Hi Fly

Portugiesischer Wet-Lease-Spezialist mit Airbus-Großraumjets: Hi Fly vermietet A330 und A340 samt Crew an Airlines und Regierungen, flog als erste Airline einen gebrauchten A380 und landet mit dem A340 in der Antarktis.

Auch bekannt als: Springjet S.A. · Hi Fly Malta · HiFly · 5K

PortugalPortugalCharter & Wet-LeaseIATA: 5KICAO: HFY11 Min. Lesezeit

5K

IATA-Code

HFY

ICAO-Code

9H-

Häufigstes Kennzeichen-Präfix

2021

Erste A340-Landung in der Antarktis

Das Wichtigste in Kürze

  • Hi Fly ist eine portugiesische Wet-Lease-Airline mit Sitz in Lissabon: Sie vermietet Flugzeuge samt Crew, Wartung und Versicherung an andere Airlines und Regierungen.
  • Codes: IATA 5K, ICAO HFY, Rufzeichen „SKY FLYER“; die Schwester Hi Fly Malta fliegt als HFM mit dem Rufzeichen „MOONRAKER“.
  • Die Flotte ist reines Airbus-Großraumgerät, im Kern A330-200 und A340-300, dazu eine A321.
  • Hi Fly war die erste Airline mit einem gebrauchten A380 – der ex-Singapore-Jet 9H-MIP flog von 2018 bis 2020.
  • Seit 2021 landet Hi Fly mit dem A340 in der Antarktis, auf der blauen Eispiste Wolf's Fang, mit Start in Kapstadt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Hi Fly im Überblick
  2. 2.Das Geschäftsmodell: Wet-Lease statt Linienflug
  3. 3.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
  4. 4.Die Flotte: A330-200 und A340-300
  5. 5.Ehemalige Flugzeuge: von der A310 bis zum A380
  6. 6.Hi Fly in der Antarktis
  7. 7.Woran du Hi Fly erkennst
  8. 8.Hi Fly spotten
  9. 9.Hi Fly und andere Wet-Lease-Airlines
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-Code5K
ICAO-CodeHFY
RufzeichenSKY FLYER
DrehkreuzeLIS
GeschäftsmodellWet-Lease (ACMI) und Charter mit Großraumflugzeugen, keine eigenen Linienflüge
SitzLissabon, Portugal
Gegründet2005, Betriebsgenehmigung der portugiesischen Luftfahrtbehörde ANAC 2006
SchwestergesellschaftHi Fly Malta (seit 2013, IATA 3L, ICAO HFM, Rufzeichen „MOONRAKER“)
BetriebsgenehmigungenZwei AOCs: Portugal (ANAC) und Malta (TM-CAD)
Allianzkeine
Flottentypen (laut Hi Fly, Stand 2026)Airbus A330-200, A340-300 und eine A321 aus der A320-Familie
Ehemalige Typenu. a. A310, A330-300, A330-900, A340-500, A340-600 und ein A380
BesonderheitLandungen mit A340 auf der Eispiste Wolf's Fang in der Antarktis seit 2021

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Hi Fly?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Großraumjets von Airbus: zweistrahliger A330-200 oder vierstrahliger A340-300
  • Kennzeichen meist 9H- (Malta), einzelne Maschinen mit CS- (Portugal)
  • Auf Trackern oft HFY oder HFM – die Flugnummer kann aber die des Kunden sein
  • Hi-Fly-Schriftzug auf dem Rumpf, bei Wet-Lease-Einsätzen teils mit Aufklebern oder Titeln der Kunden-Airline
  • Taucht oft dort auf, wo sonst kein A340 mehr fliegt – als Ersatz bei Engpässen anderer Airlines
  • Historisch: der A380 9H-MIP in der Sonderbemalung „Save the Coral Reefs“

Manche Airlines siehst du jeden Tag, andere fast nie – und bei Hi Fly weißt du vorher selten, wo sie gerade fliegt. Die Portugiesen haben keine eigenen Linienflüge, sondern vermieten Großraumflugzeuge samt Crew an andere Airlines und Regierungen. Für Spotter ist das ein Glücksfall: Hi Fly bringt A340 an Flughäfen, an denen der Vierstrahler eigentlich längst verschwunden ist, hat als erste Airline einen gebrauchten A380 betrieben und landet sogar auf einer Eispiste in der Antarktis. Diese Seite zeigt dir, wie Hi Fly funktioniert und woran du ihre Flugzeuge erkennst.

