Das Wichtigste in Kürze
- Die A340-500 ist die Ultralangstreckenversion der A340: vierstrahlig, rund 68 Meter lang und auf maximale Reichweite statt maximale Sitzzahl ausgelegt.
- Berühmt wurde sie durch Singapore Airlines: Von 2004 bis 2013 flog SQ21/SQ22 zwischen Newark und Singapur, damals die längste Nonstop-Linienverbindung der Welt.
- Nur 34 Exemplare wurden ausgeliefert – damit ist die A340-500 die seltenste Version der Familie nach der A340-200.
- Schnellster Erkennungsweg: vier dicke Trent-Triebwerke an einem Rumpf, der kürzer wirkt als bei der A340-600.
- Im Linienverkehr ist der Typ praktisch verschwunden; die verbliebenen Maschinen fliegen vor allem für Regierungen, Luftwaffen oder private Eigentümer.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A340-500?
- 2.Holprige Anfänge: Emirates statt Air Canada
- 3.Der Rekord: Singapore Airlines nonstop nach Newark
- 4.Warum die A340-500 so früh verschwand
- 5.Die A340-500 sicher erkennen
- 6.A340-500 im Vergleich mit ihren Geschwistern
- 7.Zwischenfall in Melbourne
- 8.Ausmusterung: der schnelle Abschied
- 9.Wo du die A340-500 heute noch antriffst
- 10.Fototipps für eine seltene Begegnung
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus |
|---|---|
| Familie | A340 (A340-200, A340-300, A340-500, A340-600) |
| ICAO-Typcode | A345 |
| Programmstart | 8. Dezember 1997, zusammen mit der A340-600 |
| Erstflug | 11. Februar 2002 |
| Zulassung | 3. Dezember 2002 |
| Indienststellung | 2003 bei Emirates |
| Triebwerke | 4 × Rolls-Royce Trent 553, bei der IGW-Version Trent 556 |
| Länge | rund 67,9 m |
| Spannweite | 63,45 m |
| Höhe | rund 17,5 m |
| Sitzplätze | typisch rund 313 in drei Klassen |
| Reichweite | rund 16.670 km (Drei-Klassen-Auslegung) |
| Max. Startgewicht | bis 380 t (Version mit erhöhtem Abfluggewicht, IGW) |
| Ausgeliefert | 34 Flugzeuge zwischen 2003 und 2012 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Vier Triebwerke unter den Flügeln, dazu ein klassisches Airbus-Cockpit ohne dunkle Fenstermaske
- Dicke Rolls-Royce-Trent-500-Gondeln – deutlich wuchtiger als die schlanken CFM56 der A340-200 und -300
- Rumpf mit rund 68 Metern spürbar länger als bei der A340-300, aber klar kürzer als bei der gut 75 Meter langen A340-600
- Großer Flügel mit schräg aufgestellten Winglets, identisch mit dem der A340-600
- Zusätzliches Mittelfahrwerk mit vier Rädern zwischen den Hauptfahrwerken
- Im Tracking-Dienst als A345 geführt – nach der A342 die seltenste A340-Kennung
Aktualisiert: Oktober 2026 – Vier Triebwerke, ein schlanker Rumpf, kein Oberdeck – und auf der Anzeigetafel ein Ziel, das eigentlich zu weit weg ist für einen Nonstopflug. Das war das Revier der Airbus A340-500. Mit ihr flog Singapore Airlines über neun Jahre lang die damals längste Linienverbindung der Welt, von Newark nach Singapur. Heute ist der Typ eine der größten Raritäten unter den Airbus-Großraumjets: Nur 34 Exemplare wurden ausgeliefert, und die meisten stehen längst in Abstellparks oder sind zerlegt. Hier erfährst du, wie du die A340-500 sicher erkennst, welche Rekorde sie aufgestellt hat und wo die übrig gebliebenen Maschinen heute stecken.
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Was ist die Airbus A340-500?
Die A340-500 ist die Ultralangstreckenversion der A340-Familie. Airbus gab am 8. Dezember 1997 den Startschuss für zwei neue A340-Varianten gleichzeitig: die stark gestreckte A340-600 für viele Passagiere und die A340-500 für extreme Distanzen. Beide teilen sich einen vergrößerten Flügel, ein verstärktes Mittelfahrwerk und neue Triebwerke aus der Rolls-Royce-Trent-500-Familie.
