Das Wichtigste in Kürze
- Sunclass Airlines ist ein dänischer Ferienflieger mit Sitz bei Kopenhagen und Basen in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland.
- Codes: IATA DK, ICAO VKG, Rufzeichen „VIKING“ – übernommen aus der Thomas-Cook-Zeit.
- Die Wurzeln reichen bis 1994: Premiair entstand aus Conair (Dänemark) und Scanair (Schweden), später hießen die Flugzeuge MyTravel und Thomas Cook.
- Reine Airbus-Flotte: A321 und A321neo für Kanaren und Mittelmeer, A330-900neo für die Langstrecke.
- Sunclass fliegt für die eigenen Reiseveranstalter Ving, Spies und Tjäreborg innerhalb der Nordic Leisure Travel Group.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Sunclass Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Vier Namen, eine Airline: die Geschichte
- 4.Die Flotte: reine Airbus-Familie
- 5.A321 oder A321neo? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Sunclass erkennst
- 7.Wo du Sunclass spotten kannst
- 8.Sunclass im dänischen Airline-Umfeld
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | DK |
|---|---|
| ICAO-Code | VKG |
| Rufzeichen | VIKING |
| Drehkreuze | CPH, ARN, OSL |
| Geschäftsmodell | Ferienflieger für die Reiseveranstalter der eigenen Gruppe, Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Sitz | Dragør bei Kopenhagen, Dänemark |
| Heimatbasis | Kopenhagen-Kastrup (CPH) |
| Weitere Basen | Billund, Stockholm-Arlanda, Göteborg, Malmö, Oslo-Gardermoen, Helsinki und weitere skandinavische Flughäfen |
| Name seit | Ende 2019, nach dem Zusammenbruch der Thomas Cook Group |
| Vorgänger | Premiair (ab 1994), MyTravel Airways (ab 2002), Thomas Cook Airlines Scandinavia (ab 2008) |
| Konzern | Nordic Leisure Travel Group mit Ving, Spies und Tjäreborg |
| Allianz | keine |
| Flottentypen (Stand 2026) | Airbus A321, A321neo und A330-900neo, dazu zuletzt noch ein A330-300 |
| Kennzeichen | Dänisch, Präfix OY- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Sunclass Airlines?
- Schriftzug „Sunclass“ am Rumpf – frühere Maschinen trugen das Thomas-Cook-Herz
- Fast immer ein Airbus: A321 auf Mittelstrecke, A330-900neo auf Langstrecke
- Dänisches Kennzeichen mit OY- – notiere immer das komplette Kennzeichen
- Flugnummer beginnt mit DK, auf dem Tracker steht VKG, im Funk „VIKING“
- Typische Flugzeiten: frühe Abflüge ab Skandinavien, Rückkehr am Nachmittag oder Abend
- Im Winter Langstrecke nach Thailand und in die Karibik, im Sommer Mittelmeer
Wer im Winter auf Gran Canaria oder im Sommer auf Mallorca am Zaun steht, sieht zwischen Ryanair und Condor auch Maschinen, die nach Skandinavien zurückfliegen. Eine davon heißt Sunclass Airlines. Der Name ist jung, die Airline nicht: Hinter Sunclass steckt eine der traditionsreichsten Charterfirmen des Nordens – mit Stationen als Premiair, MyTravel und Thomas Cook. Diese Seite zeigt dir, wie du Sunclass sicher zuordnest, welche Airbus-Typen du erwarten kannst und wo sich die Sichtung lohnt.
Jeder OY-Airbus im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Sunclass-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Sunclass Airlines im Überblick
Sunclass Airlines ist ein dänischer Ferienflieger mit Sitz in Dragør, direkt am Flughafen Kopenhagen. Die Airline gehört zur Nordic Leisure Travel Group, die in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland Pauschalreisen verkauft – unter Marken wie Ving, Spies und Tjäreborg. Sunclass ist der hauseigene Flugbetrieb dieser Gruppe: Die Flugzeuge bringen die Gäste der Veranstalter zu Hotels am Mittelmeer, auf den Kanaren und in Fernreiseziele.
