Das Wichtigste in Kürze
- Eurofly ist eine historische italienische Ferienairline: 1989 gegründet, ab 1990 in der Luft, bis Februar 2010 unter eigenem Namen unterwegs.
- Codes: IATA GJ, ICAO EEZ – nicht zu verwechseln mit den Meridiana-Codes IG und ISS.
- Heimat war Mailand-Malpensa, von dort und weiteren Flughäfen ging es ans Rote Meer, nach Spanien, Griechenland und auf die Langstrecke.
- Die Flotte wechselte von McDonnell Douglas zu Airbus: erst DC-9 und MD-80, dann A320 und A330-200, zwischendurch Boeing 767.
- 2010 ging Eurofly in Meridiana fly auf, nachdem Meridiana Ende 2006 eingestiegen war und ihren Anteil ausgebaut hatte.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | GJ |
|---|---|
| ICAO-Code | EEZ |
| Drehkreuze | MXP |
| Status | Historisch – Flugbetrieb unter dem Namen Eurofly bis Februar 2010, danach Meridiana fly |
| Gegründet | 1989, Gründungsgesellschafter Alitalia (45 %), Olivetti (45 %) und San Paolo Finance (10 %) |
| Erster Flug | Februar 1990 |
| Geschäftsmodell | Ferien- und Charterairline auf Mittel- und Langstrecke, ergänzt um saisonale Linienflüge nach New York |
| Sitz | Mailand |
| Wichtigste Basis | Mailand-Malpensa (MXP), daneben unter anderem Bologna und Rom-Fiumicino |
| Eigentümer im Wandel | Alitalia, ab 2002/2003 der Fonds Spinnaker (Banca Profilo), ab Ende 2006 Meridiana als Großaktionärin |
| Börse | Notiert an der Mailänder Börse ab Dezember 2005 |
| Ende | 28. Februar 2010 – Zusammenführung mit dem Flugbetrieb von Meridiana zur Meridiana fly |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Eurofly?
- Schriftzug „Eurofly“ am Rumpf, ab 2004 ein rotes „E“ am Seitenleitwerk
- Überwiegend italienische Kennzeichen mit I-
- Flugnummern mit GJ, im Flugplan der ICAO-Code EEZ
- Typen: anfangs DC-9 und MD-80, ab 2001 Airbus A320, auf der Langstrecke Boeing 767 und ab 2002 Airbus A330-200
- Typische Fotoorte: Mailand-Malpensa, Bologna, Rom-Fiumicino sowie Ferienflughäfen am Roten Meer und im Indischen Ozean
Wer zwischen 1990 und 2010 in Mailand-Malpensa am Zaun stand, kam an ihr kaum vorbei: Eurofly, die Ferienairline, die Italiener ans Rote Meer, auf die Malediven und im Sommer sogar nach New York brachte. Gegründet mit Geld von Alitalia und Olivetti, später an der Börse und schließlich in Meridiana aufgegangen, hat die Airline in nur zwei Jahrzehnten eine bewegte Geschichte hinter sich gebracht. Heute fliegt keine Maschine mehr unter diesem Namen. Auf dieser Seite erfährst du, woher Eurofly kam, welche Flugzeuge sie einsetzte, wie du sie auf alten Fotos sicher erkennst und warum der Name 2010 verschwand.
Alte Sichtungen, sauber erfasst
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – so findest du auch deine Eurofly-Bilder aus Malpensa jederzeit wieder. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Eurofly im Überblick
Eurofly war eine italienische Ferien- und Charterairline mit Sitz in Mailand. Gegründet wurde sie 1989, den Flugbetrieb nahm sie im Februar 1990 auf. Am Anfang standen drei Gesellschafter: Alitalia und der Technologiekonzern Olivetti mit je 45 Prozent sowie San Paolo Finance mit 10 Prozent. Der Auftrag war klar umrissen: Mittelstrecken-Charterflüge für Reiseveranstalter.