Der Rumpf der -500 wurde gegenüber der A340-300 nur moderat verlängert, um gut vier Meter auf rund 67,9 Meter. Viel wichtiger war, was hinter der Verkleidung steckt: Die A340-500 kann rund die Hälfte mehr Treibstoff mitnehmen als die -300. In einer typischen Drei-Klassen-Kabine mit rund 313 Sitzen kommt sie damit auf etwa 16.670 Kilometer Reichweite – genug, um Städte zu verbinden, die vorher nur mit Zwischenstopp erreichbar waren.
Den Erstflug absolvierte die A340-500 am 11. Februar 2002 in Toulouse, die Zulassung folgte am 3. Dezember 2002. Angetrieben wird die Standardversion A340-541 von vier Rolls-Royce Trent 553. Später bot Airbus eine Variante mit erhöhtem Abfluggewicht von bis zu 380 Tonnen an, die A340-500IGW (Typbezeichnung A340-542) mit stärkeren Trent 556. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Airbus, mehr zum Triebwerksbauer bei Rolls-Royce.
Holprige Anfänge: Emirates statt Air Canada
Eigentlich war Air Canada als Erstkunde vorgesehen. Doch die kanadische Airline geriet Anfang 2003 in die Insolvenz, und ihre Auslieferung rutschte nach hinten. So übernahm Emirates die Rolle des ersten Betreibers und stellte die A340-500 noch 2003 in Dienst. Mit zehn Maschinen wurde die Airline aus Dubai zum größten Kunden des Typs und setzte ihn auf prestigeträchtigen Langstrecken ein, darunter die Nonstop-Verbindung von Dubai nach New York. Air Canada bekam später zwei Exemplare, die sie auch an die brasilianische TAM vermietete.
Weitere Betreiber waren unter anderem Etihad Airways, Thai Airways, die nigerianische Arik Air mit zwei vom portugiesischen Wet-Lease-Anbieter Hi Fly geleasten Maschinen und Azerbaijan Airlines. Große westeuropäische Netzwerk-Airlines bestellten den Typ nicht; in Europa betrieb vor allem Hi Fly zwei Exemplare. Die Liste der Kunden erzählt viel über das Konzept: Die A340-500 lohnte sich nur für Airlines, die wirklich extrem lange Strecken fliegen wollten.
Der Rekord: Singapore Airlines nonstop nach Newark
Kein Betreiber hat die A340-500 so berühmt gemacht wie Singapore Airlines. Im Februar 2004 startete die Airline mit dem Typ Nonstopflüge zwischen Singapur und Los Angeles. Am 28. Juni 2004 folgte die Verbindung, die Luftfahrtgeschichte schrieb: SQ21 von Newark nach Singapur und SQ22 in die Gegenrichtung.
Die Zahlen waren beeindruckend. SQ21 überbrückte eine Großkreisdistanz von rund 15.300 Kilometern und war planmäßig gut 18 Stunden in der Luft, die Gegenrichtung im Schnitt knapp 18 Stunden. Zum Start bot Singapore Airlines 181 Plätze in Business Class und einer „Executive Economy“ an. 2008 baute die Airline die Kabinen auf 100 Business-Class-Sitze um – die Strecke war fast nur noch für Geschäftsreisende interessant, und weniger Gewicht an Bord half der Reichweite.
Auf Dauer ging die Rechnung trotzdem nicht auf. Bei hohen Kerosinpreisen verbrannte die A340-500 auf so langen Strecken enorme Mengen Treibstoff, nur um den eigenen Treibstoff mitzutragen. Am 20. Oktober 2013 lief der letzte Nonstopflug nach Los Angeles, am 23. November 2013 endete auch die Newark-Verbindung. Die Airline verkaufte ihre A340-500 im Rahmen eines größeren Geschäfts mit neuen A380- und A350-Bestellungen an Airbus zurück. Die Newark-Route kehrte erst 2018 zurück, dann mit der zweistrahligen A350-900ULR, einer Spezialversion der A350-900.
Mehr über die längsten Flüge der Welt und warum sie so schwer wirtschaftlich zu betreiben sind, liest du im Beitrag Ultralangstreckenflüge. Die beiden Endpunkte haben eigene Seiten: Flughafen Singapur Changi und Flughafen Newark Liberty.
Gut zu wissen
Auch [Thai Airways](/airlines/thailand/thai-airways) nutzte die A340-500 für ihre ersten Nonstopflüge nach Nordamerika, von Bangkok nach New York und Los Angeles. Die New-York-Strecke endete im Juli 2008 wegen hoher Treibstoffkosten, Los Angeles wurde ab Mai 2012 wieder mit Zwischenstopp bedient.
