Azerbaijan Airlines

Die staatliche Airline Aserbaidschans fliegt ab Baku mit Boeing 787-8, Airbus-A320-Familie und Embraer 190 nach Europa, Asien und in den Nahen Osten – auch nach Berlin und Wien.

Auch bekannt als: AZAL · Azərbaycan Hava Yolları · Azerbaijan Airlines CJSC · Buta Airways (frühere Low-Cost-Marke) · J2

AserbaidschanAserbaidschanNetzwerk-AirlinesIATA: J2ICAO: AHY10 Min. Lesezeit

J2

IATA-Code

AHY

ICAO-Code

GYD

Drehkreuz Baku

4K-

Kennzeichen-Präfix

Das Wichtigste in Kürze

  • Azerbaijan Airlines (AZAL) ist die staatliche Airline Aserbaidschans mit Sitz und Drehkreuz in Baku.
  • Codes: IATA J2, ICAO AHY, Rufzeichen „AZAL“.
  • Die Flotte ist gemischt: Boeing 787-8 für die Langstrecke, Airbus A319, A320, A320neo und A321neo sowie Embraer 190 für kürzere Strecken.
  • Keine Allianz, aber Codeshares mit Airlines wie Austrian, Lufthansa und Turkish Airlines.
  • Im deutschsprachigen Raum fliegt AZAL nach Berlin (BER) und seit Mai 2023 nach Wien.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Azerbaijan Airlines im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Buta Airways: die Low-Cost-Episode
  4. 4.Die Flotte: 787 für die Langstrecke, Airbus für Europa
  5. 5.Staatsflugzeuge im Umfeld von AZAL
  6. 6.Woran du AZAL erkennst
  7. 7.Netz und Partner
  8. 8.Flug J2 8243: der Absturz bei Aktau
  9. 9.AZAL im deutschsprachigen Raum spotten
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeJ2
ICAO-CodeAHY
RufzeichenAZAL
DrehkreuzeGYD
GeschäftsmodellStaatliche Netzwerk-Airline (Flag Carrier) mit Drehkreuz Baku
SitzBaku, Aserbaidschan
Gegründet1992, hervorgegangen aus der aserbaidschanischen Abteilung von Aeroflot
EigentümerStaat Aserbaidschan (über die Holding AZCON)
DrehkreuzHeydar Aliyev International Airport Baku (GYD)
Allianzkeine; Codeshares u. a. mit Austrian Airlines, Lufthansa, Turkish Airlines und Qatar Airways
FlottentypenBoeing 787-8, Airbus A319, A320, A320neo und A321neo, Embraer 190, dazu Boeing 767-300ER und ältere Langstreckentypen
KennzeichenMeist 4K- (Aserbaidschan), ein Teil der Flotte mit VP-B (Bermuda)
Ehemalige TochterButa Airways (Low-Cost-Marke 2017–2023, in AZAL aufgegangen)

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Azerbaijan Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Schriftzug „Azerbaijan Airlines“ am Rumpf
  • Kennzeichen meist mit 4K-, oft als 4K-AZ… aufgebaut
  • Viele Flugzeuge tragen Namen aserbaidschanischer Städte und Regionen, etwa „Shirvan“ oder „Gazakh“
  • Flugnummer beginnt mit J2, auf dem Tracker steht AHY
  • Langstrecke mit Boeing 787-8, Europa-Verkehr meist mit Airbus A320-Familie
  • Ein Teil der Flotte, darunter Embraer 190, ist mit VP-B (Bermuda) registriert

Azerbaijan Airlines gehört zu den Airlines, die du in Mitteleuropa nicht jeden Tag siehst – und genau das macht sie interessant. Die staatliche Airline Aserbaidschans verbindet Baku am Kaspischen Meer mit Europa, Asien und dem Nahen Osten. Ihre Flotte reicht von der Boeing 787-8 über die Airbus-A320-Familie bis zur Embraer 190, dazu kommen ältere Typen, die nach und nach verschwinden. Hier erfährst du, wie du AZAL sicher zuordnest und wo du sie im deutschsprachigen Raum vor die Linse bekommst.