Jeden Hi-Fly-Jet im Hangar

Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche A340 und A330 dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Hi Fly im Überblick

Hi Fly ist eine portugiesische Airline mit Sitz in Lissabon, die sich auf Wet-Lease mit Großraumflugzeugen spezialisiert hat. Gegründet wurde das Unternehmen 2005 von Mirpuri Investments, die Betriebsgenehmigung der portugiesischen Luftfahrtbehörde ANAC folgte 2006. Die rechtliche Firmierung lautet Springjet S.A., nach außen tritt die Airline aber nur als Hi Fly auf. Die Familie Mirpuri prägt das Unternehmen bis heute: Seit Mai 2026 ist Kapitän Carlos Mirpuri Chairman der Hi Fly Group.

Unter der Marke Hi Fly fliegen zwei Gesellschaften: die portugiesische Hi Fly und die 2013 gegründete Hi Fly Malta mit Sitz am Flughafen Malta. Damit hat die Gruppe zwei Betriebsgenehmigungen – eine aus Portugal, eine aus Malta. Hi Fly ist IATA-Mitglied und nach dem Sicherheitsstandard IOSA zertifiziert.

Die Flugzeuge des ersten Betriebs waren übrigens bekannte Gesichter: Der erste Jet, ein A330-300, kam von der ebenfalls portugiesischen Air Luxor, die derselben Eigentümerfamilie gehörte wie Hi Fly. Heute setzt Hi Fly laut eigenen Angaben auf eine reine Airbus-Flotte mit 220 bis über 300 Sitzen und beschäftigt mehr als 1.200 Menschen.

5KIATA-Code von Hi Fly
HFYICAO-Code auf dem Tracker
HFMICAO-Code von Hi Fly Malta

Das Geschäftsmodell: Wet-Lease statt Linienflug

Hi Fly verkauft keine Tickets an Passagiere. Stattdessen mietet eine andere Airline – oder eine Regierung – ein komplettes Paket aus Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung. Im Fachjargon heißt das ACMI, nach den englischen Begriffen Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. Die Kunden-Airline verkauft die Plätze unter ihrem eigenen Namen, Hi Fly führt den Flug durch. Wie dieses Modell genau funktioniert und worin es sich vom reinen Leasing unterscheidet, erklären die Artikel Wet-Lease erklärt und Flugzeugleasing.

Typische Gründe für einen Hi-Fly-Einsatz:

  • Saisonspitzen: Im Sommer fehlen vielen Airlines Großraumflugzeuge für zusätzliche Langstreckenflüge.
  • Ausfälle: Wenn eigene Jets in der Werft stehen oder Triebwerke fehlen, überbrückt Hi Fly die Lücke.
  • Regierungsflüge: Staaten chartern Hi Fly für Delegationen, Truppentransporte oder Rückholflüge.
  • Sondermissionen: Charter für Reiseveranstalter, Sportteams oder Expeditionen – bis hin zur Antarktis.

Zu den Kunden zählten in den vergangenen Jahren unter anderem British Airways, Turkish Airlines, Norwegian und Oman Air, die ab 2008 zwei gemietete Hi-Fly-A310 auf Langstrecken nach London und Bangkok einsetzte. Laut Hi Fly bedient die Gruppe rund 200 Airline- und Regierungskunden. Wenn du mehr über den Unterschied zwischen Charter- und Linienverkehr wissen willst, hilft dir der Artikel Charterflug und Linienflug.

Flugnummer ist nicht gleich Airline

Fliegt Hi Fly für eine andere Airline, steht auf der Anzeigetafel meist deren Flugnummer. Auf Flugtrackern verrät dir dann oft erst das Rufzeichen HFY oder HFM, wer wirklich fliegt. Wie du ADS-B-Daten richtig liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Codes, Rufzeichen und Kennzeichen

Gesellschaft Sitz IATA ICAO Rufzeichen Kennzeichen
Hi Fly Portugal 5K HFY SKY FLYER CS-
Hi Fly Malta Malta 3L HFM MOONRAKER 9H-

Für die Praxis wichtig: Ein großer Teil der Flotte ist in Malta registriert. Auf der aktuellen A330-Übersicht von Hi Fly stehen fast nur 9H-Kennzeichen, dazu der portugiesische A330-200 CS-TCE. Auch die vier A340-300 tragen maltesische Kennzeichen. Warum so viele Flugzeuge auf Malta, in Irland oder auf den Bermudas registriert sind, liest du im Artikel Offshore-Registrierungen und Leasing.

