Das Wichtigste in Kürze
- ASL Airlines France ist eine französische Fracht- und Passagierairline mit Basis in Paris-Charles de Gaulle – die frühere Europe Airpost.
- Codes: IATA 5O, ICAO FPO, Rufzeichen „FRENCH POST“.
- Die Flotte besteht nur aus Boeing 737: 737-800BCF und 737-400SF als Frachter, 737-800 und 737-700 für Passagiere.
- Seit 2008 gehört die Airline zur irischen ASL-Gruppe, seit 2015 trägt sie den Namen ASL Airlines France.
- Die Wurzeln liegen in der Postfliegerei: Nachtflüge für La Poste prägten die Airline über Jahrzehnte, das Rufzeichen erinnert bis heute daran.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | 5O |
|---|---|
| ICAO-Code | FPO |
| Rufzeichen | FRENCH POST |
| Drehkreuze | CDG |
| Geschäftsmodell | Mischbetrieb aus Fracht (Express, Post, Charter) und Passagierverkehr (Charter, Wet-Lease, Linienflüge nach Nordafrika) |
| Sitz und Basis | Tremblay-en-France; operative Basis Paris-Charles de Gaulle (CDG) |
| Wurzeln | Ende der 1980er-Jahre als Intercargo Service (ICS) für Post- und Nachtfracht gegründet; ab 1991 unter dem Namen Aéropostale |
| Frühere Namen | L’Aéropostale, ab 2000/2001 Europe Airpost, seit 2015 ASL Airlines France |
| Konzern | ASL Aviation Holdings mit Sitz in Swords bei Dublin, Irland; Übernahme 2008 abgeschlossen |
| Flottentypen (Stand 2025/2026) | Boeing 737-800BCF und 737-400SF als Frachter, Boeing 737-800 und 737-700 für Passagiere |
| Flottengröße | rund 14 bis 18 Flugzeuge, je nach Quelle und Stand |
| Frühere Typen | Vickers Vanguard aus der ICS-Zeit, Boeing 727, Airbus A300 und ATR 72 in der Aéropostale-Zeit, dazu über viele Jahre Boeing 737-300 in Quick-Change-Version |
| Allianz | keine |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich ASL Airlines France?
- Französisches Kennzeichen mit F- am Rumpf
- Auf dem Tracker mit ICAO-Code FPO, im Funk mit dem Rufzeichen „FRENCH POST“ – ein Erbe der Postfliegerei
- Reine Boeing-737-Flotte: Frachter ohne Kabinenfenster und Passagierjets mit Fensterreihe im selben Betrieb
- 737-800BCF mit großer Frachttür vorn links und verschlossenen Fenstern – das Rückgrat der Frachtflotte
- Heimatbasis Paris-Charles de Gaulle: Frachter vor allem abends, nachts und frühmorgens
- Passagierflüge mit 5O-Flugnummer ab mehreren französischen Städten nach Algerien
Am Abend auf einer Außenposition in Roissy, eine fensterlose Boeing 737 mit französischem Kennzeichen, daneben eine ganz normale 737 mit Passagierkabine – beide gehören zur selben Airline. ASL Airlines France ist eine der ungewöhnlichsten Gesellschaften Frankreichs: Sie fliegt nachts Fracht und tagsüber Urlauber und Familienbesucher, und ihre Geschichte reicht zurück bis zur französischen Postfliegerei. Viele Spotter kennen sie noch als Europe Airpost. Hier erfährst du, woher die Airline kommt, was sie heute fliegt und wie du ihre Flugzeuge sicher zuordnest.
Frachter und Passagierjet sauber getrennt
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – so landet die 737-800BCF genauso korrekt in deinem Hangar wie die 737-700 mit Passagierkabine. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
ASL Airlines France im Überblick
ASL Airlines France ist eine französische Airline mit zwei Standbeinen: Fracht und Passagiere. Der Firmensitz liegt in Tremblay-en-France, die operative Basis am Flughafen Paris-Charles de Gaulle. Von dort aus fliegen sowohl die Frachter als auch ein Teil der Passagierjets.
