Jettime

Dänische Charter- und ACMI-Airline aus Kastrup bei Kopenhagen: Boeing 737-800 für Reiseveranstalter, Sportteams und als kurzfristiger Ersatz für andere Airlines – früher auch mit ATR 72 im Auftrag von SAS.

Auch bekannt als: Jettime A/S · Jet Time · JTD

DänemarkDänemarkFerienfliegerICAO: JTD10 Min. Lesezeit

JTD

ICAO-Code

JETTIME

Rufzeichen im Funk

189

Sitze in der 737-800

2006

Erster Flug von Jet Time

Das Wichtigste in Kürze

  • Jettime ist eine dänische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Kastrup direkt am Flughafen Kopenhagen.
  • Codes: ICAO JTD, Rufzeichen „JETTIME“; Kennzeichen tragen das dänische Präfix OY-.
  • Das Rückgrat der Flotte bilden Boeing 737-800 mit 189 Sitzen – ein weitgehend einheitlicher Typ für Pauschalreisen, Sportcharter und Wet-Lease.
  • Zwei Firmen, ein Name: Die alte Jet Time ging im Juli 2020 in Konkurs, die neu gegründete Jettime übernahm Personal und fünf 737 und fliegt seit Juli 2021 mit eigenem AOC.
  • ATR ist Vergangenheit: Acht ATR 72-600 flog Jet Time für SAS, bis SAS den Vertrag Anfang 2017 beendete.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Jettime im Überblick
  2. 2.Von Jet Time zu Jettime: die Geschichte
  3. 3.Codes und Rufzeichen
  4. 4.Die Flotte: Boeing 737-800
  5. 5.737-800 oder 737-700? Und was ist mit der ATR?
  6. 6.Woran du Jettime erkennst
  7. 7.Jettime im dänischen Markt
  8. 8.Jettime spotten
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

ICAO-CodeJTD
RufzeichenJETTIME
DrehkreuzeCPH, BLL
GeschäftsmodellCharter- und ACMI-Airline (Wet-Lease) für Reiseveranstalter, Firmen, Sportvereine und andere Airlines
SitzKastrup (Gemeinde Tårnby) am Flughafen Kopenhagen, Dänemark
Gegründet2006 als Jet Time, erster Flug am 19. September 2006; Neugründung als Jettime im Juni 2020
Flugbetrieb der heutigen Jettimeseit Juli 2021 mit eigenem, neuem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC)
BasenKopenhagen (CPH) und Billund (BLL), dazu Einsätze ab Finnland
Allianzkeine
Flotte (laut Nachschlagewerken)rund ein Dutzend Boeing 737-800 mit 189 Sitzen, dazu zuletzt (Stand 2025) eine einzelne 737-700
Frühere TypenATR 72-500, ATR 72-600, Boeing 737-300, 737-400, 737-500 und 737-700
Kennzeichendänisches Präfix OY-

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Jettime?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fast immer eine Boeing 737-800 – andere Typen sind bei Jettime heute die Ausnahme
  • Auf dem Tracker taucht bei eigenen Flügen der ICAO-Code JTD bzw. das Rufzeichen JETTIME auf
  • Dänisches Kennzeichen mit OY- am Rumpfende
  • Taucht oft unangekündigt auf Strecken anderer Airlines auf, etwa als Ersatz bei SAS oder Norwegian
  • Ziele mit Charter-Charakter: Mittelmeer, Kanaren, Türkei, im Winter auch Alpenflughäfen wie Innsbruck, Salzburg, Grenoble oder Chambéry
  • ATR 72 mit Jettime-Bezug sind Geschichte – die Turboprops flogen bis 2017 im Auftrag von SAS

Jettime gehört zu den Airlines, die du selten gezielt planst und trotzdem immer wieder siehst. Die Dänen verkaufen keine klassischen Linientickets, sondern vermieten Flugzeug samt Crew: an Reiseveranstalter, an Fußballvereine und an andere Airlines, denen kurzfristig ein Flugzeug fehlt. Genau deshalb taucht eine Jettime-737 manchmal dort auf, wo du eigentlich SAS oder Norwegian erwartet hast. Diese Seite zeigt dir, wie du Jettime einordnest, was von der ATR-Zeit geblieben ist und wie du die Airline auf dem Tracker und am Zaun sicher erkennst.

