Das Wichtigste in Kürze
- Die F-14 ist der bekannteste Schwenkflügeljäger der Welt – ein Computer passte die Pfeilung im Flug automatisch an die Geschwindigkeit an.
- Ihre Aufgabe war die Flottenverteidigung: Mit dem Radar AWG-9 und der Langstreckenrakete AIM-54 Phoenix sollte sie Bomber weit vor dem Trägerverband abfangen.
- Die US Navy hat die Tomcat 2006 ausgemustert; verbliebene Flugzeuge wurden größtenteils verschrottet, um Ersatzteile nicht in falsche Hände geraten zu lassen.
- Einziger Exportkunde war Iran – ob dort Stand Oktober 2026 noch flugfähige Tomcats existieren, ist unklar.
- Deine realistische Chance auf eine F-14 sind Museen in den USA, etwa das Intrepid in New York, das Udvar-Hazy Center oder Pima in Tucson.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die F-14 Tomcat?
- 2.Entstehung: aus dem Scheitern der F-111B
- 3.Die Technik: Schwenkflügel, AWG-9 und Phoenix
- 4.Woran du die Tomcat erkennst
- 5.Einsätze: vom Golf von Sidra bis Afghanistan
- 6.Abschied 2006 – und warum fast alle Tomcats verschwanden
- 7.Die iranischen Tomcats
- 8.Top Gun: wie die Tomcat zum Filmstar wurde
- 9.Wo du die F-14 heute siehst
- 10.Fototipps für Tomcats im Museum
- 11.Tomcat in Planetrack festhalten
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Grumman Aerospace (seit 1994 Teil von Northrop Grumman) |
|---|---|
| Rolle | Trägergestützter Abfangjäger und Flottenverteidiger, später auch Jagdbomber und Aufklärer |
| Besatzung | 2 (Pilot und Radar Intercept Officer, hintereinander) |
| Varianten | F-14A, F-14B (ex F-14A+), F-14D |
| Erstflug | 21. Dezember 1970 |
| Indienststellung | 1974 (US Navy) |
| Außerdienststellung US Navy | September 2006, letzter Flug am 4. Oktober 2006 |
| Gebaute Exemplare | 712 (alle Versionen) |
| Triebwerke | F-14A: 2 × Pratt & Whitney TF30; F-14B/D: 2 × General Electric F110-GE-400 |
| Länge | rund 19,1 m |
| Spannweite | rund 19,5 m ausgefahren, rund 11,6 m zurückgeschwenkt |
| Höhe | rund 4,9 m |
| Flügelpfeilung | 20 bis 68 Grad im Flug, 75 Grad in Parkstellung |
| Max. Startgewicht | rund 33,7 t (F-14D) |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 2,34 in großer Höhe |
| Bewaffnung | 20-mm-Kanone M61 Vulcan, AIM-54 Phoenix, AIM-7 Sparrow, AIM-9 Sidewinder, später auch Bomben |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schwenkflügel: im Langsamflug weit ausgestreckt, im Schnellflug eng an den Rumpf gelegt, geparkt oft ganz nach hinten „überschwenkt“
- Zwei senkrechte Seitenleitwerke, die weit auseinander auf den Triebwerksgondeln sitzen
- Breiter, flacher Rumpfrücken zwischen den weit getrennten Triebwerken – der typische „Pfannkuchen“-Körper
- Lange Tandem-Cockpithaube mit zwei Sitzen hintereinander
- Große, eckige Lufteinläufe seitlich unter der Haube, weit vom Rumpf abgesetzt
- Bei F-14A lange, schmale Schubdüsen der TF30, bei F-14B und D kürzere Düsen der F110
- Bei der F-14D ein Doppel-Sensorgehäuse unter der Nase statt einer Einzelkapsel
Aktualisiert: Oktober 2026 – Kaum ein Kampfjet hat so viele Fans wie die Grumman F-14 Tomcat. Die Flügel, die sich im Flug nach hinten falten, das breite Heck mit den zwei Seitenleitwerken, die Besatzung aus Pilot und Radaroffizier – und natürlich Top Gun. Über drei Jahrzehnte schützte die Tomcat die Flugzeugträger der US Navy, 2006 war Schluss. Hier erfährst du, wie die F-14 funktioniert, woran du ihre Versionen unterscheidest und wo du heute noch vor einer stehst.