Auf der Frachtseite bedient die Airline Express- und Paketkunden, darunter das europäische Netz von FedEx Express, dazu Postflüge für La Poste und Charterfracht auf Bestellung. Auf der Passagierseite gibt es drei Geschäftsfelder: klassische Charterflüge für Reiseveranstalter, Einsätze im Auftrag anderer Airlines – im Fachjargon ACMI oder Wet-Lease, also Flugzeug samt Crew – und eigene Linienflüge, vor allem zwischen Frankreich und Algerien.
Die Airline gehört zu ASL Aviation Holdings mit Sitz in Swords bei Dublin. Ihre bekanntesten Schwestern sind ASL Airlines Belgium, die frühere TNT Airways aus Lüttich, und ASL Airlines Ireland, die frühere Air Contractors. Im Unterschied zu den beiden vor allem in der Fracht tätigen Schwestern ist ASL France die Gesellschaft der Gruppe, die in größerem Umfang auch Passagiere befördert.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 5O: steht in den Flugnummern der Linien- und Charterflüge, also auf Anzeigetafeln und Tickets.
- ICAO-Code FPO: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern – das ist der Code, nach dem du suchst.
- Rufzeichen FRENCH POST: so meldet sich die Crew im Funk.
Der ICAO-Code und das Rufzeichen sind kleine Zeitkapseln. „FPO“ und „FRENCH POST“ stammen aus der Zeit, als die Airline der französischen Post gehörte und Briefe und Pakete durch die Nacht flog. Bei der Umbenennung 2015 hat ASL beides übernommen. Das Erbe hörst du also bis heute im Funk – auch wenn eine 737-800 mit Urlaubern an Bord unterwegs ist.
Tracker richtig lesen
Fliegt ASL France im Auftrag einer anderen Airline, erscheint der Flug in Buchungssystemen oft unter der Flugnummer des Auftraggebers. Auf dem Tracker hilft dir dann das Rufzeichen oder das Kennzeichen weiter. Wie du ADS-B-Daten als Spotter sinnvoll nutzt, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter; ein bestimmtes Flugzeug findest du mit den Tipps aus Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Von der Postfliegerei zu ASL: die Geschichte
Der Name „Aéropostale“ hat in Frankreich einen besonderen Klang. Die historische Compagnie Générale Aéropostale flog ab Ende der 1920er-Jahre Post zwischen Europa, Afrika und Südamerika und ging 1933 in der neu gegründeten Air France auf. Mit der heutigen Airline hat sie direkt wenig zu tun – der Name wurde später aber bewusst wiederbelebt.
Die eigentlichen Wurzeln von ASL France liegen Ende der 1980er-Jahre. Damals gründete das Umfeld der Inlandsairline Air Inter die Gesellschaft Intercargo Service (ICS), die nachts Post und Fracht zwischen französischen Städten flog. Die ersten Flugzeuge waren robuste Turboprops vom Typ Vickers Vanguard, gegen Ende der 1980er-Jahre kamen Boeing 737 dazu. Anfang der 1990er-Jahre übernahm die Air-France-Gruppe die Kontrolle, und die Gesellschaft hieß fortan Aéropostale. Beteiligt waren zunächst mehrere Partner, ab Mitte der 1990er-Jahre gehörte sie je zur Hälfte der Air-France-Gruppe und der französischen Post.
In diesen Jahren entstand das typische Doppelleben der Flotte. Tagsüber flogen die Flugzeuge Passagiere im Auftrag von Air France und Air Inter, nachts trugen sie Post für La Poste. Möglich machten das Boeing 737 in Quick-Change-Ausführung: Die Sitze ließen sich auf Paletten schnell aus- und wieder einbauen. Daneben setzte Aéropostale auch Boeing 727, Airbus A300 und ATR 72 ein.
Um die Jahrtausendwende trennten sich Air France und La Poste. Die Post übernahm den Flugbetrieb mit seiner 737-Flotte und führte die Airline unter dem Namen Europe Airpost weiter. Neben den Postflügen baute Europe Airpost das Chartergeschäft aus und flog Urlauber für Reiseveranstalter quer durch Europa und rund ums Mittelmeer.
