Flightradar24 vs. FlightAware: Datenquellen, Funktionen und Abos im Vergleich

Zwei Dienste, ähnliche Rohdaten, unterschiedliche Philosophie: Flightradar24 denkt von der Live-Karte her, FlightAware vom Flugplan. Der Vergleich zeigt, wo welcher Dienst für Spotter die Nase vorn hat – und warum viele beide nutzen.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Gleiche Basis, andere Gewichtung: Beide Dienste stützen sich auf ADS-B von freiwilligen Bodenstationen, MLAT und Satelliten-ADS-B. FlightAware bindet zusätzlich in großem Stil Flugsicherungs-, ACARS- und Airline-Daten ein.
  • Flightradar24 ist die stärkere Live-Karte: Filter mit Platzhaltern, Playback, AR-Ansicht und eine sehr eingängige Darstellung machen den Dienst zum Favoriten für den Blick in den Anflug.
  • FlightAware ist der stärkere Flugplan-Dienst: Statusdaten, Verspätungen, Flughafenseiten und Alerts rund um Abflug und Ankunft sind seine Domäne – besonders in Nordamerika.
  • Gratis-Historie ist bei beiden kurz: Ohne Abo siehst du jeweils rund sieben Tage zurück. Längere Rückschau kostet – oder du wirst Feeder.
  • Feeder gewinnen doppelt: Ein einziger eigener ADS-B-Empfänger kann beide Netze gleichzeitig beliefern und schaltet bei beiden erweiterte Konten frei.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort
  2. 2.Zwei Dienste, zwei Herkunftsgeschichten
  3. 3.Datenquellen im direkten Vergleich
  4. 4.Funktionen, die für Spotter zählen
  5. 5.Gratis-Version und Abos
  6. 6.Der Feeder-Weg: beide Abos ohne Abogebühr
  7. 7.Sichtbarkeit: Wer zeigt was?
  8. 8.So kombinierst du beide im Spotter-Alltag
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Du stehst am Zaun, das Telefon in der Hand, und fragst dich, was da gerade aus dem Dunst im Endanflug auftaucht. Die einen öffnen reflexhaft Flightradar24, die anderen schwören auf FlightAware. Beide zeigen Flugzeuge auf einer Karte, beide sind gratis nutzbar, beide verkaufen Abos. Trotzdem fühlen sie sich im Alltag erstaunlich verschieden an. Dieser Vergleich Flightradar24 vs. FlightAware zeigt dir, woher die Daten jeweils kommen, welche Funktionen für Planespotter zählen, was die Abos bringen und wann du dir das Geld sparen kannst.

Vom Radar-Punkt zur eigenen Sichtung

Flugradar sagt dir, was kommt – Planetrack hält fest, was du gesehen hast: Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot in einem Beitrag. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die kurze Antwort

Flightradar24 denkt von der Karte her, FlightAware vom Flug. Flightradar24 ist darauf optimiert, dir den Luftraum live und übersichtlich zu zeigen: Filter, Playback, AR-Ansicht, schnelle Infopanels. FlightAware ist ursprünglich ein Flugstatus-Dienst und glänzt bei Flugplänen, Ankunftsprognosen, Verspätungen und Flughafenseiten. Für den spontanen Blick am Spot greifen deshalb viele zu Flightradar24, für die Planung am Vorabend und die Kennzeichen-Recherche zu FlightAware. Ein klarer Gesamtsieger existiert nicht – wohl aber ein klarer Sieger je Aufgabe.

50.000+Empfänger nennt Flightradar24 für sein Netz
30.000+Empfänger nennt FlightAware, plus Flugsicherungsdaten aus 45 Ländern
7 TageGratis-Verlauf bei beiden Diensten

Zwei Dienste, zwei Herkunftsgeschichten

Flightradar24 hat seinen Sitz in Stockholm und wurde 2006 gegründet. Der Dienst wuchs aus einem Netz von ADS-B-Empfängern heraus, die Freiwillige betreiben – entsprechend steht die Live-Position der Flugzeuge bis heute im Mittelpunkt. Die Karte ist das Produkt.