Typ bestimmen

Zwei oder vier Triebwerke? Damit trennst du A330 und A340 sofort.

Kennzeichen lesen

9H- deutet auf Hi Fly Malta, CS- auf die portugiesische Gesellschaft.

Tracker prüfen

HFY oder HFM im Rufzeichen bestätigt Hi Fly – auch wenn die Flugnummer einer anderen Airline gehört.

Kunden notieren

Halte fest, für welche Airline der Flug lief. So wird aus der Sichtung später eine vollständige Geschichte.

Die Flotte: A330-200 und A340-300

Die Flotte besteht laut Hi Fly (Stand 2026) ausschließlich aus Airbus-Flugzeugen. Den Kern bilden zwei Langstreckentypen, ergänzt um eine einzelne Maschine aus der A320-Familie.

Typ Kennzeichen (laut Hi Fly) Sitze Triebwerke Spotter-Hinweis
Airbus A330-200 u. a. CS-TCE, 9H-ALC, 9H-MFS, 9H-TQP, 9H-HFA, 9H-HFH bis 9H-HFL 268 bei CS-TCE (18 Business, 36 Premium Economy, 214 Economy) GE CF6-80E1 Zweistrahler, das Arbeitspferd der Flotte
Airbus A340-300 9H-TQY, 9H-SUN, 9H-SOL, 9H-TQZ 267 (12 First, 42 Business, 213 Economy) 4 × CFM56-5C4 Seltener Vierstrahler, Antarktis-Flugzeug
Airbus A321 CS-TRJ 220, nur Economy IAE V2500 Einzelstück, seit 2014 bei Hi Fly

Der Airbus A330-200 ist der zahlenmäßig wichtigste Typ. Hi Fly hat in den vergangenen Jahren mehrere gebrauchte Exemplare übernommen; CS-TCE etwa fliegt mit eigener Premium-Economy-Kabine. Spannender für Spotter ist aber der Airbus A340-300: Der Vierstrahler ist bei den großen Airlines weitgehend verschwunden, bei Hi Fly fliegt er noch regelmäßig. Mehrere Hi-Fly-A340 stammen von Emirates und SriLankan Airlines. Warum vierstrahlige Jets insgesamt selten geworden sind, erklärt der Artikel Das Ende der Vierstrahler.

Die A321 ist ein Sonderfall: Hi Fly nahm sie 2014 in Dienst und setzte sie zunächst für die belgischen Streitkräfte ein. Wie du sie von ihren Schwestermodellen unterscheidest, zeigt der Artikel A318, A319, A320 und A321 auseinanderhalten. Hersteller aller Hi-Fly-Typen ist Airbus.

A340 auf der Wunschliste?

Setz Kennzeichen wie 9H-TQZ oder die Airline Hi Fly auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Ehemalige Flugzeuge: von der A310 bis zum A380

Kaum eine kleine Airline hat in zwei Jahrzehnten so viele Airbus-Typen eingesetzt. Die folgenden Muster gehören bei Hi Fly der Vergangenheit an:

  • A310-300 (etwa 2008–2015): Die A310 flog unter anderem für Oman Air.
  • A330-300 (etwa 2005–2017): Der erste Hi-Fly-Jet überhaupt, ein A330-300, flog lange für die belgische Luftwaffe.
  • A340-500 (etwa 2008–2018): Die ultralange A340-500 flog mehrere Jahre für die nigerianische Arik Air zwischen Lagos und New York.
  • A340-600 (2013–2015): Eine ehemalige Virgin-Atlantic-A340-600 war eines der ersten Flugzeuge von Hi Fly Malta.
  • A330-900 (2019–2022): Hi Fly gehörte zu den frühen Betreibern der A330neo; die Maschine wechselte später zu Sunclass Airlines.

Der A380 9H-MIP

Das bekannteste Kapitel ist der A380. Im Sommer 2018 übernahm Hi Fly Malta einen gebrauchten Airbus A380 von Singapore Airlines – als erste Airline weltweit, die einen Second-Hand-A380 in Dienst stellte. Die Maschine mit dem Kennzeichen 9H-MIP wurde im Juli 2018 auf der Farnborough Airshow gezeigt und trug eine auffällige Sonderbemalung mit dem Slogan „Save the Coral Reefs“, ein Projekt der Mirpuri Foundation. Mit 471 Sitzen in drei Klassen flog der Riese unter anderem im Wet-Lease für Norwegian.

