Das Wichtigste in Kürze
- Ein Befehl reicht für den Start: Das offizielle Installationsskript lädt fr24feed aus dem Paket-Repository von Flightradar24, installiert es und öffnet direkt den Signup-Assistenten.
- Der Sharing Key ist deine Stations-ID: Ein 16-stelliger Schlüssel verknüpft die Station mit deinem Konto. Er gilt immer nur für eine Maschine gleichzeitig.
- Drei Tage Zeit: Nach der Registrierung musst du laut Flightradar24 innerhalb von drei Tagen anfangen, Daten zu liefern – sonst wird die neue ID wieder gelöscht.
- MLAT nur bei exklusivem Feed: Lieferst du dieselben Daten auch an andere Netzwerke, empfiehlt Flightradar24, MLAT in fr24feed abzuschalten, damit der Feed nicht blockiert wird.
- Gratis-Konto für aktive Feeder: Solange deine Station online ist und Daten teilt, bekommst du ein erweitertes Flightradar24-Konto ohne Abogebühr – lange als Business-Abo bekannt, heute als Contributor Plan bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- 1.fr24feed einrichten: die kurze Antwort
- 2.Was fr24feed eigentlich macht
- 3.Schritt für Schritt: Installation auf dem Raspberry Pi
- 4.Der Signup-Assistent: Frage für Frage
- 5.fr24feed neben PiAware oder anderen Dekodern
- 6.Konfigurationsdatei, Weboberfläche und Log
- 7.Das Feeder-Konto: was du als Gegenleistung bekommst
- 8.Typische Probleme und schnelle Lösungen
- 9.Worauf du achten solltest
- 10.Und was hat der Spotter am Zaun davon?
- 11.Fazit
Der SDR-Stick steckt im Raspberry Pi, die Antenne hängt am Fenster oder schon auf dem Dach, und in der Konsole siehst du die ersten Flugzeuge aus deiner Umgebung. Jetzt fehlt nur noch der Schritt, der aus deinem Bastelprojekt eine Station im weltweit verteilten Empfängernetz macht. Für Flightradar24 erledigt das fr24feed. Dieser Guide zeigt dir, wie du fr24feed einrichtest: Installation, Signup-Assistent, Sharing Key, die richtige Wahl des Empfängertyps, MLAT-Einstellungen, Parallelbetrieb mit anderen Feedern und wie du dir als aktiver Feeder das kostenlose Konto sicherst.
Vom eigenen Empfang zur festgehaltenen Sichtung
Deine Station zeigt dir, was gerade anfliegt – in Planetrack postest du die Maschine dann mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
fr24feed einrichten: die kurze Antwort
Du verbindest dich per SSH mit deinem Pi, startest das offizielle Installationsskript von Flightradar24 und beantwortest im anschließenden Signup-Assistenten ein paar Fragen: E-Mail-Adresse, vorhandener Sharing Key (falls du schon Feeder warst), Antennenposition, MLAT ja oder nein und der Typ deines Empfängers. Danach aktivierst und startest du den Dienst. Sobald die Station Daten liefert, taucht sie in deinem Konto unter „My data sharing“ auf und das kostenlose Feeder-Konto wird freigeschaltet.
Welche Hardware du dafür brauchst, steht im Guide ADS-B-Empfänger selber bauen. Wer lieber nicht bastelt, findet in Fertige ADS-B-Empfänger kaufen Komplettlösungen. Wie ADS-B selbst funktioniert, erklärt Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter. Hier geht es nur um die Software.
Was fr24feed eigentlich macht
fr24feed ist Dekoder und Datenlieferant in einem. Hängt ein DVB-T-Stick direkt am Pi, startet die Software ihren eigenen, mitgelieferten dump1090-Dekoder, wertet die Signale auf 1090 MHz aus und sendet die Ergebnisse an Flightradar24. Läuft bereits ein anderer Dekoder, liest fr24feed dessen Datenstrom über das Netzwerk mit und leitet ihn weiter. Laut dem offiziellen Handbuch arbeitet die Software mit den gängigen Empfängern zusammen:
- DVB-T-Sticks (die verbreiteten RTL-SDR-Sticks) per USB oder Netzwerk
- Mode-S Beast per USB oder Netzwerk
- Kinetic SBS-1, SBS-1er und SBS-3 per USB oder Netzwerk
- AVR-kompatible Empfänger und microADSB
Als Betriebssystem nennt Flightradar24 Linux auf ARM- und x86-Hardware – in der Praxis meist Raspberry Pi OS. Fertige Pakete gibt es für den Pi (32 und 64 Bit) und für Debian-Systeme auf PCs. Eine Ausnahme erwähnt das Handbuch ausdrücklich: Empfänger von AirNav RadarBox funktionieren nicht mit fr24feed, weil ihr Datenstrom verschlüsselt ist. Welcher Stick sich für ADS-B besonders eignet, vergleicht SDR-Sticks für ADS-B im Vergleich.
