Das Wichtigste in Kürze
- Antonov ist das traditionsreiche Flugzeug-Konstruktionsbüro der Ukraine, 1946 in Nowosibirsk gegründet und seit 1952 in Kiew ansässig.
- Weltberühmt durch zwei Giganten: die An-124 Ruslan und die einzige An-225 Mrija, die im Februar 2022 in Hostomel zerstört wurde.
- Die Masse machen kleinere Muster: An-2, An-12, An-24 und An-26 wurden zu Tausenden gebaut.
- Antonov Airlines fliegt seit 2022 aus Leipzig/Halle – dort hast du in Europa die besten Chancen auf eine An-124.
- Erkennungsweg: Hochdecker-Bauweise, Heckrampe, UR-Kennzeichen und Typcodes wie A124 oder AN26.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Vom Geheimbüro in Sibirien nach Kiew
- 8.Die Muster im Überblick
- 9.Die An-124 Ruslan: das Arbeitstier für Übergroßes
- 10.Die An-225 Mrija: ein Unikat und sein Ende
- 11.Antonov Airlines: Fracht, die nirgendwo sonst hineinpasst
- 12.Antonov im Krieg: Produktion unter Druck
- 13.So erkennst du Antonov-Flugzeuge
- 14.Wo du Antonov-Flugzeuge siehst
- 15.Antonov im Vergleich
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rolle in der Branche | Staatlicher ukrainischer Flugzeughersteller – Konstruktionsbüro, Serienfertigung, Wartung und eine eigene Frachtairline |
|---|---|
| Gründung | 31. Mai 1946 in Nowosibirsk als geheimes Konstruktionsbüro OKB-153 unter Oleg Antonow |
| Sitz | Kiew, Ukraine – seit dem Umzug des Konstruktionsbüros 1952 |
| Eigentümer | Ukrainischer Staat; seit 2015 Teil des staatlichen Rüstungs- und Industriekonzerns Ukroboronprom |
| Bekannteste Muster | An-2, An-12, An-24/26, An-22, An-124 Ruslan und An-225 Mrija |
| Jüngere Programme | An-148/An-158, An-178; An-132D als Demonstrator |
| Werke und Flugplätze | Serienwerk in Kiew (ehemals Aviant), Flugplatz Swjatoschyn in Kiew, Frachtflughafen Hostomel nordwestlich von Kiew |
| Frachtairline | Antonov Airlines (ICAO-Code ADB, Rufzeichen ANTONOV BUREAU), gegründet 1989, Hauptbasis seit 2022 Leipzig/Halle |
| Erkennungsweg im Feld | Bauform (Hochdecker, oft mit hängenden Flügeln), Kennzeichen mit UR- bei ukrainischen Maschinen und die ICAO-Typcodes wie A124, AN12 oder AN26 |
| Offizielle Website | www.antonov.com/en |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Antonov aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Antonov
- Eine An-124 an hängenden Flügeln, vier Triebwerken und tief angesetztem Höhenleitwerk erkannt
- Eine An-124 in Leipzig/Halle mit hochgeklapptem Bug beim Be- oder Entladen gesehen
- Ein ukrainisches UR-Kennzeichen an einer Antonov-Maschine abgelesen
- Eine An-26 oder An-32 an Hochdecker-Bauweise, zwei Propellerturbinen und hochgezogenem Heck mit Rampe bestimmt
- Eine An-2 als großen einmotorigen Doppeldecker auf einem Flugtag erwischt
- Den Rufnamen ANTONOV BUREAU oder das Kürzel ADB in der Flugverfolgung entdeckt
- Die Typcodes A124, AN12, AN26 und AN2 im Tracking mit der Sichtung abgeglichen
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Unverwechselbare Silhouetten: Hochdecker mit Heckrampe und hängenden Flügeln erkennst du schon von Weitem
- Mit Leipzig/Halle gibt es in Deutschland eine feste Basis der An-124
- Eindeutige ICAO-Typcodes wie A124 machen das Filtern im Tracking leicht
