Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Name, gleicher Dienst: Seit Dezember 2024 heißt RadarBox offiziell AirNav Radar. Die Funktionen sind laut Betreiber unverändert geblieben.
- Zwölf Filterkriterien: Airline, Flughafen, Höhe, Geschwindigkeit, Flugzeugklasse, Flugzeugmuster, Registrierungsland, Squawk, Flugdauer, Flugdistanz, Flugstatus und Datenquelle – ideal, um die Karte auf das einzudampfen, was dich am Zaun interessiert.
- Benachrichtigungen für Abflug, Anflug und Landung: Alarme lassen sich nach Flugzeug, Airline, Flug, Typ oder Flugzeugklasse anlegen und synchronisieren zwischen App und Website.
- Drei Abostufen: Spotter, Pilot und Business unterscheiden sich vor allem bei Werbefreiheit, Historie, Playback-Zeitraum, Kartenebenen und Detailtiefe der Flight Card.
- Feeder fliegen Business: Wer dauerhaft ADS-B-Daten an AirNav liefert, bekommt laut Anbieter ein kostenloses Business-Abo – solange die Station sendet.
Inhaltsverzeichnis
- 1.AirNav RadarBox in Kürze
- 2.Woher die Daten kommen
- 3.Die Karte: erster Rundgang
- 4.Filter: die Karte aufs Wesentliche reduzieren
- 5.Flughafenansicht: An- und Abflüge im Blick
- 6.Benachrichtigungen einrichten
- 7.Playback, Historie und Statistik
- 8.Zusatzfunktionen für Neugierige
- 9.Die Abostufen im Überblick
- 10.Feeder werden: Business gratis
- 11.AirNav Radar im Vergleich zu anderen Trackern
- 12.Grenzen, die jeder Tracker hat
- 13.Fazit
Du stehst am Zaun, im Anflug blinkt ein Punkt – Airline unklar, Typ unklar, und bis du die richtige App geöffnet hast, ist er gelandet. Genau für solche Momente ist ein Flugradar da, und AirNav RadarBox gehört seit Jahren zu den großen Diensten neben Flightradar24 und FlightAware. Seit Dezember 2024 heißt er offiziell AirNav Radar. Diese Anleitung zeigt dir, wie du Karte, Flight Card, Filter, Benachrichtigungen und Playback sinnvoll beim Spotten einsetzt, was die Abostufen unterscheidet und wo der Dienst gegenüber anderen Trackern stärker oder schwächer ist.
Vom Radar-Punkt zur eigenen Sichtung
Hast du den Flieger erwischt, postest du ihn in Planetrack mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und er landet direkt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
AirNav RadarBox in Kürze
AirNav Radar ist der Flugradar für Endkunden von AirNav Systems. Das Unternehmen wurde 2001 von André Brandão gegründet, einem Informatiker und Airline-Piloten. Es hat seinen Sitz in Florida, Forschung und Entwicklung laufen in Lissabon. Lange lief der öffentliche Dienst unter dem Namen RadarBox, im Dezember 2024 kam die Umbenennung. Seitdem ordnet AirNav seine Produkte so:
- AirNav Radar – Website und Apps für alle, die Flüge verfolgen wollen
- AirNav FlightWatch – professionelles Flottentracking für Betreiber
- AirNav XRange – ADS-B-Empfänger und Hardware
Für dich als Spotter ändert die Umbenennung nichts Grundlegendes: Laut Betreiber sind die Funktionen gleich geblieben. In Foren und Videos liest du beide Namen noch munter durcheinander. Eine kompakte Einordnung des Dienstes ohne Bedienungsteil findest du im Artikel RadarBox erklärt.
Woher die Daten kommen
AirNav gibt an, Daten aus 14 Quellen zusammenzuführen. Die wichtigsten für den Spotteralltag:
- Bodengestütztes ADS-B: Freiwillige betreiben Empfänger, die die Positionsmeldungen der Flugzeuge auf 1090 MHz auffangen. Das ist in Europa die Hauptquelle. Wie das Verfahren funktioniert, erklärt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.
- Satelliten-ADS-B: Über Ozeanen und entlegenen Gebieten, wo kein Bodenempfänger steht. Hintergründe im Artikel zu weltraumgestütztem ADS-B.
