Das Wichtigste in Kürze
- Privilege Style ist eine spanische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Palma de Mallorca und Basis in Madrid-Barajas.
- Codes: IATA P6, ICAO PVG, Rufzeichen „PRIVILEGE“.
- Kunden sind Unternehmen, Fußballteams und Airlines: Zu den VIP-Kunden zählen Berichten zufolge auch Klubs aus Spaniens erster Fußballliga.
- Bekannte Wet-Lease-Einsätze führten für Finnair, El Al, Condor, Norwegian, Surinam Airways und zuletzt LOT über den Atlantik und ins Mittelmeer.
- Die Flotte wurde modernisiert: A321 ersetzten die Boeing 757, ein A330-200 die Boeing 767; die 777-200ER blieb das Flaggschiff.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Privilege Style im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.So arbeitet Privilege Style: VIP, Sport und Wet Lease
- 4.Dokumentierte Einsätze für andere Airlines
- 5.Die Flotte: wenige Flugzeuge, viele Typen
- 6.Die Boeing-Jahre: 757 und 767 (historisch)
- 7.Woran du Privilege Style erkennst
- 8.Privilege Style in Madrid, Europa und Deutschland spotten
- 9.Kontroverse: der geplante Ruanda-Flug 2022
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | P6 |
|---|---|
| ICAO-Code | PVG |
| Rufzeichen | PRIVILEGE |
| Drehkreuze | MAD |
| Geschäftsmodell | Charter-, VIP- und ACMI-Airline: Flugzeug samt Crew für Unternehmen, Sportteams, Gruppen und andere Airlines – keine eigenen Linienflüge |
| Sitz | Palma de Mallorca, Spanien |
| Basis | Flughafen Madrid-Barajas (MAD) |
| Gegründet | 2003 |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Wikipedia, Stand 2026) | Boeing 777-200ER, Airbus A330-200, A330-300, ein A330-Frachter und zwei Airbus A321-200 |
| Frühere Typen | Boeing 757-200, Boeing 767-300ER, Boeing 737-400, Embraer ERJ 145 |
| Markenzeichen | Flugzeuge mit Taufnamen, etwa „Auria III“ oder „Ramón Orjales“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Privilege Style?
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck, etwa EC-OJL an der Boeing 777
- Auf dem Tracker PVG, im Funk „PRIVILEGE“ – sofern nicht unter Kundencode geflogen wird
- Kleine, gemischte Flotte: Boeing 777-200ER, Airbus A330 und A321 statt einer einheitlichen Typenreihe
- Viele Maschinen tragen einen Taufnamen am Rumpf
- Im Wet Lease oft unter fremder Flugnummer unterwegs – Kunde auf der Tafel, Privilege Style im Cockpit
- Heimat ist Madrid-Barajas, Einsätze führen nach Europa, Nordamerika, Israel und Südamerika
Wenn in Madrid eine Boeing 777 mit spanischem Kennzeichen, aber ohne Iberia- oder Air-Europa-Farben zum Gate rollt, lohnt ein zweiter Blick. Gut möglich, dass du gerade Privilege Style vor der Linse hast – eine kleine Charterairline, die Fußballmannschaften, Unternehmen und Reisegruppen fliegt und regelmäßig für andere Airlines einspringt. Mal steht ihr Flugzeug in Helsinki, mal in Tel Aviv, mal in Warschau. Hier erfährst du, wie die Airline arbeitet, welche Typen sie fliegt und flog und wie du ihre Maschinen sicher erkennst.
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Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest, sammelst sie in deinem Hangar und setzt die fehlenden Privilege-Style-Maschinen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Privilege Style im Überblick
Privilege Style ist eine spanische Charter-, VIP- und ACMI-Airline. Die Gesellschaft wurde 2003 gegründet. Ihren Sitz hat sie in Palma de Mallorca, die Flugzeuge sind aber am Flughafen Madrid-Barajas stationiert. Wer also nach der Mallorca-Adresse auf dem Flughafen Palma de Mallorca nach der Flotte sucht, sucht meist vergeblich.
Ein Liniennetz gibt es nicht. Privilege Style verkauft keine Einzeltickets, sondern stellt ganze Flugzeuge mit Besatzung bereit. Die Kundschaft ist entsprechend gemischt: Unternehmen, die Mitarbeiter oder Gäste fliegen lassen, Reiseveranstalter und Gruppen, Sportmannschaften und andere Airlines. Berichten zufolge zählen spanische Firmen und Klubs aus der höchsten spanischen Fußballliga zu den VIP-Kunden – welche Vereine das konkret sind, ist öffentlich kaum dokumentiert.
