Das Wichtigste in Kürze
- Die Learjet 45 ist der erste komplett neu konstruierte Learjet der Bombardier-Ära: vorgestellt 1992, Erstflug 1995, Auslieferungen ab 1998.
- Schnellster Erkennungsweg: Delta-Fins unter dem Heck, Winglets ohne Tiptanks, Honeywell-Triebwerke am Heck und ein Rumpf von knapp 18 Metern.
- Die Learjet 40 ist eine verkürzte 45 mit rund 60 Zentimetern weniger Rumpf und kleinerer Kabine.
- Die XR-Versionen bringen stärkere TFE731-20BR-Triebwerke und mehr Startgewicht, sehen von außen aber gleich aus.
- Im Tracking-Dienst trennst du die Varianten über LJ45 und LJ40; zwischen 45 und 45XR hilft nur das Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Learjet 45?
- 2.Ein Learjet aus dem Bombardier-Baukasten
- 3.Learjet 45, 45XR, 40 oder 40XR?
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.Verwechslungsgefahr: andere Learjets und die Konkurrenz
- 6.Wer die Learjet 45 einsetzt
- 7.Wo du die Learjet 45 in Europa antriffst
- 8.Fototipps speziell für die Learjet 45
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Bombardier (Learjet-Sparte), Endmontage in Wichita, Kansas |
|---|---|
| Klasse | Leichter bis mittlerer Businessjet |
| Varianten | Learjet 45, 45XR, 40, 40XR (Weiterentwicklung: Learjet 75) |
| ICAO-Typcodes | LJ45 (45/45XR), LJ40 (40/40XR) |
| Vorstellung | September 1992 |
| Erstflug | 7. Oktober 1995 (Learjet 45), Ende August 2002 (Learjet 40, umgebauter 45-Prototyp) |
| FAA-Zulassung | September 1997 nach FAR Part 25 (Learjet 45), Juli 2003 (Learjet 40), Juni 2004 (Learjet 45XR) |
| Indienststellung | 1998 (Learjet 45), Januar 2004 (Learjet 40) |
| Zulieferer | Flügel von de Havilland Canada, Rumpf und Leitwerk von Shorts in Belfast |
| Triebwerke | 2 × Honeywell TFE731-20AR, je rund 15,6 kN (XR-Versionen: TFE731-20BR) |
| Länge | rund 17,7 m (45/45XR), rund 16,9 m (40/40XR) |
| Spannweite | rund 14,6 m |
| Höhe | rund 4,3 m |
| Passagiere | bis zu 9 (Learjet 45), typischerweise 6 bis 7 (Learjet 40) |
| Max. Startgewicht | rund 9,3 t (45), rund 9,75 t (45XR), rund 9,2 t (40) |
| Reichweite | rund 2.100 nm (45, vier Passagiere), rund 1.850 nm (40) |
| Reisegeschwindigkeit | rund Mach 0,81 |
| Dienstgipfelhöhe | 51.000 ft |
| Produktion | 1995 bis 2012 (45/45XR), 2002 bis 2013 (40/40XR) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei kleine, schräg nach unten zeigende Delta-Fins unter dem Heck – ein Markenzeichen der späteren Learjets
- Steil stehende, klassisch aufgesetzte Winglets statt Tiptanks an den Flügelspitzen
- T-Leitwerk und zwei Honeywell-Triebwerke seitlich am Heck
- Spitze, lange Nase und schlanker Rumpf von knapp 18 Metern (Learjet 45) bzw. knapp 17 Metern (Learjet 40)
- Learjet 40: gleiche Optik wie die 45, aber sichtbar kürzerer Rumpf mit weniger Kabinenfenstern
- Im Tracking als LJ45 oder LJ40 geführt – die ältere Learjet 60 läuft als LJ60, die 75 als LJ75
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Jet mit T-Leitwerk rollt zum General-Aviation-Vorfeld, an den Flügelspitzen stehen Winglets, und unter dem Heck ragen zwei kleine Flossen schräg nach unten: Sehr wahrscheinlich hast du eine Learjet 45 oder ihre kürzere Schwester, die Learjet 40, vor dir. Sie ist der erste Learjet, den Bombardier nach der Übernahme des Herstellers von Grund auf neu entworfen hat. Hier erfährst du, wie du die Varianten trennst, sie von Learjet 35, 60 und 75 unterscheidest und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
LJ45 im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede Learjet-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und baust dir deine Businessjet-Sammlung auf. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Learjet 45?
