Das Wichtigste in Kürze
- Amelia ist die Marke der französischen Regourd Aviation, die seit 1976 in der Luftfahrt aktiv ist und sich 2019 umbenannt hat.
- Codes: IATA 8R, ICAO AIA, Rufzeichen „AMELIA“; die slowenische Schwester Amelia International fliegt unter dem ICAO-Code AEH.
- Das Kerngeschäft ist ACMI: Amelia stellt Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung für andere Airlines – genannt werden unter anderem Air France und Air Corsica.
- Die Flotte ist klein und Embraer-lastig: Embraer 145 und 135, zwei E190, zwei A319 in Executive-Ausstattung und ein Learjet 45.
- Beechcraft, ATR und A320 gehören zur Vergangenheit – wer sie im Logbuch hat, hat ein Stück Firmengeschichte erwischt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Amelia im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Eine Marke, mehrere Flugbetriebe
- 4.Die Flotte: Embraer im Mittelpunkt
- 5.Historisch: Beechcraft, ATR und A320
- 6.ACMI: fliegen für andere
- 7.Charter für Sportteams und Firmen
- 8.Linienflüge: wenige, aber planbar
- 9.Woran du Amelia erkennst
- 10.Amelia spotten
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | 8R |
|---|---|
| ICAO-Code | AIA |
| Rufzeichen | AMELIA |
| Geschäftsmodell | ACMI-Wet-Lease für andere Airlines, Charter- und Ad-hoc-Flüge, Ambulanzflüge und einzelne Linienverbindungen |
| Sitz | Paris, Frankreich |
| Wurzeln | Regourd Aviation, gegründet 1976; seit 2019 unter dem Namen Amelia, benannt nach Amelia Earhart |
| Flugbetriebe der Gruppe | Amelia (Frankreich, ICAO AIA), Amelia International (Slowenien, früher Aero4M, ICAO AEH) und Amelia Executive (Österreich) |
| Linienverkehr | Pau–Paris-Orly (laut Amelia täglich, mit Anschlüssen über eine Partnerschaft mit Air France) |
| Flotte (laut Amelia, Stand 2026) | 13 Flugzeuge: sieben Embraer 145, ein Embraer 135, zwei Embraer 190, zwei Airbus A319 in Executive-Ausstattung und ein Learjet 45 |
| Frühere Typen | Airbus A320, ATR 42 und ATR 72, Beechcraft 1900C, Dornier 228, Dassault Falcon 900EX |
| Wartung | Eigene Part-145-Betriebe, unter anderem Amelia Tech in Saint-Brieuc |
| Allianz | keine |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Amelia?
- Fast immer ein Embraer-Regionaljet: ERJ 145 oder ERJ 135, seit 2025 auch zwei E190
- Rufzeichen „AMELIA“ im Funk, auf Trackern der ICAO-Code AIA
- Französische Kennzeichen mit F-H…, dazu einzelne Maschinen mit S5- (Slowenien) oder OE- (Österreich)
- Bei ACMI-Einsätzen steht die Flugnummer des Auftraggebers auf der Anzeigetafel, nicht 8R
- Taucht oft an Plätzen auf, an denen sonst keine Embraer 145 mehr landen – etwa bei Sport- und Firmencharter
Amelia ist eine Airline, die du oft gesehen hast, ohne es zu merken. Die Franzosen fliegen nur wenige Strecken unter eigenem Namen – den größten Teil ihrer Flüge führen sie für andere Airlines, für Sportvereine oder für Firmen durch. Genau das macht sie für Spotter interessant: Eine Embraer 145 mit französischem Kennzeichen, die plötzlich unter einer fremden Flugnummer auftaucht, kann gut eine Amelia sein. Diese Seite zeigt dir, wer hinter der Marke steckt, welche Flugzeuge du erwarten kannst und wie du Amelia-Flüge sauber zuordnest.
Seltene Regionaljets festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – und baust dir im Hangar eine Sammlung, in der auch die selteneren Embraer 145 ihren Platz haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Amelia im Überblick
Amelia ist der Markenname der französischen Regourd-Aviation-Gruppe mit Sitz in Paris. Die Wurzeln reichen bis 1976 zurück: Damals begann Regourd Aviation mit dem Handel von Geschäftsflugzeugen und Hubschraubern, 1977 kam über eine Tochter in Le Bourget ein Learjet 23 für Bedarfsflüge dazu. Über die Jahrzehnte kamen Tochtergesellschaften in Frankreich, Afrika und Slowenien dazu. Im Juli 2019 gab sich die Gruppe einen gemeinsamen Namen: Amelia, als Verbeugung vor der US-Flugpionierin Amelia Earhart. Die Tochtergesellschaften wurden danach schrittweise umbenannt.