Warum die A340-500 so früh verschwand
Die A340-500 war technisch ein gelungenes Flugzeug, kam aber zur falschen Zeit. Drei Faktoren haben ihr Schicksal besiegelt:
Teure Reichweite
Auf extrem langen Strecken muss ein Flugzeug viel Treibstoff allein dafür mitnehmen, den Treibstoff zu tragen. Analysten nannten genau diese Ineffizienz als Hauptgrund für die schwachen Verkäufe.
Starke Zweistrahler
Die Boeing 777-200LR bot ähnliche Reichweiten mit nur zwei Triebwerken. Erweiterte ETOPS-Regeln machten zweistrahlige Jets auch über Ozeanen alltagstauglich.
Steigende Kerosinpreise
Ab Mitte der 2000er stiegen die Treibstoffkosten deutlich. Für einen Vierstrahler auf Rekordstrecken war das ein besonders harter Schlag.
Die Auslieferungen erreichten 2005 mit neun Flugzeugen ihren Höhepunkt, danach kamen nur noch einzelne Exemplare zu Kunden. Im November 2011 erklärte Airbus das Ende der gesamten A340-Produktion; die letzten beiden A340-500 wurden 2012 ausgeliefert. Was die Zweistrahler-Regeln bedeuten, erklärt der Beitrag ETOPS erklärt, und das große Bild zeichnet der Artikel über das Ende der Vierstrahler.
Die A340-500 sicher erkennen
Die A340-500 begegnet dir heute so selten, dass du jede Sichtung besonders gründlich prüfen solltest. Drei Beobachtungen bringen dich zum Ziel.
Triebwerke zählen
Vier Triebwerke ohne Oberdeck und ohne Buckel – damit bist du sicher in der A340-Familie und hast A380 und Boeing 747 ausgeschlossen.
Gondeln ansehen
Große, dicke Trent-500-Gondeln stehen für A340-500 oder -600. Schmale, fast zierliche CFM56 gehören zur A340-200 oder -300.
Länge einschätzen
Wirkt der Rumpf trotz dicker Triebwerke eher ausgewogen statt extrem gestreckt, spricht alles für die -500. Die -600 fällt sofort durch ihre enorme Länge auf.
Zur Bestätigung schaust du auf das Mittelfahrwerk zwischen den Hauptfahrwerken: Bei der -500 hat es vier Räder, bei -200 und -300 nur zwei. Am Ende entscheidet das Kennzeichen, mit dem du die Maschine in einer Datenbank nachschlägst. Wie das funktioniert, zeigt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Allgemeine Unterschiede innerhalb der Familie und zur zweistrahligen Schwester A330 erklärt der Guide A330 oder A340 unterscheiden.
A340-500 im Vergleich mit ihren Geschwistern
Innerhalb der Familie ist die A340-500 so etwas wie der Mittelweg in der Länge, aber die Extremversion bei der Reichweite.
| Merkmal | A340-300 | A340-500 | A340-600 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A343 | A345 | A346 |
| Länge | 63,69 m | rund 67,9 m | rund 75,4 m |
| Spannweite | 60,30 m | 63,45 m | 63,45 m |
| Triebwerk | CFM56-5C | Trent 553 / 556 | Trent 556 |
| Räder am Mittelfahrwerk | 2 | 4 | 4 |
| Typische Sitzzahl | ca. 295 | ca. 313 | ca. 380 |
| Reichweite | ca. 12.400 km | ca. 16.670 km | ca. 14.450 km |
| Ausgeliefert | 218 | 34 | 97 |
Auffällig: Die A340-500 bietet kaum mehr typische Sitze als die -300, fliegt aber rund ein Drittel weiter – sie ist eben auf Reichweite getrimmt, nicht auf Kapazität. Die noch seltenere Ur-Version mit kurzem Rumpf findest du auf der Seite zur A340-200.
Schnellbestimmung: welche A340?
Airbus A340-300 (oder -200)
Schlanke CFM56 und zwei Räder am Mittelfahrwerk sind das Bild der frühen A340. Die -300 ist heute die häufigste Version, unter anderem in der Schweiz.
Airbus A340-500
Dicke Trent-Triebwerke an einem vergleichsweise kompakten Rumpf: Glückwunsch, das ist eine echte Rarität. Halte unbedingt das Kennzeichen fest.
Airbus A340-600
Dicke Triebwerke und ein Rumpf, der kein Ende nimmt, sprechen für die -600 – den längsten Airbus überhaupt.
