Das Wichtigste in Kürze
- Flightradar24: Aktive Stationen bekommen ein erweitertes Konto ohne Abogebühr – früher als Business-Abo bekannt, heute Contributor Plan genannt. Es gilt, solange der Empfänger online ist und Daten teilt.
- FlightAware: Wer Daten liefert, erhält automatisch ein kostenloses Enterprise-Konto, das FlightAware selbst mit 99,95 US-Dollar pro Monat beziffert – laut FlightAware unter anderem mit bis zu acht Monaten Verlauf und unbegrenzten Alerts.
- AirNav Radar (früher RadarBox): Feeder bekommen ein kostenloses Business-Konto, das laut FAQ innerhalb von 24 Stunden nach den ersten Daten freigeschaltet wird und so lange gilt, wie die Station liefert.
- Plane Finder: Datenlieferanten verknüpfen ihre Station per Share Code mit dem Konto und erhalten laut Hilfeseite Plane Finder Premium kostenlos auf allen Plattformen, dazu Ranglisten; je nach Abdeckung gibt es sogar Empfänger-Hardware.
- Ein Empfänger, alle Abos: Ein Dekoder auf dem Raspberry Pi kann parallel alle Netzwerke beliefern – so sammelst du mehrere Gratis-Konten mit derselben Hardware.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Warum die Dienste überhaupt etwas verschenken
- 3.Flightradar24: der Contributor Plan
- 4.FlightAware: das Enterprise-Konto
- 5.AirNav Radar (früher RadarBox): das Business-Konto
- 6.Plane Finder: Share Code und Empfänger-Programm
- 7.Community-Netze: kein Abo, aber offene Daten
- 8.Alle Gegenleistungen im Vergleich
- 9.So sammelst du alle Gratis-Konten mit einem Empfänger
- 10.Reichweite zahlt sich doppelt aus
- 11.Was der Spotter am Zaun davon hat
- 12.Fazit
Eine eigene ADS-B-Station hört rund um die Uhr mit, was über deinem Dach fliegt. Die großen Flugradar-Dienste leben genau von solchen Stationen – und bedanken sich dafür mit Premium-Konten, die sonst Monat für Monat Geld kosten. Doch was genau bekommst du als Feeder bei Flightradar24, FlightAware, AirNav Radar und Plane Finder? Welche Bedingungen hängen daran, und wie holst du mit einem einzigen Empfänger alle Vorteile auf einmal ab? Dieser Vergleich sortiert die Gegenleistungen, zeigt die Haken und hilft dir, die Station so aufzusetzen, dass sich das Feeden wirklich lohnt.
Deine Station hört mit – Planetrack hält fest, was du siehst
In Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und sammelst sie in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die kurze Antwort
Alle großen kommerziellen Dienste tauschen Daten gegen Premium-Zugang. Flightradar24 gibt aktiven Stationen ein erweitertes Konto ohne Abogebühr, lange als Business-Abo bekannt und heute als Contributor Plan bezeichnet. FlightAware schaltet Datenlieferanten automatisch ein Enterprise-Konto frei. AirNav Radar, das bis zur Umbenennung RadarBox hieß, vergibt ein kostenloses Business-Konto. Plane Finder schaltet Datenlieferanten, deren Station per Share Code mit dem Konto verknüpft ist, Premium frei. Gemeinsam ist allen: Das Gratis-Konto gilt nur, solange deine Station Daten liefert.
Der eigentliche Trick liegt in der Technik: Ein einziger Empfänger kann alle Netzwerke gleichzeitig beliefern. Wie das geht, steht in Mehrere Netzwerke gleichzeitig feeden mit Ultrafeeder. Die Hardware-Grundlagen findest du in ADS-B-Empfänger selber bauen, fertige Lösungen in Plug-and-Play-Empfänger kaufen.
Warum die Dienste überhaupt etwas verschenken
Flugzeuge mit ADS-B senden ihre Position, Höhe, Geschwindigkeit und Kennung offen auf 1090 MHz. Wer diese Signale auswerten will, braucht Empfänger am Boden – und zwar sehr viele, denn ein einzelner Empfänger hört je nach Antenne und Standort nur ein paar hundert Kilometer weit. Die Flugradar-Dienste setzen deshalb auf Tausende freiwillige Stationen, die meisten davon bei Luftfahrtfans zu Hause. Satelliten-ADS-B ergänzt das Netz über Ozeanen, ersetzt die Bodenstationen aber nicht; mehr dazu in Weltraumgestütztes ADS-B.
