Flughistorie abrufen: Vergangene Flüge und Routen eines Flugzeugs nachschlagen

Wo war dieses Kennzeichen letzte Woche, welche Route ist die Special Livery gestern geflogen? So schlägst du die Flughistorie eines Flugzeugs nach – mit Playback, den richtigen Suchbegriffen und einem Überblick, wie weit welcher Dienst zurückreicht.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Kennzeichen statt Flugnummer: Wer den Verlauf eines bestimmten Flugzeugs sehen will, sucht nach der Registrierung. Die Flugnummer zeigt dir dagegen, welche Maschinen eine Verbindung an verschiedenen Tagen geflogen sind.
  • Die Historienlänge hängt am Konto: Kostenlos reichen Flightradar24 und FlightAware rund eine Woche zurück. Mit Abo oder als Feeder siehst du Monate, bei Flightradar24 Business laut Anbieter bis zu drei Jahre.
  • Playback ist mehr als eine Linie: Beim Abspielen siehst du Höhe, Geschwindigkeit und Kurs zu jedem Zeitpunkt – ideal, um Durchstarter, Warteschleifen oder die tatsächlich genutzte Piste zu klären.
  • Rohdaten reichen weiter: OpenSky, Community-Netzwerke mit offenen Tagesarchiven und dein eigener Empfänger liefern Daten, die über die Grenzen der Komfort-Apps hinausgehen.
  • Lücken sind normal: Gesperrte Flugzeuge, fehlender Empfang über Ozeanen und abgeschaltete Transponder erzeugen Löcher im Verlauf. Eine fehlende Spur beweist nicht, dass ein Flug nicht stattgefunden hat.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Flughistorie abrufen: die kurze Antwort
  2. 2.Kennzeichen, Flugnummer oder Hex-Code: der richtige Suchbegriff
  3. 3.Was die Verlaufsliste dir verrät
  4. 4.Playback: den Flug noch einmal ablaufen lassen
  5. 5.Wie weit reicht die Historie? Die Dienste im Vergleich
  6. 6.Länger zurück: Feeder-Konten und Rohdaten
  7. 7.Warum die Historie Lücken hat
  8. 8.Praxis: so gehst du bei einer Recherche vor
  9. 9.Flughistorie oder Lebenslauf?
  10. 10.Worauf du achten solltest
  11. 11.Fazit

Ein Foto von gestern, das Kennzeichen halb verdeckt. Eine Special Livery, die angeblich jede Woche dieselbe Strecke fliegt. Ein Jumbo, der überraschend an deinem Hausflughafen stand. Hinter all diesen Fragen steckt dieselbe Aufgabe: die Flughistorie eines Flugzeugs abrufen. Dieser Guide zeigt dir, wie du vergangene Flüge und Routen sicher nachschlägst, wie das Playback funktioniert, wie weit die bekannten Dienste zurückreichen und wo du Daten findest, wenn die Komfort-Apps an ihre Grenzen kommen.

Deine Sichtungen mit Kennzeichen festhalten

Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und hast deine eigene Historie immer dabei. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Flughistorie abrufen: die kurze Antwort

Du suchst bei einem Flugradar-Dienst nach dem Kennzeichen des Flugzeugs und öffnest dessen Verlauf. Dort siehst du die zurückliegenden Flüge mit Datum, Route, Flugnummer sowie geplanten und tatsächlichen Zeiten. Jeden Flug kannst du auf der Karte anzeigen oder per Playback abspielen. Kostenlos reicht das bei den großen Diensten rund eine Woche zurück, mit Abo oder als Feeder deutlich länger. Für noch ältere Daten oder sehr genaue Spuren greifst du zu Rohdatenquellen oder deinem eigenen Empfänger.

7 Tagekostenloser Verlauf bei Flightradar24 und FlightAware
8 MonateVerlauf im FlightAware-Enterprise-Konto für PiAware-Feeder
300xmaximales Abspieltempo im Global Playback von Flightradar24

Kennzeichen, Flugnummer oder Hex-Code: der richtige Suchbegriff

Der häufigste Fehler bei der Recherche ist der falsche Einstieg. Flugradar-Dienste kennen drei verschiedene Schlüssel, und jeder beantwortet eine andere Frage.