Gemessen an der Flottengröße ist Privilege Style ein Zwerg neben Spaniens großen Airlines wie Iberia oder Air Europa. Für Spotter macht genau das den Reiz aus: Nur eine Handvoll Flugzeuge, die an ständig wechselnden Orten auftauchen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code P6: wird bei eigenen Charterflügen genutzt. Im Wet Lease steht meist die Flugnummer des Kunden auf der Anzeigetafel.
- ICAO-Code PVG: der Betreibercode im Flugplan, den dir viele Tracker anzeigen.
- Rufzeichen PRIVILEGE: so meldet sich die Crew im Funk.
Gerade bei einer ACMI-Airline klaffen Flugnummer, Rufzeichen und durchführender Betreiber oft auseinander. Wie das zusammenhängt, erklärt Callsign und Flugnummer: der Unterschied. Die Systematik hinter den Kürzeln findest du in IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker-Trick
Weil die Flotte so klein ist, lohnt es sich, die Kennzeichen direkt zu verfolgen statt nur nach PVG zu filtern – im Wet Lease kann der Flug unter Kundencode laufen. Wie das geht, steht im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
So arbeitet Privilege Style: VIP, Sport und Wet Lease
Das Geschäft ruht auf drei Säulen, die sich oft überschneiden.
| Einsatz | Was Privilege Style liefert | Typische Kunden | Spotter-Folge |
|---|---|---|---|
| VIP- und Firmencharter | Flugzeug mit Premium-Kabine und Crew | Unternehmen, Delegationen, Gruppen | Einzelflüge, auch an ungewöhnlichen Flughäfen |
| Sportcharter | Flugzeug für Mannschaft und Betreuer | Fußballklubs aus Spanien | Ankunft rund um Spieltage, oft kurzer Aufenthalt |
| Wet Lease / ACMI | Flugzeug, Crew, Wartung, Versicherung | Andere Airlines | PVG-Maschine unter fremder Flugnummer |
| Fracht | A330-Frachter | Frachtkunden | Frachtflüge ohne Passagierkabine |
Im ACMI-Modell (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) übernimmt der Kunde Flugplan und Ticketverkauf, Privilege Style kümmert sich um den Flugbetrieb. Airlines greifen darauf zurück, wenn eigene Flugzeuge in der Werkstatt stehen, wenn Saisonspitzen abgedeckt werden müssen oder wenn eine neue Strecke getestet wird. Das Prinzip im Detail erklärt Wet Lease erklärt, den Unterschied zum klassischen Linienverkehr Charterflug und Linienflug.
Spanien hat für dieses Geschäft eine kleine, aber aktive Szene. Neben Privilege Style fliegen auch Wamos Air und Iberojet Großraumflugzeuge im Auftrag anderer, und Plus Ultra betreibt A330 auf Strecken nach Lateinamerika. Jenseits der Grenze ist die portugiesische Hi Fly der bekannteste Wet-Lease-Spezialist der Region.
Dokumentierte Einsätze für andere Airlines
Wie weit die kleine Flotte herumkommt, zeigen einige gut belegte Verträge. Die Liste ist nicht vollständig – viele kurze Einsätze tauchen nur in Spotter-Logs auf.
2014 und 2015: Finnair
Im Juni und Juli 2014 und erneut im Dezember 2015 flog Privilege Style für Finnair zwischen Helsinki und New York, weil ein Finnair-A330 länger ausfiel.
2015/2016: El Al und Condor
Ab Sommer 2015 flog die 767-300ER für El Al. Im Juni 2016 waren alle Flugzeuge für El Al im Einsatz – bis auf die 767, die gerade für Condor flog.
2017: Air Berlin
Im letzten Jahr von Air Berlin übernahm Privilege Style Wet-Lease-Flüge, vor allem nach Abu Dhabi und in die Karibik.
2018/2019: Norwegian
2018 flog die 777 täglich für Norwegian zwischen Rom und Newark, im Frühjahr 2019 zwischen London und Miami.
Ab November 2019: Surinam Airways
Surinam Airways setzte die 777 zwischen Paramaribo und Amsterdam ein, nachdem ihr einziger Langstreckenjet, ein alter A340, kurzfristig ausgefallen war.