Tomcat im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Tomcat-Begegnung mit Foto, Typ, Kennung, Betreiber und Ort fest und hakst die F-14 in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die F-14 Tomcat?
Die F-14 ist ein zweistrahliger, zweisitziger Trägerjäger mit Schwenkflügeln. Gebaut wurde sie von Grumman auf Long Island, dem traditionellen Lieferanten der US-Marineflieger. Ihre Kernaufgabe hieß Flottenverteidigung: Sowjetische Langstreckenbomber mit Seezielflugkörpern sollten abgefangen werden, lange bevor sie einen Trägerverband erreichen. Dafür kombinierte die Tomcat ein sehr leistungsfähiges Radar mit einer Langstreckenrakete, die es so bei keinem anderen westlichen Jäger gab.
Vorn sitzt der Pilot, dahinter der Radar Intercept Officer, kurz RIO, der Radar und Waffen bedient. Im Bug steckt eine 20-Millimeter-Kanone M61 Vulcan. Unter dem Rumpf und an den festen Flügelwurzeln trägt die F-14 Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-54 Phoenix, AIM-7 Sparrow und AIM-9 Sidewinder. Ab den 1990er-Jahren kamen Bomben und Zielbehälter hinzu, was ihr den Spitznamen „Bombcat“ einbrachte.
Insgesamt entstanden 712 Tomcats. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Mach 2,34 in großer Höhe, die F-14D bringt es auf ein maximales Startgewicht von rund 33,7 Tonnen – ein echtes Schwergewicht unter den Jägern ihrer Zeit.
Entstehung: aus dem Scheitern der F-111B
Die Geschichte der Tomcat beginnt mit einem Fehlschlag. In den 1960er-Jahren sollten Air Force und Navy ein gemeinsames Kampfflugzeug bekommen, die General Dynamics F-111. Grumman war Partner für die Marineversion F-111B. Doch die Maschine wurde zu schwer und erfüllte die Anforderungen für den Trägereinsatz nicht. Im Mai 1968 stoppte der US-Kongress die Finanzierung.
Grumman hatte bereits an einem eigenen Entwurf gearbeitet und übernahm daraus vieles, was für die F-111B vorgesehen war: das Radar, die Phoenix-Rakete, die TF30-Triebwerke und das Schwenkflügel-Prinzip. Im Wettbewerb VFX setzte sich der Grumman-Entwurf im Januar 1969 gegen McDonnell Douglas durch. Die Navy verzichtete auf eine klassische Prototypenphase und ging direkt in die Serienentwicklung. Knapp zwei Jahre später, am 21. Dezember 1970, hob die erste F-14 ab.
Der Name ist eine Verbeugung vor Vizeadmiral Thomas F. Connolly, der sich nach dem Aus der F-111B für einen neuen Jäger starkgemacht hatte. Intern sprach man vom „Tom’s Cat“. Gleichzeitig passt der Kater zur Grumman-Tradition der Katzennamen, die mit Wildcat, Hellcat und Bearcat schon im Zweiten Weltkrieg begann.
1974 ging die Tomcat erstmals an Bord der USS Enterprise auf Einsatzfahrt. Sie löste bei der Navy die F-4 Phantom II als wichtigsten Jäger ab und flog gemeinsam mit dem Frühwarnflugzeug E-2 Hawkeye – ebenfalls ein Grumman-Produkt –, das ihr Ziele weit jenseits des eigenen Radarhorizonts lieferte.
