Das Wichtigste in Kürze
- Die Metro ist ein 19-sitziger Zubringer-Turboprop aus Texas: entwickelt von Ed Swearingen aus seinem Geschäftsreiseflugzeug Merlin, Erstflug 1969.
- Schnellster Erkennungsweg: sehr langer, dünner Rumpf, spitze Nase, Kreuzleitwerk und der unverwechselbare TPE331-Sound.
- Die Kabine ist eng: Mit rund 1,45 m Innenhöhe gehen Passagiere gebückt – darin unterscheidet sie sich klar von Beechcraft 1900D und Jetstream 31.
- Heute ist sie vor allem ein Frachtflugzeug: Große Flotten fliegen bei Ameriflight in den USA und Perimeter in Kanada, Australien und Lateinamerika sind weitere Schwerpunkte.
- Im DACH-Raum ist sie Geschichte: Crossair startete 1979 mit Metro, heute sind Sichtungen in Mitteleuropa echte Glücksfälle.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Fairchild Swearingen Metro?
- 2.Die Versionen: von Merlin bis Metro 23
- 3.Woran du die Metro erkennst
- 4.Die Kabine: eng, laut, effizient
- 5.Metro, 1900D, Jetstream oder Bandeirante?
- 6.Wo die Metro geflogen ist
- 7.Wo die Metro heute fliegt
- 8.Spotting-Strategie: Frachtflüge und Reiseziele
- 9.Fototipps speziell für die Metro
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Swearingen Aircraft, ab 1971 unter Fairchild-Kontrolle (San Antonio, Texas, USA) |
|---|---|
| Familie | Merlin (Geschäftsreise) und Metro (Linie, Fracht), Militärversion C-26 |
| ICAO-Typcode | SW4 (Metro, Merlin IV, Metro 23, C-26), SW3 (Merlin III) |
| Erstflug Metro | 26. August 1969 |
| Erstflug Merlin | 13. April 1965 (Prototyp Merlin IIA) |
| Hauptversionen | Metro, Metro II, Metro IIA, Metro III, Metro 23, Expediter, Merlin IV |
| Letzte Auslieferung | 2001 |
| Gebaute Exemplare | rund 700 langrümpfige Metro, Expediter, Merlin IV und C-26; dazu viele kurze Merlin (Zählweisen schwanken) |
| Triebwerke | 2 × Garrett (heute Honeywell) TPE331, beim Metro III rund 1.000 WPS je Seite |
| Länge | rund 18,1 m (Metro III) |
| Spannweite | 17,37 m (Metro III) |
| Höhe | 5,08 m |
| Kabinenhöhe | rund 1,45 m |
| Sitzplätze | bis 19 Passagiere |
| Besatzung | 2 Piloten, im reinen Frachtbetrieb teils 1 |
| Max. Startgewicht | rund 6,6 t (Metro III) bis 7,3 t (Metro 23) |
| Reisegeschwindigkeit | rund 270–280 kt (gut 500 km/h) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Extrem langer, schlanker Rumpf mit kleinem Querschnitt – die Metro wirkt wie eine Röhre mit Flügeln
- Lange, spitz zulaufende Nase, in der ein Gepäckfach mit seitlicher Klappe sitzt
- Tiefdecker mit zwei schlanken Triebwerksgondeln, in denen Garrett-TPE331-Turboprops stecken – deutlich hörbar am hellen, kreischenden Klang
- Kreuzleitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt knapp oberhalb des Rumpfes an einer hohen, gepfeilten Seitenflosse
- Lange Reihe kleiner Kabinenfenster, vorn links eine Klapptür mit integrierter Treppe
- Metro 23 teils mit Gepäckwanne unter dem Rumpf; Frachter (Expediter) oft mit abgedeckten Fenstern und großer Frachttür hinten links
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schmaler Turboprop rollt vorbei, der Rumpf ist so lang und dünn, dass er fast wie ein Rohr aussieht, und das Triebwerksgeräusch schneidet hell durch die Luft: Gut möglich, dass du gerade eine Fairchild Swearingen Metro vor dir hast. Der 19-Sitzer aus Texas hat das Zubringergeschäft in Nordamerika, Australien und auch in Europa über Jahrzehnte geprägt und fliegt heute vor allem Fracht. Hier erfährst du, woher die Metro kommt, wie sie mit der Merlin zusammenhängt, woran du sie erkennst und wo du sie noch vor die Linse bekommst.