Die Learjet 45 ist ein zweistrahliger Businessjet zwischen Leicht- und Mittelklasse. Je nach Ausstattung nimmt sie bis zu neun Passagiere auf, und die Kabine gilt für ein Flugzeug dieser Größe als geräumig. Mit rund 2.100 nautischen Meilen Reichweite bei vier Passagieren deckt sie praktisch alle Strecken innerhalb Europas ab.
Die Vorgeschichte: Der kanadische Konzern Bombardier kaufte die traditionsreiche Learjet Corporation aus Wichita im Jahr 1990. Die erste Neuentwicklung danach, die Learjet 60, war noch eine gestreckte Learjet 55. Die Learjet 45 dagegen war eine komplette Neukonstruktion – Nachschlagewerke bezeichnen sie als ersten wirklich neuen Learjet seit dem Urmodell Learjet 23. Bombardier stellte das Projekt im September 1992 vor.
Den Erstflug legte Learjet bewusst auf ein symbolträchtiges Datum: Am 7. Oktober 1995 hob die 45 ab – auf den Tag genau 32 Jahre nach dem Erstflug der Learjet 23 im Jahr 1963. Die Zulassung durch die US-Behörde FAA folgte im September 1997, und zwar nach den strengen Regeln für Transportflugzeuge (FAR Part 25). 1998 gingen die ersten Maschinen an Kunden. Dazu kam die Zulassung der europäischen JAA, im Oktober 2004 erhielt der Typ außerdem die Freigabe für den Steilanflug auf den Flughafen London City.
Ein Learjet aus dem Bombardier-Baukasten
Typisch für die Learjet 45 ist die Arbeitsteilung im damals jungen Bombardier-Konzern. Die Flügel kamen von de Havilland Canada in Toronto, Rumpf und Leitwerk von Shorts in Belfast. In Wichita, Kansas, wo Learjet seit den 1960er-Jahren sitzt, liefen Endmontage, Ausstattung, Testflüge und Zulassung zusammen. Das Prinzip kennst du von den großen Bombardier-Typen: Auch bei Challenger 300 und Global-Familie arbeiteten mehrere Werke des Konzerns zusammen.
Technisch brachte die 45 einige Neuerungen in die Learjet-Linie:
- Glascockpit: ein Honeywell Primus 1000 mit vier großen Bildschirmen, digitalem Autopiloten und einem Warn- und Anzeigesystem für Triebwerke und Crew (EICAS). Die ersten Maschinen hatten Röhrenbildschirme, später gab es LCD-Nachrüstungen.
- Neuer Flügel: leicht gepfeilt mit rund 13 Grad und auf hohe Reisegeschwindigkeit ausgelegt.
- Hilfsturbine (APU): Mit der eingebauten APU kann die 45 am Boden Strom selbst erzeugen – für Betreiber an kleinen Plätzen ein echter Vorteil. Die spätere Learjet 40 verzichtet darauf.
- Triebwerke: zwei Honeywell TFE731-20 mit je rund 15,6 kN Startschub. Mehr zum Triebwerkshersteller steht auf der Seite zu Honeywell Aerospace.
Ganz reibungslos lief der Start nicht. Die frühen Maschinen hatten mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Im August 2003 legte die FAA die gesamte Flotte für rund einen Monat still, nachdem ein fehlerhaftes Befestigungsteil am Höhenleitwerk entdeckt worden war. Spätere Berichte bescheinigen dem Typ eine deutlich verbesserte Zuverlässigkeit.
Learjet 45, 45XR, 40 oder 40XR?