Überraschungsgäste festhalten

Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – auch dann, wenn die Jettime-737 gerade unter fremder Flugnummer unterwegs ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Jettime im Überblick

Jettime ist eine dänische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Kastrup, also direkt am Flughafen Kopenhagen. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich deutlich von dem einer Netzwerk-Airline wie SAS oder einer Low-Cost-Airline wie Norwegian: Jettime baut kein eigenes Streckennetz auf, das sie an Endkunden verkauft. Stattdessen fliegt sie im Auftrag anderer.

Grob lassen sich drei Standbeine unterscheiden:

  • Charter für Reiseveranstalter: Pauschalreisen ans Mittelmeer, auf die Kanaren, in die Türkei und im Winter zu Skizielen in den Alpen.
  • Ad-hoc- und VIP-Charter: Flüge für Firmen und Sportvereine, etwa für Auswärtsspiele skandinavischer Fußballklubs.
  • ACMI bzw. Wet-Lease: Jettime stellt Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung, wenn eine andere Airline kurzfristig Kapazität braucht – genannt werden in Nachschlagewerken unter anderem Air Greenland, SAS und Norwegian.

Was hinter dem Wet-Lease-Prinzip steckt und warum Airlines es nutzen, erklärt der Hintergrundartikel Wet-Lease erklärt. Den Unterschied zwischen Charter und Linie findest du im Beitrag Charterflug und Linienflug.

JTDICAO-Code auf dem Tracker
OY-Dänisches Kennzeichen-Präfix
737-800Rückgrat der heutigen Flotte

Von Jet Time zu Jettime: die Geschichte

Wer sich mit Jettime beschäftigt, stolpert schnell über zwei Schreibweisen. Dahinter stecken tatsächlich zwei Unternehmen.

Jet Time (2006–2020)

Die ursprüngliche Jet Time wurde 2006 gegründet und hob am 19. September 2006 zum ersten Mal ab. In den folgenden Jahren wuchs sie zu einer festen Größe im skandinavischen Chartermarkt. Die Flotte war in dieser Zeit deutlich bunter als heute: Neben der Boeing 737-300, der 737-400 und der 737-500 aus der Classic-Generation kamen später 737-700 und 737-800 der Next Generation dazu.

Das bemerkenswerteste Kapitel war aber die ATR-Zeit. Jet Time flog Turboprops vom Typ ATR 72-500 und ATR 72-600, die acht ATR 72-600 im Auftrag von SAS auf skandinavischen Regionalstrecken. Im November 2016 kündigte SAS an, diesen Vertrag Anfang 2017 zu beenden – die Airline wollte auch auf Regionalstrecken größere Flugzeuge einsetzen. Jet Time gab die ATR-Flotte daraufhin ab. Seitdem ist die Airline wieder ein reiner Boeing-Betreiber.

Konkurs und Neustart (2020–2021)

Die Corona-Krise traf das Chartergeschäft besonders hart. Im Juni 2020 entließ Jet Time den Großteil der Belegschaft, am 21. Juli 2020 folgte der Konkursantrag. Parallel war schon am 8. Juni 2020 die neue Jettime gegründet worden. Sie übernahm den Geschäftsführer, wichtige Mitarbeiter und fünf Boeing 737 der alten Gesellschaft.

Wichtig für die Einordnung: Die neue Jettime bekam ein eigenes, neues Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) und nahm im Juli 2021 den Flugbetrieb auf. Rechtlich ist sie also nicht einfach die alte Airline mit neuem Logo, sondern ein neues Unternehmen, das auf deren Know-how und Teilen der Flotte aufbaut. Seitdem ist die Flotte wieder gewachsen.

Alte Fotos richtig taggen

Hast du Bilder aus der Zeit vor 2020 im Archiv, notiere sie als „Jet Time“ und nicht als „Jettime“. So bleibt später klar, welche Gesellschaft du fotografiert hast – besonders bei ATR- oder 737-Classic-Aufnahmen, die es bei der heutigen Jettime nicht mehr gibt. Tipps zum sauberen Beschriften gibt dir der Artikel Fotos richtig beschriften.

Codes und Rufzeichen

  • ICAO-Code JTD: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern, wenn Jettime unter eigenem Namen fliegt.
  • Rufzeichen JETTIME: so meldet sich die Besatzung im Funk.
  • Kennzeichen OY-: Jettime-Flugzeuge sind in Dänemark registriert und tragen das dänische Präfix.

Bei einer ACMI-Airline reichen diese Codes allein aber nicht. Fliegt Jettime im Wet-Lease für eine andere Airline, läuft der Flug in der Regel unter deren Flugnummer. Ob auf dem Tracker dann JTD oder das Rufzeichen des Auftraggebers erscheint, hängt von der jeweiligen Vereinbarung ab. Wie Flugnummer und Rufzeichen zusammenhängen, liest du im Beitrag zum Unterschied zwischen Callsign und Flugnummer.

