Europe Airpost

Die französische Postairline aus Paris-Charles de Gaulle: als Aéropostale nachts mit Briefen unterwegs, tagsüber mit Urlaubern – ab 2000/2001 als Europe Airpost, ab 2007/2008 bei der irischen ASL-Gruppe und seit 2015 ASL Airlines France.

Auch bekannt als: Aéropostale · Société d'exploitation aéropostale (SEA) · Intercargo Service (ICS) · Inter Ciel Service · ASL Airlines France · 5O

FrankreichFrankreichCharter & Wet-LeaseIATA: 5OICAO: FPO11 Min. Lesezeit

5O

IATA-Code

FPO

ICAO-Code

FRENCH POST

Rufzeichen

2015

Umbenennung in ASL Airlines France

Das Wichtigste in Kürze

  • Europe Airpost war die Airline der französischen Post: nachts Briefe und Pakete, tagsüber Urlauber im Charter.
  • Codes: IATA 5O, ICAO FPO, Rufzeichen „FRENCH POST“ – alle drei hat ASL Airlines France übernommen.
  • Vorläufer war die Aéropostale, 1991 von La Poste, Air Inter, Air France und TAT gegründet; ihre Wurzeln reichen bis zu Intercargo Service (1987) zurück.
  • Die Boeing 737 war das Arbeitspferd, besonders die Quick-Change-Version, die über Nacht vom Passagier- zum Postflugzeug wurde.
  • 2007/2008 ging die Airline an die irische ASL-Gruppe, seit Juni 2015 heißt sie ASL Airlines France.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Europe Airpost im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Von der Aéropostale zu Europe Airpost
  4. 4.Das Geschäftsmodell: Post bei Nacht, Urlauber bei Tag
  5. 5.Die Flotte: Boeing 737 in allen Rollen
  6. 6.Quick Change: so funktioniert der Doppeleinsatz
  7. 7.Woran du Europe Airpost erkennst
  8. 8.Die ASL-Jahre: Verkauf und Umbenennung
  9. 9.Europe Airpost im französischen Luftverkehr
  10. 10.Die Nachfolgerin heute spotten
  11. 11.Häufige Verwechslungen
  12. 12.Fazit

Steckbrief

IATA-Code5O
ICAO-CodeFPO
RufzeichenFRENCH POST
DrehkreuzeCDG
StatusMarkenname historisch – die Gesellschaft fliegt seit Juni 2015 als ASL Airlines France weiter
GeschäftsmodellNächtliche Post- und Frachtflüge, tagsüber Passagiercharter für Reiseveranstalter, später auch Linienflüge und ACMI-Einsätze
VorläuferIntercargo Service (ICS), 1987 im Umfeld von Air Inter gestartet; ab 1991 Société d'exploitation aéropostale (Aéropostale)
EigentümerBis 1995 La Poste, Air Inter, Air France und TAT; danach Air France und La Poste je zur Hälfte; ab 2000 La Poste allein; ab 2007/2008 ASL Aviation (La Poste behielt 3 %)
Basis und SitzParis-Charles de Gaulle (CDG), Firmensitz in Tremblay-en-France
Prägender TypBoeing 737 – Quick-Change-Versionen (737-300QC), reine Frachter und Passagierversionen
Frühere Typen (Vorläufer)Vickers Vanguard und Lockheed Hercules bei ICS, Ende der 1990er-Jahre bei der Aéropostale auch Airbus A300 und ATR 72 als Frachter
Allianzkeine

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Europe Airpost?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fast immer eine Boeing 737 – andere Jettypen spielten bei Europe Airpost keine Rolle
  • Französisches Kennzeichen mit F- am Rumpf
  • Bei Quick-Change- und Frachtversionen eine große Frachttür vorn links am Rumpf
  • Schriftzug „Europe Airpost“ am Rumpf; Fotos zeigen weiße Grundbemalungen ebenso wie Varianten mit viel Gelb
  • Im Funk und auf Trackern FPO bzw. „FRENCH POST“ – das gilt bis heute auch für ASL Airlines France
  • In der alten Optik heute vor allem auf historischen Fotos zu sehen