Heute bündelt Amelia mehrere Geschäftsfelder unter einem Dach:
- ACMI-Wet-Lease für Airlines in Frankreich und im Ausland
- Charter- und Ad-hoc-Flüge für Sportteams, Firmen, Reiseveranstalter und Institutionen
- Ambulanzflüge, unter anderem mit einem dafür ausgerüsteten Embraer 135 und einem Learjet 45
- Linienflüge auf einzelnen Strecken, aktuell Pau–Paris-Orly
- Wartung in eigenen Part-145-Betrieben, etwa bei Amelia Tech in Saint-Brieuc
Mit einer Allianz hat Amelia nichts zu tun. Für die Linie Pau–Orly wirbt die Airline aber mit Anschlüssen über eine Partnerschaft mit Air France – das passt zu einer Gesellschaft, die ohnehin eng mit der französischen Netzwerk-Airline zusammenarbeitet.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 8R: steht in der Flugnummer, wenn Amelia unter eigenem Namen fliegt – etwa auf der Linie Pau–Orly.
- ICAO-Code AIA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern bei Flügen des französischen Betriebs.
- Rufzeichen AMELIA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- ICAO-Code AEH: gehört zum slowenischen Schwesterbetrieb Amelia International, dem früheren Aero4M.
Wichtig für die Zuordnung: Bei ACMI-Flügen verkauft der Auftraggeber die Tickets unter seiner eigenen Flugnummer. Auf der Anzeigetafel steht dann nicht 8R, sondern zum Beispiel ein AF- oder XK-Flug. Was genau im Funk und auf dem Tracker erscheint, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Steht auf dem Tracker AIA oder AEH, fliegt ein Amelia-Betrieb – egal, was die Anzeigetafel sagt. Wie du ADS-B-Daten für deine Planung nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Eine Marke, mehrere Flugbetriebe
Hinter dem einheitlichen Namen stecken mehrere Gesellschaften mit eigenen Luftverkehrsbetreiberzeugnissen. Für Passagiere spielt das kaum eine Rolle, für Spotter schon – denn Kennzeichen und ICAO-Code unterscheiden sich.
| Gesellschaft | Land | ICAO-Code | Typisches Kennzeichen | Rolle |
|---|---|---|---|---|
| Amelia (Regourd Aviation) | Frankreich | AIA | F- | Hauptbetrieb mit Linie, Charter und ACMI |
| Amelia International (früher Aero4M) | Slowenien | AEH | S5- | zweites Luftverkehrsbetreiberzeugnis, Part-145-Wartung und CAMO |
| Amelia Executive | Österreich | – | OE- | Geschäftsreise- und VIP-Flüge, etwa mit dem A319 OE-LIA |
Aero4M hat die Gruppe nach eigenen Angaben 2012 übernommen und später in Amelia International umbenannt. Auffällig: Der Großteil der Embraer-Flotte trägt französische F-Kennzeichen, in Slowenien registriert ist laut Flottenliste nur die Embraer 145 S5-ACJ. Wer ein S5-Kennzeichen an einer Embraer 145 sieht, denkt vielleicht zuerst an die frühere Adria Airways – heute steckt dahinter eher Amelia International.
Typ bestimmen
Embraer 145, 135 oder E190? Damit ist der Kreis der möglichen Betreiber schon klein.
Kennzeichen lesen
F-H…, S5- oder OE-: Das Präfix zeigt das Land der Registrierung.
ICAO-Code prüfen
AIA oder AEH im Tracker bestätigt den Amelia-Betrieb, auch bei fremder Flugnummer.
Sauber notieren
Halte Betreiber und Auftraggeber getrennt fest – also etwa „Amelia für Air Corsica“.