Lange hielt das Experiment nicht. Der Markt für einen gemieteten A380 war klein, und mit der Corona-Krise brach die Nachfrage ein. Am 17. Dezember 2020 flog 9H-MIP ein letztes Mal nach Toulouse. Wer das Flugzeug fotografiert hat, besitzt heute ein echtes Sammlerstück. Wie du einen A380 sicher von einer 747 unterscheidest, zeigt der Artikel A380 und Boeing 747.

Ganz verschwunden ist der A380 aus dem Umfeld von Hi Fly aber nicht: Für das britische Start-up Global Airlines hat Hi Fly Malta 2025 einen A380 betrieben, der unter anderem zwischen Glasgow und New York flog. Den aktuellen Einsatzstatus solltest du vor einer Spotting-Tour allerdings selbst prüfen.

Achtung Verwechslung

Der A380 von Global Airlines ist nicht 9H-MIP. Die frühere Hi-Fly-Maschine kam von Singapore Airlines und flog in der Korallenriff-Bemalung – notiere bei A380-Sichtungen deshalb immer das Kennzeichen und nicht nur den Betreiber.

Hi Fly in der Antarktis

Am 2. November 2021 schrieb Hi Fly Luftfahrtgeschichte: Ein Airbus A340 landete erstmals auf der Wolf’s Fang Runway im Königin-Maud-Land in der Antarktis. Laut Hi Fly war es die erste Landung eines Airbus-Großraumflugzeugs auf dem Kontinent. Die Piste besteht aus blauem Gletschereis, ist rund 3 Kilometer lang und 60 Meter breit und wird für Expeditions- und Touristenflüge genutzt.

Der Ablauf ist anspruchsvoll. Gestartet wird in Kapstadt, die Strecke misst laut Hi Fly rund 2.500 nautische Meilen und dauert jeweils gut fünf Stunden. Weil es auf dem Eis keinen Treibstoff gibt, muss der A340 genug Kerosin für Hin- und Rückflug an Bord haben – ein Grund, warum der langstreckenstarke Vierstrahler dafür so gut geeignet ist. Hi Fly wiederholte die Flüge 2022 und 2023; in der Saison 2023 flog unter anderem der A340-300 9H-TQZ. Auch im Einsatzbericht für das erste Halbjahr 2026 taucht Wolf’s Fang wieder auf.

Wenn du dich für Polarflüge interessierst: In Südamerika verbindet Aerovias DAP Punta Arenas mit der Antarktis – allerdings mit deutlich kleineren Flugzeugen.

Woran du Hi Fly erkennst

Die Hi-Fly-Flugzeuge tragen eine schlichte Grundbemalung mit dem Hi-Fly-Schriftzug am Rumpf. Weil die Flotte viele gebrauchte Jets anderer Airlines umfasst und die Maschinen im Wet-Lease oft für Kunden fliegen, siehst du aber immer wieder Abweichungen: Kundentitel, Aufkleber an der Tür oder Reste früherer Bemalungen. Wie du solche Mischformen einordnest, zeigt der Artikel Hybrid- und Mischlackierungen erkennen.

Besonders begehrt sind die Sonderbemalungen. Neben dem A380 in „Save the Coral Reefs“ trug auch ein A330-200 Bemalungen der Mirpuri Foundation, darunter eine zum Thema Plastik in den Ozeanen. Hi Fly verzichtet nach eigenen Angaben seit dem 1. Januar 2020 auf Einwegplastik an Bord der eigenen Flüge.

Das spricht für einen A340-300

  • Vier Triebwerke unter den Flügeln
  • Zusätzliches Hauptfahrwerk in der Rumpfmitte
  • Kennzeichen 9H-TQY, 9H-SUN, 9H-SOL oder 9H-TQZ
  • Auf Trackern als A343 geführt

Das spricht für einen A330-200

  • Zwei große Triebwerke
  • Kürzerer Rumpf als der A340-300
  • Kennzeichen häufig 9H-HF… oder CS-TCE
  • Auf Trackern als A332 geführt

A330 und A340 teilen sich Flügel, Cockpit und Rumpfquerschnitt. Wer nur das Leitwerk fotografiert, verwechselt sie leicht. Eine ausführliche Anleitung findest du im Artikel A330 oder A340?.

