Das Wichtigste in Kürze
- Die CV-580 ist kein Neubau: Sie entstand durch Umrüstung von Convair CV-340 und CV-440 mit Allison-501-Turboprops.
- Erkennungs-Trio: Turbinengondeln, Vierblatt-Propeller und vergrößertes Seitenleitwerk.
- Erste Airline mit dem Typ war die ursprüngliche Frontier Airlines, ab dem 1. Juni 1964.
- Zweites Leben als Arbeitspferd: Fracht, Löschflugzeug-Umbauten und fliegende Labore für die Atmosphärenforschung.
- Im Tracking läuft der Typ unter CVLT – in Europa ist er heute eine echte Rarität.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Convair CV-580?
- 2.Woran du die CV-580 erkennst
- 3.Die Convair-Turboprop-Familie im Überblick
- 4.Vom Regional-Airliner zum Arbeitspferd
- 5.Sicherheit: was Spotter wissen sollten
- 6.Wo du die CV-580 heute noch siehst
- 7.Fototipps für die CV-580
- 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller (Basiszelle) | Convair, San Diego |
|---|---|
| Umbau | Pacific Airmotive im Auftrag von Allison; heute KF Aerospace (Kanada) |
| Ausgangsmuster | Convair CV-340 und CV-440 |
| ICAO-Typcode | CVLT |
| Erstflug als Turboprop | 19. Januar 1960 |
| Erster Linieneinsatz | 1. Juni 1964 bei Frontier Airlines (USA) |
| Triebwerke | 2 × Allison 501-D13 (D13D/D13H), je rund 3.750 WPS |
| Propeller | Vierblatt, verstellbar mit Umkehrschub (Aeroproducts oder Hamilton Standard) |
| Max. Startgewicht (CV580F) | 26.379 kg (58.156 lb) |
| Max. Nutzlast (CV580F) | rund 7,3 t (16.000 lb) |
| Frachtvolumen (CV580F) | rund 73 m³ (2.578 ft³) |
| Reichweite (CV580F) | max. rund 2.300 km, mit voller Nutzlast rund 1.300 km |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Tiefdecker mit zwei Turboprops und Vierblatt-Propellern – die Kolben-Convairliner haben Sternmotoren mit Dreiblatt-Propellern
- Schlanke, lange Triebwerksgondeln vorn an der Flügelvorderkante statt runder Sternmotor-Hauben
- Gegenüber CV-340/440 vergrößertes Seitenleitwerk und geändertes Höhenleitwerk
- Bugradfahrwerk mit Doppelrädern an allen Fahrwerksbeinen
- Eingebaute Klapptreppe vorn am Rumpf – ideal für Plätze ohne Bodengerät
- Typisches, kräftiges Turbinen-Propellergeräusch, ähnlich wie bei Electra und Hercules mit derselben Allison-Triebwerksfamilie
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein bulliger Tiefdecker mit zwei Turboprops und Vierblatt-Propellern dröhnt über die Piste, der Rumpf erinnert an die 1950er, das Seitenleitwerk ist auffällig hoch: Gut möglich, dass du gerade eine Convair CV-580 vor dir hast. Sie ist eines der langlebigsten Umbauprojekte der Luftfahrtgeschichte – aus einem Kolbenmotor-Airliner wurde ein Turboprop, der Passagiere, Fracht, Löschmittel und Messinstrumente getragen hat. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wie sie sich von ihren Geschwistern unterscheidet und wo du heute überhaupt noch eine erwischst.
Seltene Convairs festhalten
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Was ist die Convair CV-580?
Die CV-580 ist kein eigenständig gebautes Flugzeug, sondern ein Turboprop-Umbau. Ausgangspunkt waren die zweimotorigen Kolben-Airliner Convair CV-340 und CV-440, die in den 1950er-Jahren auf Kurz- und Mittelstrecken weltweit unterwegs waren. Diese sogenannten Convairliner hatten Sternmotoren mit Dreiblatt-Propellern. Mit dem Aufkommen der Propellerturbine lag die Idee nahe, die solide, druckbelüftete Zelle zu behalten und nur den Antrieb zu modernisieren.