Die Flotte: Embraer im Mittelpunkt
Laut der Flottenübersicht von Amelia umfasst die Gruppe 2026 dreizehn Flugzeuge. Die Bandbreite reicht vom Learjet mit acht Plätzen bis zur Embraer E190 mit 98 Sitzen.
| Typ | Anzahl | Max. Passagiere | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer 145 | 7 | 50 | ACMI, Charter, Linie | Rückgrat der Flotte, Kennzeichen u. a. F-HESR, F-HYOG, S5-ACJ |
| Embraer 135 | 1 | 37 | Charter, Ambulanzflüge | F-HMOV, auch in MEDEVAC-Ausrüstung |
| Embraer 190 | 2 | 98 | Charter, ACMI | Neu in der Flotte seit 2025, F-HDRI und F-HDRK |
| Airbus A319 | 2 | 60–68 | Executive- und Gruppenflüge | F-HDSJ und OE-LIA |
| Learjet 45 | 1 | 8 | VIP- und Ambulanzflüge | F-HACP, der einzige Businessjet im Bestand |
Die Embraer ERJ 145 ist das Arbeitspferd. Amelia hat sie nach eigenen Angaben 2010 eingeführt und betreibt heute sieben Exemplare. Die verkürzte Schwester Embraer ERJ 135 ist nur einmal vorhanden; sie fliegt unter anderem Ambulanzeinsätze, laut französischen Quellen etwa zwischen Mayotte und La Réunion. 2025 kamen zwei Embraer E190 mit 98 Sitzen dazu, die Amelia für größere Gruppen, ACMI-Aufträge und laut französischen Quellen auch auf der Linie Pau–Orly einsetzt. Hersteller all dieser Jets ist Embraer.
Dazu kommen zwei Airbus A319 mit großzügiger Bestuhlung – einer davon beim österreichischen Zweig Amelia Executive – und ein Learjet 45. Damit schließt sich ein Kreis: Schon 1977 gehörte ein Learjet 23 zu den ersten Flugzeugen der Gruppe.
Die E190 fehlt dir noch?
Setz die E190 auf die Wunschliste in deinem Hangar und richte einen Sichtungs-Alarm für Kennzeichen wie F-HDRI ein – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Historisch: Beechcraft, ATR und A320
Wer länger dabei ist, kennt Regourd Aviation noch mit ganz anderen Flugzeugen. In der früheren Flotte der Gruppe standen unter anderem eine Beechcraft 1900C, Dornier 228 und eine Dassault Falcon 900EX. Die Beechcraft 1900 war der klassische Turboprop für kleine Zubringer- und Charterstrecken; die spätere Version mit Stehhöhe in der Kabine findest du auf der Seite zur Beechcraft 1900D.
Ab 2000 setzte die Gruppe nach eigenen Angaben auch ATR ein – über die Jahre ATR 42 und ATR 72, 2022 etwa eine ATR 72-600 im Auftrag von Air Tahiti. Wie du die Varianten auseinanderhältst, erklärt der Guide Turboprops unterscheiden. Die ATR sind inzwischen ebenso aus der Flotte verschwunden wie vier Airbus A320, die laut französischen Quellen 2026 ausgeflottet wurden.
Fürs Logbuch
Hast du eine Regourd-Beechcraft, eine ATR oder einen A320 von Amelia in deiner Sammlung, ist das inzwischen ein historischer Eintrag. Notiere die damalige Betreiberbezeichnung, damit die Sichtung später eindeutig bleibt.
ACMI: fliegen für andere
Das Herz von Amelia ist das ACMI-Geschäft. Die Abkürzung steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance: Amelia stellt das komplette Paket, der Kunde verkauft die Tickets und bestimmt den Flugplan. Laut Amelia gibt es solche Einsätze kurz- und langfristig, typischerweise für Spitzenzeiten, wenn eigene Flugzeuge ausfallen, oder beim Ausbau des Streckennetzes.
Als Kunden nennt die französische Wikipedia unter anderem Air France und Air Corsica, dazu Aufträge für Gesellschaften außerhalb Europas wie Aircalin oder Bangkok Airways. Für HOP! flogen Amelia-Embraer ab Oktober 2018 ab Lorient. Laut englischer Wikipedia war ein E190 zudem für die chilenische Aerovías DAP im Einsatz. Wie das Modell grundsätzlich funktioniert und warum Flugnummer und Betreiber auseinanderfallen, liest du im Artikel Wet-Lease erklärt.
