Das Wichtigste in Kürze
- Der H135 ist ein leichter Zweimotorer der Drei-Tonnen-Klasse und war bis zur Umbenennung als Eurocopter EC135 bekannt – beide Namen meinen dieselbe Familie.
- Schnellster Erkennungsweg: Fenestron, vier Blätter und ein kompakter Rumpf. Wirkt der Hubschrauber groß und hoch, ist es eher der H145.
- Luftrettung ist sein Revier: ADAC Luftrettung, DRF Luftrettung und die ÖAMTC-Flugrettung fliegen ihn seit Jahrzehnten.
- Polizei und Ausbildung: Bundespolizei, mehrere Landespolizeien und die Heeresfliegerausbildung in Bückeburg nutzen den Typ.
- In Tracking-Diensten steht der H135 meist unter EC35 – oft mit Rettungsrufzeichen wie „Christoph“ oder „Christophorus“.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Airbus H135?
- 2.Die Generationen im Überblick
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.H135, H145 oder Bo 105?
- 5.Wo du den H135 antriffst
- 6.Spotting mit Rücksicht
- 7.Fototipps speziell für den H135
- 8.Geschichte zum Anfassen: Bo 108 in Bückeburg
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus Helicopters (früher Eurocopter), Endmontage in Donauwörth |
|---|---|
| Herkunft | MBB Bo 108, weiterentwickelt von Eurocopter |
| ICAO-Typcode | EC35 |
| Erstflug EC135 | Februar 1994 |
| Zulassung (JAA) | Juni 1996 |
| Erste Auslieferung | August 1996 an die DRF (damals Deutsche Rettungsflugwacht) |
| Triebwerke | 2 × Safran Arrius 2B2 Plus (T-Versionen) oder Pratt & Whitney Canada PW206B3 (P-Versionen), jeweils mit FADEC |
| Hauptrotor | vier Blätter, lagerlos |
| Hauptrotor-Durchmesser | 10,20 m |
| Max. Abfluggewicht | 2.980 kg, mit Alternate Gross Weight 3.100 kg |
| Sitzplätze | 1–2 Piloten plus 5–6 Passagiere |
| Reichweite (Standardtanks) | bis 626 km laut Airbus |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Fenestron: ummantelter Heckrotor im Seitenleitwerk statt eines offenen Heckrotors
- Vier Hauptrotorblätter an einem flachen, lagerlosen Rotorkopf
- Kompakter, gedrungener Rumpf – sichtbar kleiner und niedriger als der H145
- Hecktüren zum Einladen einer Trage unter dem Leitwerksträger
- Kufenlandegestell, bei Schulmaschinen der Bundeswehr in erhöhter Ausführung
- Zwei Triebwerksauslässe oben hinter dem Rotormast
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein gelber Hubschrauber setzt auf dem Klinikdach auf, und am Heck dreht sich der Rotor in einer runden Ummantelung: Ziemlich sicher war das ein Airbus Helicopters H135, vielen noch als EC135 bekannt. Der kompakte Zweimotorer aus Donauwörth prägt seit Mitte der 1990er-Jahre die Luftrettung in Deutschland und Österreich und fliegt bei Polizei und Bundeswehr. Hier erfährst du, woher er kommt, wie du ihn sicher erkennst, wie du ihn vom größeren H145 und dem Vorgänger Bo 105 trennst und wie dir gute Fotos gelingen.
Christoph, Christophorus & Co. sammeln
Mit Planetrack hältst du jede Hubschrauber-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot in deinem Hangar fest – vom Rettungs-H135 bis zur Polizeimaschine. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der Airbus H135?
Der H135 ist ein leichter Zweimotorer der Drei-Tonnen-Klasse. Airbus Helicopters vermarktet ihn als Mehrzweckhubschrauber für Luftrettung, Polizei, Ausbildung, Offshore- und Firmenflüge. Zwei Turbinen mit digitaler Triebwerksregelung (FADEC) treiben ihn an: entweder Safran Arrius 2B2 Plus oder Pratt & Whitney Canada PW206B3. Laut Airbus-Datenblatt liegt das maximale Abfluggewicht bei 2.980 Kilogramm, mit der Option Alternate Gross Weight sind es 3.100 Kilogramm. Mit Standardtanks kommt er bis zu 626 Kilometer weit. In der Kabine sitzen neben ein oder zwei Piloten fünf bis sechs Passagiere – in der Rettungsversion meist ein Patient auf der Trage plus medizinische Crew.