2008 schloss die irische ASL-Gruppe – damals noch eng mit Air Contractors verbunden – die Übernahme ab. Europe Airpost behielt zunächst Namen, Bemalung und Rufzeichen. 2015 vereinheitlichte ASL dann seine Airlines unter einer gemeinsamen Marke: Aus Europe Airpost wurde ASL Airlines France. Seitdem kamen Linienflüge nach Algerien dazu, und mit dem Wechsel zu umgebauten 737-800-Frachtern wurde die Flotte deutlich jünger.
Ende der 1980er: Intercargo Service
Nachtflüge für Post und Fracht, anfangs mit Vickers Vanguard, später mit Boeing 737.
1991: Aéropostale
Gemeinschaftsfirma von Air-France-Gruppe und La Poste – tagsüber Passagiere, nachts Post.
2000/2001: Europe Airpost
La Poste führt die Airline allein weiter; das Chartergeschäft mit Urlaubern wächst.
2008 und 2015: ASL
Übernahme durch die irische ASL-Gruppe, sieben Jahre später Umbenennung in ASL Airlines France.
Die Flotte: alles Boeing 737
So vielfältig die Geschäftsfelder sind, so einheitlich ist die Flotte: ASL France fliegt nur Boeing 737. Das Spannende liegt in den Varianten. Die Angaben zur Flottengröße schwanken je nach Quelle; Stand 2025/2026 sind es rund 14 bis 18 Flugzeuge.
| Typ | Rolle | Kapazität laut ASL | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800BCF | Frachter | rund 22 t, 11,5 Palettenpositionen | Rückgrat der Frachtflotte, umgebaute Passagierjets ohne Fenster |
| Boeing 737-400SF | Frachter | rund 20 t, 10,5 Positionen | Ältere Classic-Generation mit kleineren Triebwerken |
| Boeing 737-800 | Passagiere | Kabine je nach Konfiguration | Charter, Wet-Lease und Algerien-Linien |
| Boeing 737-700 | Passagiere | rund 147 bis 149 Sitze | Kürzere NG-Version, deutlich seltener |
Die 737-800BCF ist ein umgebauter Passagierjet. Boeing baut dabei eine große Frachttür vorn links ein, verschließt die Fenster und verstärkt den Boden für Paletten. Die ASL-Gruppe hat für ihre Airlines mehrere Dutzend dieser Umbauten bestellt; ASL France gehört zu den Abnehmern. Auch die 737-400SF ist ein Umbau, allerdings auf Basis der älteren Classic-Generation. Hersteller aller Typen ist Boeing.
Bei den Passagierflugzeugen setzt ASL France auf die 737 Next Generation. Die 737-800 ist der Standardtyp für Charter und Linie, die kürzere 737-700 ist in Frankreich eher selten – Europe Airpost war seinerzeit einer der ersten französischen Betreiber dieser Version.
Die 737-400SF fehlt dir noch?
Setz die 737-400SF auf deine Wunschliste und richte Sichtungs-Alarme für Typen oder einzelne F-Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ehemalige Typen
Aus der langen Geschichte stammen viele Typen, die heute nicht mehr bei der Airline fliegen. Dazu zählen die Vickers Vanguard der ICS-Anfänge, Boeing 727, Airbus A300 und ATR 72 aus der Aéropostale-Zeit sowie die Boeing 737-300, die über viele Jahre als Quick-Change-Version im Einsatz war – einzelne Flottenlisten führen bis heute ein Exemplar. Fotos mit den übrigen Typen sind Archivbilder – oft noch in der Bemalung von Aéropostale oder Europe Airpost.
Archivfotos richtig einordnen
Fotos aus der Europe-Airpost-Zeit zeigen meist 737-300 und 737-400. Wenn du alte Aufnahmen in deine Sammlung übernimmst, notiere den damaligen Airline-Namen. So bleibt nachvollziehbar, ob die Sichtung vor oder nach 2015 entstand.