Das Kerngeschäft blieb über die ganze Zeit gleich: Eurofly flog für Reiseveranstalter und auf eigene Rechnung zu Urlaubszielen, vor allem auf der Mittelstrecke rund ums Mittelmeer und auf der Langstrecke in den Indischen Ozean. Später kamen saisonale Linienflüge nach Nordamerika dazu. Damit war Eurofly ein typischer Vertreter dessen, was wir hier als Ferienflieger einordnen – eine Airline, die zwischen Charter- und Linienverkehr pendelt.
Heimat und wichtigste Basis war Mailand-Malpensa. Als weitere Basen nennen die Quellen Bologna und Rom-Fiumicino; zeitweise war außerdem ein Flugzeug in Sharm el-Sheikh am Roten Meer stationiert, das von dort italienische Flughäfen anflog.
Die Geschichte in Etappen
Zwanzig Jahre Eurofly lassen sich gut in Phasen einteilen – jede mit eigenen Eigentümern, eigenen Flugzeugen und eigenen Zielen.
1989/1990
Gründung durch Alitalia, Olivetti und San Paolo Finance. Im Februar 1990 hebt der erste Eurofly-Flug ab, zunächst mit Jets der DC-9- und MD-80-Familie.
1998
Mit geleasten Boeing 767-300ER steigt Eurofly in die Langstrecke ein.
2001/2002
Die ersten Airbus A320 kommen in die Flotte, ab 2002 auch Airbus A330-200. Die 767 verlassen die Airline.
2003/2004
Alitalia verkauft an den Fonds Spinnaker, der die Airline 2004 vollständig übernimmt. Neues Logo mit rotem „E“ am Leitwerk; im Sommer beginnen Linienflüge nach New York.
Dezember 2005
Börsengang an der Mailänder Börse. In den folgenden Monaten verliert die Aktie deutlich an Wert.
Ende 2006/2008
Meridiana übernimmt knapp 30 Prozent und nach zwei Kapitalerhöhungen 2008 rund 46 Prozent.
28. Februar 2010
Eurofly und der Flugbetrieb von Meridiana werden zur Meridiana fly zusammengeführt. Der Name Eurofly verschwindet.
Von der Alitalia-Beteiligung zum Börsenwert
Die Anfangsjahre standen ganz im Zeichen von Alitalia. Die Staatsairline baute ihren Anteil laut deutschsprachigen Quellen im Lauf der 1990er-Jahre aus und gab der Tochter auch Flugzeuge ab – MD-82, MD-83 und später A330 stammten zu einem guten Teil aus Alitalia-Beständen. Anfang der 2000er-Jahre änderte sich die Strategie: Alitalia trennte sich von der Ferientochter. Käufer war Spinnaker, ein Private-Equity-Fonds mit Sitz in Luxemburg, hinter dem die Mailänder Banca Profilo stand. Die Quellen datieren den Einstieg auf 2002 bzw. 2003; 2004 übernahm Spinnaker auch die restlichen Anteile.
Unter den neuen Eigentümern wuchs Eurofly deutlich. Die Airline bekam ein neues Erscheinungsbild, baute die Langstrecke aus und trat im Fußball als Sponsor auf: ab der Saison 2002/03 bei Inter Mailand und 2006 als offizieller Carrier der italienischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Deutschland. Im Dezember 2005 folgte der Gang an die Mailänder Börse – wirtschaftlich allerdings kein Erfolg, denn der Kurs fiel in den ersten Monaten kräftig.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code GJ: stand in den Flugnummern, auf Tickets und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code EEZ: verwendete die Flugsicherung im Flugplan.
- Kennzeichen: Die Flugzeuge waren überwiegend in Italien registriert und tragen ein I- am Heck.
Beim Rufzeichen widersprechen sich die Quellen: Genannt werden unter anderem „EFLY“, „E-FLY“ und „SIRIOFLY“. Für dein Logbuch ist das kein Problem – Flugnummer, ICAO-Code und Kennzeichen genügen, um einen Flug eindeutig Eurofly zuzuordnen.