Zwischenfall in Melbourne
Ein Ereignis aus der Geschichte des Typs ist in der Branche bis heute ein Lehrstück. Am 20. März 2009 startete eine Emirates-A340-500 mit dem Kennzeichen A6-ERG in Melbourne. Bei der Startvorbereitung war ein um 100 Tonnen zu niedriges Abfluggewicht ins System eingegeben worden. Die Triebwerke lieferten deshalb zu wenig Schub, das Flugzeug beschleunigte zu langsam, berührte mit dem Heck die Piste und beschädigte Anlagen hinter dem Pistenende, bevor es abhob. Die Crew kehrte nach dem Ablassen von Treibstoff sicher zurück, verletzt wurde niemand. Die australische Untersuchungsbehörde ATSB stufte den Vorfall als Unfall ein; die Maschine wurde repariert und flog noch einige Jahre weiter.
Ausmusterung: der schnelle Abschied
Kaum ein Großraumjet hat eine so kurze Linienkarriere hinter sich wie die A340-500. Viele Maschinen waren keine zehn Jahre alt, als sie aus dem Dienst gingen.
| Betreiber | Zeitraum mit der A340-500 | Verbleib |
|---|---|---|
| Emirates | 2003 bis 2016 | erste Maschinen ab 2013 an Airbus zurück und verschrottet, Rest verkauft oder abgestellt |
| Singapore Airlines | 2004 bis 2013 | Flotte an Airbus zurückverkauft |
| Thai Airways | 2005 bis 2012 | ausgemustert, teils von den thailändischen Streitkräften übernommen |
| Etihad Airways | bis Juli 2017 | letzte Maschine nach Teruel (Spanien) überführt |
| Azerbaijan Airlines | lange letzter Airline-Betreiber | Ausmusterung 2022 angekündigt, Status unklar |
Bei Etihad endete die Ära am 28. Juli 2017 mit einem Flug von Rabat nach Abu Dhabi; die Maschine ging anschließend nach Teruel, wo bereits Schwesterflugzeuge abgestellt waren. Eine frühere Etihad-A340-500 nutzte die italienische Luftwaffe als VIP-Transporter. Auch die thailändischen Streitkräfte führen den Typ als Regierungsflugzeug.
Wo ausgemusterte Langstreckenjets landen und was mit ihnen passiert, zeigt der Beitrag über Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Wo du die A340-500 heute noch antriffst
Stand Oktober 2026 ist die A340-500 aus dem planmäßigen Airline-Verkehr praktisch verschwunden. Azerbaijan Airlines galt viele Jahre als letzte Fluggesellschaft mit dem Typ und kündigte 2022 die Ausmusterung an. Die Angaben zum aktuellen Status widersprechen sich; geh nicht davon aus, dass du ihn planbar im Flugplan findest.
Realistischer sind diese Gelegenheiten:
Gute Chancen hast du …
- bei Staatsbesuchen, wenn Regierungsflugzeuge an großen Flughäfen landen
- in Abstellparks, in denen ausgemusterte Exemplare stehen
- wenn du ADS-B-Daten gezielt nach A345 filterst
Mit Glück klappt es …
- bei Überführungsflügen in Wartungsbetriebe oder Parkplätze
- bei privaten oder VIP-Einsätzen an Business-Aviation-Terminals
Kaum zu erwarten ist sie …
- im regulären Liniendienst an deutschen Flughäfen
- auf Langstrecken großer europäischer Netzwerk-Airlines – die haben den Typ nie bestellt
Wie du solche Ausnahmeflieger systematisch aufspürst, erklärt der Guide Seltene Flugzeuge spotten; speziell um Staatsmaschinen geht es im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten. Fürs Live-Tracking findest du das Handwerkszeug im Beitrag Flugverfolgung mit ADS-B.
Keine A345 verpassen
Setz die A340-500 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine des Typs an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für eine seltene Begegnung
Wenn du eine A340-500 vor die Linse bekommst, hast du meist nur eine Chance. Ein paar Punkte helfen, das Beste daraus zu machen.
Seitenprofil priorisieren
Die Proportionen aus langem Rumpf und dicken Gondeln sind das Erkennungsmerkmal. Ein sauberes Seitenprofil dokumentiert den Typ besser als jede Frontalaufnahme.
Kennzeichen sichern
Bei nur 34 gebauten Exemplaren zählt jede einzelne Maschine. Fotografier das Kennzeichen mit, damit du die Geschichte des Flugzeugs später nachvollziehen kannst.
Mittelfahrwerk zeigen
Beim Landeanflug ist das vierrädrige Mittelfahrwerk gut sichtbar. Ein Bild von schräg unten belegt eindeutig, dass es keine A340-300 ist.
Licht vorab planen
Kündigt sich ein Regierungsflug an, plan deinen Standpunkt nach dem Sonnenstand. So vermeidest du Gegenlicht bei der einen Gelegenheit, die zählt.