Die Wurzeln liegen in Bayern. Bei MBB entstand in den 1980er-Jahren die Bo 108, ein Technologieträger als Nachfolger der legendären Bo 105. Der erste Prototyp flog 1988, noch mit offenem Heckrotor und gelenklosem Rotorsystem. Als die Hubschraubersparten von MBB und Aérospatiale zu Eurocopter verschmolzen, brachte die französische Seite den Fenestron ein, und aus der Bo 108 wurde die EC135. Sie flog im Februar 1994 zum ersten Mal, erhielt im Juni 1996 die europäische Zulassung, und noch im selben Jahr gingen die ersten Serienmaschinen an die DRF Luftrettung – den weltweit ersten Betreiber.
Seit Eurocopter 2014 zu Airbus Helicopters wurde, heißt der Typ H135. Mehr zum Hersteller findest du auf den Seiten zu Airbus Helicopters und zum Mutterkonzern Airbus.
Airbus nennt mehr als 1.600 ausgelieferte H135 in über 65 Ländern, davon über 700 im Rettungsdienst. Die Endmontage sitzt in Donauwörth; daneben gibt es seit 2019 eine Endmontagelinie in China, die Maschinen für den dortigen Markt baut.
Die Generationen im Überblick
Über drei Jahrzehnte hat sich der Typ stark weiterentwickelt, ohne seine Grundform zu ändern. Die Versionsnamen folgen einem einfachen Muster: T steht für Turbinen von Turbomeca (heute Safran), P für Pratt & Whitney Canada. Die Zahl danach bezeichnet die Generation.
| Generation | Wichtigste Neuerungen | Außen erkennbar? |
|---|---|---|
| T1 / P1 | Serienstart 1996 | kaum |
| T2 / P2 | stärkere Triebwerke, ab Anfang der 2000er-Jahre | kaum |
| T2+ / P2+ (auch T2e, P2i usw.) | höheres Abfluggewicht, verbesserte Leistung | kaum |
| T3 / P3 (H135) | breitere Rotorblätter, versetzte Lufteinläufe, Änderungen am Fenestron, bessere Leistung in Höhe und Hitze | mit Übung ja |
| H135 mit Helionix | Glascockpit mit Vierachsen-Autopilot, seit 2020 optional Alternate Gross Weight bis 3.100 kg | nur von innen |
Für Spotter heißt das: Die Generation erkennst du von außen nur schwer. Die T3/P3 hat breitere Blätter, die du auf scharfen Bildern im Vergleich siehst, aber die sichere Zuordnung liefert erst die Datenbankabfrage zum Kennzeichen. Viele ältere Maschinen wurden nachträglich auf den neueren Stand gebracht – das Baujahr allein sagt also wenig.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Aufs Heck schauen
Der H135 hat einen Fenestron: Der Heckrotor dreht sich in einer runden Ummantelung im Seitenleitwerk. Ein offener Heckrotor spricht gegen den H135 – dann ist es eher eine Bo 105 oder ein Einmotorer wie der H125.
Blätter zählen
Der H135 hat immer vier Hauptrotorblätter an einem flachen, lagerlosen Rotorkopf. Fünf Blätter bedeuten H145 oder H160, drei Blätter bei Fenestron deuten auf H130 oder H120.
Größe einschätzen
Der H135 wirkt kompakt und gedrungen. Steht er neben einem H145, ist der Unterschied deutlich: Der größere Bruder ist höher, bauchiger und hat eine geräumigere Kabine.
Die Hecktüren, durch die in der Rettungsversion die Trage eingeschoben wird, haben beide Familien – sie helfen dir also nur gegen andere Hersteller, nicht gegen den H145. Die finale Gewissheit liefert das Kennzeichen: Deutsche Zivilhubschrauber beginnen mit D-H, österreichische mit OE-X, Schweizer mit HB-Z. Die Systematik erklären die Beiträge zu deutschen Luftfahrzeugkennzeichen, österreichischen OE-Kennzeichen und Schweizer HB-Kennzeichen.
Praxis-Tipp: Das Rotorgeräusch
Mit etwas Übung erkennst du den H135 schon am Klang, bevor du ihn siehst: Das Fenestron klingt anders als ein offener Heckrotor, viele Spotter beschreiben den Ton als heller. Bestätigen musst du den Typ trotzdem mit den Augen.
H135, H145 oder Bo 105?
Die häufigsten Verwechslungen im deutschsprachigen Raum betreffen den größeren H145, dessen Cockpit vom EC135 abgeleitet wurde, und die ältere Bo 105, die ebenfalls vier Blätter und Hecktüren hat. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: leichte Rettungshubschrauber
Airbus H135 (EC135)
Fenestron, vier Blätter und ein kompakter Rumpf sind das typische H135-Bild. Welche Generation es ist, klärst du über das Kennzeichen.