GJ nicht mit IG verwechseln
Eurofly flog mit GJ/EEZ, Meridiana mit IG/ISS. Bei Fotos aus den Jahren 2007 bis 2010 – als Meridiana schon Aktionärin war – helfen die Codes, beide Airlines sauber zu trennen. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die Flotte im Wandel
Eurofly hat in zwanzig Jahren zwei Flottenwelten erlebt: zuerst die Hecktriebwerks-Jets von McDonnell Douglas, danach die Airbus-Familie. Dazwischen lag ein kurzes Kapitel mit Boeing auf der Langstrecke. Die folgende Übersicht fasst die Typen zusammen, die die Quellen für Eurofly nennen:
| Typ | Zeitraum (ca.) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| DC-9-51 | 1989–2001 | Gestreckte DC-9, Erstausstattung der Airline |
| DC-9-32 | 1992–1994 | Kurzzeitig geleast |
| MD-82 | bis 2005 | Das Arbeitspferd der frühen Jahre, teils aus Alitalia-Bestand |
| MD-83 | 1994–2004 | Reichweitenstärkere Version, von Alitalia übernommen |
| Boeing 767-300ER | 1998–2002 | Erste Langstreckenflugzeuge, geleast |
| Boeing 737-400 | 1999–2000 | Einzelnes Leasingflugzeug von Pegasus |
| Airbus A320 | 2001–2010 | Rückgrat auf der Mittelstrecke |
| Airbus A319 | 2005–2007 | Einzelnes Exemplar mit großer Reichweite, geleast |
| Airbus A330-200 | 2002–2010 | Langstrecke, aus dem Alitalia-Umfeld |
Die Zeiträume sind Richtwerte aus Nachschlagewerken, einzelne Maschinen kamen und gingen auch außerhalb dieser Spannen. Wie viele Flugzeuge Eurofly gleichzeitig betrieb, schwankte stark mit der Saison und den Leasingverträgen. Zum Zeitpunkt der Fusion 2010 bestand die Flotte laut deutschsprachigen Quellen aus neun Airbus A320 und drei Airbus A330-200.
Die MD-80-Jahre
In den 1990er-Jahren war Eurofly vor allem eine MD-80-Airline – passend zur Mutter Alitalia, die selbst eine große MD-80-Flotte betrieb. Die schlanken Jets mit zwei Triebwerken am Heck und T-Leitwerk flogen die Urlauber ans Mittelmeer, nach Spanien, Griechenland und Ägypten. Wie du MD-82 und MD-83 auseinanderhältst, zeigt die Seite zur MD-80-Familie. Kurzer Spoiler: Von außen ist das schwierig, Kennzeichen und Seriennummer sind der sichere Weg.
Der Wechsel zu Airbus
Ab 2001 stellte Eurofly auf Airbus um. Die A320 übernahmen die Mittelstrecke, die A330-200 ab 2002 die Langstrecke und ersetzten die geleasten 767. Damit flog Eurofly eine Flotte von Airbus, die auch für die Crews einfacher war: A320 und A330 teilen sich ein sehr ähnliches Cockpitkonzept. Wenn du alte Fotos sortierst, helfen dir die Guides A320-Familie auseinanderhalten und A330 oder A340? bei der Bestimmung.
Ex-Eurofly-Maschinen aufspüren
Richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, wenn eine frühere Eurofly-Maschine im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Eurofly erkennst
Das wichtigste Merkmal auf jedem Foto ist der Schriftzug „Eurofly“ am Rumpf. 2004 führte die Airline ein neues Logo ein, zu dem ein großes rotes „E“ am Seitenleitwerk gehörte – auf Fotos aus den letzten Jahren ist das Leitwerk deshalb das schnellste Erkennungszeichen. Ältere Aufnahmen aus den MD-80-Jahren zeigen ein anderes Design; hier lohnt sich der Blick auf Schriftzug und Kennzeichen.
Nach der Fusion flogen A320 und A330 für Meridiana fly weiter. Zumindest einzelne Maschinen waren dabei noch eine Zeit lang in Eurofly-Farben unterwegs, wie Fotos aus der Meridiana-Ära zeigen. Solche Übergangsbemalungen sind typische Archivschätze – Verwandtes findest du im Beitrag zu Retro-Lackierungen.
