Das Wichtigste in Kürze
- Vier Wege zur Station: Selbstbau aus Einzelteilen, Komplett-Kit zum Zusammenstecken, fertig konfiguriertes Gerät oder Gratis-Hardware über ein Host-Programm eines Flugradar-Dienstes.
- Fertig kostet mehr: FlightAware nennt für den Selbstbau rund 80 Euro Teilekosten, das vorkonfigurierte FlightFeeder Pro listet der Hersteller-Shop mit 199,99 US-Dollar.
- Profi-Geräte arbeiten ohne PC: Empfänger wie Air!Squitter oder Radarcape von Jetvision bringen Dekoder, Weboberfläche und Feeder für mehrere Netzwerke direkt mit.
- Die Antenne bleibt dein Job: Auch das teuerste Fertiggerät hört nur so weit, wie der Antennenstandort es zulässt.
- Gratis gibt es nur mit Glück: FlightAware stellt FlightFeeder an ausgewählten Standorten kostenlos bereit und bevorzugt derzeit Flughäfen und FBOs.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort: Kaufen geht, kostet aber mehr
- 2.Alle Wege im Überblick
- 3.Weg 1: Selbstbau – die Referenz zum Vergleich
- 4.Weg 2: Einzelteile von der Stange – der Mittelweg
- 5.Weg 3: Vorkonfigurierte Geräte – auspacken, anschließen, fertig
- 6.Weg 4: Gratis-Hardware über Host-Programme
- 7.Was du bei jedem Kauf bekommst – und was nicht
- 8.Welcher Weg passt zu dir?
- 9.Darauf solltest du beim Kauf achten
- 10.Nach dem Kauf: So holst du mehr aus deiner Station
- 11.Fazit
Ein eigener ADS-B-Empfänger ist ein tolles Projekt, aber nicht jeder hat Lust, Speicherkarten zu flashen, Pakete zu installieren und Logdateien zu lesen. Die gute Nachricht: Du musst nicht basteln. Es gibt fertige ADS-B-Empfänger, Komplett-Kits zum Zusammenstecken und für ausgewählte Standorte sogar Gratis-Hardware. In diesem Guide siehst du, welche Wege es gibt, was sie ungefähr kosten, wo die Unterschiede liegen und für wen sich welcher Weg lohnt.
Vom Radarpunkt zur echten Sichtung
Dein Empfänger zeigt dir, was über dir fliegt. In Planetrack postest du, was du wirklich vor der Linse hattest – mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die kurze Antwort: Kaufen geht, kostet aber mehr
Ein ADS-B-Empfänger besteht immer aus denselben Bausteinen: Antenne, Empfangsteil für 1090 MHz, ein Rechner mit Dekoder-Software und meist eine Feeder-Software, die die Daten an Flugradar-Netzwerke schickt. Wie das technisch funktioniert, erklärt der Grundlagen-Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.
Beim Selbstbau kaufst du diese Teile einzeln und richtest die Software selbst ein. FlightAware beziffert die Teilekosten dafür auf rund 100 US-Dollar beziehungsweise 80 Euro und rechnet mit etwa zwei Stunden Aufbauzeit. Beim Kauf zahlst du für Bequemlichkeit: Die Software ist vorinstalliert, die Teile passen zusammen, und im Idealfall steckst du nur noch Kabel ein. Je nach Lösung liegt der Preis dann beim Doppelten oder deutlich darüber.
Alle Preise in diesem Artikel haben wir im Oktober 2026 auf den Seiten der Hersteller und Händler geprüft. Sie können sich jederzeit ändern, und einzelne Produkte waren zum Zeitpunkt der Prüfung als ausverkauft markiert.