Airbus H145
Größer, höher, bauchiger und bei der aktuellen Version mit fünf Blättern: Das ist der große Bruder. Vierblatt-H145 gibt es auch noch – dann hilft die Größe.
MBB Bo 105
Offener Heckrotor an einem sehr kleinen Zweimotorer deutet auf den Klassiker, den der EC135 in der Luftrettung abgelöst hat. Heute ist er selten – ein schöner Fang für deinen Hangar.
Weitere Abgrenzungen: Der H125 hat nur eine Turbine, drei Blätter und einen offenen Heckrotor. Der H130 trägt zwar einen Fenestron, ist aber ein Einmotorer mit drei Blättern und sehr breiter Kabine. Die Leonardo AW109 fällt durch ihr einziehbares Radfahrwerk und den schlanken, spitzen Rumpf aus dem Raster. Einen Gesamtüberblick über die gängigen Muster bietet der Beitrag Hubschraubertypen erkennen.
Wo du den H135 antriffst
Der H135 arbeitet dort, wo es schnell gehen muss. Die meisten Sichtungen passieren deshalb nicht auf der Besucherterrasse eines Großflughafens, sondern an Kliniken, Rettungsstationen, Polizeiflugplätzen oder einfach über deinem Kopf.
Luftrettung in Deutschland: Die DRF Luftrettung war 1996 der erste Betreiber weltweit. Inzwischen hat sie ihre älteren EC135 ausgemustert und setzt H135 und H145 ein. Die ADAC Luftrettung bezeichnet den EC135/H135 als den am häufigsten eingesetzten Rettungshubschrauber in ihrer Flotte und betreibt ihn in den Versionen P2, P2e, P2+ und P3. 2011 übernahm der ADAC die 1.000. ausgelieferte EC135. Rettungshubschrauber fliegen in Deutschland unter dem Rufnamen „Christoph“ mit Nummer.
Luftrettung in Österreich: Der Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC hat seine Flotte seit Ende der 1990er-Jahre schrittweise auf den EC135 umgestellt und fliegt heute ausschließlich EC135 und H135. Die Maschinen sind über das ganze Land verteilt und hören auf Rufnamen wie „Christophorus 1“ in Innsbruck. Wer dort spottet, sieht die gelben Hubschrauber oft auch an Regionalflughäfen.
Polizei: Die Bundespolizei nutzt den EC135, dazu kommen mehrere Landespolizeien. Die Bayerische Polizei übernahm 1999 die 100. ausgelieferte Maschine. Polizeihubschrauber kreisen oft länger über einem Gebiet – ideal, um in Ruhe ein paar Bilder zu machen.
Bundeswehr und Schweiz: Die Heeresflieger nutzen den H135 in einer Version mit erhöhten Kufen als Schulhubschrauber für die Grundausbildung in Bückeburg. Die Schweizer Luftwaffe fliegt die militärische Version EC635 bzw. H135M. Was du beim Fotografieren rund um militärische Anlagen beachten musst, steht im Beitrag Militärflugplatz fotografieren: Regeln, und wie Bundeswehr-Luftfahrzeuge gekennzeichnet sind, erklärt der Guide zu Bundeswehr-Kennzeichen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Luftrettungsstationen und Kliniklandeplätze | hoch | ADAC, DRF und ÖAMTC fliegen den Typ im Alltag |
| Polizeiflugplätze | mittel bis hoch | Bundespolizei und Landespolizeien |
| Umgebung von Bückeburg | hoch | Schulbetrieb der Heeresflieger |
| Große Verkehrsflughäfen | niedrig bis mittel | Stationen einzelner Betreiber, Überführungen, Werftflüge |
Flotten ändern sich laufend
Viele Betreiber ersetzen ältere EC135 gerade durch H145 oder neuere Muster. Welche Station welchen Typ fliegt, wechselt mit Ersatzmaschinen und Umrüstungen. Prüf vor einer gezielten Tour die aktuellen Angaben der Betreiber.
Viele Rettungs- und Polizeihubschrauber senden ADS-B-Daten und tauchen so in Flugradar-Diensten auf, einzelne Flüge werden aber gefiltert. Wie du sie findest, zeigt der Guide Rettungs- und Polizeihubschrauber auf dem Flugradar; die Grundlagen stehen im Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Typ EC35 auf die Wunschliste
Setz in Planetrack den H135 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting mit Rücksicht
Bei Rettungshubschraubern zählt das Umfeld mehr als bei jedem Airliner. Ein paar Grundregeln gehören dazu.
