Das Wichtigste in Kürze
- Der Dauphin ist ein mittlerer Zweimot-Hubschrauber der Vier-Tonnen-Klasse, entwickelt von Aérospatiale und über Jahrzehnte als Eurocopter AS365 gebaut.
- Rund 1.100 Exemplare machen ihn zu einem der erfolgreichsten Hubschrauber seiner Klasse – im Offshore-Verkehr, als Rettungs- und Küstenwachehubschrauber, bei Polizei, Marinen und als VIP-Shuttle.
- Bekannteste Ableger sind die HH-65/MH-65 Dolphin der US-Küstenwache, der militärische AS565 Panther, der chinesische Lizenzbau Harbin Z-9 und der vergrößerte EC155, heute H155.
- Schnellster Erkennungsweg: Fenestron im Heck, Delfin-Nase und Einziehfahrwerk; die Blattzahl trennt AS365 (vier) von EC155 (fünf).
- In Tracking-Diensten läuft der Dauphin als AS65, der EC155/H155 als EC55.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der AS365 Dauphin?
- 2.Vom einmotorigen SA 360 zum Erfolgsmodell
- 3.Die Ableger: Dolphin, Panther, Z-9 und EC155
- 4.EC155 und H155: der große Bruder
- 5.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 6.Dauphin, H155 oder H160?
- 7.Wo du Dauphin und H155 antriffst
- 8.Fototipps speziell für den Dauphin
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Aérospatiale, später Eurocopter, heute Airbus Helicopters |
|---|---|
| ICAO-Typcodes | AS65 (AS365/AS565, HH-65), EC55 (EC155/H155) |
| Vorgänger | einmotoriger SA 360 Dauphin, Erstflug 2. Juni 1972 |
| Erstflug Zweimotorer | 24. Januar 1975 |
| Erstflug SA 365N | 31. März 1979 |
| Erstflug EC155 | 17. Juni 1997 in Marignane |
| Gebaute AS365 (Dauphin 2) | rund 1.100, Fertigung bis Anfang der 2020er Jahre |
| Triebwerke AS365 N3 | 2 × Turbomeca (Safran) Arriel 2C |
| Triebwerke EC155 B1 | 2 × Turbomeca (Safran) Arriel 2C2 |
| Hauptrotor | AS365: 4 Blätter (Starflex), EC155: 5 Blätter (Spheriflex) |
| Heckrotor | Fenestron (ummantelter Heckrotor) |
| Rotordurchmesser | AS365 N3: 11,94 m, EC155: 12,60 m |
| Max. Abfluggewicht | AS365 N3: 4,3 t, EC155 B1: rund 4,9 t |
| Passagiere | AS365: 11 bis 12, EC155: bis zu 13 |
| Fahrwerk | einziehbares Bugradfahrwerk |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Fenestron: Der Heckrotor sitzt ummantelt in einer runden Öffnung im Seitenleitwerk, ein offener Heckrotor fehlt
- Schlanke, nach unten gezogene Nase mit fließendem Übergang in die Kabine – die typische „Delfin“-Silhouette
- Einziehbares Bugradfahrwerk statt Kufen; im Reiseflug verschwinden die Räder fast vollständig
- Vier Hauptrotorblätter beim AS365, fünf beim größeren EC155/H155
- Zwei Triebwerke in einer flachen Verkleidung hinter dem Rotorkopf, darunter große Kabinenfenster und Schiebetüren
- Bei SAR-Versionen meist eine Rettungswinde seitlich über der Kabinentür, oft zusätzlich ein Wetterradar in der Nase
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Hubschrauber mit lang gezogener Nase gleitet über die Küste, die Räder eingefahren, und im Heck surrt statt eines offenen Rotors ein ummantelter Fenestron: Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Dauphin. Seit den Siebzigern fliegt die Familie für Küstenwachen, Marinen, Polizei, Offshore-Betreiber und VIP-Kunden. Mit dem vergrößerten EC155, heute H155, hat sie einen fünfblättrigen großen Bruder bekommen. Hier erfährst du, wie der Dauphin entstand, welche Varianten es gibt, woran du ihn sicher erkennst und wo du ihn am ehesten vor die Linse bekommst.