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Azerbaijan Airlines im Überblick

Azerbaijan Airlines, kurz AZAL, ist die nationale Airline Aserbaidschans und gehört dem Staat, gebündelt über die Holding AZCON. Sitz und einziges Drehkreuz ist Baku. Ihre Wurzeln liegen in der Sowjetzeit: Nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand AZAL 1992 aus der aserbaidschanischen Abteilung von Aeroflot und übernahm deren Flugzeuge – vor allem sowjetische Muster.

Die erste Phase war von genau diesen Typen geprägt. Das wichtigste Arbeitspferd war lange die Tupolew Tu-154, die AZAL erst 2013 endgültig ausmusterte. Im Frachtgeschäft flog die damalige Tochter AZAL Avia Cargo, gegründet 1996, unter anderem mit der Iljuschin Il-76. Diese Sparte ist später wieder in der Muttergesellschaft aufgegangen. Den großen Teil der Fracht ab Baku erledigen heute andere Airlines im Land, allen voran Silk Way West Airlines.

In den 2000er-Jahren wandte sich AZAL westlichen Herstellern zu. Die Airline bestellte bei Boeing und Airbus, seit 2006 läuft der Flugbetrieb über die neu gegründete Azerbaijan Airlines CJSC. Ein Meilenstein war der Dezember 2014: Am 23. und 24. Dezember übernahm AZAL ihre ersten beiden Boeing 787-8 und führte mit ihnen eine Premium-Economy-Klasse ein.

J2IATA-Code in der Flugnummer
AHYICAO-Code auf dem Tracker
4K-Kennzeichen-Präfix Aserbaidschans

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code J2: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und im Flugplan des Flughafens.
  • ICAO-Code AHY: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen AZAL: so meldet sich die Crew im Funk – identisch mit dem Kürzel der Airline.

Während AHY gut zum aserbaidschanischen Namen Azərbaycan Hava Yolları passt, ist J2 eine Kombination aus Buchstabe und Ziffer ohne erkennbaren Bezug zum Namen. Warum Codes oft so wenig mit dem Namen zu tun haben, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen findest du im Beitrag Callsign oder Flugnummer?.

Tracker richtig filtern

Suchst du AZAL auf einem Flugtracker, filtere nach AHY statt nach J2. Damit siehst du alle Flüge, die AZAL selbst durchführt – auch dann, wenn sie bei Partnern unter Codeshare-Flugnummern verkauft werden. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Buta Airways: die Low-Cost-Episode

Ende 2016 kündigte AZAL eine eigene Low-Cost-Marke an. Der erste Anlauf unter dem Namen AZALJet hielt sich nur rund ein Jahr, dann übernahm Buta Airways. Die Marke flog mit Embraer-Jets, eigener Bemalung und eigenen Tarifen. Ab Januar 2018 ging es mit einer wöchentlichen Verbindung nach Sofia auch nach Europa.

Im Juli 2023 kündigte AZAL an, Buta wieder in die Hauptmarke einzugliedern, im Oktober 2023 war der Schritt vollzogen. Für Spotter heißt das: Fotos mit Buta-Bemalung sind heute historische Dokumente. Die Embraer selbst fliegen weiter – nun als AZAL. Ein Teil der AZAL-Flotte trägt übrigens kein aserbaidschanisches, sondern ein Kennzeichen aus Bermuda mit dem Präfix VP-B, etwa die Embraer 190 „Fuzuli“ mit dem Kennzeichen VP-BRV; auf Fotos tauchen VP-B-Kennzeichen auch an A320neo und 787 auf.

Schriftzug prüfen

„Azerbaijan Airlines“ oder AZAL am Rumpf zeigt die Airline – alte Fotos mit Buta-Optik ordnest du separat ein.

