Das Wichtigste in Kürze
- Plus Ultra ist eine kleine spanische Langstreckenairline mit Basis in Madrid-Barajas, die vor allem Lateinamerika anfliegt.
- Codes: IATA PU, ICAO PUE, Rufzeichen „SPANISH“.
- Die aktuelle Flotte besteht nur aus Airbus A330; die vierstrahligen A340-300 und A340-600 sind Geschichte.
- Die Flotte ist klein: Jede einzelne Maschine lässt sich über ihr EC-Kennzeichen gut verfolgen und sammeln.
- Die Airline ist politisch umstritten: Die Staatshilfe von 53 Millionen Euro aus dem Jahr 2021 beschäftigt bis heute Justiz und Öffentlichkeit.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Plus Ultra im Überblick
- 2.Der Name: „noch weiter“
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Die Flotte: heute nur Airbus A330
- 5.Die A340-Ära: vier Triebwerke ab Madrid
- 6.Woran du Plus Ultra erkennst
- 7.Streckennetz: Fokus Lateinamerika
- 8.Die Staatshilfe von 2021 und die Ermittlungen
- 9.Plus Ultra in Madrid spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | PU |
|---|---|
| ICAO-Code | PUE |
| Rufzeichen | SPANISH |
| Drehkreuze | MAD |
| Geschäftsmodell | Langstrecken-Linienverkehr zwischen Spanien und Lateinamerika, dazu ACMI- und Charterflüge |
| Sitz | Madrid, Spanien |
| Gegründet | 2011; erste Flüge im Juli 2015, Linienverkehr seit Juni 2016 |
| Drehkreuz | Madrid-Barajas (MAD) |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2026) | Ausschließlich Airbus A330 (-200 und -300), laut Airline mit 275 bis 299 Sitzen in zwei Klassen |
| Frühere Typen | Airbus A340-300 (2015–2025), A340-600 (2019–2022), kurzzeitig eine gemietete Boeing 777-200ER (2017) |
| Kabinen | Business und Economy (bei Plus Ultra „Turista“) |
| Namensgeber | Das Wasserflugzeug „Plus Ultra“, das 1926 von Spanien nach Buenos Aires flog, und der spanische Wahlspruch „Plus Ultra“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Plus Ultra Líneas Aéreas?
- Großer Schriftzug „Plus Ultra“ auf dem Rumpf eines zweistrahligen Airbus-Widebodys
- Flotte nur aus Airbus A330 – zwei Triebwerke, zwei Hauptfahrwerksbeine
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Rumpf hinten
- Flugnummer mit PU, auf dem Tracker als PUE und im Funk als „SPANISH“
- Viele Maschinen tragen Taufnamen mit Marien- oder Heiligenbezug
- Typische Strecken: Madrid oder Teneriffa Nord nach Caracas, Lima und Buenos Aires
Plus Ultra gehört zu den Airlines, die du in Madrid nicht jeden Tag gezielt suchst – und dann doch plötzlich vor der Linse hast. Ein einzelner Airbus A330 mit großem Schriftzug, ein spanisches Kennzeichen, eine Flugnummer mit PU: Dahinter steckt eine kleine Langstreckenairline, die seit 2015 zwischen Spanien und Lateinamerika pendelt. Für Spotter ist sie gerade wegen ihrer Größe spannend, denn die Flotte ist überschaubar genug, um sie Maschine für Maschine zu sammeln. Diese Seite zeigt dir, woher Plus Ultra kommt, was sie fliegt und wie du sie zuverlässig erkennst.
Jede A330 einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Plus-Ultra-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Plus Ultra im Überblick
Plus Ultra Líneas Aéreas ist eine spanische Langstreckenairline mit Sitz in Madrid. Gegründet wurde das Unternehmen 2011, unter anderem von einem früheren Manager der 2006 zusammengebrochenen Air Madrid. Nach der Zulassung durch die spanische Luftfahrtbehörde hob die erste Maschine im Juli 2015 ab. Anfangs flog Plus Ultra vor allem im Auftrag anderer Airlines und für Charterkunden; regelmäßige eigene Linienflüge nach Lateinamerika gibt es seit Juni 2016, zunächst nach Lima und Santo Domingo.