FlightAware wurde 2005 in Houston gegründet und begann als kostenloser Dienst zur öffentlichen Flugverfolgung. Erst später kamen ein eigenes Empfängernetz (die Raspberry-Pi-Software PiAware erschien 2014) und Satellitendaten dazu. Seit 2021 gehört FlightAware zu Collins Aerospace, dem Luftfahrtzulieferer aus dem RTX-Konzern. Diese Herkunft merkst du bis heute: FlightAware organisiert alles um Flüge, Flugpläne und Flughäfen herum, die Karte ist ein Werkzeug unter mehreren.

Datenquellen im direkten Vergleich

Woher ein Punkt auf der Karte stammt, entscheidet über Genauigkeit, Verzögerung und darüber, ob du ein Flugzeug überhaupt siehst. Die Grundlagen zu ADS-B findest du im Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter, die Rechentechnik hinter MLAT in MLAT und Multilateration erklärt.

Datenquelle Flightradar24 FlightAware
ADS-B-Bodenstationen Hauptquelle, laut Anbieter über 50.000 Empfänger über 30.000 Empfänger von Nutzern, auch für Bodenbewegungen an Flughäfen
MLAT ja, braucht mindestens vier Empfänger und funktioniert meist erst oberhalb von rund 3.000 bis 10.000 Fuß ja, als Teil des Bodennetzes
Satelliten-ADS-B ja, vor allem über Ozeanen ja, über Aireon auf den Iridium-NEXT-Satelliten
Flugsicherungs- und Radardaten Radardaten aus Nordamerika Daten von Flugsicherungen aus 45 Ländern, inklusive Ozean-Positionsmeldungen
ACARS/Datalink nicht als Kernquelle genannt Positions- und Fluginformationen von über 10.000 Flugzeugen per ACARS
Airline-Daten Flugplan- und Statusdaten werden ergänzt Airline-Statusmeldungen inklusive Out-, Off-, On- und In-Zeiten
Sonstiges Open Glider Network (FLARM), geschätzte Positionen –

Was heißt das in der Praxis? In Europa mit seiner dichten Empfängerabdeckung liefern beide Dienste ein sehr ähnliches Bild. Unterschiede siehst du vor allem an den Rändern: über dem Atlantik, in dünn abgedeckten Regionen und bei Flugzeugen mit älteren Transpondern, die nur per MLAT geortet werden können. FlightAware hat durch die vielen Flugsicherungs- und Airline-Daten einen Vorsprung bei Planzeiten und Status, Flightradar24 hat durch das große Empfängernetz eine sehr dichte Live-Abdeckung. Satellitenempfang erklärt der Artikel Satelliten-ADS-B erklärt genauer.

Live heißt nicht sofort

FlightAware gibt an, dass die angezeigten Daten typischerweise rund 30 Sekunden hinter der Echtzeit liegen und je nach Quelle ein- bis viermal pro Minute aktualisiert werden. Auch bei Flightradar24 hängt die Verzögerung von der Datenquelle ab. Wenn ein Flugzeug auf der Karte noch im Queranflug steht, kann es in Wirklichkeit schon auf dem Endanflug sein – plane einen Puffer ein.

Funktionen, die für Spotter zählen

Für Planespotter sind nicht alle Funktionen gleich wichtig. Entscheidend sind fünf Werkzeuge: Karte und Filter, Kennzeichen-Suche, Flughafenansicht, Historie und Alarme.

Funktion Flightradar24 FlightAware
Live-Karte sehr eingängig, Fokus des Produkts solide, aber eher Ergänzung zu Flugseiten
Filter Kategorien plus eigene Filter nach Airline, Typ, Kennzeichen, Route; Platzhalter wie „D-*“ weniger zentral, Fokus auf Suche und Lesezeichen
Kennzeichen-Suche Suche und Filter nach Registrierung Suche nach Flugkennung oder Registrierung mit Verlauf der Maschine
Flughafenansicht Ankünfte, Abflüge, Wetter am Platz ausführliche Flughafenseiten mit Status und Verspätungen
Playback einzelne Flüge, auf der Website auch Global Playback Verlauf einzelner Flüge über die Flugseiten
Alarme in den Bezahl-Stufen Alerts zu Abflug, Ankunft, Verspätung und Annullierung; erweitert mit Premium
AR-Ansicht ja, Kamera aufs Flugzeug halten nicht als Kernfunktion