  • Kennzeichen (Registrierung): Das Kennzeichen wie D-AIXP oder N12345 gehört zu genau einem Flugzeug. Die Suche danach liefert dir die Geschichte dieses einen Airframes – egal, unter welcher Flugnummer er unterwegs war. Das ist der Standardweg für Spotter. Wie die Suche im Detail funktioniert, zeigt Ein Flugzeug per Kennzeichen oder Hex-Code finden.
  • Flugnummer: Eine Flugnummer wie LH400 bezeichnet eine Verbindung, nicht ein Flugzeug. Ihr Verlauf zeigt, welche Maschinen diese Strecke an verschiedenen Tagen geflogen sind. Ideal, wenn du wissen willst, ob eine Airline auf einer Route gelegentlich einen größeren Typ einsetzt. Den Unterschied zum Funkrufzeichen erklärt Callsign und Flugnummer.
  • Hex-Code (ICAO-24-Bit-Adresse): Diese Adresse sendet der Transponder bei jeder Meldung mit. Sie ist der Schlüssel in vielen Rohdatenquellen und auf Community-Karten. Was dahintersteckt, beschreibt Die ICAO-24-Bit-Adresse erklärt.

Wichtig für längere Recherchen: Die 24-Bit-Adresse wird vom Registrierungsstaat vergeben. Wechselt ein Flugzeug das Land seiner Zulassung, bekommt es in der Regel ein neues Kennzeichen und eine neue Adresse. Für den Flugradar-Dienst ist es dann ein anderes Flugzeug, der Verlauf scheint abzureißen. Wie du solche Wechsel nachvollziehst, steht in Umregistrierungen verstehen.

Was die Verlaufsliste dir verrät

Hast du ein Kennzeichen gefunden, bekommst du meist eine tabellarische Liste. Je nach Dienst unterscheiden sich die Spalten, typisch sind diese Angaben:

Feld Was es zeigt Wofür du es als Spotter nutzt
Datum Tag des Flugs, oft in UTC oder Ortszeit Abgleich mit dem Aufnahmedatum deines Fotos
Von / Nach Abflug- und Zielflughafen Umlauf-Muster erkennen, nächste Ankunft abschätzen
Flugnummer Kennung, unter der der Flug lief Prüfen, ob die Maschine auf Linie, Charter oder Überführung war
Planzeit / Ist-Zeit geplante und tatsächliche Start- und Landezeit Verspätungen und den echten Landezeitpunkt an deinem Spot einordnen
Flugdauer Zeit zwischen Start und Landung Ungewöhnliche Umwege oder Warteschleifen erkennen

Achte auf die Zeitzone. Viele Dienste zeigen Zeiten wahlweise in UTC oder in Ortszeit an. Wenn du ein Foto um 14:12 Uhr deutscher Sommerzeit gemacht hast, steht derselbe Moment in UTC als 12:12 Uhr in der Liste. Wer das vergisst, sucht schnell den falschen Flug.

Playback: den Flug noch einmal ablaufen lassen

Die Liste beantwortet das „Wohin“, das Playback das „Wie“. Beim Abspielen eines einzelnen Flugs bewegt sich das Flugzeugsymbol im Zeitraffer über die Karte. Gleichzeitig siehst du Höhe, Geschwindigkeit und Kurs zum jeweiligen Zeitpunkt. Für Spotter klärt das Fragen, die keine Tabelle beantwortet:

  • Welche Piste war in Betrieb? Die Spur im Endanflug zeigt, auf welcher Bahn die Maschine aufgesetzt hat – praktisch, wenn du einen Spot für die nächste Woche planst.
  • Gab es einen Durchstarter? Ein plötzlicher Steigflug kurz vor der Schwelle und eine zweite Anflugrunde sind im Playback unübersehbar.
  • War das Flugzeug in einer Warteschleife? Ovale Muster vor dem Anflug verraten Holdings. Wie du sie erkennst, erklärt Warteschleifen auf dem Flugradar erkennen.
  • Kam die Maschine wirklich an deinem Spot vorbei? Bei Sichtungen ohne lesbares Kennzeichen grenzt du so ein, welches Flugzeug zum Aufnahmezeitpunkt in Reichweite war.

Flightradar24 bietet auf seiner Website zusätzlich das Global Playback. Du wählst Datum und Uhrzeit und siehst den gesamten Verkehr in einem Kartenausschnitt, mit Abspieltempo von 1x bis 300x und anwendbaren Filtern. Damit spielst du einen kompletten Vormittag an deinem Flughafen nach, ohne jeden Flug einzeln zu öffnen. Die Bedienung Schritt für Schritt findest du in der Flightradar24-Anleitung.

