Das Wichtigste in Kürze
- Air Corsica ist die Regionalairline Korsikas mit Sitz in Ajaccio und gehört mehrheitlich der Collectivité de Corse.
- Codes: IATA XK, ICAO CCM, Rufzeichen „CORSICA“.
- Die Flotte ist zweigeteilt: ATR 72-600 für kürzere und schwächer gefragte Strecken, Airbus A320neo und A320ceo für die großen Linien.
- Rückgrat sind die Verbindungen mit Gemeinwohlauftrag zwischen den vier korsischen Flughäfen und Marseille, Nizza sowie Paris-Orly.
- Air Corsica war 2019 der erste französische Betreiber des Airbus A320neo.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air Corsica im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Das Netz: Korsika und das Festland
- 4.Die Flotte: ATR 72-600 und Airbus A320
- 5.Kennzeichen und Flugzeugnamen
- 6.Woran du Air Corsica erkennst
- 7.ATR 72-600 richtig fotografieren
- 8.Geschichte: von CCM zu Air Corsica
- 9.Air Corsica auf dem Festland spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | XK |
|---|---|
| ICAO-Code | CCM |
| Rufzeichen | CORSICA |
| Drehkreuze | AJA, BIA |
| Geschäftsmodell | Regionalairline mit Fokus auf die Verbindungen zwischen Korsika, dem französischen Festland und Nachbarländern |
| Sitz | Flughafen Ajaccio Napoléon Bonaparte, Korsika |
| Gegründet | 1989 als Compagnie Corse Méditerranée (CCM), erste Flüge im Juni 1990 |
| Frühere Namen | Compagnie Corse Méditerranée, ab 2000 CCM Airlines, seit Anfang der 2010er-Jahre Air Corsica |
| Eigentümer | Mehrheitlich die Collectivité de Corse (Gebietskörperschaft Korsika), dazu die Air-France-Gruppe als Minderheitsaktionär |
| Korsische Flughäfen | Ajaccio (AJA), Bastia (BIA), Calvi (CLY) und Figari (FSC) |
| Allianz | keine; Codeshares mit Air France und ITA Airways, Vielfliegerprogramm Flying Blue |
| Flotte (laut Air Corsica) | ATR 72-600 mit 72 Sitzen, Airbus A320neo und A320ceo mit 186 Sitzen |
| Besonderheit | Erster französischer Betreiber des Airbus A320neo (Dezember 2019) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Corsica?
- Logo mit der Tête de Maure, dem Kopf mit Stirnband aus der korsischen Flagge
- Schriftzug „Air Corsica“ am Rumpf
- Nur zwei Familien: ATR 72-600 als Turboprop und Airbus A320 als Jet
- Französische Kennzeichen mit F-, bei vielen neueren Maschinen in der Reihe F-HXK.
- Viele Flugzeuge tragen korsische Ortsnamen wie „U Monte Cintu“ oder „A Paglia Orba“
- Flugnummer mit XK, auf Trackern meist mit dem ICAO-Code CCM
Wer im Sommer in Marseille, Nizza oder Paris-Orly am Zaun steht, sieht sie zwischen den großen Namen immer wieder: eine ATR 72 oder ein A320 mit der Tête de Maure im Logo. Air Corsica ist keine große Airline, aber eine mit klarem Auftrag – sie verbindet Korsika mit dem Festland, das ganze Jahr über und in jeder Saison. Für Spotter ist sie spannend, weil die kleine Flotte überschaubar ist, viele Maschinen eigene Namen tragen und du sie mit etwas Planung vollständig sammeln kannst.
Die ganze Inselflotte im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Air-Corsica-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Corsica im Überblick
Air Corsica ist die Regionalairline der Mittelmeerinsel Korsika. Ihr Sitz liegt direkt am Flughafen Ajaccio Napoléon Bonaparte, Stützpunkte hat sie an allen vier Flughäfen der Insel. Die Mehrheit der Anteile hält die Collectivité de Corse, also die Gebietskörperschaft der Insel. Größter weiterer Anteilseigner ist die Air-France-Gruppe mit einer Minderheitsbeteiligung.