Am Zaun: Flightradar24 ist schneller

Wenn du wissen willst, was gerade auf die Piste zukommt, ist Flightradar24 kaum zu schlagen. Du öffnest die App, zoomst auf deinen Flughafen und siehst die Anflugkette. Ein Fingertipp zeigt Typ, Kennzeichen, Route und meist ein Foto. Mit eigenen Filtern hebst du zum Beispiel alle Widebodys oder nur bestimmte Airlines hervor, statt die Karte voller Regionaljets zu haben. Wie das im Detail geht, steht in der Flightradar24-Anleitung. Und wenn dir die Symbole Rätsel aufgeben, hilft Flugradar-Symbole und Farben erklärt.

Am Vorabend: FlightAware plant besser

FlightAware spielt seine Stärken eine Stufe früher aus. Du suchst eine bestimmte Registrierung und siehst, auf welchen Strecken die Maschine in den letzten Tagen unterwegs war – ideal, um abzuschätzen, ob ein besonderes Flugzeug am nächsten Tag wieder an deinem Flughafen auftaucht. Die Flughafenseiten listen Ankünfte und Abflüge mit Plan- und Prognosezeiten. Die Bedienung erklärt die FlightAware-Anleitung, die Recherche-Techniken dahinter Flughistorie eines Flugzeugs abrufen und Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

Wie verlässlich Ankunftsprognosen tatsächlich sind und wie viel Puffer du einplanen solltest, beschreibt Wie genau ist die Ankunftszeit auf dem Flugradar?.

Flightradar24 spricht für sich, wenn …

  • du vor allem live am Spot schaust, was im Anflug ist
  • du mit Filtern bestimmte Typen oder Airlines hervorheben willst
  • du verpasste Bewegungen per Playback nachträglich durchgehen möchtest
  • du eine besonders eingängige App für Einsteiger suchst

FlightAware spricht für sich, wenn …

  • du Flugpläne, Verspätungen und Statusdaten brauchst
  • du den Verlauf einer bestimmten Maschine recherchierst
  • du viel in Nordamerika spottest, wo Flugsicherungsdaten stark eingebunden sind
  • du Alerts rund um Abflug und Ankunft eines Fluges willst

Gratis-Version und Abos

Beide Dienste arbeiten nach dem Freemium-Prinzip: Die Grundfunktionen sind kostenlos, Extras kosten. Konkrete Preise ändern sich regelmäßig und hängen von Plattform, Land und Laufzeit ab – schau deshalb direkt im Store oder auf der Website des Anbieters nach.

Kriterium Flightradar24 FlightAware
Gratis-Version Live-Karte, Flugdetails, Flughafentafeln, Werbung Flugsuche, Status, Flughafenseiten, Karte; mit Konto häufigere Aktualisierung
Gratis-Verlauf 7 Tage 7 Tage
Abo-Stufen Silver, Gold, Business mehrere Premium-Stufen
Verlauf im Abo 90 Tage (Silver), 365 Tage (Gold), 3 Jahre (Business) 3, 5 oder 8 Monate je nach Stufe
Alarme ab Silver erweiterte Alerts in Premium
Zielgruppe der Top-Stufe Business: kommerzielle Nutzung, Flottenansicht Enterprise: für Feeder kostenlos

Bei Flightradar24 ist Silver für die meisten Spotter die sinnvollste Stufe: längerer Verlauf, Alarme und zusätzliche Flugzeugdaten. Gold lohnt sich, wenn du Wetterebenen, Luftraumgrenzen oder erweiterte Mode-S-Daten wirklich nutzt. Die Einzelheiten zerlegt der Artikel Flightradar24-Abo: Was lohnt sich für Spotter?. Bei FlightAware ist der Verlauf der Hauptgrund für ein Abo – wer regelmäßig Kennzeichen-Historien über Monate recherchiert, profitiert am meisten.