Jede zusätzliche Station verbessert außerdem die Multilateration (MLAT). Damit berechnen die Dienste die Positionen von Flugzeugen, die zwar Mode-S, aber kein ADS-B mit Position senden – über Laufzeitunterschiede zwischen mehreren Empfängern. Ohne dichtes Netz funktioniert das nicht. Wie das genau läuft, erklärt MLAT und Multilateration erklärt.
Für die Dienste ist ein kostenloses Premium-Konto also ein günstiger Tausch: Sie bekommen dauerhaft Daten, du bekommst Funktionen, die andere Nutzer bezahlen.
Flightradar24: der Contributor Plan
Flightradar24 ist für viele Spotter die erste Anlaufstelle auf dem Handy. Die Abo-Stufen heißen Silver, Gold und Business und unterscheiden sich vor allem in der Länge des Flugverlaufs: sieben Tage gratis, 90 Tage bei Silver, 365 Tage bei Gold, drei Jahre bei Business. Details zu den Stufen findest du in Flightradar24 Silver, Gold oder Business.
Wer eine Station betreibt und Daten über die Software fr24feed liefert, bekommt ein erweitertes Konto ohne Abogebühr. Über viele Jahre war das ein Business-Abo, also die oberste Stufe. Heute spricht Flightradar24 vom Contributor Plan, den du nutzt, solange dein Empfänger online ist und aktiv teilt. Den genauen Umfang legt Flightradar24 selbst fest – und hat Bezeichnung und Inhalt in der Vergangenheit schon angepasst. Außerdem verschickt Flightradar24 komplette Empfänger-Sets an ausgewählte Gastgeber in Gegenden, in denen Abdeckung fehlt; einen Anspruch darauf gibt es nicht.
Zwei Punkte solltest du kennen, bevor du loslegst:
- Zügig starten: Nach der Registrierung im Signup-Assistenten solltest du zeitnah Daten liefern – ungenutzte IDs und Sharing Keys löscht Flightradar24 nach einer Frist wieder.
- Ein Sharing Key pro Station: Ein Schlüssel gilt nur für einen aktiven Feed gleichzeitig. Mehrere Empfänger brauchen eigene Schlüssel.
Die Installation Schritt für Schritt beschreibt fr24feed einrichten. Wie du die App im Alltag nutzt, zeigt die Flightradar24-Anleitung.
FlightAware: das Enterprise-Konto
FlightAware belohnt Feeder besonders transparent. Laut der ADS-B-Seite des Dienstes qualifizierst du dich mit dem Teilen der Daten automatisch für ein kostenloses Enterprise-Konto, dessen Wert FlightAware mit 99,95 US-Dollar pro Monat angibt. Zum Paket gehören nach Angaben von FlightAware unter anderem:
- bis zu acht Monate Flugverlauf,
- unbegrenzte Flug-Alerts,
- Kennzeichen zu Airline- und Callsign-Flügen – für Spotter-Logbücher der vielleicht wertvollste Punkt,
- beliebig viele gespeicherte Flugzeuge in „My FlightAware“,
- werbefreie Vollbildkarten.
Dazu kommen Feeder-Extras: Auf einer Statistikseite siehst du die Leistung deiner Station im Detail, im Heimnetz verfolgst du die Daten deines Empfängers ohne Verzögerung, und in den Tracklogs hebt FlightAware die Abschnitte hervor, die von deinem Gerät stammen. Auf flightaware.com selbst erscheinen Live-Daten laut Anbieter mit einer Verarbeitungsverzögerung von bis zu zwei Minuten.