Damit unterscheidet sich Sunclass deutlich von einer Low-Cost-Airline. Einzelne Sitzplätze werden zwar verkauft, das Rückgrat bilden aber Pauschalreisen. Wenn du dich fragst, wo die Grenze zwischen Charter- und Linienverkehr verläuft, hilft dir der Artikel Charterflug und Linienflug.
Als Basen dienen große und mittlere Flughäfen in allen vier nordischen Ländern: Kopenhagen und Billund in Dänemark, Stockholm-Arlanda, Göteborg und Malmö in Schweden, Oslo-Gardermoen in Norwegen und Helsinki in Finnland. Ein klassisches Drehkreuz zum Umsteigen gibt es nicht – die Flugzeuge starten morgens dort, wo die Urlauber wohnen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code DK: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und in den Reiseunterlagen.
- ICAO-Code VKG: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen VIKING: so meldet sich die Crew im Funk.
Sunclass hat diese Codes beim Namenswechsel 2019 von Thomas Cook Airlines Scandinavia übernommen. Dass der IATA-Code ausgerechnet DK lautet, ist praktisch, aber Zufall im Sinne des Systems: IATA-Codes sind reine Airline-Kennungen und keine Länderkürzel. Verwechsle die Flugnummer also nicht mit der Herkunftsangabe – die liefert dir das OY-Kennzeichen. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Tracker richtig lesen
Suchst du auf einem Flugtracker nach „Sunclass“, findest du die Flüge meist unter VKG statt DK. Das Rufzeichen VIKING klingt zwar nach Wikingerromantik, gehört aber eindeutig zu Sunclass. Wie du Tracker-Daten am Spot sinnvoll nutzt, zeigt der Artikel zur Flugverfolgung für Spotter.
Vier Namen, eine Airline: die Geschichte
Sunclass ist eine Airline mit vielen Vorleben. Für Spotter ist das spannend, weil alte Fotos derselben Firma ganz unterschiedliche Bemalungen zeigen.
| Zeitraum | Name | Hintergrund |
|---|---|---|
| bis 1993 | Conair of Scandinavia und Scanair | Conair gehörte zum dänischen Reisekonzern Spies, Scanair zur schwedischen Scandinavian Leisure Group |
| 1994–2002 | Premiair | Zusammenschluss der beiden Charterfirmen; im selben Jahr übernahm der britische Konzern Airtours die schwedische Mutter |
| 2002–2008 | MyTravel Airways (Scandinavia) | Airtours hatte sich in MyTravel Group umbenannt |
| 2008–2019 | Thomas Cook Airlines Scandinavia | MyTravel ging in der Thomas Cook Group auf |
| seit 2019 | Sunclass Airlines | Neustart nach der Thomas-Cook-Pleite unter skandinavischen Eigentümern |
Besonders die Premiair-Jahre sind ein Fall für Fans historischer Flugzeuge. Die Airline flog damals Airbus A300B4, A320 und – auf der Langstrecke – die McDonnell Douglas DC-10. Die Dreistrahler verschwanden um 2001, später übernahmen A330-200 die Fernstrecken. Die britische Schwester der MyTravel- und Thomas-Cook-Zeit findest du unter Airtours International und Thomas Cook Airlines.
Der Bruch im Herbst 2019
Am 23. September 2019 ging die britische Thomas Cook Group in die Insolvenz. Thomas Cook Airlines in Großbritannien stellte den Betrieb endgültig ein, die skandinavische Tochter dagegen überlebte. Sie pausierte kurz, nahm den Flugbetrieb wieder auf und wurde Teil eines Rettungspakets: Ende Oktober 2019 wurde bekannt, dass ein Konsortium aus Strawberry (der Beteiligungsgesellschaft des norwegischen Hotelunternehmers Petter Stordalen), Altor und TDR Capital das nordeuropäische Reisegeschäft mit Ving, Spies, Tjäreborg und Airline übernimmt. Bis Ende 2019 wechselte die Fluggesellschaft zum neuen Namen Sunclass Airlines. Die Mutter heißt heute Nordic Leisure Travel Group.
In der Übergangszeit trugen die Flugzeuge noch das bekannte Thomas-Cook-Herz. Erst danach bekam Sunclass einen eigenen Auftritt. Fotos aus 2020 sind deshalb ein kleines Zeitdokument: Sunclass-Betrieb, aber noch Thomas-Cook-Optik.
