Das Wichtigste in Kürze
- Die A340-200 ist die kürzeste Version der A340: rund vier Meter kürzer als die A340-300, gebaut für sehr lange Strecken mit weniger Passagieren.
- Mit nur 28 Exemplaren ist sie die seltenste A340-Variante überhaupt.
- Lufthansa war Erstkunde der A340, dazu flogen unter anderem Air France und Sabena die -200 – alles längst historisch.
- Heute ist sie fast nur noch als Regierungs- und VIP-Flugzeug unterwegs, etwa im Nahen Osten.
- Schnellster Erkennungsweg: vier Triebwerke, Mittelfahrwerk und ein Rumpf, der kürzer wirkt als die Flügel breit sind. Im Tracking erscheint sie als A342.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A340-200?
- 2.Warum es so wenige A340-200 gibt
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.A340-200 oder A340-300?
- 5.A340-200 oder A330-200?
- 6.Kurze Familie, kurzer Finder
- 7.Historische Betreiber: Lufthansa, Air France, Sabena und Co.
- 8.Rekordflug: Paris–Auckland nonstop
- 9.Die A340-200 als VIP- und Regierungsjet
- 10.Wo du die A340-200 heute noch siehst
- 11.Fototipps für die A340-200
- 12.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 13.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus |
|---|---|
| Familie | A340 (A340-200, A340-300, A340-500, A340-600) |
| ICAO-Typcode | A342 |
| Erstflug der A340-Familie | 25. Oktober 1991 (mit einer A340-300) |
| Zulassung | 22. Dezember 1992, gemeinsam mit der A340-300 |
| Erstkunde | Lufthansa (erste A340 im Februar 1993 übernommen) |
| Gebaut | 28 Exemplare |
| Triebwerke | 4 × CFM International CFM56-5C |
| Länge | 59,40 m |
| Spannweite | 60,30 m |
| Höhe | rund 16,8 bis 17 m (je nach Quelle) |
| Sitzplätze | je nach Kabinenauslegung rund 210 bis 260 |
| Reichweite | je nach Version und Bestuhlung rund 13.000 bis 15.000 km |
| Max. Startgewicht | je nach Gewichtsvariante bis zu 275 t |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Vier schlanke CFM56-Triebwerke unter den Flügeln – wie bei der A340-300
- Ein drittes Fahrwerksbein mit zwei Rädern mittig unter dem Rumpf
- Auffallend kurzer Rumpf: Mit 59,40 m ist die Maschine kürzer als ihre Spannweite von 60,30 m
- Weniger Fenster vor und hinter dem Flügel als bei der A340-300 – das Flugzeug wirkt gedrungen
- Klassische, schräg gestellte Winglets und die typische Airbus-Nase ohne dunkle Maske
- Heute fast immer in schlichter Regierungs- oder VIP-Lackierung statt in Airline-Farben
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein weißer Vierstrahler mit grünem oder rotem Zierstreifen rollt bei einem Staatsbesuch aufs Vorfeld. Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf – eine A340, klar. Aber irgendetwas wirkt anders: Der Rumpf ist kurz, fast stämmig, die Flügel scheinen weiter zu reichen als das Flugzeug lang ist. Genau dann lohnt sich ein zweiter Blick, denn vielleicht steht vor dir eine Airbus A340-200 – die kürzeste und seltenste Version der ganzen Familie. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, wer sie geflogen hat und wo die letzten Exemplare heute noch auftauchen.
A342 – ein echter Hangar-Exot
Mit Planetrack hältst du jede seltene Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Betreiber und Spot fest und hakst die A340-200 in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Airbus A340-200?
Die A340-200 ist die verkürzte Variante der ersten A340-Generation. Airbus hat die A340 parallel zur zweistrahligen A330 entwickelt; beide teilen sich Flügel, Cockpit, Leitwerk und weite Teile des Rumpfs. Die A340 bekam vier Triebwerke und war damit für sehr lange Strecken über Ozeane gedacht, auf denen Zweistrahler damals nur mit Auflagen fliegen durften. Innerhalb der Familie war die A340-300 das Volumenmodell, die -200 die Langstrecken-Spezialistin: weniger Sitze, dafür mehr Reichweite pro Passagier.