SW4 im Hangar abhaken
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Was ist die Fairchild Swearingen Metro?
Die Metro ist ein zweimotoriger, druckbelüfteter Turboprop für bis zu 19 Passagiere. Damit liegt sie genau in der Größenklasse, die in den USA und vielen anderen Ländern als Commuter-Flugzeug mit vergleichsweise schlanken Vorschriften betrieben werden kann. Im Linienbetrieb sitzen zwei Piloten im Cockpit, Kabinenpersonal gab es bei vielen Betreibern nicht. Dass eine Maschine dieser Größe überhaupt eine Druckkabine hatte, war bei ihrer Einführung eher ungewöhnlich – und ein Grund, warum sie in höheren Lagen über dem Wetter fliegen konnte.
Hinter dem Typ steht Ed Swearingen, Ingenieur und Betreiber eines Flugbetriebs in San Antonio, Texas. Er baute zunächst Beechcraft-Modelle wie die Twin Bonanza und die Queen Air um und entwickelte daraus sein eigenes Geschäftsreiseflugzeug, die Merlin. Deren Prototyp flog am 13. April 1965. Aus der Merlin-Erfahrung entstand Ende der 1960er-Jahre die deutlich größere Metro für Regionalairlines: Erstflug am 26. August 1969.
Das Geld für die Serienfertigung fehlte zunächst. Erst als Fairchild Ende 1971 rund 90 Prozent der Firma übernahm, lief die Produktion richtig an. Daher stammt der Doppelname, unter dem der Typ bis heute bekannt ist. Weil Fairchild Mitte der 1990er-Jahre auch Dornier übernahm, gehört die Metro indirekt zur selben Firmengeschichte wie die Dornier 328. Nach der Insolvenz von Fairchild Dornier übernahm 2003 M7 Aerospace die Anlagen in San Antonio und die Betreuung der Metro-Flotte; M7 gehört seit Dezember 2010 zum israelischen Konzern Elbit Systems.
Die Versionen: von Merlin bis Metro 23
Die Familie ist verzweigt, und die Bezeichnungen gehen gern durcheinander. Grob gibt es zwei Linien: die Merlin für Geschäftsreisende und die Metro für Linie und Fracht. Die Werksbezeichnungen beginnen mit SA26 (frühe Merlin), SA226 (Merlin III, Metro, Metro II) und SA227 (Metro III, Metro 23, Expediter, Merlin IV).
| Version | Rolle | Merkmale |
|---|---|---|
| Merlin II | Geschäftsreise | kurzer Rumpf, frühe Exemplare mit PT6A, später TPE331 |
| Merlin III | Geschäftsreise | kurzer Rumpf, Typcode SW3 |
| Metro / Metro II | Linie | langer Rumpf, Mitte der 1970er-Jahre zur Metro II weiterentwickelt |
| Metro III | Linie | 1980 zugelassen, höheres Abfluggewicht, weit verbreitet |
| Expediter | Fracht | reine Frachtversion der Metro III |
| Metro 23 | Linie, Fracht | letzte Version, gebaut nach der US-Commuter-Vorschrift FAR Part 23 |
| Merlin IV | Geschäftsreise | langer Metro-Rumpf mit Business-Kabine |
| C-26 | Militär | Militärversion von Metro III und Metro 23 |
Die Metro III brachte 1980 ein höheres Abfluggewicht und verbesserte Leistungen und wurde zur Brot-und-Butter-Version. Die Metro 23 folgte Anfang der 1990er-Jahre und erfüllt die damals neue Commuter-Kategorie der US-Bauvorschriften; ihr maximales Abfluggewicht liegt bei rund 7,3 Tonnen. Eine gestreckte Metro 25 mit mehr Sitzen flog 1989 als Prototyp, ging aber nicht in Serie.