Ab November 2025: LOT
Die 777-200ER flog im ACMI-Vertrag für LOT sechsmal pro Woche zwischen Warschau und New York-JFK.
Für Spotter waren das echte Highlights: Eine spanische 777 an der Abflugtafel von Norwegian, eine 767 mit EC-Kennzeichen unter israelischer Flugnummer oder ein Privilege-Style-Jet am Flughafen Warschau-Chopin unter LOT-Code. Ob ein Vertrag im Oktober 2026 noch läuft, solltest du vor jeder Tour selbst prüfen – Wet-Lease-Einsätze enden oft nach einer Saison.
Die 777 nicht verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für Privilege Style oder ein einzelnes EC-Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine bei deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: wenige Flugzeuge, viele Typen
Anders als die meisten Wet-Lease-Airlines setzt Privilege Style nicht auf eine einheitliche Typenreihe. Laut der Flottenübersicht in der spanischen Wikipedia (Stand 2026) sieht die Flotte so aus:
| Typ | Anzahl | Kennzeichen | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 777-200ER | 1 | EC-OJL „Auria III“ | Flaggschiff, zuletzt im ACMI-Einsatz für LOT |
| Airbus A330-200 | 1 | EC-NZJ „Ramón Orjales“ | Kam 2023 von Virgin Australia, ersetzte die 767 |
| Airbus A330-300 | 1 | EC-OTK | Längerer Rumpf, mehr Fensterreihen als die -200 |
| Airbus A330 Frachter | 1 | EC-OTE „Emilio Álvarez“ | Frachtversion; die Quellen nennen teils -200, teils -300 als Basis |
| Airbus A321-200 | 2 | EC-NLJ, EC-OCT | Nachfolger der Boeing 757, für Kurz- und Mittelstrecke |
Das Durchschnittsalter liegt nach dieser Quelle bei rund 19 Jahren – Privilege Style kauft gebrauchte Flugzeuge, keine Neubauten. Bei einer so kleinen Flotte genügt ein einziger Zu- oder Abgang, um das Bild zu verändern. Nimm die Tabelle deshalb als Momentaufnahme und gleiche sie vor dem Spotten mit einer aktuellen Flottenliste ab.
Die Kabinen sind auf das VIP- und Chartergeschäft zugeschnitten. Laut Wikipedia hat die 777-200ER eine Business Class, eine Premium-Economy-Zone und Economy, der A330-200 Business und Economy. Den Hersteller-Hintergrund liefern die Seiten zu Boeing und Airbus.
777-200ER oder 777-200LR?
Die 777 von Privilege Style wird in den Quellen als 777-200ER geführt. Weil auch die 777-200LR denselben Rumpf hat, kommt es bei Notizen schnell zu Verwechslungen. Das sicherste äußere Merkmal sind die Flügelspitzen.
Das spricht für die 777-200ER
- Klassische, gerade abschließende Flügelspitzen
- Je nach Auslieferung GE-, Pratt-&-Whitney- oder Rolls-Royce-Triebwerke
- Auf Trackern als B772 geführt
Das spricht für die 777-200LR
- Schräg nach hinten gezogene Flügelspitzen (Raked Wingtips) wie bei der 777-300ER
- Immer große GE90-Triebwerke
- Auf Trackern als B77L geführt
Mehr Unterscheidungshilfen innerhalb der Boeing-Großraumfamilie findest du in Boeing 777 und 787 unterscheiden.
A330-200 oder A330-300?
Inzwischen fliegt Privilege Style beide A330-Längen. Der Unterschied liegt im Rumpf: Die -300 ist rund fünf Meter länger und hat entsprechend mehr Fensterreihen, die -200 wirkt gedrungener und trägt ein etwas höheres Seitenleitwerk. Achte außerdem auf die Triebwerkszahl: Zwei Triebwerke heißt A330, vier heißt A340. Details zeigt A330 oder A340 unterscheiden.
Die Boeing-Jahre: 757 und 767 (historisch)
Wer Privilege Style aus den 2010er-Jahren kennt, denkt eher an Boeing-Schmalrumpf und -Großraum als an Airbus. Lange bildeten zwei Boeing 757-200 das Rückgrat der Flotte, laut Wikipedia mit den Kennzeichen EC-ISY „Cte. Jesús Guil“ und EC-HDS „Milagros Díaz“. Im Februar 2021 wählte die Airline den A321 als Nachfolger – ein typischer Schritt, denn kaum ein anderes Flugzeug kommt der 757 bei Größe und Reichweite so nahe.
