Das Wichtigste in Kürze
- Dekoder und Feeder sind zwei Dinge: Der Dekoder liest den SDR-Stick aus, der Feeder schickt die Daten an einen Dienst. Nur ein Programm kann den Stick gleichzeitig nutzen – alle weiteren Feeder hängen sich an dessen Datenstrom.
- fr24feed und PiAware bringen eigene Dekoder mit: Beide funktionieren allein, lassen sich aber auch an einen bereits laufenden Dekoder andocken. RBFeeder, der Plane Finder Client und die ADS-B-Exchange-Skripte sind von Haus aus auf Mitlesen ausgelegt.
- Lokale Oberflächen unterscheiden sich stark: PiAware zeigt mit SkyAware eine Live-Karte, fr24feed eine Statusseite auf Port 8754, pfclient eine Weboberfläche auf Port 30053. Die schönste lokale Karte liefert meist tar1090.
- Komplettlösungen sparen Arbeit: Das adsb.im-Image und der Ultrafeeder-Container beliefern Dutzende Netze aus einer Oberfläche beziehungsweise einer Konfigurationsdatei – inklusive der kommerziellen Dienste.
- Die Gegenleistung hängt am Dienst, nicht am Programm: Ob du fr24feed klassisch oder im Container betreibst, ist egal – entscheidend ist, dass die Station mit deinem Konto verknüpft ist und liefert.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Erst verstehen: Dekoder, Feeder, Oberfläche
- 3.fr24feed (Flightradar24)
- 4.PiAware (FlightAware)
- 5.RBFeeder (AirNav Radar)
- 6.Plane Finder Client (pfclient)
- 7.ADS-B Exchange und die Community-Netze
- 8.Komplettlösungen: adsb.im und Ultrafeeder
- 9.Alle Programme im Vergleich
- 10.Welche Variante passt zu dir?
- 11.Typische Stolperfallen beim Parallelbetrieb
- 12.Reichweite schlägt Software
- 13.Fazit
Dein Raspberry Pi hängt am Dachfenster, der SDR-Stick glüht leicht, und in der Konsole rauschen die ersten Mode-S-Nachrichten durch. Jetzt stellt sich die Frage, die jeder Stationsbetreiber irgendwann hat: Welches Feeder-Programm installierst du – und wie viele davon? Flightradar24, FlightAware, AirNav Radar, Plane Finder, ADS-B Exchange und OpenSky haben jeweils eigene Software, dazu kommen Komplettlösungen, die alles auf einmal erledigen. Dieser Vergleich schaut unter die Haube: Wie arbeiten die Programme, was zeigen sie dir lokal, wie vertragen sie sich miteinander und welche Gegenleistung steckt hinter dem jeweiligen Dienst?
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Die kurze Antwort
Für ein einziges Netz nimmst du das offizielle Programm des Dienstes: PiAware für FlightAware, fr24feed für Flightradar24. Beide bringen einen eigenen Dekoder mit und laufen nach wenigen Minuten. Für mehrere Netze baust du auf einen neutralen Dekoder wie readsb und hängst RBFeeder, den Plane Finder Client, fr24feed und die Skripte von ADS-B Exchange daran. Wer sich die Kommandozeile sparen will, greift zum adsb.im-Image mit Weboberfläche, wer Docker mag, zum Ultrafeeder-Container. Welche Abos du als Feeder bekommst, ist unabhängig von der Installationsart; die Details stehen in Was Feeder als Gegenleistung bekommen.
Erst verstehen: Dekoder, Feeder, Oberfläche
Bevor du Programme vergleichst, hilft ein Blick auf die Arbeitsteilung auf deinem Pi. Ganz unten sitzt der Dekoder. Er steuert den SDR-Stick, wertet die Signale auf 1090 MHz aus und macht daraus Nachrichten mit Kennung, Position, Höhe und Geschwindigkeit. Bekannte Dekoder sind dump1090-fa (Teil von PiAware) und readsb. Darüber sitzen die Feeder: kleine Programme, die den Datenstrom des Dekoders abgreifen und verschlüsselt oder komprimiert an ihren Dienst schicken. Die dritte Ebene ist die Oberfläche – eine lokale Karte oder Statusseite im Browser.