Genau das passierte: Die Kolbenmotoren wichen zwei Allison-501-Turboprops der Ausführungen D13D oder D13H mit Vierblatt-Propellern. Weil die neuen Triebwerke deutlich mehr Leistung brachten – rund 3.750 Wellen-PS pro Seite –, bekam das Flugzeug ein vergrößertes Seitenleitwerk und ein geändertes Höhenleitwerk, um die Steuerbarkeit bei Triebwerksausfall sicherzustellen. Die Umbauten übernahm Pacific Airmotive im Auftrag der Allison Engine Company, damals eine Sparte von General Motors.
Als Turboprop flog die CV-580 erstmals am 19. Januar 1960. In den Liniendienst kam sie am 1. Juni 1964 bei der ursprünglichen Frontier Airlines aus Denver. Die Typzulassung und das Ergänzungsmusterzulassungs-Paket liegen heute bei KF Aerospace (früher Kelowna Flightcraft) in Kanada, das sich als Hersteller und Inhaber der Musterzulassung für alle Convair-Verkehrsflugzeuge bezeichnet und Umbauten nach wie vor durchführt.
Woran du die CV-580 erkennst
Auf den ersten Blick ist die CV-580 ein klassischer Nachkriegs-Airliner: Tiefdecker, gerader Flügel, Bugradfahrwerk. Der Unterschied steckt im Detail – und drei Merkmale reichen.
Triebwerksgondeln ansehen
Statt runder Sternmotor-Hauben sitzen schlanke, lang gezogene Turbinengondeln vorn am Flügel. Das ist der deutlichste Unterschied zur Kolben-Convair.
Propellerblätter zählen
Vier Blätter pro Propeller sprechen für die Allison-Umrüstung. Die originalen CV-340/440 haben drei Blätter.
Seitenleitwerk prüfen
Das Leitwerk ist größer und höher als bei der Kolbenversion. Im direkten Vergleich wirkt das Heck der CV-580 fast überdimensioniert.
Dazu kommen kleinere Hinweise: Das Hauptfahrwerk hat Doppelräder, und vorn am Rumpf klappt bei vielen Maschinen eine eingebaute Treppe heraus. Die war im Regionalverkehr auf kleinen Plätzen Gold wert und ist heute bei Fracht- und Spezialeinsätzen auf abgelegenen Pisten noch immer praktisch. Am Ende bestätigt aber das Kennzeichen den Typ – wie du es zuverlässig recherchierst, erklärt der Guide Flugzeug per Kennzeichen finden und verfolgen.
Hör genau hin
Die Allison 501 ist die zivile Version derselben Triebwerksfamilie, die auch in Lockheed Electra und Hercules steckt. Wer den tiefen, sägenden Klang einer Hercules kennt, hört bei der CV-580 eine nahe Verwandte – nur eben mit zwei statt vier Triebwerken.
Die Convair-Turboprop-Familie im Überblick
Die CV-580 war nicht der einzige Versuch, die Convairliner auf Turbinen umzurüsten. Für Spotter ist es hilfreich, die Varianten zu kennen, denn in Fotodatenbanken tauchen sie oft unter ähnlichen Namen auf.
| Variante | Basis | Triebwerk | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| CV-340 / CV-440 | Neubau | Kolben-Sternmotoren | Ausgangsmuster, Dreiblatt-Propeller |
| CV-580 | Umbau CV-340/440 | Allison 501-D13 | Größeres Leitwerk, Vierblatt-Propeller |
| CV-600 | Umbau CV-240 | Rolls-Royce Dart | Erster Einsatz Ende 1965 bei Central Airlines |
| CV-640 | Umbau CV-340/440 | Rolls-Royce Dart | Dart-Alternative zur CV-580 |
| CV-5800 | Umbau C-131F | Allison 501-D22G | Um rund 5 m gestreckt, 6 Umbauten |
Die CV-600 und CV-640 setzen auf die Dart von Rolls-Royce – dasselbe Triebwerk, das auch die Vickers Viscount und die Fokker F27 Friendship antreibt. Die CV-5800 ist die jüngste Ausbaustufe: Kelowna Flightcraft streckte ab Anfang der 1990er-Jahre ehemalige Militärzellen vom Typ C-131F um rund 5 Meter und stattete sie mit der stärkeren Allison 501-D22G aus. Der Prototyp flog am 11. Februar 1992, insgesamt entstanden sechs Exemplare. Optisch erkennst du sie am deutlich längeren Rumpf.