Alle Wege im Überblick
| Weg | Was du bekommst | Aufwand | Kosten (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| Selbstbau aus Einzelteilen | Raspberry Pi, SDR-Stick, Antenne, Software selbst eingerichtet | Mittel, etwa zwei Stunden | rund 80 € laut FlightAware |
| Komplett-Kit | Alle Teile aus einer Hand, Zusammenbau und Einrichtung durch dich | Mittel | abhängig vom Händler |
| Vorkonfiguriertes Gerät | Fertig montiert, Speicherkarte vorinstalliert | Gering: anschließen, registrieren | ab 199,99 $ (FlightFeeder Pro) |
| Stand-alone-Empfänger | Eigenes Gerät ohne Raspberry Pi, Feeder eingebaut | Gering | Preise im Jetvision-Webshop |
| Host-Programm | Gerät, Antenne und Kabel gestellt | Gering, aber Bewerbung nötig | kostenlos, nur nach Auswahl |
Weg 1: Selbstbau – die Referenz zum Vergleich
Damit du die Preise der Fertiggeräte einordnen kannst, lohnt ein kurzer Blick auf den Selbstbau. Du brauchst einen Raspberry Pi mit Netzteil und Speicherkarte, einen SDR-Stick für 1090 MHz und eine Antenne. Die Software holst du dir als fertiges Image, etwa PiAware von FlightAware. Wer schon einen Raspberry Pi besitzt, kann PiAware laut FlightAware sogar in weniger als fünf Minuten nachinstallieren.
Die komplette Anleitung mit Teileliste, Antennentipps und Schritt-für-Schritt-Einrichtung findest du im Guide ADS-B-Empfänger selber bauen. Wer ohne Raspberry Pi starten will, etwa mit einem alten Laptop oder Mini-PC, findet Alternativen im Artikel ADS-B-Empfang ohne Raspberry Pi.
Weg 2: Einzelteile von der Stange – der Mittelweg
Zwischen Selbstbau und Fertiggerät liegt ein pragmatischer Mittelweg: Du kaufst die kritischen Teile als abgestimmte Markenprodukte und sparst dir so die Recherche, welcher Stick mit welcher Antenne harmoniert. FlightAware verkauft dafür im eigenen US-Shop und über Händler wie The Pi Hut passendes Zubehör.
| Produkt | Was es ist | Preis FlightAware-Shop (USD) | Preis The Pi Hut (GBP) |
|---|---|---|---|
| Pro Stick | USB-SDR mit 19-dB-Verstärker, ohne Filter | 36,99 $ | 45,30 £ |
| Pro Stick Plus | wie Pro Stick, zusätzlich 1090-MHz-Bandpassfilter | 45,99 $ | 52,50 £ |
| 1090-MHz-Antenne | Außenantenne von FlightAware | 49,99 $ | – |
| 60-cm-Antenne für 1090 MHz | Außenantenne im Pi-Hut-Sortiment | – | 24,90 £ |
| 1090-MHz-Bandpassfilter | Filter mit SMA-Anschlüssen | – | 25,90 £ |
| Dualband-Filter 978/1090 MHz | Filter für beide ADS-B-Frequenzen | 29,25 $ | 35,90 £ |
Stand: Oktober 2026, Preise ohne Versand. Für den Betrieb in Europa reicht ein Filter für 1090 MHz, denn 978 MHz (UAT) spielt nur in den USA eine Rolle.
Pro Stick oder Pro Stick Plus?
Beide Sticks basieren auf dem verbreiteten R820T2-Tuner und haben einen eingebauten Verstärker mit 19 dB und 0,4 dB Rauschzahl. FlightAware nennt für den Pro Stick eine Reichweitensteigerung von 20 bis 100 Prozent gegenüber herkömmlichen RTL-SDR-Sticks. Der Pro Stick Plus filtert zusätzlich alles außerhalb von 1075 bis 1105 MHz heraus. Das hilft in der Stadt und nahe an Mobilfunkmasten, kostet auf dem Land aber etwas Signal – FlightAware rät dort eher davon ab. Einen ausführlichen Vergleich weiterer Sticks liest du unter SDR-Sticks für ADS-B im Vergleich, Hintergründe zu Verstärkern und Filtern unter ADS-B-Reichweite steigern.
Laut The Pi Hut passt der Stick zum Raspberry Pi 5
Der Händler listet den Pro Stick Plus als kompatibel mit Raspberry Pi 3B, 4B und 5. Prüf trotzdem vor dem Kauf, welche Pi-Modelle das Software-Image deines Wunschdienstes aktuell unterstützt.
Weg 3: Vorkonfigurierte Geräte – auspacken, anschließen, fertig
FlightAware FlightFeeder Pro
Das bekannteste Fertiggerät für Einsteiger kommt von FlightAware selbst. Das FlightFeeder Pro für 1090 MHz listet der Hersteller-Shop mit 199,99 US-Dollar, eine Variante für 978 MHz (UAT) mit 219,99 US-Dollar – die ist für Europa aber uninteressant.
