Das Wichtigste in Kürze
- Der H125 ist ein einmotoriger Leichthubschrauber und die aktuelle Version der AS350 Écureuil, die in Nordamerika AStar heißt.
- Schnellster Erkennungsweg: drei Hauptrotorblätter plus offener Heckrotor plus nur ein Abgasrohr.
- Höhenkönig: Am 14. Mai 2005 landete ein AS350 B3 auf dem Gipfel des Mount Everest auf 8.848 Metern.
- In den Alpen ist er der Klassiker für Bergrettung, Materialtransporte, Hüttenversorgung und Rundflüge.
- In Tracking-Diensten läuft die Familie unter dem ICAO-Code AS50 – die genaue Version verrät erst das Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Airbus H125?
- 2.Vom Alouette-Nachfolger zum Weltbestseller
- 3.Der Everest-Rekord und andere Höhenflüge
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.H125, AS355, H130 oder Bell?
- 6.Wo du den H125 antriffst
- 7.Arbeitsflug: der H125 am Seil
- 8.Fototipps speziell für den H125
- 9.Militärversionen: Fennec und H125M
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus Helicopters (früher Aérospatiale, dann Eurocopter) |
|---|---|
| Familie | Écureuil (AS350/AS550/AS355, H125, H125M) |
| ICAO-Typcode | AS50 |
| Erstflug AS350 | 27. Juni 1974 in Marignane (Frankreich) |
| Bezeichnung H125 | seit Mitte der 2010er-Jahre für die AS350 B3e |
| Triebwerk (H125) | 1 × Safran Arriel 2D, 952 shp Startleistung, FADEC |
| Hauptrotor | 3 Blätter, Starflex-Rotorkopf, rund 10,7 m Durchmesser |
| Heckrotor | offen, 2 Blätter |
| Sitzplätze | bis zu 7 Personen (1 Pilot + 6) |
| Max. Reisegeschwindigkeit | 252 km/h laut Airbus |
| Reichweite | rund 630 km (Standardtank, max. Abfluggewicht) |
| Außenlast | bis zu 1.400 kg am Lasthaken |
| Schwebeflug ohne Bodeneffekt (zertifiziert) | 12.600 ft bei max. Abfluggewicht |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Drei Hauptrotorblätter auf einem flachen, kompakten Rotorkopf (Starflex)
- Offener Zweiblatt-Heckrotor am Ende des schlanken Leitwerksträgers – kein Fenestron
- Nur ein Triebwerk mit einem einzelnen Abgasauslass hinter dem Rotormast
- Rundliche, stark verglaste Kabine mit großer, gewölbter Frontscheibe
- Kleines Höhenleitwerk mit senkrechten Endscheiben und eine untere Flosse mit Heckschutzsporn
- Kufenlandegestell, bei Arbeitshubschraubern oft mit Lasthaken unter dem Rumpf
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Hubschrauber hängt mit einem Betonkübel am Seil über einer Berghütte, ein anderer bringt Touristen zu einem Gletscher, ein dritter schwebt mit einem Retter an der Winde vor einer Felswand: In den Alpen ist es sehr oft ein Airbus Helicopters H125, besser bekannt als AS350 Écureuil. Der Einmotorer aus Frankreich ist das Arbeitspferd der Berge und hält einen Rekord, der bis heute für Staunen sorgt: die Landung auf dem Gipfel des Mount Everest. Hier erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wie du ihn von seinen Verwandten trennst und wo du ihn am besten fotografierst.
Das Eichhörnchen für deinen Hangar
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Was ist der Airbus H125?
Der H125 ist ein einmotoriger Leichthubschrauber, den Airbus als Allrounder vermarktet: Arbeitsflug mit Außenlast, Brandbekämpfung, Leitungskontrolle, Polizei, Luftrettung, Personentransport und Rundflüge. Angetrieben wird er von einer Turbine vom Typ Safran Arriel 2D mit 952 shp Startleistung und digitaler Triebwerksregelung (FADEC) samt unabhängigem Notkanal. Laut Airbus fliegt er maximal 252 km/h schnell, kommt mit Standardtank rund 630 Kilometer weit und trägt bis zu 1.400 Kilogramm am Lasthaken. In der Kabine finden bis zu sieben Personen Platz.