2002 stellte Bombardier die verkürzte Learjet 40 vor, 2004 folgte die leistungsgesteigerte Learjet 45XR. Beide teilen Flügel, Leitwerk, Cockpit und Systeme mit dem Basismodell.
| Merkmal | Learjet 45 | Learjet 45XR | Learjet 40 / 40XR |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | LJ45 | LJ45 | LJ40 |
| Erstflug / Zulassung | 1995 / 1997 | FAA-Freigabe Juni 2004 | 2002 / 2003 |
| Länge | ca. 17,7 m | ca. 17,7 m | ca. 16,9 m |
| Triebwerk | TFE731-20AR | TFE731-20BR | -20AR (40), -20BR (40XR) |
| Max. Startgewicht | ca. 9,3 t | ca. 9,75 t | ca. 9,2 t (40) |
| Passagiere | bis 9 | bis 8 (mehr Beinfreiheit) | typisch 6 bis 7 |
| Reichweite | ca. 2.100 nm | je nach Quelle unterschiedlich angegeben | ca. 1.850 nm |
Die Learjet 40 ist rund 60 Zentimeter kürzer als die 45. Den Prototyp baute Learjet aus einem umgebauten 45-Versuchsträger, der Ende August 2002 erstmals in dieser Form flog. Die FAA-Zulassung kam im Juli 2003, weniger als elf Monate nach dem Erstflug, und im Januar 2004 ging der Typ in Dienst. Zu den ersten Betreibern gehörte der Fractional-Anbieter Flexjet. Bombardier positionierte die 40 als günstigeren Einstieg unterhalb der 45; nach gängigen Angaben wurden bis 2013 rund 130 Exemplare gebaut.
Die 45XR bekam die stärkeren TFE731-20BR-Triebwerke und darf rund 1.000 Pfund (etwa 450 Kilogramm) schwerer starten. Das bringt vor allem bei Hitze und auf hoch gelegenen Flugplätzen mehr Leistung. Die FAA genehmigte das Paket im Juni 2004, die europäische Zulassung folgte im Dezember 2004. Bestehende 45 ließen sich per Servicebulletin umrüsten. Analog dazu stellte Bombardier im Herbst 2004 die Learjet 40XR vor, die ab 2006 in Dienst ging.
Praxis-Tipp: Varianten über das Kennzeichen klären
Zwischen 45 und 45XR sowie zwischen 40 und 40XR gibt es keinen sicheren äußeren Unterschied. Lies das Kennzeichen ab und schlag es in einer Datenbank nach – mit Planetrack ordnest du die Sichtung dann direkt der richtigen Variante zu.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Learjets sehen sich auf den ersten Blick ähnlich: spitze Nase, T-Leitwerk, Triebwerke am Heck. Mit drei Prüfschritten kommst du trotzdem schnell zur 45 oder 40.
Flügelspitzen ansehen
Hängen dort runde Zusatztanks, ist es eine ältere Learjet wie die 35. Die 45 hat stattdessen aufgesetzte, steil stehende Winglets. Neigen sich die Winglets deutlich nach außen, spricht das eher für eine Learjet 75.
Unter das Heck schauen
Zwei kleine, V-förmig nach unten abstehende Flossen – die Delta-Fins – sind das Familienmerkmal der späteren Learjets. Sie fehlen bei den meisten anderen Businessjets dieser Größe, etwa bei Citations oder der Phenom 300.
Länge und Typcode prüfen
Knapp 18 Meter sprechen für die 45, knapp 17 Meter für die 40. Bestätige im Tracking-Dienst: LJ45 oder LJ40. Die ähnlich große Learjet 60 läuft als LJ60.
Was hinter den vierstelligen Codes steckt, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt. Wie sich Winglet-Formen grundsätzlich unterscheiden, zeigt Winglets, Sharklets und Raked Wingtips erkennen.