Im Karton steckt laut FlightAware:
- ein Raspberry Pi 3 B+ als Rechner im eigenen FlightFeeder-Gehäuse
- ein 3,5-Zoll-Display von Waveshare (Touchscreen)
- eine bereits bespielte microSD-Karte
- ein Pro Stick Plus als Empfänger
- ein Netzteil mit Micro-USB
- ein USB-Verlängerungskabel, damit der Stick außerhalb des Gehäuses sitzt
- eine Innenantenne mit fest angeschlossenem Kabel von rund neun Fuß, also knapp drei Metern
Optional bietet FlightAware eine Innen-/Außenantenne mit verschiedenen Kabellängen an, die die mitgelieferte Innenantenne ersetzt. Das Gerät hat WLAN und Ethernet. Für die Einrichtung schließt du die Kabel an, schaltest ein und verknüpfst den Empfänger mit deinem Konto – Bauen und Flashen entfallen. FlightAware stellt klar, dass dir das Gerät gehört und du es nutzen kannst, wie du willst. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 250 nautischen Meilen an, was rund 460 Kilometern entspricht – das gilt aber nur bei entsprechend gutem Antennenstandort.
Daneben gibt es das FlightFeeder Basic als Bausatz auf Basis eines Raspberry Pi Zero W, nur mit WLAN und ohne Display. Hier flashst du die Karte selbst und richtest alles ein, FlightAware weist ausdrücklich darauf hin, dass dafür etwas Know-how nötig ist. Einen Preis haben wir dafür auf der Shopseite nicht gefunden.
Import aus den USA
Der FlightAware-Shop ist auf den US-Markt ausgerichtet. Bei Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern können Versandkosten, Einfuhrumsatzsteuer und Gebühren des Paketdienstes dazukommen. Rechne das vor dem Kauf durch und prüf, ob ein europäischer Händler das gleiche Produkt führt.
Jetvision Air!Squitter
Einen anderen Ansatz verfolgt Jetvision, eine Marke der Günter Köllner Embedded Development GmbH. Der Air!Squitter ist als Ersatz für SDR-Stick-Lösungen gedacht – für alle, denen Bastelaufbauten zu kompliziert oder zu instabil sind. Er arbeitet ohne separaten Rechner und ist für den unbeaufsichtigten Dauerbetrieb ausgelegt.
Was der Hersteller beschreibt:
- OLED-Display, WLAN, LAN, USB und ein eigener WLAN-Access-Point
- eingebauter Webserver mit Karte, Flugzeugliste, Filtern und Statusseiten, nutzbar von mehreren Geräten
- eingebaute Feeder für Flightradar24, FlightAware, Planeplotter und das OpenSky Network, jeweils mit deinem bestehenden Konto
- MLAT standardmäßig über das Jetvision-Netzwerk, damit auch Flugzeuge ohne ADS-B-Position auftauchen
- eine M.2-Schnittstelle für Erweiterungen, etwa ein Mobilfunkmodem
Es gibt zwei Versionen: Air!Squitter Basic ohne und Air!Squitter FLARM mit FLARM-Empfang über das Open Glider Network. Die FLARM-Variante ist spannend, wenn bei dir viele Segelflieger und Kleinflugzeuge unterwegs sind – Hintergründe dazu im Artikel FLARM und Open Glider Network. Preise nennt die Produktseite nicht, sie stehen im Webshop des Herstellers.
Jetvision Radarcape
Eine Klasse darüber spielt der Radarcape. Jetvision positioniert ihn für professionelle und gewerbliche Anwendungen. Er empfängt Mode-A/C-, Mode-S- und ADS-B-Rohdaten mit einer Empfindlichkeit bis −93 dBm und hat eine GPS-synchronisierte Uhr, die Zeitstempel auf 50 Nanosekunden genau liefert. Je nach Variante gibt es einen zweiten Antenneneingang, einen Eingang für eine externe Zeitreferenz oder eine Version mit hohem Dynamikbereich für sehr starke Signale in Flughafennähe.