Der Name H125 ist relativ jung. Airbus führt ihn seit Mitte der 2010er-Jahre, nach der Umbenennung von Eurocopter in Airbus Helicopters, für die AS350 B3e, die neueste Ausbaustufe einer Familie, die es seit den 1970er-Jahren gibt. Ältere Maschinen heißen weiterhin AS350 B, B1, B2 oder B3, in Nordamerika läuft der Typ als AStar. Écureuil bedeutet auf Französisch Eichhörnchen – ein passender Name für einen wendigen, kleinen Hubschrauber. Mehr zum Hersteller dahinter findest du auf der Seite zu Airbus Helicopters und im Überblick zum Konzern Airbus.
Airbus beziffert die Écureuil-Familie auf mehr als 7.200 ausgelieferte Hubschrauber bei über 2.600 Betreibern. Dazu zählen neben der einmotorigen AS350 auch die zweimotorige AS355, die militärischen AS550 und AS555 sowie der abgeleitete EC130/H130.
Vom Alouette-Nachfolger zum Weltbestseller
Aérospatiale suchte Anfang der 1970er-Jahre einen Nachfolger für die betagte Alouette II. Unter Chefkonstrukteur René Mouille entstand ein Hubschrauber, bei dem niedrige Bau- und Wartungskosten im Vordergrund standen. Der Schlüssel war der Starflex-Rotorkopf: Statt klassischer Gelenke arbeitet er mit einem Stern aus Verbundwerkstoff und elastischen Lagern, was die Zahl der beweglichen Teile drastisch senkt. Auch die Rotorblätter bestehen aus Verbundmaterial.
Der erste Prototyp, eine AS350C mit Lycoming-LTS101-Turbine, hob am 27. Juni 1974 in Marignane bei Marseille ab. Im Februar 1975 folgte der Prototyp mit der französischen Arriel-Turbine von Turbomeca, die bis heute die meisten Écureuils antreibt. Für den nordamerikanischen Markt gab es zunächst Versionen mit Lycoming-Triebwerk unter dem Namen AStar.
Über die Jahrzehnte wuchs die Leistung Schritt für Schritt: von der AS350 B über B1 und B2 bis zur AS350 B3, die mit stärkerer Arriel-2-Turbine vor allem in großer Höhe punktete. Die B3e mit Arriel 2D und modernem Cockpit wurde schließlich zum H125. Neben dem Stammwerk in Frankreich gibt es eine Endmontage in Columbus, Mississippi, wo 2015 der erste in den USA gebaute B3e zugelassen wurde. Im Februar 2026 wurde außerdem eine Endmontagelinie in Indien eingeweiht, die Airbus gemeinsam mit Tata aufbaut.
Der Everest-Rekord und andere Höhenflüge
Am 14. Mai 2005 schrieb eine serienmäßige AS350 B3 Luftfahrtgeschichte: Eurocopter-Testpilot Didier Delsalle setzte auf dem Gipfel des Mount Everest auf, in 8.848 Metern Höhe, und startete wieder. Airbus führt diese Landung bis heute als höchste Landung und höchsten Start eines Hubschraubers überhaupt.
Der Rekord blieb kein Einzelstück. 2010 holten Schweizer Piloten mit einer AS350 B3 drei Bergsteiger aus knapp 6.900 Metern Höhe an der Annapurna, und im Mai 2013 gelang laut Airbus mit einer AS350 B3 eine Langleinen-Rettung auf etwa 7.800 Metern im Everest-Gebiet. Solche Einsätze zeigen, warum der Typ in Gebirgsregionen weltweit so gefragt ist: geringes Gewicht, viel Leistungsreserve und ein Rotorsystem, das in dünner Luft gutmütig bleibt. Airbus nennt für den H125 eine zertifizierte Schwebeflughöhe ohne Bodeneffekt von 12.600 Fuß bei maximalem Abfluggewicht.
Spotter-Wissen: Rekordmaschine vs. Serie
Die Everest-Maschine war kein Spezialumbau, sondern eine Serien-B3, die für den Flug nur erleichtert wurde. Genau deshalb wirbt Airbus bis heute damit: Was dort oben funktioniert hat, steckt im Prinzip in jedem H125, den du über einer Alm schweben siehst.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Im Gebirge siehst du Hubschrauber oft nur kurz und aus der Ferne. Diese drei Beobachtungen bringen dich schnell zum H125.
Rotorblätter zählen
Der H125 hat drei Hauptrotorblätter. Zwei Blätter deuten eher auf einen Bell 206 oder Robinson, vier oder mehr auf einen Bell 407, H135 oder H145.
Aufs Heck schauen
Am Ende des schlanken Leitwerksträgers dreht ein offener Zweiblatt-Heckrotor. Ein Fenestron, also ein ummantelter Heckrotor, schließt den H125 aus.
