Fotos richtig beschriften: Kennzeichen, Typ, Ort und Datum für Plattformen

Vier Angaben entscheiden, ob ein Foto auf einer Plattform durchgeht und im Archiv auffindbar bleibt: Kennzeichen, Typ, Ort und Datum. Wie du jede davon sauber ermittelst, prüfst und in die Metadaten schreibst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Pflichtangaben: Kennzeichen, Flugzeugtyp, Aufnahmeort und Datum bilden bei Spotter-Plattformen, Flottendatenbanken und im eigenen Archiv das Grundgerüst – Airline und Seriennummer kommen meist dazu.
  • Kennzeichen immer gegenprüfen: Das am Rumpf abgelesene Kennzeichen ist nur ein Vorschlag. Erst der Abgleich mit Flottendatenbank, Typ und Lackierung macht es zur belastbaren Angabe.
  • Typ so genau wie möglich: Plattformen erwarten oft die Variante, nicht nur die Familie – also 737-8AS statt „Boeing 737“. Bei Boeing steckt im Kundencode der Erstbesteller.
  • Ort als Code: Der vierstellige ICAO-Code (EDDF, EDDM) ist eindeutig und wird von Plattformen wie JetPhotos im Flughafenfeld erwartet.
  • Die Kamerauhr ist die häufigste Fehlerquelle: Eine falsch gestellte Uhr oder vergessene Zeitumstellung verschiebt Aufnahmezeit und im Extremfall das Datum. Korrigiere sie vor dem Beschriften, nicht danach.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Fotos beschriften: die kurze Antwort
  2. 2.Das Kennzeichen: ablesen, prüfen, eintragen
  3. 3.Der Flugzeugtyp: Familie, Variante, Kundencode
  4. 4.Seriennummer und Betreiber
  5. 5.Der Ort: Code, Name, Spot
  6. 6.Datum und Uhrzeit: die unterschätzte Fehlerquelle
  7. 7.Vom Rohbild zum fertig beschrifteten Foto
  8. 8.Welche Angaben welche Plattform will
  9. 9.Häufige Fehler beim Beschriften
  10. 10.Fazit

Das Foto ist scharf, das Licht stimmt, die Maschine füllt den Rahmen – und trotzdem kommt die Mail mit „Bad Info“. Bei Foto-Plattformen und Flottendatenbanken zählt nicht nur, was auf dem Bild zu sehen ist, sondern auch, was du darüber schreibst. Wer Flugzeugfotos richtig beschriftet, hat vier Angaben im Griff: Kennzeichen, Flugzeugtyp, Aufnahmeort und Datum. Dieser Guide zeigt dir, wie du jede davon zuverlässig ermittelst, typische Fehler vermeidest und die Angaben so in die Metadaten schreibst, dass sie für jeden Upload und für dein eigenes Archiv bereitstehen.

Die technische Seite – was EXIF, IPTC und XMP eigentlich sind und wie Stichwort-Hierarchien funktionieren – erklärt der Artikel Metadaten für Flugzeugfotos. Hier geht es um die Praxis: Welche Angabe gehört wohin, und wie bekommst du sie richtig.

Sichtungen mit allen Angaben posten

In Planetrack postest du dein Foto mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und jede Maschine landet sortiert in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fotos beschriften: die kurze Antwort

Ein gut beschriftetes Flugzeugfoto beantwortet vier Fragen eindeutig: Welches Flugzeug (Kennzeichen), welches Muster (Typ mit Variante), wo (Flughafen oder Ort, am besten als Code) und wann (Datum, idealerweise mit korrekter Uhrzeit). Dazu kommen fast immer der Betreiber zum Aufnahmezeitpunkt und – auf vielen Plattformen automatisch ergänzt – die Seriennummer.

Die Reihenfolge der Arbeit ist dabei wichtiger als das Werkzeug: erst die Kamerazeit korrigieren, dann das Kennzeichen ablesen und prüfen, dann alle übrigen Angaben aus einer verlässlichen Datenbank übernehmen und zum Schluss in die Metadaten schreiben. Wer diese Reihenfolge umdreht, beschriftet Fehler gleich mit.