Angetrieben werden fast alle Versionen von Garrett-TPE331-Turboprops. Garrett ging später in AlliedSignal und schließlich in Honeywell Aerospace auf, das die Triebwerksfamilie bis heute betreut. Nur der Merlin-II-Prototyp und die frühen Serienmaschinen (Merlin IIA) flogen mit Pratt & Whitney Canada PT6A.
Merlin oder Metro? Fenster zählen
Ein kurzer Rumpf mit wenigen Fenstern ist eine Merlin II oder III. Ein langer Rumpf mit einer langen Fensterreihe ist eine Metro – oder eine Merlin IV, die außen fast gleich aussieht. Bei Letzterer hilft nur der Blick ins Register.
Woran du die Metro erkennst
Die Metro hat eine Silhouette, die du nach ein, zwei Sichtungen nicht mehr vergisst. Drei Merkmale reichen für die Bestimmung.
Rumpf: lang und dünn
Rund 18 Meter Länge bei sehr kleinem Querschnitt – kein anderer 19-Sitzer wirkt so gestreckt. Dazu kommt eine lange, spitze Nase mit Gepäckfach und seitlicher Klappe.
Heck: Kreuzleitwerk
Das Höhenleitwerk sitzt knapp oberhalb des Rumpfes an der hohen, gepfeilten Seitenflosse. Ein T-Leitwerk wie bei der Beechcraft 1900 gibt es nicht.
Sound: TPE331
Die Garrett-Turboprops haben einen hellen, kreischenden Klang, der sich deutlich vom tieferen Brummen der PT6A-Motoren unterscheidet. Viele Spotter hören eine Metro, bevor sie sie sehen.
Zusätzlich lohnt der Blick auf Details: Die Passagiertür vorn links ist eine Klapptür mit eingebauter Treppe, Frachter haben oft abgedeckte Fenster und hinten links eine größere Frachttür. Manche Metro 23 tragen unter dem Rumpf eine zusätzliche Gepäckwanne, die die Silhouette unten etwas bauchiger macht. Am Ende bestätigt das Kennzeichen die Version – wie du Registrierungen liest, steht im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die Kabine: eng, laut, effizient
Was von außen elegant aussieht, ist innen knapp bemessen. Die Kabine ist nur rund 1,45 Meter hoch, Passagiere gehen gebückt zu ihrem Platz. Je eine Einzelsitzreihe links und rechts eines schmalen Mittelgangs, keine Gepäckfächer über den Köpfen, eine Bordküche gibt es nicht. Das Handgepäck wandert in die Fächer in Nase und Heck. Zwischen Kabine und Cockpit gibt es keine richtige Tür – wer vorn sitzt, schaut den Piloten über die Schulter.
Für die Airlines zählte etwas anderes: Die Metro war schnell, druckbelüftet und vergleichsweise günstig im Betrieb. Mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 270 bis 280 Knoten war sie flotter als viele Konkurrenten ihrer Zeit. Für Fracht ist der lange, schmale Rumpf ideal – Pakete, Post und Bankunterlagen lassen sich gut stapeln, und genau dort hat die Metro ihr zweites Leben gefunden.
Metro, 1900D, Jetstream oder Bandeirante?
In der 19-Sitzer-Klasse gibt es mehrere Typen, die aus der Ferne ähnlich wirken. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: 19-sitziger Turboprop
Fairchild Swearingen Metro
Langer, dünner Rumpf, spitze Nase und TPE331-Klang: Das ist das typische Metro-Bild. Prüf zur Sicherheit das Kennzeichen.
Beechcraft 1900D
Der Buckel hinter dem Cockpit, Winglets und das T-Leitwerk mit Zusatzflossen sprechen für die 1900D.
BAe Jetstream 31/32
Kürzerer, runder Rumpf und ein höher angesetztes Höhenleitwerk deuten auf die Jetstream – die übrigens ebenfalls TPE331-Motoren hat.