Interessant für Spotter ist eine Eigenheit des Dekoders: Er zeigt ein Flugzeug erst, wenn er sich seiner Position einigermaßen sicher ist. Andere Dekoder sind da großzügiger und zeigen deshalb lokal manchmal mehr Maschinen – dafür gelegentlich auch falsche Positionen. Bodenverkehr bestimmt fr24feed zudem anhand gespeicherter Landungen in deiner Nähe. Eine frisch installierte Station braucht deshalb etwas Landeverkehr, bevor rollende Flugzeuge zuverlässig auftauchen.
Schritt für Schritt: Installation auf dem Raspberry Pi
1. Flightradar24-Konto anlegen
Registriere dich auf der Website von Flightradar24 und merk dir die E-Mail-Adresse. Über sie verknüpft der Assistent später die Station mit deinem Konto.
2. Pi vorbereiten und per SSH verbinden
Auf dem Pi läuft ein aktuelles Raspberry Pi OS mit Netzwerkzugang. Stick und Antenne sind angeschlossen. Du meldest dich per SSH oder mit Tastatur und Bildschirm an.
3. Installationsskript starten
Mit wget -qO- https://fr24.com/install.sh | sudo bash -s richtet das Skript das Paket-Repository von Flightradar24 ein, installiert fr24feed und öffnet den Signup-Assistenten.
4. Assistenten ausfüllen
E-Mail, Sharing Key (falls vorhanden), MLAT, Antennenposition, Empfängertyp – die Fragen erklären wir im nächsten Abschnitt.
5. Dienst aktivieren und starten
Mit sudo systemctl enable fr24feed und sudo systemctl restart fr24feed startet der Feeder sofort und nach jedem Neustart automatisch.
6. Status prüfen
fr24feed-status zeigt dir, ob Empfänger und Verbindung laufen. Im Browser erreichst du die Weboberfläche unter der IP-Adresse des Pi mit Port 8754.
Alternativ kannst du das passende .deb-Paket (armhf für 32 Bit, arm64 für 64 Bit) aus dem Repository von Flightradar24 herunterladen, mit sudo dpkg -i installieren und den Assistenten danach mit sudo fr24feed --signup von Hand starten. Das ist praktisch, wenn du die Installation skripten oder eine bestimmte Version festhalten willst. Für einen Pi, der ausschließlich als Feeder dient, hat Flightradar24 außerdem ein fertiges Pi24-Image bereitgestellt, das schon alles mitbringt – ob es aktuell noch angeboten wird, klärst du am besten im Support-Bereich von Flightradar24.
Skripte aus dem Netz
Der Befehl führt ein Skript direkt mit Root-Rechten aus. Das ist bei Feeder-Software üblich, du solltest es aber nur mit der offiziellen Adresse von Flightradar24 tun und dir bei Zweifeln das Skript vorher ansehen. Ändere auf jedem Pi, der dauerhaft im Netz hängt, außerdem das Standardpasswort.
Der Signup-Assistent: Frage für Frage
Der Assistent sieht auf den ersten Blick nüchtern aus, die meisten Fehler entstehen aber genau hier. Laut Handbuch läuft er so ab:
E-Mail-Adresse. Die Adresse deines Flightradar24-Kontos. Darüber landet die Station später in deinem Konto.
Sharing Key. Warst du schon Feeder, gibst du deinen vorhandenen Schlüssel ein, er steht in deinem Konto unter „My data sharing“. Bist du neu, drückst du einfach Enter – der Assistent erzeugt dann einen neuen Schlüssel und schickt ihn dir zur Sicherung per E-Mail. Der Schlüssel ist 16 Zeichen lang und gilt laut Flightradar24 immer nur für eine Maschine gleichzeitig. Betreibst du mehrere Empfänger, brauchst du für jeden einen eigenen Schlüssel, sonst werfen sich die Stationen gegenseitig aus der Verbindung.