Alarm, wenn dein Wunschflieger kommt

Planetrack meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Flugzeugtyp, eine Airline oder eine Special Livery an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Der Feeder-Weg: beide Abos ohne Abogebühr

Hier liegt der vielleicht größte Hebel des ganzen Vergleichs. Beide Dienste leben von Freiwilligen, die mit eigenen Empfängern Daten liefern – und beide belohnen das.

  • FlightAware: Wer Daten teilt, bekommt laut FlightAware automatisch ein kostenloses Upgrade auf ein Enterprise-Konto, das der Anbieter mit 99,95 US-Dollar pro Monat bewertet. Welche Funktionen das Konto im Einzelnen umfasst, zeigt die Abo-Übersicht von FlightAware. Die Hardware – Raspberry Pi, USB-Empfänger, Antenne – beziffert FlightAware auf unter 100 US-Dollar beziehungsweise 80 Euro. Für geeignete Standorte stellt FlightAware außerdem auf Antrag kostenlos einen FlightFeeder bereit.
  • Flightradar24: Betreiber einer aktiven Station erhalten ein erweitertes Konto ohne Abogebühr, solange der Empfänger online ist und Daten teilt. Lange hieß das Business-Abo, in aktuellen Support-Texten ist von einem Contributor Plan die Rede.

Das Schöne: Du musst dich nicht entscheiden. Ein einziger Empfänger kann beide Netze parallel beliefern. Typisch ist PiAware als Basis und fr24feed als zusätzlicher Feeder am selben Datenstrom. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du in PiAware einrichten und fr24feed einrichten, den Hardware-Teil in ADS-B-Empfänger selber bauen. Wer noch mehr Netze gleichzeitig füttern will, schaut in Mehrere Netzwerke feeden mit Ultrafeeder. Was andere Dienste Feedern bieten, vergleicht Was Feeder als Gegenleistung bekommen.

Rechnet sich ein eigener Empfänger?

Trag ein, was dich ein Abo pro Monat kosten würde und was du für die Hardware ausgibst. Das Ergebnis zeigt die rechnerische Ersparnis nach der gewählten Laufzeit.

Beispielrechnung mit deinen eigenen Werten. Stromkosten, Antenne und Zubehör sind nicht berücksichtigt, ebenso wenig die Tatsache, dass ein Empfänger mehrere Konten freischaltet.

Sichtbarkeit: Wer zeigt was?

Ein häufiger Grund, warum Spotter zwischen den Diensten wechseln: Eine Maschine fehlt auf der einen Karte und taucht auf der anderen auf. Dafür gibt es drei typische Ursachen.

  1. Abdeckung: Jeder Dienst sieht nur, was seine Empfänger und Datenpartner liefern. In Grenzregionen oder bei tief fliegenden Maschinen kann der eine Dienst eine Station in Reichweite haben, der andere nicht.
  2. MLAT-Grenzen: Flugzeuge ohne ADS-B-Positionsdaten werden nur geortet, wenn genug Stationen sie gleichzeitig hören. In niedriger Höhe klappt das oft nicht.
  3. Sperren: Beide kommerziellen Dienste respektieren Sperrwünsche von Haltern. FlightAware zeigt Details gesperrter Flugzeuge laut FAQ nur Halter oder Betreiber.

Für Militär-, Regierungs- und Geschäftsflugzeuge greifen viele Spotter deshalb zusätzlich zu Diensten mit möglichst ungefilterten Daten – mehr dazu in ADS-B Exchange erklärt, Community-Tracker im Vergleich und Militärflugzeuge online verfolgen. Die allgemeinen Ursachen fehlender Flugzeuge fasst Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint zusammen.

So kombinierst du beide im Spotter-Alltag

In der Praxis ergänzen sich die beiden Dienste besser, als sie konkurrieren. Ein bewährter Ablauf für einen Spotting-Tag, etwa an der Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt oder am Besucherhügel München:

1. Am Vorabend recherchieren

Mit FlightAware die Ankunftsliste des Flughafens und den Verlauf interessanter Kennzeichen prüfen: Welche Maschine fliegt die Strecke morgen, wann ist sie geplant?