Verwechslungsgefahr: andere Learjets und die Konkurrenz
Innerhalb der Learjet-Familie liegen die Unterschiede oft im Detail. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Learjet-Familie
Learjet 45 oder 40
Winglets ohne Tiptanks, Delta-Fins und Honeywell-TFE731-Triebwerke ergeben das 45er-Bild. Die Rumpflänge oder der Code LJ40 zeigt dir, ob es die kürzere Learjet 40 ist.
Learjet 35/36
Tiptanks an den Flügelspitzen sind das Kennzeichen der klassischen Learjets aus der Zeit vor Bombardier. Mehr dazu auf der Seite zur Learjet 35/36.
Learjet 60
Die Learjet 60 hat ebenfalls Winglets und Delta-Fins, fliegt aber mit Pratt-&-Whitney-Canada-Triebwerken und geht auf die ältere Learjet 55 zurück. Den Unterschied bestätigt am sichersten der Code LJ60.
Learjet 75
Die Learjet 75 ist die modernisierte 45XR mit stärkeren Triebwerken, Garmin-Cockpit und geneigten Winglets im Stil der Global-Familie.
Außerhalb der Learjet-Familie liegen die häufigsten Verwechslungen bei Jets ähnlicher Größe. Die Cessna Citation XLS hat ein Kreuzleitwerk mit dem Höhenruder unterhalb der Flossenspitze und einen geraden, ungepfeilten Flügel. Die Embraer Phenom 300 erkennst du am stark nach hinten gepfeilten T-Leitwerk und den großen Fenstern, die Hawker 800XP an ihrem dickeren Rumpf und der Lufteinlass-Hutze an der Seitenflosse. Einen Überblick über alle großen Businessjet-Familien gibt der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.
Es spricht für die Learjet 45/40, wenn …
- zwei Delta-Fins schräg unter dem Heck sitzen
- steil stehende Winglets statt Tiptanks die Flügel abschließen
- das Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse sitzt
- im Tracking-Dienst LJ45 oder LJ40 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Winglets leicht nach außen geneigt wirken – dann kommt die Learjet 75 infrage
- die Triebwerksgondeln auffällig groß sind – das passt eher zur Learjet 60
- du die Maschine nur im Gegenlicht von unten siehst
Es ist keine Learjet 45/40, wenn …
- runde Tanks an den Flügelspitzen hängen
- das Höhenleitwerk auf halber Höhe der Seitenflosse sitzt
- die Kabine deutlich breiter und bauchiger wirkt, wie bei einer Challenger 300
Wer die Learjet 45 einsetzt
Die Learjet 45 ist ein Arbeitstier der Geschäftsluftfahrt. Charter- und Managementfirmen schätzen sie wegen der für ihre Klasse geräumigen Kabine, Ambulanzbetreiber wegen Reichweite, Tempo und des ebenen Kabinenbodens. Daneben flogen und fliegen Exemplare bei Regierungen und Luftstreitkräften. Das irische Air Corps nutzte eine Learjet 45 für VIP- und Regierungsflüge, und Airlines wie Singapore Airlines und Cathay Pacific bestellten den Typ in einer Ausführung für die Pilotenausbildung.
Die Produktion lief in mehreren Wellen. Im Juni 2006 ging die dreihundertste Learjet 45 an ihren Kunden, bis Ende 2010 waren es mehr als 500. Gängige Nachschlagewerke nennen insgesamt rund 640 gebaute Exemplare der 45-Reihe. 2012 präsentierte Bombardier mit der Learjet 75 eine überarbeitete 45XR mit Garmin-Cockpit und stärkeren Triebwerken, die das Basismodell ablöste. Im Februar 2021 kündigte der Konzern schließlich das Ende der gesamten Learjet-Fertigung an; die letzte Learjet 75 wurde im März 2022 ausgeliefert. Damit ist die Learjet 45 heute ein Gebrauchtflugzeug-Klassiker – aber einer, den du noch regelmäßig siehst.
Flotten verändern sich
Gerade ältere Learjet 45 wechseln häufig den Besitzer, das Land und damit auch das Kennzeichen. Verlass dich nicht auf ältere Betreiberlisten, sondern prüf die aktuelle Zulassung über das Kennzeichen.