4Kernangaben: Kennzeichen, Typ, Ort, Datum
4Zeichen hat ein ICAO-Flughafencode wie EDDF
2Zeichen umfasst ein Boeing-Kundencode wie AS

Das Kennzeichen: ablesen, prüfen, eintragen

Das Kennzeichen ist der wichtigste Eintrag, weil alle anderen Angaben daran hängen. Plattformen und Datenbanken ordnen dein Bild über die Registrierung dem richtigen Flugzeug zu. Ein Zahlendreher landet dein Foto bei einer völlig anderen Maschine – oder bei einer, die es gar nicht gibt.

Ablesen ist der erste Schritt. Zoome in der Bildbetrachtung auf 100 Prozent und lies das Kennzeichen am Rumpf, am Seitenleitwerk oder an der Flügelunterseite ab. Wo es stehen muss, erklärt der Artikel Wo das Kennzeichen am Flugzeug stehen muss. Achte auf typische Verwechslungen: 0 und O, 1 und I, 8 und B sehen auf große Distanz oder bei Hitzeflimmern ähnlich aus.

Prüfen ist der zweite, und den lassen viele aus. Gib das abgelesene Kennzeichen in eine Flottendatenbank ein und vergleiche:

  • Passt der dort hinterlegte Typ zu dem, was du auf dem Bild siehst?
  • Passt die Lackierung zum hinterlegten Betreiber oder zu bekannten Fotos derselben Maschine?
  • War das Flugzeug am Aufnahmedatum überhaupt unter diesem Kennzeichen registriert? Nach einer Umregistrierung kann dieselbe Buchstabenfolge später an einem anderen Flugzeug hängen.

Wie du mit Planespotters.net Kennzeichen, Historie und Betreiber nachschlägst, zeigt der Guide Planespotters.net als Flottendatenbank nutzen. Einen Überblick über weitere Quellen liefern die Flottendatenbanken im Überblick.

Eintragen schließlich immer im Originalformat mit Bindestrich, so wie es in den Registern steht: D-AIXA, nicht DAIXA oder d-aixa. Bei Ländern ohne Bindestrich im Kennzeichen – etwa den USA mit N-Kennzeichen – entfällt er entsprechend. Wie die Präfixe aufgebaut sind, erklärt Flugzeugkennzeichen verstehen.

Unlesbar? Nicht raten.

Ist das Kennzeichen verdeckt oder zu klein, lass das Feld leer oder rekonstruiere es über Umwege – etwa mit Flugverfolgungsdaten zur Aufnahmezeit oder über andere Bilder derselben Session. Wie das geht, beschreibt der Artikel Unlesbares Kennzeichen ermitteln. Ein falsches Kennzeichen richtet in einer Datenbank mehr Schaden an als ein fehlendes.

Der Flugzeugtyp: Familie, Variante, Kundencode

Beim Typ gibt es drei Genauigkeitsstufen, und Plattformen erwarten meist die präziseste:

Stufe Beispiel Wofür sie taugt
Familie Boeing 737, Airbus A320-Familie grobe Einordnung, für Uploads meist zu ungenau
Baureihe Boeing 737-800, Airbus A320neo gute Grundlage für Archiv und Stichwörter
Variante mit Kunden- oder Motorcode Boeing 737-8AS, Airbus A320-214 das, was Datenbanken und viele Plattformen im Typfeld zeigen

Bei Boeing steckt in der vollen Bezeichnung über Jahrzehnte ein zweistelliger Kundencode, der den Erstbesteller kennzeichnet. Eine 737-800, die Ryanair bestellt hat, heißt 737-8AS; die Codes von Lufthansa und Condor enden auf 30, etwa bei der 747-430. Der Code bleibt am Flugzeug, auch wenn es später den Besitzer wechselt – eine gebrauchte 737-8AS bei einer anderen Airline heißt weiterhin so. Boeing hat das System Mitte der 2010er-Jahre auslaufen lassen; neuere Muster wie die 737 MAX führt der Hersteller ohne Kundencode.

Bei Airbus beschreibt die Ziffernfolge hinter dem Bindestrich Bauversion und Triebwerk. Eine A320-214 hat CFM56-5B-Triebwerke, eine A320-232 IAE V2500. Für den Spotter heißt das: Die Variante liest du in aller Regel nicht am Bild ab, sondern übernimmst sie aus der Datenbank – allenfalls die Triebwerksform gibt einen Hinweis.