2. Alarme setzen

Für den Wunschflug einen Alert anlegen, damit du von Abflug oder Verspätung erfährst. Wie das bei verschiedenen Diensten klappt, zeigt der Guide zu Benachrichtigungen.

3. Am Spot live verfolgen

Flightradar24 mit eigenen Filtern öffnen, die Anflugkette beobachten und rechtzeitig die Kamera bereit machen.

4. Nachbereiten

Per Playback oder Flugverlauf prüfen, welche Maschine du wann fotografiert hast, und die Sichtung mit korrektem Kennzeichen festhalten.

Die Alarm-Einrichtung bei beiden Diensten beschreibt Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten. Für Schritt 4 hilft dir Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen.

Worauf du achten solltest

  • Prognosen sind Prognosen. Ankunftszeiten und Positionen sind Schätzungen mit Verzögerung. Plane immer einige Minuten Puffer ein.
  • Abos laufen automatisch weiter. Probezeiträume enden oft in einem verlängerten Abo, wenn du nicht rechtzeitig kündigst – im App Store und bei Google Play verwaltest du das in den Store-Einstellungen.
  • Karte ist kein Ersatz für den Blick nach oben. Gerade bei Bewegungen in niedriger Höhe, Hubschraubern oder Kleinflugzeugen fehlen Daten häufiger. Ohren und Augen bleiben dein schnellster Sensor.
  • Fotos und Daten sind nicht frei. Kartenausschnitte und Flugzeugfotos aus den Apps unterliegen den Nutzungsbedingungen der Dienste und dem Urheberrecht der Fotografen.

Welcher Dienst passt zu dir?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für deinen Start.

Empfehlung

Starte mit Flightradar24

Die Gratis-Version mit eigenen Filtern deckt den Spot-Alltag gut ab. Ein Silver-Abo lohnt sich erst, wenn du Alarme und längeren Verlauf regelmäßig brauchst.

Empfehlung

Plane mit FlightAware

Nutze Flughafenseiten, Kennzeichen-Suche und Alerts für die Vorbereitung. Ein kostenloses Konto bringt häufigere Aktualisierungen, ein eigener Empfänger später das Enterprise-Konto.

Empfehlung

Werde Feeder und nutze beide

Mit einem eigenen Empfänger belieferst du beide Netze parallel und bekommst bei beiden erweiterte Konten – die günstigste Art, das Beste aus beiden Welten zu haben.

Wenn du über die beiden Platzhirsche hinausschauen willst, findest du im Flugradar-Apps-Vergleich weitere Dienste wie Plane Finder und RadarBox, und unter Kostenlose Flugtracker die besten Gratis-Optionen. Welche Apps darüber hinaus in die Spotter-Grundausstattung gehören, zeigt der Planespotting-Apps-Vergleich.

Spot, Wetter und Sichtungen in einer App

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und Pisten am Flughafen, führt dich über die Spot-Karte zum richtigen Standort und sammelt deine Sichtungen im Hangar mit Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Flightradar24 und FlightAware greifen auf ähnliche Datenarten zurück, setzen aber andere Schwerpunkte. Flightradar24 ist die bessere Live-Karte mit starken Filtern und Playback – ideal für den Moment am Zaun. FlightAware ist der bessere Flugplan- und Statusdienst mit breiter Einbindung von Flugsicherungs- und Airline-Daten – ideal für Planung und Recherche. Die Gratis-Versionen beider Dienste reichen für viele Spotter aus. Wer mehr Verlauf und Alarme will, sollte vor dem Abo-Kauf den Feeder-Weg prüfen: Ein eigener Empfänger schaltet bei beiden Diensten erweiterte Konten frei.

Kurzfazit

Flightradar24 für den Live-Blick am Spot, FlightAware für Planung, Status und Kennzeichen-Historie. Beide sind gratis gut nutzbar – und mit einem eigenen ADS-B-Empfänger bekommst du bei beiden die erweiterten Funktionen, ohne ein Abo abzuschließen.