Die einzige Boeing 767-300ER, EC-LZO „Eduardo Barreiros“, flog von 2013 bis 2022. Sie war der Großraumjet für die Einsätze bei El Al und Condor. Im Juni 2023 übernahm ein A330-200, zuvor bei Virgin Australia, ihre Rolle.
Dazu kamen kleinere Typen: eine Embraer ERJ 145 mit dem Kennzeichen EC-KSS „Trives“ (2012 bis 2017) für kleine Gruppen und VIP-Flüge, und kurzzeitig eine Boeing 737-400 (EC-LDN, 2009 bis 2010).
757 oder 767 auf alten Fotos?
Beide Boeing-Typen teilen sich viele Details, doch die 757 ist ein Schmalrumpf mit einem Gang, die 767 ein Großraumflugzeug mit deutlich dickerem Rumpf. Wie du sie auch auf älteren Bildern sicher auseinanderhältst, erklärt Boeing 757 und 767 unterscheiden.
Woran du Privilege Style erkennst
Eine einheitliche Optik wie bei den großen Linienairlines darfst du nicht erwarten. Die Flugzeuge stammen aus zweiter Hand, und je nach Einsatz trägt eine Maschine Titel oder Farben eines Kunden. Ein Beispiel für eine Sonderbemalung: Der A330-200 EC-NZJ trägt laut deutscher Wikipedia seit Juni 2023 eine Bemalung zum 20-jährigen Bestehen der Airline. So gehst du am besten vor:
- Kennzeichen: spanische Registrierung mit EC-. Gleich es mit der Flottentabelle ab. Den Aufbau solcher Kennungen erklären Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Länderkennungen von Flugzeugen.
- Taufnamen: Viele Maschinen tragen einen Namen am Rumpf, etwa „Auria III“ an der 777 oder „Ramón Orjales“ am A330-200.
- Tracker und Funk: ICAO PVG, Rufzeichen PRIVILEGE – sofern der Flug nicht unter dem Code eines Kunden läuft.
- Typ und Ort: Eine 777-200ER mit EC-Kennzeichen außerhalb des Iberia- und Air-Europa-Umfelds ist ein starker Hinweis.
Achtung Verwechslung
Auch Wamos Air, Iberojet, Plus Ultra, Iberia und Air Europa fliegen Großraumjets mit EC-Kennzeichen. Ein spanischer A330 ist also längst nicht automatisch ein Privilege Style – erst das Kennzeichen bringt Gewissheit.
Privilege Style in Madrid, Europa und Deutschland spotten
Die besten Chancen hast du in Madrid-Barajas, der Basis der Flotte. Einen bewährten Standort mit Blick auf die Pisten beschreibt La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas, weitere Tipps stehen in Planespotting in Madrid-Barajas. Bevor du in Spanien losziehst, lies Spotten in Spanien.
Außerhalb Madrids entscheidet der aktuelle Auftrag. Sportcharter landen dort, wo gerade gespielt wird – bei internationalen Klubwettbewerben können sie auch an deutschen Flughäfen auftauchen. Wet-Lease-Einsätze bringen die Flugzeuge zu Airlines in ganz Europa und darüber hinaus. Weil eine Privilege-Style-Sichtung außerhalb Spaniens selten ist, hilft dir Wie selten ist meine Sichtung? beim Einordnen.
Gute Chancen auf Privilege Style, wenn …
- du in Madrid-Barajas stehst
- ein spanischer Erstligist ein Auswärtsspiel in deiner Nähe hat
- eine Airline gerade Wet-Lease-Kapazität mit einer 777 oder einem A330 angekündigt hat
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Berichten planst – ACMI-Verträge laufen oft nur eine Saison
- du eine bestimmte Maschine suchst, die gerade auf einem anderen Kontinent fliegen kann
Eher kein Privilege-Style-Tag, wenn …
- du auf eine 757 oder 767 hoffst – beide Typen sind bei der Airline Geschichte
Weil ein Charterflug oft nur einmal kommt, zahlt sich Planung aus: Betriebsrichtung prüfen, Sonnenstand für die lange Rumpfseite einplanen und rechtzeitig am Spot sein.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Bei Sportchartern gilt außerdem: Rund um Mannschaftsankünfte sind die Sicherheitsvorkehrungen oft verschärft. Was grundsätzlich erlaubt ist, erklärt Ist Planespotting erlaubt?.