Die Technik: Schwenkflügel, AWG-9 und Phoenix
Flügel, die mitdenken
Das Markenzeichen der Tomcat sind die verstellbaren Flügel. Ein Luftdatenrechner verstellte die Pfeilung im Flug automatisch zwischen 20 und 68 Grad – abhängig von der Machzahl, für das jeweils beste Verhältnis von Auftrieb zu Widerstand. Ausgestreckt sorgen die Flügel für niedrige Anfluggeschwindigkeiten bei der Trägerlandung und für gute Wendigkeit im Kurvenkampf. Zurückgeschwenkt erlauben sie hohe Überschallgeschwindigkeit. Der Pilot konnte die Automatik übersteuern.
Auf dem Trägerdeck ließen sich die Flügel noch weiter, auf 75 Grad, nach hinten legen. Dann überlappen sie die Höhenleitwerke, und die Tomcat braucht deutlich weniger Platz. Frühe Maschinen hatten zudem kleine ausfahrbare Flächen vorn in der Flügelwurzel, die bei hohem Tempo die Stabilität verbesserten. Sie wurden später wegen Gewicht und Aufwand stillgelegt.
Radar und Langstreckenrakete
Das Radar AWG-9 konnte bis zu 24 Ziele gleichzeitig verfolgen und sechs davon parallel bekämpfen. Seine Partnerin war die AIM-54 Phoenix, eine schwere Rakete für große Entfernungen. Bei einem Test im November 1973 feuerte eine F-14 sechs Phoenix innerhalb von 38 Sekunden auf mehrere Ziele ab – eine Vorführung, die damals kein anderes Waffensystem schaffte.
Die Triebwerksfrage
Die Achillesferse der frühen Tomcat waren die Pratt & Whitney TF30. Sie neigten bei hohem Anstellwinkel und schnellen Schubänderungen zu Verdichterabrissen und galten als zu schwach für das schwere Flugzeug. Erst die Versionen B und D erhielten mit dem General Electric F110-GE-400 ein deutlich stärkeres, zuverlässigeres Triebwerk.
F-14A
Die Grundversion mit TF30-Triebwerken und dem Großteil der Produktion. Rund 65 Maschinen trugen später den Aufklärungsbehälter TARPS.
F-14B
Zunächst als F-14A+ bezeichnet, mit F110-Triebwerken. 38 Maschinen wurden neu gebaut, 43 aus F-14A umgerüstet.
F-14D
Die Endausbaustufe mit F110, digitalem Radar und neuer Avionik. 37 neu gebaut, 18 umgerüstet. 1989 stoppte das Pentagon weitere Bestellungen.
Woran du die Tomcat erkennst
Eine F-14 ist eigentlich schwer zu verwechseln – wenn man weiß, worauf es ankommt. Gerade im Museum, wo die Flügel oft voll zurückgeschwenkt sind, wirkt die Silhouette aber ganz anders als im Flug.
Praxis-Tipp: der Rumpf-Test
Achte auf den breiten, flachen Rumpfrücken zwischen den weit auseinanderliegenden Triebwerken. Zusammen mit zwei senkrechten Seitenleitwerken und der langen Tandemhaube ist das Bild eindeutig – egal, wie die Flügel gerade stehen.
| Merkmal | F-14 Tomcat | F-15 Eagle | Panavia Tornado |
|---|---|---|---|
| Flügel | Schwenkflügel | starrer Flügel | Schwenkflügel |
| Seitenleitwerke | 2, senkrecht | 2, senkrecht | 1 |
| Besatzung | immer 2 | 1 oder 2 | 2 |
| Triebwerke | weit getrennt, flacher Rumpf dazwischen | eng beieinander | eng beieinander |
| Haupteinsatz | Trägerjäger der US Navy | Luftüberlegenheit, Air Force | Jagdbomber in Europa |
Die F-15 Eagle teilt die zwei senkrechten Seitenleitwerke und die kastenförmigen Einläufe, hat aber feste Flügel und eng beieinanderliegende Triebwerke. Der Panavia Tornado besitzt ebenfalls Schwenkflügel und zwei Mann Besatzung, hat aber nur ein einziges, großes Seitenleitwerk. Schwenkflügel siehst du auch bei Bombern wie der B-1B Lancer oder der Tu-160, die aber um ein Vielfaches größer sind.