Der Knackpunkt: Ein SDR-Stick lässt sich nur von einem Programm gleichzeitig ansprechen. Alle anderen müssen über das Netzwerk mitlesen, meist im Beast-Format. Wer das verstanden hat, versteht auch, warum manche Installationen sich gegenseitig ausbremsen und andere friedlich nebeneinander laufen. Die Hardware-Seite dazu erklärt ADS-B-Empfänger selber bauen, passende Sticks vergleicht SDR-Sticks für ADS-B im Vergleich.
Der zweite Knackpunkt ist MLAT. Für Flugzeuge, die keine ADS-B-Position senden, berechnet jeder Dienst die Position aus Laufzeitunterschieden zwischen mehreren Stationen – auf seinen eigenen Servern. Jedes Netz braucht deshalb seinen eigenen MLAT-Client und deine exakte Antennenposition. Die Grundlagen stehen in MLAT und Multilateration erklärt.
fr24feed (Flightradar24)
fr24feed ist Dekoder und Feeder in einem. Steckt ein DVB-T-Stick direkt am Pi, startet die Software ihren mitgelieferten Dekoder. Läuft schon ein anderer Dekoder, liest fr24feed dessen Daten über das Netzwerk mit – im Assistenten wählst du dann Mode-S Beast per Netzwerk mit Host 127.0.0.1 und Port 30005. Laut Handbuch unterstützt das Programm Linux auf ARM- und x86-Hardware sowie gängige DVB-T-Sticks, Mode-S Beast, SBS- und AVR-kompatible Empfänger. Ausdrücklich nicht kompatibel sind laut Flightradar24 die Empfänger von AirNav, weil deren Datenstrom verschlüsselt ist.
Installiert wird per Skript, das das Paket-Repository einrichtet und den Signup-Assistenten startet. Deine Station identifiziert ein 16-stelliger Sharing Key, der immer nur für eine Maschine gleichzeitig gilt. Lokal bekommst du eine schlichte Statusseite auf Port 8754 – keine Karte, aber Empfangsstatus und Verbindungsinfos. Wichtig im Mehrfachbetrieb: Flightradar24 rät, MLAT in fr24feed abzuschalten, sobald dieselben Daten auch an andere Netze gehen. Als Gegenleistung gibt es den Contributor Plan, solange die Station online ist und teilt. Alles Schritt für Schritt: fr24feed einrichten.
PiAware (FlightAware)
PiAware ist die Feeder-Software von FlightAware und nimmt die Daten des hauseigenen Dekoders dump1090-fa entgegen. FlightAware betont, dass die Station auf freier Open-Source-Software basiert. Es gibt zwei Wege: ein fertiges SD-Karten-Image, das alles mitbringt, oder die Paket-Installation auf einem vorhandenen Raspberry Pi OS. Laut FlightAware dauert die Installation auf einem bereits laufenden Pi weniger als fünf Minuten.
Stark ist PiAware bei der lokalen Darstellung: SkyAware zeigt dir im Heimnetz eine Live-Karte mit dem Verkehr, den deine Antenne hört. Auf der Statistikseite bei FlightAware siehst du Reichweite, Nachrichtenraten und Ranglisten. Damit das klappt, musst du die Station mit deinem Konto claimen, also über die Feeder-ID verknüpfen. Für MLAT braucht FlightAware die exakte Position und Antennenhöhe, beides trägst du auf der Statistikseite ein. Die Gegenleistung ist das kostenlose Enterprise-Konto mit bis zu acht Monaten Flughistorie, unbegrenzten Alerts und Kennzeichen zu Linienflügen. Der Weg vom leeren Pi zur fertigen Station: PiAware einrichten.
PiAware als Basis für andere Feeder
Viele Stationen starten mit PiAware und hängen später fr24feed oder RBFeeder an den Datenstrom von dump1090-fa. Das funktioniert gut, solange alle weiteren Programme nur mitlesen und den Stick nicht selbst ansprechen.