Auch das Militär nutzte Turboprop-Convairs: Die US-Streitkräfte flogen umgerüstete C-131-Varianten, und Kanada ließ seine CC-109 Cosmopolitan 1966 ebenfalls auf Allison-501-D13 umrüsten.
Vom Regional-Airliner zum Arbeitspferd
Die Linienjahre in den USA
Frontier Airlines war 1964 die erste Airline mit dem Typ und flog 1979 noch 25 Convair 580 neben ihren Boeing 737-200. Am 31. Mai 1982 parkte Frontier die letzten Maschinen und wurde am folgenden Tag zur reinen Jet-Airline. Weitere bekannte US-Betreiber waren Allegheny Airlines (später USAir), die Mitte der 1970er bis zu 20 CV-580 gleichzeitig einsetzte, sowie North Central und Lake Central. Die CV-580 war damit ein Rückgrat des amerikanischen Regionalverkehrs, bis Jets und neuere Turboprops sie verdrängten. Mehr zu dieser Flugzeuggeneration und ihren Erkennungszeichen findest du im Guide Oldtimer am Himmel erkennen.
Zweites Leben als Frachter
Nach dem Ende im Passagierdienst begann für viele CV-580 eine neue Karriere als Frachter. KF Aerospace beschreibt die Frachtversion CV580F so: Hauptdeck für Paletten oder Container, bis zu rund 7,3 Tonnen Nutzlast, zusammen rund 73 Kubikmeter Frachtraum und eine Reichweite von bis zu etwa 2.300 Kilometern, mit voller Zuladung rund 1.300 Kilometer. Damit passt sie genau in die Nische der nächtlichen Express- und Zubringerflüge.
In Europa flogen CV-580 jahrelang im Expressnetz: Unter anderem Swiftair aus Spanien und die belgische European Air Transport, aus der die heutige European Air Transport Leipzig hervorging, setzten den Typ für DHL ein. Dazu kamen skandinavische Betreiber. Wie das Expressgeschäft dahinter funktioniert, erklärt der Beitrag Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS. In Nordamerika war die kanadische Nolinor Aviation ein bekannter Convair-Betreiber, und in den USA setzte die Frachtairline IFL Group (früher Contract Air Cargo) CV-580 und CV-5800 ein. Wie sich Frachter generell von Passagiermaschinen unterscheiden, zeigt der Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Löschflugzeug und fliegendes Labor
Die robuste Zelle mit kräftigen Triebwerken eignete sich auch für Spezialaufgaben. Für die Waldbrandbekämpfung entstanden Airtanker-Umbauten mit Löschmitteltanks und Abwurfsystemen; KF Aerospace passt CV-580 nach eigenen Angaben bis heute auch für diesen Zweck an. In Kanada war der Brandbekämpfer Conair ein bekannter CV-580-Betreiber.
Besonders spannend ist die Rolle als Forschungsflugzeug. Der National Research Council of Canada nutzt eine CV-580 (Kennzeichen C-FNRC) als fliegendes Labor, vor allem für die Atmosphären- und Wolkenforschung. Weitere Exemplare flogen für Forschungs- und Industrieeinrichtungen in Kanada und den USA. Die Fernerkundungs-Convair C-GRSC des Canada Centre for Remote Sensing ging 2015 in den Ruhestand und gehört heute zum Canada Aviation and Space Museum in Ottawa. Viel Platz in der Kabine und die druckbelüftete Zelle machen die Convair für Messflüge attraktiv.
Keine Convair mehr verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ CV-580 oder ein bestimmtes Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, sobald die Maschine anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Sicherheit: was Spotter wissen sollten
Wer sich mit der CV-580 beschäftigt, stößt zwangsläufig auf ihre Unfallgeschichte. Zwischen 1960 und Mitte 2023 gingen nach Zusammenstellungen in Nachschlagewerken 39 Maschinen verloren, bei 18 Unfällen kamen insgesamt 211 Menschen ums Leben. Zwei Fälle sind luftfahrtgeschichtlich besonders bedeutsam:
- Lake Central Airlines, 1967: Im Sinkflug lösten sich Propellerblätter von einem Triebwerk, die Maschine stürzte in Ohio ab, alle 38 Insassen starben. Ursache war ein Fertigungsfehler am Propeller.