Kennzeichen lesen

4K- steht für Aserbaidschan, VP-B für Bermuda. Beide kommen in der AZAL-Flotte vor.

Tracker abgleichen

Der ICAO-Code AHY bestätigt, dass AZAL den Flug durchführt und keine andere Airline aus Baku.

Taufnamen notieren

Viele AZAL-Flugzeuge haben Namen von Städten und Regionen – ein schönes Extra für dein Logbuch.

Die Flotte: 787 für die Langstrecke, Airbus für Europa

Die AZAL-Flotte ist bunter als bei vielen Airlines vergleichbarer Größe. Das liegt an ihrer Geschichte: Mehrere Bestellwellen bei Boeing, Airbus und Embraer haben sich überlagert, dazu kommt die ehemalige Buta-Flotte. Gleichzeitig ist die Flotte im Umbau. Öffentlich zugängliche Flottenübersichten (Stand Ende 2025) zeichnen ungefähr dieses Bild:

Typ Rolle Status Spotter-Hinweis
Boeing 787-8 Langstrecke im Einsatz seit Dezember 2014, weitere bestellt Mit Business, Premium Economy und Economy; das Aushängeschild der Airline
Airbus A320 und A319 Kurz- und Mittelstrecke im Einsatz Ältere Generation mit kleineren Triebwerken
Airbus A320neo Kurz- und Mittelstrecke im Einsatz, weitere bestellt Neueste Generation der Schmalrumpfflotte
Airbus A321neo Mittelstrecke im Einsatz Längster Typ der Airbus-Schmalrumpfflotte bei AZAL
Embraer 190 Regional- und Kurzstrecke im Einsatz Teils aus der Ex-Buta-Flotte, teils mit VP-B-Kennzeichen
Boeing 767-300ER Langstrecke und Staatsflüge kleine Teilflotte Ein Exemplar fliegt laut Übersichten für die Regierung
Boeing 757-200 früher Mittelstrecke laut Übersichten seit 2024 abgestellt Heute praktisch nicht mehr im Linienverkehr
Airbus A340-500 früher Langstrecke Auslaufmodell AZAL gehörte zu den letzten Betreibern dieser seltenen Version

Die Boeing 787-8 ist der Typ, den die meisten Spotter mit AZAL verbinden. Schon 2007 hatte die Airline drei Exemplare bei Boeing bestellt; die ersten beiden kamen Ende 2014 nach Baku. Später folgten weitere Bestellungen, mit denen die Langstreckenflotte wächst und ältere Typen ersetzt. Wie du die 787 von ihrer großen Konkurrentin unterscheidest, steht im Artikel A350 oder Boeing 787?.

Im Europa-Verkehr triffst du vor allem auf die A320-Familie. Dass AZAL sowohl ältere A320 als auch die neuere A320neo fliegt, ist eine schöne Übung fürs Auge: Die neo erkennst du an den deutlich größeren Triebwerken. Alle Merkmale fasst der Guide A320neo oder ceo? zusammen. Und wer A319, A320 und A321 noch verwechselt, findet Hilfe unter A320-Familie unterscheiden.

Auf Bestelllisten taucht außerdem die russische Irkut MC-21 auf. Ob und wann sie bei AZAL tatsächlich fliegt, ist offen – rechne für deine Spotting-Planung nicht damit.

Die AZAL-787 auf die Wunschliste

Mit Planetrack setzt du die AZAL-787 auf deine Wunschliste und richtest Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Staatsflugzeuge im Umfeld von AZAL

Eine Besonderheit für Spotter mit Hang zu Exoten: AZAL betreibt neben der Linienflotte auch Flugzeuge für die Regierung Aserbaidschans. In Flottenübersichten tauchen dabei VIP-Maschinen wie ein Airbus ACJ319, eine A340-600 und eine Boeing 777-200LR mit VIP-Kabine auf. Solche Flugzeuge folgen keinem Linienflugplan, sondern kommen zu Staatsbesuchen, Gipfeln und Konferenzen.