RBFeeder (AirNav Radar)
Der Dienst heißt heute AirNav Radar, das Programm trägt aber weiter den alten Namen: RBFeeder, nach RadarBox. Laut AirNav kann es Daten direkt von einem RTL-Stick holen oder von einem vorhandenen Dekoder wie dump1090, aber auch von Virtual Radar Server, ModeSdeco oder ModesMixer. Hauptplattform ist der Raspberry Pi, für den AirNav eine Installationsanleitung bereitstellt; danach beanspruchst du die Station über einen „Claim“-Vorgang für dein Konto.
MLAT ist bei AirNav ein separater Baustein: Mit dem zusätzlichen mlat-client nimmst du an der Multilateration teil. Eine eigene lokale Karte bringt RBFeeder nicht mit – dafür ist es angenehm genügsam als Mitleser. Als Dankeschön schaltet AirNav Feedern ein Business-Konto frei. Was der Dienst sonst kann, zeigt RadarBox erklärt, die Bedienung von Karte und App AirNav RadarBox nutzen.
Plane Finder Client (pfclient)
Der Plane Finder ADS-B Client, kurz pfclient, ist das plattformoffenste Programm im Feld: Es gibt ihn für Linux, macOS und Windows. Er arbeitet mit vielen gängigen Empfängern und Dekodern zusammen und unterstützt neben ADS-B auch MLAT. Nach der Installation erreichst du im lokalen Netz eine Weboberfläche auf Port 30053, über die ein Assistent Standort und Datenquelle abfragt. Am Ende erhältst du einen Share Code, den du auf planefinder.net in der Empfängerverwaltung einträgst.
Über die Weboberfläche behältst du Status und Datenquelle deiner Station im Blick. Als Gegenleistung gibt es laut Hilfe-Center Plane Finder Premium auf allen Plattformen, dazu Ranglisten. Mehr zu App und Feeder-Programm: Plane Finder im Überblick.
Statt nur Daten: Alarm für deine Wunschmaschine
Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery aus deiner Liste im Anflug ist oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
ADS-B Exchange und die Community-Netze
ADS-B Exchange setzt nicht auf ein eigenes Komplettprogramm, sondern auf Feed-Skripte, die sich an einen bestehenden Dekoder hängen – unterstützt werden laut Projektseite readsb, dump1090-fa und PiAware. Das Skript richtet zwei Systemdienste ein: einen für den Datenstrom und einen für MLAT. Die berechneten MLAT-Positionen schickt es auf Wunsch an deinen lokalen Dekoder zurück, sodass sie auch auf deiner eigenen Karte erscheinen. Laut Projekt stören die Skripte vorhandene Feeder nicht.
Optional installierst du ein Stats-Paket, das dir eine Online-Karte mit ausschließlich den Empfängen deiner Antenne liefert, und eine lokale Karte auf tar1090-Basis. Ein Abo gibt es nicht – dafür zeigt ADS-B Exchange die Daten weitgehend ungefiltert. Ähnlich arbeiten adsb.fi, adsb.lol und airplanes.live. Die Einrichtung beschreibt An ADS-B Exchange und Community-Netze feeden, die Unterschiede der Netze Ungefilterte Community-Tracker im Vergleich und den Dienst selbst ADS-B Exchange erklärt.
Eine Sonderrolle spielt das OpenSky Network: ein gemeinnütziges Forschungsnetz, das Feedern statt eines Abos ein höheres API-Kontingent gibt. Wer im Monat mindestens 30 Prozent der Zeit liefert, bekommt 8.000 statt 4.000 Credits pro Tag. Mehr dazu in OpenSky Network erklärt.
Komplettlösungen: adsb.im und Ultrafeeder
Wer mehrere Netze beliefern will, muss nicht jedes Programm einzeln installieren. Zwei Community-Projekte bündeln alles.
