Plane Finder im Überblick: Karte, AR-Ansicht, Abo und Feeder

Plane Finder gehört zu den ältesten Flugradar-Apps überhaupt. So nutzt du Karte, Labels, Filter, Alarme, Playback sowie AR- und 3D-Modus beim Spotten – und so funktionieren Premium-Abo und Feeder-Programm mit dem Plane Finder Client.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Britischer Klassiker: Plane Finder kommt von Pinkfroot aus Southampton und ist seit 2009 im App Store – damit gehört es zu den ältesten Flugradar-Apps.
  • AR-Modus für den Zaun: Du richtest die Kamera in den Himmel, und die App blendet Infos zum Flugzeug über dir ein – praktisch, wenn ein Flieger hoch überfliegt und du ihn nicht sofort erkennst.
  • Gratis-App plus Premium: Seit Januar 2020 ist die App kostenlos, Premium gibt es nur als Abo. Ein Abo gilt auf bis zu drei Geräten, auch im Web und unter Android.
  • Playback bis 2011: Vergangenen Luftverkehr kannst du laut App-Beschreibung bis ins Jahr 2011 zurück abspielen – ideal, um Sichtungen nachträglich zu vervollständigen.
  • Feeder bekommen Premium: Wer mit eigenem Empfänger und dem Plane Finder Client Daten teilt, kann laut Hilfe-Center kostenlosen Premium-Zugang auf allen Plattformen erhalten.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Plane Finder in Kürze
  2. 2.Woher die Daten kommen
  3. 3.Die Karte: erster Rundgang
  4. 4.Der AR-Modus: Flugzeuge per Kamera erkennen
  5. 5.3D-Modus: Luftraum aus der Cockpitperspektive
  6. 6.Filter, Flughäfen und Alarme
  7. 7.Playback und eigene Flüge
  8. 8.Premium: Was das Abo bringt
  9. 9.Feeder werden: Daten teilen mit dem Plane Finder Client
  10. 10.Plane Finder im Vergleich zu anderen Trackern
  11. 11.Grenzen, die jeder Tracker hat
  12. 12.Fazit

Ein Jet zieht in großer Höhe über deinen Spot, der Kondensstreifen glitzert in der Sonne – aber welche Airline, welcher Typ, wohin? Genau für diesen Moment ist Plane Finder mit seinem AR-Modus bekannt geworden: Kamera hoch, Flieger ins Bild, Infos lesen. Daneben ist Plane Finder ein vollwertiger Flugradar mit Live-Karte, Flughafentafeln, Filtern, Alarmen und einem Playback-Archiv, das bis 2011 zurückreicht. Diese Anleitung zeigt dir, wie du die Funktionen beim Spotten sinnvoll einsetzt, was Premium bringt und wie du als Feeder mit eigenem Empfänger Daten beisteuerst.

Vom Radar-Punkt zur eigenen Sichtung

Hast du den Flieger erwischt, postest du ihn in Planetrack mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und er landet direkt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Plane Finder in Kürze

Hinter Plane Finder steht Pinkfroot Limited, ein Unternehmen aus Southampton in Großbritannien. Plane Finder ist seit 2009 im App Store und zählt damit zu den Veteranen unter den Flugradar-Apps. Schon früh experimentierte Pinkfroot mit Augmented Reality: Um 2010 gab es eine eigene App namens Plane Finder AR, die Fluginfos ins Kamerabild des iPhones legte. Heute steckt der AR-Modus direkt in der Haupt-App.

Einen größeren Umbruch gab es im Januar 2020: Die alte Kaufversion wurde durch eine kostenlose App mit optionalem Premium-Abo ersetzt. Pinkfroot begründete das damit, dass sich Netz und Server mit einem Einmalkauf nicht dauerhaft finanzieren lassen. Wer damals die Legacy-App nutzte, konnte Alarme und Filter nicht in die neue Version übernehmen. Im Sommer 2026 bekam die iOS-App ein größeres Redesign mit aufgeräumter Oberfläche und eigenem Bereich für die Live-Karte.

Eine kompakte Einordnung des Dienstes ohne Bedienungsteil findest du im Artikel Plane Finder erklärt. Wie Plane Finder im Feld der anderen Apps steht, zeigt der Flugradar-Apps-Vergleich.