Gegründet wurde das Unternehmen 1989 auf Initiative der korsischen Regionalversammlung – damals unter dem Namen Compagnie Corse Méditerranée, kurz CCM. Im Juni 1990 hob die erste Maschine ab: eine ATR 72, die Ajaccio und Bastia mit Nizza verband. Ab Ende 2000 trat die Airline als CCM Airlines auf, Anfang der 2010er-Jahre folgte der heutige Name Air Corsica. Das alte Kürzel lebt bis heute im ICAO-Code CCM weiter – mehr zum System dahinter im Guide IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Laut eigenen Angaben befördert Air Corsica rund zwei Millionen Fluggäste pro Jahr und beschäftigt über 700 Menschen unbefristet. Gemessen an der Größe der Insel ist das eine beachtliche Rolle: Ein großer Teil des ganzjährigen Luftverkehrs von und nach Korsika läuft über diese eine Airline.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code XK: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code CCM: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen CORSICA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Bei Codeshares solltest du genau hinsehen: Air Corsica arbeitet eng mit Air France zusammen, und manche Flüge tragen zusätzlich eine AF-Flugnummer. Auf Strecken nach Italien gibt es außerdem einen Codeshare mit ITA Airways. Wie solche Doppelnummern funktionieren, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt. Welche Airline wirklich fliegt, zeigt dir wie immer der ICAO-Code im Tracker – steht dort CCM, sitzt eine Air-Corsica-Crew im Cockpit.
Das Netz: Korsika und das Festland
Der Kern von Air Corsica sind die Verbindungen zwischen den vier korsischen Flughäfen und drei großen Festlandsflughäfen:
| Korsischer Flughafen | IATA | Lage | Festlandsziele mit Gemeinwohlauftrag |
|---|---|---|---|
| Ajaccio Napoléon Bonaparte | AJA | Westküste, Hauptsitz | Marseille, Nizza, Paris-Orly |
| Bastia-Poretta | BIA | Nordosten | Marseille, Nizza, Paris-Orly |
| Calvi-Sainte-Catherine | CLY | Nordwesten, Balagne | Marseille, Nizza, Paris-Orly |
| Figari Sud-Corse | FSC | Süden | Marseille, Nizza, Paris-Orly |
Diese Strecken unterliegen in Frankreich einem besonderen Regime: Weil Korsika eine Insel ist, garantiert der Staat zusammen mit der Gebietskörperschaft eine Mindestanbindung, die auch im Winter gilt. Air Corsica nennt zwölf solcher Strecken, auf denen sie diesen öffentlichen Auftrag erfüllt. Für dich als Spotter heißt das: In Marseille, Nizza und Paris-Orly siehst du Air Corsica das ganze Jahr.
Daneben fliegt die Airline eine Reihe von ganzjährigen und saisonalen Zielen. Dazu gehören unter anderem Lyon, Toulouse, Clermont-Ferrand, Dole und Brüssel-Charleroi sowie italienische Städte wie Rom, Mailand und Florenz. Für den Sommer 2026 hat Air Corsica ihr Netz nach verfügbaren Angaben zusätzlich um Saisonstrecken nach München, Wien und Rennes erweitert. Gerade diese Saisonstrecken ändern sich aber regelmäßig – verlass dich nicht auf den Flugplan des Vorjahres.
Air Corsica in Deutschland
Im Sommer 2026 flog Air Corsica nach verfügbaren Angaben auch nach München. Solche Saisonverbindungen fliegen oft nur an einzelnen Wochentagen. Schau vorher in den Flugplan und plane den Spot nach Betriebsrichtung und Sonnenstand. Mit Planetrack siehst du Wind und aktive Pisten am Flughafen und planst mit dem Sonnenstand-Planer die beste Position. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: ATR 72-600 und Airbus A320
Air Corsica setzt auf nur zwei Flugzeugfamilien. Das macht die Flotte übersichtlich – und gibt dir eine klare Aufgabe: Turboprop oder Jet?