- Riesige Spannweite an Mustern – vom Doppeldecker bis zum Schwerlastfrachter
- Jede An-124-Bewegung ist ein Ereignis, das auch Nicht-Spotter an den Zaun lockt
Wo es hakt
- An-124-Flüge sind Charter ohne festen Flugplan und tauchen oft kurzfristig auf
- Die An-225 ist zerstört – sie gibt es nur noch auf alten Fotos
- Viele ältere Antonov-Muster fliegen heute vor allem in Afrika, Asien und bei Militärs, nicht im europäischen Linienverkehr
- Russische An-124 und andere russische Antonov-Maschinen sind durch Sanktionen aus dem EU-Luftraum verschwunden
- Neue Serienflugzeuge entstehen seit Jahren kaum noch – die Produktion stockt
Stand: Oktober 2026 – Am Vorfeld in Leipzig/Halle klappt sich die Nase eines Frachtflugzeugs nach oben, das Bugfahrwerk senkt sich ab, und aus dem Rumpf rollt ein kompletter Hubschrauber. Wer das einmal live gesehen hat, vergisst es nicht. Die Maschine ist eine An-124 Ruslan, und sie stammt aus einem Haus, das wie kaum ein anderes für schwere Lasten steht: Antonov. Das Kiewer Konstruktionsbüro hat in acht Jahrzehnten Doppeldecker, Turboprops, Regionaljets und die größten Frachtflugzeuge ihrer Zeit entworfen – und es arbeitet heute unter Bedingungen, die sich kein anderer Flugzeughersteller vorstellen muss.
Jede Antonov-Sichtung sauber festhalten
Poste deine Fotos mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und hak An-124, An-26 und Co. einzeln in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Vom Geheimbüro in Sibirien nach Kiew
Die Geschichte beginnt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 31. Mai 1946 entstand am Flugzeugwerk in Nowosibirsk ein neues sowjetisches Konstruktionsbüro mit der nüchternen Bezeichnung OKB-153. Leiter war Oleg Antonow, ein Ingenieur, der sich zuvor vor allem mit Segelflugzeugen einen Namen gemacht hatte. Sein erstes großes Projekt war ein robuster Mehrzweck-Doppeldecker für Landwirtschaft, Transport und abgelegene Regionen: die An-2, die am 31. August 1947 erstmals flog.
1952 zog das Büro nach Kiew um, und dort ist es bis heute geblieben. In den folgenden Jahrzehnten wechselte der Name mehrmals – zeitweise firmierte es unter Tarnbezeichnungen, später als wissenschaftlich-technischer Komplex mit dem Kürzel ASTC, heute schlicht als Antonov Company. Nach dem Tod des Gründers 1984 trug das Büro offiziell seinen Namen; die Leitung der Konstruktion übernahm Petro Balabujew.
Wichtig für das Verständnis: Antonov war zu Sowjetzeiten in erster Linie ein Konstruktionsbüro. Viele seiner Muster wurden nicht in Kiew, sondern in Werken quer durch die Sowjetunion gebaut, etwa in Irkutsk, Woronesch, Taschkent oder Uljanowsk. Nach dem Zerfall der Sowjetunion landeten Büro und Kiewer Werk in der unabhängigen Ukraine, ein Teil der Fertigung und viele Zulieferer aber in Russland. Diese Verflechtung prägt die Geschichte des Unternehmens bis heute.
Die Muster im Überblick
Das Antonov-Portfolio ist groß, aber es folgt einer klaren Linie: Transportflugzeuge, die auch auf schlechten Pisten funktionieren, oft als Hochdecker mit Heckrampe. Dazu kommen Regionalflugzeuge für Passagiere. Für dich als Spotter ist die Tabelle ein Spickzettel – die ausführlichen Erkennungsmerkmale stehen auf den einzelnen Typseiten.