Für Stichwörter und Suchfelder kommt der ICAO-Typcode dazu: B738 für die 737-800, B38M für die 737 MAX 8, A20N für die A320neo, A359 für die A350-900. Diese vierstelligen Codes sind eindeutig und kurz, ausführlich erklärt in ICAO-Typcodes erklärt. Unsere Steckbriefe zur Boeing 737-800, zum Airbus A320neo und zum Airbus A350-900 zeigen dir außerdem, woran du die Muster auf dem Bild unterscheidest.

Typ und Kennzeichen sammeln

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Seriennummer und Betreiber

Die Seriennummer – je nach Hersteller MSN oder CN genannt – ist die dauerhafte Identität eines Flugzeugs. Anders als das Kennzeichen ändert sie sich nie. Viele Upload-Formulare füllen sie automatisch, sobald das Kennzeichen erkannt ist. Lass das Feld trotzdem nicht ungeprüft stehen: Wird ein Kennzeichen neu vergeben, kann die Auto-Vervollständigung das falsche Flugzeug vorschlagen. Was MSN, CN und Line Number unterscheidet, steht in MSN, Seriennummer und Line Number.

Beim Betreiber gilt: Eingetragen wird, wer das Flugzeug zum Aufnahmezeitpunkt betreibt – nicht der Leasinggeber und nicht unbedingt die Airline, deren Farben auf dem Rumpf stehen. Fliegt eine Maschine im Wet-Lease, in Hybridlackierung oder noch in den Farben des Vorbesitzers, hilft ein kurzer Satz im Bemerkungsfeld. Privatflugzeuge laufen bei JetPhotos laut Upload-Ratgeber unter „Private“.

Für das eigene Archiv lohnt es sich, den Betreiber als Klartext und Code zu speichern, etwa Lufthansa mit DLH oder Ryanair mit RYR. Den Unterschied zwischen IATA- und ICAO-Codes erklärt der Guide IATA- und ICAO-Codes.

Der Ort: Code, Name, Spot

Für den Aufnahmeort gibt es drei sinnvolle Ebenen, und eine gute Beschriftung nutzt alle drei:

  • Flughafen als Code: Der vierstellige ICAO-Code ist eindeutig – EDDF steht für den Flughafen Frankfurt, EDDM für den Flughafen München, EDDH für den Flughafen Hamburg. JetPhotos erwartet im Flughafenfeld diesen Code und lehnt Einträge mit IATA-Code oder Sonderzeichen ab.
  • Flughafen als Klartext: Für Bildbeschreibungen und Social Media liest sich „Flughafen München“ besser als EDDM. Im Archiv schadet es nicht, beide zu speichern.
  • Der Spot: Wo du genau standest, interessiert Plattformen selten, für dich aber sehr – etwa „Besucherhügel“ oder „Affenfelsen“. So findest du später alle Bilder vom Besucherhügel München oder vom Affenfelsen Hamburg mit einem Klick.

Am genauesten wird der Ort mit Koordinaten. Wie du Fotos nachträglich mit GPS-Daten versiehst und worauf du dabei beim Teilen achten musst, steht im Guide Fotos geotaggen. Sonderfälle wie Fotos aus dem Flugzeugfenster oder von sensiblen Orten behandeln die Plattformen unterschiedlich; bei JetPhotos gibt es dafür eigene Einträge wie „Inflight“ oder einen nicht offengelegten Ort.

Datum und Uhrzeit: die unterschätzte Fehlerquelle

Das Datum scheint der einfachste Eintrag zu sein, weil die Kamera es ja mitschreibt. Genau darin liegt das Problem: Die Kamera schreibt, was ihre Uhr anzeigt – und die geht häufiger falsch, als man denkt.

Die Aufnahmezeit steht im EXIF-Feld DateTimeOriginal, und zwar im Format Jahr:Monat:Tag Stunde:Minute:Sekunde – ohne Zeitzone. Neuere Kameras schreiben die Zeitzone zusätzlich in das Feld OffsetTimeOriginal, etwa +02:00 für die mitteleuropäische Sommerzeit. Ältere Modelle tun das nicht. Dann weiß später niemand mehr, ob 23:40 Uhr Ortszeit, Heimatzeit oder UTC war.