Antennenposition. Bei Neuanmeldungen fragt der Assistent zuerst nach dem nächstgelegenen Flughafen-Code (IATA oder ICAO). Das reicht als grobe Position zum Herausfiltern fehlerhafter Daten. Liegt deine Antenne weiter als etwa 20 Meilen vom Flughafen entfernt, empfiehlt Flightradar24 die exakte Position: Breite und Länge in Dezimalgrad sowie die Antennenhöhe über dem Meer in Fuß. Achtung bei der Einheit – wer Meter einträgt, verfälscht die Angabe um gut das Dreifache.
MLAT. Willst du an der Multilateration teilnehmen, antwortest du mit „yes“. Dann ist die exakte Position Pflicht, denn MLAT rechnet mit Laufzeitunterschieden zwischen mehreren Stationen. Wie das genau funktioniert, erklärt MLAT und Multilateration erklärt.
Empfängertyp. Der Assistent bietet sieben Optionen. Für die meisten Selbstbau-Stationen ist es entweder 1 – DVBT Stick (USB), wenn fr24feed den Stick selbst ansteuert, oder die Anbindung an einen bereits laufenden Dekoder (siehe unten).
RAW- und BaseStation-Feed. Zum Schluss fragt der Assistent, ob fr24feed zusätzlich Rohdaten (Port 30002 bei DVB-T-Sticks) und einen BaseStation-kompatiblen Datenstrom (Port 30003) bereitstellt. Brauchst du die nicht für andere Programme, sag „no“ – das vermeidet Portkonflikte.
Am Ende meldet der Assistent deine Radar-ID im Format „T-“ plus Kürzel. Die solltest du dir notieren, Flightradar24 bittet darum, sie in jeder Support-Anfrage anzugeben. Und ganz wichtig: Laut Assistent musst du innerhalb von drei Tagen anfangen, Daten zu liefern, sonst werden ID und Schlüssel wieder gelöscht.
| Frage im Assistenten | Typische Antwort bei Neueinsteigern | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| E-Mail-Adresse | Adresse deines Flightradar24-Kontos | Tippfehler verhindern die Zuordnung zum Konto |
| Sharing Key | leer lassen, Enter | Bei Wiedereinstieg den alten Key aus „My data sharing“ nutzen |
| MLAT | yes, wenn du nur an Flightradar24 lieferst | Bei mehreren Netzwerken in fr24feed auf no |
| Position | exakte Koordinaten und Höhe in Fuß | Antennenhöhe über dem Meer, nicht über dem Boden |
| Empfängertyp | 1 – DVBT Stick (USB) | Bei vorhandenem Dekoder stattdessen an ihn andocken |
| RAW/BaseStation-Feed | no | Nur aktivieren, wenn ein anderes Programm die Ports braucht |
fr24feed neben PiAware oder anderen Dekodern
Viele Spotter beliefern mehr als ein Netzwerk. Der Dekoder liest die Signale dann nur einmal aus, und die Feeder-Programme der Dienste greifen alle auf denselben Datenstrom zu. Für den häufigsten Fall – fr24feed auf einem Pi, auf dem schon PiAware läuft – beschreibt Flightradar24 das Vorgehen selbst:
- Per SSH auf den PiAware-Pi verbinden.
- Das Installationsskript wie oben ausführen.
- Im Assistenten als Empfänger Mode-S Beast mit Netzwerkverbindung wählen und als Quelle den vorhandenen Dekoder angeben: Host 127.0.0.1, Port 30005 (in der Konfiguration erscheint das als
receiver="beast-tcp"). - MLAT, RAW- und BaseStation-Feed auf no setzen.
- In der Weboberfläche unter
http://IP-des-Pi:8754/settings.htmloder in/etc/fr24feed.inikontrollieren, ob Empfängertyp, Host und Sharing Key stimmen.
Erkennt der Assistent einen laufenden dump1090, bietet er auch eine automatische Konfiguration an, die die bestehenden Einstellungen übernimmt. Laut Flightradar24 bleibt der PiAware-Feed von alldem unberührt. Wie du PiAware selbst aufsetzt, steht in PiAware einrichten. Wer gleich mehrere Netzwerke in Containern betreiben will, findet in Mehrere Netzwerke gleichzeitig feeden mit Ultrafeeder den passenden Weg, und readsb und tar1090 installieren zeigt eine schlanke Dekoder-Alternative mit eigener Karte.