Tracker prüfen

Steht dort JTD oder JETTIME, fliegt Jettime unter eigenem Code – meist ein Charter.

Kennzeichen lesen

Eine 737-800 mit OY- auf einer SAS- oder Norwegian-Strecke ist ein starker Hinweis auf einen Wet-Lease.

Bemalung ansehen

Achte auf Schriftzug und Bemalung: Sie zeigen dir den Betreiber, auch wenn die Flugnummer zum Auftraggeber gehört.

Getrennt notieren

Halte Betreiber, Auftraggeber und Flugnummer getrennt fest – so bleibt die Sichtung eindeutig.

Die Flotte: Boeing 737-800

Die heutige Jettime setzt fast vollständig auf einen Typ: die Boeing 737-800. Nachschlagewerke führen rund ein Dutzend Maschinen, jeweils mit 189 Sitzen in einer Klasse. Dazu war zuletzt (Stand 2025) eine einzelne Boeing 737-700 gelistet. Feste Neubestellungen bei Boeing sind dort nicht verzeichnet – typisch für Charter-Airlines, die überwiegend mit geleasten, gebrauchten Flugzeugen arbeiten.

Typ Status Sitze Spotter-Hinweis
Boeing 737-800 aktuell, Rückgrat der Flotte 189 Fast jede Jettime-Sichtung heute
Boeing 737-700 zuletzt eine Maschine (Stand 2025) 148 Kürzerer Rumpf, seltenes Motiv
Boeing 737-300/-400/-500 historisch (Jet Time) – Classic-Generation, nur in Archivbildern
ATR 72-500 historisch (Jet Time) – Turboprop, nur in Archivbildern
ATR 72-600 historisch, bis 2017 für SAS – Acht Maschinen im SAS-Einsatz

Der einheitliche Typ hat für ein ACMI-Geschäft klare Vorteile: Crews, Ersatzteile und Wartung bleiben überschaubar, und jede Maschine kann jeden Auftrag übernehmen. Für dich als Spotter heißt das, dass der Typ allein kaum Spannung bringt – die interessanten Details stecken im Kennzeichen und im Einsatzzweck.

Jede OY-Registrierung im Hangar

Sammle die Jettime-737 einzeln im Hangar und setz fehlende Kennzeichen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine davon in deiner Nähe anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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737-800 oder 737-700? Und was ist mit der ATR?

Bei der heutigen Flotte geht es vor allem um die Frage, ob du die 737-800 vor dir hast. Die 737-700 ist bei Jettime nur eine Randnotiz, aber in Archivbildern und bei anderen Airlines begegnet sie dir. Wie du alle 737-Generationen auseinanderhältst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Das spricht für die 737-800

  • Langer, schlanker Rumpf mit zwei Notausgängen über jeder Tragfläche
  • Auf Trackern als B738 geführt
  • Heute praktisch jede Jettime-Maschine

Das spricht für die 737-700

  • Sichtbar kürzerer Rumpf, wirkt gedrungener
  • Nur ein Notausgang über jeder Tragfläche
  • Auf Trackern als B737 geführt

Die ATR 72 brauchst du bei Jettime nicht mehr zu suchen. Die Turboprops aus der SAS-Zeit sind längst bei anderen Betreibern oder außer Dienst. Wenn du heute in Skandinavien eine ATR mit OY-Kennzeichen siehst, gehört sie zu einer anderen Airline – etwa zu DAT Danish Air Transport. Mehr zum aktuellen Turboprop findest du auf der Seite zur ATR 72-600 und beim Hersteller ATR.

Woran du Jettime erkennst

Die zuverlässigste Kombination lautet: Boeing 737-800, dänisches OY-Kennzeichen und Jettime-Name an der Maschine – abgeglichen mit dem Tracker-Code JTD. Weil die Flotte so klein ist, lohnt es sich, die einzelnen Kennzeichen zu notieren – nach ein paar Sichtungen kennst du einen guten Teil der Flotte.

Typisch ist auch der Einsatzzweck. Jettime fliegt viele Ziele, die eher zu Urlaub und Sport passen als zum Geschäftsreiseverkehr. Laut Nachschlagewerken gehören dazu griechische Inseln wie Rhodos, Kreta und Korfu, die Kanaren, Mallorca, türkische Ferienorte wie Antalya und Dalaman, im Winter Alpenflughäfen wie Innsbruck, Salzburg, Grenoble und Chambéry sowie Grönland mit Kangerlussuaq, Narsarsuaq und Nuuk. Hinzu kommen zahlreiche Flughäfen in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.