Embraer EMB 110 Bandeirante
Kantiger Rumpf ohne Druckkabine und PT6A-Triebwerke: Das ist eher der brasilianische Zeitgenosse der Metro.
Dornier Do 228
Hochdecker mit eckigem Rumpf und markanten Flügelspitzen – ein völlig anderes Konzept, schnell auszuschließen.
Mehr zu den Nachbarn findest du auf den Seiten zur Beechcraft 1900D, zur BAe Jetstream 31, zur Embraer EMB 110 Bandeirante und zur Dornier Do 228. Wer Metros im Frachtdienst sucht, trifft oft auf die Embraer EMB 120 Brasilia und die Saab 340, die eine Klasse größer sind. Einen breiten Überblick gibt der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Wo die Metro geflogen ist
In den USA war die Metro in den 1970er- und 80er-Jahren eines der wichtigsten Commuter-Flugzeuge. SkyWest Airlines betrieb 1984 mit 26 Maschinen die damals größte Metro-Flotte der Welt und wuchs bis 1991 auf 35 Exemplare; 1996 waren alle durch Brasilias ersetzt. Horizon Air flog Metro II und III und musterte die letzten 1997 aus. Auch Air Wisconsin gehörte zu den frühen Betreibern.
In Europa spielte die Metro eine wichtige Rolle beim Aufbau kleiner Regionalairlines. Die Schweizer Crossair übernahm 1979 ihre ersten zwei Metro II und flog insgesamt zwölf Metro II und III, bevor größere Typen kamen. In Deutschland gehörte der Nürnberger Flugdienst (NFD) zu den bekannten Betreibern, dazu kamen etliche kleinere Gesellschaften. Auch Luxair und die spanische Swiftair setzten den Typ ein. Wer historische Metros sucht, wird in Fotoarchiven zum EuroAirport Basel-Mulhouse oder zum Flughafen Nürnberg fündig.
Militärisch fliegt die Familie als C-26 bei den US-Streitkräften, unter anderem in Transport- und Messrollen. Die Aufklärungsversion RC-26B der Air National Guard wurde 2023 ausgemustert. Weitere C-26 gingen nach Lateinamerika und in die Karibik, etwa nach Kolumbien, Mexiko, Peru, Venezuela, Barbados und Trinidad und Tobago. Die schwedischen Streitkräfte nutzten Metro III als Tp 88, Merlin IV flogen unter anderem in Südafrika, Argentinien und Thailand. Wie du solche Maschinen einordnest, zeigt der Guide Militärtransporter erkennen.
Wo die Metro heute fliegt
Nach einer Bestandsaufnahme vom Juli 2019 waren damals knapp 200 Metros im Airline-Einsatz, die größten Betreiber waren Ameriflight, Perimeter Aviation und die mexikanische Aeronaves TSM. Diese Grundstruktur gilt im Kern bis heute, auch wenn die Zahlen sinken:
| Region | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| USA | hoch | Ameriflight mit Sitz am Flughafen Dallas/Fort Worth fliegt laut aktuellen Flottenübersichten rund 30 Metroliner im Frachtdienst |
| Kanada | hoch | Perimeter in Winnipeg nutzt gut 20 Metro II und III für Passagiere, Fracht und Ambulanzflüge |
| Australien | mittel | Der Typ war dort besonders beliebt, viele Exemplare fliegen bei kleinen Linien-, Charter- und Frachtbetreibern |
| Mexiko, Lateinamerika | mittel | Frachtbetreiber und Behörden, dazu militärische C-26 |
| DACH-Raum | sehr niedrig | Überführungen, seltene Fracht- oder Sonderflüge |
Flotten ändern sich – gerade bei alten Typen
Die jüngste Metro ist rund 25 Jahre alt. Betreiber mustern aus, verkaufen weiter oder bauen auf Fracht um. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor einer Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode SW4.
Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Frachter allgemein besser einzuordnen hilft der Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Keine Metro mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Strategie: Frachtflüge und Reiseziele
Metros sind heute vor allem Nachtarbeiter. Viele Frachtbetreiber fliegen Paket- und Postverbindungen am frühen Morgen und späten Abend, tagsüber stehen die Maschinen oft auf dem Vorfeld. Das heißt für dich: Bewegungen im Tracking-Dienst vorab prüfen, Vorfeld-Blicke an Regionalflughäfen einplanen und für Aufnahmen bei wenig Licht gerüstet sein. Tipps dazu stehen im Guide Flugzeuge nachts fotografieren und im Beitrag Spotting an Regionalflughäfen.
In den USA bietet sich Dallas/Fort Worth an, wo Ameriflight seinen Sitz hat; ein bekannter Startpunkt für Spotter dort ist die Founders’ Plaza. In Australien kannst du bei einem Besuch in Sydney den Shep’s Mound einplanen – Regional-Turboprops gehören dort zum Verkehrsbild, eine Metro ist aber nie garantiert. Ob deine Sichtung im DACH-Raum wirklich so selten ist, wie sie sich anfühlt, kannst du mit dem Guide Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen.
Bereit für deine Metro-Jagd?
- Ich habe eine SW4-Bewegung im Flugplan oder Tracking-Dienst gefunden.
- Ich habe per Kennzeichen geprüft, ob es eine Metro, ein Expediter oder eine Merlin IV ist.
- Ich weiß, ob der Flug bei Tageslicht oder in der Dämmerung stattfindet.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Meine Kamera steht auf einer Verschlusszeit, die die Propeller nicht einfriert.
Fototipps speziell für die Metro
Die Metro ist schlank und nicht besonders hoch – das hat Folgen für Bildausschnitt und Perspektive.
Profil zeigt die Länge
Die gestreckte Silhouette kommt nur im Seitenprofil richtig zur Geltung. Frontal wirkt die Metro wie jeder andere kleine Turboprop.
Propeller nicht einfrieren
Mit zu kurzer Belichtungszeit stehen die Propeller still. Längere Zeiten mit sauberem Mitziehen zeigen eine Propellerscheibe. Wie das klappt, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Nase und Heck im Bild
Die spitze Nase mit Gepäckklappe und das Kreuzleitwerk sind die Merkmale, die eine Metro eindeutig machen. Schneide den Ausschnitt nicht zu eng.
Mehr Brennweite einplanen
Mit rund 18 Metern Länge ist die Metro viel kleiner als ein Mittelstreckenjet. Am selben Spot brauchst du für ein formatfüllendes Bild deutlich mehr Brennweite.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du am besten vorab – wie das geht, zeigt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du für jeden Spot auf der Karte, wann die Sonne günstig steht.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Metro, wenn …
- der Rumpf ungewöhnlich lang und dünn wirkt
- die Nase lang und spitz ausläuft
- das Höhenleitwerk knapp über dem Rumpf an einer hohen Flosse sitzt
- du den hellen TPE331-Klang hörst
Sieh genauer hin, wenn …
- im Tracking-Dienst nur SW4 steht – das gilt auch für Merlin IV und C-26
- die Fenster abgedeckt sind – dann ist es oft ein Expediter oder Frachtumbau
- der Rumpf kurz ist – dann eher eine Merlin II oder III
Es ist keine Metro, wenn …
- der Flügel oben auf dem Rumpf sitzt
- ein T-Leitwerk mit Winglets an den Flügeln zu sehen ist – dann eher eine 1900D
- der Rumpf rund und deutlich kürzer ist, mit großen ovalen Fenstern – dann eher eine Jetstream
- der Rumpf kurz ist und nur wenige Fenster hat, die Nase aber stumpf wirkt – dann eher eine King Air
Zur Abgrenzung lohnt auch ein Blick auf die King Air 200, die im Geschäftsreiseverkehr oft dort auftaucht, wo früher die Merlin unterwegs war.