Wie alt eine bestimmte Maschine ist und wer sie gerade betreibt, findest du mit dem Guide Flugzeugalter herausfinden. Wie du ein Flugzeug über sein Kennzeichen oder seinen Hex-Code live verfolgst, steht in Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Nie wieder eine Learjet verpassen
Setz die LJ45 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Learjet 45 in Europa antriffst
Businessjets fliegen ohne festen Linienflugplan. Die Learjet 45 taucht deshalb dort auf, wo viel Geschäftsreise-, Charter- und Ambulanzverkehr herrscht. Im deutschsprachigen Raum und den Nachbarländern sind das vor allem diese Flughäfen:
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | Eines der größten Businessjet-Drehkreuze Europas |
| Zürich | mittel bis hoch | Viel Geschäftsreiseverkehr, besonders rund um das WEF im Januar |
| Salzburg | mittel, saisonal | Wintersaison und Festspielsommer bringen viele Privatjets |
| München und Wien | mittel | Messen und Konferenzen, dazu Ambulanzflüge |
| Paris-Le Bourget | hoch | Reiner Geschäftsflughafen, alle zwei Jahre Paris Air Show |
Am Flughafen Genf hast du von der Aussichtsterrasse einen guten Blick auf das Vorfeld; was du sonst wissen musst, steht im Planespotting-Guide für Genf. In Zürich ist der Butzenbüel ein Klassiker für Landungen, in Salzburg die Besucherterrasse direkt am Vorfeld. Und der Flughafen Paris-Le Bourget ist ohnehin ein Pflichtziel für alle, die Businessjets sammeln.
Weitere Tipps, wie du kleine Jets gezielt erwischst, findest du in Businessjets spotten und General Aviation spotten. Wie selten eine Learjet 45 im Vergleich zu anderen Typen ist, hilft dir der Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? einzuordnen.
Bereit für deine Learjet-Session?
- Ich habe einen Tracking-Filter auf LJ45 und LJ40 gesetzt.
- Ich weiß, wo am Flughafen das Vorfeld für Geschäftsflieger liegt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zu deiner Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Fototipps speziell für die Learjet 45
Die Learjet 45 ist mit knapp 18 Metern Länge ein kleines Motiv. Sie rollt oft weit weg auf dem General-Aviation-Vorfeld und ist im Anflug schnell vorbei. Ein paar Punkte helfen.
Mehr Brennweite einplanen
Wo dir für eine A320 noch 200 Millimeter reichen, brauchst du für eine Learjet deutlich mehr, um sie formatfüllend abzubilden. Ein Telezoom bis 400 oder 500 Millimeter ist hier Gold wert.
Delta-Fins sichtbar machen
Die Flossen unter dem Heck sind das Erkennungsmerkmal. Im leichten Untersichtwinkel im Anflug oder schräg von hinten beim Rollen kommen sie am besten zur Geltung.
Kennzeichen mitnehmen
Weil 45 und 45XR gleich aussehen, ist das Kennzeichen dein wichtigstes Beweisstück. Mach im Zweifel eine zusätzliche, enger geschnittene Aufnahme vom Heck.
Licht im Rücken
Viele Businessjets sind weiß lackiert. Mit flachem Licht von hinten behältst du die Zeichnung in der hellen Lackierung und vermeidest ausgefressene Flächen.
Wann das Licht an deinem Spot passt, rechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot vorab aus. Ist ein Kennzeichen auf dem Foto zu klein geraten, hilft dir der Beitrag Unlesbares Kennzeichen ermitteln weiter.
Fazit
Die Learjet 45 markiert den Neuanfang von Learjet unter Bombardier: neuer Flügel, Glascockpit, Hilfsturbine und eine für ihre Größe geräumige Kabine. Mit Delta-Fins, Winglets ohne Tiptanks und kompakten Honeywell-Triebwerken ist sie leicht von älteren Learjets zu unterscheiden. Ihre verkürzte Schwester Learjet 40 und die Nachfolgerin Learjet 75 machen die Familie komplett – und auch nach dem Produktionsende sind sie an Europas Businessjet-Flughäfen regelmäßig zu sehen.