Die Reichweite gibt Jetvision mit bis zu rund 450 Kilometern bei Sichtverbindung und gut platzierter Antenne an. Die Daten stehen im Browser bereit und lassen sich in vielen Formaten ausgeben. Feeder für FlightAware, Flightradar24 und OpenSky sind eingebaut. Für die meisten Hobby-Spotter ist das Gerät überdimensioniert – wer aber eine Station am Vereinsheim oder für einen Flugplatz plant, sollte es kennen.
Dein Empfänger hört, Planetrack meldet sich
Setz Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries auf deine Liste – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug oder Landung an deinem Flughafen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Weg 4: Gratis-Hardware über Host-Programme
Die Flugradar-Dienste leben von Abdeckung. Deshalb stellen manche von ihnen an Orten, an denen ihnen Daten fehlen, die Hardware selbst. Am klarsten dokumentiert ist das FlightFeeder-Programm von FlightAware: Der Dienst liefert Empfänger, Antenne und Antennenkabel kostenlos und übernimmt den Versand.
Die Bedingungen in Kürze:
- Du stellst eine Anfrage mit deinem Standort, FlightAware prüft sie unter anderem nach Lage. Nicht jede Anfrage wird angenommen.
- Derzeit werden Flughäfen und FBOs bevorzugt. Wer nicht ausgewählt wird, bleibt laut FlightAware für später vorgemerkt.
- Du brauchst einen Antennenplatz im Freien mit freier Sicht zum Himmel sowie Strom und Internet für das Gerät im Haus.
- Als Host bekommst du ein kostenloses Enterprise-Konto, eine lokale Karte (SkyAware) und Statistiken zu deiner Station.
- Anders als das gekaufte FlightFeeder Pro bleibt ein gestellter FlightFeeder Eigentum von FlightAware.
Realistisch betrachtet: In dicht abgedeckten Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet rund um den Flughafen Frankfurt sind die Chancen gering. Spannend ist das Programm eher für abgelegene Gegenden, Inseln oder kleine Flugplätze. Auch andere Netzwerke haben vergleichbare Angebote gemacht; Details und Verfügbarkeit ändern sich aber, deshalb lohnt der Blick direkt auf die Seiten der Dienste.
Was du bei jedem Kauf bekommst – und was nicht
Egal ob Fertiggerät oder Bausatz: Die Gegenleistungen der Netzwerke hängen am Feeden, nicht an der gekauften Hardware. FlightAware vergibt an Datenlieferanten ein kostenloses Enterprise-Konto mit unter anderem acht Monaten Flughistorie, unbegrenzten Alarmen und Kennzeichen zu Airline-Flügen. AirNav Radar wirbt mit einem Business-Konto für Feeder. Welcher Dienst was genau bietet, vergleicht der Artikel Was Feeder als Gegenleistung bekommen.
Ein Fertiggerät nimmt dir dagegen zwei Dinge nicht ab:
- Den Antennenstandort. Eine Innenantenne am Fenster liefert erste Ergebnisse, aber die große Reichweite kommt erst mit freier Rundumsicht auf dem Dach oder am Mast. Tipps dazu im Guide Den besten Antennenstandort finden. Wer handwerklich doch etwas Spaß haben will, kann die Antenne auch selbst bauen – siehe 1090-MHz-Antenne selber bauen.
- Die Wahl der Netzwerke. Vorkonfigurierte Geräte sind oft auf einen Dienst zugeschnitten. Wer mehrere Netzwerke gleichzeitig beliefern will, landet meist doch bei einer eigenen Software-Zusammenstellung, etwa mit Docker und Ultrafeeder. Die Jetvision-Geräte sind hier die Ausnahme, weil sie mehrere Feeder eingebaut haben.
Fertiggerät kaufen
- Kein Flashen, keine Paketinstallation, kein Linux nötig
- Abgestimmte Komponenten aus einer Hand
- Ein Ansprechpartner bei Problemen
- Stand-alone-Geräte laufen ohne separaten Rechner
Nachteile gegenüber dem Selbstbau
- Deutlich höherer Preis, beim Import oft noch mehr
- Weniger Freiheit bei Software und Netzwerken
- Ältere Rechner-Hardware im Gerät möglich
- Lieferbarkeit schwankt, einzelne Modelle zeitweise ausverkauft
Welcher Weg passt zu dir?
Kaufen, Kit oder Selbstbau?