Innerhalb der F-14-Familie helfen vor allem die Schubdüsen und die Nase: Die TF30 der F-14A haben lange, schlanke Düsen, die F110 der B und D sind kürzer und gedrungener. Die F-14D erkennst du zusätzlich am doppelten Sensorgehäuse unter dem Bug. Für die sichere Bestimmung im Museum hilft die Bureau Number, die sechsstellige Seriennummer der US Navy am Heck oder auf dem Hinweisschild.
Es spricht für die F-14, wenn …
- die Flügel verstellbar sind und zwei Seitenleitwerke das Heck prägen
- zwischen den Triebwerken ein breiter, flacher Rumpfrücken liegt
- eine lange Haube zwei Sitze hintereinander zeigt
- der Jet einen Fanghaken und kräftiges Trägerfahrwerk hat
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die Silhouette von unten bei gestreckten Flügeln siehst
- der Jet in einer Halle mit wenig Abstand steht und das Heck verdeckt ist
Es ist keine F-14, wenn …
- nur ein Seitenleitwerk vorhanden ist – dann eher ein Tornado
- die Flügel fest sind und die Triebwerke eng nebeneinanderliegen
- die Seitenleitwerke schräg nach außen geneigt sind wie bei der Hornet
Einsätze: vom Golf von Sidra bis Afghanistan
Ihre ersten Luftsiege für die US Navy erzielte die Tomcat am 19. August 1981 über dem Golf von Sidra vor Libyen. Im Januar 1989 schossen zwei Tomcats vor der libyschen Küste bei Tobruk erneut zwei libysche Jäger ab. Eine der damals beteiligten Maschinen steht heute im Udvar-Hazy Center.
Im Golfkrieg 1991 flog die F-14 vor allem Luftverteidigung und Aufklärung mit dem TARPS-Behälter. Danach wandelte sich ihre Rolle: Mit Zielbehältern und präzisionsgelenkten Bomben wurde die „Bombcat“ zum vielseitigen Jagdbomber. Tomcats gehörten im Oktober 2001 zu den ersten Maschinen über Afghanistan und flogen später im Irak. Den letzten Kampfeinsatz flog die F-14 im Februar 2006.
Abgelöst wurde sie bei der Navy durch die F/A-18E/F Super Hornet, die im Unterhalt als deutlich günstiger galt. Mehr zu deren Vorgängerin liest du bei der Legacy Hornet.
Abschied 2006 – und warum fast alle Tomcats verschwanden
Die letzten beiden Tomcat-Staffeln waren VF-31 „Tomcatters“ und VF-213 „Black Lions“. Am 28. Juli 2006 startete VF-31 zum letzten Mal von einem Träger, der USS Theodore Roosevelt. Im September folgte die offizielle Abschiedszeremonie in Oceana, Virginia. Am 4. Oktober 2006 flog eine F-14D von VF-31 zum allerletzten Mal – nach Long Island, nicht weit von dem Ort, an dem die Tomcat einst entstanden war.
Danach geschah etwas Ungewöhnliches: Statt die Maschinen in der Wüste einzulagern, ließ die Navy die meisten verbliebenen Tomcats zerlegen und schreddern. Hintergrund war Iran, das als einziger Exportkunde auf Ersatzteile angewiesen war. Die Verschrottung lief in Tucson, Arizona, wo sich auch das große Abstellareal der US-Streitkräfte befindet. Mehr über die Wüstenparkplätze für Flugzeuge liest du im Beitrag zu Flugzeugfriedhöfen und Boneyards.
Keine Tomcat in der Luft
Anders als bei vielen anderen Klassikern gibt es keine zivil zugelassenen, flugfähigen F-14. Wer dir eine Tomcat-Vorführung auf einer Airshow verspricht, meint fast immer ein Modell, eine Nachbildung oder einen anderen Jet in Tomcat-Bemalung.