Foto zuordnen in drei Minuten

Lies die Aufnahmezeit aus den Bilddaten deines Fotos, rechne sie in UTC um und starte das Global Playback ein bis zwei Minuten vorher. Das Flugzeug, das zu diesem Zeitpunkt an deiner Position vorbeizieht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit dein Motiv. Prüfe Typ und Airline-Bemalung dann noch einmal am Foto gegen.

Wie weit reicht die Historie? Die Dienste im Vergleich

Die Länge des Verlaufs ist der Punkt, an dem sich die Dienste am deutlichsten unterscheiden – und an dem Abos ins Spiel kommen. Die folgenden Angaben beruhen auf den Darstellungen der Anbieter mit Stand Oktober 2026. Konditionen ändern sich, prüf vor einem Abschluss die aktuelle Übersicht.

Dienst Kostenlos Mit Abo Als Feeder Besonderheit
Flightradar24 bis zu 7 Tage Silver 90 Tage, Gold 365 Tage, Business bis zu 3 Jahre Business-Abo für aktive Feeder Global Playback für ganze Kartenausschnitte
FlightAware letzte 7 Tage öffentlich sichtbar je nach Stufe 3, 5 oder 8 Monate Enterprise-Konto mit 8 Monaten starke Flugplan- und Statusdaten
OpenSky Network (API) anonym nur aktuelle Positionen – – Flüge einzelner Flugzeuge ab dem Vortag, Spuren bis 30 Tage zurück
adsb.lol Live-Karte – – tägliche Archive unter offener ODbL-Lizenz
eigener Empfänger (tar1090) so lange du speicherst – – volle Kontrolle, aber nur dein Empfangsbereich

Welche Abostufe sich für dich lohnt, rechnet Flightradar24 Silver, Gold und Business erklärt im Detail durch. Wie du den Verlauf bei FlightAware aufrufst, zeigt die FlightAware-Anleitung, beide Dienste stellt Flightradar24 und FlightAware im direkten Vergleich gegenüber. Für die meisten Spotter gilt: Wer Fotos zeitnah sortiert, kommt mit sieben Tagen erstaunlich weit. Wer dagegen Muster über Monate verfolgen will – etwa die Einsätze einer bestimmten Sonderlackierung –, profitiert von einem längeren Verlauf.

Nicht zurückschauen, rechtzeitig da sein

Planetrack benachrichtigt dich mit Sichtungs-Alarmen, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery deinen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Länger zurück: Feeder-Konten und Rohdaten

Wer regelmäßig recherchiert, muss nicht zwingend ein Abo bezahlen. Es gibt drei Wege zu längeren oder detaillierteren Daten.

Feeder werden

Die großen Netzwerke leben von freiwilligen Empfangsstationen und belohnen sie. FlightAware gibt Betreibern einer PiAware-Station ein kostenloses Enterprise-Konto mit acht Monaten Verlauf, Flightradar24 vergibt an aktive Feeder ein Business-Abo, solange die Station Daten liefert. Ein Raspberry Pi, ein SDR-Stick und eine Antenne reichen dafür. Die Einrichtung beschreiben PiAware einrichten und fr24feed einrichten, was die einzelnen Programme bieten, vergleicht ADS-B-Feeder-Programme im Vergleich.

OpenSky Network

OpenSky ist ein gemeinnütziger Verein aus der Schweiz, der ADS-B- und Mode-S-Daten für die Forschung sammelt. Bei anonymen Abfragen der Positionsdaten liefert die öffentliche Schnittstelle nur den aktuellen Stand. Die Flüge eines bestimmten Flugzeugs fragst du über einen eigenen Endpunkt ab – jeweils für Zeitfenster von höchstens zwei Tagen, und erst ab dem Vortag, weil die Flugliste nachts in einem Stapellauf aktualisiert wird. Detaillierte Spuren einzelner Flüge reichen laut Dokumentation bis zu 30 Tage zurück. Für ältere Rohdaten verweist OpenSky auf einen eigenen Datenbankzugang, der sich an Forschende richtet. Mehr dazu in OpenSky Network erklärt.