Zeigt dein altes Foto wirklich Eurofly?
- Schriftzug „Eurofly“ am Rumpf
- Rotes „E“ am Seitenleitwerk (ab 2004)
- Typ wie MD-82, MD-83, DC-9, A320, A330-200 oder Boeing 767
- Aufnahme aus der Zeit zwischen 1990 und Februar 2010
- Ort wie Mailand-Malpensa, Bologna, Rom-Fiumicino oder ein Ferienflughafen
- Flugnummer mit GJ im Flugplan oder auf der Anzeigetafel
Strecken: vom Roten Meer bis New York
Eurofly lebte von Urlaubszielen. Auf der Mittelstrecke standen Ägypten mit der Küste am Roten Meer, Spanien und Griechenland im Mittelpunkt. Viele Flüge starteten in Mailand-Malpensa, dazu kamen Abflüge von weiteren italienischen Flughäfen, je nachdem, wofür die Reiseveranstalter Plätze einkauften.
Auf der Langstrecke ging es vor allem in den Indischen Ozean. Die Malediven flog Eurofly zeitweise bis zu siebenmal pro Woche an, dazu kamen Linienflüge nach Mauritius und ab 2008 auf die Seychellen. Auch Ziele in Afrika standen im Programm.
Die bekannteste Besonderheit war New York. Ab 2004 bot Eurofly im Sommer Nonstop-Linienflüge zum Flughafen New York JFK an, unter anderem ab Neapel und Palermo, laut weiteren Quellen auch ab Mailand und Bologna. Die Verbindungen zielten nicht zuletzt auf Reisende aus den USA mit Familienwurzeln in Süditalien – ein Markt, der sich von den klassischen Pauschalreisen deutlich unterschied.
Auf einzelnen Strecken arbeitete Eurofly mit Air One und British Airways per Codeshare zusammen.
Langstrecke im Archiv finden
Eurofly-Langstreckenjets tauchten nicht nur in Italien auf, sondern auch in New York und auf Ferienflughäfen im Indischen Ozean. Wer dort fotografiert hat, sollte das Kennzeichen notieren – viele dieser Maschinen flogen später bei anderen Betreibern weiter. Wie du den Lebenslauf eines Flugzeugs verfolgst, zeigt der Guide Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Der Weg zu Meridiana fly
Ende 2006 verkaufte Spinnaker seinen verbliebenen Anteil von knapp 30 Prozent an Meridiana, die Airline aus Olbia. Meridiana-Chef Giovanni Rossi übernahm auch bei Eurofly die Führung. Für Meridiana, bis dahin vor allem auf Linienflügen im Inland und in Europa unterwegs, brachte Eurofly Erfahrung im Ferien- und Langstreckengeschäft mit. Nach zwei Kapitalerhöhungen hielt Meridiana Anfang 2008 rund 46 Prozent.
| Phase | Zeitraum | Was passierte |
|---|---|---|
| Einstieg | Ende 2006/Anfang 2007 | Meridiana übernimmt knapp 30 Prozent und die Führung |
| Ausbau | 2008 | Zwei Kapitalerhöhungen, Anteil steigt auf rund 46 Prozent |
| Fusionsbeschluss | 2009 | Die Zusammenführung der Flugbetriebe wird beschlossen und im November angekündigt |
| Meridiana fly | 28. Februar 2010 | Eurofly heißt nun Meridiana fly, die Technik geht in Meridiana Maintenance auf |
Rechtlich wurde dabei der Flugbetrieb von Meridiana in die börsennotierte Eurofly eingebracht, die anschließend den Namen Meridiana fly trug. Die Wartungsbereiche beider Airlines bildeten die neue Meridiana Maintenance. Für Spotter heißt das: Die Gesellschaft Eurofly endete nicht mit einer Pleite, sondern ging in einer größeren Airline auf. Das unterscheidet sie von vielen anderen italienischen Ferienfliegern dieser Zeit, etwa Volare – einen Überblick über das Airline-Sterben jener Jahre bietet der Beitrag zu großen Airline-Pleiten in Europa.