Damit unterscheidet sich Plus Ultra deutlich von den beiden großen Netzwerk-Airlines in Madrid. Iberia und Air Europa betreiben große Flotten, gehören Allianzen an und bieten Umsteigeverbindungen in alle Welt. Plus Ultra dagegen ist ein Nischenanbieter: wenige Flugzeuge, wenige Strecken, klarer Fokus auf den Verkehr zwischen Spanien und Südamerika, ergänzt um Charter- und ACMI-Aufträge. Einer Allianz gehört die Airline nicht an.
Laut eigener Darstellung ist Plus Ultra IATA-Mitglied und hat das IOSA-Sicherheitsaudit der IATA durchlaufen. Die Kabine ist zweiklassig mit Business und Economy, die bei Plus Ultra „Turista“ heißt. Gepäck ist nach Angaben der Airline in allen Tarifen enthalten.
Der Name: „noch weiter“
„Plus Ultra“ ist Latein und heißt sinngemäß „noch weiter“. Der Ausdruck ist seit Jahrhunderten der Wahlspruch Spaniens und steht im Staatswappen auf dem Band um die Säulen des Herkules. Er geht auf Kaiser Karl V. zurück, der damit das alte „Non plus ultra“ – „nicht darüber hinaus“ – umdrehte: Hinter der Meerenge von Gibraltar endete die Welt nicht, sondern begann Amerika.
Für Luftfahrtfans hat der Name noch eine zweite Ebene. 1926 flog ein spanisches Flugboot namens „Plus Ultra“ in mehreren Etappen von Spanien über den Südatlantik bis nach Buenos Aires – eine Pionierleistung der frühen Luftfahrt. Dass eine moderne Airline genau diese Verbindung wieder anbietet, ist kein Zufall: Der Name steht für den Brückenschlag zwischen Spanien und Lateinamerika.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code PU: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code PUE: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen SPANISH: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Das Rufzeichen „SPANISH“ überrascht viele, denn es klingt nach Staatsairline. Iberia nutzt im Funk aber „IBERIA“, Air Europa „EUROPA“ – das freie „SPANISH“ trägt heute Plus Ultra. Wenn du in Madrid Funk mithörst, ist das eine schnelle Zuordnung. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes.
Tracker richtig lesen
Auf vielen Flugtrackern taucht Plus Ultra als PUE plus Flugnummer auf. Fliegt eine Maschine im ACMI-Auftrag für eine andere Airline, steht dort unter Umständen deren Code – das Flugzeug bleibt trotzdem eine Plus-Ultra-A330. Mehr zum Prinzip liest du im Guide zum Wet-Lease.
Die Flotte: heute nur Airbus A330
Stand 2026 setzt Plus Ultra ausschließlich den Airbus A330 ein, und zwar die Versionen A330-200 und A330-300. Laut Airline haben die Maschinen je nach Konfiguration 275 bis 299 Sitze in zwei Klassen. Die genaue Zahl der Flugzeuge schwankt, weil Plus Ultra seine Flotte geleast betreibt und einzelne Maschinen kommen und gehen; nach öffentlich zugänglichen Flottenlisten bewegt sie sich 2026 im Bereich von sechs bis sieben Flugzeugen. Die Maschinen sind nicht neu, sondern stammen überwiegend aus zweiter Hand.
| Typ | Status | Sitze (laut Airline) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A330-200 | im Einsatz, Großteil der Flotte | 275–299 in zwei Klassen | Kürzerer Rumpf, Arbeitspferd der Airline |
| Airbus A330-300 | im Einsatz, Einzelstücke | 275–299 in zwei Klassen | Längerer Rumpf, wirkt deutlich gestreckter |
| Airbus A340-300 | ausgemustert (2015–2025) | – | Startflotte, vier Triebwerke |
| Airbus A340-600 | ausgemustert (2019–2022) | – | Sehr langer Rumpf, vier Triebwerke |
| Boeing 777-200ER | 2017 kurz gemietet | – | Im Wet-Lease von Privilege Style |
Hersteller der aktuellen Flotte ist Airbus. Für Sammler ist die geringe Größe der Flotte ein Vorteil: Wer ein paar Mal in Madrid war, hat schnell den Großteil der Kennzeichen beisammen – und merkt, welche Maschine noch fehlt.