Triebwerk prüfen
Hinter dem Rotormast sitzt ein einzelner Abgasauslass. Siehst du zwei nebeneinander, ist es die zweimotorige AS355 Écureuil 2.
Dazu kommen die rundliche, stark verglaste Kabine, das kleine Höhenleitwerk mit Endscheiben und das Kufenlandegestell. Viele Arbeitshubschrauber tragen zusätzlich einen Lasthaken unter dem Rumpf. Die letzte Gewissheit bringt das Kennzeichen: Schweizer Hubschrauber beginnen mit HB-, österreichische mit OE-, deutsche Zivilhubschrauber mit D-H. Die Systematik erklären die Beiträge zu Schweizer HB-Kennzeichen, österreichischen OE-Kennzeichen und allgemein Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
H125, AS355, H130 oder Bell?
Die Écureuil-Familie hat viele Geschwister, und einige Konkurrenten sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: leichte Einmotorer mit Kufen
Airbus H125 / AS350 Écureuil
Drei Blätter, offener Heckrotor und ein Triebwerk sind das klassische Écureuil-Bild. Ob H125, B3 oder ältere B2 verrät dir das Kennzeichen.
AS355 Écureuil 2 (TwinStar)
Die zweimotorige Schwester sieht fast gleich aus, hat aber zwei Turbinen. Sie ist heute seltener und deshalb ein schöner Fang.
Airbus H130 (EC130)
Fenestron und breite Panoramakabine sprechen für den Ableger der Écureuil, der vor allem bei Rundflugbetrieben beliebt ist.
Bell 206 oder Bell 407
Zwei Blätter deuten auf den Bell 206 JetRanger, vier Blätter auf den Bell 407. Beide haben einen schmaleren, kantigeren Rumpf als die Écureuil.
Zum Vertiefen lohnen sich die Seiten zur AS355 Écureuil 2, zum H130, zum Bell 407 und zum Bell 206 JetRanger. Einen breiten Überblick über alle gängigen Drehflügler gibt dir der Guide Hubschraubertypen erkennen.
Wo du den H125 antriffst
Anders als der zweimotorige H145 oder der H135 begegnet dir der H125 im deutschen Flachland eher selten, denn Polizei und Luftrettung setzen hier überwiegend auf zweimotorige Muster. In den Bergen sieht die Lage ganz anders aus.
Schweiz: Im Wallis ist der Typ allgegenwärtig. Die Air Zermatt setzt AS350 B3 für Transporte, Taxiflüge, Rundflüge und Rettungen in großer Höhe ein, etwa am Matterhorn. Weitere Betreiber nutzen den Typ für Materialtransporte und Hüttenversorgung. Für manche Einsätze kommen zweimotorige Muster dazu.
Österreich: Auch hier ist die Écureuil in der Bergrettung und im Arbeitsflug zu Hause, unter anderem bei der Flugpolizei. Im Inntal hast du gute Chancen, Hubschrauber verschiedener Betreiber zu sehen – rund um den Flughafen Innsbruck mit seiner Besucherterrasse lohnt sich ein Blick auf alles, was mit Rotor unterwegs ist.
Deutschland: Hier begegnet dir der H125 vor allem bei Rundflug- und Charterbetrieben, bei Arbeitsflügen wie Leitungskontrolle oder Baumfällarbeiten sowie bei Flugtagen.
Weltweit: In Nordamerika ist der AStar ein Standardtyp für Polizei, Luftrettung und Rundflüge. Im Himalaya fliegen Écureuils regelmäßig Versorgungs- und Rettungsflüge.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Alpentäler mit Heliport (Wallis, Tirol, Graubünden) | hoch | Bergrettung, Rundflüge, Materialtransporte |
| Baustellen, Hütten und Leitungstrassen im Gebirge | hoch | Außenlastflüge mit bis zu 1.400 kg |
| Regionalflughäfen in den Alpen | mittel | Basen und Wartung von Hubschrauberbetrieben |
| Große Verkehrsflughäfen im Flachland | niedrig | Nur Überführungen oder Charter |
Flotten ändern sich laufend
Welcher Betreiber welche Maschinen fliegt, wechselt mit Neuauslieferungen, Verkäufen und Leasing. Prüf vor einer gezielten Tour die aktuellen Angaben der Betreiber und verlass dich nicht auf alte Listen.
Viele Hubschrauber senden ADS-B-Daten, gerade in den Bergen ist der Empfang aber lückenhaft, weil Täler die Signale abschirmen. Wie du Rettungs-, Polizei- und Arbeitshubschrauber trotzdem auf dem Radar findest, erklärt der Beitrag Hubschrauber auf dem Flugradar verfolgen.