Europe Airpost ist einer dieser Namen, die Spotter mit einem Schmunzeln aus alten Logbüchern kennen: eine Boeing 737 mit französischem Kennzeichen, die tagsüber Urlauber ans Mittelmeer flog und nachts Briefe durch Frankreich. Hinter der Marke steckt die Postairline von La Poste – erst als Aéropostale, dann als Europe Airpost und heute als ASL Airlines France. Diese Seite ordnet die Geschichte ein und zeigt dir, woran du die Flugzeuge auf Fotos und am Platz erkennst.

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Europe Airpost im Überblick

Europe Airpost war die Fluggesellschaft der französischen Post. Ihr Kern war ein Geschäftsmodell, das es so nur selten gibt: Dieselben Flugzeuge arbeiteten rund um die Uhr in zwei Rollen. Nachts flogen sie Post und Pakete zwischen Paris und den französischen Regionen, tagsüber wurden sie zu Passagierflugzeugen umgebaut und flogen Urlauber im Auftrag von Reiseveranstaltern.

Die Basis lag am Flughafen Paris-Charles de Gaulle, der Firmensitz in Tremblay-en-France direkt am Flughafen. Geflogen wurde fast ausschließlich die Boeing 737 – in Quick-Change-Versionen, als reiner Frachter und als Passagierjet.

Wichtig für die Einordnung: Europe Airpost ist keine verschwundene Airline, sondern ein abgeschlossenes Kapitel einer Gesellschaft, die bis heute fliegt. Seit Juni 2015 heißt sie ASL Airlines France und gehört zur irischen ASL-Gruppe.

5OIATA-Code in der Flugnummer
FPOICAO-Code auf dem Tracker
F-Kennzeichen-Präfix aus Frankreich

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code 5O: stand in den Flugnummern der Linien- und Charterflüge.
  • ICAO-Code FPO: im Flugplan der Flugsicherung und heute auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen FRENCH POST: So meldeten sich die Besatzungen im Funk – ein direkter Hinweis auf die Post-Herkunft.

Das Besondere: Als ASL die Airline übernahm, blieben Codes und Rufzeichen erhalten. Hörst du heute im Pariser Funkverkehr „FRENCH POST“, ist das ASL Airlines France – der Name im Funk ist also ein Stück lebendige Europe-Airpost-Geschichte.

Alte Fotos zuordnen

Hast du eine 737 mit F-Kennzeichen im Archiv und bist dir beim Betreiber unsicher, hilft der Blick ins Kennzeichen-Register. Wie du von der Registrierung auf Geschichte und Alter schließt, zeigt der Guide Wie alt ist dieses Flugzeug?.

Von der Aéropostale zu Europe Airpost

Der Name Aéropostale hat in Frankreich Klang. Er erinnert an die Compagnie générale aéropostale der 1920er-Jahre, die mit Postflügen zwischen Europa, Afrika und Südamerika Luftfahrtgeschichte schrieb und später in Air France aufging. Der Name lebte danach als Air-France-Tochter ohne eigene Flugzeuge weiter. Die Airline auf dieser Seite knüpfte bewusst an diesen Namen an, ist als Flugbetrieb aber eine neue Gründung der 1990er-Jahre.

Die eigentliche Linie beginnt in den 1980er-Jahren. Im Umfeld von Air Inter entstand 1986 Intercargo Service (ICS) für Nachtfracht und Post. Der erste Postflug ging laut französischen Nachschlagewerken im Februar 1987 von Orly nach Montpellier. Eingesetzt wurden damals unter anderem die Vickers Vanguard – ein viermotoriges Turboprop-Flugzeug, das zu der Zeit schon als Klassiker galt – und nach einem Unfall 1988 eine Lockheed Hercules als Ersatz.