Typische Fehlerquellen:

  • Vergessene Zeitumstellung: Die Kamera läuft im Sommer noch auf Winterzeit oder umgekehrt – alle Bilder sind eine Stunde verschoben.
  • Reisen in andere Zeitzonen: Wer in Asien oder Amerika spottet und die Kamera auf deutscher Zeit lässt, hat bei Abendbildern schnell das Datum des Folgetags oder des Vortags in den Metadaten.
  • Gangabweichung: Kamerauhren driften über Monate um einige Minuten. Für das Datum unkritisch, für Geotagging und für den Abgleich mit Flugverfolgungsdaten aber relevant.
  • Leerer Akku: Nach einem langen Ausfall der Pufferbatterie springen manche Kameras auf ein Werksdatum zurück.

Der Display-Trick

Fotografiere zu Beginn jeder Session dein Handy mit sichtbarer Uhrzeit. Die Differenz zum Zeitstempel des Fotos ist dein exakter Kameraversatz – den korrigierst du anschließend für alle Bilder des Tages in einem Schritt.

Zeit korrigieren, nicht manipulieren

Die Korrektur gehört an den Anfang, bevor du irgendetwas beschriftest. In Lightroom Classic gibt es dafür die Funktion zum Bearbeiten der Aufnahmezeit, mit der du eine ganze Auswahl um einen festen Betrag verschiebst. Mit dem kostenlosen Kommandozeilenwerkzeug ExifTool geht es per Befehl: exiftool -alldates+=1 Ordner verschiebt Aufnahme-, Erstellungs- und Änderungsdatum aller Bilder im Ordner um eine Stunde, mit -= geht es zurück. Der Zusatz -P erhält dabei das Änderungsdatum der Datei. Teste solche Befehle zuerst an Kopien.

Wichtig ist die Grenze: Du korrigierst einen technischen Fehler der Kamera. Ein Datum bewusst zu ändern, etwa um ein älteres Bild als aktuell auszugeben, ist etwas ganz anderes. JetPhotos wertet ein verändertes Aufnahmedatum laut seinen Richtlinien als Manipulation; bei sensiblen Orten akzeptiert die Plattform in manchen Fällen Monat und Jahr statt des exakten Tags, aber nur mit Begründung an die Screener.

Vom Rohbild zum fertig beschrifteten Foto

Mit den vier Angaben wird das Beschriften zur Routine. So läuft es nach jeder Session:

1. Kamerazeit prüfen und korrigieren

Vergleiche den Zeitstempel mit deinem Referenzfoto vom Handy oder mit einer bekannten Landezeit. Verschiebe alle Bilder der Session um den Versatz, bevor du weitermachst.

2. Aussortieren

Beschrifte nur, was du behalten willst. Ein fester Ablauf zum Aussortieren spart hier die meiste Zeit, mehr dazu in Fotos schnell aussortieren.

3. Gemeinsame Angaben per Vorlage setzen

Flughafen, Spot, Datum, Urheber und Copyright sind für die ganze Session gleich. Lege dafür eine Metadatenvorlage an und wende sie auf alle Bilder auf einmal an.

4. Kennzeichen pro Flugzeug eintragen

Gruppiere Bilder desselben Flugzeugs, lies das Kennzeichen am schärfsten Bild ab und prüfe es in der Flottendatenbank.

5. Typ, Seriennummer und Betreiber übernehmen

Übernimm die Daten aus der Datenbank, nicht aus dem Gedächtnis. Variante, Seriennummer und Betreiber zum Aufnahmezeitpunkt gehören in Titel, Beschreibung und Stichwörter.

6. Beschreibung nach Schema schreiben

Eine feste Reihenfolge wie Airline – Typ – Kennzeichen – Ort – Datum macht jedes Bild lesbar und lässt sich für Uploads direkt kopieren.