Wie du das Licht an deinem Spot berechnest, steht im Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Und wie du seltene Sichtungen sauber festhältst, zeigt der Beitrag Sichtungen dokumentieren und Logbuch führen.
Fazit
Die A340-500 war ein Flugzeug für eine ganz bestimmte Mission: Städte verbinden, die eigentlich zu weit auseinanderliegen. Mit Singapore Airlines hat sie das spektakulär geschafft und über Jahre die längste Linienverbindung der Welt geflogen. Wirtschaftlich zahlte sich das Konzept aber kaum aus – hoher Verbrauch, steigende Kerosinpreise und starke Zweistrahler beendeten die Karriere nach wenigen Jahren. Für Spotter macht genau das den Reiz aus: Mit nur 34 Exemplaren und kaum noch Linieneinsätzen gehört die A345 zu den schwersten Einträgen im Logbuch.
Kurzfazit
Vier dicke Trent-Triebwerke, ein Rumpf von rund 68 Metern und vier Räder am Mittelfahrwerk: Das ist die A340-500. Im Linienverkehr findest du sie kaum noch – filter nach A345, achte auf Regierungs- und Überführungsflüge und halte jede Sichtung mit Kennzeichen fest.
Zusammenfassung
- Airbus startete die A340-500 im Dezember 1997 parallel zur A340-600; der Erstflug folgte im Februar 2002.
- Emirates war der erste Betreiber, Singapore Airlines machte den Typ mit der Newark-Strecke weltbekannt.
- Hoher Verbrauch bei extremen Strecken und die Konkurrenz durch große Zweistrahler beendeten die Karriere früh.
- Viele Maschinen landeten nach wenigen Jahren in Abstellparks wie Teruel; einige wenige leben als Regierungs- und VIP-Flugzeuge weiter.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die A340-500?
Die A340-500 läuft unter A345. Die A340-300 hat den Code A343, die A340-600 den Code A346. Mit dem Code filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach dem Typ.
Wie lang war der Singapore-Airlines-Flug von Newark nach Singapur?
SQ21 von Newark nach Singapur deckte eine Großkreisdistanz von rund 15.300 Kilometern ab und war planmäßig gut 18 Stunden unterwegs. Die Gegenrichtung SQ22 war im Schnitt etwas schneller, weil günstige Höhenwinde halfen. Die Verbindung lief von Juni 2004 bis zum 23. November 2013.
Wie unterscheide ich die A340-500 von der A340-600?
Beide teilen Flügel, Trent-500-Triebwerke und das vierrädrige Mittelfahrwerk. Der Unterschied steckt in der Länge: Die -500 ist mit rund 68 Metern gut sieben Meter kürzer als die A340-600. Im Seitenprofil wirkt sie deshalb deutlich ausgewogener, die -600 dagegen extrem gestreckt.
Wie unterscheide ich die A340-500 von der A340-300?
Am schnellsten an den Triebwerken: Die -300 trägt schlanke CFM56, die -500 große Rolls-Royce Trent 553 oder 556. Außerdem hat die -500 vier statt zwei Räder am Mittelfahrwerk und einen größeren Flügel. In der Länge liegen beide näher beieinander, die -500 ist rund vier Meter länger.
Warum wurden so wenige A340-500 gebaut?
Der Typ war auf extreme Reichweiten optimiert. Genau auf solchen Strecken verbrauchte er viel Treibstoff, weil er große Mengen Kerosin für die eigene Reise mitschleppen musste. Gleichzeitig boten große Zweistrahler wie die Boeing 777-200LR ähnliche Reichweiten mit nur zwei Triebwerken. Bis zum Produktionsende kamen nur 34 Exemplare zu Kunden.
Fliegt die A340-500 heute noch?
Im regulären Linienverkehr praktisch nicht mehr. Azerbaijan Airlines galt lange als letzte Airline mit dem Typ, die Angaben zum aktuellen Status gehen aber auseinander. Sicher ist: Einzelne Maschinen sind als Regierungs-, Luftwaffen- oder Privatflugzeuge unterwegs, etwa bei den thailändischen Streitkräften oder als VIP-Transporter. Für Spotter ist jede Sichtung ein Glücksfall.
Was ist mit der Singapore-Strecke nach Newark passiert?
Singapore Airlines stellte die Verbindung 2013 ein und verkaufte ihre A340-500 an Airbus zurück. 2018 kehrte die Strecke unter denselben Flugnummern zurück – diesmal mit der zweistrahligen A350-900ULR, einer Sonderversion der A350-900.
Airbus A340-500 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
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