2009Start im App Store laut Anbieter
2011So weit reicht das Playback zurück
3Geräte pro Premium-Abo

Woher die Daten kommen

Plane Finder nennt als Datenbasis ADS-B- und MLAT-Signale, die von bodengestützten Empfängern aufgefangen werden. Flugzeuge mit ADS-B senden ihre GPS-Position selbst auf 1090 MHz, Empfänger in der Umgebung fangen diese Meldungen auf und schicken sie an den Server. Wie das Verfahren im Detail funktioniert, erklärt Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.

Für Maschinen ohne ADS-B-Position springt MLAT ein: Mehrere Empfänger messen, wann ein Transpondersignal bei ihnen ankommt, und aus den Laufzeitunterschieden ergibt sich die Position. Das ist etwas ungenauer und braucht eine dichte Empfängerabdeckung – Details in MLAT erklärt.

Wichtig für die Praxis: Wie bei allen Flugradaren für Endnutzer sind die Daten nicht für operative Zwecke gedacht. Für die Spotplanung reicht das völlig, verlassen solltest du dich am Zaun aber immer auf das, was du tatsächlich siehst. Fehlt ein Flugzeug komplett, hilft Warum ein Flugzeug nicht auf dem Flugradar erscheint weiter.

Die Karte: erster Rundgang

Nach dem Start landest du auf der Live-Karte mit allen Flugzeugen im Ausschnitt. Ein Tipp auf ein Symbol öffnet die Detailansicht mit Position, Höhe, Geschwindigkeit, Kurs und Ziel sowie – je nach Datenlage – Kennzeichen, Typ und Route. Seit einem Update im Frühjahr 2026 kannst du Daten in der Detailansicht per langem Druck kopieren, etwa das Kennzeichen für deine Notizen.

Kartenstile und Dunkelmodus

Plane Finder bietet vier Kartenstile: einfach, detailliert, hybrid und Satellit. Für Spotter ist die Satellitenansicht spannend, wenn du dich auf einen neuen Flughafen vorbereitest: Du erkennst Pisten, Rollwege und das Umfeld und kannst abschätzen, wo der Endanflug über Felder oder Straßen führt. Der Dunkelmodus schont nachts die Augen – und auf OLED-Displays auch den Akku.

Labels: die unterschätzte Funktion

Die Beschriftungen an den Flugzeugsymbolen lassen sich anpassen – laut App-Beschreibung bei Position, Farbe, Inhalt und Logo, mit bis zu vier Datenzeilen neben einem Flugzeug. Stell sie auf Kennzeichen, Typ und Airline ein. Dann siehst du beim Blick auf den Anflug-Ausschnitt sofort, ob dein Wunschflieger dabei ist, ohne jedes Symbol einzeln anzutippen. Was Symbolfarben und Datenfelder auf Flugradar-Karten allgemein bedeuten, fasst Flugradar-Symbole und Farben erklärt zusammen.

Lesezeichen für deine Spots

Plane Finder kennt Lesezeichen für Orte auf der Karte. Leg dir für jeden Spot, den du regelmäßig besuchst, ein Lesezeichen mit passendem Zoom an. Am Zaun springst du dann mit einem Tipp genau auf den Endanflug statt erst mühsam zu scrollen.

Der AR-Modus: Flugzeuge per Kamera erkennen

Der AR-Modus ist das Aushängeschild von Plane Finder. Das Prinzip: Du richtest die Kamera deines Smartphones in den Himmel, und die App legt Informationen über die Flugzeuge im Blickfeld ins Kamerabild. Dafür kombiniert sie deinen Standort, die Ausrichtung des Geräts über Kompass und Lagesensoren sowie die Live-Positionen aus dem Netz.

Wo der AR-Modus glänzt

  • Überflieger in Reiseflughöhe: Hoch oben erkennst du mit bloßem Auge oft nur einen Kondensstreifen. Der AR-Modus verrät dir, was da fliegt – und ob sich der Griff zum langen Tele lohnt.
  • Mehrere Flugzeuge gleichzeitig: Wenn sich über dir Anflüge und Überflüge kreuzen, ordnest du mit einem Schwenk zu, welcher Punkt welcher Flieger ist.
  • Einstieg und Familie: Für Mitspotter ohne Erfahrung ist AR die anschaulichste Art, Luftverkehr zu verstehen.