Das adsb.im-Image ist ein quelloffenes Feeder-Image für Einplatinenrechner wie den Raspberry Pi. Es gibt es auch als App für DietPi und als Installationsskript für aktuelle Debian- oder Ubuntu-Systeme auf ARM64 oder x86. Die Einrichtung läuft komplett über eine Weboberfläche: Stationsname, Antennenposition, Zeitzone und die gewünschten Netze anklicken, fertig. Zur Auswahl stehen laut Projektseite unter anderem adsb.lol, adsb.fi, airplanes.live, ADS-B Exchange, FlightAware, Flightradar24, AirNav Radar, Plane Finder, OpenSky und Planespotters.net. Karte und Statistik-Graphen sind eingebaut.
Ultrafeeder von den sdr-enthusiasts ist der Docker-Weg. Der Container kombiniert readsb als Dekoder, tar1090 als Karte, graphs1090 als Statistik und je eine eigene mlat-client-Instanz für jeden eingetragenen MLAT-Server. Kommerzielle Dienste laufen in eigenen Begleit-Containern, die ihre Daten aus der Zentrale holen. Alle Einstellungen stehen in einer Compose- und einer .env-Datei. Die Anleitung: Mehrere Netzwerke gleichzeitig feeden mit Ultrafeeder.
Der klassische Mittelweg ohne Docker ist readsb mit tar1090 als neutrale Basis. Das Installationsskript ersetzt dabei dump1090-fa und SkyAware und stellt fr24feed und RBFeeder automatisch auf den neuen Dekoder um; bei PiAware prüfst du den Umbau besser vorher. Details in readsb und tar1090 installieren.
Alle Programme im Vergleich
| Programm | Dienst | Eigener Dekoder | Lokale Oberfläche | MLAT | Gegenleistung |
|---|---|---|---|---|---|
| fr24feed | Flightradar24 | ja, optional | Statusseite, Port 8754 | ja, im Mehrfachbetrieb abschalten | Contributor Plan |
| PiAware | FlightAware | ja (dump1090-fa) | SkyAware-Karte | ja, mit Standort und Höhe | Enterprise-Konto |
| RBFeeder | AirNav Radar | kann RTL-Stick direkt nutzen | – | über mlat-client | Business-Konto |
| pfclient | Plane Finder | arbeitet mit vorhandenen Empfängern | Weboberfläche, Port 30053 | ja | Premium |
| Feed-Skripte | ADS-B Exchange | nein, setzt Dekoder voraus | optional tar1090, Stats-Karte | ja, eigener Dienst | kein Abo |
| adsb.im-Image | viele Netze | ja | Weboberfläche mit Karte | je Netz | je nach Netz |
| Ultrafeeder | viele Netze | ja (readsb) | tar1090, graphs1090 | je Netz | je nach Netz |
Stand: Oktober 2026. Die Anbieter ändern Programme, Bezeichnungen und Pakete regelmäßig – vor einer Neuinstallation lohnt der Blick in die aktuelle Dokumentation.
Offizielle Einzelprogramme
- Schneller Start mit einem Netz
- Support und Doku direkt vom Anbieter
- PiAware und fr24feed laufen ohne weiteren Dekoder
- Wenig Wissen über Linux nötig
Wo sie an Grenzen stoßen
- Mehrere Dekoder streiten sich um den Stick
- Jedes Programm hat eigene Konfiguration und Updates
- MLAT-Einstellungen müssen abgestimmt werden
- Lokale Oberflächen sind uneinheitlich
Welche Variante passt zu dir?
Einsteiger mit einem Netz
PiAware-Image flashen oder fr24feed per Skript installieren. Später lassen sich weitere Feeder an den Datenstrom hängen.
Mehrere Netze, wenig Kommandozeile
Das adsb.im-Image: alle Netze per Mausklick, Karte und Statistik inklusive. Vorhandene Sharing Keys und Feeder-IDs trägst du einfach ein.
Bastler mit vielen Diensten
readsb mit tar1090 als Basis oder gleich Ultrafeeder mit Docker. Maximale Kontrolle, aber etwas mehr Einarbeitung.