| Typ | Sitze (laut Air Corsica) | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| ATR 72-600 | 72 | Kürzere Strecken, z. B. nach Nizza und Marseille, Zubringer in Italien, Airbus-Shuttle | Hochdecker mit zwei Propellern, hohes T-Leitwerk |
| Airbus A320neo | 186 | Nachfragestarke Linien, etwa nach Paris-Orly | Große Triebwerke, Air Corsica war 2019 Erstbetreiber in Frankreich |
| Airbus A320ceo | 186 | Wie die neo, ergänzend | Kleinere, schlankere Triebwerke |
Laut Unternehmensangaben umfasst die Flotte sieben ATR 72-600, vier Airbus A320neo und zwei A320ceo. Je nach Saison und Leasing kann sich die Zahl leicht verschieben, 2026 kam nach verfügbaren Angaben eine weitere A320ceo dazu. Für die ceo nennen manche Quellen auch 180 statt 186 Sitze. Die Turboprops kommen vom französisch-italienischen Hersteller ATR aus Toulouse, die Jets von Airbus.
Die ATR 72 begleitet Air Corsica seit dem allerersten Flug 1990. Über die Jahre folgten mehrere Generationen; ab Ende 2005 wurde die Turboprop-Flotte mit der ATR 72-500 erneuert, heute fliegt ausschließlich die aktuelle Version -600. Die Jet-Geschichte begann 1992 mit der Fokker 100, ab 2002 übernahmen A319 und später A320. Im Dezember 2019 erhielt Air Corsica ihre erste A320neo – als erste Airline in Frankreich.
Nur noch eine ATR fehlt?
Setz die fehlende Maschine auf deine Wunschliste und richte einen Sichtungs-Alarm für ihr Kennzeichen ein – Planetrack meldet dir, wenn sie im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Kennzeichen und Flugzeugnamen
Air Corsica ist eine dankbare Airline zum Sammeln, weil die Flotte klein ist und jede Maschine eine eigene Identität hat. Zwei Details helfen dir beim Zuordnen:
- Die Kennzeichen-Reihe F-HXK.: Viele neuere Flugzeuge sind in dieser Reihe registriert, etwa F-HXKA, F-HXKE oder F-HXKZ. Die Buchstaben XK sind kein Zufall – sie entsprechen dem IATA-Code der Airline. Einige ältere A320 tragen dagegen andere Kennzeichen aus der französischen F-H-Serie.
- Korsische Namen: Die Maschinen tragen Namen von Bergen, Küsten und Landschaften der Insel, zum Beispiel „U Monte Cintu“ nach dem höchsten Berg Korsikas, „A Paglia Orba“ oder „A riserva di Scandola“ nach dem bekannten Naturschutzgebiet an der Westküste. Eine ATR heißt passend zu ihrem Einsatz „La Liaison“.
Wie französische Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind und was das Präfix verrät, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Typ bestimmen
Propeller oder Jet? Damit weißt du sofort, ob es eine ATR 72-600 oder ein A320 ist.
Generation prüfen
Beim Airbus verraten die Triebwerke, ob du eine neo oder eine ceo vor dir hast.
Kennzeichen lesen
F-HXK. plus ein Buchstabe – das identifiziert die einzelne Maschine.
Name notieren
Der korsische Name am Rumpf ist ein schönes Detail für deine Sammlung und hilft beim späteren Sortieren.
Woran du Air Corsica erkennst
Das wichtigste Erkennungszeichen ist die Tête de Maure: der dunkle Kopf mit weißem Stirnband, der auch die korsische Flagge ziert. Air Corsica hat dieses Symbol Anfang der 2010er-Jahre in ihr Logo übernommen. Dazu kommt der Schriftzug „Air Corsica“ am Rumpf. Viele Flugzeuge tragen außerdem thematische Bemalungen, etwa im Rahmen der Kampagne „Ambizione 2030“ oder zum Gedenkjahr „Paoli 2025“ für den korsischen Nationalhelden Pasquale Paoli. Solche Abweichungen vom Standard lohnen sich – wie du sie systematisch aufspürst, zeigt der Artikel Special Liveries finden.