Zusammenfassung

  • Flightradar24 sitzt in Stockholm und wurde 2006 gegründet, FlightAware entstand 2005 in Houston und gehört seit 2021 zu Collins Aerospace.
  • Flightradar24 nennt über 50.000 Empfänger weltweit, FlightAware über 30.000 Empfänger plus Flugsicherungsdaten aus 45 Ländern.
  • Für Spotter am Zaun ist Flightradar24 meist die bequemere Wahl, für Planung, Kennzeichen-Historie und Statusdaten punktet FlightAware.
  • Die Abo-Modelle unterscheiden sich vor allem in der Länge des Flugverlaufs: bei Flightradar24 90 Tage bis drei Jahre, bei FlightAware drei bis acht Monate.

Häufige Fragen

Was ist besser: Flightradar24 oder FlightAware?

Es kommt auf deine Frage an. Willst du sehen, was gerade in den Anflug dreht, ist Flightradar24 mit seiner Live-Karte, den Filtern und dem Playback meist die angenehmere Wahl. Willst du wissen, wann ein Flug planmäßig landet, ob er verspätet ist oder wo eine bestimmte Maschine in den letzten Tagen unterwegs war, spielt FlightAware seine Stärken bei Flugplan- und Statusdaten aus. Viele Spotter nutzen beide.

Nutzen Flightradar24 und FlightAware dieselben Daten?

Zum großen Teil ähnliche Datenarten, aber aus eigenen Netzen. Beide betreiben ein Netz aus Bodenstationen, die ADS-B-Signale empfangen, berechnen Positionen älterer Transponder per MLAT und nutzen Satelliten-ADS-B über den Ozeanen. FlightAware bindet nach eigenen Angaben zusätzlich Flugsicherungsdaten aus 45 Ländern, ACARS-Datalink und Airline-Statusmeldungen ein. Flightradar24 ergänzt unter anderem Radardaten aus Nordamerika, das Open Glider Network und geschätzte Positionen.

Welcher Dienst ist kostenlos besser?

Beide bieten eine brauchbare Gratis-Version mit Live-Karte, Flugdetails und Flughafenansichten. In beiden Fällen reicht der frei einsehbare Verlauf etwa sieben Tage zurück. Flightradar24 liefert gratis die komfortablere Karte, FlightAware zeigt gratis viele Status- und Flugplandaten. Mit einem kostenlosen Konto aktualisiert FlightAware die Seiten laut FAQ häufiger.

Wie weit reicht der Flugverlauf in den Abos zurück?

Bei Flightradar24 sind es laut Anbieter 90 Tage mit Silver, 365 Tage mit Gold und drei Jahre mit Business. FlightAware bietet in seinen Premium-Stufen je nach Abo drei, fünf oder acht Monate Verlauf. Ohne Abo sind es bei beiden rund sieben Tage.

Kann ich ein Flugzeug in beiden Diensten per Kennzeichen suchen?

Ja. Bei Flightradar24 tippst du das Kennzeichen in die Suche oder setzt einen Filter, der auch Platzhalter wie „D-*“ akzeptiert. FlightAware nennt ausdrücklich die Suche nach Flugkennung oder Registrierung. Bei gesperrten Flugzeugen bleiben die Details in beiden Diensten unsichtbar oder eingeschränkt.

Kann ich mit einem Empfänger beide Dienste beliefern?

Ja, und das ist unter Spottern üblich. Du betreibst zum Beispiel PiAware für FlightAware und hängst fr24feed als zusätzlichen Feeder an denselben Datenstrom. So bekommst du bei FlightAware das kostenlose Enterprise-Konto und bei Flightradar24 das erweiterte Konto für aktive Feeder, solange die Station Daten liefert.

Warum ist ein Flugzeug bei einem Dienst sichtbar und beim anderen nicht?

Meist liegt es an der Abdeckung: Jeder Dienst sieht nur, was seine eigenen Empfänger oder Datenpartner liefern. Für MLAT braucht es zudem mehrere Stationen, die dasselbe Flugzeug hören. Dazu kommen Sperrprogramme, die beide Dienste respektieren, und unterschiedliche Verzögerungen bei einzelnen Datenquellen.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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