Community-Netzwerke mit offenen Archiven

Community-Karten wie ADS-B Exchange, adsb.lol oder adsb.fi nutzen die Weboberfläche tar1090 und zeigen nach eigener Aussage möglichst ungefilterte Daten. adsb.lol veröffentlicht zusätzlich täglich Archive seiner Empfangsdaten auf GitHub, mit einer komprimierten Datei pro Flugzeug und Tag unter der offenen Lizenz ODbL. Für den schnellen Blick ist das unbequem, für eigene Auswertungen mit etwas Programmierkenntnis aber eine Fundgrube. Einen Vergleich der Community-Dienste findest du in Ungefilterte Community-Tracker im Vergleich.

Der eigene Empfänger als Archiv

Die verlässlichste Langzeit-Historie ist die, die du selbst speicherst. tar1090 zeigt dir mit der Option für persistente Spuren standardmäßig die letzten acht Stunden, der Zeitraum lässt sich in der Konfiguration verlängern. Mit dem Dekoder readsb kannst du außerdem Verlaufsdaten und Heatmaps dauerhaft auf die Festplatte schreiben – laut Projektdokumentation bleiben diese Dateien liegen, bis du sie selbst löschst. Der Haken: Du siehst nur, was deine Antenne empfängt. Die Einrichtung erklären readsb und tar1090 installieren und Flugverfolgung am PC.

Warum die Historie Lücken hat

Kein Verlauf ist vollständig. Wer die typischen Ursachen kennt, zieht aus einer fehlenden Spur keine falschen Schlüsse.

  • Fehlender Empfang: Über Ozeanen, Wüsten oder in dünn besiedelten Regionen stehen wenige Bodenempfänger. Manche Dienste füllen solche Strecken mit geschätzten Positionen auf, andere zeigen schlicht eine Lücke.
  • Kein ADS-B: Flugzeuge, die nur Mode-S ohne Positionsdaten senden, lassen sich lediglich per Multilateration orten – und das nur, wo genug Empfänger stehen. Die Technik dahinter erklärt MLAT verständlich erklärt.
  • Sperrprogramme: Kommerzielle Dienste respektieren Sperrlisten wie das US-Programm LADD. FlightAware schreibt in seiner FAQ, dass gesperrte Flugzeuge öffentlich nicht angezeigt werden und Details nur für Halter oder Betreiber zugänglich sind. Community-Netzwerke filtern nach eigener Aussage weniger.
  • Umregistrierung: Neues Kennzeichen, neue 24-Bit-Adresse – für den Dienst beginnt eine neue Akte.
  • Schlechte Zuordnung: Manchmal wird ein Flug mit falscher Flugnummer oder ohne Kennzeichen geführt, etwa bei Überführungen. Über den Hex-Code findest du ihn trotzdem.

Eine ausführliche Fehlersuche bietet Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint. Grundregel: Wenn eine Sichtung wichtig ist, bestätige sie mit einer zweiten Quelle.

Praxis: so gehst du bei einer Recherche vor

Ob unlesbares Kennzeichen, Liveries-Jagd oder Neugier: Der Ablauf ist fast immer derselbe.

1. Die Frage festlegen

Willst du wissen, wo ein bestimmtes Flugzeug war, oder welche Maschinen eine Verbindung geflogen sind? Davon hängt ab, ob du nach Kennzeichen oder Flugnummer suchst.

2. Den Zeitraum prüfen

Liegt das Ereignis innerhalb der letzten sieben Tage, reicht die kostenlose Ansicht. Liegt es weiter zurück, brauchst du ein längeres Konto oder eine Rohdatenquelle.

3. Zeitzone angleichen

Rechne die Zeit deines Fotos oder deiner Notiz in die Zeitzone um, die der Dienst anzeigt – meist UTC oder Ortszeit des Flughafens.

4. Flug öffnen und abspielen

Prüfe im Playback Höhe, Kurs und Piste. Passen Uhrzeit und Position zu deinem Spot, hast du den richtigen Flug.

5. Mit einer zweiten Quelle bestätigen

Gleiche das Ergebnis mit einem zweiten Dienst oder einer Flottendatenbank ab, etwa für Typ, Baujahr und Vorbesitzer.

6. Im Logbuch festhalten

Notiere Kennzeichen, Typ, Flugnummer, Route und Zeit. Dann musst du dieselbe Recherche nie wieder machen.

Wie du Sichtungen systematisch mit Empfangsdaten abgleichst, zeigt Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen. Bei unscharfen Fotos hilft zusätzlich Ein unlesbares Kennzeichen ermitteln.