Wenn eine aserbaidschanische Delegation zu einem Gipfel in Europa reist, lohnt es sich deshalb, auf Kennzeichen mit 4K- zu achten. Wie du solche Besuche erkennst und was am Spot zu beachten ist, liest du im Guide Regierungsflugzeuge spotten.

Achtung Verwechslung

Nicht jedes Flugzeug mit 4K-Kennzeichen gehört zu AZAL. Auch Silk Way West Airlines und Silk Way Airlines sind in Aserbaidschan registriert. Prüf deshalb immer den Schriftzug und den ICAO-Code, bevor du die Sichtung zuordnest.

Woran du AZAL erkennst

Das verlässlichste Merkmal ist nicht die Bemalung, sondern das Kennzeichen. Aserbaidschanische Flugzeuge tragen das Präfix 4K-, bei AZAL häufig in der Form 4K-AZ mit zwei Ziffern dahinter. Am Rumpf steht der Schriftzug „Azerbaijan Airlines“.

Ein schönes Detail sind die Taufnamen. Viele AZAL-Flugzeuge sind nach Städten und Regionen Aserbaidschans benannt – etwa die A320 „Shirvan“ (4K-AZ80) oder die A319 „Gazakh“ (4K-AZ05). Wer seine Sichtungen sorgfältig dokumentiert, kann diese Namen gleich mit festhalten. Mehr zum Thema findest du im Beitrag über Taufnamen von Flugzeugen, und wie ein Kennzeichen aufgebaut ist, erklärt Flugzeugkennzeichen verstehen.

Typische AZAL-Merkmale

  • Kennzeichen mit 4K-, oft 4K-AZ…
  • Schriftzug „Azerbaijan Airlines“ am Rumpf
  • Taufname einer aserbaidschanischen Stadt oder Region
  • Auf dem Tracker als AHY geführt

Hier lieber zweimal hinschauen

  • VP-B-Kennzeichen: kann trotzdem AZAL sein (Bermuda-Registrierung)
  • 4K-Frachter mit Silk-Way-Schriftzug gehören nicht zu AZAL
  • Buta-Bemalung auf älteren Fotos: heute nicht mehr im Einsatz
  • VIP-Jets ohne klassische Liniennutzung

Netz und Partner

Von Baku aus fliegt AZAL nach Europa, in die Türkei, in den Nahen Osten, nach Zentralasien und weiter nach Asien. In Europa gehören unter anderem London, Paris, Mailand, Genf, Prag und Sofia zum Netz, dazu saisonale Ferienziele. Das Drehkreuz in Baku liegt rund 20 Kilometer nordöstlich der Stadt und hat zwei lange Pisten; das moderne Terminal 1 ging im April 2014 in Betrieb.

Einer Allianz gehört AZAL nicht an. Stattdessen arbeitet die Airline mit zahlreichen Partnern über Codeshares zusammen, darunter Austrian Airlines, Lufthansa, Turkish Airlines, Qatar Airways, airBaltic und Uzbekistan Airways. Was hinter Codeshares steckt, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt.

In der Region konkurriert AZAL mit anderen Airlines aus dem Kaukasus und Zentralasien, etwa Air Astana oder Georgian Airways. Wer sich für diese Ecke der Luftfahrt interessiert, findet bei allen dreien spannende Flotten.

Flug J2 8243: der Absturz bei Aktau

Am 25. Dezember 2024 verlor AZAL eine Embraer 190 mit dem Kennzeichen 4K-AZ65 und dem Namen „Gusar“. Das Flugzeug war auf dem Weg von Baku nach Grosny in Russland, wurde im Anflug von Splittern einer russischen Flugabwehrrakete getroffen und stürzte nach dem Flug über das Kaspische Meer nahe Aktau in Kasachstan ab. 38 der 67 Menschen an Bord kamen ums Leben, 29 überlebten.