Die iranischen Tomcats
Noch in der Schah-Zeit bestellte die iranische Luftwaffe 1974 Tomcats, zunächst 30, später 80 Stück. Die erste Maschine traf im Januar 1976 ein. Nach der Revolution 1979 blieben die Flugzeuge im Land und wurden zum Rückgrat der Luftverteidigung im Krieg gegen den Irak. Über Jahrzehnte hielt Iran die Flotte trotz Embargo mit eigenen Reparaturen und nachgebauten Teilen am Fliegen.
Wie viele davon Stand Oktober 2026 noch existieren, ist offen. Schon vor 2026 galt nur noch eine kleine Zahl als einsatzbereit. Nach Luftangriffen im Frühjahr 2026 zeigten Satellitenbilder zerstörte Tomcats auf dem Stützpunkt Isfahan, wobei unklar ist, ob es sich teils um Attrappen handelte. Ob überhaupt noch eine F-14 fliegt, lässt sich derzeit nicht belegen.
Top Gun: wie die Tomcat zum Filmstar wurde
1986 kam Top Gun in die Kinos, und die F-14 wurde über Nacht zur Popkultur-Ikone. Die US Navy unterstützte die Produktion mit echten Flugzeugen und Personal; die Flugstunden der Tomcats stellte sie der Produktion in Rechnung. Vor manchen Kinos standen sogar Rekrutierungsstände der Marine.
In Top Gun: Maverick (2022) hat die Tomcat einen vielbeachteten Auftritt. Weil keine flugfähige F-14 mehr existiert, wurde dafür unter anderem ein Museumsflugzeug aus dem San Diego Air & Space Museum eingesetzt. Bereits 1980 spielte die Tomcat im Kinofilm The Final Countdown mit; eine der damals gezeigten Maschinen der Staffel VF-84 „Jolly Rogers“ steht heute im Museum of Flight in Seattle.
Museumsbesuch dokumentieren
Poste deine Tomcat aus dem Museum mit Foto, Bureau Number und Ort in Planetrack, sammle Likes und Kommentare und tausch dich mit anderen Militärfans aus. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die F-14 heute siehst
Weil nichts mehr fliegt, sind Museen deine Anlaufstelle – und zwar fast ausschließlich in den USA. Eine Auswahl gut erreichbarer Exemplare:
| Museum | Ort | Exemplar |
|---|---|---|
| Intrepid Museum | New York | BuNo 157986, eine der frühesten Tomcats, Entwicklungsflugzeug von Grumman |
| Steven F. Udvar-Hazy Center | Chantilly bei Washington | F-14D(R), BuNo 159610, beteiligt am Luftkampf vor Libyen im Januar 1989 |
| Pima Air & Space Museum | Tucson, Arizona | F-14A, BuNo 160684 |
| Museum of Flight | Seattle | F-14A, BuNo 160382, VF-84 „Jolly Rogers“ |
| Evergreen Aviation & Space Museum | McMinnville, Oregon | F-14D, BuNo 164343 |
| National Naval Aviation Museum | Pensacola, Florida | mehrere Tomcats, darunter ein frühes Testflugzeug |
| Cradle of Aviation Museum | Garden City, New York | u. a. die letzte in US-Diensten geflogene Tomcat |
| USS Midway Museum | San Diego | F-14A auf dem Flugdeck |
Besonders stimmungsvoll ist die Tomcat auf einem echten Flugzeugträger. Im Intrepid in Manhattan steht sie an Deck des ehemaligen Trägers – kombinierbar mit einem Spotting-Abstecher, Tipps dafür findest du im Guide Planespotting in New York. Das Udvar-Hazy Center liegt direkt am Flughafen Washington Dulles und präsentiert seine Tomcat in der großen Halle – mehr zum Spotten vor Ort im Spot-Guide Udvar-Hazy Center am Flughafen Dulles. In Seattle verbindest du die Jolly-Rogers-Tomcat mit dem Spot am Museum of Flight. In Tucson lohnt sich der Besuch von Pima doppelt, weil du dort auch den Spot am Pima Air & Space Museum nutzen kannst.