Im März 1991 gründeten La Poste, Air Inter, Air France und die Regionalairline TAT gemeinsam die Société d’exploitation aéropostale, kurz Aéropostale. TAT stieg 1995 aus, danach teilten sich Air France und La Poste das Unternehmen zu gleichen Teilen. Ende der 1990er-Jahre kamen zur Boeing 737 auch Airbus A300 und ATR 72 als Frachter hinzu.

Um die Jahrtausendwende lösten Air France und La Poste ihre gemeinsame Struktur auf. Air France übernahm die Airbus-Frachter und einige 737, La Poste den größeren Teil der 737-Flotte und den Betrieb am Boden. Die Post führte die Flugaktivität allein unter dem neuen Namen Europe Airpost weiter. Englischsprachige Quellen nennen den 1. Dezember 2000 als Datum der Umbenennung, französische das Jahr 2001.

1987Erster Postflug von Intercargo Service (ICS) von Orly nach Montpellier
1991Gründung der Aéropostale durch La Poste, Air Inter, Air France und TAT
1995TAT steigt aus, Air France und La Poste halten je die Hälfte
2000/2001La Poste übernimmt allein, neuer Name Europe Airpost
2007/2008Verkauf an die irische ASL-Gruppe, La Poste behält 3 Prozent
2015Umbenennung in ASL Airlines France

Das Geschäftsmodell: Post bei Nacht, Urlauber bei Tag

Post muss nachts fliegen. Briefe, die am Abend abgegeben werden, müssen am nächsten Morgen in der Zustellung sein – dafür braucht es ein dichtes Netz aus Nachtflügen zwischen Paris und den Regionen. Tagsüber würden die Flugzeuge dann am Boden stehen. Genau hier setzte das Modell von Aéropostale und Europe Airpost an: Die Maschinen wurden morgens zu Passagierflugzeugen und flogen für Reiseveranstalter.

Auf der Frachtseite flog Europe Airpost nicht nur für La Poste, sondern auch für Paketdienste wie Chronopost und andere Expresskunden, in Europa unter anderem für DHL. Auf der Passagierseite standen Charterflüge für französische Reiseveranstalter im Mittelpunkt – nach Südeuropa, auf die Mittelmeerinseln und nach Nordafrika.

Im Lauf der 2000er-Jahre kamen weitere Standbeine hinzu. 2004 und 2005 arbeitete die Airline kurz mit Flywest auf Linienstrecken ab Brest und Toulon zusammen, konzentrierte sich danach aber wieder auf Charter und Fracht. Laut französischen Quellen beförderte Europe Airpost 2009 rund 750.000 Passagiere und etwa 63.000 Tonnen Fracht.

Stärken des Modells

  • Flugzeuge arbeiten nachts und tagsüber statt nur in einer Schicht
  • Fester Grundauftrag durch die Post
  • Einheitliche 737-Flotte für Fracht und Passagiere

Schwächen des Modells

  • Umbau morgens und abends kostet Zeit und Personal
  • Abhängigkeit vom Postvolumen, das im E-Mail-Zeitalter zurückging
  • Charter hängt stark an Saison und Reiseveranstaltern

Die Flotte: Boeing 737 in allen Rollen

Die Boeing 737 war das Rückgrat von Europe Airpost. Zum Zeitpunkt des Verkaufs an ASL zählte die Flotte laut französischen Quellen rund 17 Flugzeuge. Französische Nachschlagewerke beschreiben die Flotte gegen Ende der 2000er-Jahre so:

Typ Rolle Spotter-Hinweis
Boeing 737-300 QC Passagiere am Tag, Post in der Nacht Große Frachttür vorn links, sonst wie ein normaler 737-300
Boeing 737-300 Frachter Reine Fracht Keine Kabinenfenster, Frachttür vorn links
Boeing 737-400 Frachter Post und Expressfracht Längerer Rumpf als die -300, ebenfalls ohne Fenster
Boeing 737-700 Passagiercharter Next Generation mit größeren CFM56-7-Triebwerken
Boeing 737-800 Passagiercharter Längste 737-Version der Flotte

Die genauen Stückzahlen unterscheiden sich je nach Quelle und Stichtag. Sicher ist: Mit der 737-700 und 737-800 zog die Next Generation bei Europe Airpost ein und löste im Passagierdienst nach und nach die älteren Classic-Modelle ab. Wie du die Generationen der 737 auseinanderhältst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Hersteller aller Typen ist Boeing.