Dauphin, Dolphin, Panther – alles in deinen Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Hubschrauber-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot fest und baust dir deine eigene Rotor-Sammlung auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der AS365 Dauphin?
Der AS365 ist ein zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber der mittleren Klasse. Mit einem maximalen Abfluggewicht von rund 4,3 Tonnen in der Version N3 liegt er oberhalb leichter Zweimotorer wie dem H135 und unterhalb großer Muster wie dem H175. In der Standardkabine finden 11 bis 12 Passagiere Platz, in VIP-Auslegung deutlich weniger. Dazu kommen ein oder zwei Piloten.
Technisch prägen ihn drei Elemente: der vierblättrige Starflex-Hauptrotor mit Blättern aus Faserverbundwerkstoff, der ummantelte Heckrotor Fenestron und ein einziehbares Bugradfahrwerk. Angetrieben wird die verbreitete Version AS365 N3 von zwei Wellenturbinen vom Typ Arriel 2C, die ursprünglich von Turbomeca stammen; der Triebwerksbauer gehört heute zu Safran. Die Leistung liegt je nach Quelle bei gut 620 Kilowatt pro Triebwerk.
Die Kombination aus zwei Triebwerken, kompakten Abmessungen und hoher Geschwindigkeit machte den Dauphin zum Allrounder. Er fliegt Offshore-Crews zu Plattformen, rettet Menschen aus Seenot, startet von Fregatten und Hubschrauberträgern und bringt Geschäftsreisende von Stadt zu Stadt. Die Fertigung lief in Marignane bei Marseille, unweit des Flughafens Marseille, wo Airbus Helicopters bis heute sein französisches Hauptwerk betreibt.
Vom einmotorigen SA 360 zum Erfolgsmodell
Am Anfang stand ein Flop. Aérospatiale suchte Anfang der Siebziger einen Nachfolger für die betagte Alouette III und eine Lücke zwischen Gazelle und Puma. Der einmotorige SA 360 Dauphin flog am 2. Juni 1972 erstmals und stellte im Jahr darauf auf dem Pariser Aérosalon mehrere Geschwindigkeitsrekorde in seiner Gewichtsklasse auf. Verkauft hat er sich trotzdem kaum: Außer zwei Prototypen entstanden nur 34 Serienmaschinen.
Die Lösung war ein zweites Triebwerk. Der zweimotorige Dauphin 2 flog am 24. Januar 1975. Die erste Serienversion SA 365C bekam im Juli 1978 die französische Zulassung, die amerikanische und britische folgten noch im selben Jahr, im Dezember 1978 begannen die Auslieferungen. Der eigentliche Durchbruch gelang mit dem gründlich überarbeiteten SA 365N, der am 31. März 1979 erstmals abhob und ab 1982 ausgeliefert wurde. Er brachte unter anderem das Einziehfahrwerk und einen verbesserten Rumpf.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Dauphin in kleinen Schritten:
| Version | Triebwerke | Fenestron | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| SA 365C | Arriel 1 | 13 Metallblätter | erste Serienversion, noch mit festem Fahrwerk |
| SA 365N / AS365 N | Arriel 1C | überarbeitet | Einziehfahrwerk, Durchbruch am Markt |
| AS365 N1 | Arriel 1C1 | 11 breitere Blätter | leiser, mehr Leistung |
| AS365 N2 | Arriel 1C2 | weiterentwickelt | mehr Leistung, höhere Gewichte |
| AS365 N3 | Arriel 2C | 10 Verbundblätter | mehr Heißwetter- und Höhenleistung |
Die Blattzahl im Fenestron sank über die Versionen von 13 Metallblättern bei der SA 365C auf zehn Verbundblätter bei der N3. Für Spotter mit Nahaufnahmen ist das ein Detail, an dem sich frühe und späte Versionen unterscheiden lassen.