Auch der Typ hilft beim Einordnen. Eine ATR 72-600 ist an Festlandsflughäfen wie Nizza oder Orly zwischen vielen Jets eher die Ausnahme. Wenn du in Marseille oder Nizza einen Turboprop mit französischem Kennzeichen siehst, ist Air Corsica eine der naheliegenden Kandidatinnen. Ältere ATR-Versionen findest du im aktuellen Air-Corsica-Bestand nicht mehr. Regionalflugzeuge siehst du in Frankreich aber auch im Umfeld von Air France, etwa bei HOP! – im Zweifel hilft das Kennzeichen.
Achtung Verwechslung
Auf vielen Korsika-Strecken fliegen auch andere Airlines, etwa Air France, Transavia France oder Volotea. Wer nur den Rumpf im Gegenlicht erwischt, kann später Mühe beim Zuordnen haben. Mach deshalb immer auch ein Bild, auf dem das Kennzeichen lesbar ist.
ATR 72-600 richtig fotografieren
Turboprops stellen dich vor eine eigene Herausforderung: die Propeller. Mit einer zu kurzen Belichtungszeit frierst du die Blätter ein, und die ATR sieht aus, als würde sie mit stehenden Propellern fliegen. Mit einer etwas längeren Verschlusszeit entsteht dagegen die typische Propellerscheibe, die Bewegung zeigt. Wie du die richtige Zeit findest, ohne das Flugzeug selbst zu verwackeln, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Ein zweiter Punkt ist die Unterscheidung zur Konkurrenz: ATR 72, ATR 42 und Dash 8 sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Die ATR erkennst du am hohen T-Leitwerk und an der Rumpfform – Details zeigt der Artikel Turboprops unterscheiden. Für die Airbus-Jets der Flotte hilft dir der Guide A320neo oder ceo? weiter.
Das spricht für die A320neo
- Sehr große, runde Triebwerksgondeln
- Triebwerke ragen weit vor die Flügelvorderkante
- Auf Trackern meist als A20N geführt (siehe ICAO-Typcodes)
Das spricht für die A320ceo
- Kleinere, schlankere Triebwerke
- Triebwerke sitzen kompakter unter dem Flügel
- Auf Trackern meist als A320 geführt
Geschichte: von CCM zu Air Corsica
Die Geschichte von Air Corsica ist eng mit der französischen Inlandsluftfahrt verbunden. Ab Mitte der 1990er-Jahre kooperierte CCM mit Air Inter, der damaligen französischen Inlandsairline, die 1997 in Air France aufging. Als 2004 die Regionalairline Air Littoral verschwand, übernahm CCM deren Verbindungen von Calvi und Figari nach Marseille und Nizza.
Die wichtigsten Stationen im Überblick:
- 1989: Gründung als Compagnie Corse Méditerranée auf Initiative der korsischen Regionalversammlung.
- 1990: Erste Flüge im Juni mit der ATR 72, zunächst von Ajaccio und Bastia nach Nizza.
- 1992: Mit der Fokker 100 kommt der erste Jet in die Flotte.
- 2000: Die Airline tritt als CCM Airlines auf.
- Ab 2002: Airbus A319 und später A320 ersetzen die Fokker 100.
- Anfang der 2010er: Umbenennung in Air Corsica und neues Logo mit der Tête de Maure.
- 2019: Start des Airbus-Shuttles „La Liaison“ im Juni, erste A320neo im Dezember.
- 2020er: Turboprop-Flotte komplett mit der ATR 72-600 und Ausbau des Netzes nach Italien und Mitteleuropa.
Mit der heutigen Air-France-KLM-Gruppe ist Air Corsica über eine Minderheitsbeteiligung und Kooperationen verbunden, bleibt aber eine eigenständige Airline mit korsischer Mehrheit.
Air Corsica auf dem Festland spotten
Die beste Chance auf Air Corsica hast du an den drei Festlandsflughäfen mit ganzjähriger Verbindung. Jeder hat seinen eigenen Charakter:
- Nizza: Kurze Flugzeit nach Korsika, viele ATR-Umläufe und eine spektakuläre Lage am Meer. Hier siehst du besonders oft die Turboprops.
- Marseille: Ebenfalls stark mit der Insel verbunden, ein guter Ort für ATR und A320 im Wechsel.