Ein Beispiel für eine fertige Beschreibung: Ryanair Boeing 737-8AS EI-xxx beim Start, Flughafen Hamburg (EDDH), 12.10.2026. Das „EI-xxx“ steht hier nur als Platzhalter – in deiner Beschreibung steht natürlich das geprüfte Kennzeichen. Wie du solche Vorlagen und Stichwörter in Lightroom anlegst, zeigt der Lightroom-Workflow für Flugzeugfotos. Wie du die beschrifteten Bilder anschließend ablegst, beschreibt der Artikel Flugzeugfotos archivieren.

Welche Angaben welche Plattform will

Die vier Kernangaben brauchst du überall, die Details unterscheiden sich. Prüfe vor jedem Upload die aktuellen Regeln der jeweiligen Seite – sie werden regelmäßig angepasst.

Kuratierte Fotodatenbanken

  • JetPhotos, Airliners.net und ähnliche Seiten prüfen Angaben im Screening
  • Kennzeichen, Typ, Betreiber, Flughafen und Datum werden abgefragt, bei JetPhotos etwa mit ICAO-Code und exaktem Tag
  • falsche Angaben sind ein eigener Ablehnungsgrund

Foto-Communities

  • Flickr und ähnliche Plattformen kennen keine Pflichtfelder für Luftfahrt
  • Titel, Beschreibung und Stichwörter entscheiden über die Auffindbarkeit
  • GPS-Daten vor dem Teilen bewusst prüfen

Social Media

  • Metadaten werden beim Hochladen oft entfernt
  • Angaben gehören deshalb in den sichtbaren Text oder in Hashtags
  • die Beschreibung nach Schema lässt sich direkt kopieren

Die Details für die einzelnen Plattformen findest du in den jeweiligen Guides: Fotos bei JetPhotos hochladen, Airliners.net: Upload-Tipps, Flickr für Flugzeugfotografen und Instagram für Planespotter. Was sonst noch zur Ablehnung führt, fasst Häufige Ablehnungsgründe beim Foto-Screening zusammen.

Häufige Fehler beim Beschriften

  • Familie statt Variante: „Airbus A320“ ist für eine Datenbank zu grob, wenn A320-214 oder A320neo gefragt ist.
  • Eigentümer statt Betreiber: Leasinggesellschaften stehen in den Registern, auf Plattformen gehört der Betreiber ins Airline-Feld.
  • IATA-Code im ICAO-Feld: FRA statt EDDF führt bei Plattformen mit festen Codes zur Rückfrage oder Ablehnung.
  • Kennzeichen ohne Bindestrich oder mit Leerzeichen: Die Suche findet „D AIXA“ nicht unter D-AIXA.
  • Unkorrigierte Kamerazeit: Ein Abendbild aus einer anderen Zeitzone bekommt das falsche Datum – und passt dann nicht mehr zur Flugverfolgung.
  • Copy-and-paste-Fehler: Wer Angaben vom Vorbild übernimmt, beschriftet das nächste Flugzeug schnell mit dem alten Kennzeichen. Nach jedem Flugzeug neu prüfen.
  • Sonderlackierung nicht markiert: Plattformen haben dafür eigene Kategorien, im Archiv ein eigenes Stichwort. Wie du Liveries sauber dokumentierst, erklärt Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.

Ist dein Foto bereit für den Upload?

Hak ab, was du geprüft hast – am Ende siehst du, ob deine Angaben passen.

  • Die Kamerazeit ist geprüft und bei Bedarf korrigiert.
  • Das Kennzeichen ist abgelesen und gegen eine Flottendatenbank geprüft.
  • Der Typ ist bis zur Variante eingetragen.
  • Der Betreiber stimmt für das Aufnahmedatum.
  • Der Flughafen steht mit ICAO-Code und Klartextnamen in den Metadaten.
  • Die Beschreibung folgt meinem festen Schema.

Deine Sichtungen, sauber dokumentiert

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Fazit

Gute Beschriftung ist weniger eine Frage der Software als der Reihenfolge: erst die Zeit, dann das Kennzeichen, dann alles andere aus einer verlässlichen Quelle. Wer das Kennzeichen prüft statt nur abliest, den Typ bis zur Variante übernimmt, den Flughafen als ICAO-Code speichert und das Datum vor dem Beschriften korrigiert, hat für jede Plattform die passenden Angaben parat. Mit einer Metadatenvorlage und einem festen Beschreibungsschema wird daraus ein Ablauf, der nach jeder Session nur noch wenige Minuten dauert.