Selbstbau oder Einzelteile von der Stange
Kauf einen bewährten Stick und eine 1090-MHz-Antenne, nimm einen vorhandenen Raspberry Pi und spiel ein Feeder-Image auf. Das ist die günstigste und flexibelste Lösung.
Vorkonfiguriertes Gerät
Ein Gerät wie das FlightFeeder Pro nimmt dir die Einrichtung ab. Investiere das Gesparte an Zeit in einen guten Antennenplatz.
Stand-alone-Empfänger
Air!Squitter oder Radarcape laufen ohne PC, liefern an mehrere Netzwerke und sind für den Dauerbetrieb gebaut. Prüf zusätzlich, ob dein Standort für ein Host-Programm infrage kommt.
Darauf solltest du beim Kauf achten
- Frequenz: In Europa zählt nur 1090 MHz. Geräte oder Filter für 978 MHz (UAT) brauchst du hier nicht.
- Filter ja oder nein: In der Stadt oder nahe an Sendemasten ist ein Empfänger mit Filter sinnvoll, auf dem Land oft nicht.
- Antennenanschluss und Kabel: Achte darauf, dass Stecker und Kabel zu deiner geplanten Antenne passen, und halte das Kabel so kurz wie möglich. Für den Außeneinsatz lohnt der Artikel ADS-B-Empfänger im Freien betreiben.
- Rechner im Gerät: Prüf, welches Pi-Modell verbaut ist und ob es spätere Software-Updates gut mitmacht.
- Gesamtkosten: Rechne Versand, Einfuhrabgaben, Außenantenne und Zubehör wie Überspannungsschutz mit ein.
- Rechtliches: Ein Empfänger sendet nichts, er hört nur. Was beim Empfangen und Teilen der Daten zu beachten ist, steht unter ADS-B-Daten empfangen: die Rechtslage.
Bist du bereit für den Kauf?
- Ich weiß, ob ich selbst bauen, ein Kit nehmen oder fertig kaufen will.
- Ich habe einen Antennenplatz mit möglichst freier Sicht zum Himmel.
- Ich weiß, ob bei mir viele Störsender in der Nähe sind und ich einen Filter brauche.
- Ich habe die Gesamtkosten inklusive Versand und Einfuhrabgaben überschlagen.
- Ich weiß, an welche Netzwerke ich meine Daten liefern will.
- Strom und Internet sind am geplanten Standort vorhanden.
Nach dem Kauf: So holst du mehr aus deiner Station
Ist der Empfänger in Betrieb, trag Position und Antennenhöhe beim Dienst ein, damit deine Station an der Multilateration teilnimmt. Ob die Reichweite stimmt, siehst du mit Auswertungen wie in Empfangsleistung messen mit graphs1090. Die Feeder-Programme der verschiedenen Netzwerke vergleicht der Artikel ADS-B-Feeder-Programme im Vergleich, konkrete Anleitungen gibt es für FlightAware, den Flightradar24-Feeder und AirNav RadarBox.
Für den Spotter-Alltag bringt dir die eigene Station vor allem eines: Du siehst früh, was sich deinem Hausflughafen nähert – ob am Besucherhügel in München oder an der Aussichtsplattform Zeppelinheim. Warum die Betriebsrichtung dabei so wichtig ist, erklärt Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Aus Daten werden Sammlerstücke
Poste deine Sichtungen mit Flugzeugdaten, sammle Kennzeichen in deinem Hangar mit Wunschliste und finde auf der Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht den passenden Platz für den nächsten Anflug. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Einen ADS-B-Empfänger zu kaufen statt zu bauen ist eine ehrliche Option, wenn dir Zeit und Nerven wichtiger sind als der letzte gesparte Euro. Der Selbstbau bleibt mit rund 80 Euro Teilekosten die günstigste und flexibelste Lösung. Abgestimmte Einzelteile wie Pro Stick und Markenantenne nehmen dir die Recherche ab, vorkonfigurierte Geräte wie das FlightFeeder Pro sparen das Flashen und Einrichten. Stand-alone-Empfänger von Jetvision laufen ganz ohne Rechner und beliefern mehrere Netzwerke direkt – die aktuellen Preise findest du im Webshop des Herstellers. Und wer an einem schlecht abgedeckten Ort wohnt, sollte sich zuerst für ein Host-Programm bewerben.