Angetrieben wird sie wie die -300 von vier CFM56-5C-Triebwerken. Mit 59,40 Metern ist sie gut vier Meter kürzer als die -300, die Spannweite von 60,30 Metern ist bei beiden gleich. Je nach Kabinenauslegung fanden rund 210 bis 260 Passagiere Platz. Die Reichweite hängt stark von Gewichtsvariante und Bestuhlung ab; die Angaben in den Quellen reichen von rund 13.000 bis knapp 15.000 Kilometern.
Den ersten Flug der A340-Familie absolvierte am 25. Oktober 1991 eine A340-300. Am 22. Dezember 1992 erhielten -200 und -300 gemeinsam ihre Zulassung. Lufthansa war Erstkunde der A340: Die erste Maschine wurde am 2. Februar 1993 übergeben, der Liniendienst begann am 15. März 1993. Auch Air France gehörte zu den Erstkunden und setzte die -200 ab Mai 1993 ein. Mehr zur Geschichte des Herstellers findest du auf der Seite zu Airbus.
Warum es so wenige A340-200 gibt
Nur 28 Maschinen der -200 haben Toulouse verlassen. Zum Vergleich: Von der A340-300 entstanden 218 Exemplare, von der gesamten Familie insgesamt 377. Der Grund liegt in der Rechnung der Airlines. Die -200 trägt mit nahezu gleichem Aufwand an Triebwerken, Wartung und Crew deutlich weniger Passagiere als die -300. Für die allermeisten Langstrecken reichte die Reichweite der größeren Schwester ohnehin, und so griffen fast alle Kunden zur -300.
Interessant blieb die -200 für Betreiber, die extreme Distanzen mit überschaubarer Nachfrage fliegen wollten – und später für Regierungen und sehr wohlhabende Privatkunden. Für sie zählen Reichweite und Komfort, nicht die Kosten pro Sitz. Genau deshalb hat die -200 als VIP-Jet länger überlebt als im Linienverkehr. Im November 2011 kündigte Airbus schließlich das Ende der gesamten A340-Produktion an, weil zweistrahlige Großraumjets längst sparsamer und ebenso freizügig zugelassen waren. Wie diese Entwicklung die Ära der Vierstrahler insgesamt beendet hat, erklärt der Beitrag Das Ende der Vierstrahler.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Eine A340 zu erkennen ist leicht, die -200 sicher von der -300 zu trennen schon anspruchsvoller. Diese drei Schritte führen dich hin.
Triebwerke zählen
Vier schlanke Triebwerke unter den Flügeln, ein durchgehend gleich hoher Rumpf ohne Höcker: Damit bist du bei der A340-Familie. Die CFM56 wirken im Vergleich zu modernen Großraum-Triebwerken auffallend zierlich.
Mittelfahrwerk prüfen
Zwischen den Hauptfahrwerken sitzt ein drittes Bein mit zwei Rädern. Das teilt die -200 mit der -300. Die gestreckte A340-600 und die A340-500 haben dort vier Räder.
Proportionen bewerten
Die -200 ist das einzige A340-Modell, dessen Rumpf kürzer ist als die Spannweite. Im Seitenprofil siehst du vor und hinter dem Flügel deutlich weniger Fenster, das Flugzeug wirkt kompakt und fast bullig.
Die Längenunterschiede sind auf Fotos ohne Vergleichsobjekt schwer zu beurteilen. Das letzte Wort hat deshalb immer das Kennzeichen. Wie du Registrierungen liest und Ländercodes deutest, steht im Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen; wie du eine bestimmte Maschine gezielt verfolgst, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Praxis-Tipp: Fenster zählen statt schätzen
Wenn du ein seitliches Foto hast, vergleiche den Abschnitt zwischen vorderer Tür und Flügelvorderkante mit einem Referenzbild einer A340-300. Fehlen dort sichtbar Fensterreihen, spricht das klar für die -200. Bei einer ganzen Rumpfsektion weniger fällt das auf, sobald du einmal darauf achtest.