Ausblick mit Vorbehalt
Im Juni 2026 hat Norwegian angekündigt, die Nordic Leisure Travel Group und damit auch Sunclass übernehmen zu wollen. Stand Oktober 2026 ist offen, ob und wann die Übernahme abgeschlossen wird und was sie für Name, Codes und Flotte bedeutet. Halte für deine Sichtungen deshalb immer fest, unter welchem Namen und Code ein Flug tatsächlich lief.
Die Flotte: reine Airbus-Familie
Sunclass betreibt eine kleine, übersichtliche Flotte mit etwa einem Dutzend Flugzeugen – ausschließlich vom Hersteller Airbus. Die genaue Zahl ändert sich, weil ältere A321 nach und nach durch neue Maschinen ersetzt werden.
| Typ | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A321 | Kanaren, Mittelmeer, Nordafrika | Ältere Generation, teils schon in Thomas-Cook-Zeiten im Dienst |
| Airbus A321neo | wie A321, zunehmend Standard | Größere Triebwerke, löst den A321 schrittweise ab |
| Airbus A330-900neo | Langstrecke, v. a. im Winter | Flaggschiff der Flotte, hohe Sitzzahl für Pauschalreisen |
| Airbus A330 (ältere Generation) | Langstrecke | A330-200 inzwischen ausgemustert, zuletzt noch ein einzelner A330-300 im Bestand |
Der A321 ist das Arbeitspferd auf den Urlaubsstrecken. Er ist lang genug für viele Sitze und hat die Reichweite für die Kanaren ab Skandinavien – eine der längsten typischen Mittelstrecken im Ferienverkehr. Der A330-900neo ist das Flaggschiff: Mit ihm fliegt Sunclass vor allem im nordischen Winter in wärmere Gefilde, etwa nach Thailand oder in die Karibik. In gängigen Flottenübersichten waren zuletzt drei A330-900neo im Einsatz gelistet.
Als Ferienflieger setzt Sunclass auf eine dichte Bestuhlung. Laut öffentlich zugänglichen Flottenübersichten bietet der A321 rund 212 Plätze, der A321neo rund 218 und der A330-900neo je nach Saison zwischen 373 und 385 Plätze. Nimm diese Werte als Richtgröße – Kabinen werden im Ferienverkehr gern angepasst.
Nur noch der A330neo fehlt?
Setz Kennzeichen oder Typen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A321 oder A321neo? So unterscheidest du sie
Beide Versionen tragen dieselbe Bemalung und sind fast gleich lang. Weil Sunclass gerade mitten im Wechsel steckt, lohnt sich der genaue Blick.
Das spricht für den A321neo
- Deutlich größere, rundere Triebwerksgondeln, die tiefer und weiter vorne unter dem Flügel hängen
- Hochgezogene Sharklets an den Flügelspitzen
- Auf Trackern als A21N geführt
Das spricht für den A321 (ceo)
- Schlankere Triebwerke mit kleinerem Durchmesser
- Kleine Wingtip-Fences oder nachgerüstete Sharklets – Sharklets allein sind also kein sicheres neo-Merkmal
- Auf Trackern als A321 geführt
Das verlässlichste Merkmal sind die Triebwerke. Wie du die gesamte Familie vom A318 bis zum A321 auseinanderhältst, erklärt der Guide A320-Familie unterscheiden. Beim Langstreckenmuster hilft dir der Artikel A330 oder A340? – der A330-900neo fällt dort durch seine großen Rolls-Royce-Triebwerke und die weit geschwungenen Flügelspitzen auf. Die ältere A330-300- und A330-200-Generation, die du vor allem von Fotos aus der Thomas-Cook-Zeit kennst, hat dagegen kleinere Triebwerke.
Woran du Sunclass erkennst
Am auffälligsten ist der Schriftzug „Sunclass“ am Rumpf. Wichtiger für eine saubere Bestimmung ist aber das Kennzeichen: Sunclass-Maschinen sind in Dänemark registriert und tragen das Präfix OY-. Langlebige Kennzeichen sind dabei besonders reizvoll: Ein Flugzeug, das schon in Thomas-Cook-Zeiten im Dienst war, taucht in deiner Sammlung unter mehreren Airline-Namen auf.