Die letzte A330 fehlt noch?
Setz einzelne Kennzeichen oder die Airline auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn die Maschine im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die A340-Ära: vier Triebwerke ab Madrid
Wer zwischen 2015 und 2025 in Madrid gespottet hat, kennt Plus Ultra vor allem als A340-Betreiber. Die Startflotte bestand aus gebrauchten Airbus A340-300, die zuvor unter anderem bei Gulf Air geflogen waren. 2019 kamen zwei A340-600 hinzu, die längste Version der Baureihe. Sie blieben nur bis 2022, die letzten A340-300 verließen die Flotte 2025.
Damit endete für Madrid ein Stück Spottergeschichte. Iberia hatte ihre A340 schon einige Jahre früher ausgemustert, und vierstrahlige Passagierflugzeuge sind in Europa insgesamt selten geworden. Fotos von Plus-Ultra-A340 sind heute begehrte Archivbilder. Wer selbst welche hat, archiviert sie am besten sauber mit Kennzeichen und Datum.
So erkennst du den A330
- Zwei Triebwerke unter den Flügeln
- Zwei Hauptfahrwerksbeine
- Auf Trackern als A332 oder A333 geführt
- Heute der einzige Typ bei Plus Ultra
So erkennst du den A340 (historisch)
- Vier Triebwerke unter den Flügeln
- Zusätzliches Hauptfahrwerksbein in der Rumpfmitte
- Auf Trackern als A343 oder A346 geführt
- Bei Plus Ultra nur bis 2025 im Einsatz
Rumpf, Cockpit und Flügel von A330 und A340 sind sich sehr ähnlich, weil beide Typen parallel entwickelt wurden. Im Zweifel zählst du die Triebwerke – oder schaust dir die Details im Guide A330 oder A340? an.
Woran du Plus Ultra erkennst
Am auffälligsten ist der große Schriftzug „Plus Ultra“ auf dem weißen Rumpf. Dazu kommt das spanische Kennzeichen mit dem Präfix EC- am hinteren Rumpf. Viele Maschinen tragen außerdem Taufnamen, häufig mit Bezug zu Marien- oder Heiligenfiguren – nach Flottenlisten etwa „Virgen de la Almudena“, nach der Schutzpatronin Madrids, oder „Virgen de la Candelaria“, der Schutzpatronin der Kanaren. Das ist ein schönes Detail für Nahaufnahmen am Gate oder beim Rollen. Wie du das Kennzeichen selbst richtig liest, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Da die Flotte nur aus A330 besteht, hilft dir schon der Typ bei der Vorauswahl: Ein großer Zweistrahler mit spanischem Kennzeichen, der am Morgen aus Südamerika kommt und nicht in Iberia- oder Air-Europa-Farben unterwegs ist, ist in Madrid ein guter Kandidat. Den Rest erledigt ein Blick auf Schriftzug und Tracker.
Typ prüfen
Zwei Triebwerke, zwei Hauptfahrwerksbeine, Widebody – es ist ein A330.
Schriftzug lesen
„Plus Ultra“ auf dem Rumpf schließt Iberia, Air Europa und Charterairlines aus.
Kennzeichen notieren
EC- plus drei Buchstaben – damit ist jede Maschine eindeutig.
Tracker abgleichen
PUE im Tracker bestätigt den Flug, ein anderer Code deutet auf einen ACMI-Einsatz hin.
Achtung Verwechslung
In Madrid landen auch andere spanische Widebody-Betreiber wie Wamos Air, die ebenfalls A330 einsetzt. Wer nur das Leitwerk fotografiert, kann beim Sortieren später durcheinanderkommen. Mach immer auch ein Bild, auf dem Schriftzug und Kennzeichen lesbar sind.