A340-200 oder A340-300?
Das ist die zentrale Frage, denn die beiden Erstgenerations-Modelle sind technisch fast identisch. Triebwerke, Flügel, Cockpit und Mittelfahrwerk stimmen überein; der Unterschied steckt ausschließlich im Rumpf.
| Merkmal | A340-200 | A340-300 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A342 | A343 |
| Länge | 59,40 m | 63,69 m |
| Spannweite | 60,30 m | 60,30 m |
| Verhältnis Rumpf zu Flügel | Rumpf kürzer als Spannweite | Rumpf länger als Spannweite |
| Triebwerke | 4 × CFM56-5C | 4 × CFM56-5C |
| Mittelfahrwerk | 2 Räder | 2 Räder |
| Gebaut | 28 | 218 |
Im Alltag hilft dir oft schon die Statistik: Eine A340 in Airline-Farben im europäischen Linienverkehr ist heute so gut wie sicher eine -300 oder -600. Eine A340 in schlichter Regierungslackierung kann dagegen durchaus eine -200 sein. Wie sich die Familie in der Breite unterscheidet, zeigt der Beitrag A330 oder A340 unterscheiden; zur gestreckten zweiten Generation geht es bei der A340-600 und der ultralangen A340-500.
A340-200 oder A330-200?
Eine zweite Falle lauert bei der A330-200. Auch sie ist die verkürzte Version ihrer Familie und hat ganz ähnliche Proportionen. Der Blick unter die Flügel entscheidet sofort.
Typisch A340-200
- Vier schlanke Triebwerke
- Drittes Fahrwerksbein mittig unter dem Rumpf
- Typcode A342
- Heute meist Regierungs- oder VIP-Lackierung
Typisch A330-200
- Zwei große Triebwerke mit deutlich größerem Durchmesser
- Nur zwei Hauptfahrwerksbeine
- Typcode A332
- Noch bei vielen Airlines im Linieneinsatz
Kurze Familie, kurzer Finder
Wenn du eine A340 vor dir hast, grenzt dieser Finder die Version über drei Beobachtungen ein.
Schnellbestimmung: welche A340?
Airbus A340-200
Kurzer Rumpf, schlanke CFM56 und ein zweirädriges Mittelfahrwerk – dazu passt das Bild der -200. Prüf das Kennzeichen, denn bei nur 28 gebauten Maschinen ist jede einzelne gut dokumentiert.
Airbus A340-300
Ausgewogene Proportionen und Airline-Lackierung sprechen für die meistgebaute Version. Mehr dazu auf der Seite zur A340-300.
Airbus A340-500 oder -600
Dicke Triebwerke und ein vierrädriges Mittelfahrwerk gehören zur zweiten Generation. Ist der Rumpf extrem lang, ist es die A340-600.
Historische Betreiber: Lufthansa, Air France, Sabena und Co.
Im Linienverkehr ist die A340-200 Geschichte. Die folgenden Betreiber haben den Typ früher eingesetzt – keiner davon fliegt ihn heute noch.
Lufthansa war Erstkunde der A340 und eröffnete mit ihr im März 1993 den Liniendienst. Die Maschinen waren am Flughafen Frankfurt zu Hause. Später setzte die Airline voll auf die größeren Versionen -300 und -600, die -200 ist dort längst Geschichte. Heute gehört Lufthansa zur Lufthansa Group.
Air France nahm die -200 im Mai 1993 in Dienst. Ein bekanntes Kapitel ist der erste Totalverlust einer A340 überhaupt: Im Januar 1994 brannte eine Air-France-A340-200 während Wartungsarbeiten am Flughafen Paris-Charles de Gaulle aus. Air France ist heute Teil von Air France-KLM.
Sabena, die frühere belgische Nationalairline, betrieb zwei A340-200 neben der -300. Im August 1998 brach bei einer Sabena-A340-200 bei der Landung am Flughafen Brüssel das rechte Hauptfahrwerk zusammen, Ursache war ein Ermüdungsriss. Alle Menschen an Bord konnten das Flugzeug verlassen, die Maschine wurde repariert. Im Jahr 2000 bot Sabena ihre beiden -200 zum Verkauf an, 2001 ging die Airline selbst in Konkurs.