Wo er an Grenzen stößt

  • Ungenaue Sensoren: Ist der Kompass deines Handys nicht kalibriert oder liegst du neben einem Metallzaun, sitzen die Einblendungen schief. Eine Kalibrierung per Achterbewegung hilft oft.
  • Tiefe Anflüge und Bodenverkehr: Nah am Flughafen bewegen sich Flugzeuge schnell durchs Bild, die Positionsdaten kommen mit kurzer Verzögerung. Bei Rollbewegungen ist die Karte meist hilfreicher.
  • Abdeckung: Der Modus funktioniert nur dort, wo Plane Finder Empfang hat. Ohne Daten keine Einblendung.
  • Akku: Kamera, GPS und Sensoren gleichzeitig ziehen spürbar Strom. Eine Powerbank gehört an langen Spottertagen in die Tasche.

Für das endgültige Bestimmen von Typ und Kennzeichen gilt: Das Foto ist der Beweis. Den Typ sicher am Bild zu erkennen, übst du mit Flugzeugtyp per App erkennen – und mit viel Zeit am Zaun.

3D-Modus: Luftraum aus der Cockpitperspektive

Neben AR bietet Plane Finder einen 3D-Modus, den du von jedem Flugzeug, jedem Flughafen oder jeder Kartenposition aus starten kannst. Er zeigt den Verkehr über Satellitenbildern, die Kamera lässt sich mit zwei Fingern neigen und drehen. Pinkfroot erweitert die Auswahl an 3D-Modellen laufend; im Frühjahr 2026 kamen unter anderem Spitfire, Hawk, Boeing 777, PA-28 und PC-12 hinzu.

Für Spotter ist der 3D-Modus mehr als Spielerei: Du siehst, in welcher Höhe und auf welcher Linie ein Flugzeug in den Endanflug eindreht, und kannst einschätzen, wie es an deinem Standpunkt vorbeikommt. Der 3D-Modus gehört laut Anbieter zu den Premium-Funktionen.

Licht und Anflug zusammen planen

Mit dem Sonnenstand-Planer und der Spot-Karte von Planetrack siehst du, wann an deinem Spot das beste Licht herrscht – samt Anreise, Bewertungen und Community-Fotos. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Filter, Flughäfen und Alarme

Filter

Plane Finder bewirbt unbegrenzte Filter, mit denen du die Karte aufräumst. Welche Kriterien genau zur Wahl stehen und welche Filter ohne Abo verfügbar sind, legt der Anbieter fest und kann sich mit Updates ändern – probier im Zweifel aus, was dein Konto freischaltet. Die folgenden Ideen zeigen, wie du Filter beim Spotten sinnvoll einsetzt.

1. Nur dein Flughafen

Flughafen-Filter auf deinen Spotting-Flughafen setzen, zusätzlich die Höhe nach oben begrenzen. Übrig bleibt, was du am Zaun tatsächlich zu sehen bekommst.

2. Typ-Jagd

Filter auf die gesuchten Typen, etwa Langstreckenjets. So erkennst du früh, ob heute ein Widebody hereinkommt.

3. Airline-Fokus

Nur eine Airline zeigen – praktisch, wenn du eine Flotte abhaken willst und wissen möchtest, welche Kennzeichen gerade unterwegs sind.

Flughafenansicht

Für mehrere Hundert Flughäfen zeigt Plane Finder Ankunfts- und Abflugtafeln in Echtzeit, ergänzt um Terminal-, Gate- und Gepäckband-Infos sowie das aktuelle Wetter. Seit dem Redesign im Sommer 2026 findest du im Bereich der Live-Karte außerdem Trending Flights und Airport Disruptions, also besonders beachtete Flüge und Störungen an Flughäfen. Über Delay Insights siehst du zudem, wo ein Flugzeug zuletzt war, wohin es fliegt und wie oft es zuletzt verspätet war – nützlich, um abzuschätzen, ob dein Wunschflieger pünktlich kommt.

Am Flughafen München oder am Flughafen Hamburg prüfst du so morgens die Ankunftsliste auf Besonderheiten. Wie viel Puffer du bei angezeigten Ankunftszeiten einplanen solltest, beschreibt ETA-Prognosen auf Flugradar-Seiten.

Alarme

Plane Finder benachrichtigt dich, wenn sich ein bestimmtes Flugzeug nähert, und erlaubt laut App-Beschreibung beliebig viele eigene Alarme. Lege dir Alarme für Kennzeichen an, die dir noch fehlen, oder für seltene Gäste an deinem Hausflughafen. Wie du vergleichbare Alarme bei verschiedenen Diensten aufsetzt, zeigt Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten.