Das spricht für einen Amelia-ACMI-Flug
- Embraer 145 oder E190 unter fremder Flugnummer
- Kennzeichen F-H… oder S5- passend zur Amelia-Flotte
- ICAO-Code AIA oder AEH im Tracker
- Rufzeichen AMELIA im Funk
Das spricht eher dagegen
- ATR- oder A320-Familie im Linienbetrieb – beides fliegt Amelia heute nicht mehr
- Kennzeichen, das nicht zur aktuellen Flottenliste passt
- ICAO-Code des Auftraggebers mit eigenem Flugzeug
Charter für Sportteams und Firmen
Ein zweites Standbein sind Charterflüge. Amelia bietet sie für Firmen, Reiseveranstalter, Institutionen, Privatgruppen und ausdrücklich auch für Sportteams und Verbände an. Laut französischer Wikipedia gehören zahlreiche Fußball- und Rugbyclubs zu den Kunden, darunter bekannte Namen aus der Ligue 1 und dem Top 14. Für Spotter heißt das: Am Spieltag oder kurz davor kann eine Amelia-Embraer an Flughäfen landen, an denen du sie nie erwartet hättest.
Den Unterschied zwischen solchen Einsätzen und Linienflügen erklärt der Artikel Charter oder Linienflug. Weil Charter selten lange vorher im öffentlichen Flugplan stehen, lohnt sich ein Blick in den Tracker oder ein Alarm für die Kennzeichen, die dich interessieren.
Linienflüge: wenige, aber planbar
Unter eigener Flugnummer fliegt Amelia nur ausgewählte Strecken. Aktuell bewirbt die Airline die Verbindung Pau–Paris-Orly, laut Website täglich und mit Anschlüssen über eine Partnerschaft mit Air France. Frühere Strecken zeigen, wie beweglich das Netz ist:
| Strecke | Zeitraum | Hinweis |
|---|---|---|
| Rodez–Paris-Orly | 2020–2024 | Erste eigene Linie, gemeinwirtschaftliche Strecke |
| Clermont-Ferrand–Paris-Orly | 2020–2021 | auf eigene Rechnung |
| Brive–Paris-Orly | 2022–2024 | eingestellt |
| Straßburg–Amsterdam | 2022–2024 | gemeinwirtschaftliche Strecke |
| Straßburg–München | 2022 | gemeinwirtschaftliche Strecke |
| Pau–Paris-Orly | seit 2024 | aktuelle Linie (Stand Oktober 2026) |
Die Strecken ab Straßburg nach München und Amsterdam waren für deutsche Spotter besonders interessant, weil Amelia-Maschinen damit regelmäßig nach München kamen. Diese Zeiten sind vorbei – heute ist Paris-Orly der verlässlichste Ort für eine Amelia-Sichtung.
Woran du Amelia erkennst
Die zuverlässigsten Merkmale sind bei Amelia nicht die Farben, sondern Typ, Kennzeichen und Code:
- Die ERJ-Familie ist in Europa selten geworden. Eine ERJ 145 oder 135 mit französischem Kennzeichen ist ein starker Hinweis auf Amelia – prüf trotzdem Kennzeichen und Code, denn auch andere französische Regionalairlines wie Chalair oder Twin Jet fliegen Charter- und Auftragsverkehr.
- Kennzeichen-Reihen: Die Embraer-Flotte trägt überwiegend F-H…-Kennzeichen, dazu kommen S5-ACJ und der österreichische A319 OE-LIA.
- Code und Rufzeichen: AIA bzw. AEH auf dem Tracker, „AMELIA“ im Funk.
Bei ERJ 145 und ERJ 135 lohnt der genaue Blick: Beide haben die Triebwerke am Heck und das T-Leitwerk, die 135 ist aber spürbar kürzer. Wie du die Regionaljets sicher unterscheidest, zeigen die Guides Regionaljets unterscheiden und Embraer E-Jets unterscheiden. Beim A319 hilft der Artikel A320-Familie unterscheiden.
Achtung Verwechslung
Bei ACMI-Flügen läuft eine Amelia-Maschine unter der Flugnummer des Auftraggebers. Fotografiere deshalb immer auch das Kennzeichen, sonst landet die Sichtung später unter der falschen Airline.