Typ AS50 auf die Wunschliste
Setz in Planetrack den H125 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Arbeitsflug: der H125 am Seil
Nirgends zeigt der H125 seine Stärken so deutlich wie beim Außenlastflug. Ein Pilot, ein Lasthaken, ein Seil – und schon werden Betonkübel, Holzstämme, Fertigteile oder Lawinenverbauungen dorthin gebracht, wo keine Straße hinführt. Für Spotter sind solche Einsätze ein Geschenk: Der Hubschrauber pendelt oft stundenlang zwischen Ladeplatz und Baustelle, du hast also viele Gelegenheiten für das perfekte Bild.
Bereit für deine Arbeitsflug-Session?
- Ich stehe nie unter oder neben der Flugroute der Last.
- Ich halte Abstand zum Ladeplatz – Rotorabwind wirbelt Steine und Material auf.
- Ich respektiere Absperrungen und die Anweisungen des Bodenpersonals.
- Ich behindere bei Rettungseinsätzen weder Zufahrt noch Landeplatz.
- Kamera eingestellt: Verschlusszeit passt zur gewünschten Rotorunschärfe.
Bei Rettungseinsätzen gilt zusätzlich: keine Patienten und Unfallstellen fotografieren, Persönlichkeitsrechte achten. Ob dein Standort grundsätzlich in Ordnung ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Allgemeine Tipps zum Drehflügler-Spotten findest du im Guide Hubschrauber spotten.
Fototipps speziell für den H125
Beim Hubschrauber entscheidet die Verschlusszeit über das Bild. Mit sehr kurzer Belichtung steht der Rotor still, und der H125 wirkt, als würde er gleich abstürzen.
Rotor in Bewegung zeigen
Belichte deutlich länger als bei Jets. Starte um 1/125 s und taste dich nach unten. Beim Dreiblattrotor brauchst du etwas mehr Unschärfe als bei vielblättrigen Mustern, damit die Scheibe geschlossen wirkt.
Berge als Bühne nutzen
Ein H125 vor Gletscher oder Felswand erzählt mehr als einer vor blauem Himmel. Geh ruhig etwas weiter weg und lass Landschaft ins Bild.
Licht im Tal planen
In engen Tälern liegen Hänge lange im Schatten. Plane, wann die Sonne deinen Standort und den Arbeitsplatz des Hubschraubers erreicht.
Serien schießen
Bei langen Zeiten sitzt nicht jedes Bild. Mach Serien und wähle später das schärfste aus – besonders beim Pendeln mit Last.
Die Technik gleicht der bei Propellermaschinen; Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Wann das Licht an deinem Standort passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer-Guide. In Planetrack zeigt dir der Sonnenstand-Planer außerdem direkt für deinen Spot, wann Gegenlicht droht.
Militärversionen: Fennec und H125M
Die Écureuil hat auch eine militärische Linie. Die AS550 Fennec war die bewaffnungsfähige Variante, aus der der heutige H125M hervorging. Airbus positioniert ihn in der Zwei-Tonnen-Klasse für Ausbildung, taktischen Transport, Aufklärung und leichte bewaffnete Einsätze. Wie der zivile H125 fliegt er mit einer Arriel-2D-Turbine und kann mit dem Waffensystem HForce ausgerüstet werden, das Airbus auch für H145M und H225M anbietet.
Zusätzlich baut Airbus in den USA militärische H125-Ableger. Auch Schulungsversionen gab es, etwa die britischen Squirrel-Trainer. Militär-Écureuils tragen militärische Kennungen statt ziviler Kennzeichen und zeigen sich am besten auf Flugtagen und Tagen der offenen Tür. Termine findest du im Überblick zu Airshows in Europa, und Ideen für ungewöhnliche Fänge sammelt der Beitrag Seltene Flugzeuge spotten. Wer Hubschraubergeschichte am Boden erleben will, ist im Hubschraubermuseum Bückeburg richtig.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den H125, wenn …
- du drei Hauptrotorblätter zählst
- ein offener Zweiblatt-Heckrotor am Leitwerksträger sitzt
- nur ein Abgasauslass hinter dem Mast zu sehen ist
- im Tracking-Dienst AS50 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du den Hubschrauber nur frontal siehst – dann fehlt der Blick aufs Heck
- die Kabine ungewöhnlich breit wirkt, denn das spricht für den H130
- es eine ältere Maschine ist: AS350 B2 und B3 sehen dem H125 sehr ähnlich
Fazit
Der H125 ist der Hubschrauber, den du in den Alpen am wahrscheinlichsten bei der Arbeit siehst: am Seil über einer Baustelle, beim Rundflug vor dem Matterhorn oder bei der Rettung aus einer Wand. Drei Blätter, offener Heckrotor und ein Triebwerk liefern den Typ, das Kennzeichen die Version. Dazu kommt eine Geschichte, die kaum ein anderes Muster bieten kann – vom Alouette-Nachfolger aus Marignane bis zur Landung auf dem höchsten Berg der Welt. Wenn du gerade erst anfängst, bringt dich der Einstieg Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Kurzfazit
Drei Rotorblätter, offener Zweiblatt-Heckrotor, ein einzelnes Abgasrohr: Das ist der H125 bzw. die AS350 Écureuil. Halte bei Arbeits- und Rettungsflügen großen Abstand, belichte etwas länger für einen bewegten Rotor und notier das Kennzeichen – dann wird jede Sichtung zum sauberen Eintrag.