Woran du ASL Airlines France erkennst
Seit 2015 tragen die Flugzeuge die gemeinsame Bemalung der ASL-Gruppe mit dem Schriftzug der jeweiligen Airline. Für die Zuordnung reicht die Bemalung aber nicht: ASL Belgium und ASL Ireland nutzen eine sehr ähnliche Optik, und Flugzeuge, die für Kunden fliegen, können anders aussehen. Sicherer sind zwei Merkmale: das französische Kennzeichen mit F- und der ICAO-Code FPO auf dem Tracker.
Innerhalb der Flotte unterscheidest du die Varianten an wenigen Details. Der Grundsatz: Fenster heißt Passagiere, keine Fenster heißt Fracht. Schwieriger wird es bei der Frage, welche Generation vor dir steht.
Das spricht für eine 737-800BCF
- Keine Kabinenfenster, große Frachttür vorn links
- Deutlich längerer Rumpf der 737-800
- Längere Flügel der Next Generation, oft mit Winglets
- Auf Trackern meist als B738 geführt
Das spricht für eine 737-400SF
- Ebenfalls fensterlos mit Frachttür vorn links
- Spürbar kürzerer Rumpf und kürzere Flügel der Classic-Generation
- Ältere CFM56-3-Triebwerke, ebenfalls mit abgeflachter Unterseite
- Auf Trackern meist als B734 geführt
Die Unterschiede zwischen Classic und Next Generation erklärt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden ausführlich. Allgemeine Merkmale von Frachtern findest du unter Frachtflugzeuge erkennen.
ASL Airlines France spotten
Die sicherste Adresse ist Paris-Charles de Gaulle. Dort ist die Airline zu Hause, dort starten die Frachter für das Expressnetz, und dort beginnen auch viele Passagierflüge. Wie du dich am größten Flughafen Frankreichs orientierst, zeigt der Guide Planespotting in Paris-CDG.
Die Passagierjets begegnen dir außerdem an französischen Flughäfen mit Verbindungen nach Algerien. Laut Flugplan der Airline gehören dazu unter anderem Lyon-Saint Exupéry, Lille, Clermont-Ferrand, Saint-Étienne und der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg – Letzterer ist für Spotter aus Süddeutschland und der Schweiz gut erreichbar. Gelegentlich gibt es auch Flüge ab Paris-Orly. Auf diesen Strecken triffst du ASL France oft neben Air Algérie, was einen schönen Vergleich ergibt.
In Deutschland ist ASL Airlines France kein alltäglicher Gast. Chancen bestehen bei Charterflügen, bei Einsätzen im Auftrag anderer Airlines und mit Frachtern im europäischen Expressnetz. Wer gezielt sucht, behält den Code FPO auf dem Tracker im Blick.
Gute Chancen auf ASL France, wenn …
- du in Paris-CDG am Abend oder frühen Morgen unterwegs bist
- an deinem Flughafen Linienflüge nach Algerien mit 5O-Flugnummer im Plan stehen
- Hochsaison ist und Charter- und Wet-Lease-Einsätze zunehmen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten aus der Europe-Airpost-Zeit planst
- du einen bestimmten Frachter suchst – Einsätze wechseln mit den Verträgen
Eher kein ASL-France-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Fracht-Nachtbetrieb und ohne Charter Richtung Mittelmeer stehst
Weil die Frachter vor allem in der Dunkelheit fliegen, lohnt sich ein Blick in den Guide Flugzeuge nachts fotografieren. Für den Hintergrund zum Expressgeschäft hilft der Artikel über die Integratoren DHL, FedEx und UPS, und den Unterschied zwischen Charter und Linie erklärt Charterflug und Linienflug.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Gerade an Frachtvorfeldern sind Zäune und Sicherheitsbereiche streng geschützt, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- ASL France mit ASL Belgium oder ASL Ireland verwechseln – die Bemalung ist ähnlich, das Kennzeichen entscheidet: F- für Frankreich, OO- für Belgien, EI- für Irland.
- 5O mit der Zahl 50 lesen – der IATA-Code besteht aus der Ziffer 5 und dem Buchstaben O.