Hi Fly spotten

Weil Hi Fly keine festen Strecken fliegt, ist die Airline eine echte Gelegenheitssichtung. Laut Hi Fly landeten die Flugzeuge im ersten Halbjahr 2026 an 74 Flughäfen in 41 Ländern und Gebieten auf sechs Kontinenten – von Europa über Asien und Afrika bis in die Antarktis.

Die besten Chancen hast du an diesen Orten:

  • Lissabon: Am Firmensitz siehst du Hi-Fly-Maschinen regelmäßiger als anderswo. Infos zum Flughafen findest du auf der Seite zum Flughafen Lissabon, passende Spots im Guide Planespotting in Lissabon.
  • Malta: Der Flughafen Malta ist Sitz von Hi Fly Malta.
  • Große Drehkreuze in der Hochsaison: Wenn Airlines Engpässe überbrücken, springen Wet-Lease-Anbieter wie Hi Fly ein – oft für einige Wochen oder Monate auf derselben Strecke.

Gute Chancen auf Hi Fly, wenn …

  • du in Lissabon oder Malta spottest
  • eine Airline an deinem Flughafen gerade Großraumflugzeuge im Wet-Lease einsetzt
  • Sommersaison ist und viele Langstrecken-Zusatzflüge laufen

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach alten Spotterberichten planst – Wet-Lease-Einsätze enden oft kurzfristig
  • du gezielt einen bestimmten A340 suchst

Eher kein Hi-Fly-Tag, wenn …

  • dein Flughafen kaum Großraumverkehr hat und kein Wet-Lease-Einsatz bekannt ist

Der Schlüssel ist gute Vorbereitung: Beobachte die Rufzeichen HFY und HFM oder einzelne Kennzeichen im Tracker. Wie du ein bestimmtes Flugzeug zuverlässig findest, erklärt der Artikel Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu – gerade bei Regierungs- und Militärflügen, für die Hi Fly häufig unterwegs ist. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Hi Fly und andere Wet-Lease-Airlines

Hi Fly ist nicht der einzige Anbieter dieser Art. In Portugal fliegen mit EuroAtlantic Airways und White Airways weitere Charter- und ACMI-Spezialisten, die Spotter gern mit Hi Fly verwechseln. Die bekannteste portugiesische Airline ist dagegen TAP Air Portugal mit klassischem Linienverkehr ab Lissabon. Außerhalb Portugals spielen Wamos Air aus Spanien und Air Atlanta Icelandic in derselben Liga der Großraum-Wet-Lease-Anbieter.

Häufige Verwechslungen

  • Die Flugnummer für den Betreiber halten – im Wet-Lease fliegt Hi Fly oft unter der Flugnummer des Kunden; HFY oder HFM im Tracker verrät den echten Betreiber.
  • 9H- automatisch Malta-Airline zuordnen – auch viele Hi-Fly-Jets tragen maltesische Kennzeichen.
  • A330 und A340 verwechseln – zähle die Triebwerke, bevor du die Sichtung notierst.
  • Den A380 von Global Airlines für 9H-MIP halten – das sind zwei verschiedene Flugzeuge.
  • Hi Fly mit EuroAtlantic oder White Airways verwechseln – alle drei sind portugiesische Charter-Spezialisten, unterscheiden sich aber bei Kennzeichen, Codes und Bemalung.

Hi Fly im Blick behalten

Beobachte die A340 von Hi Fly oder einzelne Kennzeichen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Hi Fly ist eine der ungewöhnlichsten Airlines Europas: kein eigenes Streckennetz, dafür Einsätze auf allen Kontinenten, der erste gebrauchte A380 der Welt und Landungen auf dem Eis der Antarktis. Für Spotter lohnt sich vor allem der Blick auf die A340-300 – einer der letzten Orte, an dem der Vierstrahler noch regelmäßig arbeitet. Wer Kennzeichen, Rufzeichen und Kunden-Airline sauber notiert, bekommt aus jeder Hi-Fly-Sichtung eine vollständige Geschichte.

Kurzfazit

Hi Fly (IATA 5K, ICAO HFY) ist eine portugiesische Wet-Lease-Airline mit A330-200 und A340-300. Meist mit 9H-Kennzeichen unterwegs, oft unter fremder Flugnummer – und mit dem A340 sogar in der Antarktis.