Kontroverse: der geplante Ruanda-Flug 2022
Bekannt wurde Privilege Style auch außerhalb der Luftfahrtszene. Die Airline war als Betreiber des ersten Abschiebeflugs vorgesehen, mit dem Großbritannien Asylsuchende nach Ruanda bringen wollte. Der Flug am 14. Juni 2022 hob nicht ab: Am Abend erließ der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Eilentscheidung zugunsten eines Betroffenen, und auch für die übrigen Passagiere wurden die Abschiebungen gestoppt. Im Oktober 2022 erklärte das Unternehmen nach Kampagnen von Menschenrechtsgruppen, keine weiteren Flüge dieser Art zwischen beiden Ländern durchzuführen.
Häufige Verwechslungen
- Die 777 als 777-200LR notieren – die Quellen führen sie als 777-200ER; achte auf die Flügelspitzen.
- Noch eine 757 oder 767 erwarten – beide Typen wurden durch A321 und A330 ersetzt.
- Den Kunden für den Betreiber halten – im Wet Lease steht die Kundenflugnummer auf der Tafel, geflogen wird von Privilege Style.
- Den Sitz Palma mit der Basis verwechseln – die Flugzeuge sind in Madrid stationiert.
- Jeden spanischen Großraumjet zuordnen – Wamos Air, Iberojet, Plus Ultra, Iberia und Air Europa fliegen ebenfalls mit EC-Kennzeichen.
- Einen A330 als A340 notieren – Privilege Style fliegt nur zweistrahlige Airbus.
Charter-Funde teilen
Poste deine Privilege-Style-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot, plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht und zeig deinen Fund der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Privilege Style ist eine Airline für Spotter, die gern Detektiv spielen. Eine Handvoll gebrauchter Großraum- und Schmalrumpfjets, Kunden von Fußballklubs bis LOT und eine Geschichte, die von der 757 über die 767 bis zur 777-200ER reicht – das macht jede Sichtung besonders. Wer auf EC-Kennzeichen, den Code PVG und die Taufnamen am Rumpf achtet, entdeckt die Spanier auch unter fremder Flugnummer.
Kurzfazit
Privilege Style (IATA P6, ICAO PVG, Rufzeichen PRIVILEGE) ist eine spanische Charter-, VIP- und ACMI-Airline mit Sitz in Palma und Basis in Madrid. Die kleine Flotte besteht aus Boeing 777-200ER, Airbus A330 und A321; die Boeing 757 und 767 sind Geschichte.
Zusammenfassung
- Privilege Style ist klein, aber viel unterwegs: Die wenigen Flugzeuge tauchen je nach Auftrag an ganz unterschiedlichen Flughäfen auf.
- Das sicherste Merkmal ist das EC-Kennzeichen in Kombination mit dem ICAO-Code PVG auf dem Tracker.
- Die Boeing 777 der Airline ist eine 777-200ER – nicht mit der äußerlich ähnlichen 777-200LR verwechseln.
- 757 und 767 gehören inzwischen zur Geschichte der Airline; wer Fotos davon hat, besitzt ein Stück Privilege-Style-Historie.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Privilege Style?
Privilege Style nutzt den IATA-Code P6 und den ICAO-Code PVG. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „PRIVILEGE“. Fliegt die Airline im Wet Lease für eine andere Gesellschaft, steht auf der Anzeigetafel meist deren Flugnummer.
Was macht Privilege Style genau?
Die Airline verkauft keine Linientickets, sondern ganze Flugzeuge samt Besatzung. Kunden sind Unternehmen, Reisegruppen, Sportmannschaften und andere Airlines, die im ACMI- oder Wet-Lease-Modell zusätzliche Kapazität brauchen. Berichten zufolge gehören spanische Firmen und Teams der ersten spanischen Fußballliga zu den VIP-Kunden.
Welche Flugzeuge fliegt Privilege Style?
Laut Wikipedia (Stand 2026) besteht die Flotte aus einer Boeing 777-200ER, einem Airbus A330-200, einem A330-300, einem A330-Frachter und zwei Airbus A321-200. Die Zahlen ändern sich bei einer so kleinen Airline schnell – prüf vor einer Tour die aktuelle Flottenliste.