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Quick Change: so funktioniert der Doppeleinsatz

Die Quick-Change-737 ist der Schlüssel zum Verständnis von Europe Airpost. Äußerlich unterscheidet sie sich von einer Passagier-737 vor allem durch eine große Frachttür auf der linken Rumpfseite hinter dem Cockpit. Innen ist sie so vorbereitet, dass die Sitzreihen auf Paletten montiert sind. Statt jeden Sitz einzeln auszubauen, rollt die Bodencrew ganze Sitzblöcke durch die Frachttür hinaus und Frachtpaletten hinein.

Abends

Nach dem letzten Charterflug werden Sitzpaletten und Kabinenausstattung ausgeladen.

Nachts

Das Flugzeug fliegt mit Postcontainern und Paketen zwischen Paris und den Regionen.

Morgens

Die Fracht ist raus, die Sitzpaletten kommen wieder hinein – die 737 ist wieder ein Passagierjet.

Tagsüber

Charterflüge für Reiseveranstalter, bevor am Abend alles von vorn beginnt.

Für Spotter bedeutet das: Auf einem Foto bei Tag siehst du einen ganz normalen Charterjet mit Kabinenfenstern. Nur die Kontur der großen Tür verrät, dass dieses Flugzeug nachts eine ganz andere Aufgabe hatte. Mehr zu den Merkmalen von Frachtern und Kombi-Flugzeugen findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen.

Achtung Verwechslung

Eine 737 mit großer Frachttür ist nicht automatisch ein reiner Frachter. Hat sie Kabinenfenster, handelt es sich um eine Quick-Change- oder Kombi-Version. Reine Frachter wie die 737-300SF oder 737-400SF haben verschlossene Fensterreihen.

Woran du Europe Airpost erkennst

Die wichtigsten Merkmale auf alten Fotos:

  1. Der Typ: Bei Europe Airpost war praktisch alles eine Boeing 737. Airbus-Frachter im Postdienst gehören in die Aéropostale-Zeit, Turboprops wie die ATR 72 vor allem in die Zeit um die Jahrtausendwende.
  2. Das Kennzeichen: französisch, also mit F- beginnend. Die Grundlagen zur Systematik erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
  3. Der Schriftzug: „Europe Airpost“ am Rumpf. Fotos aus den 2000er-Jahren zeigen sowohl Maschinen mit weißer Grundbemalung als auch Varianten mit viel Gelb – die Optik hat sich im Lauf der Jahre verändert.
  4. Die Tür: Eine große Frachttür vorn links weist auf eine QC- oder Frachtversion hin.

Nach dem Verkauf an ASL flogen die Flugzeuge zunächst in der bisherigen Bemalung und mit dem alten Rufzeichen weiter. Fotos aus den Jahren zwischen 2008 und 2015 zeigen deshalb oft noch den Europe-Airpost-Schriftzug, obwohl die Airline längst zur ASL-Gruppe gehörte. Erst mit der Umbenennung 2015 kam die einheitliche ASL-Optik.

Die ASL-Jahre: Verkauf und Umbenennung

Um den Jahreswechsel 2007/2008 trennte sich La Poste von ihrer Airline – französische Quellen nennen Ende 2007, englischsprachige den Vollzug im März 2008. Käufer war die irische ASL Aviation Group, zu der damals Air Contractors aus Dublin gehörte – heute ASL Airlines Ireland. La Poste behielt einen kleinen Anteil von 3 Prozent. Ein Anfang 2007 angekündigter Verkauf an die südafrikanische Imperial Holdings war zuvor nicht zustande gekommen.