Bereit für deine Hubschrauber-Session?
- Ich stehe auf öffentlichem Grund und halte Rettungs- und Zufahrtswege frei.
- Ich halte Abstand zum Landeplatz – Rotorabwind wirbelt Steine und Äste auf.
- Ich fotografiere keine Patienten, Verletzten oder Unfallstellen.
- Ich folge den Anweisungen von Einsatzkräften und Klinikpersonal.
- Kamera eingestellt: Verschlusszeit passt zur gewünschten Rotorunschärfe.
Ob dein Standpunkt grundsätzlich in Ordnung ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Allgemeine Tipps rund um Drehflügler findest du im Beitrag Hubschrauber spotten.
Fototipps speziell für den H135
Bei Hubschraubern entscheidet vor allem die Verschlusszeit. Belichtest du zu kurz, steht der Rotor still, und der H135 wirkt, als würde er gleich vom Himmel fallen.
Rotor in Bewegung zeigen
Belichte deutlich länger als bei Jets, damit die vier Blätter zur Scheibe verwischen. Starte bei etwa 1/125 s und taste dich nach unten. Sauberes Mitziehen hält den Rumpf scharf.
Serien schießen
Bei langen Zeiten sitzt nicht jedes Bild. Mach Serien und wähle später das schärfste aus.
Profil oder schräg von hinten
Der Fenestron ist das Markenzeichen. Im Profil oder im Dreiviertel von hinten kommt er am besten zur Geltung.
Kennzeichen mitnehmen
Mach immer ein Bild, auf dem das Kennzeichen lesbar ist. Nur damit lässt sich die Generation später sicher bestimmen.
Die gleiche Technik wie bei Propellermaschinen funktioniert auch beim Rotor; Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Wann das Licht an deinem Standort passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer-Guide. Hubschrauber fliegen oft niedrig – ein mittleres Telezoom reicht meist, wie die Planespotting-Ausrüstung-Checkliste zeigt.
Geschichte zum Anfassen: Bo 108 in Bückeburg
Wer die Entwicklung nachvollziehen will, für den lohnt sich ein Abstecher ins Hubschraubermuseum Bückeburg. Dort steht ein Versuchsträger der Bo 108 – der direkte Vorfahre des EC135. Im Vergleich mit einem modernen H135 siehst du gut, wie viel vom MBB-Erbe im heutigen Typ steckt und was Eurocopter mit dem Fenestron am Heck verändert hat. Ganz in der Nähe trainieren die Heeresflieger auf ihren H135, sodass sich Museum und Spotting gut verbinden lassen.
Spannend für Sammler ist auch die Vorgeschichte in der Luftrettung: Die Bo 105 war über Jahrzehnte das Standardmuster bei ADAC und DRF, bevor der EC135 sie ab Ende der 1990er-Jahre ablöste. Wer heute noch eine fliegende Bo 105 erwischt, hat eine echte Rarität im Hangar – mehr dazu im Beitrag Seltene Flugzeuge spotten. Die Linie der großen Schwestermodelle reicht über die BK 117 bis zum H145.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den H135, wenn …
- ein Fenestron im Seitenleitwerk sitzt
- du genau vier Hauptrotorblätter zählst
- der Rumpf kompakt und niedrig wirkt
- im Tracking-Dienst EC35 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Hubschrauber vier Blätter, aber einen großen, hohen Rumpf hat – dann kann es ein Vierblatt-H145 sein
- du ihn nur frontal siehst, denn die Cockpits von H135 und H145 ähneln sich stark
- die Lackierung zu einem Betreiber passt, der beide Typen fliegt, etwa ADAC oder DRF
Es ist kein H135, wenn …
- ein offener Heckrotor seitlich am Leitwerk dreht
- du drei oder fünf Hauptrotorblätter zählst
- Räder statt Kufen unter dem Rumpf sitzen
- nur eine Turbine verbaut ist
Fazit
Der H135 ist der Hubschrauber, den viele Menschen in Deutschland und Österreich kennen, ohne seinen Namen zu wissen: der gelbe oder rot-weiße Retter über der Landstraße, der Polizeihubschrauber über dem Stadion, der Schulhubschrauber über dem Weserbergland. Fenestron, vier Blätter und ein kompakter Rumpf liefern den Typ, das Kennzeichen die Generation. Weil viele Betreiber ihre Flotten gerade umbauen, lohnt es sich, ältere EC135 jetzt zu dokumentieren. Wenn du gerade erst anfängst, bringt dich der Einstieg Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Kurzfazit
Ummantelter Heckrotor, vier Rotorblätter, kompakter Zweimotorer mit Kufen: Das ist der H135. Halte bei Einsätzen Abstand, belichte etwas länger für einen bewegten Rotor und notier das Kennzeichen – dann wird jede Sichtung zum sauberen Eintrag.