- Paris-Orly: Hier dominieren die Airbus, denn auf den langen Strecken nach Paris braucht Air Corsica mehr Sitze.
Im Sommer verdichtet sich der Verkehr deutlich, weil viele Urlauber auf die Insel wollen. Dann fliegt Air Corsica auch Ziele an, die im Winter ruhen. Außerhalb Frankreichs bieten Saisonverbindungen etwa nach Italien, Belgien, Österreich oder Deutschland seltene Chancen. Wenn du in Frankreich unterwegs bist, lies vorher den Guide zum Fotografieren an französischen Flughäfen.
Gute Chancen auf Air Corsica, wenn …
- du in Nizza, Marseille oder Paris-Orly spottest
- Sommer ist und die Inselverbindungen verdichtet sind
- du morgens und am späten Nachmittag die Umläufe abpasst
Prüf es vorher, wenn …
- du an einem Saisonziel wie Lyon, Toulouse oder München spotten willst
- du nach Flugplänen aus dem Vorjahr planst
Eher kein Air-Corsica-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine Verbindung nach Korsika hat und keine Saisonstrecke im Plan steht
Mehr zur Rolle kleiner Inselairlines im europäischen Luftverkehr liest du im Überblick Regionalairlines in Europa.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. In Frankreich gelten teils eigene Regeln – informier dich vorher.
Häufige Verwechslungen
- Air Corsica für eine Air-France-Tochter halten – Mehrheitseigner ist die Collectivité de Corse, Air France ist nur Minderheitsaktionär und Partner.
- Den ICAO-Code CCM nicht zuordnen können – er stammt aus der Zeit der Compagnie Corse Méditerranée.
- Jeden Air-Corsica-Airbus für eine neo halten – in der Flotte fliegen auch A320ceo; entscheidend sind die Triebwerke.
- Jede ATR in Nizza für Air Corsica halten – auch andere Airlines fliegen Turboprops; das Kennzeichen entscheidet.
- Codeshare-Flugnummer mit durchführender Airline gleichsetzen – eine AF-Flugnummer kann von Air Corsica geflogen werden.
Air Corsica im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Corsica ist die Lebensader zwischen Korsika und dem Festland – klein, aber mit festem Platz im Flugplan von Marseille, Nizza und Paris-Orly. Die Flotte aus ATR 72-600 und Airbus A320 ist überschaubar, die Kennzeichen-Reihe F-HXK. und die korsischen Flugzeugnamen machen das Sammeln besonders reizvoll. Wer im Sommer in Südfrankreich spottet, hat gute Chancen, die halbe Flotte an einem Wochenende zu erwischen.
Kurzfazit
Air Corsica (IATA XK, ICAO CCM) ist die Regionalairline Korsikas mit Sitz in Ajaccio. Sie fliegt ATR 72-600 und Airbus A320neo/ceo, verbindet die vier Inselflughäfen ganzjährig mit Marseille, Nizza und Paris-Orly und trägt die Tête de Maure im Logo.
Zusammenfassung
- Air Corsica erkennst du an der Tête de Maure im Logo und an einer kleinen, klar sortierten Flotte aus ATR 72-600 und Airbus A320.
- Auf dem Festland triffst du die Airline vor allem in Marseille, Nizza und Paris-Orly, dazu saisonal an weiteren französischen und europäischen Flughäfen.
- Die Kennzeichen vieler neuerer Maschinen beginnen mit F-HXK – die Buchstaben XK entsprechen dem IATA-Code der Airline.
- Im Sommer wächst das Netz deutlich; was außerhalb der Kernstrecken fliegt, ändert sich von Saison zu Saison.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Corsica?
Der IATA-Code ist XK, der ICAO-Code CCM. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „CORSICA“. Der ICAO-Code CCM erinnert an den alten Namen Compagnie Corse Méditerranée.
Gehört Air Corsica zu Air France?
Nein, nicht im Sinne einer Tochter. Mehrheitsaktionär ist die Collectivité de Corse, also die Gebietskörperschaft der Insel. Die Air-France-Gruppe hält eine Minderheitsbeteiligung. Beide Airlines arbeiten eng zusammen, etwa mit Codeshares und dem Vielfliegerprogramm Flying Blue, aber Air Corsica fliegt unter eigener Marke und eigenem Code.