Russland räumte im Oktober 2025 ein, dass eine eigene Flugabwehrrakete das Flugzeug getroffen hatte. AZAL hatte nach dem Unglück zahlreiche Verbindungen nach Russland ausgesetzt. Für das Netz der Airline war das ein deutlicher Einschnitt, der zeigt, wie stark politische Krisen den Flugplan in dieser Region beeinflussen.

AZAL im deutschsprachigen Raum spotten

In Deutschland fliegt AZAL nach Berlin Brandenburg, früher war Berlin-Tegel das Ziel. In Österreich kam im Mai 2023 Wien dazu, und mit Genf gibt es auch ein Ziel in der Schweiz. Meist setzt AZAL auf diesen Strecken Flugzeuge der A320-Familie ein. Weil es nur wenige Umläufe pro Woche oder Tag gibt, ist jede Sichtung ein kleiner Glücksfall – und lohnt sich besonders für Spotter, die gezielt seltene Airlines sammeln.

Gute Chancen auf AZAL, wenn …

  • du in Berlin oder Wien spottest und J2-Flüge im aktuellen Plan stehen
  • du den Flug vorher mit dem ICAO-Code AHY auf dem Tracker verfolgst
  • ein Gipfel oder Staatsbesuch mit Beteiligung Aserbaidschans ansteht

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken und Frequenzen ändern sich
  • du auf einen bestimmten Typ wie die 787 hoffst

Eher kein AZAL-Tag, wenn …

  • dein Flughafen keine Verbindung nach Baku hat und auch keine Sonderflüge angekündigt sind

Plane die Sichtung möglichst genau: Schau in den Flugplan, prüf die Betriebsrichtung und such dir einen Spot, an dem das Licht zur Ankunftszeit passt. Wann die Bedingungen am besten sind, erklärt der Artikel Die beste Tageszeit fürs Planespotting.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und bei Staatsbesuchen gelten oft zusätzliche Einschränkungen. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • J2 für einen Ländercode halten – J2 ist eine reine Airline-Kennung der IATA.
  • Jedes 4K-Kennzeichen AZAL zuordnen – auch Silk Way West und Silk Way Airlines fliegen mit 4K-.
  • VP-B als „fremde“ Airline abtun – ein Teil der AZAL-Flotte ist in Bermuda registriert.
  • Buta Airways für aktiv halten – die Marke ist seit Oktober 2023 in AZAL aufgegangen.
  • A320 und A320neo gleichsetzen – AZAL fliegt beide Generationen, die Triebwerke verraten den Unterschied.
  • VIP-Jets als Linienflugzeuge notieren – Staatsflugzeuge folgen keinem regulären Flugplan.

AZAL im Blick behalten

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Fazit

Azerbaijan Airlines ist eine Airline für Spotter, die gern genauer hinschauen. Hinter dem Kürzel AZAL steckt eine staatliche Netzwerk-Airline mit sowjetischen Wurzeln, einer gemischten Flotte aus Boeing, Airbus und Embraer und einer kurzen Low-Cost-Episode unter dem Namen Buta. Im deutschsprachigen Raum ist sie selten, aber planbar – vor allem in Berlin und Wien.

Kurzfazit

Azerbaijan Airlines (IATA J2, ICAO AHY) ist die Flag Carrier Aserbaidschans mit Drehkreuz Baku. Auf der Langstrecke fliegt die Boeing 787-8, in Europa meist die A320-Familie. Das Kennzeichen 4K- und der Taufname helfen dir bei der sicheren Zuordnung.

Zusammenfassung

  • AZAL erkennst du am sichersten am Kennzeichen-Präfix 4K- und am ICAO-Code AHY auf dem Tracker.
  • Die zwei Boeing 787-8 sind seit Dezember 2014 das Aushängeschild; im Europa-Verkehr dominiert die A320-Familie.
  • Die frühere Low-Cost-Marke Buta Airways ist seit Oktober 2023 Geschichte, ihre Embraer fliegen jetzt für AZAL.
  • Die Flotte befindet sich im Umbau: Ältere Typen wie Boeing 757 und Airbus A340-500 verschwinden, neue Airbus- und Boeing-Jets kommen dazu.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Azerbaijan Airlines?