Daneben gehörten laut Branchenberichten unter anderem Philippine Airlines und South African Airways zu den Betreibern. Viele Maschinen wechselten im Lauf ihres Lebens mehrfach den Besitzer: Die letzte Passagier-A340-200 der venezolanischen Conviasa etwa war vorher unter anderem bei Air France, Air Tahiti Nui, Air Europa und Iran Air unterwegs.
| Betreiber | Rolle | Status |
|---|---|---|
| Lufthansa | Erstkunde der A340, Liniendienst ab 1993 | historisch |
| Air France | Erstkunde der A340-300, -200 ab Mai 1993 | historisch |
| Sabena | zwei -200 auf der Langstrecke | historisch, Airline 2001 eingestellt |
| Conviasa | letzte bekannte Passagier-A340-200 | laut Airways Magazine seit 2022 außer Betrieb |
| Regierungen und VIP-Flotten | Staats- und Privatflüge | einzelne Maschinen aktiv, Stand 2022 |
Rekordflug: Paris–Auckland nonstop
Ihren größten Auftritt hatte die A340-200 im Juni 1993. Eine modifizierte Testmaschine mit Zusatztanks startete von der Paris Air Show in Le Bourget und flog nonstop bis nach Auckland in Neuseeland. Nach einem Tankstopp ging es zurück nach Paris; insgesamt war die Maschine gut 48 Stunden unterwegs. Der Flug brachte unter anderem einen Weltrekord für die größte ohne Zwischenlandung zurückgelegte Distanz – rund 19.000 Kilometer. Dieser Rekord hielt bis 1997, als eine Boeing 777-200ER noch weiter flog. Wenn dich die Messe selbst interessiert, findest du alles Wichtige im Beitrag zur Paris Air Show in Le Bourget.
Die A340-200 als VIP- und Regierungsjet
Was im Linienverkehr unwirtschaftlich war, passte perfekt zu Staatsflotten: große Kabine für Delegationen, genug Reichweite für interkontinentale Nonstop-Flüge und die Sicherheit von vier Triebwerken. Deshalb landeten viele -200 nach ihrer Airline-Karriere bei Regierungen oder wurden direkt als VIP-Flugzeug ausgestattet.
Laut einem Bericht von Airways Magazine aus dem Oktober 2022 waren zu diesem Zeitpunkt nur noch fünf A340-200 aktiv – allesamt bei Staaten: bei der ägyptischen Luftwaffe, der libyschen Regierung, dem Qatar Amiri Flight und zwei Maschinen in der saudischen VIP-Flotte. Zu den früheren staatlichen Betreibern gehörte auch die französische Luftwaffe, die ihre A340-200 im Jahr 2020 verkaufte. Wie viele davon im Herbst 2026 noch fliegen, lässt sich nicht verlässlich beziffern – prüfe den Stand am besten selbst über den Typcode A342.
Ein besonderes Kapitel ist die A340-8000: eine Sonderversion mit zusätzlichen Tanks, höherem Startgewicht und verstärktem Fahrwerk, die als Einzelstück für Brunei entstand. Ihr weiterer Weg wird in den Quellen unterschiedlich geschildert, einig sind sich die Quellen vor allem darin, dass sie mehrfach den Besitzer wechselte. Einige andere -200 bekamen später vergleichbare Leistungspakete und tragen die Bezeichnung A340-213X.
Staatsflüge sind schwer planbar
Regierungs- und VIP-Maschinen stehen in keinem öffentlichen Flugplan. Manche senden ihre Position nur eingeschränkt oder werden in Tracking-Diensten ausgeblendet. Rechne also mit Überraschungen – und nimm Absperrungen bei Staatsbesuchen ernst.