Welche Flugzeuge fliegt Air Corsica?
Laut Air Corsica besteht die Flotte aus ATR 72-600 mit 72 Sitzen sowie Airbus A320neo und A320ceo mit 186 Sitzen. Die ATR fliegen vor allem kürzere Strecken wie nach Nizza oder Marseille, die Airbus die nachfragestarken Linien, etwa nach Paris-Orly. Die genaue Zahl der Flugzeuge schwankt je nach Saison und Leasingvertrag leicht.
Was sind die Strecken mit Gemeinwohlauftrag?
Frankreich garantiert die Anbindung Korsikas über besondere Verträge im öffentlichen Interesse. Laut Air Corsica erfüllt die Airline diese Aufgabe auf zwölf Strecken zwischen Ajaccio, Bastia, Calvi und Figari auf der einen sowie Marseille, Nizza und Paris-Orly auf der anderen Seite. Auf diesen Linien wird ganzjährig geflogen, auch wenn im Winter weniger Touristen unterwegs sind.
Wo kann ich Air Corsica außerhalb Korsikas spotten?
Am sichersten in Marseille, Nizza und Paris-Orly, weil diese Flughäfen das ganze Jahr mit allen vier korsischen Plätzen verbunden sind. Dazu kommen weitere Ziele wie Lyon, Toulouse, Brüssel-Charleroi oder Städte in Italien. Im Sommer 2026 flog Air Corsica nach verfügbaren Angaben auch saisonal nach München und Wien. Prüf vor einer Tour immer den aktuellen Flugplan.
Wie unterscheide ich A320neo und A320ceo bei Air Corsica?
Am Triebwerk: Die A320neo hat deutlich größere, rundere Triebwerksgondeln, die weit vor die Flügelvorderkante ragen. Die ältere A320ceo hat kleinere Triebwerke. Auf Trackern läuft die neo meist als A20N, die ceo als A320.
Was ist „La Liaison“?
So heißt ein Pendelverkehr, den Air Corsica seit 2019 für Airbus zwischen dessen Standorten Toulouse, Nantes und Saint-Nazaire fliegt. Anfangs kam dort eine ATR 42 zum Einsatz, inzwischen eine ATR 72-600, die sogar den Namen „La Liaison“ trägt. Diese Maschine kannst du deshalb auch fernab von Korsika erwischen.
Air Corsica im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
Weitere Airlines
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
RegionalAir France Hop
Die Regionaltochter der Air France entstand 2013 aus Brit Air, Régional und Airlinair. Aus einem bunten Mix aus ATR, CRJ und Embraer ist inzwischen eine reine E170/E190-Flotte geworden, die unter Air-France-Flugnummern ab Paris-CDG und Lyon fliegt.
NetzwerkAir Inter
Historische französische Inlandsairline (1954–1997) mit Basis in Paris-Orly. Air Inter flog Caravelle, war einziger Betreiber der Dassault Mercure, setzte früh auf A300 und A320 und ging 1997 vollständig in Air France auf.
RegionalAir Littoral
Historische französische Regionalairline aus Montpellier. Air Littoral begann 1972 mit einer Islander, brachte die ATR 42 als Erstkunde in den Liniendienst, flog zuletzt CRJ100 und ATR 42-500 und wurde im Februar 2004 eingestellt.
Low-CostTransavia France
Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.
Low-CostVolotea
Die spanische Low-Cost-Airline der Vueling-Gründer: Direktflüge zwischen mittelgroßen Städten in Frankreich, Italien und Spanien, eine reine Flotte aus Airbus A319 und A320 – und der Werksshuttle für Airbus.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Marseille Provence
Südfrankreichs Tor zum Mittelmeer liegt in Marignane am Ufer des Étang de Berre: zwei Parallelbahnen, ein neues Terminal 1, eine starke Low-Cost-Basis – und gleich nebenan der Hauptsitz von Airbus Helicopters mit Hubschraubern im Testbetrieb.
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