Playback und eigene Flüge

Mit Playback spielst du vergangenen Luftverkehr erneut auf der Karte ab – laut App-Beschreibung bis ins Jahr 2011 zurück. Damit klärst du nachträglich, welche Maschine auf deinem Foto von gestern Nachmittag zu sehen ist, oder prüfst, in welcher Betriebsrichtung an einem bestimmten Tag gelandet wurde. Wie du Fotos und Flugdaten systematisch zusammenbringst, steht in Sichtungen mit ADS-B-Logs und Flugradar-Historie abgleichen. Allgemeine Tricks zur Historie einzelner Maschinen liefert Vergangene Flüge eines Flugzeugs nachschlagen.

Seit Herbst 2026 hat die iOS-App außerdem ein Flug-Logbuch: Eigene Flüge (MyFlights) bleiben nach der Landung im Log und zählen in eine Lebensstatistik. Du kannst jedem Flug einen Reisenden zuordnen, das Log über Apple-Geräte synchronisieren und frühere Flüge aus anderen Apps importieren. Für Passagiere ist das ein nettes Extra – als Spotter-Logbuch für Sichtungen am Zaun ist es nicht gedacht. Welche Apps dafür besser passen, vergleicht Logbuch-Apps für Spotter, reine Passagier-Tagebücher stellt Flugtagebuch-Apps für Passagiere vor.

Auf dem iPad gibt es ein Layout mit größerer Karte, und eine Apple-Watch-App zeigt dir Flugzeuge in deiner Nähe – praktisch, wenn die Hände an der Kamera sind.

Premium: Was das Abo bringt

Plane Finder ist kostenlos und werbefinanziert. Plane Finder Premium gibt es seit 2020 ausschließlich als Abo, einen Einmalkauf bietet der Anbieter nicht an. Im deutschen App Store waren im Oktober 2026 eine Monats- und eine Jahresvariante gelistet, dazu ein kostenloses Probeabo. Preise können sich ändern, schau deshalb vor dem Abschluss in den Store.

Laut Pinkfroot schaltet Premium unter anderem frei:

  • den 3D-Modus mit integrierter 3D-Flugverfolgung
  • Live-Wetter auf der Karte
  • einen Fokus auf Militärverkehr auf der Karte
  • und laut Store-Eintrag insgesamt mehr als 50 weitere Funktionen

Ein Abo kannst du auf bis zu drei Geräten nutzen, auch auf der Website und unter Android. Voraussetzung ist ein Konto, mit dem du dich überall anmeldest. Eine genaue, offizielle Liste, welche Funktion in welcher Stufe steckt, veröffentlicht der Anbieter nicht übersichtlich – teste die Premium-Funktionen deshalb in der Probezeit gezielt an deinem Spot.

Wer sich für Militärflugzeuge interessiert: Was auf zivilen Flugradaren zu sehen ist und was nicht, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen. Wie sich das Abo-Modell der Konkurrenz rechnet, zeigt Flightradar24 Silver, Gold und Business.

Feeder werden: Daten teilen mit dem Plane Finder Client

Wie alle großen Dienste lebt Plane Finder von Freiwilligen, die ADS-B-Empfänger betreiben. Die Software dafür heißt Plane Finder ADS-B Client, kurz pfclient. Sie läuft auf dem Rechner deiner Station und arbeitet mit vielen gängigen Empfängern und Dekodern zusammen, auch mit dem typischen Selbstbau aus Raspberry Pi und SDR-Stick. Welche Geräte offiziell unterstützt werden, listet Plane Finder auf seiner Website.

So bindest du deine Station an

1. Empfänger aufbauen

Typisch ist ein Raspberry Pi mit SDR-Stick und 1090-MHz-Antenne, auf dem bereits ein Dekoder läuft. Den Einstieg findest du in ADS-B-Empfänger selber bauen.

2. pfclient installieren

Den Client installierst du auf dem Empfänger-Rechner. Die Weboberfläche erreichst du danach im lokalen Netz über Port 30053; dort führt dich ein Assistent durch die Konfiguration mit Standort und Datenquelle.

3. Share Code sichern

Am Ende des Assistenten bekommst du einen Share Code. Er identifiziert deine Station dauerhaft – notier ihn dir.

4. Station im Konto eintragen

Auf planefinder.net meldest du dich an, öffnest die Empfängerverwaltung, wählst „Empfänger hinzufügen“ und trägst den Share Code ein.