Kurzfazit
Delta-Fins unterm Heck, steile Winglets, knapp 18 Meter Länge: Das ist die Learjet 45. Wer sie gezielt sucht, filtert nach LJ45 und LJ40 und plant Flughäfen mit viel Geschäftsreiseverkehr wie Genf, Zürich oder Salzburg ein.
Zusammenfassung
- Bombardier hatte Learjet 1990 übernommen und stellte die Learjet 45 im September 1992 als erstes komplett neues Modell vor.
- Die Arbeit verteilte sich auf drei Länder: Flügel aus Kanada, Rumpf und Leitwerk aus Nordirland, Endmontage in Wichita.
- 2002 folgte die verkürzte Learjet 40, 2004 die leistungsgesteigerte 45XR; 2012 löste die äußerlich ähnliche Learjet 75 die 45XR ab.
- Charterfirmen, Ambulanzbetreiber und Regierungen nutzen den Typ bis heute – an Businessjet-Flughäfen ist er ein regelmäßiger Gast.
Häufige Fragen
Warum gilt die Learjet 45 als erster echter Bombardier-Learjet?
Bombardier übernahm Learjet 1990. Die kurz darauf erstmals geflogene Learjet 60 war noch eine gestreckte Weiterentwicklung der Learjet 55. Die Learjet 45 dagegen war eine Neukonstruktion mit eigenem Flügel, neuem Rumpf und modernem Glascockpit, entwickelt im Bombardier-Verbund mit Werken in Kanada, Nordirland und den USA.
Welche ICAO-Typcodes haben Learjet 45 und Learjet 40?
Die Learjet 45 und die 45XR laufen unter LJ45, die Learjet 40 und die 40XR unter LJ40. Ob eine 45 die XR-Ausführung ist, verrät der Code nicht. Dafür schlägst du das Kennzeichen in einer Datenbank nach.
Wie unterscheide ich Learjet 45 und Learjet 40?
Am Rumpf: Die 40 ist rund 60 Zentimeter kürzer, ihre Kabine hat entsprechend weniger Fenster. Flügel, Leitwerk, Triebwerke und Delta-Fins sind identisch. Ohne Vergleichsbild ist das schwer zu sehen, deshalb lohnt der Blick auf den Typcode im Tracking-Dienst.
Was ist der Unterschied zwischen Learjet 45 und 45XR?
Die XR-Version bekam Honeywell-Triebwerke vom Typ TFE731-20BR und darf rund 450 Kilogramm schwerer starten. Das verbessert vor allem die Leistung bei Hitze und auf hoch gelegenen Plätzen. Die FAA genehmigte das Paket im Juni 2004. Äußerlich gibt es keinen verlässlichen Unterschied.
Wie unterscheide ich die Learjet 45 von der Learjet 75?
Die Learjet 75 baut auf der 45XR auf und hat dieselben Maße. Auffälligster Unterschied sind die nach außen geneigten Winglets, deren Form von der Global-Familie übernommen wurde. Die 45 hat steiler stehende Winglets. Im Tracking steht LJ75 statt LJ45.
Wird die Learjet 45 noch gebaut?
Nein. Die 45XR wurde 2012 von der Learjet 75 abgelöst, die Learjet 40 lief um 2013 aus. Bombardier kündigte im Februar 2021 das Ende der gesamten Learjet-Produktion an, die letzte Learjet 75 wurde im März 2022 ausgeliefert. Die vorhandenen Maschinen fliegen aber weiter und werden von Bombardier betreut.
Wo sehe ich in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Learjet 45?
An Flughäfen mit Geschäftsreise- und Ambulanzverkehr. Gute Chancen hast du in Genf, Zürich, Salzburg oder München, dazu an Plätzen mit großer Charterszene. Einen festen Flugplan haben Businessjets nicht – ein Tracking-Filter auf LJ45 und LJ40 zeigt dir, ob gerade eine im Anflug ist.
Bombardier Learjet 45/40 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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