Flughistorie oder Lebenslauf?

Die Flughistorie zeigt dir Bewegungen: wann ein Flugzeug wo war. Den Lebenslauf eines Airframes – Erstflug, Auslieferung, Vorbesitzer, frühere Kennzeichen, Lackierungen – findest du dort nicht. Dafür sind Flottendatenbanken zuständig. Einen Überblick über die wichtigsten Quellen bietet Flottendatenbanken im Überblick, wie du daraus eine vollständige Biografie zusammensetzt, erklärt Den Lebenslauf eines Flugzeugs recherchieren.

Die Kombination ist besonders stark: Die Datenbank sagt dir, welche Maschine die gesuchte Sonderlackierung trägt, die Flughistorie zeigt dir, auf welchen Strecken sie gerade unterwegs ist. Wie du Special Liveries gezielt aufspürst, beschreibt Special Liveries finden.

Kostenlose Historie reicht, wenn …

  • du Fotos innerhalb einer Woche sortierst
  • du vor allem wissen willst, wo ein Flugzeug gerade unterwegs ist
  • du gelegentlich einzelne Flüge nachspielst

Feeder oder Abo lohnt sich, wenn …

  • du Muster über Wochen oder Monate verfolgst
  • du Sonderlackierungen oder seltene Typen gezielt beobachtest
  • du ohnehin Lust hast, einen eigenen Empfänger zu bauen

Rohdaten sind dein Werkzeug, wenn …

  • du sehr alte oder sehr genaue Spuren brauchst
  • du eigene Auswertungen mit Skripten machen willst
  • dir gefilterte Darstellungen der Komfort-Apps nicht genügen

Worauf du achten solltest

  • Konditionen ändern sich. Historienlängen und Abo-Inhalte passen die Anbieter regelmäßig an. Die Werte in diesem Artikel geben den Stand Oktober 2026 wieder.
  • Geschätzte Positionen sind keine Messungen. Wenn eine Spur über dem Meer verdächtig gerade verläuft, wurde sie womöglich interpoliert.
  • Gesperrte Flugzeuge respektieren. Sperrprogramme existieren aus Gründen der Privatsphäre und Sicherheit. Veröffentliche keine Bewegungsprofile privater Halter.
  • Zeitzonen immer mitdenken. Ein falsch umgerechnetes Foto führt dich zuverlässig zum falschen Flug.
  • Daten sichern. Was du heute im kostenlosen Verlauf siehst, ist in einer Woche weg. Notiere Wichtiges sofort, etwa im Spotter-Logbuch.

Bist du bereit für deine Flughistorie-Recherche?

Hak ab, was du schon weißt – am Ende siehst du, ob du loslegen kannst.

  • Ich weiß, ob ich nach Kennzeichen oder Flugnummer suchen muss.
  • Ich kenne den Zeitraum, der mich interessiert.
  • Ich weiß, wie weit mein Konto zurückreicht.
  • Ich habe die Zeit meines Fotos in UTC umgerechnet.
  • Ich habe eine zweite Quelle zum Gegenprüfen im Kopf.
  • Ich weiß, wo ich das Ergebnis festhalte.

Deine Sammlung, deine Historie

Im Hangar von Planetrack sammelst du alle gesichteten Flugzeuge mit Kennzeichen und Typ, führst eine Wunschliste und teilst deine besten Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Die Flughistorie eines Flugzeugs nachzuschlagen ist in den meisten Fällen eine Sache von Minuten: Kennzeichen suchen, Flug öffnen, abspielen. Die eigentliche Kunst liegt im richtigen Suchbegriff, in der sauberen Zeitzonen-Umrechnung und im Wissen, wie weit dein Dienst zurückreicht. Für die erste Woche genügt die kostenlose Ansicht, für Monate brauchst du ein Abo oder ein Feeder-Konto, und für alles darüber hinaus helfen Rohdaten und der eigene Empfänger. Lücken gehören dazu – wer sie kennt, interpretiert seinen Verlauf richtig.

Kurzfazit

Suche nach dem Kennzeichen, wenn dich ein Flugzeug interessiert, und nach der Flugnummer, wenn dich eine Verbindung interessiert. Nutze das Playback für Piste, Durchstarter und Fotozuordnung, sichere Wichtiges sofort – und greif für ältere Daten zu Feeder-Konten, OpenSky oder deinem eigenen Empfänger.