Schriftzug prüfen
„Sunclass“ am Rumpf zeigt die Airline. Auf alten Fotos steht dort MyTravel oder Thomas Cook.
Kennzeichen lesen
OY- bestätigt die dänische Registrierung. Notiere das komplette Kennzeichen, nicht nur das Präfix.
Typ bestimmen
Triebwerke anschauen: A321 oder A321neo? Auf der Langstrecke fast immer A330-900neo.
Tracker abgleichen
VKG im Tracker bestätigt, dass Sunclass den Flug durchführt – auch wenn das Flugzeug vorübergehend geleast oder umlackiert ist.
Weil Sunclass viele Jahre unter fremdem Markennamen flog, sind ältere Farbschemata ein eigenes Sammelgebiet. Wenn du nach besonderen Bemalungen suchst, hilft dir der Guide Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
Auf den Urlaubsflughäfen stehen oft mehrere nordische Ferienflieger nebeneinander, darunter Novair mit A321neo und TUI fly Nordic. Wer nur das Heck fotografiert, sortiert später falsch. Mach immer auch ein Bild, auf dem Schriftzug und Kennzeichen lesbar sind.
Wo du Sunclass spotten kannst
Die besten Chancen hast du an den skandinavischen Basen – allen voran in Kopenhagen-Kastrup. Dort starten die Maschinen meist früh am Morgen Richtung Süden und kommen nachmittags oder abends zurück. Einen guten Startpunkt liefern der Planespotting-Guide Kopenhagen und der Spot Flyvergrillen, von dem aus du direkt auf die Piste 04L/22R und den Rollweg davor schaust. In Kastrup triffst du neben Sunclass auch SAS, Norwegian und viele andere nordische Airlines.
Im Süden findest du Sunclass an den Urlaubszielen der nordischen Veranstalter. Besonders im Winterhalbjahr sind die Kanaren ein Treffpunkt skandinavischer Ferienflieger – Tipps dazu gibt es im Guide Planespotting auf den Kanaren. Hier kannst du Sunclass direkt neben deutschen Ferienfliegern wie Condor fotografieren.
In Deutschland selbst ist Sunclass selten. Wer die Airline trotzdem unbedingt am Heimatflughafen sehen will, braucht Glück mit einem Ad-hoc-Charter oder einer Ausweichlandung.
Gute Chancen auf Sunclass, wenn …
- du an einer der nordischen Basen wie Kopenhagen, Arlanda oder Gardermoen stehst
- du früh morgens oder am späten Nachmittag am Spot bist
- du im Winter auf den Kanaren oder im Sommer am Mittelmeer Urlaub machst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt den A330neo suchst – die Langstreckenflüge sind saisonal
- du nach älteren Spotterberichten planst, die noch Thomas Cook nennen
Eher kein Sunclass-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Skandinavien-Charter stehst
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, auch im Ausland. Zäune und Sicherheitsbereiche sind tabu, und die Regeln können je nach Land strenger sein. Was in Deutschland gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Sunclass im dänischen Airline-Umfeld
Dänemark hat eine lange Tradition im Ferienflug. Neben Premiair prägten Sterling Airlines und Maersk Air den Markt, beide sind heute Geschichte. Sunclass dagegen fliegt in direkter Linie seit 1994 weiter. Heute teilen sich Sunclass, Jettime und die Netzwerk-Airline SAS das dänische Feld, ergänzt um Low-Cost-Anbieter wie Norwegian.
Häufige Verwechslungen
- DK für Dänemark halten – passt zwar, ist aber Zufall: DK ist der IATA-Code der Airline, das Land zeigt erst das OY-Kennzeichen.
- Sunclass für eine Neugründung halten – die Airline fliegt seit 1994, nur unter wechselnden Namen.
- Thomas-Cook-Fotos falsch zuordnen – vor 2019 heißt die Gesellschaft Thomas Cook Airlines Scandinavia, nicht Thomas Cook Airlines UK.
- Sharklets als sicheres neo-Merkmal nehmen – auch ältere A321 können Sharklets tragen; die Triebwerke entscheiden.