- MLAT: Flugzeuge ohne ADS-B-Positionsmeldung werden über Laufzeitunterschiede zwischen mehreren Empfängern geortet – mehr dazu unter MLAT erklärt.
- Behördendaten: Unter anderem FAA SWIM und EUROCONTROL, dazu ADS-C für Ozeanflüge.
Der Betreiber spricht auf seiner Website von mehr als 50.000 Stationen in über 190 Ländern. Solche Zahlen sind Eigenangaben und schwer nachzuprüfen. Wichtiger für dich: Wie dicht die Abdeckung rund um deinen Hausflughafen ist, siehst du am schnellsten, wenn du auf der Karte rangezoomt prüfst, ob Rollbewegungen am Boden sauber angezeigt werden.
Die Karte: erster Rundgang
Öffnest du AirNav Radar im Browser oder in der App, landest du auf der Live-Karte. Ein Tipp auf ein Flugzeugsymbol öffnet die Flight Card, das wichtigste Werkzeug beim Spotten.
Was die Flight Card zeigt
Je nach Datenlage findest du dort:
- Flugnummer, Kennzeichen und Flugzeugtyp
- Start- und Zielflughafen mit geplanten und tatsächlichen Zeiten
- Flugdauer, Distanz und zurückgelegten Anteil der Strecke
- Höhe, Position, Grund- und Vertikalgeschwindigkeit
- Mode-S-Adresse (Hex-Code) und Squawk
- Empfangsstation und Datenquelle
Die letzten beiden Felder sind unterschätzt: Steht dort MLAT oder eine Schätzung, ist die angezeigte Position weniger genau als bei direktem ADS-B. Was hinter dem Hex-Code steckt, liest du im Artikel zur ICAO-24-Bit-Adresse. Wie Farben und Symbole auf Flugradar-Karten allgemein zu lesen sind, fasst Flugradar-Symbole und Farben erklärt zusammen.
Route, Follow und Flight Feed
Unter der Flight Card stehen drei praktische Schaltflächen:
- Route blendet alle anderen Flüge aus und zeigt nur die Strecke des gewählten Flugzeugs mit Start- und Zielpunkt.
- Follow hält die Karte auf dem Flugzeug zentriert – nützlich, wenn du einen Anflug über mehrere Minuten beobachtest.
- Flight Feed listet alle Flugzeuge, die gerade im sichtbaren Kartenausschnitt sind. Am Spot ist das oft schneller als einzelnes Antippen: Du zoomst auf den Endanflug und siehst auf einen Blick, was kommt.
Kartenebenen und Einstellungen
Über Layers wählst du zwischen mehreren Kartenstilen von Satellit bis Vektorkarte, regelst die Helligkeit und schaltest Wetter und Beschriftungen zu. In den Einstellungen legst du Einheiten fest (Fuß oder Meter, Knoten oder km/h, Seemeilen oder Kilometer) und ob Airlines und Flughäfen mit IATA- oder ICAO-Codes angezeigt werden. Für Spotter lohnt sich ICAO: Die dreistelligen Airline-Codes sind eindeutiger, und du gewöhnst dich an die Schreibweise, die auch in Funk und Flugplänen auftaucht.
Labels gezielt einschalten
Über die Kartenebenen schaltest du Beschriftungen an den Flugzeugsymbolen zu. Damit erkennst du im Anflug-Ausschnitt schneller, ob dein Wunschflieger dabei ist, ohne jedes Symbol einzeln zu öffnen. Wie viele Details die Labels zeigen, hängt von App-Version und Abo ab.