Zusammenfassung

  • Die Flughistorie eines Flugzeugs findest du am schnellsten über die Kennzeichensuche bei einem Flugradar-Dienst. Die Liste der letzten Flüge zeigt Datum, Route, Flugnummer und Zeiten, per Playback spielst du einzelne Flüge nach.
  • Kostenlos reicht der Blick meist rund sieben Tage zurück. Längere Zeiträume gibt es über Abos oder als Gegenleistung für einen eigenen ADS-B-Empfänger, der Daten an das Netzwerk liefert.
  • Für ältere oder sehr detaillierte Daten sind Rohdatenquellen wie OpenSky, offene Tagesarchive aus der Community und der eigene Empfänger mit tar1090 die richtigen Werkzeuge.
  • Jede Historie ist nur so vollständig wie der Empfang und die Filterregeln des Dienstes. Wichtige Funde gleichst du deshalb mit einer zweiten Quelle ab.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, wo ein bestimmtes Flugzeug in den letzten Tagen war?

Gib das Kennzeichen, etwa D-AIXP, in die Suche eines Flugradar-Dienstes wie Flightradar24 oder FlightAware ein. Du bekommst eine Liste der zurückliegenden Flüge mit Datum, Abflug- und Zielflughafen, Flugnummer und Zeiten. Jeden Eintrag kannst du öffnen und die Strecke auf der Karte sehen oder abspielen.

Wie weit reicht die kostenlose Flughistorie zurück?

Bei Flightradar24 reicht der Verlauf in der kostenlosen Basisversion bis zu sieben Tage zurück. FlightAware nennt in seiner FAQ ebenfalls die letzten sieben Tage als öffentlich sichtbaren Zeitraum. Wer weiter zurückblicken will, braucht ein Abo oder ein Feeder-Konto.

Wie lange ist der Verlauf mit einem Abo verfügbar?

Flightradar24 gibt für Silver 90 Tage und für Gold 365 Tage an, Business reicht laut Anbieter bis zu drei Jahre zurück. FlightAware bietet je nach Premium-Stufe drei, fünf oder acht Monate. Feeder mit eigener PiAware-Station bekommen bei FlightAware ein Enterprise-Konto mit acht Monaten Verlauf, Flightradar24 vergibt an aktive Feeder ein Business-Abo.

Was ist der Unterschied zwischen Playback und Global Playback?

Beim normalen Playback spielst du einen einzelnen Flug aus dem Verlauf ab und siehst Position, Höhe und Geschwindigkeit im Zeitraffer. Global Playback auf der Website von Flightradar24 zeigt dagegen den gesamten Verkehr in einem Kartenausschnitt zu einem gewählten Zeitpunkt – praktisch, wenn du wissen willst, was an einem bestimmten Vormittag an deinem Flughafen los war.

Warum fehlen in der Historie manche Flüge?

Häufige Gründe sind fehlender Empfang, etwa über Ozeanen oder in Regionen mit wenigen Empfängern, Flugzeuge ohne ADS-B-Signal, die nur per MLAT oder gar nicht erfasst werden, und Sperrprogramme wie das US-Programm LADD, durch die kommerzielle Dienste einzelne Kennzeichen ausblenden. Auch eine Umregistrierung kann den Verlauf scheinbar abreißen lassen.

Kann ich auch Flüge sehen, die Monate oder Jahre zurückliegen?

Ja, aber nicht immer bequem. Neben langen Abo-Stufen gibt es Rohdatenquellen: OpenSky stellt Flugdaten für Forschung bereit, das Community-Netzwerk adsb.lol veröffentlicht tägliche Archive unter offener Lizenz, und mit einem eigenen Empfänger speicherst du deine Daten so lange, wie du willst.

Sollte ich nach Flugnummer oder Kennzeichen suchen?

Das hängt von der Frage ab. Willst du wissen, wo ein bestimmtes Flugzeug war, suchst du nach dem Kennzeichen. Willst du wissen, welche Maschinen eine bestimmte Verbindung geflogen sind – etwa ob an einem Tag ein größerer Typ eingesetzt wurde –, suchst du nach der Flugnummer.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

Mehr Artikel aus Flugverfolgung & Flugradar →

Weiterlesen in Flugverfolgung & Flugradar

← Zurück zum Blog