Achtung Verwechslung

Eine 737-800 mit OY-Kennzeichen ist nicht automatisch Jettime. Auch andere dänische Betreiber nutzen das Präfix. Achte zusätzlich auf Schriftzug und Tracker-Code – erst die Kombination macht die Zuordnung sicher. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Jettime im dänischen Markt

Dänemark hat eine lange Charter-Tradition. Historische Namen wie Sterling Airways und Maersk Air haben den Markt über Jahrzehnte geprägt. Heute teilen sich den Ferienverkehr ab Skandinavien vor allem Veranstalter-Airlines wie Sunclass Airlines und TUI fly Nordic sowie die Low-Cost- und Netzwerk-Airlines.

Jettime besetzt darin eine Nische: Sie ist flexibel genug, um für Veranstalter Kettencharter zu fliegen, und gleichzeitig schnell verfügbar, wenn eine andere Airline wegen Wartung, Ausfällen oder Saisonspitzen ein Flugzeug braucht. Eine besondere Rolle spielt die Verbindung nach Grönland: Für Air Greenland ist Jettime in Nachschlagewerken als Wet-Lease-Partner genannt.

Jettime spotten

Die besten Chancen hast du an den dänischen Basen. In Kopenhagen-Kastrup sitzt die Airline, dort stehen ihre Maschinen regelmäßig. Ein klassischer Ort dafür ist der Flyvergrillen am Flughafen Kopenhagen, weitere Spots und Tipps sammelt der Planespotting-Guide für Kopenhagen. Auch am Flughafen Billund in Jütland ist Jettime eine Basis-Airline. Zudem führen Nachschlagewerke Einsätze ab Finnland, darunter der Flughafen Helsinki.

Gute Chancen auf Jettime, wenn …

  • du in Kopenhagen oder Billund spottest
  • Ferienzeit in Skandinavien ist und viele Pauschalreise-Charter in den Süden starten
  • eine skandinavische Airline gerade mit Flugzeugausfällen kämpft

Prüf es vorher, wenn …

  • du auf eine Sportcharter hoffst – die Pläne hängen am Spielkalender
  • du nach alten Spotterberichten planst, die noch ATR oder 737 Classic erwähnen

Eher kein Jettime-Tag, wenn …

  • du an einem deutschen Flughafen ohne Charter-Verbindung nach Skandinavien stehst

In Deutschland ist Jettime eher eine seltene Sichtung. Am ehesten begegnet dir die Airline, wenn ein skandinavischer Verein auswärts spielt oder ein Firmencharter ansteht. Solche Flüge stehen nicht im normalen Flugplan – hier hilft nur der Blick auf den Tracker. Wenn du deine Sichtung später einordnen willst, gibt dir der Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? eine gute Orientierung.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und in Flughafennähe haben Drohnen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • Jet Time und Jettime gleichsetzen – die alte Jet Time ging 2020 in Konkurs, die heutige Jettime fliegt seit 2021 mit eigenem AOC.
  • Eine ATR 72 mit OY-Kennzeichen für Jettime halten – die ATR-Ära endete 2017; heute fliegen andere dänische Betreiber Turboprops.
  • Den Auftraggeber als Betreiber notieren – fliegt eine Jettime-737 für SAS oder Norwegian, ist Jettime der Betreiber, auch wenn die Flugnummer anders lautet.
  • Jettime für eine Linien-Airline halten – im Kern ist sie eine Charter- und ACMI-Airline ohne eigenes Drehkreuz und ohne Allianz.
  • Jede OY-737 für Jettime halten – erst Schriftzug, Kennzeichen und Tracker-Code zusammen sind eindeutig.

Jettime im Blick behalten

Lass dich mit Sichtungs-Alarmen benachrichtigen, wenn eine Jettime-Maschine anfliegt oder landet, prüf Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – und teile dein Foto mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Jettime ist keine Airline, die du nach Flugplan abhakst, sondern eine, die dich überrascht. Die dänische Charter- und ACMI-Airline fliegt heute eine nahezu einheitliche Flotte aus Boeing 737-800, arbeitet für Reiseveranstalter, Sportvereine und andere Airlines und hat mit der ATR-Zeit für SAS ein spannendes Kapitel hinter sich. Wer Kennzeichen, Tracker-Code und Einsatzzweck zusammen notiert, ordnet jede Jettime-Sichtung sauber ein.