1991 zeigte Aérospatiale mit dem Versuchsträger AS365 X, was in der Zelle steckt: Mit fünfblättrigem Rotor und kleinerem Fenestron erreichte er am 19. November 1991 auf einer drei Kilometer langen Messstrecke 372 km/h. Insgesamt entstanden rund 1.100 Dauphin 2. Die 1.000. Maschine ging im April 2011 an den indischen Betreiber Pawan Hans, die Fertigung lief Anfang der 2020er Jahre aus.
Praxis-Tipp: Version am Heck ablesen
Auf einem scharfen Foto vom Heck lassen sich die Fenestron-Blätter zählen. 13 Blätter deuten auf eine frühe SA 365C, zehn auf eine N3. Das Kennzeichen verrät dir die genaue Version in jedem Fall zuverlässiger.
Die Ableger: Dolphin, Panther, Z-9 und EC155
Kaum ein Hubschrauber hat so viele Verwandte hervorgebracht. Für Spotter sind vier Linien wichtig.
HH-65 / MH-65 Dolphin: 1979 wählte die US Coast Guard den SA 366 G1 als Nachfolger für ihre Sikorsky HH-52A. Die Dolphins wurden in Grand Prairie in Texas endmontiert und gingen Mitte der Achtziger in Dienst. Ursprünglich flogen sie mit Lycoming-Triebwerken, später erhielten sie Arriel 2C2. Über die Versionen HH-65C und MH-65D führte die Modernisierung bis zur MH-65E mit digitalem Glascockpit, deren Auslieferung 2024 abgeschlossen wurde. 2025 kündigte die Küstenwache an, die Flotte im Lauf der nächsten Jahre durch Hubschrauber auf Basis des Sikorsky MH-60 abzulösen. Wer in den USA an der Küste unterwegs ist, sieht die rot-weißen Dolphins aber vorerst weiterhin.
AS565 Panther: die militärische Version mit verstärkter Zelle, bei Marinen oft mit Bordradar und Ausrüstung für den Einsatz von Schiffen aus. Die französische Marine nutzt neben dem Panther auch zivile Dauphin für den Such- und Rettungsdienst. Als Nachfolger dieser Flotte hat Frankreich den H160M Guépard gewählt; übergangsweise fliegt die Marine geleaste H160 im SAR-Dienst.
Harbin Z-9: Am 15. Oktober 1980 kaufte China die Lizenz, 1981 flog die erste in China montierte Maschine. Daraus entwickelte Harbin eine eigene Familie mit Marine-, Transport- und bewaffneten Varianten, von denen mehr als 200 gebaut wurden.
EC155 / H155: die gestreckte Weiterentwicklung, intern zunächst AS365 N4 genannt. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
EC155 und H155: der große Bruder
Der EC155 flog am 17. Juni 1997 in Marignane, zunächst auf Basis einer umgebauten Dauphin-Zelle. Im Dezember 1998 erteilten die französischen und deutschen Behörden die Zulassung, und im März 1999 ging der Typ in Dienst – mit der deutschen Bundespolizei als Erstbetreiber. Sie beschaffte insgesamt 20 Maschinen, die letzten beiden kamen 2012.
Gegenüber dem AS365 ist der EC155 sichtbar größer. Die Kabine ist länger und höher, die Fenster sind großzügiger, und statt vier Blättern trägt der Spheriflex-Rotor fünf Blätter mit 12,6 Metern Durchmesser. Die verbesserte Version EC155 B1 kam 2002 mit stärkeren Arriel-2C2-Triebwerken, Erstkunde war der Government Flying Service in Hongkong. Bis zu 13 Passagiere passen hinein, das maximale Abfluggewicht liegt beim B1 bei knapp fünf Tonnen.
Mit der Umbenennung von Eurocopter in Airbus Helicopters wurde aus dem EC155 im Jahr 2015 der H155. Im selben Jahr stellte Airbus den H160 vor, der im Programm ausdrücklich an die Stelle von AS365 und EC155 tritt. Auch bei vielen Betreibern ersetzt der H160 inzwischen ältere Dauphin-Generationen.
| Merkmal | AS365 N3 Dauphin | EC155 B1 / H155 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | AS65 | EC55 |
| Hauptrotorblätter | 4 (Starflex) | 5 (Spheriflex) |
| Rotordurchmesser | 11,94 m | 12,60 m |
| Triebwerke | 2 × Arriel 2C | 2 × Arriel 2C2 |
| Max. Abfluggewicht | 4,3 t | rund 4,9 t |
| Passagiere | 11 bis 12 | bis zu 13 |
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Mittlere Zweimot-Hubschrauber mit Radfahrwerk gibt es einige. Beim Dauphin führen dich drei Beobachtungen zum Ziel.