Die ehemaligen Eurofly-Airbus flogen danach für Meridiana. 2014 gab Meridiana die Airbus-Typen ab und flog danach mit Boeing-Jets und – bis 2017 – mit MD-82. 2018 wurde Meridiana schließlich zur Air Italy, die 2020 den Flugbetrieb einstellte.
Datum prüfen
Bis Februar 2010 Eurofly, ab März 2010 Meridiana fly – das Aufnahmedatum entscheidet.
Schriftzug lesen
„Eurofly“ oder „meridiana“ am Rumpf zeigt dir, für wen die Maschine damals unterwegs war.
Kennzeichen notieren
Das Kennzeichen verbindet Eurofly-Zeit, Meridiana-Zeit und spätere Betreiber zu einem Lebenslauf.
Sauber ablegen
Speichere die Airline so, wie sie am Aufnahmetag hieß – nicht unter dem späteren Namen.
Eurofly im Spotter-Alltag heute
Eine Eurofly-Maschine im Liniendienst siehst du heute nicht mehr. Für dein Logbuch ist die Airline deshalb ein Archiv-Thema: Wer zwischen 1990 und 2010 in Malpensa, Bologna oder Fiumicino fotografiert hat, findet mit guter Chance eine MD-82, eine A320 oder eine A330 mit Eurofly-Titeln auf alten Dias oder Speicherkarten. Tipps für die Ordnung im Bildarchiv gibt der Guide Flugzeugfotos archivieren.
Spannend bleibt die Spurensuche nach den einzelnen Flugzeugen. Viele A320 und A330 hatten schon vor Eurofly eine Geschichte bei anderen Airlines und flogen nach der Meridiana-Zeit bei weiteren Betreibern weiter. Mit dem Kennzeichen oder besser der Seriennummer kannst du diese Wege nachzeichnen.
Gute Chancen auf Eurofly-Spuren, wenn …
- du dein Fotoarchiv aus Mailand-Malpensa vor März 2010 durchsiehst
- du Ferienflughäfen am Roten Meer oder im Indischen Ozean aus dieser Zeit im Archiv hast
Prüf es genau, wenn …
- ein Foto aus dem Frühjahr 2010 stammt – dann flog die Maschine womöglich schon als Meridiana fly
- eine A330 einen Alitalia-Hintergrund hat – das Kennzeichen zeigt, wer sie wann betrieb
Keine Chance auf Eurofly, wenn …
- du heute im Tracker nach dem Code EEZ oder GJ-Flugnummern von Eurofly suchst
Häufige Verwechslungen
- Eurofly und Meridiana gleichsetzen – bis Februar 2010 waren es zwei getrennte Airlines mit eigenen Codes und Basen.
- Eurofly für eine Low-Cost-Airline halten – sie war eine Ferien- und Charterairline, die vor allem für Reiseveranstalter flog.
- Eurofly-A330 Alitalia zuschreiben – manche Maschinen kamen aus dem Alitalia-Umfeld, flogen aber unter Eurofly-Titeln und Eurofly-Codes.
- Eurofly mit Neos oder Blue Panorama verwechseln – Neos und Blue Panorama waren konkurrierende italienische Ferienflieger.
- Meridiana fly als neue Airline notieren – sie entstand aus der umbenannten Eurofly, in die der Meridiana-Flugbetrieb eingebracht wurde.
Geschichte im eigenen Hangar
Sammle deine Eurofly-Fotos im Hangar, poste sie mit Typ, Kennzeichen und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Eurofly war zwanzig Jahre lang ein fester Bestandteil des italienischen Ferienverkehrs – gegründet mit Alitalia und Olivetti, groß geworden unter einem Finanzinvestor, an der Börse notiert und schließlich Teil von Meridiana. Die Flotte spiegelt diese Entwicklung: erst MD-80 aus dem Alitalia-Umfeld, dann eine Airbus-Flotte aus A320 und A330, mit der Eurofly bis nach New York und auf die Malediven flog. Der Name verschwand 2010, die Flugzeuge flogen weiter.