| Muster | Erstflug | ICAO-Code | Bauform | Status (Oktober 2026) |
|---|---|---|---|---|
| An-2 | 1947 | AN2 | einmotoriger Doppeldecker | noch vielfach im Einsatz, oft als Oldtimer |
| An-12 | 1957 | AN12 | viermotoriger Turboprop-Frachter mit Heckrampe | vor allem in Afrika, Asien und bei Militärs |
| An-24 | 1959 | AN24 | zweimotoriger Turboprop, Passagiere | nur noch wenige im Einsatz |
| An-22 Antei | 1965 | AN22 | Riesen-Turboprop mit gegenläufigen Propellern | praktisch außer Dienst |
| An-26 / An-32 | 1969 / 1976 | AN26 / AN32 | Turboprop-Frachter mit Heckrampe | weiterhin verbreitet, oft militärisch |
| An-72/An-74 | 1977 | AN72 | Jet mit Triebwerken über dem Flügel | selten |
| An-124 Ruslan | 1982 | A124 | vierstrahliger Schwerlastfrachter | im Charterdienst, Basis Leipzig/Halle |
| An-225 Mrija | 1988 | A225 | sechsstrahliger Schwerlastfrachter, Doppelleitwerk | 2022 zerstört |
| An-140 | 1997 | A140 | Regional-Turboprop | sehr selten |
| An-148/An-158 | 2004 / 2010 | A148 / A158 | Regionaljet mit Hochdecker-Flügel | kleine Stückzahlen, kaum noch aktiv |
| An-178 | 2015 | – | Jet-Transporter mit Heckrampe | Einzelstücke |
Den größten Anteil an der Gesamtproduktion hat mit weitem Abstand die An-2. Von ihr entstanden über 18.000 Exemplare, ein großer Teil davon in Lizenz in Polen. Die vielen Turboprops der Familien An-24, An-26 und An-12 kommen jeweils auf weit über tausend Stück. Die beiden Giganten dagegen sind Kleinserien: Von der An-124 wurden gut 50 gebaut, von der An-225 genau eine.
Typcode schlägt Bauchgefühl
An-24, An-26 und An-32 sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Ein schneller Blick auf den ICAO-Code in der Flugverfolgung (AN24, AN26, AN32) klärt die Frage meist sofort. Wie die Codes aufgebaut sind, steht im Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Die An-124 Ruslan: das Arbeitstier für Übergroßes
Wenn heute von Antonov die Rede ist, meinen die meisten die An-124. Der vierstrahlige Frachter flog im Dezember 1982 zum ersten Mal und war damals das schwerste Flugzeug der Welt. Im Westen zeigte er sich 1985 auf der Pariser Luftfahrtschau. Gebaut wurde er in Kiew und im russischen Uljanowsk; in der zivilen Ausführung An-124-100 trägt er bis zu 120 Tonnen, die modernisierte Version An-124-100M-150 bis zu 150 Tonnen.
Was die Maschine einzigartig macht, ist nicht nur die Größe, sondern die Unabhängigkeit vom Boden. Die Bugsektion klappt nach oben, im Heck sitzt eine Laderampe, das Fahrwerk kann sich absenken, damit Fahrzeuge flach hineinrollen, und an der Decke des Laderaums laufen Bordkräne. Damit lassen sich Turbinen, Generatoren, Hubschrauber, Yachten oder Rotorblätter auch dort verladen, wo es kein schweres Gerät gibt.
Für Spotter ist die An-124 leicht zu bestimmen: ein Hochdecker mit deutlich nach unten hängenden Flügeln, vier Triebwerke ohne Winglets, ein normales Leitwerk mit tief sitzendem Höhenruder und eine lange Reihe von Fahrwerksbeinen unter dem Rumpf. Verwechseln kannst du sie am ehesten mit der US-amerikanischen C-5 Galaxy von Lockheed, die aber ein T-Leitwerk trägt.
A124 auf die Wunschliste
Setz die An-124 oder einzelne Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die An-225 Mrija: ein Unikat und sein Ende
Die An-225 Mrija – ukrainisch für „Traum“ – war ursprünglich gar nicht als Frachtflugzeug für Kunden gedacht. Antonov entwickelte sie aus der An-124, um die sowjetische Raumfähre Buran und Teile der Energija-Rakete auf dem Rücken zu transportieren. Dafür bekam sie einen verlängerten Rumpf, sechs Triebwerke und ein Doppelleitwerk, damit die Last auf dem Rumpf das Leitwerk nicht abschattet. Am 21. Dezember 1988 flog sie erstmals.