Bestände prüfen
Museen tauschen, verleihen und restaurieren Exponate. Viele Tomcats sind Leihgaben der US Navy und können umziehen. Prüf vor der Reise auf der Website des Museums, ob das gewünschte Flugzeug gerade ausgestellt ist.
Bereit für deinen Tomcat-Besuch?
- Ich habe geprüft, ob die F-14 im Museum aktuell ausgestellt ist.
- Ich weiß, ob sie drinnen oder draußen steht, und habe das Licht eingeplant.
- Ich habe ein Weitwinkelobjektiv für Gesamtaufnahmen in engen Hallen dabei.
- Ich notiere mir die Bureau Number für die spätere Bestimmung.
- Ich kenne die Unterschiede zwischen F-14A, B und D.
Fototipps für Tomcats im Museum
Statische Flugzeuge verzeihen mehr als ein Kampfjet im Tiefflug – aber Hallen, Absperrungen und Gegenlicht machen es dir trotzdem nicht leicht.
Dreiviertel von vorn
Die Schrägansicht zeigt Haube, Einläufe, Flügelstellung und beide Seitenleitwerke in einem Bild.
Flügelstellung beachten
Mit ausgestreckten Flügeln wirkt die Tomcat wie im Landeanflug, überschwenkt wie auf dem Trägerdeck. Notiere, wie sie steht.
Details sammeln
Staffelwappen, Bemalung am Leitwerk und die Seriennummer erzählen die Geschichte des einzelnen Flugzeugs.
Licht planen
Bei Exemplaren im Freien, etwa auf der Midway oder dem Intrepid, entscheidet der Sonnenstand über das Bild.
Wann das Licht an einem Außenexponat passt, berechnest du mit dem Leitfaden Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wer aktive Kampfjets erleben will, findet Anregungen im Beitrag Kampfjets in Europa erkennen und im Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Tomcat in Planetrack festhalten
Eine F-14 vor der Linse ist für viele Spotter ein Herzensmoment – auch wenn sie nur noch im Museum steht. In Planetrack postest du sie mit Foto, Flugzeugtyp, Kennung und Ort und hast sie danach dauerhaft in deinem Hangar. Auf der Wunschliste notierst du die Varianten, die dir noch fehlen, etwa eine F-14D oder eine frühe F-14A. In der Community zeigst du deine Bilder, kommentierst die Fotos anderer und tauschst dich im Chat über die besten Tomcat-Museen aus.
Fazit
Die Grumman F-14 Tomcat verband Schwenkflügel, ein riesiges Radar und die Phoenix-Rakete zu einem Trägerjäger, der seiner Zeit weit voraus war. Top Gun machte sie unsterblich, 2006 endete ihre Karriere bei der US Navy. Fliegend wirst du sie kaum noch sehen – doch in Museen von New York bis Seattle wartet der Kater auf dich.
Kurzfazit
Schwenkflügel, zwei senkrechte Seitenleitwerke, flacher breiter Rumpf und zwei Sitze hintereinander: Das ist die F-14 Tomcat. Die US Navy flog sie von 1974 bis 2006, heute findest du sie vor allem im Intrepid, im Udvar-Hazy Center, in Pima, Seattle und McMinnville.
Zusammenfassung
- Grumman entwickelte die F-14 nach dem gescheiterten Marine-Ableger der F-111; der Erstflug war am 21. Dezember 1970, ab 1974 flog sie von US-Trägern.
- Insgesamt entstanden 712 Tomcats in den Versionen A, B und D; die späteren Varianten erhielten die stärkeren F110-Triebwerke.
- Der Film Top Gun von 1986 machte die Tomcat weltberühmt; ihren letzten Flug in US-Diensten absolvierte sie im Oktober 2006.
- Heute stehen zahlreiche Tomcats in US-Museen, in Europa ist nach unserem Kenntnisstand dagegen kein Exemplar öffentlich ausgestellt.
Häufige Fragen
Fliegt die F-14 Tomcat heute noch?