Streckennetz: Fokus Lateinamerika
Das Streckennetz von Plus Ultra war von Anfang an auf Lateinamerika ausgerichtet, hat sich aber oft verändert. Auf der Website der Airline stehen im Herbst 2026 diese Verbindungen:
- Madrid – Lima (Peru)
- Madrid – Caracas (Venezuela)
- Madrid – Buenos Aires (Argentinien)
- Teneriffa Nord – Caracas
Hinzu kommen Charterflüge und ACMI-Aufträge, bei denen Plus Ultra Flugzeug und Crew für andere Kunden stellt. Früher bediente die Airline zeitweise auch Santiago de Chile, Havanna, Santo Domingo, Quito, Guayaquil sowie Bogotá und Cartagena in Kolumbien; außerdem flog sie nach Malabo in Äquatorialguinea. Viele dieser Strecken wurden wieder aufgegeben oder ausgesetzt. Prüf deshalb immer den aktuellen Flugplan, bevor du nach einer bestimmten Verbindung suchst.
Venezuela spielt im Netz eine besondere Rolle. Seit sich viele europäische Airlines aus dem Land zurückgezogen haben, gehört Plus Ultra zu den wenigen Anbietern direkter Flüge zwischen Spanien und Caracas. Auf derselben Achse sind auch venezolanische Airlines wie Conviasa und Estelar unterwegs – für Spotter in Madrid ein kleiner, aber feiner Lateinamerika-Schwerpunkt.
Für Anschlüsse innerhalb Spaniens setzt Plus Ultra auf Partner. Die Airline nennt Kombi-Angebote mit der spanischen Hochgeschwindigkeitsbahn und mit Binter für Verbindungen innerhalb Spaniens und zu den Inseln.
Die Staatshilfe von 2021 und die Ermittlungen
Kaum eine kleine Airline hat in Spanien so viele Schlagzeilen gemacht wie Plus Ultra. Im März 2021 genehmigte die Regierung eine Hilfe von 53 Millionen Euro aus einem von der staatlichen Holding SEPI verwalteten Fonds für strategisch wichtige Unternehmen, die von der Corona-Pandemie getroffen waren. Kritiker hielten der Entscheidung entgegen, dass Plus Ultra gemessen am spanischen Luftverkehr winzig war und kaum als „strategisch“ gelten könne.
Die Hilfe beschäftigte mehrere Gerichte. Ein erstes Verfahren in Madrid wurde Anfang 2023 eingestellt. Später rückten die Herkunft von Geldern und die Eigentümerstruktur mit Anteilseignern aus Venezuela erneut in den Fokus. Im Dezember 2025 durchsuchte die spanische Polizei im Rahmen von Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche den Firmensitz, der Eigentümer und der Vorstandschef wurden vorübergehend festgenommen und nach der Vorführung beim Richter wieder freigelassen. Die Ermittlungen sind nach öffentlich verfügbaren Informationen nicht abgeschlossen; für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Für dich als Spotter ändert das am Flugbetrieb erst einmal wenig – die A330 fliegen weiter. Es zeigt aber, warum sich bei kleinen Airlines ein aktueller Blick auf Strecken und Flotte immer lohnt.
Plus Ultra in Madrid spotten
Das Drehkreuz der Airline ist Madrid-Barajas. Dort landen die Langstreckenflüge aus Südamerika – wie bei den meisten Transatlantikverbindungen – typischerweise in den Morgenstunden, die Abflüge liegen oft am späten Vormittag, Nachmittag oder Abend. Wann Langstreckenflüge in Europa ankommen und warum, erklärt der Artikel Langstrecken-Ankunftszeiten in Europa.
Ein bekannter Spot ist La Muñoza mit Blick auf das Bahnsystem von Barajas. Einen Überblick über alle Möglichkeiten und die Betriebsrichtungen bietet der Planespotting-Guide für Madrid-Barajas. Bevor du losziehst, lies dir außerdem die Hinweise zum Spotten in Spanien durch – die Regeln rund um Flughäfen sind dort teils strenger als in Deutschland.
Seltener, aber reizvoll ist Teneriffa Nord. Von dort fliegt Plus Ultra nach Caracas, und ein A330 zwischen den Regionalflugzeugen von Binter ist auf dem Inselflughafen ein echter Hingucker. In Deutschland ist Plus Ultra dagegen im Linienverkehr praktisch nicht zu sehen; Sichtungen hierzulande sind höchstens bei Charter- oder Sonderflügen denkbar.