- Partnair Flug 394, 1989: Die norwegische Charter-CV-580 brach in großer Höhe auseinander und stürzte vor der dänischen Küste in die Nordsee, alle 55 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Ermittler fanden gefälschte, nicht zugelassene Ersatzteile – der Fall gilt bis heute als Mahnmal gegen sogenannte Bogus Parts.
Auch in Neuseeland verlor Air Freight NZ zwei Frachter, 1989 bei Auckland und 2003 nach einem Strömungsabriss in starker Vereisung. Für die Einordnung gilt: Viele dieser Unfälle betreffen Jahrzehnte alte Zellen in harten Fracht- und Nachteinsätzen.
Wo du die CV-580 heute noch siehst
Ehrlich gesagt: Die CV-580 ist im Jahr 2026 eine Rarität. Flotten und Einsätze kleiner Frachtbetreiber ändern sich schnell, belastbare Gesamtzahlen aktiver Maschinen gibt es kaum. Grob gilt:
| Region | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Kanada | mittel | Heimat von KF Aerospace, Forschungs- und Spezialeinsätze |
| USA | niedrig bis mittel | Einzelne Frachtbetreiber, vor allem im Nachtverkehr |
| Neuseeland / Pazifik | niedrig | Bekannte Betreiber waren Air Chathams und Air Freight NZ – aktuellen Stand vorher prüfen |
| Deutschland, Österreich, Schweiz | sehr niedrig | Kein regelmäßiger Einsatz mehr, höchstens Überführungen oder Sonderflüge |
Vorher prüfen statt hoffen
Ob ein Betreiber seine Convair noch fliegt, kann sich von Saison zu Saison ändern. Such vor der Tour im Tracking nach dem Typcode CVLT und gleich Kennzeichen mit einer aktuellen Datenbank ab, statt dich auf alte Flottenlisten zu verlassen.
Wie du solche Einzelstücke live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Bist du neu im Hobby, startest du am besten mit Planespotting für Einsteiger.
Bereit für die Convair-Jagd?
- Ich habe aktuelle CVLT-Bewegungen im Tracking gefunden.
- Ich kenne das Kennzeichen der Maschine und habe es geprüft.
- Ich weiß, ob sie tagsüber oder nur nachts fliegt.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Fototipps für die CV-580
Eine Convair mit Turboprops ist ein Charaktermotiv. Ein paar Kniffe helfen, das auch im Bild zu zeigen.
Propeller nicht einfrieren
Bei zu kurzer Verschlusszeit stehen die Vierblatt-Propeller still, und das Bild wirkt wie ein geparktes Flugzeug. Mit längeren Zeiten und Mitziehen bekommst du sichtbare Propellerkreise.
Seitenprofil zeigen
Das große Seitenleitwerk und die langen Gondeln sind die Erkennungszeichen. Im Profil oder leicht schräg von der Seite kommen beide am besten zur Geltung.
Treppe und Details
Steht die Maschine auf dem Vorfeld, lohnt ein Detailbild der ausgeklappten Bugtreppe oder der Frachttür – solche Bilder machen eine Sammlung lebendig.
Die passende Belichtung für Propellerflugzeuge erklärt der Beitrag Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Turboprops aus der Pionierzeit sehen sich auf Distanz ähnlich. Einen allgemeinen Überblick bekommst du im Guide Turboprops unterscheiden; für die CV-580 helfen diese Punkte:
Es spricht für die CV-580, wenn …
- zwei Turboprops mit Vierblatt-Propellern unter einem Tiefdecker-Flügel sitzen
- das Seitenleitwerk auffällig groß wirkt
- vorn eine eingebaute Treppe herausklappt
- im Tracking CVLT als Typ erscheint
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffällig lang wirkt – dann könnte es eine CV-5800 sein
- die Gondeln eher kurz und schmal sind – dann prüf, ob eine Dart-Convair (CV-600/640) vor dir steht
- du die Maschine nur von vorn oder im Gegenlicht siehst
Es ist keine CV-580, wenn …
- du Sternmotoren mit Dreiblatt-Propellern siehst – dann ist es eine Kolben-Convair wie die CV-440
- vier Triebwerke am Flügel hängen – dann bist du eher bei Lockheed Electra, Viscount oder L-100 Hercules
- der Flügel oben am Rumpf sitzt – das passt eher zur Fokker F27
- ein Spornrad hinten sitzt – das ist ein Klassiker wie die Douglas DC-3
Convair selbst baute neben den Propellerflugzeugen auch Jets – die CV-880 und die CV-990 Coronado. Mit der CV-580 haben sie außer dem Herstellernamen wenig gemeinsam.