Fliegt Privilege Style eine Boeing 777-200LR?
Die Quellen führen die 777 von Privilege Style als 777-200ER, nicht als 777-200LR. Die beiden Varianten sehen sich ähnlich; die LR hat aber schräg nach hinten gezogene Flügelspitzen (Raked Wingtips), die der ER fehlen. Wer sich unsicher ist, schaut auf die Flügelenden und gleicht das Kennzeichen ab.
Fliegt Privilege Style noch Boeing 757 oder 767?
Nein. Die Boeing 767-300ER EC-LZO war laut Wikipedia von 2013 bis 2022 im Einsatz und wurde 2023 durch einen A330-200 ersetzt. Für die beiden Boeing 757-200 wählte die Airline 2021 den A321 als Nachfolger. Beide Boeing-Typen sind bei Privilege Style damit Geschichte.
Für welche Airlines ist Privilege Style geflogen?
Dokumentiert sind unter anderem Einsätze für Finnair (Helsinki–New York 2014 und 2015), El Al und Condor (2015/2016), Air Berlin (2017), Norwegian (Rom–Newark 2018, London–Miami 2019), Surinam Airways (Paramaribo–Amsterdam ab 2019) und ab November 2025 LOT mit der 777-200ER zwischen Warschau und New York-JFK.
Wo kann ich Privilege Style spotten?
Am ehesten in Madrid-Barajas, der Basis der Flotte. Ansonsten hängt alles vom aktuellen Auftrag ab: Die Flugzeuge tauchen bei Charterflügen von Sportteams, bei Gruppenreisen oder im Wet Lease für andere Airlines auf. Filter deinen Tracker nach PVG und merk dir die EC-Kennzeichen.
Warum stand Privilege Style 2022 in den Schlagzeilen?
Die Airline war als Betreiber des ersten geplanten Abschiebeflugs von Großbritannien nach Ruanda vorgesehen. Der Flug am 14. Juni 2022 fand nach einer Eilentscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht statt. Später zog sich Privilege Style nach Kampagnen von Menschenrechtsgruppen aus diesen Flügen zurück.
Privilege Style im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypBoeing 777-200LR
Kurzer 777-Rumpf, lange schräge Flügelspitzen, riesige GE90-Triebwerke: Die 777-200LR Worldliner ist Boeings Ultralangstrecken-Spezialistin und flog 2005 einen Weltrekord. So erkennst du die seltene Variante.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 757-200
Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
Weitere Airlines
Wamos Air
Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.
NetzwerkPlus Ultra Líneas Aéreas
Kleine spanische Langstreckenairline aus Madrid: Airbus A330 nach Lima, Caracas und Buenos Aires, eine A340-Vergangenheit und eine viel diskutierte Staatshilfe aus der Corona-Zeit.
FerienfliegerIberojet
Spanisch-portugiesische Ferien- und Charterairline der Barceló-Reisesparte Ávoris: kleine, reine Airbus-Flotte mit A350-900 und A330, Langstrecke ab Madrid und Lissabon in die Karibik und nach Asien.
CharterHi Fly
Portugiesischer Wet-Lease-Spezialist mit Airbus-Großraumjets: Hi Fly vermietet A330 und A340 samt Crew an Airlines und Regierungen, flog als erste Airline einen gebrauchten A380 und landet mit dem A340 in der Antarktis.
NetzwerkFinnair
Die finnische Netzwerk-Airline mit dem schlichten Weiß-Blau: 1923 als Aero gegründet, Drehkreuz Helsinki, oneworld-Mitglied und 2015 erste A350-Betreiberin Europas – mit einer Flotte, die du an der Kennzeichen-Reihe fast schon auswendig lernen kannst.
NetzwerkEl Al
Israels Nationalairline aus Tel Aviv: reine Boeing-Flotte mit 787 Dreamliner, 777-200ER und 737, keine Allianz – und an europäischen Flughäfen mit besonders strengen Sicherheitsverfahren unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Palma de Mallorca
Der Ferienflughafen schlechthin: Auf Mallorca landen im Sommer Hunderte Jets am Tag, ein großer Teil davon aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Zwei parallele Bahnen am Rand der Bucht von Palma, Anflüge übers Meer und eine bunte Mischung aus Low-Cost, Charter und Businessjets – nur eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht.
Wo du Privilege Style vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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