Kurzfazit
Eurofly (IATA GJ, ICAO EEZ) flog von 1990 bis Februar 2010 mit Heimat in Mailand-Malpensa. Erst MD-80, dann A320 und A330 prägten das Bild. Das Datum trennt Eurofly von Meridiana fly, in der die Airline 2010 aufging.
Zusammenfassung
- Eurofly startete 1990 als Chartertochter mit Alitalia-Beteiligung und wurde zu einer der wichtigsten Ferienairlines Italiens.
- Nach dem Verkauf an den Fonds Spinnaker ging die Airline 2005 an die Börse, ab Ende 2006 übernahm Meridiana schrittweise das Ruder.
- Neben Pauschalreisezielen flog Eurofly im Sommer Linienflüge nach New York und Langstrecken in den Indischen Ozean.
- Am 28. Februar 2010 wurde aus Eurofly die Meridiana fly – A320 und A330 flogen danach in Meridiana-Diensten weiter.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Eurofly?
Eurofly flog mit dem IATA-Code GJ und dem ICAO-Code EEZ. Beim Rufzeichen nennen die Quellen unterschiedliche Schreibweisen, deshalb führen wir hier keines auf. Für die Zuordnung alter Fotos reichen Flugnummer, Kennzeichen und Datum.
Wer hat Eurofly gegründet?
Eurofly entstand 1989 als Gemeinschaftsprojekt: Alitalia und der Olivetti-Konzern hielten je 45 Prozent, San Paolo Finance die übrigen 10 Prozent. Ziel waren Mittelstrecken-Charterflüge für Reiseveranstalter. Der Flugbetrieb begann im Februar 1990.
Wem gehörte Eurofly später?
Alitalia gab ihre Anteile Anfang der 2000er-Jahre an den luxemburgischen Fonds Spinnaker ab, hinter dem die Banca Profilo stand. Spinnaker übernahm die Airline 2004 komplett und brachte sie im Dezember 2005 an die Mailänder Börse. Ende 2006 kaufte Meridiana knapp 30 Prozent und baute ihren Anteil 2008 auf rund 46 Prozent aus.
Was wurde aus Eurofly?
Am 28. Februar 2010 wurde Eurofly mit dem Flugbetrieb von Meridiana zur Meridiana fly zusammengeführt. Die Technik beider Airlines ging in die Meridiana Maintenance über. Die Airbus A320 und A330 flogen anschließend für Meridiana weiter, bis die Airline ihre Airbus-Flotte 2014 abgab.
Welche Flugzeuge flog Eurofly?
In den ersten Jahren McDonnell Douglas DC-9 und MD-80 – darunter MD-82 und MD-83, teils von Alitalia übernommen. Ab 1998 kamen geleaste Boeing 767-300ER für die Langstrecke dazu, ab 2001 Airbus A320 und ab 2002 Airbus A330-200. Zum Zeitpunkt der Fusion bestand die Flotte laut Quellen aus neun A320 und drei A330-200.
Wohin flog Eurofly?
Auf der Mittelstrecke vor allem nach Ägypten und ans Rote Meer, nach Spanien und Griechenland. Auf der Langstrecke ging es unter anderem auf die Malediven, nach Mauritius und auf die Seychellen. Im Sommer bot Eurofly zudem Linienflüge zwischen Italien und New York-JFK an.
Ist Eurofly dasselbe wie Meridiana?
Nein, bis 2010 waren es zwei getrennte Airlines mit eigenen Codes: Eurofly mit GJ/EEZ und Basis Mailand-Malpensa, Meridiana mit IG/ISS und Heimat Olbia. Meridiana war ab Ende 2006 nur Aktionärin. Erst mit der Gründung von Meridiana fly 2010 wurden die beiden Flugbetriebe vereint.