Unter ASL baute Europe Airpost das Passagiergeschäft aus. Ende 2013 kündigte die Airline neue Linienstrecken an, unter anderem zwischen Brest, Rennes und Grenoble. Im Juni 2015 folgte der Schritt, mit dem die Marke Europe Airpost endete: Die ASL-Gruppe vereinheitlichte die Namen ihrer Airlines, aus Europe Airpost wurde ASL Airlines France. 2016 kam die frühere TNT Airways aus Lüttich als ASL Airlines Belgium zur Gruppe.

Heute fliegt ASL Airlines France Fracht, ACMI-Aufträge und Passagierflüge, darunter Linienstrecken nach Algerien und im Sommer nach Saint-Pierre und Miquelon. Die Flotte besteht weiterhin aus Boeing 737, inzwischen mit vielen umgebauten 737-800BCF-Frachtern. Die Details zur aktuellen Flotte findest du auf der Seite zu ASL Airlines France.

Europe Airpost im französischen Luftverkehr

Europe Airpost bewegte sich in einem Markt, der sich in den 1990er- und 2000er-Jahren stark veränderte. Air Inter ging 1997 in Air France auf, viele unabhängige Charter- und Linienairlines wie AOM oder Air Liberté verschwanden. Europe Airpost überlebte diese Phase, weil sie mit der Post einen stabilen Grundauftrag hatte und ihre Flugzeuge doppelt nutzen konnte.

Im Chartergeschäft traf sie auf Konkurrenz durch Transavia France, die Low-Cost-Tochter der Air France-KLM-Gruppe, und auf andere Ferienflieger wie XL Airways France. Im Frachtbereich stand sie neben den großen Express-Integratoren wie DHL, FedEx und UPS, für die sie teilweise selbst flog.

Frankreich-Spotting planen

Auf der Spot-Karte von Planetrack findest du Spots mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und der Sonnenstand-Planer zeigt dir, wann das Licht an der Piste passt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die Nachfolgerin heute spotten

Europe Airpost selbst siehst du nicht mehr, ihre Nachfolgerin aber schon. Der beste Ort ist die Heimatbasis Paris-Charles de Gaulle. Wo du dort gute Positionen findest, zeigt der Guide Planespotting in Paris-Charles de Gaulle. Mit Passagierflügen nach Algerien ist ASL Airlines France auch an französischen Regionalflughäfen unterwegs, etwa in Lyon oder Lille – prüf vorher den aktuellen Flugplan, denn Strecken und Saisonzeiten ändern sich.

Frachtflüge liegen oft in den Abend- und Nachtstunden. Wer sie fotografieren will, braucht Geduld und die richtige Technik – Tipps dazu gibt der Guide Flugzeuge nachts fotografieren. Und bevor du in Frankreich die Kamera auspackst, lohnt der Blick in die Regeln: Was an französischen Flughäfen gilt, erklärt der Artikel Fotografieren an französischen Flughäfen.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Absperrungen, Zäune und Sicherheitsbereiche sind tabu – an französischen Flughäfen wird das besonders genau kontrolliert.

Häufige Verwechslungen

  • Aéropostale mit der Pioniergesellschaft der 1920er gleichsetzen – die Postairline von 1991 trug den Namen als Erbe, ist aber eine eigene Gründung.
  • Europe Airpost für eine pleitegegangene Airline halten – die Gesellschaft fliegt seit 2015 als ASL Airlines France weiter.
  • Aéropostale mit Aeropostal verwechseln – die venezolanische Airline hat einen ähnlichen Namen, aber nichts mit La Poste zu tun.
  • Jede 737 mit Frachttür für einen Frachter halten – mit Kabinenfenstern ist es eine Quick-Change-Version.
  • Fotos mit Europe-Airpost-Schriftzug automatisch vor 2008 datieren – auch unter ASL flogen die Maschinen noch Jahre in der alten Optik.

Fazit

Europe Airpost steht für ein besonderes Kapitel im französischen Luftverkehr: eine Postairline, die ihre Boeing 737 rund um die Uhr nutzte – nachts für Briefe, tagsüber für Urlauber. Aus der Aéropostale wurde Europe Airpost, aus Europe Airpost ASL Airlines France. Für dich als Spotter heißt das: Alte Fotos gehören zu einer Airline, die es unter anderem Namen noch gibt, und das Rufzeichen „FRENCH POST“ hörst du bis heute im Funk über Paris.