Die Software dafür heißt PiAware. Die Hardware – Raspberry Pi, USB-Empfänger, Antenne – beziffert FlightAware auf rund 100 US-Dollar beziehungsweise 80 Euro. Alternativ vergibt FlightAware kostenlose FlightFeeder-Geräte an geeignete Standorte; Gedacht ist das vor allem für Standorte ohne vorhandenen Empfänger; Voraussetzung sind freie Sicht zum Himmel, Netzstrom und ein kabelgebundener Internetanschluss. Die Einrichtung erklärt PiAware einrichten, den Dienst selbst die FlightAware-Anleitung.
Kennzeichen für dein Logbuch
Die Registrierung eines Linienflugs fehlt in vielen freien Ansichten. Mit dem Enterprise-Konto siehst du sie bei FlightAware direkt – praktisch, wenn du nach einem Spotting-Tag Fotos ohne lesbares Kennzeichen zuordnen willst.
AirNav Radar (früher RadarBox): das Business-Konto
Der Dienst, den viele noch als RadarBox kennen, firmiert heute als AirNav Radar. Feeder bekommen laut FAQ als Dankeschön ein kostenloses Business-Konto. Das Upgrade passiert automatisch innerhalb von 24 Stunden, nachdem die ersten Daten angekommen sind; klappt das nicht, hilft der Support. Gültig ist das Konto, solange deine Station an AirNav Radar liefert. Als Software dient RBFeeder, das sich an einen vorhandenen dump1090-Dekoder anhängen lässt.
Spannend ist das Hardware-Programm: Für Regionen mit schwacher Abdeckung vergibt AirNav Radar Empfänger kostenlos. Die Bedingungen laut FAQ:
- zufriedenstellender Empfang mit möglichst freier Rundumsicht zum Himmel,
- Start des Feedens innerhalb einer Woche nach Lieferung,
- Betrieb rund um die Uhr,
- Rücksendung über AirNav Radar, wenn du die Station nicht mehr betreiben kannst.
Wer keinen Dauerbetrieb garantieren kann, findet bei AirNav Radar mit dem kleinen Flight-Stick eine günstige Einstiegslösung, die mit der kurzen Beigabe-Antenne nur begrenzte Reichweite hat. Ein Detail für Bastler: Fertige Empfänger eines Dienstes lassen sich nicht immer problemlos für andere Netze mitnutzen. Wer mehrere Netze beliefern will, baut besser auf einen offenen SDR-Stick. Was der Dienst sonst kann, zeigen RadarBox erklärt und AirNav RadarBox nutzen.
Mehr als Daten: Alarm, wenn deine Wunschmaschine kommt
Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery aus deiner Liste im Anflug ist oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Plane Finder: Share Code und Empfänger-Programm
Plane Finder stammt vom britischen Unternehmen Pinkfroot aus Southampton und ist seit 2009 am Markt. Datenlieferanten nutzen den Plane Finder ADS-B Client, der unter Linux, macOS und Windows läuft und neben ADS-B auch MLAT unterstützt. Deine Station verknüpfst du über einen Share Code, den du in deinem Konto auf planefinder.net in der Empfängerverwaltung findest oder anforderst.
Als Gegenleistung verspricht Plane Finder auf seinen Hilfeseiten kostenlosen Zugang zu Plane Finder Premium auf allen Plattformen und Geräten. Dazu kommen Ranglisten, auf denen du die Leistung deiner Station national und international vergleichst. Je nach Abdeckung in deiner Gegend stellt Plane Finder außerdem die nötige Empfänger-Hardware kostenlos bereit – im Tausch gegen deine Flugdaten.
Ob das Premium-Paket aktiv ist, siehst du in deinem Konto, sobald dein Empfänger eingetragen ist und liefert. Einen Überblick über App, Karte und Funktionen gibt Plane Finder im Überblick.
Community-Netze: kein Abo, aber offene Daten
ADS-B Exchange und die Community-Netze adsb.fi, adsb.lol und airplanes.live spielen nach anderen Regeln. Hier gibt es kein Premium-Abo als Tauschware. Dafür zeigen diese Dienste die Daten weitgehend ungefiltert – also auch Flugzeuge, die bei kommerziellen Anbietern ausgeblendet sind. Bei ADS-B Exchange installierst du optional ein Stats-Paket, das dir eine Online-Karte nur mit den Empfängen deiner eigenen Antenne liefert. Und du verbesserst die Abdeckung genau dort, wo du wohnst und spottest. Alles Weitere steht in ADS-B Exchange erklärt, ADS-B Exchange und Community-Netzwerke feeden und Ungefilterte Community-Tracker im Vergleich. Auch das OpenSky Network nimmt Daten von Freiwilligen an, mit Schwerpunkt auf Forschung.