Fazit
Die Fairchild Swearingen Metro ist ein Flugzeug mit klarem Profil: ein langes, schlankes Rohr mit spitzer Nase, Kreuzleitwerk und zwei kreischenden TPE331-Turboprops. Für Passagiere war sie eng, für Airlines schnell und wirtschaftlich – und für Frachtbetreiber ist sie bis heute ein zuverlässiges Arbeitstier. In Nordamerika und Australien ist sie noch regelmäßig unterwegs, in Mitteleuropa gehört sie inzwischen zu den echten Raritäten.
Kurzfazit
Langer, dünner Rumpf, spitze Nase, Höhenleitwerk knapp über dem Rumpf und ein Sound, den du nicht vergisst: Das ist die Metro. Weil SW4 auch Merlin IV und C-26 umfasst, bestätigst du die Version über das Kennzeichen – und für sichere Sichtungen planst du eine Tour in die USA, nach Kanada oder Australien ein.
Zusammenfassung
- Ed Swearingen baute in San Antonio zuerst den Geschäftsreise-Turboprop Merlin und entwickelte daraus die Metro, die am 26. August 1969 erstmals flog.
- Ab Ende 1971 kontrollierte Fairchild das Unternehmen; es folgten Metro II, Metro III, die Frachtversion Expediter und als letzte Version die Metro 23.
- Die Produktion endete Ende der 1990er-Jahre, die letzte Maschine wurde 2001 ausgeliefert. Die Betreuung der Flotte übernahm M7 Aerospace, das heute zu Elbit gehört.
- Spotter finden die Metro heute vor allem in Nordamerika und Australien, häufig als Frachter; der Typcode SW4 ist dafür der wichtigste Suchfilter.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Metro?
Die langrümpfigen Versionen – Metro, Metro II und III, Metro 23, Expediter, Merlin IV und die militärische C-26 – laufen unter SW4. Die kurze Merlin III hat den Code SW3. Welche Version genau vor dir steht, klärst du über Kennzeichen und Werknummer.
Was ist der Unterschied zwischen Merlin und Metro?
Die Merlin ist das Geschäftsreiseflugzeug: kurzer Rumpf, wenige Fenster, Platz für eine Handvoll Passagiere. Die Metro ist die gestreckte Linienversion mit bis zu 19 Sitzen. Die Merlin IV ist ein Sonderfall – sie nutzt den langen Metro-Rumpf, aber mit Geschäftsreise-Kabine.
Warum heißt die Metro oft „Metroliner“?
Metroliner war die gebräuchliche Bezeichnung für den Typ in Marketing, Medien und bei vielen Betreibern. Auch das US-Militär nennt die C-26 inoffiziell so. Gemeint ist immer dieselbe Familie aus San Antonio.
Wie viele Passagiere passen in eine Metro?
Bis zu 19, jeweils auf Einzelsitzen links und rechts eines Mittelgangs. Die Kabine ist rund 1,45 m hoch, Gepäckfächer über den Sitzen gibt es nicht – das Handgepäck wandert in Fächer in der Nase und im Heck.
Was ist ein Expediter?
Der Expediter (SA227-AT) ist die reine Frachtversion der Metro III. Dazu kommen viele ehemalige Passagier-Metros, die nachträglich für Fracht eingerichtet wurden. Bei Frachtbetreibern wie Ameriflight bilden diese Maschinen einen großen Teil der Flotte.
Wird die Metro noch gebaut?
Nein. Die Metro-Produktion endete Ende der 1990er-Jahre, die letzte Maschine ging 2001 an den Kunden. Fairchild Dornier musste wenig später Insolvenz anmelden; die Unterstützung für die Flotte übernahm M7 Aerospace in San Antonio, das 2010 von Elbit Systems gekauft wurde.
Wo sehe ich heute eine Metro?
Am verlässlichsten in den USA bei Frachtbetreibern wie Ameriflight, in Kanada bei Perimeter rund um Winnipeg sowie in Australien und Lateinamerika. In Mitteleuropa ist der Typ inzwischen sehr selten – filter in Tracking-Diensten nach SW4.
Fairchild Swearingen Metro sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Wo du die Fairchild Swearingen Metro siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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