Kurzfazit

Europe Airpost (IATA 5O, ICAO FPO) war die Airline von La Poste mit Basis in Paris-Charles de Gaulle und einer fast reinen Boeing-737-Flotte. Erkennungsmerkmal der Quick-Change-Jets ist die große Frachttür vorn links. Seit 2015 fliegt die Gesellschaft als ASL Airlines France.

Zusammenfassung

  • Europe Airpost ist der Name einer Phase, nicht einer verschwundenen Airline: Die Gesellschaft fliegt heute als ASL Airlines France weiter, mit denselben Codes.
  • Typisch war der Doppelbetrieb mit derselben Boeing 737: nachts Post für La Poste, tagsüber Passagiere für Reiseveranstalter.
  • Quick-Change-737 erkennst du an der großen Frachttür vorn links – sonst sehen sie aus wie ganz normale Passagierjets.
  • Für Spotter sind Europe-Airpost-Fotos heute historisches Material; die Nachfolgerin siehst du vor allem in Paris-Charles de Gaulle und an französischen Regionalflughäfen.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Europe Airpost?

Europe Airpost flog mit dem IATA-Code 5O und dem ICAO-Code FPO, das Rufzeichen im Funk lautete „FRENCH POST“. ASL Airlines France nutzt diese Codes und das Rufzeichen bis heute.

Was war die Aéropostale?

Die Société d'exploitation aéropostale, kurz Aéropostale, war die direkte Vorgängerin. Sie entstand im März 1991, getragen von La Poste, Air Inter, Air France und TAT, und knüpfte namentlich an die legendäre Postfluggesellschaft der 1920er-Jahre an. Sie flog nachts Post innerhalb Frankreichs und setzte die Flugzeuge tagsüber im Passagierverkehr ein.

Wann wurde aus Aéropostale Europe Airpost?

Um die Jahrtausendwende: Nach der Auflösung der gemeinsamen Struktur mit Air France übernahm La Poste die Flugaktivität allein und führte sie als Europe Airpost weiter. Englischsprachige Quellen nennen den 1. Dezember 2000 als Datum der Umbenennung, französische Quellen das Jahr 2001.

Was ist eine Boeing 737 Quick Change?

Eine Quick-Change-737 (QC) hat eine große Frachttür auf dem Hauptdeck und Sitze, die auf Paletten montiert sind. So lässt sich die Kabine in kurzer Zeit ausräumen und mit Fracht beladen. Europe Airpost und die Aéropostale nutzten das, um dieselben Flugzeuge tagsüber mit Passagieren und nachts mit Post zu fliegen.

Wer hat Europe Airpost gekauft?

La Poste verkaufte Europe Airpost um den Jahreswechsel 2007/2008 an die irische ASL Aviation Group, zu der damals Air Contractors gehörte. Französische Quellen datieren den Verkauf auf Ende 2007, englischsprachige nennen die Einigung im Februar und den Vollzug im März 2008. La Poste behielt einen kleinen Anteil von 3 Prozent. Die Flugzeuge flogen zunächst in der bisherigen Bemalung und mit dem alten Rufzeichen weiter.

Gibt es Europe Airpost heute noch?

Die Marke nicht, die Gesellschaft schon. Im Juni 2015 benannte die ASL-Gruppe Europe Airpost in ASL Airlines France um, um den Auftritt ihrer Airlines zu vereinheitlichen. Mehr dazu auf der Seite zu ASL Airlines France.

Wo konnte man Europe Airpost spotten?

Die Basis lag in Paris-Charles de Gaulle. Dazu kamen Postflüge zu französischen Regionalflughäfen und Charterflüge zu Urlaubszielen in Europa und Nordafrika. Postmaschinen waren vor allem spätabends und nachts unterwegs, Charterflüge tagsüber.

Europe Airpost im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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