Filter: die Karte aufs Wesentliche reduzieren
Die Filter sind die eigentliche Stärke von AirNav Radar. Laut Anbieter stehen zwölf Kriterien zur Wahl:
| Filter | Wofür du ihn beim Spotten nutzt |
|---|---|
| Airline | nur eine Fluggesellschaft zeigen, Eingabe per Name, IATA- oder ICAO-Code |
| Flughafen | nur An- und Abflüge deines Spotting-Flughafens |
| Höhe | Anflüge unter einer bestimmten Höhe herausfiltern, Überflieger ausblenden |
| Geschwindigkeit | langsame Rollbewegungen von schnellen Überflügen trennen |
| Flugzeugklasse | Verkehr nach Klassen trennen, etwa Militär |
| Flugzeugmuster | gezielt nach einem Typ suchen, etwa nach Widebodys |
| Registrierungsland | nur Maschinen mit einem bestimmten Länderpräfix |
| Squawk | ungewöhnliche Transpondercodes finden |
| Flugdauer | Langstrecken von Kurzstrecken trennen |
| Flugdistanz | ähnlich wie Flugdauer, nach zurückgelegter Strecke |
| Flugstatus | etwa nur fliegende oder nur am Boden befindliche Maschinen |
| Datenquelle | ADS-B, MLAT, Satellit und andere Quellen ein- und ausblenden |
Im Browser öffnest du dafür das Filtermenü und wählst ein Kriterium, in der App tippst du auf das Filtersymbol. Mit dem Update vom März 2025 ist der Filterschalter in der App an eine leichter erreichbare Stelle gewandert. Zusätzlich gibt es einen Schieberegler für Höhe und Geschwindigkeit sowie Schalter für einzelne Datenquellen.
Welche Filter du ohne Abo nutzen kannst, legt AirNav selbst fest und hat es in der Vergangenheit angepasst. Der Anbieter schreibt lediglich, dass erweiterte Filter an die Abostufen gebunden sind. Probier im Zweifel aus, was deine Kontostufe freischaltet.
Drei Filter-Rezepte für den Spottertag
1. Nur dein Flughafen, nur tief
Flughafen-Filter auf deinen Spotting-Flughafen setzen und den Höhenregler nach oben begrenzen. Übrig bleiben An- und Abflüge in Bodennähe – genau das, was du am Zaun siehst.
2. Widebody-Jagd
Flugzeugmuster-Filter auf die gesuchten Langstreckentypen und dazu den Flughafen-Filter. So erkennst du früh, ob heute eine A350 oder eine 777 hereinkommt.
3. Militär und Exoten
Flugzeugklasse auf Militär stellen. Was du dort siehst und was nicht, erklärt der Artikel zu Militärflugzeugen online.
Flughafenansicht: An- und Abflüge im Blick
Suchst du einen Flughafen, bekommst du Listen mit Ankünften und Abflügen inklusive geschätzter oder tatsächlicher Zeiten. Von dort springst du direkt zum Flugzeug auf der Karte oder in seine Historie. Der Flughafenfilter zeigt dir parallel nur den Verkehr dieses Platzes. Auf der Website gibt es zusätzlich eine kombinierte Flughafenansicht mit Wetterwerten wie Wind, Sicht, Luftdruck und Wolkenuntergrenze.
Für die Spotplanung heißt das: Am Flughafen Frankfurt oder am Flughafen München prüfst du morgens die Ankunftsliste auf Besonderheiten und setzt dir dann Benachrichtigungen. Wie genau die angezeigten Ankunftszeiten sind und wie viel Puffer du einplanen solltest, beschreibt ETA-Prognosen auf Flugradar-Seiten.
Alarm direkt aufs Handy, wenn er kommt
Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery deinen Flughafen anfliegt oder landet – passend zur Spot-Karte mit bestem Licht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Benachrichtigungen einrichten
AirNav Radar kann dich bei Abflug, Anflug und Landung informieren. Auf der Website öffnest du die Benachrichtigungen über das Glocken-Symbol in der Menüleiste, in der App ebenfalls über die Glocke oben im Bildschirm. Im Bereich zum Verwalten legst du fest, worauf der Alarm reagiert:
- ein bestimmtes Flugzeug
- eine Airline oder einen Flug
- einen Flugzeugtyp oder eine Flugzeugklasse
Direkt aus der Flight Card geht es noch schneller, etwa mit „benachrichtige mich, wenn der Flug landet“. Die Alarme synchronisieren zwischen deinen Geräten und der Website und lassen sich auch per E-Mail zustellen. Mit dem Update vom März 2025 kamen laut Anbieter neue Parameter hinzu, mit denen du Alarme feiner einstellst. Welche Auslöser deine App-Version genau anbietet, siehst du im Verwaltungsbereich der Benachrichtigungen.
Wie du solche Alarme bei verschiedenen Diensten vergleichbar aufsetzt, zeigt der Guide Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten. Fällt dir auf der Karte ein ungewöhnlicher Transpondercode auf, hilft dir Squawk 7500, 7600, 7700 bei der Einordnung.