Kurzfazit

Kennzeichen, Typ, Ort und Datum sind das Fundament jeder Bildbeschreibung. Prüf das Kennzeichen gegen eine Datenbank, übernimm Variante und Betreiber von dort, setz den Flughafen als ICAO-Code und korrigier die Kamerazeit, bevor du beschriftest – dann passen deine Angaben für Upload und Archiv gleichermaßen.

Zusammenfassung

  • Beschrifte nie aus dem Gedächtnis: Lies das Kennzeichen am Bild ab, prüfe es gegen eine Flottendatenbank und übernimm Typvariante, Seriennummer und Betreiber zum Aufnahmezeitpunkt von dort.
  • Die Aufnahmezeit steht im EXIF-Feld DateTimeOriginal, die Zeitzone – falls die Kamera sie schreibt – in OffsetTimeOriginal. Fehlt sie, notiere die Zeitzone deiner Kamera selbst.
  • Ein festes Beschreibungsschema wie Airline – Typ – Kennzeichen – Ort – Datum lässt sich per Metadatenvorlage in einem Rutsch auf eine ganze Serie anwenden.
  • Vor dem Upload: Angaben ein letztes Mal gegen die Plattformregeln prüfen. Falsche Daten sind ein eigener Ablehnungsgrund – unabhängig von der Bildqualität.

Häufige Fragen

Welche Angaben brauche ich, um ein Flugzeugfoto hochzuladen?

Fast jede Spotter-Plattform fragt nach Kennzeichen, Flugzeugtyp, Airline bzw. Betreiber, Aufnahmeort und Aufnahmedatum. Viele Datenbanken ergänzen die Seriennummer (MSN oder CN) automatisch, sobald das Kennzeichen eingetragen ist. Je genauer die Angaben, desto besser wird dein Bild später gefunden.

Wo finde ich die genaue Typvariante eines Flugzeugs?

In Flottendatenbanken wie Planespotters.net oder in der Auto-Vervollständigung der Upload-Plattform. Du suchst nach dem Kennzeichen und bekommst Typ, Variante, Seriennummer und Betreiberhistorie. Bei Boeing-Flugzeugen bis in die 2010er-Jahre steckt im Kundencode der Erstbesteller, etwa 737-8AS für eine 737-800 von Ryanair.

Muss ich den IATA- oder den ICAO-Code des Flughafens angeben?

Das hängt von der Plattform ab. JetPhotos erwartet laut seinen Richtlinien den vierstelligen ICAO-Code, etwa EDDF für Frankfurt. Für dein eigenes Archiv lohnt es sich, beide Codes plus den Klartextnamen in die Metadaten zu schreiben – dann findest du das Bild über jede Suche.

Meine Kamerauhr ging falsch – kann ich das Datum korrigieren?

Ja, und zwar am besten, bevor du die Bilder beschriftest. Lightroom Classic bietet dafür die Funktion zum Bearbeiten der Aufnahmezeit, ExifTool verschiebt alle Datumsfelder per Befehl wie exiftool -alldates+=1. Wichtig: Du korrigierst damit einen Fehler der Kamera. Ein bewusst verändertes Datum gilt bei Plattformen wie JetPhotos als Manipulation.

Was mache ich, wenn das Kennzeichen auf dem Foto nicht lesbar ist?

Dann lässt du das Feld leer oder ermittelst das Kennzeichen über Umwege – etwa über Flugverfolgungsdaten zum Aufnahmezeitpunkt, die Lackierung oder andere Fotos derselben Session. Raten ist keine Option: Ein falsches Kennzeichen ist für eine Datenbank schlimmer als ein fehlendes.

Welche Airline trage ich bei geleasten oder umlackierten Flugzeugen ein?

Den Betreiber zum Zeitpunkt der Aufnahme, nicht den Eigentümer und nicht die Airline, deren Farben das Flugzeug trägt. Fliegt eine Maschine im Wet-Lease für eine andere Gesellschaft, gehört diese Konstellation in das Bemerkungsfeld.

PT

Planetrack Redaktion

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