Alle Gegenleistungen im Vergleich
| Dienst | Feeder-Software | Gegenleistung | Bedingung | Gratis-Hardware |
|---|---|---|---|---|
| Flightradar24 | fr24feed | Contributor Plan (früher Business-Abo) | Empfänger online und teilt aktiv | Empfänger-Sets für ausgewählte Gastgeber |
| FlightAware | PiAware | Enterprise-Konto, laut Anbieter 99,95 $/Monat wert | Daten teilen, Freischaltung automatisch | FlightFeeder für geeignete Standorte |
| AirNav Radar (RadarBox) | RBFeeder | Business-Konto | so lange die Station liefert, Upgrade binnen 24 Stunden | Empfänger für Regionen mit schwacher Abdeckung |
| Plane Finder | Plane Finder ADS-B Client | Plane Finder Premium auf allen Plattformen, Ranglisten | Station per Share Code eingetragen | Empfänger je nach Abdeckung |
| ADS-B Exchange & Community | eigene Feeder-Skripte | kein Abo, Stats-Karte und offene Daten | – | – |
Stand: Oktober 2026. Die Anbieter ändern Bezeichnungen und Leistungsumfang ihrer Pakete von Zeit zu Zeit, deshalb lohnt vor einer Entscheidung immer ein Blick auf die aktuellen Bedingungen.
Was für das Feeden spricht
- Mehrere Premium-Konten mit einer einzigen Station
- Lange Flughistorie zum Zuordnen deiner Fotos
- Eigene Live-Daten rund um deinen Hausflughafen
- Du verbesserst MLAT und Abdeckung für alle
Was du einplanen musst
- Einmalige Hardwarekosten und etwas Bastelzeit
- Strom für den Dauerbetrieb
- Konten fallen weg, wenn die Station dauerhaft offline geht
- Umfang der Pakete legt allein der Anbieter fest
So sammelst du alle Gratis-Konten mit einem Empfänger
Der Schlüssel ist ein gemeinsamer Dekoder. Programme wie dump1090 oder readsb lesen die Signale des SDR-Sticks einmal aus und stellen sie im Netzwerk bereit. Die Feeder-Programme der Dienste greifen dann alle auf diesen Datenstrom zu, statt sich um den Stick zu streiten.
1. Basis aufbauen
Raspberry Pi, SDR-Stick und eine gute 1090-MHz-Antenne. Welcher Stick passt, zeigt der Vergleich der SDR-Sticks.
2. Dekoder installieren
PiAware bringt seinen Dekoder mit, alternativ setzt du auf readsb mit tar1090-Karte.
3. Feeder anhängen
fr24feed, RBFeeder und den Plane Finder Client nacheinander installieren und jeweils an den laufenden Dekoder andocken.
4. MLAT sauber verteilen
Flightradar24 rät, MLAT in fr24feed abzuschalten, sobald du auch andere Netze belieferst. Bei den übrigen Diensten bleibt MLAT aktiv.
5. Konten verknüpfen
Sharing Key, Share Code und Konto-Zuordnung prüfen – erst dann schalten die Dienste die Feeder-Vorteile frei.
Wer es aufgeräumt mag, packt alles in Container: Mehrere Netzwerke gleichzeitig feeden mit Ultrafeeder zeigt den Weg mit Docker. Die Software-Seite der einzelnen Dienste vergleicht ADS-B-Feeder-Programme im Vergleich, eine schlanke Dekoder-Basis beschreibt readsb und tar1090 installieren. Für die Hardware helfen SDR-Sticks für ADS-B im Vergleich und 1090-MHz-Antenne selber bauen.
Nicht jede Hardware ist offen
Fertige Empfänger eines Dienstes sind oft auf dessen Netz zugeschnitten. Nicht jedes Gerät lässt sich ohne Weiteres mit den Feeder-Programmen anderer Dienste kombinieren. Wer mehrere Gratis-Konten will, fährt mit einem eigenen SDR-Stick am flexibelsten.