MLAT richtig verteilen
Flightradar24 rät, in fr24feed die Optionen mlat und mlat-without-gps auf „no“ zu stellen, sobald du deine Daten auch an andere Dienste weitergibst – sonst kann der Feed blockiert werden. Die MLAT-Teilnahme bei den anderen Netzwerken ist davon nicht betroffen.
Die Station hört mit – Planetrack sagt dir, wann es sich lohnt
Mit Sichtungs-Alarmen für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries erfährst du, wann deine Wunschmaschine im Anflug ist oder gelandet ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Konfigurationsdatei, Weboberfläche und Log
Alles, was du im Assistenten eingibst, landet in der Datei /etc/fr24feed.ini. Ein Pi mit Pi24-Image und direkt angeschlossenem Stick hat laut Flightradar24 ungefähr diese Einträge: receiver="dvbt", dein fr24key, bs und raw auf „no“, den Pfad zum mitgelieferten dump1090 und Zusatzargumente für den Dekoder in procargs. Änderst du die Datei von Hand mit sudo nano /etc/fr24feed.ini, musst du den Dienst danach mit sudo systemctl restart fr24feed neu starten. Wichtig: In der Datei stehen die Parameter ohne die beiden Bindestriche, die sie auf der Kommandozeile tragen.
Die meisten Einstellungen erreichst du bequemer über die Weboberfläche auf Port 8754. Dort siehst du den Verbindungsstatus, die Zahl der gerade empfangenen Flugzeuge und kannst Empfängertyp und Feeds umstellen. Das Log liest du mit journalctl -u fr24feed -f mit, beendet wird die Anzeige mit Strg+C.
Weil die Weboberfläche standardmäßig auf allen Netzwerkschnittstellen lauscht, empfiehlt das Handbuch eine Firewall – oder du bindest fr24feed mit bind-interface="127.0.0.1" nur an den Pi selbst. Das ist vor allem sinnvoll, wenn der Pi nicht nur im Heimnetz hängt.
Das Feeder-Konto: was du als Gegenleistung bekommst
Flightradar24 baut sein Empfängernetz zu einem großen Teil mit Freiwilligen auf, die meisten davon Luftfahrtfans. Als Dankeschön gibt es für aktive Stationen ein erweitertes Konto ohne Abogebühr. Über viele Jahre war das ein Business-Abo – die oberste Stufe mit dem längsten Flugverlauf. In den aktuellen Support-Texten spricht Flightradar24 vom Contributor Plan, den du kostenlos nutzt, solange dein Empfänger online ist und aktiv Daten teilt. Den genauen Leistungsumfang listet Flightradar24 auf seiner Seite zum Contributor Plan; Bezeichnung und Inhalt hat der Anbieter in der Vergangenheit angepasst und kann sie wieder ändern.
Für dich heißt das: Prüf vor dem Hardwarekauf, was der Plan aktuell enthält, und vergleich ihn mit dem, was du sonst bezahlen würdest. Welche Abo-Stufen es gibt und welche Funktionen Spotter tatsächlich nutzen, steht in Flightradar24-Abo: Silver, Gold oder Business. Was andere Netzwerke ihren Feedern bieten, vergleicht Was Feeder als Gegenleistung bekommen.
Dafür spricht der Feeder-Weg
- Erweitertes Konto ohne laufende Abogebühr
- Eigene Live-Daten rund um deinen Hausflughafen
- Dieselbe Station kann parallel weitere Netzwerke beliefern
- Du verbesserst die Abdeckung und damit MLAT für alle
Dagegen spricht
- Einmalige Hardwarekosten und etwas Bastelzeit
- Das Konto gilt nur, solange die Station Daten liefert
- Umfang des Feeder-Kontos legt Flightradar24 fest
- Pi, Stick und Netzteil laufen rund um die Uhr
Typische Probleme und schnelle Lösungen
„Online – no data“ auf der Statistikseite. Laut Flightradar24 bezieht sich dieser Status nur auf die letzten Minuten. Zeigt die Seite trotzdem Werte wie gesehene Flugzeuge und Reichweite, läuft die Station – es war gerade nur wenig los. Fehlen die Daten ganz, liegt meist ein Konfigurationsfehler vor, etwa ein falscher Empfängertyp.
Plötzlich deutlich weniger Reichweite. Prüf Antenne und Koaxkabel auf Feuchtigkeit und lockere Stecker. Flightradar24 nennt außerdem neue Mobilfunkantennen in der Nähe als mögliche Ursache – dann hilft ein Filter für 1090 MHz. Mehr dazu in ADS-B-Reichweite steigern und Den besten Antennenstandort finden.