- Sunclass mit TUI fly Nordic oder Novair verwechseln – alle drei fliegen nordische Urlauber, gehören aber zu verschiedenen Konzernen.
Sunclass im Blick behalten
Beobachte einzelne OY-Kennzeichen oder den A330-900neo, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Sunclass Airlines ist der Beweis, dass ein neuer Name wenig über das Alter einer Airline verrät. Hinter dem Schriftzug stecken über 30 Jahre skandinavischer Ferienflug, vier Markennamen und eine Flotte, die zunehmend auf die neo-Generation setzt. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert, kann dieselben Flugzeuge über Jahre und Bemalungen hinweg verfolgen – und hat mit A321neo und A330-900neo zwei moderne Airbus-Typen auf der Liste, die in Mitteleuropa nicht alle Tage auftauchen.
Kurzfazit
Sunclass Airlines (IATA DK, ICAO VKG) ist der dänische Ferienflieger der Nordic Leisure Travel Group mit reiner Airbus-Flotte aus A321, A321neo und A330-900neo. Die Geschichte reicht über Thomas Cook und MyTravel zurück bis zu Premiair (1994), das OY-Kennzeichen verrät die dänische Heimat.
Zusammenfassung
- Sunclass erkennst du am Schriftzug, am dänischen OY-Kennzeichen und am Tracker-Code VKG – die DK-Flugnummer hat dagegen nichts mit dem Ländercode zu tun.
- Hinter dem jungen Namen steckt eine der ältesten Charter-Linien Skandinaviens: Premiair, MyTravel Airways und Thomas Cook Airlines Scandinavia waren dieselbe Firma unter wechselnden Eigentümern.
- Die Flotte ist klein und übersichtlich – ideal zum Komplettsammeln, aber mit Unterschieden zwischen A321 und A321neo sowie A330 alt und neo.
- In Mitteleuropa begegnet dir Sunclass vor allem an Urlaubszielen wie den Kanaren oder am Mittelmeer, in Skandinavien an den großen Flughäfen früh morgens.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Sunclass Airlines?
Der IATA-Code ist DK, der ICAO-Code VKG, das Rufzeichen im Funk lautet „VIKING“. Die Codes stammen aus der Zeit als Thomas Cook Airlines Scandinavia und wurden beim Namenswechsel beibehalten. DK ist eine reine Airline-Kennung und hat nichts mit dem Länderkürzel für Dänemark zu tun – auch wenn es gut passt.
War Sunclass früher Thomas Cook?
Ja. Sunclass Airlines ist die Nachfolgerin von Thomas Cook Airlines Scandinavia. Als die britische Thomas Cook Group im September 2019 zusammenbrach, übernahm eine Investorengruppe um Petter Stordalens Strawberry, Altor und TDR Capital das nordische Reisegeschäft samt Airline. Ende 2019 bekam die Fluggesellschaft den neuen Namen Sunclass.
Was hat Sunclass mit Premiair zu tun?
Premiair war der erste Name der Airline. Sie entstand Anfang 1994 aus der dänischen Conair of Scandinavia und der schwedischen Scanair. 2002 folgte der Name MyTravel Airways, 2008 nach der Fusion von MyTravel mit Thomas Cook der Name Thomas Cook Airlines Scandinavia. Seit Ende 2019 heißt sie Sunclass Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt Sunclass Airlines?
Sunclass fliegt ausschließlich Airbus: A321 der ersten Generation, die nach und nach durch den sparsameren A321neo ersetzt werden, und auf der Langstrecke den A330-900neo. Die Flotte umfasst etwa ein Dutzend Flugzeuge, die genaue Zahl schwankt mit Neuzugängen und Ausmusterungen. Die A330-200 sind inzwischen ausgemustert, ein einzelner A330-300 der älteren Generation stand zuletzt noch im Bestand.
Wohin fliegt Sunclass Airlines?
Vor allem zu klassischen Urlaubszielen der nordischen Reiseveranstalter: Kanaren, Mittelmeer und Nordafrika auf der Mittelstrecke, im Winter mit dem A330neo auch nach Thailand und in die Karibik bzw. Mittelamerika. Gebucht werden die Flüge meist als Teil einer Pauschalreise bei Ving, Spies oder Tjäreborg.