Kurzfazit

Jettime (ICAO JTD, Rufzeichen JETTIME) ist eine dänische Charter- und ACMI-Airline mit einer Flotte, die fast nur aus Boeing 737-800 besteht. Die ATR 72 gehören zur Geschichte der Vorgängerin Jet Time – heute verrät dir vor allem das OY-Kennzeichen, wann eine Jettime-Maschine für andere Airlines unterwegs ist.

Zusammenfassung

  • Jettime ist eine typische nordeuropäische Charter-Airline: wenig Linienverkehr, viel Arbeit für Reiseveranstalter und Airlines, die kurzfristig ein Flugzeug mit Crew brauchen.
  • Für Spotter ist Jettime deshalb eine Überraschungs-Airline – eine 737-800 mit OY-Kennzeichen kann unter fremder Flugnummer auf einer Strecke von SAS, Norwegian oder Air Greenland auftauchen.
  • Die Geschichte teilt sich in Jet Time (2006–2020) mit 737 Classic, 737 NG und ATR 72 sowie die heutige Jettime, die fast nur noch 737-800 einsetzt.
  • Am sichersten erwischst du Jettime in Kopenhagen und Billund, an skandinavischen Regionalflughäfen und an Urlaubszielen im Süden.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Code und welches Rufzeichen hat Jettime?

Der ICAO-Code von Jettime ist JTD, das Rufzeichen im Funk lautet „JETTIME“. Bei Wet-Lease-Flügen für andere Airlines kann auf dem Tracker aber auch die Flugnummer oder das Rufzeichen des Auftraggebers stehen – dann hilft nur der Blick aufs Kennzeichen.

Ist Jettime dasselbe Unternehmen wie Jet Time?

Nicht ganz. Die ursprüngliche Jet Time wurde 2006 gegründet und meldete am 21. Juli 2020 Konkurs an, nachdem sie wegen der Corona-Krise im Juni den Großteil der Belegschaft entlassen hatte. Bereits am 8. Juni 2020 war die Jettime als Nachfolgerin gegründet worden. Sie übernahm den Geschäftsführer, wichtige Mitarbeiter und fünf Boeing 737, erhielt ein eigenes, neues AOC und nahm im Juli 2021 den Flugbetrieb auf.

Welche Flugzeuge fliegt Jettime?

Heute vor allem Boeing 737-800 mit 189 Sitzen; Nachschlagewerke nennen rund ein Dutzend Maschinen. Dazu war zuletzt (Stand 2025) eine einzelne 737-700 gelistet. Früher flog Jet Time zusätzlich Boeing 737-300, -400 und -500 sowie ATR 72-500 und ATR 72-600.

Fliegt Jettime noch ATR 72?

Nein. Die ATR 72-600 flog Jet Time im Auftrag von SAS auf skandinavischen Regionalstrecken. Im November 2016 kündigte SAS an, den Vertrag über die acht Turboprops Anfang 2017 zu beenden, weil die Airline auch auf Regionalstrecken größere Flugzeuge einsetzen wollte. Danach gab Jet Time die ATR-Flotte ab.

Was bedeutet ACMI bei Jettime?

ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance and Insurance. Jettime stellt also Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung, der Auftraggeber verkauft die Tickets und plant die Strecke. Das ist im Kern ein Wet-Lease – typisch, wenn eine Airline wegen Engpässen kurzfristig Kapazität braucht.

Für wen fliegt Jettime?

Für Reiseveranstalter auf Pauschalreise-Strecken, für Firmen und Sportvereine im VIP- und Ad-hoc-Charter sowie als kurzfristiger Wet-Lease-Partner für andere Airlines. Genannt werden unter anderem Air Greenland, SAS und Norwegian, im Sportbereich etwa FC Kopenhagen, Malmö FF und Rosenborg BK. Welche Aufträge gerade laufen, wechselt von Saison zu Saison.

Wo kann ich Jettime spotten?

Am ehesten in Kopenhagen-Kastrup, wo die Airline ihren Sitz hat, und in Billund. Dazu kommen skandinavische Regionalflughäfen, finnische Flughäfen sowie Urlaubsziele am Mittelmeer, auf den Kanaren und in der Türkei. In Deutschland ist Jettime eher eine seltene Sichtung, etwa bei Sport- oder Sondercharter.

Jettime im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 737-800

Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.

Flugzeugtyp

Boeing 737-700

Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.

Flugzeugtyp

ATR 72-600

Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.

Flugzeugtyp

ATR 72-500

Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.

Flugzeugtyp

Boeing 737-300

Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-400

Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-500

Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.

Weitere Airlines

Flughäfen & Hersteller dazu

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PT

Planetrack Redaktion

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