Aufs Heck schauen
Der Fenestron ist das wichtigste Merkmal. Ein offener Heckrotor schließt den Dauphin aus und deutet eher auf eine AW139, eine Sikorsky S-76 oder eine Bell 412.
Fahrwerk prüfen
Der Dauphin steht auf Rädern mit Bugrad, die er im Flug einzieht. Siehst du Kufen und einen Fenestron, bist du eher beim H135 oder H145.
Blätter zählen
Vier Hauptrotorblätter heißen AS365 oder Panther, fünf sprechen für EC155/H155. Hat der Rumpf eine auffällig modern gezeichnete Nase und ein Doppeldecker-Höhenleitwerk am Heck, ist es eher der H160.
Wie bei allen Hubschraubern liefert das Kennzeichen die letzte Gewissheit. Wie die Länderpräfixe aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Einen breiteren Überblick über die Merkmale von Drehflüglern bietet der Guide Hubschraubertypen erkennen.
Dauphin, H155 oder H160?
Gerade in Frankreich und bei Rettungsdiensten treffen alte und neue Generation aufeinander. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Fenestron-Hubschrauber mit Rädern
AS365 Dauphin, AS565 Panther oder HH-65
Vier Blätter, Fenestron und Einziehfahrwerk sind das klassische Dauphin-Bild. Ob zivil, Panther oder Dolphin, verraten Lackierung und Kennzeichen.
EC155 / H155
Fünf Blätter an einer Dauphin-Silhouette mit größerer Kabine: In Deutschland ist das häufig eine Maschine der Bundespolizei.
Airbus H160
Die geschwungenen Blue-Edge-Blattspitzen und das ungewöhnliche Höhenleitwerk gehören zum Nachfolger H160.
Wo du Dauphin und H155 antriffst
Der Dauphin ist weltweit verbreitet, aber ungleich verteilt. Seine Domäne sind Küsten, Marinestützpunkte und staatliche Flugdienste.
Deutschland: Hier ist vor allem der EC155 der Bundespolizei ein Begriff, den die Fliegerstaffeln seit 1999 für Transport- und Einsatzflüge nutzen. Auch die Landespolizeien in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg beschafften je zwei Maschinen, vor allem für Spezialeinsatzkräfte; Nordrhein-Westfalen hat seine wieder abgegeben. Daneben fliegen einzelne EC155 bei privaten Betreibern. Den vierblättrigen AS365 siehst du in Deutschland eher als Gast.
Frankreich und Küsten Westeuropas: Die französische Marine, der Zivilschutz Sécurité Civile und Offshore-Betreiber haben den Dauphin über Jahrzehnte geprägt. An französischen Küsten, rund um die Marinebasen und beim Hersteller in Marignane stehen die Chancen gut, auch wenn der H160 dort nach und nach übernimmt.
Küstenwachen weltweit: Neben der US Coast Guard nutzen oder nutzten unter anderem die griechische und die isländische Küstenwache sowie die spanische Guardia Civil den Dauphin. Auch in Asien ist er verbreitet, etwa bei Pawan Hans in Indien, bei Betreibern in Japan oder dem staatlichen Flugdienst in Taiwan.