Playback, Historie und Statistik
Mit Playback spielst du den Luftverkehr eines vergangenen Zeitraums auf der Karte erneut ab. Im März 2025 wurde die Funktion überarbeitet und bekam eine neue Navigation. Über die Historie eines Flugzeugs siehst du dessen letzte Flüge und Routen – praktisch, um eine Sichtung nachträglich zu vervollständigen. Wie weit Playback und Historie zurückreichen, hängt vom Abo ab.
Zwei Funktionen heben AirNav Radar etwas von der Konkurrenz ab:
- Aircraft Utilization Statistics: Für ein einzelnes Flugzeug zeigt der Dienst Flugzeit und Anzahl der Flüge pro Monat sowie Durchschnittswerte über die letzten zwölf Monate. Damit erkennst du, ob eine Maschine regelmäßig fliegt oder länger steht.
- Export von Flugspuren: Je nach Abostufe lädst du Tracks als CSV, GeoJSON oder KML herunter, etwa um sie in Google Earth über deinen Spot zu legen.
Für das Abgleichen deiner eigenen Fotos mit Flugdaten lohnt sich der Artikel Sichtungen mit ADS-B-Logs und Flugradar-Historie abgleichen. Allgemeine Tricks zur Flughistorie stehen in Vergangene Flüge eines Flugzeugs nachschlagen.
Zusatzfunktionen für Neugierige
Auf der Website bietet AirNav einige Extras, die über reines Tracking hinausgehen:
- VHF AirBand Radio: Flugfunk-Feeds aus verschiedenen Ländern direkt im Browser. Ob und wie du in Deutschland Flugfunk hören darfst, klärt Flugfunk hören – die Rechtslage.
- Wetterlayer: etwa Bewölkung, Niederschlag und Vulkanasche, je nach Abo in unterschiedlichem Umfang.
- Navigationsdaten: Luftstraßen, Funkfeuer und Wegpunkte als zuschaltbare Ebenen sowie Luftfahrtkarten von SkyVector.
- Heatmaps und Verkehrsstatistiken: Wie oft von einem Flughafen bestimmte Ziele angeflogen werden.
Die Abostufen im Überblick
AirNav Radar bietet drei Stufen: Spotter, Pilot und Business, jeweils mit siebentägiger Testphase. Ohne Abo nutzt du den Dienst mit Werbung und eingeschränktem Umfang. Die Abos unterscheiden sich laut Anbieter vor allem bei:
- Werbefreiheit
- Zeitraum für Historie und Playback
- verfügbaren Kartenebenen und Wetterlayern
- Detailtiefe der Flight Card
- Filtern, Auslastungsstatistiken und Export von Flugspuren
Preise und genaue Zuordnung der Funktionen ändern sich gelegentlich, deshalb nennen wir hier keine Beträge. Schau vor dem Abschluss auf die aktuelle Abo-Seite des Anbieters. Wie sich das im Vergleich zu den Abos von Flightradar24 rechnet, zeigt Flightradar24 Silver, Gold und Business.
Feeder werden: Business gratis
Wie bei anderen großen Diensten lebt AirNav Radar von Freiwilligen, die Empfänger betreiben. Als Feeder giltst du, sobald du Daten in Echtzeit an AirNav lieferst – egal ob mit einem Gerät von AirNav oder einem eigenen Aufbau wie einem Raspberry Pi mit SDR-Stick. Als Gegenleistung gibt es laut Anbieter ein kostenloses Business-Abo, solange du fütterst, dazu eine MyStation-Seite mit Reichweite, Verfügbarkeit und Ranglisten deiner Station.
Auf Bewerbung verschickt AirNav auch kostenlose Empfänger, vor allem dorthin, wo die Abdeckung noch dünn ist. Die Bedingungen: freie Rundumsicht der Antenne, Inbetriebnahme innerhalb einer Woche nach Lieferung und Betrieb rund um die Uhr. Wer selbst baut, findet den Einstieg in ADS-B-Empfänger selber bauen. Welches Netzwerk was zurückgibt, vergleicht Was Feeder als Gegenleistung bekommen, und wie du mehrere Dienste parallel versorgst, erklärt Mehrere Netzwerke gleichzeitig feeden.