Typische Stolperfallen beim Parallelbetrieb
1. Zwei Programme am Stick
Startet fr24feed seinen eigenen Dekoder, während dump1090-fa oder readsb schon läuft, bekommt einer von beiden keine Daten. Stell fr24feed in diesem Fall auf Beast per Netzwerk um.
2. MLAT doppelt oder falsch
Jedes Netz rechnet MLAT selbst. Gib überall dieselbe, exakte Position samt Antennenhöhe an und folge bei fr24feed der Empfehlung, MLAT im Mehrfachbetrieb abzuschalten.
3. Datenschleifen
Liest ein Dekoder seinen eigenen Ausgang wieder ein, entsteht eine Schleife. Die readsb-Anleitung warnt ausdrücklich davor, sich auf 127.0.0.1:30005 zurückzuverbinden.
4. Kennungen verloren
Sichere Sharing Key, Feeder-ID und Share Code, bevor du neu aufsetzt. Sonst startet die Station bei null, und die Gegenleistung muss neu freigeschaltet werden.
Fertigempfänger sind nicht immer offen
Geräte, die ein Dienst als Gratis-Hardware verschickt, sind oft auf dessen Netz zugeschnitten. Die AirNav-Empfänger etwa arbeiten laut Flightradar24 nicht mit fr24feed zusammen. Für eine Station, die viele Netze beliefert, ist ein offener SDR-Stick die flexiblere Wahl; Alternativen zeigt Plug-and-Play-Empfänger kaufen.
Läuft deine Feeder-Station sauber?
- Genau ein Dekoder belegt meinen SDR-Stick.
- Alle weiteren Feeder lesen den Datenstrom über das Netzwerk mit.
- Meine Antennenposition und -höhe sind überall exakt eingetragen.
- MLAT ist pro Netz bewusst ein- oder ausgeschaltet.
- Jede Station ist mit meinem Konto beim jeweiligen Dienst verknüpft.
- Sharing Key, Feeder-ID und Share Code habe ich gesichert.
- Ich prüfe regelmäßig Statistik oder Statusseite meiner Feeder.
Reichweite schlägt Software
So unterschiedlich die Programme sind – über die Zahl der Flugzeuge auf deiner Karte entscheidet vor allem die Hardware. Eine hoch und frei montierte Antenne, kurze Kabel und ein Filter gegen Mobilfunkstörungen bringen mehr als jeder Softwarewechsel. Tipps dazu findest du in ADS-B-Reichweite steigern, Den besten Antennenstandort finden und Empfangsleistung messen. Ob Empfang und Weitergabe der Daten bei dir erlaubt sind, klärt Ist der Empfang und das Teilen von ADS-B-Daten erlaubt?.
Am meisten Spaß macht eine Station in Flughafennähe, etwa rund um den Flughafen München oder den Flughafen Hamburg. Dort hörst du Endanflüge und oft sogar Bodenverkehr. Am Besucherhügel München oder am Affenfelsen in Hamburg nutzt du dann die Feeder-Konten der Dienste, um den nächsten spannenden Anflug abzupassen – und ordnest abends mit langer Historie deine Fotos zu, wie in Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen beschrieben.
Vom Radar an den Zaun
Planetrack zeigt dir auf der Spot-Karte Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos, dazu Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – und der Sonnenstand-Planer sagt dir, wann du wo stehen solltest. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Jedes Feeder-Programm hat seine Eigenheiten: fr24feed ist Dekoder und Feeder in einem, PiAware glänzt mit SkyAware und klarer Statistik, RBFeeder ist ein genügsamer Mitleser, pfclient läuft sogar unter Windows und macOS, und die ADS-B-Exchange-Skripte setzen auf einen vorhandenen Dekoder. Entscheidend ist weniger, welches Programm du wählst, sondern wie du sie kombinierst: ein Dekoder am Stick, alle anderen lesen mit, MLAT pro Netz bewusst gesetzt. Wer das nicht von Hand bauen will, findet in adsb.im und Ultrafeeder bequeme Komplettlösungen.