Der IATA-Code ist J2, der ICAO-Code AHY. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „AZAL“ – dem Kürzel, unter dem die Airline auch im Alltag bekannt ist.

Wofür steht AZAL?

AZAL ist die gängige Abkürzung von Azerbaijan Airlines, auf Aserbaidschanisch Azərbaycan Hava Yolları. Das Kürzel taucht im Rufzeichen und im Namen des Vielfliegerprogramms „AZAL Miles“ auf.

Gehört AZAL zu einer Allianz?

Nein. AZAL ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen über Codeshare-Abkommen mit Partnern wie Austrian Airlines, Lufthansa, Turkish Airlines, Qatar Airways, airBaltic oder Uzbekistan Airways zusammen.

Welche Flugzeuge fliegt AZAL?

Auf der Langstrecke setzt AZAL die Boeing 787-8 ein, von der die ersten beiden Exemplare im Dezember 2014 nach Baku kamen. Auf Kurz- und Mittelstrecke fliegen Airbus A319, A320, A320neo und A321neo, dazu Embraer 190 aus der früheren Buta-Flotte. Ältere Typen wie Boeing 757-200, Boeing 767-300ER und Airbus A340-500 spielen im Linienverkehr nur noch eine kleine oder gar keine Rolle mehr. Prüf aktuelle Zahlen immer in einer tagesaktuellen Flottenliste.

Fliegt Azerbaijan Airlines nach Deutschland?

Ja. In Deutschland fliegt AZAL nach Berlin Brandenburg (BER), früher nach Berlin-Tegel. Seit Mai 2023 kommt Wien als Ziel in Österreich dazu. Weitere europäische Ziele sind unter anderem London, Paris, Mailand, Genf und Prag. Flugpläne ändern sich – schau vor dem Spotten in den aktuellen Plan.

Was war Buta Airways?

Buta Airways war die Low-Cost-Marke von AZAL. Sie startete nach einem kurzlebigen Vorläufer namens AZALJet und flog mit Embraer-Jets, eigener Bemalung und eigenen Tarifen, ab Januar 2018 auch nach Europa. Im Juli 2023 kündigte AZAL die Zusammenführung an; seit Oktober 2023 gibt es nur noch die Marke AZAL.

Was ist mit Flug J2 8243 passiert?

Am 25. Dezember 2024 stürzte eine Embraer 190 von AZAL (4K-AZ65) auf dem Weg von Baku nach Grosny nahe Aktau in Kasachstan ab. 38 der 67 Menschen an Bord starben. Das Flugzeug war im russischen Luftraum von Splittern einer Flugabwehrrakete getroffen worden; Russland räumte das im Oktober 2025 ein. AZAL setzte danach zahlreiche Verbindungen nach Russland aus.

Wo kann ich AZAL im deutschsprachigen Raum spotten?

Am ehesten in Berlin Brandenburg und in Wien. Dort landen meist Flugzeuge der A320-Familie. Weil AZAL nur wenige Umläufe am Tag fliegt, lohnt sich ein Blick in den Flugplan oder auf einen Flugtracker mit dem Filter auf AHY.

Azerbaijan Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 787-8 Dreamliner

Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A320neo

Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A321neo

Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Embraer E190

Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.

Flugzeugtyp

Airbus A340-500

Mehr als 18 Stunden nonstop von Newark nach Singapur: Die A340-500 war der Ultralangstrecken-Spezialist der 2000er. Nur 34 Exemplare wurden ausgeliefert – so erkennst du den seltenen Vierstrahler und erfährst, wo die Maschinen heute stecken.

Flugzeugtyp

Boeing 767-300ER

Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.

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