Reichweite zahlt sich doppelt aus
Für die Freischaltung der Konten zählt vor allem, dass deine Station überhaupt dauerhaft liefert. Für den Nutzen – deinen und den der Netze – zählt die Reichweite. Eine Antenne hoch und frei montiert, kurze Kabel, ein Filter gegen Mobilfunkstörungen: All das bringt mehr Flugzeuge, mehr MLAT-Partner und bessere Statistiken. Konkrete Tipps findest du in ADS-B-Reichweite steigern, Den besten Antennenstandort finden und Empfangsleistung messen. Hängt die Technik draußen, hilft ADS-B-Empfänger im Freien betreiben.
Ob Empfang und Weitergabe der Daten in deinem Land erlaubt sind, fasst Ist der Empfang und das Teilen von ADS-B-Daten erlaubt? zusammen.
Holst du alles aus deiner Station heraus?
- Mein Empfänger läuft rund um die Uhr mit stabilem Internet.
- Ein gemeinsamer Dekoder verteilt die Daten an alle Feeder.
- fr24feed ist eingerichtet und mein Flightradar24-Konto zeigt die Station.
- PiAware liefert und das Enterprise-Konto bei FlightAware ist aktiv.
- RBFeeder liefert an AirNav Radar, das Business-Konto ist freigeschaltet.
- Der Plane Finder Client läuft und die Station ist per Share Code im Konto eingetragen.
- MLAT ist sauber verteilt und meine Antennenposition stimmt.
Was der Spotter am Zaun davon hat
Die Premium-Konten sind kein Selbstzweck. Mit langer Historie ordnest du Fotos auch Wochen später noch der richtigen Maschine zu – wie das systematisch geht, steht in Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen und Vergangene Flüge eines Flugzeugs nachschlagen. Unbegrenzte Alerts und Kennzeichen zu Linienflügen helfen dir, gezielt auf eine Maschine zu warten; einen Überblick über die Alarmsysteme gibt Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten.
Am meisten bringt eine Station in Flughafennähe, etwa rund um den Flughafen München oder den Flughafen Hamburg. Dort hörst du auch Endanflüge und Bodenverkehr. Am Besucherhügel München oder am Affenfelsen in Hamburg nutzt du dann die werbefreie Karte deines Feeder-Kontos, um den nächsten spannenden Anflug abzupassen. Und wenn ein Flugzeug trotz Station nicht auftaucht, erklärt Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint die üblichen Gründe.
Vom Radar zum Foto
Planetrack zeigt dir auf der Spot-Karte Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos, dazu Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – und mit dem Sonnenstand-Planer stehst du zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Feeden ist einer der wenigen Fälle, in denen ein Hobby sich selbst bezahlt. Flightradar24 belohnt aktive Stationen mit dem Contributor Plan, FlightAware mit dem Enterprise-Konto, AirNav Radar mit dem Business-Konto und Plane Finder mit Premium. Die Bedingungen ähneln sich: Die Station muss dauerhaft liefern, und den Umfang bestimmt der Anbieter. Mit einem gemeinsamen Dekoder belieferst du alle Netze parallel und nutzt die Vorteile gebündelt – plus die offenen Daten der Community-Netze obendrauf.
Kurzfazit
Eine Station, mehrere Premium-Konten: Flightradar24 (Contributor Plan), FlightAware (Enterprise) und AirNav Radar (Business) belohnen Feeder, solange die Daten fließen. Plane Finder schaltet nach der Verknüpfung per Share Code Premium frei. Baue auf einen offenen SDR-Stick mit gemeinsamem Dekoder, verteile MLAT sauber – und hol dir alle Gegenleistungen mit derselben Hardware.
Zusammenfassung
- Kommerzielle Flugradar-Dienste bauen ihre Bodenstationsnetze zu einem großen Teil mit Freiwilligen auf und revanchieren sich mit Premium-Konten.
- Alle Feeder-Konten sind an den laufenden Datenfluss gekoppelt: Geht die Station dauerhaft offline, fällt das Konto auf die Gratis-Stufe zurück.