Hongkong: Der Government Flying Service war Erstkunde des EC155 B1. Heute stützt sich der GFS bei Rettungseinsätzen vor allem auf den H175, der am Flughafen Hongkong beheimatet ist. Für eine Reise dorthin lohnt der Guide Planespotting in Hongkong.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Bundespolizei-Standorte in Deutschland | mittel bis hoch | EC155 als Teil der Bundespolizei-Flotte |
| Französische Küste, Marinebasen | mittel | Dauphin und Panther bei Marine und Zivilschutz, H160 übernimmt schrittweise |
| US-Küste (Coast-Guard-Stationen) | hoch | MH-65 im täglichen SAR-Dienst, Ablösung angekündigt |
| Airbus-Werk Marignane | mittel | Wartung, Modernisierung und Werksflüge |
| Deutsche Verkehrsflughäfen | niedrig | Überführungen und Gäste eher selten |
Flotten ändern sich laufend
Viele Dauphin sind über 30 Jahre alt, und Behörden wie Marinen stellen gerade auf Nachfolgemuster um. Prüf vor einer gezielten Tour aktuelle Angaben der Betreiber, statt dich auf ältere Flottenlisten zu verlassen (Stand: Oktober 2026).
Staatliche Hubschrauber senden nicht immer vollständige ADS-B-Daten. Wie du Polizei-, Rettungs- und Offshore-Flüge dennoch aufspürst, steht im Beitrag Hubschrauber auf dem Flugradar finden.
AS65 und EC55 auf die Wunschliste
Setz Dauphin, H155 oder einzelne Kennzeichen in Planetrack auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps speziell für den Dauphin
Der Dauphin ist ein elegantes Motiv, vor allem im Seitenprofil mit eingefahrenem Fahrwerk. Ein paar Punkte helfen dir zum besseren Bild.
Rotor in Bewegung zeigen
Mit vier Blättern friert eine zu kurze Belichtung den Rotor schnell sichtbar ein. Starte mit Werten um 1/125 s und zieh sauber mit, damit der Rumpf scharf bleibt.
Fahrwerk als Motiv
Kurz nach dem Start fährt der Dauphin die Räder ein. Eine Serie in dieser Phase zeigt den Übergang vom Bodenbetrieb zur glatten Reiseflug-Silhouette.
Fenestron ins Licht holen
Mit der Sonne im Rücken und leicht schräger Perspektive wird der ummantelte Heckrotor gut sichtbar. Im Gegenlicht verschwindet er dagegen als dunkles Loch im Leitwerk.
Wind einplanen
Hubschrauber starten und landen bevorzugt gegen den Wind. Wer Windrichtung und Sonnenstand vorher kennt, steht häufiger richtig.
Die Belichtungstechnik ist dieselbe wie bei Propellerflugzeugen; Details liefert der Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Allgemeine Tipps für Drehflügler findest du im Artikel Hubschrauber spotten. Mit dem Sonnenstand-Planer und den Wind- und Pistenangaben in Planetrack siehst du vorab, aus welcher Richtung Licht und Anflug kommen. Bei Marine- und Militärstandorten gelten besondere Regeln; was du dort beachten musst, erklärt der Beitrag Militärflugplatz fotografieren: Regeln.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für einen Dauphin, wenn …
- ein Fenestron im Seitenleitwerk sitzt
- der Hubschrauber auf Rädern mit Bugrad steht und sie im Flug einzieht
- die Nase lang und schlank nach unten abfällt
- im Tracking-Dienst AS65 oder EC55 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du fünf Blätter zählst – dann ist es ein EC155/H155 oder bereits ein H160
- eine militärische Lackierung auftaucht – dann kann es ein Panther oder in Asien ein Z-9 sein
- du die Maschine nur von vorn siehst und das Heck verdeckt ist
Fazit
Der Dauphin hat eine erstaunliche Karriere hinter sich: aus einem einmotorigen Ladenhüter wurde einer der meistgebauten mittleren Zweimot-Hubschrauber der Welt, mit Ablegern in den USA, China und beim Militär vieler Länder. Mit dem EC155/H155 bekam er einen größeren Bruder, mit dem H160 inzwischen einen Nachfolger. Für Spotter bleibt er ein dankbares Motiv – elegant, gut erkennbar und an vielen Küsten noch im täglichen Einsatz. Fenestron, Delfin-Nase und Einziehfahrwerk liefern die Familie, die Blattzahl die Variante, das Kennzeichen die Bestätigung.