- Europe Airpost für eine andere Airline halten – es ist derselbe Flugbetrieb mit denselben Codes, nur unter anderem Namen und Eigentümer.
- Jede fensterlose 737 für eine 737-800BCF halten – die 737-400SF ist kürzer und gehört zur älteren Classic-Generation.
- Die historische Aéropostale mit der Aéropostale der 1990er gleichsetzen – die Postpioniere der 1920er-Jahre gingen in Air France auf; der Name wurde später nur wiederbelebt.
- Flugnummer mit durchführender Airline gleichsetzen – bei Wet-Lease-Einsätzen verrät erst das Rufzeichen FRENCH POST, wer wirklich fliegt.
Mehr zum Lesen von Registrierungen erfährst du im Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
ASL France im Blick behalten
Beobachte einzelne F-Kennzeichen oder Typen wie die 737-800BCF, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und teile deine Nachtaufnahme aus Roissy mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
ASL Airlines France ist eine Airline mit Doppelleben: nachts Fracht, tagsüber Passagiere, und das alles mit Boeing 737. Hinter dem nüchternen Konzernnamen steckt die Geschichte der französischen Postfliegerei, von Intercargo Service über Aéropostale und Europe Airpost bis zur irischen ASL-Gruppe. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert und Frachter von Passagierjets und Classic von Next Generation unterscheidet, hat bei dieser Airline gleich mehrere spannende Einträge für die Sammlung.
Kurzfazit
ASL Airlines France (IATA 5O, ICAO FPO, Rufzeichen „FRENCH POST“) ist die frühere Europe Airpost mit Basis in Paris-CDG. Sie fliegt eine reine Boeing-737-Flotte aus Frachtern und Passagierjets – erkennbar am Kennzeichen F-.
Zusammenfassung
- ASL Airlines France erkennst du sicherer am ICAO-Code FPO und am Kennzeichen F- als an der Bemalung.
- Die Airline geht auf die französische Postfliegerei zurück: erst Intercargo Service, dann Aéropostale, ab der Jahrtausendwende Europe Airpost im Besitz von La Poste.
- Heute fliegt sie nachts Fracht und tagsüber Passagiere – Charter, Wet-Lease für andere Airlines und Linienflüge nach Algerien.
- Spannend für Spotter ist der Mix: Frachter und Passagierjets derselben Airline auf derselben Basis, alle vom Typ Boeing 737.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat ASL Airlines France?
Der IATA-Code ist 5O, der ICAO-Code FPO. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „FRENCH POST“. Codes und Rufzeichen stammen aus der Zeit als Europe Airpost und wurden bei der Umbenennung 2015 beibehalten.
Ist ASL Airlines France dasselbe wie Europe Airpost?
Ja. Europe Airpost war die Airline der französischen Post La Poste. 2008 übernahm die irische ASL-Gruppe den Flugbetrieb, 2015 wurde er in ASL Airlines France umbenannt. Davor hieß die Gesellschaft Aéropostale – und ganz am Anfang Intercargo Service.
Fliegt ASL Airlines France Passagiere oder Fracht?
Beides. Mit 737-Frachtern fliegt die Airline Expressfracht, Post und Charterfracht, unter anderem für FedEx und La Poste. Mit 737-Passagierjets bedient sie Charterflüge, Einsätze im Auftrag anderer Airlines und eigene Linienflüge, vor allem zwischen Frankreich und Algerien.
Welche Flugzeuge fliegt ASL Airlines France?
Ausschließlich Boeing 737: umgebaute 737-800BCF und ältere 737-400SF als Frachter sowie 737-800 und 737-700 mit Passagierkabine. Je nach Quelle und Stand (2025/2026) sind es rund 14 bis 18 Flugzeuge. Einzelne Flottenlisten führen zusätzlich noch eine ältere 737-300 in Quick-Change-Ausführung.
Was war die Quick-Change-737?