Fazit
Die Convair CV-580 ist der Beweis, dass eine gute Zelle mehrere Leben haben kann. Erst Kolben-Airliner, dann ab 1964 Turboprop im US-Regionalverkehr, später Nachtfrachter, Löschflugzeug und fliegendes Labor: Kaum ein Typ hat so viele Rollen gespielt. Für Spotter ist sie heute ein seltener, aber umso lohnenderer Fang – vor allem in Kanada und den USA.
Kurzfazit
Turbinengondeln, Vierblatt-Propeller und ein vergrößertes Seitenleitwerk an einer Convairliner-Zelle: Das ist die CV-580. Wer sie sucht, filtert nach CVLT, prüft das Kennzeichen und plant eher Nordamerika als Mitteleuropa ein.
Zusammenfassung
- Die CV-580 verbindet eine Zelle aus den 1950ern mit Turboprop-Antrieb und flog als Turboprop erstmals im Januar 1960.
- In den USA prägte sie ab 1964 das Regionalnetz von Frontier, Allegheny, North Central und anderen.
- Nach dem Linienende wurde sie zum robusten Frachter, auch für DHL-Netze in Europa, und zum Mess- und Löschflugzeug.
- Type Certificate und Umbauten liegen heute bei KF Aerospace in Kanada; aktive Exemplare findest du vor allem in Nordamerika.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Convair CV-580?
Die CV-580 läuft unter CVLT. Über diesen Code findest du sie in Tracking-Diensten und Ankunftslisten. Beachte, dass unter dem Code je nach Datenquelle auch verwandte Turboprop-Convairs geführt werden können – das Kennzeichen bringt Gewissheit.
Wurde die CV-580 neu gebaut?
Nein. Jede CV-580 ist eine umgebaute CV-340 oder CV-440. Die Kolbenmotoren wurden gegen Allison-501-Turboprops getauscht, dazu kamen ein größeres Seitenleitwerk und ein geändertes Höhenleitwerk. Die Umbauten führte ursprünglich Pacific Airmotive im Auftrag von Allison durch.
Welche Airline flog die CV-580 zuerst?
Die ursprüngliche Frontier Airlines (1950–1986) setzte den Typ ab dem 1. Juni 1964 als erste Airline ein. Mit der heutigen Ultra-Low-Cost-Airline gleichen Namens hat sie nur den Namen gemeinsam. Ende Mai 1982 musterte Frontier ihre CV-580 aus.
Was ist der Unterschied zwischen CV-580, CV-600 und CV-640?
Alle drei sind Turboprop-Umbauten von Convairlinern. Die CV-580 hat Allison-501-Triebwerke, CV-600 (aus der CV-240) und CV-640 (aus CV-340/440) dagegen Rolls-Royce Dart. Optisch helfen Triebwerksgondeln und Kennzeichen-Recherche beim Auseinanderhalten.
Was ist die Convair 5800?
Eine gestreckte Weiterentwicklung von Kelowna Flightcraft (heute KF Aerospace). Basis waren C-131F-Samaritan-Zellen, der Rumpf wurde um rund 5 Meter verlängert, angetrieben wird sie von Allison 501-D22G. Der Prototyp flog am 11. Februar 1992, umgebaut wurden sechs Maschinen.
Wofür wird die CV-580 heute noch genutzt?
Vor allem für Fracht und Spezialeinsätze. KF Aerospace bietet sie als reinen Frachter mit Paletten oder Containern an und passt sie auch für die Brandbekämpfung an. Forschungseinrichtungen wie der National Research Council of Canada nutzen eine CV-580 als fliegendes Atmosphärenlabor.
Kann ich eine CV-580 in Deutschland sehen?
Im Linienverkehr praktisch nicht mehr. Früher flogen europäische Frachtbetreiber wie Swiftair den Typ auch für DHL. Heute sind deine besten Chancen Nordamerika oder seltene Überführungs- und Sonderflüge – prüf vorher den Typcode CVLT im Tracking.
Convair CV-580 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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