Läuft bei dir schon ein Dekoder für andere Netzwerke, kannst du pfclient einfach daneben andocken. Wie du mit einem Gerät mehrere Dienste parallel versorgst, etwa per Docker, erklärt Mehrere Netzwerke gleichzeitig feeden.

Was Feeder bekommen

Laut Hilfe-Center von Plane Finder erhalten Datenlieferanten kostenlosen Premium-Zugang auf allen Plattformen und Geräten, dazu Ranglisten, die deine Station mit anderen national und international vergleichen. Ob die Freischaltung automatisch läuft oder du dich kurz beim Support melden musst, beschreibt der Anbieter nicht überall gleich – im Zweifel fragst du nach. Für neue Feeder in Regionen mit schwacher Abdeckung kann Plane Finder außerdem kostenlose Empfänger-Hardware stellen.

Beachte, dass du beim Teilen auch Angaben über dich preisgibst, etwa dein Konto und den Standort deines Empfängers. Was genau gespeichert wird, steht in der Datenschutzerklärung von Plane Finder – lies sie vor dem Einrichten. Ob du ADS-B-Daten in Deutschland überhaupt empfangen und weitergeben darfst, klärt ADS-B-Daten empfangen: die Rechtslage. Was die anderen Netzwerke Feedern zurückgeben, vergleicht Was Feeder als Gegenleistung bekommen.

Plane Finder im Vergleich zu anderen Trackern

Die Grunddaten aller großen Dienste ähneln sich, weil sie auf dieselbe Technik setzen. Die Unterschiede liegen in Bedienung, Extras und Datenpolitik.

Kriterium Plane Finder Flightradar24 AirNav Radar ADS-B Exchange
Schwerpunkt AR- und 3D-Ansicht, frei gestaltbare Labels breiteste Verbreitung, sehr ausgereifte App viele Filterkriterien, Statistik Community-Daten, möglichst ungefiltert
Playback laut Anbieter bis 2011 je nach Abo je nach Abo Verlauf über die Karte
Abo-Modell Gratis-App plus Premium Gratis plus mehrere Stufen Gratis plus mehrere Stufen kein Stufen-Abo wie bei den großen Diensten
Feeder-Vorteil Premium-Zugang Business-Abo Business-Konto Statistik zur eigenen Station, offene Daten

Die Tabelle beschreibt Tendenzen, keine vollständigen Funktionslisten. Ausführliche Anleitungen zur Konkurrenz findest du unter Flightradar24 Schritt für Schritt, AirNav RadarBox nutzen, FlightAware nutzen und ADS-B Exchange erklärt.

Plane Finder passt, wenn …

  • du Überflieger schnell per Kamera identifizieren willst
  • dir anpassbare Labels und ein langes Playback-Archiv wichtig sind
  • du einen Empfänger betreibst und Premium mitnehmen möchtest

Als Zweitdienst sinnvoll, wenn …

  • du schon einen anderen Tracker nutzt und Lücken abgleichen willst
  • die MLAT-Abdeckung an deinem Spot je nach Netzwerk schwankt

Eher nicht die erste Wahl, wenn …

  • du gezielt ungefilterte Daten suchst – dafür gibt es Community-Tracker
  • du nur gelegentlich nachschauen willst, wer gerade landet

Grenzen, die jeder Tracker hat

  • Gesperrte Kennzeichen: Manche Flugzeuge, etwa von Privat- und Geschäftsreisenden, erscheinen auf kommerziellen Trackern nicht oder ohne Kennzeichen. Ungefilterte Alternativen stellt Community-Tracker im Vergleich vor.
  • Abdeckungslücken: In Bodennähe und hinter Hügeln reißt der Empfang ab, gerade an kleinen Plätzen. Dann zeigt auch der AR-Modus nichts an.
  • Falsche Zuordnungen: Gelegentlich passen Flugnummer und Kennzeichen nicht zusammen. Das Foto schlägt jede Datenbank – mehr in Flugzeuge per Kennzeichen finden.
  • Kein Netz am Spot: Ohne mobile Daten hilft dir keine Flugradar-App. Unabhängig wirst du mit mobilem ADS-B-Empfang am Spot.

Ist Plane Finder spotterfertig eingerichtet?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe ein Konto angelegt und bin auf allen Geräten angemeldet.
  • Die Labels zeigen Kennzeichen, Typ und Airline.
  • Für meine Stamm-Spots gibt es Lesezeichen.
  • Für meine Wunschflieger sind Alarme angelegt.
  • Ich habe den AR-Modus einmal ausprobiert und den Kompass kalibriert.
  • Ich weiß, wie ich per Playback eine Sichtung nachträglich prüfe.