In den USA nicht mehr: Die US Navy beendete den Flugbetrieb 2006, zivile Halter gibt es nicht. Einziger weiterer Nutzer war Iran. Ob die iranische Luftwaffe Stand Oktober 2026 noch einsatzfähige Maschinen besitzt, ist nach den Luftangriffen im Frühjahr 2026 unklar.
Warum wurden die US-Tomcats verschrottet?
Iran war auf Ersatzteile für seine eigenen F-14 angewiesen. Um zu verhindern, dass Bauteile auf Umwegen dorthin gelangen, ließ die US Navy die eingelagerten Maschinen ab 2007 in Tucson zerlegen und schreddern. Nur Museums- und Ausstellungsflugzeuge blieben erhalten, in der Regel ohne flugfähige Systeme.
Wie funktionieren die Schwenkflügel der F-14?
Ein Zentralrechner für Luftdaten verstellte die Flügelpfeilung im Flug automatisch zwischen 20 und 68 Grad, je nach Geschwindigkeit. Ausgestreckt bieten die Flügel viel Auftrieb für Start und Trägerlandung, zurückgeschwenkt wenig Widerstand im Überschallflug. Am Boden ließen sie sich auf 75 Grad „überschwenken“, um auf dem Trägerdeck Platz zu sparen.
Was unterscheidet F-14A, F-14B und F-14D?
Die F-14A flog mit den TF30-Triebwerken von Pratt & Whitney. Die F-14B (zunächst F-14A+) bekam die stärkeren General Electric F110, die F-14D zusätzlich ein digitales Radar, neue Avionik und ein Doppel-Sensorgehäuse unter der Nase. Von der F-14D entstanden nur 55 Stück, 37 davon neu gebaut.
Welche F-14 war im Film Top Gun zu sehen?
Für Top Gun (1986) stellte die US Navy echte F-14 von Flugzeugträgern und Marinestützpunkten zur Verfügung; die Produktion erstattete die Flugstunden. In Top Gun: Maverick (2022) taucht die Tomcat erneut auf, dafür wurde unter anderem ein Museumsflugzeug aus dem San Diego Air & Space Museum genutzt.
Wo sehe ich eine F-14 in Europa?
Öffentlich ausgestellte Tomcats gibt es in Europa nach unserem Kenntnisstand nicht. Die nächsten Exemplare stehen in den USA, etwa im Intrepid Museum in New York oder im Udvar-Hazy Center bei Washington.
Woher hat die Tomcat ihren Namen?
Der Name ehrt unter anderem Vizeadmiral Thomas F. Connolly, der das Programm vorantrieb – intern sprach man schon früh von „Tom’s Cat“. Zugleich passte der Kater zur Grumman-Tradition, Marineflugzeuge nach Katzen zu benennen.
Grumman F-14 Tomcat sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Grumman E-2 Hawkeye
Ein Turboprop mit riesigem Radarteller auf dem Rücken und vier Seitenleitwerken: Die E-2 Hawkeye ist seit den 1960er-Jahren das Auge der Trägerverbände. So erkennst du sie, so unterscheidest du E-2C und E-2D, und hier fliegt sie in Europa.
MilitärGeneral Dynamics F-111 Aardvark
Lange Nase, Schwenkflügel und zwei Mann Seite an Seite: Die F-111 war über zwei Jahrzehnte der schwere Schwenkflügel-Bomber der USAF in England. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, was in Lakenheath und Upper Heyford los war und wo die Aardvark heute steht.
MilitärMcDonnell Douglas F-4 Phantom II
Knick in den Flügeln, Höhenleitwerk nach unten, zwei rußende Triebwerke: Die Phantom flog 40 Jahre lang bei der Luftwaffe und bis heute in einigen Ländern. So erkennst du sie, so war ihre Zeit in Deutschland und hier steht sie heute.
MilitärMcDonnell Douglas F/A-18 Hornet
Runde Lufteinläufe, schlanke Flügelwurzeln, zwei schräge Seitenleitwerke: Die Legacy Hornet prägt seit Jahrzehnten den Himmel über der Schweiz, Finnland und Spanien. So erkennst du sie und trennst sie von der Super Hornet.