- Für Standorte mit wenig Abdeckung vergeben Flightradar24, FlightAware, AirNav Radar und Plane Finder sogar Empfänger-Hardware, verbunden mit Auflagen wie Dauerbetrieb.
- Community-Netze wie ADS-B Exchange tauschen keine Premium-Abos, bieten dafür aber ungefilterte Daten und Statistiken zur eigenen Station.
Häufige Fragen
Welcher Dienst bietet Feedern das beste Gratis-Abo?
Das hängt davon ab, was du nutzt. Bei FlightAware ist das Enterprise-Konto stark für Flughistorie, Alerts und Kennzeichen zu Linienflügen. Bei Flightradar24 lockt die bekannte Live-Karte. AirNav Radar gibt Feedern das Business-Konto, Plane Finder sein Premium-Paket. Da ein Empfänger alle Dienste parallel beliefern kann, musst du dich nicht entscheiden.
Wie lange gilt das kostenlose Feeder-Konto?
Bei allen großen Diensten ist das Konto an den Datenfluss gebunden. Flightradar24 nennt als Bedingung, dass der Empfänger online ist und aktiv teilt, AirNav Radar spricht von einem Konto, das so lange gilt, wie der Feeder Daten liefert. Kurze Ausfälle sind meist unkritisch, eine dauerhaft abgeschaltete Station kostet dich das Premium-Konto.
Kann ich mit einem Empfänger mehrere Gratis-Abos bekommen?
Ja. Ein Dekoder wie dump1090 oder readsb liest die Signale einmal aus, die Feeder-Programme der einzelnen Dienste greifen alle auf denselben Datenstrom zu. Wichtig ist nur, MLAT sauber zu verteilen – Flightradar24 empfiehlt etwa, MLAT in fr24feed abzuschalten, sobald du auch an andere Netzwerke lieferst.
Bekomme ich auch einen kostenlosen Empfänger?
Unter Umständen. Flightradar24 verschickt Empfänger-Sets an ausgewählte Gastgeber, FlightAware vergibt FlightFeeder-Geräte an geeignete Standorte, AirNav Radar betreibt ein Programm für Regionen mit schwacher Abdeckung, und Plane Finder bietet je nach Abdeckung ebenfalls Empfänger im Tausch gegen Daten an. Dafür brauchst du meist freie Sicht zum Himmel, Strom, Internet und die Zusage zum Dauerbetrieb. In dicht abgedeckten Gegenden wie rund um große deutsche Flughäfen ist die Chance geringer.
Bekommt man bei ADS-B Exchange ein Abo?
Nein, ADS-B Exchange und die Community-Netze wie adsb.fi, adsb.lol und airplanes.live arbeiten nicht mit Premium-Abos als Gegenleistung. Dafür sind die Daten ungefiltert, und bei ADS-B Exchange bekommst du mit dem Stats-Paket eine Karte, die nur die Empfänge deiner eigenen Antenne zeigt.
Darf ich die Feeder-Konten kommerziell nutzen?
Die Gratis-Konten sind als Dankeschön für private Datenlieferanten gedacht. Welche Nutzung erlaubt ist, regeln die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Dienstes. Für eine geschäftliche Verwendung der Daten führst du am besten vorher ein Gespräch mit dem Anbieter.
Lohnt sich eine Station, nur um Abos zu sparen?
Rechnerisch oft ja, wenn du sonst ein oder mehrere Premium-Abos bezahlen würdest. Hardware für eine PiAware-Station beziffert FlightAware auf rund 100 US-Dollar beziehungsweise 80 Euro, dazu kommt der Strom für den Dauerbetrieb. Den größten Mehrwert hast du aber, wenn dich Technik und eigene Live-Daten rund um deinen Hausflughafen ohnehin reizen.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
FlughafenFlughafen Hamburg
Mitten in der Stadt, seit 1911 am selben Ort und mit zwei Pisten, die sich kreuzen: Hamburg ist kein Drehkreuz, aber ein Flughafen mit viel Europaverkehr, Emirates-Langstrecke, Lufthansa Technik nebenan – und dem Affenfelsen als bekanntestem Spotterpunkt.
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