Gute Chancen auf Plus Ultra, wenn …
- du morgens in Madrid-Barajas stehst, wenn die Südamerika-Flüge landen
- du vorher im Flugplan PU-Flüge aus Lima, Caracas oder Buenos Aires gefunden hast
- du auf Teneriffa Nord bist und ein Caracas-Umlauf ansteht
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – das Netz hat sich oft geändert
- du eine bestimmte Maschine suchst, die vielleicht gerade im ACMI-Einsatz ist
Eher kein Plus-Ultra-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Charter-Hinweis auf die Airline wartest
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. In Spanien kann das Fotografieren an Flughäfen strenger gehandhabt werden – im Zweifel freundlich bleiben und nachfragen.
Häufige Verwechslungen
- Plus Ultra für Iberia halten – beide fliegen ab Madrid nach Lateinamerika, aber Iberia ist die große Netzwerk-Airline mit eigener Optik und oneworld-Mitgliedschaft.
- Jede spanische A330 für Plus Ultra halten – auch Wamos Air und andere Charteranbieter fliegen A330 mit EC-Kennzeichen.
- Rufzeichen SPANISH mit Iberia verbinden – im Funk meldet sich Iberia als „IBERIA“, „SPANISH“ gehört zu Plus Ultra.
- Einen A340 als aktuelle Plus-Ultra-Maschine notieren – die A340 sind seit 2025 ausgemustert; aktuelle Fotos zeigen A330.
- PU-Flugnummer mit dem fliegenden Flugzeug gleichsetzen – bei Engpässen oder ACMI-Einsätzen können Flugzeug und Flugnummer auseinanderfallen.
- Plus Ultra für eine Low-Cost-Airline halten – die Airline bietet Business-Klasse und inklusive Gepäck, ist aber auch kein großes Netzwerk mit Allianz.
Plus Ultra im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Plus Ultra ist eine kleine Airline mit großem Namen. Mit einer überschaubaren A330-Flotte verbindet sie Madrid und Teneriffa mit Lateinamerika, ihre A340-Vergangenheit hat in Madrid Spuren in vielen Fotoarchiven hinterlassen, und die Staatshilfe von 2021 sorgt bis heute für Diskussionen. Für Spotter ist sie ein lohnendes Sammelobjekt: wenige Maschinen, klare Merkmale, feste Tageszeiten in Barajas.
Kurzfazit
Plus Ultra (IATA PU, ICAO PUE, Rufzeichen SPANISH) ist eine spanische Langstreckenairline mit Basis in Madrid und reiner Airbus-A330-Flotte. Der Schriftzug auf dem Rumpf und das EC-Kennzeichen machen jede Sichtung eindeutig.
Zusammenfassung
- Plus Ultra erkennst du am Schriftzug auf dem Rumpf, am spanischen EC-Kennzeichen und daran, dass fast immer ein A330 am Gate steht.
- Die Airline verbindet Madrid und Teneriffa Nord mit Zielen wie Caracas, Lima und Buenos Aires; das Streckennetz hat sich seit 2015 oft verändert.
- Für Spotter ist die Flotte klein genug, um sie komplett zu sammeln – und die A340-Ära ist ein Stück jüngerer Madrider Spottergeschichte.
- Plane Plus-Ultra-Sichtungen in Madrid rund um die typischen Langstrecken-Ankunfts- und Abflugzeiten und prüf vorher den aktuellen Flugplan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Plus Ultra?
Der IATA-Code von Plus Ultra ist PU, der ICAO-Code PUE. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „SPANISH“ – ein Rufzeichen, das man eher bei einer großen Staatsairline erwarten würde.
Welche Flugzeuge fliegt Plus Ultra?
Stand 2026 setzt Plus Ultra ausschließlich den Airbus A330 ein, in den Versionen A330-200 und A330-300. Laut Airline haben die Maschinen 275 bis 299 Sitze in zwei Klassen. Die Flotte umfasst nur eine einstellige Zahl an Flugzeugen und ändert sich durch Leasing gelegentlich – zähl deshalb lieber die Kennzeichen als dich auf eine feste Zahl zu verlassen.