Zusammenfassung
- Der H135 geht auf die MBB Bo 108 zurück, flog als EC135 im Februar 1994 und wurde 1996 zugelassen und erstmals ausgeliefert.
- Mit der Generation T3/P3 kamen breitere Rotorblätter und versetzte Lufteinläufe, außerdem das Helionix-Cockpit und seit 2020 ein höheres Abfluggewicht als Option.
- In Deutschland und Österreich ist er einer der häufigsten Rettungs- und Polizeihubschrauber, in der Schweiz fliegt die Luftwaffe die Militärversion.
- Zum Bestimmen reichen Heckrotor, Blattzahl und Größe; das Kennzeichen liefert die Bestätigung.
Häufige Fragen
Ist der H135 dasselbe wie die EC135?
Ja. Airbus selbst bezeichnet EC135 und H135 als dieselbe Hubschrauberfamilie. Der Unterschied ist nur der Name: Nachdem Eurocopter 2014 zu Airbus Helicopters wurde, bekamen die Typen die neue H-Bezeichnung. Ältere Maschinen laufen in Datenbanken und im Sprachgebrauch weiterhin oft als EC135.
Welchen ICAO-Typcode hat der H135?
Die EC135/H135-Familie wird in Flugplänen und Tracking-Diensten in der Regel unter EC35 geführt. Der Code unterscheidet nicht zwischen den Versionen T1, P2+ oder T3 – dafür brauchst du das Kennzeichen und eine Datenbankabfrage.
Was bedeuten T und P in den Versionsnamen?
Der Buchstabe verrät den Triebwerkshersteller: T steht für Turbomeca (heute Safran) mit Arrius-Turbinen, P für Pratt & Whitney Canada mit PW206. Die Zahl dahinter bezeichnet die Generation, etwa T2+ oder P3. Von außen sind T- und P-Version praktisch nicht zu unterscheiden.
Wie unterscheide ich H135 und H145?
Beide haben Fenestron, Kufen und Hecktüren. Der H135 ist aber kleiner, niedriger und leichter und hat immer vier Rotorblätter. Der H145 wirkt hoch und bauchig, und die aktuelle Version hat fünf Blätter. Im Tracking hilft der Typcode: EC35 für den H135, EC45 für den H145.
Was ist das Helionix-Cockpit?
Helionix ist die integrierte Avionik von Airbus Helicopters mit großen Bildschirmen, Vierachsen-Autopilot und Flugbereichsschutz. Beim H135 gehört sie zur aktuellen Ausstattung, die 2020 auch die Zulassung für das höhere Abfluggewicht (Alternate Gross Weight) erhielt. Von außen siehst du sie nicht – nur ein Blick ins Cockpit am Boden verrät die modernen Displays.
Gibt es eine militärische Version?
Ja, den H135M, früher EC635 genannt. Ihn nutzt unter anderem die Schweizer Luftwaffe. Die deutschen Heeresflieger verwenden dagegen zivile H135 als Schulhubschrauber für die Grundausbildung in Bückeburg.
Darf ich Rettungshubschrauber im Einsatz fotografieren?
Von öffentlichem Grund aus grundsätzlich ja. Bei Einsätzen gilt aber: Abstand halten, Rettungswege freilassen und keine Patienten oder Unfallstellen fotografieren. Rotorabwind kann Steine und Äste aufwirbeln.
Airbus Helicopters H135 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Airbus Helicopters H145
Ummantelter Heckrotor, hoch angesetzter Leitwerksträger, große Klapptüren am Heck: Der H145 ist Europas Rettungs- und Polizeihubschrauber schlechthin. So erkennst du ihn und seine Varianten.
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Hoher Leitwerksträger, große Klapptüren am Heck, offener Heckrotor: Die deutsch-japanische BK 117 hat die Luftrettung der 1980er und 90er geprägt und ist die Urmutter des heutigen H145. So erkennst du den Klassiker.
HubschrauberMBB Bo 105
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MuseumHubschraubermuseum Bückeburg
Das Hubschraubermuseum Bückeburg ist das einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich Drehflüglern widmet. In einem Burgmannshof von 1463 und zwei Anbauten stehen über 50 Hubschrauber, Tragschrauber und Exoten in Originalgröße – vom Nachbau des Cornu-Hubschraubers von 1907 bis zur CH-53G, die seit Juni 2026 auf dem Museumsdach steht.
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