Wo du die A340-200 heute noch siehst
Eine Garantie gibt es nicht. Die besten Chancen hast du dort, wo regelmäßig Staatsgäste landen: bei internationalen Konferenzen, Gipfeltreffen und diplomatischen Großereignissen. Im deutschsprachigen Raum ist dafür der Flughafen Genf ein Klassiker, weil dort viele internationale Organisationen sitzen. Von der Aussichtsterrasse am Flughafen Genf hast du das Vorfeld gut im Blick; Tipps zum Standort liefert der Planespotting-Guide für Genf.
Wie du Regierungsflugzeuge generell aufspürst, welche Kennzeichen- und Rufzeichen-Muster dabei helfen und welche Regeln vor Ort gelten, erklärt der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten. Für die Live-Suche ist ein Blick in Tracking-Dienste Pflicht – wie das funktioniert, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
| Gelegenheit | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Gipfel und Staatsbesuche | gering, aber real | Regierungsflotten mit A340-200 reisen zu solchen Anlässen |
| Genf und andere Diplomatie-Standorte | gering | Häufiger VIP-Verkehr, aber keine festen Muster |
| Linienverkehr in Europa | praktisch null | Kein europäischer Linienbetreiber mehr mit A340-200 |
Alarm, wenn die A342 kommt
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ A340-200 oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine Maschine im Anflug ist. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Bereit für die Jagd auf eine A340-200?
- Ich habe den Typcode A342 in meinem Tracking-Dienst als Filter gesetzt.
- Ich kenne die Kennzeichen der noch aktiven Maschinen.
- Ich verfolge anstehende Gipfel und Staatsbesuche in meiner Region.
- Ich weiß, welche Bereiche bei VIP-Ankünften gesperrt sein können.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Allgemeine Strategien für Raritäten findest du im Beitrag Seltene Flugzeuge spotten, und wie selten deine Sichtung wirklich ist, hilft dir der Beitrag Seltenheit einer Sichtung einschätzen einzuordnen.
Fototipps für die A340-200
Wenn du eine A340-200 erwischst, zählt jedes Bild – oft gibt es nur eine einzige Landung und einen einzigen Start.
Seitenprofil sichern
Gerade bei der -200 ist das Seitenprofil das wichtigste Dokument: Nur hier zeigt sich der kurze Rumpf im Verhältnis zum Flügel. Mach mindestens ein sauberes Bild quer zur Rollrichtung.
Kennzeichen lesbar halten
Bei Regierungsjets ist die Registrierung oft klein oder ungewöhnlich platziert. Ein scharfes Detailbild des Kennzeichens macht deine Sichtung später eindeutig.
Alle vier Triebwerke zeigen
Eine leicht erhöhte Dreiviertelansicht von vorn bringt beide Flügel mit allen Triebwerken ins Bild – das Markenzeichen jeder A340.
Licht vorab prüfen
Staatsmaschinen tragen oft viel Weiß. Mit der Sonne im Rücken und nicht zu hartem Mittagslicht bleiben Zierstreifen und Hoheitszeichen gut erkennbar.
Wann das Licht an deinem Standort passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Mit Planetrack siehst du außerdem am Spot, wo die Sonne gerade steht, und postest deine Sichtung samt Foto, Typ und Kennzeichen direkt in die Community.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die A340-200, wenn …
- du vier schlanke Triebwerke zählst
- ein Mittelfahrwerk mit zwei Rädern unter dem Rumpf sitzt
- der Rumpf kürzer wirkt als die Spannweite
- im Tracking-Dienst A342 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst – dann ist die Länge kaum zu beurteilen
- eine A340 in Regierungsfarben auftaucht, denn auch einige -300 fliegen als Staatsjets
- die Proportionen wegen Teleobjektiv-Stauchung täuschen
Es ist keine A340-200, wenn …
- nur zwei Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann eher eine A330-200 oder A330-300
- das Mittelfahrwerk vier Räder hat
- der Rumpf einen Höcker zeigt – das ist eine Boeing 747
- die Maschine in Linienfarben einer europäischen Airline fliegt – das ist fast sicher eine -300 oder -600
Fazit
Die A340-200 ist ein Flugzeug für Kenner. Technisch ist sie eine verkürzte A340-300, praktisch aber eine Rarität: nur 28 gebaut, im Linienverkehr praktisch verschwunden und heute fast ausschließlich in Staatsdiensten unterwegs. Lufthansa, Air France und Sabena haben mit ihr die A340-Ära eröffnet, der Rekordflug nach Auckland hat sie berühmt gemacht. Wer eine erwischt, hat einen echten Hangar-Exoten.