AirNav Radar im Vergleich zu anderen Trackern
Die Grunddaten aller großen Dienste ähneln sich, weil sie auf dieselbe Technik setzen. Unterschiede gibt es bei Bedienung, Zusatzfunktionen und Datenpolitik.
| Kriterium | AirNav Radar | Flightradar24 | FlightAware | ADS-B Exchange |
|---|---|---|---|---|
| Schwerpunkt | Karte mit vielen Filtern, Statistik, Flugfunk | breiteste Verbreitung, sehr ausgereifte App | Flugstatus und Flughafendaten, stark in Nordamerika | Community-Daten mit Fokus auf möglichst vollständige Anzeige |
| Filter | zwölf Kriterien, erweiterte im Abo | umfangreich, teils im Abo | vorhanden, eher auf Flugsuche ausgelegt | sehr detailliert, auch für Militär genutzt |
| Benachrichtigungen | Abflug, Anflug, Landung, nach Flugzeug, Airline, Typ oder Klasse | vorhanden, je nach Abo | Flugstatus-Alarme | nicht der Schwerpunkt |
| Feeder-Vorteil | Business-Abo | Business-Abo | Enterprise-Konto | siehe Feeder-Vergleich |
Die Tabelle beschreibt Tendenzen, keine vollständigen Funktionslisten. Ausführliche Anleitungen zu den Konkurrenten findest du unter Flightradar24 Schritt für Schritt, FlightAware nutzen und ADS-B Exchange erklärt. Den Gesamtüberblick über alle Apps liefert der Flugradar-Apps-Vergleich.
AirNav Radar passt, wenn …
- du gern mit vielen Filtern arbeitest
- dich Auslastung und Historie einzelner Flugzeuge interessieren
- du ohnehin einen Empfänger betreibst und ein Gratis-Abo mitnehmen willst
Als Zweitdienst sinnvoll, wenn …
- du schon Flightradar24 nutzt und Lücken abgleichen willst
- MLAT-Abdeckung an deinem Spot je nach Netzwerk unterschiedlich gut ist
Eher nicht die erste Wahl, wenn …
- du gezielt ungefilterte Daten suchst – dafür sind Community-Tracker gedacht
- du nur gelegentlich nachschauen willst, wer gerade landet
Grenzen, die jeder Tracker hat
- Gesperrte Kennzeichen: Bestimmte Flugzeuge, etwa von Privat- und Geschäftsreisenden, werden auf kommerziellen Trackern oft nicht oder nur ohne Kennzeichen angezeigt. Ungefilterte Alternativen stellt Community-Tracker im Vergleich vor.
- Abdeckungslücken: In Bodennähe und hinter Hügeln reißt der Empfang ab, gerade an kleineren Plätzen.
- Geschätzte Positionen: Ohne Empfang rechnen Dienste die Position teils weiter. Die Datenquelle in der Flight Card verrät dir, wie belastbar die Anzeige ist.
- Falsche Zuordnungen: Gelegentlich passen Flugnummer und Kennzeichen nicht zusammen. Am Zaun gilt: Was du auf dem Foto siehst, schlägt jede Datenbank. Mehr dazu in Flugzeuge per Kennzeichen finden.
Ist AirNav Radar spotterfertig eingerichtet?
- Ich habe ein Konto angelegt und bin in App und Website angemeldet.
- Die Labels an den Flugzeugsymbolen sind eingeschaltet.
- Airlines und Flughäfen werden mit ICAO-Codes angezeigt.
- Ich habe einen Filter für meinen Hausflughafen gespeichert oder weiß, wie ich ihn setze.
- Für meine Wunschflieger sind Benachrichtigungen angelegt.
- Ich weiß, wie ich in der Flight Card die Datenquelle erkenne.
Tracker zeigt den Flieger – Planetrack hält ihn fest
Sammle deine Sichtungen im Hangar, pflege eine Wunschliste und tausch dich in der Community mit Likes, Kommentaren und Chats aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
AirNav Radar, vielen noch als RadarBox bekannt, ist ein vollwertiger Flugradar mit ein paar echten Spotter-Stärken: viele Filterkriterien, flexible Benachrichtigungen für Abflug, Anflug und Landung, Auslastungsstatistiken einzelner Flugzeuge und ein großzügiges Feeder-Modell. Wer am Besucherhügel München oder an der Aussichtsplattform Zeppelinheim steht, kommt mit Flughafen- und Höhenfilter schnell zu einer aufgeräumten Karte. Perfekt ist kein Tracker – deshalb lohnt es sich, einen zweiten Dienst zum Abgleich griffbereit zu haben.
