Triebwerken wurde 2014 zugelassen und 2015 im Zuge der neuen Airbus-Namensgebung zum H145. Im Alltag und in vielen Datenbanken laufen beide Namen noch nebeneinander.

Welchen ICAO-Typcode hat der H145?

Die EC145/H145-Familie wird in Flugplänen und Tracking-Diensten in der Regel unter EC45 geführt. Der Code unterscheidet nicht zwischen alter EC145, Vier- und Fünfblatt-H145 – für die genaue Variante brauchst du das Kennzeichen.

Woran erkenne ich die Fünfblatt-Version?

Zähl die Rotorblätter, am besten bei stehendem Rotor am Boden. Die Fünfblatt-Version hat zudem einen auffällig schlanken Rotorkopf ohne klassisches Gelenk. Airbus hat sie 2019 vorgestellt, die EASA hat sie im Juni 2020 zugelassen. Kawasaki vermarktet sie als BK117 D-3, die Vierblatt-Version als D-2.

Was unterscheidet H145 und H135?

Beide haben Fenestron, Kufen und eine ähnliche Cockpitform. Der H135 ist aber kleiner, leichter und hat vier Rotorblätter. Der H145 wirkt höher und bauchiger, sein Leitwerksträger sitzt deutlich über dem Kabinenboden, und er ist mit 3,8 Tonnen Abfluggewicht spürbar schwerer.

Was ist der H145M?

Die militärische Version des H145, früher als EC645 T2 bezeichnet. Die Bundeswehr hat im Dezember 2023 bis zu 82 Maschinen bestellt (62 fest, 20 Optionen) und im November 2024 in Donauwörth den ersten H145M übernommen. Beim Heer heißt der Typ Leichter Kampfhubschrauber (LKH).

Warum sieht man den H145 so selten an großen Flughäfen?

Rettungs- und Polizeihubschrauber starten meist von eigenen Stationen, Kliniklandeplätzen oder Polizeiflugplätzen. An großen Verkehrsflughäfen tauchen sie eher bei Überführungen, Werftbesuchen oder Einsätzen auf. Ausnahme: Betreiber, die direkt am Flughafen eine Basis haben, wie die Rega in Zürich.

Darf ich Rettungshubschrauber im Einsatz fotografieren?

Grundsätzlich darfst du von öffentlichem Grund aus fotografieren. Bei Einsätzen gilt aber: Abstand halten, Rettungswege freilassen und keine Patienten oder Unfallstellen ablichten. Persönlichkeitsrechte gehen vor, und Rotorabwind kann gefährlich sein.

Airbus Helicopters H145 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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TT

Planetrack Redaktion

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