Kurzfazit
Vier schlanke Triebwerke, ein Mittelfahrwerk mit zwei Rädern und ein Rumpf, der kürzer ist als die Spannweite: Das ist die A340-200. Filtere nach A342, verfolge Staatsbesuche und prüf jede verdächtige A340 in Regierungsfarben über ihr Kennzeichen.
Zusammenfassung
- Die A340-200 wurde zusammen mit der A340-300 im Dezember 1992 zugelassen; Lufthansa übernahm im Februar 1993 die erste A340 und startete im März 1993 den Liniendienst.
- Nur 28 Maschinen wurden gebaut, weil Airlines die größere und wirtschaftlichere A340-300 bevorzugten.
- Eine modifizierte A340-200 stellte 1993 mit dem Flug von Paris nach Auckland einen Distanzrekord auf.
- Spotter treffen die letzten A340-200 heute vor allem bei Staatsbesuchen und Regierungsflügen – Tracking-Dienste und der Code A342 sind dabei die wichtigsten Werkzeuge.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die A340-200?
Die A340-200 läuft unter A342. Die A340-300 hat den Code A343, die A340-500 A345 und die A340-600 A346. Mit A342 filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach den wenigen verbliebenen Maschinen.
Wie viele A340-200 wurden gebaut?
Airbus hat 28 Exemplare der A340-200 gebaut. Damit ist sie die seltenste A340-Version – von der A340-300 entstanden zum Vergleich 218 Maschinen.
Wie unterscheide ich A340-200 und A340-300?
Beide haben vier CFM56-Triebwerke und ein Mittelfahrwerk mit zwei Rädern. Der Unterschied liegt in der Länge: Die -200 misst 59,40 m, die -300 63,69 m. Bei der -200 ist der Rumpf sogar kürzer als die Spannweite, sie wirkt deshalb gedrungen und hat sichtbar weniger Fenster vor und hinter dem Flügel. Sicher wird es mit dem Kennzeichen.
Wie unterscheide ich A340-200 und A330-200?
Beide sind ähnlich lang. Die A330-200 hat aber nur zwei große Triebwerke und kein Mittelfahrwerk. Siehst du vier Triebwerke und ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf, ist es eine A340.
Fliegt die A340-200 noch im Linienverkehr?
Praktisch nicht mehr. Laut einem Bericht von Airways Magazine aus dem Oktober 2022 hatte die venezolanische Conviasa ihre einzige A340-200 zuletzt im März 2022 bewegt; das Magazin bezeichnete sie als letzte Passagiermaschine des Typs. Die übrigen aktiven Exemplare gehörten damals Regierungen und VIP-Flotten; andere Quellen führen allerdings auch die iranische Mahan Air noch als Betreiber. Den aktuellen Stand prüfst du am besten selbst über den Typcode A342.
Was ist die A340-8000?
Eine Sonderversion der A340-200 mit mehr Treibstoff, höherem Startgewicht und verstärktem Fahrwerk, entstanden als Einzelstück für Brunei. Der weitere Lebensweg der Maschine wird in den Quellen unterschiedlich beschrieben. Einige andere -200 erhielten später ähnliche Leistungspakete und laufen als A340-213X.
Welchen Rekord hält die A340-200?
Im Juni 1993 flog eine modifizierte A340-200 von der Paris Air Show in Le Bourget nonstop nach Auckland und mit nur einem Tankstopp wieder zurück. Dabei stellte sie unter anderem einen Distanzrekord für Flüge ohne Zwischenlandung auf, über rund 19.000 Kilometer. Erst 1997 übertraf eine Boeing 777-200ER diese Marke.
Airbus A340-200 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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