Amelia spotten
Gute Chancen auf Amelia, wenn …
- du in Paris-Orly oder Pau stehst und die Linie im Flugplan ist
- ein großes Fußball- oder Rugbyspiel ansteht und Gastmannschaften anreisen
- im Tracker ein Flug mit AIA oder AEH auftaucht
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Berichten über Straßburg, Rodez oder Brive planst
- eine ACMI-Kooperation angekündigt ist – Laufzeit und Strecke ändern sich oft
Eher kein Amelia-Tag, wenn …
- du auf eine ATR oder Beechcraft von Regourd hoffst – diese Typen sind ausgeflottet
Spotten in Frankreich hat eigene Regeln, vor allem rund um Zäune und Sicherheitsbereiche. Bevor du nach Orly oder Pau fährst, lies den Überblick Fotografieren an französischen Flughäfen. Und wenn du einschätzen willst, wie besonders deine Embraer-Sichtung ist, hilft der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was allgemein gilt, erklärt Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Amelia für eine reine Linienairline halten – der Großteil der Flüge läuft als ACMI oder Charter.
- Flugnummer mit Betreiber gleichsetzen – bei ACMI steht die Nummer des Kunden auf der Tafel, der ICAO-Code AIA oder AEH zeigt den echten Betreiber.
- Regourd Aviation und Amelia trennen – es ist dieselbe Gruppe; Regourd Aviation ist heute der Name der Holding.
- Jedes S5-Kennzeichen für eine slowenische Linienairline halten – an einer Embraer 145 deutet es heute eher auf Amelia International.
- ERJ 135 und ERJ 145 verwechseln – die 135 ist kürzer und bei Amelia nur einmal vorhanden.
- Alte Typen erwarten – Beechcraft 1900C, ATR und A320 gehören zur Geschichte der Gruppe.
Amelia im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die Airline, werde bei Anflug und Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Amelia ist eine der unauffälligsten und zugleich spannendsten Airlines Frankreichs. Hinter dem Namen steckt die traditionsreiche Regourd Aviation, die sich vom Learjet-Betreiber der 1970er-Jahre über Beechcraft und ATR zu einem ACMI- und Charter-Spezialisten mit Embraer-Flotte entwickelt hat. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert, erkennt Amelia auch dann, wenn die Anzeigetafel eine ganz andere Airline nennt.
Kurzfazit
Amelia (IATA 8R, ICAO AIA) ist die Marke der französischen Regourd Aviation. Sie fliegt vor allem ACMI und Charter mit Embraer 145, 135 und E190, dazu A319 und einen Learjet 45 – Beechcraft und ATR gehören zur Geschichte.
Zusammenfassung
- Amelia erkennst du weniger an einem bestimmten Flughafen als am Muster: Embraer-Regionaljet mit französischem Kennzeichen, Rufzeichen AMELIA oder ein Flug unter fremder Flugnummer.
- Spannend wird es, wenn ein ACMI-Flug unter Air-France- oder Air-Corsica-Flugnummer läuft – dann hilft nur der Blick auf Kennzeichen und ICAO-Code.
- Die eigene Linie Pau–Paris-Orly ist die planbarste Gelegenheit; Charter für Sportteams sorgen dagegen für überraschende Auftritte an Regionalflughäfen.
- Mit sieben Embraer 145 gehört Amelia zu den wenigen Airlines, die den ERJ 145 in Europa noch im Alltag einsetzen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Amelia?
Amelia nutzt den IATA-Code 8R und den ICAO-Code AIA, im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „AMELIA“. Die slowenische Schwestergesellschaft Amelia International, früher Aero4M, hat einen eigenen Betrieb mit dem ICAO-Code AEH.
Was hat Amelia mit Regourd Aviation zu tun?
Amelia ist der Markenname der Regourd-Aviation-Gruppe. Das Unternehmen wurde 1976 gegründet und tritt seit 2019 als Amelia auf – benannt nach der US-Flugpionierin Amelia Earhart. Regourd Aviation besteht als Name der Holding weiter.
Was bedeutet ACMI bei Amelia?
ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. Amelia stellt also ein komplettes Flugzeug samt Besatzung, Wartung und Versicherung, während der Auftraggeber die Flüge verkauft. Für dich heißt das: Auf der Anzeigetafel steht dann oft die Flugnummer einer anderen Airline. Mehr dazu im Artikel zum Wet-Lease.