Tracker zeigt den Flieger – Planetrack hält ihn fest

Sammle deine Sichtungen im Hangar, pflege eine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Plane Finder ist einer der Pioniere unter den Flugradar-Apps und hat sich mit AR- und 3D-Modus, frei gestaltbaren Labels und einem Playback bis 2011 eine eigene Nische geschaffen. Am Besucherhügel München oder am Affenfelsen in Hamburg hilft dir der AR-Modus, Überflieger schnell einzuordnen, während Flughafentafeln und Alarme den Tag planbar machen. Premium lohnt sich vor allem, wenn du 3D und Wetter nutzt – oder du holst es dir als Feeder mit eigenem Empfänger. Wie bei jedem Tracker gilt: Ein zweiter Dienst zum Abgleich schadet nie.

Kurzfazit

Stell die Labels auf Kennzeichen, Typ und Airline, leg Lesezeichen für deine Spots und Alarme für Wunschflieger an und nutz den AR-Modus für Überflieger. Wenn du einen ADS-B-Empfänger betreibst, binde ihn per pfclient und Share Code an – dann gibt es Premium obendrauf.

Zusammenfassung

  • Plane Finder zeigt Flugzeuge auf Basis von ADS-B- und MLAT-Signalen, die ein Netz bodengestützter Empfänger auffängt.
  • Für Spotter sind Labels, Filter, Flughafentafeln, Alarme, Playback und der AR-Modus die wichtigsten Werkzeuge.
  • Premium schaltet unter anderem 3D-Ansicht, Wetter und einen Fokus auf Militärverkehr frei; Preise und Funktionszuordnung können sich ändern.
  • Über den Plane Finder Client und einen Share Code bindest du deinen eigenen ADS-B-Empfänger an – parallel zu anderen Netzwerken.

Häufige Fragen

Ist Plane Finder kostenlos?

Die App selbst ist kostenlos und werbefinanziert. Zusätzliche Funktionen gibt es über Plane Finder Premium, das seit dem Umbau im Januar 2020 nur noch als Abo angeboten wird – im deutschen App Store waren im Oktober 2026 eine Monats- und eine Jahresvariante mit kostenloser Testphase gelistet. Einen Einmalkauf für Premium gibt es laut Anbieter nicht.

Wie funktioniert der AR-Modus von Plane Finder?

Du öffnest den AR-Modus und hältst die Kamera deines Smartphones in Richtung Himmel. Die App kombiniert deinen Standort, die Ausrichtung des Geräts und die Live-Positionen der Flugzeuge und blendet Informationen zu den Maschinen im Blickfeld ein. Das klappt nur dort, wo Plane Finder Empfangsabdeckung hat, und funktioniert bei hoch fliegenden Flugzeugen besser als bei Rollbewegungen am Boden.

Auf wie vielen Geräten kann ich Premium nutzen?

Laut Plane Finder lässt sich ein Premium-Abo auf bis zu drei Geräten nutzen, einschließlich Website und Android. Dafür legst du ein Konto an und meldest dich auf allen Geräten damit an.

Wie weit reicht das Playback zurück?

Die App-Beschreibung nennt Playback von Flügen und Verkehrsmustern bis ins Jahr 2011. Damit kannst du nachschauen, was zu einem bestimmten Zeitpunkt über deinem Spot unterwegs war.

Wie werde ich Feeder bei Plane Finder?

Du installierst den Plane Finder ADS-B Client (pfclient) auf deinem Empfänger-Rechner, durchläufst den Einrichtungsassistenten und erhältst einen Share Code. Den trägst du in deinem Konto auf planefinder.net unter der Empfängerverwaltung ein. Laut Hilfe-Center können Datenlieferanten kostenlosen Premium-Zugang erhalten; je nach Abdeckung in deiner Region bietet Plane Finder auch kostenlose Hardware an.

Was ist besser: Plane Finder oder Flightradar24?

Die Grunddaten ähneln sich, weil beide auf ADS-B und MLAT setzen. Flightradar24 ist unter Spottern verbreiteter, Plane Finder punktet mit AR- und 3D-Modus, frei gestaltbaren Labels und einem langen Playback-Archiv. Viele Spotter nutzen zwei Dienste parallel und gleichen bei Unklarheiten ab.

PT

Planetrack Redaktion

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