MilitärBoeing F/A-18E/F Super Hornet
Kastenförmige Lufteinläufe, breite Flügelwurzeln, zwei Seitenleitwerke: Die Super Hornet ist das Rückgrat der US-Trägerflieger. So trennst du sie von der älteren Hornet und weißt, wo du sie zu sehen bekommst.
MilitärMcDonnell Douglas F-15 Eagle und F-15E Strike Eagle
Zwei Seitenleitwerke, eckige Lufteinlässe, ein riesiger Flügel: Die F-15 ist seit 1976 einer der bekanntesten Kampfjets der Welt. Hier lernst du Eagle und Strike Eagle auseinanderzuhalten und erfährst, warum RAF Lakenheath in England der Spot für die F-15E in Europa ist.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Intrepid Museum
Ein Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg als Museum mitten in Manhattan: Auf und neben der USS Intrepid stehen die Concorde G-BOAD mit dem schnellsten Atlantikflug aller Concordes, das Space Shuttle Enterprise und eine A-12 Blackbird. Der Guide für Spotter und Concorde-Fans.
MuseumSteven F. Udvar-Hazy Center
Die zweite Halle des Smithsonian National Air and Space Museum steht direkt am Flughafen Washington Dulles: SR-71 Blackbird, die B-29 „Enola Gay“, eine Air-France-Concorde, die Dash 80 und das Space Shuttle Discovery unter einem Dach – Eintritt frei, Aussichtsturm zum Flughafen inklusive.
MuseumPima Air & Space Museum
In der Wüste von Arizona steht eine der größten Flugzeugsammlungen der Welt: Bomber aus dem Kalten Krieg, Präsidentenmaschinen, Testflugzeuge von Boeing und das letzte große Flugboot. Der Guide für Spotter – mit allem, was du zu Hangars, Freigelände, Boneyard und Fotografieren in der Hitze wissen musst.
MuseumThe Museum of Flight
Das Museum of Flight an der Südwestecke von Boeing Field in Seattle zeigt mehr als 150 Luft- und Raumfahrzeuge – darunter den allerersten Boeing 747 mit der Kennung RA001, eine British-Airways-Concorde, die erste Air Force One mit Strahltriebwerken und Boeings Geburtsstätte, die Red Barn. Nebenan landet und startet echter Verkehr.
Wo du die Grumman F-14 Tomcat siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Pima Air & Space Museum in Tucson
Am Rand der Davis-Monthan Air Force Base steht eines der größten Luftfahrtmuseen der Welt: mehr als 400 Flugzeuge, ein riesiges Freigelände in der Wüstensonne und Typen von der B-29 bis zur 787. Die berühmten Bustouren zum Boneyard gibt es allerdings nicht mehr.
MuseumSteven F. Udvar-Hazy Center am Flughafen Washington Dulles
Space Shuttle Discovery, die Rekord-SR-71, eine Air-France-Concorde und der Urvater der 707 unter einem Dach – und vom Aussichtsturm schaust du auf die Landungen am Washingtoner Drehkreuz Dulles. So planst du deinen Spottertag in der riesigen Außenstelle des Smithsonian.
MuseumMuseum of Flight am Boeing Field in Seattle
Am Südende von Boeing Field steht der erste Boeing 747 neben einer Concorde und der ersten Jet-Air-Force-One – und nebenan landen fabrikneue 737 nach ihren Testflügen. So verbindest du Museumstag und Spotting in Seattle.
Passende Guides aus dem Blog
- Kampfjets in Europa erkennen: Eurofighter, F-35, F-16, Rafale, Gripen und Tornado
- Flugzeugfriedhöfe und Abstellflughäfen: Wo Jets parken, warten und verschwinden
- Militärflugzeuge online verfolgen: was du sehen kannst und wo Schluss ist
- Airshows fotografieren: Einstellungen für Jets, Propeller und Kunstflug
- Planespotting in New York: JFK, LaGuardia und Newark mit den besten Spots