Zusammenfassung
- Die AS350 Écureuil flog am 27. Juni 1974 in Marignane erstmals und war als Nachfolgerin der Alouette II gedacht; der Starflex-Rotorkopf machte sie wartungsarm und günstig.
- Seit Mitte der 2010er-Jahre heißt die aktuelle Version AS350 B3e bei Airbus H125, die militärische Variante H125M; die Écureuil-Familie zählt über 7.200 ausgelieferte Maschinen.
- Leichtes Gewicht und starke Turbine machen den Typ zum Spezialisten für große Höhen, Bergrettung und Außenlastflüge.
- Zum Bestimmen reichen Blattzahl, Heckrotorform und Triebwerkszahl; das Kennzeichen liefert die Version.
Häufige Fragen
Ist H125 dasselbe wie AS350 Écureuil?
Ja, im Kern schon. H125 ist seit Mitte der 2010er-Jahre die Airbus-Bezeichnung für die AS350 B3e, die jüngste Ausbaustufe der Écureuil. Ältere Maschinen tragen weiter ihre ursprünglichen Namen wie AS350 B2 oder B3. In Nordamerika wird der Typ als AStar vermarktet, Écureuil ist französisch für Eichhörnchen.
Welchen ICAO-Typcode hat der H125?
Die einmotorige Écureuil-Familie läuft unter AS50, und zwar unabhängig davon, ob es eine alte AS350 B, eine B3 oder ein aktueller H125 ist. Die zweimotorige AS355 hat einen eigenen Code. Für die genaue Version schaust du über das Kennzeichen in ein Luftfahrzeugregister.
Ist wirklich ein Hubschrauber auf dem Mount Everest gelandet?
Ja. Am 14. Mai 2005 setzte Eurocopter-Testpilot Didier Delsalle mit einer AS350 B3 auf dem Gipfel in 8.848 Metern Höhe auf und startete wieder. Airbus führt die Landung bis heute als Höhenrekord für Landung und Start eines Hubschraubers.
Was unterscheidet H125 und H130?
Der H130 (früher EC130) stammt aus der Écureuil-Familie, hat aber einen Fenestron statt des offenen Heckrotors und eine breitere Kabine. Siehst du also einen ummantelten Heckrotor, ist es kein H125.
Wie unterscheide ich H125 und AS355 Écureuil 2?
Die AS355 ist die zweimotorige Schwester. Von außen siehst du das vor allem am Triebwerksbereich: zwei Abgasauslässe nebeneinander statt eines einzelnen. Rotor und Kabine sehen sonst sehr ähnlich aus.
Warum fliegen in den Alpen so viele H125?
Der Typ ist leicht, hat viel Leistungsreserve in großer Höhe und kann bis zu 1.400 Kilogramm am Lasthaken tragen. Damit passt er zu Bergrettung, Hüttenversorgung, Baustellenflügen und Rundflügen. Im Flachland haben in der Luftrettung dagegen meist zweimotorige Muster wie H135 und H145 übernommen.
Darf ich Arbeitsflüge mit Außenlast aus der Nähe fotografieren?
Halte großen Abstand. Unter und neben einer Last am Seil darf sich niemand aufhalten, und der Rotorabwind wirbelt Steine und Material auf. Folge Absperrungen und den Anweisungen des Bodenpersonals – ein Teleobjektiv bringt dich nah genug heran.
Airbus Helicopters H125 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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HerstellerAirbus
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Wo du die Airbus Helicopters H125 siehst
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BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
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