Kurzfazit
Schalte die Labels ein, filtere nach Flughafen und Höhe und lass dich per Benachrichtigung warnen, wenn dein Wunschflieger kommt. Wenn du einen ADS-B-Empfänger betreibst, nimm das kostenlose Business-Abo mit – und gleich unklare Fälle mit einem zweiten Tracker ab.
Zusammenfassung
- AirNav Radar ist der Endkunden-Flugradar von AirNav Systems, einem 2001 gegründeten Unternehmen mit Sitz in Florida und Entwicklungszentrum in Lissabon.
- Für Spotter sind Flight Card, Filter, Flughafenansicht mit An- und Abflügen sowie Benachrichtigungen die wichtigsten Werkzeuge.
- Die Unterschiede zu Flightradar24 und FlightAware liegen weniger in den Grunddaten als in Bedienung, Zusatzfunktionen wie Flugfunk-Feeds und Statistik sowie im Feeder-Modell.
- Kein Tracker zeigt alles: Gesperrte Kennzeichen, Lücken in der Abdeckung und geschätzte Positionen gibt es bei jedem Dienst.
Häufige Fragen
Ist RadarBox dasselbe wie AirNav Radar?
Ja. AirNav Systems hat den Dienst im Dezember 2024 von RadarBox in AirNav Radar umbenannt und dabei Logo und Design erneuert. Laut Betreiber blieben die Funktionen gleich. Die Hardware-Sparte läuft unter AirNav XRange, das Profi-Tracking unter AirNav FlightWatch.
Ist AirNav Radar kostenlos?
Die Grundfunktionen – Live-Karte, Flugsuche, Flight Card und Flughafenlisten – kannst du ohne Abo nutzen, allerdings mit Werbung und eingeschränktem Funktionsumfang. Erweiterte Filter, längere Historie, Playback-Zeitraum, zusätzliche Kartenebenen und Wetterlayer hängen an den Abostufen Spotter, Pilot und Business. Für jede Stufe gibt es eine siebentägige Testphase.
Welche Filter bietet AirNav Radar?
Der Anbieter nennt zwölf Kriterien: Airline, Flughafen, Höhe, Geschwindigkeit, Flugzeugklasse (zum Beispiel Militär), Flugzeugmuster, Registrierungsland, Squawk, Flugdauer, Flugdistanz, Flugstatus und Datenquelle. Welche davon ohne Abo freigeschaltet sind, kann sich ändern – erweiterte Filter sind laut Anbieter an Abos gebunden.
Kann ich mich benachrichtigen lassen, wenn ein bestimmtes Flugzeug landet?
Ja. Über das Glocken-Symbol legst du Benachrichtigungen für Abflug, Anflug oder Landung an – etwa für ein bestimmtes Flugzeug, eine Airline, einen Flug oder einen Flugzeugtyp. Die Alarme synchronisieren zwischen App und Website und lassen sich auch per E-Mail zustellen. Mit späteren Updates kamen weitere Einstellmöglichkeiten hinzu.
Wie werde ich Feeder bei AirNav Radar?
Du kannst einen eigenen Empfänger, etwa einen Raspberry Pi mit SDR-Stick, anbinden oder dich über die Coverage-Seite des Anbieters für einen kostenlosen Empfänger bewerben. Bedingungen sind unter anderem freie Rundumsicht der Antenne, Inbetriebnahme innerhalb einer Woche nach Lieferung und Dauerbetrieb rund um die Uhr. Feeder erhalten ein kostenloses Business-Abo und eine eigene Stationsseite.
Was ist besser: AirNav Radar oder Flightradar24?
Beide liefern für Europa sehr ähnliche Grunddaten. Flightradar24 ist verbreiteter und bei vielen Spottern Standard, AirNav Radar punktet mit vielen Filterkriterien, Flugfunk-Feeds, Auslastungsstatistiken pro Flugzeug und dem Export von Flugspuren. Viele Spotter nutzen zwei Dienste parallel und gleichen bei Unklarheiten ab.
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