In der Aéropostale- und Europe-Airpost-Zeit flog die Airline Boeing 737-300 in einer Quick-Change-Version. Tagsüber beförderten sie Passagiere, für die Nacht wurden die Sitze ausgebaut und die Flugzeuge flogen Post und Pakete. So ließ sich dasselbe Flugzeug fast rund um die Uhr nutzen.
Wohin fliegt ASL Airlines France?
Linienflüge gehen vor allem von Paris-Charles de Gaulle, Lyon, Lille, Mulhouse und weiteren französischen Städten nach Algerien, saisonal auch nach Marokko. Dazu kommen Charterflüge, Flüge für andere Airlines und Frachtflüge im europäischen Netz. Welche Strecken gerade bedient werden, ändert sich – prüf den aktuellen Flugplan.
Wo kann ich ASL Airlines France am besten spotten?
Am sichersten in Paris-Charles de Gaulle, der operativen Basis. Die Passagierjets siehst du auch an französischen Flughäfen mit Algerien-Verbindungen wie Lyon oder Basel-Mulhouse. Die Frachter fliegen vor allem in den Abend- und Nachtstunden.
ASL Airlines France im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800BCF und 737-800SF
Fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn, aber Winglets und moderne Triebwerke: Die umgebaute 737-800 ist der neue Standard-Frachter im Express-Nachtnetz. Hier erfährst du, wer sie umbaut, wer sie fliegt und wie du sie erkennst.
FlugzeugtypBoeing 737-300SF/-400SF
Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und die platt gedrückten Triebwerkseinlässe der Classic-Generation: Die umgebauten 737-300 und -400 tragen nachts Pakete und Post durch Europa. Hier erfährst du, wie der Umbau funktioniert, wer die Frachter fliegt und wo du sie noch erwischst.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
Weitere Airlines
ASL Airlines Belgium
Die frühere TNT Airways aus Lüttich fliegt heute für die irische ASL-Gruppe: 737-Frachter im europäischen Nachtnetz von FedEx und Jumbo-Frachter auf Langstrecke nach China und Nordamerika.
FrachtASL Airlines Ireland
Die frühere Air Contractors aus Dublin fliegt Fracht und Expresssendungen für die großen Paketdienste – mit umgebauten Boeing 737, ATR-72-Frachtern und Airbus A300F, oft in fremden Farben.
CharterEurope Airpost
Die französische Postairline aus Paris-Charles de Gaulle: als Aéropostale nachts mit Briefen unterwegs, tagsüber mit Urlaubern – ab 2000/2001 als Europe Airpost, ab 2007/2008 bei der irischen ASL-Gruppe und seit 2015 ASL Airlines France.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
Low-CostTransavia France
Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.
FrachtFedEx Express
Die größte Frachtairline der Welt aus Memphis: eine bunte Flotte aus MD-11, Boeing 777F, 767, 757 und A300, dazu Zubringer-Turboprops – und in Europa Drehkreuze in Paris und Köln/Bonn.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
ASL Aviation Holdings
Kaum ein Konzern fliegt so viele Pakete durch Europas Nacht wie ASL Aviation Holdings aus Swords bei Dublin. Hier erfährst du, wie aus Air Contractors und TNT Airways ASL Airlines Ireland und Belgium wurden, welche Jets sie fliegen und wie du sie am Vorfeld sicher zuordnest.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
FlughafenFlughafen Lyon-Saint Exupéry
Frankreichs fünftgrößter Flughafen liegt in der Ebene östlich von Lyon: zwei Nord-Süd-Bahnen, ein TGV-Bahnhof von Santiago Calatrava, viel Low-Cost- und Nordafrika-Verkehr – und ein Flugplan, der vom Regionaljet bis zum Großraumflugzeug aus Dubai reicht.
FlughafenEuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg
Ein Flughafen, zwei Staaten, drei Codes: Der EuroAirport liegt komplett auf französischem Boden, hat aber einen Schweizer Sektor mit eigener Zollstraße nach Basel. Für Spotter ist er vor allem wegen der Completion-Betriebe spannend – hier bekommen Privat- und VIP-Jets ihre Kabine, und manch unlackierter Großraumjet steht auf dem Vorfeld.
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