Fliegt Plus Ultra noch den Airbus A340?
Nein. Die A340-300, mit denen die Airline 2015 gestartet ist, waren bis 2025 im Einsatz; die zwei A340-600 flogen von 2019 bis 2022 für Plus Ultra. Heute besteht die Flotte nur noch aus A330. Ein vierstrahliger Airbus in Madrid mit Lateinamerika-Bezug ist heute eher bei anderen Airlines zu finden.
Wohin fliegt Plus Ultra?
Schwerpunkt ist Lateinamerika. Auf der Website der Airline stehen im Herbst 2026 Verbindungen von Madrid nach Lima, Caracas und Buenos Aires sowie von Teneriffa Nord nach Caracas. Das Netz hat sich seit dem Start oft geändert: Ziele wie Santiago de Chile, Havanna, Santo Domingo, Quito, Guayaquil oder Bogotá wurden zeitweise bedient und später wieder aufgegeben.
Gehört Plus Ultra zu einer Allianz?
Nein. Plus Ultra ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Partnern zusammen, etwa über Codeshares und Zubringerangebote mit der Bahn und mit Binter für Verbindungen innerhalb Spaniens.
Woher kommt der Name Plus Ultra?
„Plus Ultra“ ist Latein und bedeutet „noch weiter“. Der Ausdruck ist der Wahlspruch Spaniens und steht auch im Staatswappen. Zugleich erinnert der Name an das Wasserflugzeug „Plus Ultra“, das 1926 als erstes Flugzeug von Spanien bis nach Buenos Aires flog – passend für eine Airline, die genau diese Route bedient.
Warum ist Plus Ultra in Spanien umstritten?
Im März 2021 genehmigte die spanische Regierung der Airline eine Hilfe von 53 Millionen Euro aus einem staatlichen Fonds für strategisch wichtige, von Corona getroffene Unternehmen. Weil Plus Ultra sehr klein war, löste das politische Kritik und mehrere Verfahren aus. Im Dezember 2025 durchsuchte die Polizei im Zuge von Geldwäsche-Ermittlungen den Firmensitz; Führungskräfte wurden vorübergehend festgenommen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Wo kann ich Plus Ultra spotten?
Am einfachsten in Madrid-Barajas, dem Drehkreuz der Airline. Dort landen die Langstreckenflüge aus Südamerika typischerweise am Morgen. Seltener, aber reizvoll ist Teneriffa Nord, von wo Plus Ultra nach Caracas fliegt. In Deutschland ist die Airline im Linienverkehr praktisch nicht zu sehen.
Plus Ultra Líneas Aéreas im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
FlugzeugtypAirbus A340-600
Über 75 Meter lang, vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk mit vier Rädern: Die A340-600 ist der längste Airbus, der je gebaut wurde. Im Oktober 2026 verabschiedet Lufthansa den Typ – so erkennst du ihn und wo du ihn noch findest.
Weitere Airlines
Iberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
NetzwerkConviasa
Venezuelas staatliche Airline aus Maiquetía: eine der letzten Betreiberinnen des Airbus A340 im Linienverkehr, seit 2020 auf der US-Sanktionsliste und mit einem Langstreckennetz, das vor allem politischen Partnern folgt.
NetzwerkEstelar
Private Airline aus Caracas: im Inland mit älteren Boeing 737 der Generationen Original und Classic unterwegs, auf der Langstrecke nach Madrid mit gemieteten Widebodies – zuerst mit einem Airbus A340 von Hi Fly.
CharterWamos Air
Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.
CharterPrivilege Style
Kleine spanische Charterairline mit großer Reichweite: Privilege Style fliegt Fußballteams, Unternehmen und Gruppen, springt im Wet Lease für Airlines wie Finnair, El Al oder LOT ein und war lange mit Boeing 757, 767 und 777 unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Teneriffa Nord
Der kleinere der beiden Flughäfen Teneriffas: eine Bahn auf 633 Metern Höhe, Nebel aus heiterem Himmel, die schwerste Katastrophe der Luftfahrtgeschichte von 1977 – und heute das Revier von Binter, Inselhüpfern und Festlandsflügen.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
Wo du Plus Ultra Líneas Aéreas vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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