Portkonflikte mit dump1090. Startest du dump1090 selbst mit der Option --net, belegt es die Ports 30002 und 30003 – genau die, die fr24feed für RAW- und BaseStation-Feed nutzt. Lösung laut Handbuch: beide Feeds in fr24feed abschalten.
Station fliegt immer wieder raus. Läuft derselbe Sharing Key auf zwei Geräten, verdrängen sich die Verbindungen gegenseitig. Jede Station braucht ihren eigenen Schlüssel.
Veraltete Version. Aktualisiere mit sudo apt-get update und sudo apt-get install --only-upgrade fr24feed. Klappt das nicht, bietet Flightradar24 ein Update-Skript und als letzten Ausweg die Neuinstallation über das Installationsskript.
Worauf du achten solltest
- Position genau eintragen. Für MLAT zählen wenige Meter. Nimm die Koordinaten der Antenne, nicht die deiner Hausnummer, und gib die Höhe über dem Meer in Fuß an.
- Einen Schlüssel pro Station. Zweitempfänger im Garten oder bei Freunden bekommen einen eigenen Sharing Key.
- Drei-Tage-Frist im Blick behalten. Registriere die Station erst, wenn die Hardware wirklich läuft.
- Rechtliches kennen. Ein Empfänger sendet nichts, er hört nur. Wie das Teilen der Daten rechtlich einzuordnen ist, fasst Ist der Empfang und das Teilen von ADS-B-Daten erlaubt? zusammen.
- Draußen wetterfest bauen. Wer Antenne oder Empfänger nach außen verlegt, findet in ADS-B-Empfänger im Freien betreiben die nötigen Tipps.
Ist deine fr24feed-Station startklar?
- Ich habe ein Flightradar24-Konto und kenne die E-Mail-Adresse dazu.
- Stick und Antenne liefern auf dem Pi bereits Signale.
- Ich habe die exakten Koordinaten und die Antennenhöhe in Fuß parat.
- Ich weiß, ob fr24feed den Stick selbst ansteuert oder an einen vorhandenen Dekoder andockt.
- MLAT ist passend gesetzt – „no“, wenn ich mehrere Netzwerke beliefere.
- Sharing Key und Radar-ID sind notiert.
- Der Dienst ist mit systemctl aktiviert und startet nach einem Neustart automatisch.
Und was hat der Spotter am Zaun davon?
Eine eigene Station verändert, wie du Spotting-Tage planst. Du siehst den Verkehr in deiner Umgebung aus deinen eigenen Daten, erkennst Anflüge früh und lernst nebenbei, warum manche Flugzeuge auf Flugradar-Karten fehlen – das Thema vertieft Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint. Mit dem erweiterten Konto blätterst du zudem länger im Flugverlauf zurück und kannst Sichtungen im Nachhinein vervollständigen, etwa wie in Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen beschrieben.
Wohnst du in Flughafennähe, etwa im Umfeld des Flughafens München oder des Flughafens Hamburg, lohnt sich die Station doppelt: Dort hörst du auch Flugzeuge im Endanflug und auf dem Boden. Am Spot – zum Beispiel am Besucherhügel München oder am Affenfelsen in Hamburg – nutzt du dann die Live-Karte deines Kontos, um den nächsten interessanten Anflug abzupassen.
Empfangen, sehen, sammeln
Planetrack verbindet deine Sichtungen mit der Spot-Karte, Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – und sammelt jede Maschine mit Kennzeichen in deinem Hangar samt Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
fr24feed einzurichten dauert mit laufender Hardware meist nur wenige Minuten: Installationsskript starten, Assistenten sorgfältig ausfüllen, Dienst aktivieren. Die meisten Stolperfallen liegen im Detail – Antennenhöhe in Fuß, ein eigener Sharing Key pro Station, MLAT auf „no“ bei mehreren Netzwerken und die Drei-Tage-Frist nach der Registrierung. Wer das beachtet, bekommt eine Station, die zuverlässig liefert, und als Gegenleistung ein erweitertes Flightradar24-Konto ohne Abogebühr. Welche weiteren Feeder-Programme du parallel betreiben kannst, zeigt ADS-B-Feeder-Programme im Vergleich.