Kurzfazit
Für ein Netz reicht das offizielle Programm, für viele Netze ist ein neutraler Dekoder wie readsb oder eine Komplettlösung wie adsb.im oder Ultrafeeder die bessere Basis. Die Gegenleistung – Contributor Plan, Enterprise, Business oder Premium – bekommst du unabhängig von der Installationsart, solange die Station verknüpft ist und liefert.
Zusammenfassung
- Für den Einstieg mit nur einem Netz ist das offizielle Programm des Dienstes meist der schnellste Weg, etwa das PiAware-Image oder das Installationsskript von fr24feed.
- Wer mehrere Netze beliefern will, setzt besser auf einen neutralen Dekoder wie readsb und hängt die Feeder der Dienste daran.
- Bei paralleler Nutzung ist MLAT der wichtigste Stolperstein: Flightradar24 empfiehlt, MLAT in fr24feed abzuschalten, sobald dieselben Daten auch an andere Netze gehen.
- Die Feeder-Konten der kommerziellen Dienste gelten nur, solange die Station Daten liefert; Community-Netze tauschen statt Abos offene Daten und Statistiken.
Häufige Fragen
Welches Feeder-Programm ist das beste?
Ein bestes Programm gibt es nicht, weil jedes nur seinen eigenen Dienst beliefert. Die Frage ist eher, welche Basis du wählst. Für ein einziges Netz ist das offizielle Paket ideal. Für mehrere Netze ist ein neutraler Dekoder wie readsb mit tar1090 oder eine Komplettlösung wie das adsb.im-Image oder der Ultrafeeder-Container die sauberere Grundlage.
Kann ich mehrere Feeder-Programme auf einem Raspberry Pi laufen lassen?
Ja, das ist der Normalfall. Ein Dekoder belegt den SDR-Stick und stellt den Datenstrom im Netzwerk bereit, typischerweise im Beast-Format auf Port 30005. fr24feed, RBFeeder, der Plane Finder Client und die ADS-B-Exchange-Skripte lesen diesen Strom mit. Du musst nur darauf achten, dass kein zweites Programm versucht, den Stick direkt anzusprechen.
Was passiert mit PiAware, wenn ich readsb installiere?
Das Installationsskript für readsb entfernt laut Anleitung den Dekoder dump1090-fa, weil nur ein Programm den Stick nutzen kann, und ersetzt die lokale Karte SkyAware durch tar1090. fr24feed und RBFeeder stellt das Skript automatisch auf den neuen Dekoder um. Bei PiAware solltest du vor dem Umbau prüfen, ob die Station danach weiter Daten bekommt.
Läuft ein Feeder-Programm auch unter Windows?
Teilweise. Den Plane Finder Client gibt es neben Linux auch für macOS und Windows. fr24feed nennt Flightradar24 im Handbuch für Linux auf ARM- und x86-Hardware, PiAware ist auf den Raspberry Pi zugeschnitten. In der Praxis laufen die meisten Stationen deshalb auf einem Raspberry Pi oder einem kleinen Linux-Rechner.
Muss ich für jedes Netz einen eigenen MLAT-Client betreiben?
Ja, MLAT rechnet jeder Dienst auf seinen eigenen Servern. PiAware und der Plane Finder Client bringen MLAT mit, bei AirNav Radar ergänzt der mlat-client die Teilnahme, und die ADS-B-Exchange-Skripte richten einen eigenen MLAT-Dienst ein. Ultrafeeder startet für jeden eingetragenen MLAT-Server eine eigene mlat-client-Instanz. Nur bei fr24feed lautet die Empfehlung im Mehrfachbetrieb, MLAT abzuschalten.
Verliere ich mein Feeder-Konto, wenn ich die Software wechsle?
Nicht, wenn du die Kennung mitnimmst. Bei Flightradar24 ist das der Sharing Key, bei FlightAware die Feeder-ID, bei Plane Finder der Share Code. Wer etwa von der klassischen Installation auf Docker umsteigt, trägt die vorhandenen Werte ein, damit Statistik und Gegenleistung erhalten bleiben.
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