Kurzfazit
Fenestron im Heck, schlanke Delfin-Nase, Räder mit Bugrad: Das ist der Dauphin. Vier Blätter heißen AS365, fünf EC155/H155. In Deutschland suchst du am besten nach Bundespolizei-Maschinen, an Küsten nach Rettungs- und Marineversionen – und notierst das Kennzeichen, bevor die Familie weiter aus dem Dienst verschwindet.
Zusammenfassung
- Aus dem einmotorigen SA 360 Dauphin von 1972 entstand 1975 der zweimotorige Dauphin 2, der ab 1978 ausgeliefert wurde.
- Über die Versionen SA 365N bis AS365 N3 wuchsen Triebwerksleistung und Gewicht; der Fenestron wurde dabei mehrfach überarbeitet und leiser.
- Der EC155 flog 1997 erstmals, ging 1999 bei der Bundespolizei in Dienst und heißt seit 2015 H155.
- Als Nachfolger beider Muster positioniert Airbus den H160; viele Dauphin und H155 sind aber weiterhin im Einsatz.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name Dauphin?
Dauphin ist das französische Wort für Delfin. Der Name passt zur stromlinienförmigen Rumpfform mit der langen, abfallenden Nase. In der US-Küstenwache heißt die Variante folgerichtig Dolphin.
Welche ICAO-Typcodes haben Dauphin und H155?
Der AS365 Dauphin und seine militärischen Ableger wie der AS565 Panther und die HH-65 laufen unter AS65. Der größere EC155 beziehungsweise H155 hat einen eigenen Code: EC55.
Wie unterscheide ich AS365 und EC155?
Am einfachsten über die Blattzahl: Der AS365 hat vier Hauptrotorblätter, der EC155 fünf. Dazu ist der EC155 etwas länger, seine Kabine wirkt höher und hat größere Fenster. Beide teilen sich Fenestron, Delfin-Nase und Einziehfahrwerk.
Ist der H155 ein neuer Hubschrauber?
Nein. H155 ist die Bezeichnung, die der EC155 2015 bekam, als Eurocopter-Muster auf die Airbus-Namen umgestellt wurden. In Registern und Datenbanken findest du deshalb beide Namen für dieselbe Bauart.
Wo sehe ich in Deutschland einen Dauphin-Abkömmling?
Am ehesten bei der Bundespolizei, die als Erstkunde 20 EC155 beschafft hat. Dazu kommen einzelne Maschinen privater Betreiber. Den klassischen AS365 triffst du im deutschsprachigen Raum seltener; häufiger ist er an Küsten in Frankreich, den Niederlanden oder Großbritannien sowie bei Marinen und Küstenwachen.
Was ist die HH-65 Dolphin?
Die Version der US Coast Guard, abgeleitet vom SA 366 G1 und in Texas endmontiert. Sie fliegt seit den Achtzigern und wurde mehrfach modernisiert, zuletzt zur MH-65E mit Glascockpit. Die Küstenwache hat 2025 angekündigt, den Typ mittelfristig durch Hubschrauber auf Basis des Sikorsky MH-60 zu ersetzen.
Was ist der Harbin Z-9?
Ein in China gebauter Lizenzbau des Dauphin. Die Rechte wurden 1980 gekauft, später entstanden zahlreiche eigene Varianten, darunter bewaffnete und Marine-Versionen. Außerhalb Chinas begegnet dir der Z-9 vor allem bei Streitkräften einiger Exportkunden.
Aerospatiale/Eurocopter AS365 Dauphin sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Geschwungene Rotorblätter, ein schräg gestellter Fenestron und ein doppeltes Höhenleitwerk: Der H160 ist der modernste Zweimot-Hubschrauber aus Marignane. So erkennst du ihn, seine Betreiber und den militärischen H160M Guépard.
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Fünf Rotorblätter, offener Heckrotor und Räder, die in seitliche Stummel einfahren: Der AW139 ist laut Leonardo der meistverkaufte Zweimotorer seiner Klasse und fliegt für Küstenwachen, Polizei und Offshore-Betreiber. So erkennst du ihn.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus Helicopters
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