Eurofly im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-82
Mehr als jede andere Version prägte die MD-82 das Bild der MD-80-Familie: Hunderte „Super 80“ bei American Airlines, 90 Maschinen bei Alitalia, Lizenzmontage in Shanghai. So erkennst du sie und so findest du heute noch eine.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-83
Mehr Treibstoff, mehr Gewicht, mehr Reichweite: Die MD-83 war die Langstrecken-Version der MD-80 und flog Urlauber ohne Zwischenstopp ans Mittelmeer und auf die Kanaren. Heute hält sie sich als ACMI-Charterjet und als Frachter.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas DC-9
Zwei Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Flosse: Die DC-9 prägte ab 1965 die Kurzstrecke in Europa und den USA. So erkennst du die Serien 10 bis 50 und trennst sie von MD-80, 717 und One-Eleven.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
Weitere Airlines
Meridiana
Historische Airline aus Sardinien: 1963 als Alisarda vom Aga Khan in Olbia gegründet, ab 1991 Meridiana, jahrzehntelang mit MD-82 unterwegs – am 1. März 2018 wurde daraus Air Italy.
NetzwerkAlitalia
Historische Nationalairline Italiens: 1946 gegründet, Drehkreuz Rom-Fiumicino, ab 1960 mit DC-8 und Caravelle im Jetzeitalter, später SkyTeam – nach mehreren Pleiten endete der Flugbetrieb am 14. Oktober 2021.
NetzwerkAir Italy
Historische italienische Airline: 2018 aus Meridiana hervorgegangen, mit Qatar Airways als Miteigentümerin und Langstrecke ab Mailand-Malpensa – nach nur zwei Jahren im Februar 2020 liquidiert.
NetzwerkAir One
Historische italienische Airline von Carlo Toto: aus der Aliadriatica in Pescara entstanden, ab 1995 Herausforderin der Alitalia mit Boeing 737, eng mit Lufthansa verbunden, ab 2009 Teil von Alitalia und bis 2014 als „Smart Carrier“ unterwegs.
FerienfliegerNeos
Die Airline des Reiseveranstalters Alpitour: ein italienischer Ferienflieger mit Heimatbasis Mailand-Malpensa, reiner Boeing-Flotte aus 737 und 787-9 und Langstrecken bis in die Karibik und nach Ostafrika.
FerienfliegerBlue Panorama Airlines
Historische italienische Charter- und Ferienairline aus Fiumicino: Boeing 737 auf der Mittelstrecke, Boeing 767-300ER in die Karibik, die Low-Cost-Marke Blu-express – und ein Ende im Oktober 2021.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Mailand-Malpensa
Italiens zweitgrößter Passagierflughafen und die Nummer eins bei der Fracht: zwei fast 4.000 Meter lange Parallelbahnen am Rand des Ticino-Parks, eine große easyJet-Basis, Langstrecke von Emirates bis Cathay Pacific und Frachter von FedEx, DHL und Cargolux. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – gespottet wird am Zaun und am Terminal.
FlughafenFlughafen Bologna Guglielmo Marconi
Eine Bahn, ein Terminal und über elf Millionen Passagiere im Jahr: Der Marconi-Flughafen am Stadtrand von Bologna ist das Tor zur Emilia-Romagna, eine der größten Ryanair-Basen Italiens und ein wichtiger Frachtstandort mit eigenem DHL-Hub. Gespottet wird an den beiden Enden der Bahn 12/30 – mit Auto, Leiter und Blick auf den Nebel.
FlughafenFlughafen Rom-Fiumicino
Italiens größter Flughafen liegt direkt am Tyrrhenischen Meer: drei Bahnen mit klarer Arbeitsteilung, ITA Airways als Heimatairline, viel Nordamerika- und Asienverkehr – und keine Besucherterrasse. Wer hier spotten will, braucht ein Auto, einen Plan für die Betriebsrichtung und Respekt vor dem Zaun.
FlughafenFlughafen New York JFK
Vom Golfplatz Idlewild zum wichtigsten Tor der USA nach Übersee: vier Bahnen an der Jamaica Bay, Drehkreuze von Delta, American und JetBlue, Airlines aus aller Welt – und mit dem TWA Hotel ein Stück Luftfahrtgeschichte direkt am Vorfeld.
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