Gehört Sunclass zu Norwegian?
Stand Oktober 2026 nicht abschließend. Norwegian hat im Juni 2026 angekündigt, die Muttergesellschaft Nordic Leisure Travel Group übernehmen zu wollen. Ob und wann der Kauf vollzogen wird und was er für Namen, Codes und Flotte von Sunclass bedeutet, ist offen – prüf bei Bedarf den aktuellen Stand.
Wo kann ich Sunclass Airlines spotten?
Am verlässlichsten in Kopenhagen-Kastrup, der Heimatbasis, sowie in Stockholm-Arlanda, Oslo-Gardermoen, Billund und Helsinki. Im Süden siehst du Sunclass auf den Kanaren und an Mittelmeerflughäfen – oft zusammen mit anderen nordischen Ferienfliegern. In Deutschland landet Sunclass nur ausnahmsweise.
Sunclass Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas DC-10
Zwei Triebwerke unter den Flügeln, das dritte mitten im Seitenleitwerk: Die DC-10 war einer der ersten Großraumjets und flog auch für Lufthansa und Condor. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst du sie.
Weitere Airlines
Thomas Cook Airlines
Historische britische Ferienairline (2003–2019) aus Manchester: hervorgegangen aus JMC Air, zuletzt mit Airbus A321 und A330-200 unterwegs – bis zur Liquidation des Thomas-Cook-Konzerns am 23. September 2019 und der größten Rückholaktion der britischen Friedensgeschichte.
FerienfliegerNovair
Historische Charterairline aus Stockholm: 1997 für den Reiseveranstalter Apollo gegründet, zuletzt mit Airbus A321neo unterwegs und im Oktober 2023 eingestellt.
FerienfliegerTUI fly Nordic
Der schwedische Ferienflieger der TUI Group: Wurzeln bei Transwede und Blue Scandinavia, Basen in Stockholm-Arlanda und Göteborg, eine winzige Flotte aus Boeing 737 MAX 8 und einer 787-9 – und ein Rufzeichen mit Geschichte.
FerienfliegerJettime
Dänische Charter- und ACMI-Airline aus Kastrup bei Kopenhagen: Boeing 737-800 für Reiseveranstalter, Sportteams und als kurzfristiger Ersatz für andere Airlines – früher auch mit ATR 72 im Auftrag von SAS.
Low-CostSterling Airlines
Historische dänische Airline: Sterling Airways flog ab 1962 Urlauber in den Süden, ging 1993 pleite, kehrte als Sterling European zurück und wurde ab 2001 ein Low-Cost-Carrier – bis zum Konkurs im Oktober 2008.
Low-CostNorwegian Air Shuttle
Die skandinavische Low-Cost-Airline aus Fornebu bei Oslo: reine Boeing-737-Flotte, rote Nase, Porträts berühmter Persönlichkeiten am Leitwerk – und seit 2024 mit Widerøe unter einem Dach.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Kopenhagen-Kastrup
Der größte Flughafen der nordischen Länder liegt auf Amager, acht Kilometer vom Rathausplatz entfernt: drei Pisten, ein Terminalkomplex mit Metro- und Zuganschluss, SAS als Hausherr – und mit dem Flyvergrillen ein Spotterplatz, der in Dänemark Kultstatus hat.
FlughafenFlughafen Stockholm-Arlanda
Schwedens größter Flughafen liegt rund 40 Kilometer nördlich von Stockholm im Wald bei Märsta: drei Pisten in zwei Richtungen, ein Terminalsystem im Umbau, SAS als Hausherr – und ein offizieller Spotterpavillon, um den herum sich ein ganzes Netz an Fotopunkten gebildet hat.
FlughafenFlughafen Oslo-Gardermoen
Norwegens Tor zur Welt liegt rund 35 Kilometer nördlich von Oslo auf einem alten Militärgelände: zwei parallele Nord-Süd-Bahnen, ein einziges Terminal mit Flytoget-Bahnhof, SAS, Norwegian und Widerøe als Hausherren – und ein Betreiber, der Spottern eigene Plätze ausweist.
Wo du Sunclass Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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