Welche Flugzeuge fliegt Amelia?
Laut der Flottenübersicht von Amelia (Stand 2026) sind es 13 Flugzeuge: sieben Embraer 145 mit bis zu 50 Sitzen, ein Embraer 135 mit 37 Sitzen, der auch als Ambulanzflugzeug dient, zwei Embraer 190 mit 98 Sitzen, zwei Airbus A319 in Executive-Ausstattung und ein Learjet 45 für VIP- und Ambulanzflüge.
Fliegt Amelia noch Beechcraft oder ATR?
Nein, beide Familien sind Geschichte. In der früheren Flotte der Gruppe standen unter anderem eine Beechcraft 1900C, Dornier 228 sowie ATR 42 und ATR 72. ATR kam nach Angaben von Amelia im Jahr 2000 dazu, die Embraer 145 im Jahr 2010. Heute setzt Amelia im Regionalbereich nur noch auf Embraer.
Hat Amelia eigene Linienflüge?
Ja, aber nur wenige. Aktuell bewirbt Amelia die Verbindung Pau–Paris-Orly, laut Airline täglich und mit Anschlüssen über eine Partnerschaft mit Air France. Frühere Linien wie Rodez–Orly, Brive–Orly oder die Strecken ab Straßburg nach Amsterdam und München sind eingestellt.
Wo kann ich Amelia spotten?
Am planbarsten in Paris-Orly und Pau, wo die eigene Linie fliegt. Daneben tauchen Amelia-Jets bei ACMI-Einsätzen für andere Airlines und bei Chartern für Fußball- und Rugbyteams an vielen Flughäfen in Frankreich und Europa auf. Ein Blick auf den ICAO-Code AIA im Tracker hilft dir, die Flüge zu finden.
Amelia im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 135
Der kürzeste Jet der ERJ-Familie: Die ERJ 135 ist eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und T-Leitwerk – und die Basis für den Businessjet Legacy 600.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypBombardier Learjet 45/40
Der erste Learjet, den Bombardier komplett neu entwickelt hat: T-Leitwerk, zwei Delta-Fins unter dem Heck, Winglets und Honeywell-Triebwerke. So erkennst du Learjet 45, 45XR und die kürzere 40.
FlugzeugtypBeechcraft 1900D
19 Sitze, zwei PT6A, ein Buckel über der Kabine und kleine Flossen überall am Heck: Die Beechcraft 1900D ist der Zubringer-Turboprop, der Kanada, die USA und viele Inselnetze geprägt hat. So erkennst du sie.
Weitere Airlines
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
RegionalAir Corsica
Die Regionalairline der Insel Korsika: Sitz in Ajaccio, mehrheitlich im Besitz der Collectivité de Corse, mit ATR 72-600 und Airbus A320neo auf den Verbindungen nach Marseille, Nizza und Paris-Orly.
RegionalAir France Hop
Die Regionaltochter der Air France entstand 2013 aus Brit Air, Régional und Airlinair. Aus einem bunten Mix aus ATR, CRJ und Embraer ist inzwischen eine reine E170/E190-Flotte geworden, die unter Air-France-Flugnummern ab Paris-CDG und Lyon fliegt.
RegionalChalair Aviation
Kleine französische Regionalairline aus Caen: Turboprops von ATR und Beechcraft, subventionierte Linien zwischen Paris-Orly und Städten wie Aurillac, Brive und Castres – ein Motiv, das du nicht an jedem Flughafen bekommst.
RegionalTwin Jet
Französische Regionalairline aus Aix-en-Provence: seit 2001 in der Luft, mit einer reinen Flotte aus kleinen Beechcraft 1900D auf kleinen Strecken in Frankreich und nach Italien.
RegionalAerovías DAP
Die Regionalairline vom Ende der Welt: Aerovías DAP fliegt ab Punta Arenas nach Feuerland, Puerto Williams und Balmaceda – und im Südsommer mit vierstrahligen Jumbolinos auf die Antarktis-Insel King George.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen Paris-Orly
Der zweite große Pariser Flughafen: knapp 35 Millionen Passagiere, strenge Nachtruhe und ein Deckel für die Flugbewegungen, seit 2026 mit Transavia France als wichtigster Airline – und mit Air Caraïbes, French Bee und Corsair die Adresse für französische Langstrecke in die Überseegebiete.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
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