Kurzfazit
Bastelfreude vorhanden? Dann selbst bauen. Keine Lust auf Linux? Dann ein vorkonfiguriertes Gerät. Dauerbetrieb am Verein oder Flugplatz? Dann ein Stand-alone-Empfänger. In jedem Fall gilt: Das meiste Geld bringt nichts, wenn die Antenne hinter Beton und Glas sitzt.
Zusammenfassung
- Wer nicht basteln will, kann einen ADS-B-Empfänger auch fertig kaufen: als vorkonfiguriertes Gerät, als Komplett-Kit oder als Stand-alone-Empfänger ohne Raspberry Pi.
- Die günstigste Fertiglösung im Hersteller-Shop von FlightAware ist das FlightFeeder Pro, das mit vorinstallierter Speicherkarte, Pro Stick Plus, Display und Innenantenne kommt.
- Jetvision bietet mit Air!Squitter und Radarcape eigenständige Empfänger, die ohne SDR-Stick und ohne separaten Rechner laufen und mehrere Netzwerke direkt beliefern.
- Für alle Varianten gilt: Preise schwanken, Lieferbarkeit wechselt und beim Import aus Nicht-EU-Ländern können zusätzliche Kosten anfallen.
Häufige Fragen
Gibt es fertige ADS-B-Empfänger zu kaufen?
Ja. FlightAware verkauft im eigenen Shop das FlightFeeder Pro, einen vorkonfigurierten Empfänger auf Basis eines Raspberry Pi 3 B+ mit Pro Stick Plus, Display und Innenantenne. Jetvision bietet mit Air!Squitter und Radarcape eigenständige Empfänger an, die ohne separaten Rechner arbeiten.
Was kostet ein fertiger ADS-B-Empfänger?
Das FlightFeeder Pro für 1090 MHz listet FlightAware mit 199,99 US-Dollar, ohne Versand und eventuelle Einfuhrabgaben. Zum Vergleich nennt FlightAware für den Selbstbau mit Raspberry Pi rund 100 US-Dollar beziehungsweise 80 Euro. Für die Jetvision-Geräte haben wir auf den Produktseiten keine Preise gefunden, sie liegen im Webshop des Herstellers.
Kann ich einen ADS-B-Empfänger kostenlos bekommen?
Unter Umständen. FlightAware stellt im FlightFeeder-Programm Empfänger, Antenne und Kabel kostenlos inklusive Versand bereit. Du kannst eine Anfrage stellen, FlightAware wählt aber unter anderem nach Standort aus und bevorzugt derzeit Flughäfen und FBOs. Du brauchst Strom, Internet und einen Antennenplatz mit freier Sicht zum Himmel. Die gestellten Geräte bleiben Eigentum von FlightAware.
Was ist der Unterschied zwischen Pro Stick und Pro Stick Plus?
Beide sind USB-Empfänger mit R820T2-Chip und eingebautem Verstärker mit 19 dB. Der Pro Stick Plus hat zusätzlich einen 1090-MHz-Bandpassfilter, der Signale außerhalb von 1075 bis 1105 MHz dämpft. FlightAware empfiehlt ihn für Städte und Standorte nahe starker Sender, auf dem Land eher die Variante ohne Filter.
Reicht ein Fertiggerät mit Innenantenne?
Für den Einstieg ja. Die Reichweite bleibt aber begrenzt, weil Wände, Dächer und beschichtete Scheiben das Signal dämpfen. FlightAware bietet für das FlightFeeder Pro optional eine Innen-/Außenantenne mit verschiedenen Kabellängen an, die die mitgelieferte Innenantenne ersetzt.
Brauche ich für Air!Squitter oder Radarcape einen Raspberry Pi?
Nein. Beide Geräte sind laut Jetvision für den Dauerbetrieb ohne PC ausgelegt und bringen Dekoder, Weboberfläche und Feeder für mehrere Netzwerke mit. Die Daten siehst du im Browser auf Laptop, Smartphone oder Tablet.
Bekomme ich als Käufer eines Fertiggeräts auch ein Gratis-Abo?
Ja, wenn du Daten an den jeweiligen Dienst lieferst. Die Gegenleistung hängt am Feeden, nicht an der Hardware. FlightAware vergibt an Datenlieferanten ein kostenloses Enterprise-Konto, AirNav Radar wirbt mit einem Business-Konto für Feeder.
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