Zusammenfassung

  • Hi Fly erkennst du am Airbus-Großraumjet mit maltesischem 9H- oder portugiesischem CS-Kennzeichen und am Hi-Fly-Schriftzug – auch wenn der Flug unter fremder Flugnummer läuft.
  • Für Spotter ist Hi Fly vor allem wegen des A340-300 interessant: Kaum eine andere Airline hält den Vierstrahler noch so sichtbar im Einsatz.
  • Weil Hi Fly per Wet-Lease für viele Kunden fliegt, ist die Airline schwer planbar, taucht aber an vielen Flughäfen weltweit auf.
  • Der A380 9H-MIP und die Antarktis-Landungen machen Hi Fly zu einer der ungewöhnlichsten Airlines Europas.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Hi Fly?

Hi Fly fliegt mit dem IATA-Code 5K und dem ICAO-Code HFY, im Funk meldet sich die Crew als „SKY FLYER“. Die Schwestergesellschaft Hi Fly Malta hat eigene Codes: IATA 3L, ICAO HFM, Rufzeichen „MOONRAKER“. Bei Wet-Lease-Flügen kann allerdings die Flugnummer der Kunden-Airline im Flugplan stehen.

Was bedeutet Wet-Lease bei Hi Fly?

Beim Wet-Lease – auch ACMI genannt, für Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance – stellt Hi Fly nicht nur das Flugzeug, sondern auch Besatzung, Wartung und Versicherung. Die Kunden-Airline verkauft die Tickets, Hi Fly führt den Flug durch. So decken Airlines Engpässe, Saisonspitzen oder Ausfälle eigener Flugzeuge ab.

Welche Flugzeuge fliegt Hi Fly?

Laut der Flottenübersicht von Hi Fly (Stand 2026) besteht die Flotte aus Airbus A330-200, A340-300 und einer A321 aus der A320-Familie. Die A340-300 haben laut Hi Fly 267 Sitze in drei Klassen, die A330-200 je nach Maschine bis zu 268 Sitze. Früher flogen unter anderem A310, A330-300, A330-900, A340-500, A340-600 und ein A380 für die Gruppe.

Hatte Hi Fly wirklich einen A380?

Ja. Hi Fly Malta übernahm 2018 einen gebrauchten A380 von Singapore Airlines und war damit die erste Airline, die einen Second-Hand-A380 in Dienst stellte. Die Maschine mit dem Kennzeichen 9H-MIP trug die Sonderbemalung „Save the Coral Reefs“, flog unter anderem im Wet-Lease für Norwegian und hatte ihren letzten Flug im Dezember 2020 nach Toulouse.

Wie landet Hi Fly in der Antarktis?

Hi Fly fliegt ab Kapstadt zur Wolf's Fang Runway im Königin-Maud-Land, einer rund 3 Kilometer langen Piste aus blauem Gletschereis. Im November 2021 landete dort erstmals ein Airbus A340, laut Hi Fly die erste Landung eines Airbus-Großraumflugzeugs in der Antarktis. Der Flug dauert jeweils gut fünf Stunden, und weil es vor Ort keinen Treibstoff gibt, tankt der A340 für Hin- und Rückflug.

Warum haben Hi-Fly-Flugzeuge maltesische Kennzeichen?

Ein großer Teil der Flotte ist bei der Schwestergesellschaft Hi Fly Malta registriert und trägt deshalb das maltesische Präfix 9H-. Maschinen der portugiesischen Gesellschaft tragen CS-. Beide Gesellschaften treten unter der Marke Hi Fly auf.

Wo kann ich Hi Fly spotten?

Feste Linien gibt es nicht. Hi Fly taucht dort auf, wo Kunden Kapazität brauchen – laut Hi Fly landeten die Flugzeuge allein im ersten Halbjahr 2026 an 74 Flughäfen in 41 Ländern und Gebieten. Gute Chancen hast du in Lissabon, dem Sitz der Airline, sowie an Flughäfen, deren Airlines gerade Engpässe überbrücken. Flugtracker mit Alarmen für HFY und HFM helfen dir, keine Maschine zu verpassen.

Hi Fly im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Flugzeugtypen in der Flotte

Weitere Airlines

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Passende Guides aus dem Blog

PT

Planetrack Redaktion

Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Airlines aus Portugal