Kurzfazit
Installationsskript ausführen, im Assistenten exakte Position und den richtigen Empfängertyp wählen, Dienst aktivieren – fertig. Liefert die Station dauerhaft Daten, schaltet Flightradar24 das kostenlose Feeder-Konto frei. Beim Parallelbetrieb mit anderen Netzwerken dockst du fr24feed an den vorhandenen Dekoder an und schaltest MLAT dort ab.
Zusammenfassung
- fr24feed ist die Feeder-Software von Flightradar24. Sie liest die Daten deines Empfängers, dekodiert sie bei Bedarf selbst und schickt sie an das Netzwerk.
- Laut Handbuch unterstützt fr24feed Linux auf ARM- und x86-Hardware, also vor allem den Raspberry Pi, sowie gängige DVB-T-Sticks, Mode-S Beast, SBS-Empfänger und AVR-kompatible Geräte.
- Die Einstellungen landen in der Datei /etc/fr24feed.ini, die lokale Weboberfläche erreichst du auf Port 8754.
- Wer bereits PiAware oder einen anderen dump1090-Dekoder betreibt, hängt fr24feed einfach als zusätzlichen Feeder an den vorhandenen Datenstrom.
Häufige Fragen
Was ist fr24feed?
fr24feed ist die offizielle Software, mit der du Daten deines ADS-B-Empfängers an Flightradar24 weitergibst. Sie bringt einen eigenen Dekoder für DVB-T-Sticks mit, kann aber auch an einen bereits laufenden Dekoder wie dump1090 andocken. Flightradar24 stellt sie als Paket für den Raspberry Pi und für Debian-basierte Linux-Systeme bereit.
Wie installiere ich fr24feed auf dem Raspberry Pi?
Am einfachsten über das Installationsskript von Flightradar24, das du per SSH auf dem Pi ausführst: wget -qO- https://fr24.com/install.sh | sudo bash -s. Es richtet das Paket-Repository ein, installiert fr24feed und startet anschließend den Signup-Assistenten, in dem du E-Mail, Antennenposition und Empfängertyp angibst.
Wo finde ich meinen Sharing Key?
Nach der ersten Registrierung schickt dir Flightradar24 den Schlüssel per E-Mail zur Sicherung. Außerdem steht er in deinem Flightradar24-Konto unter „My data sharing“ und in der Konfigurationsdatei /etc/fr24feed.ini im Feld fr24key.
Bekomme ich als Feeder wirklich ein kostenloses Abo?
Ja. Flightradar24 gibt Betreibern einer aktiven Station kostenlosen Zugang zu einem erweiterten Konto, solange der Empfänger online ist und Daten teilt. Über viele Jahre war das ein Business-Abo, in den aktuellen Support-Texten heißt es Contributor Plan. Den genauen Umfang legt Flightradar24 fest und kann ihn ändern, deshalb lohnt vor dem Hardwarekauf ein Blick auf die Seite zum Contributor Plan.
Kann ich fr24feed und PiAware gleichzeitig betreiben?
Ja. Flightradar24 beschreibt das selbst: Du installierst fr24feed auf dem PiAware-Pi und wählst im Assistenten als Empfänger Mode-S Beast mit Netzwerkverbindung zum laufenden Dekoder, Host 127.0.0.1 und Port 30005. In der Konfigurationsdatei steht danach receiver="beast-tcp". Der PiAware-Feed bleibt davon unberührt. MLAT stellst du in fr24feed in diesem Fall auf „no“.
Warum zeigt meine Station „Online – no data“?
Laut Flightradar24 bezieht sich der Status nur auf die letzten Minuten. Stehen auf der Statistikseite trotzdem Werte wie gesehene Flugzeuge und Reichweite, läuft die Station und es war nur gerade wenig Verkehr. Fehlen Daten komplett, prüfe Antenne, Kabel und Empfängereinstellungen. Bei einem plötzlichen Reichweiteneinbruch können neue Mobilfunkantennen in der Nähe stören.
Wie prüfe ich, ob fr24feed läuft?
Auf dem Pi zeigt der Befehl fr24feed-status den Zustand des Feeders. Das Log liest du mit journalctl -u fr24feed -f mit. Im Browser öffnest du die Weboberfläche unter der IP-Adresse deines Pi mit Port 8754.
Wie aktualisiere ich fr24feed?
Flightradar24 empfiehlt zuerst den normalen Paketweg: sudo apt-get update und danach sudo apt-get install --only-upgrade fr24feed. Klappt das nicht, gibt es ein Update-Skript im Programmordner oder die Neuinstallation über das Installationsskript.
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