Das Raumfahrtprogramm endete kurz darauf, und die Mrija stand jahrelang ungenutzt in Kiew. Erst nach einer Überarbeitung um die Jahrtausendwende kam sie bei Antonov Airlines in den kommerziellen Einsatz. Am 11. September 2001 hob sie mit über 253 Tonnen Fracht ab; 2009 transportierte sie mit einem fast 190 Tonnen schweren Generator das schwerste Einzelstück, das je per Luftfracht befördert wurde. Mit ihrer Spannweite von 88,4 Metern blieb sie bis zuletzt das größte Flugzeug im regulären Frachtgeschäft.
Jede Landung der Mrija war ein Volksfest. Wo sie auftauchte, standen Tausende am Zaun. Das endete abrupt: Ende Februar 2022 stand die einzige fertige An-225 zu Wartungsarbeiten auf dem Werksflughafen Hostomel nordwestlich von Kiew, als russische Truppen den Platz angriffen. Bei den Kämpfen wurde sie zerstört, zusammen mit weiteren Antonov-Maschinen.
Wiederaufbau: angekündigt, aber offen
Antonov und die ukrainische Regierung haben mehrfach angekündigt, eine neue Mrija zu bauen – auf Basis der unvollendeten zweiten Zelle, die seit den Neunzigerjahren in Kiew lagert, und mit Teilen aus dem Wrack. Die genannten Kosten reichten von einigen hundert Millionen bis über drei Milliarden US-Dollar. Einen belastbaren Termin für einen Erstflug gibt es nicht (Stand Oktober 2026). Behandle Meldungen dazu mit Vorsicht.
Wer die Mrija nie gesehen hat, findet sie heute nur noch in Fotoarchiven und Erinnerungen. Wie sie sich im Vergleich zu anderen Riesen schlägt, zeigt der Beitrag Die größten Flugzeuge der Welt.
Antonov Airlines: Fracht, die nirgendwo sonst hineinpasst
1989 gründete Antonov eine eigene Frachtsparte, um die An-124 auch international zu vermarkten: Antonov Airlines. Sie fliegt unter dem ICAO-Code ADB und dem Rufzeichen ANTONOV BUREAU – in der Flugverfolgung ein guter Suchbegriff. Das Geschäftsmodell ist reiner Charter: Ein Kunde braucht eine Gasturbine in Südamerika, ein Satellit muss zum Startplatz oder Hilfsgüter in ein Katastrophengebiet, und Antonov Airlines schickt die passende Maschine.
Lange arbeitete die Airline dabei auch mit der russischen Volga-Dnepr Airlines zusammen, die ebenfalls An-124 betreibt; ab 2006 vermarkteten beide ihre Flotten über das Gemeinschaftsunternehmen Ruslan International. Diese Partnerschaft ist längst Geschichte. Seit 2022 sind russische An-124 durch die Sanktionen aus dem europäischen Luftraum verschwunden, sodass du in Europa praktisch nur noch die ukrainischen Maschinen siehst.
Nach dem Angriff auf Hostomel verlegte Antonov Airlines ihren Flugbetrieb nach Leipzig/Halle. Von dort startet die Flotte zu Einsätzen auf der ganzen Welt. Nach verfügbaren Daten umfasst sie rund sieben An-124 in den Versionen -100 und -100M; ältere Antonov-Muster spielen im Chartergeschäft der Airline kaum noch eine Rolle. Die genaue Zahl kann sich durch Überholungen und Modernisierungen ändern.
SALIS: Nato-Fracht aus Leipzig
Leipzig ist für Antonov kein Zufall. Schon seit 2006 stehen dort An-124 im Rahmen von SALIS (Strategic Airlift International Solution) bereit. Über das Programm chartern Nato- und EU-Staaten große Frachtflugzeuge für militärische Transporte – etwa Fahrzeuge, Hubschrauber oder Ausrüstung für Einsätze. Anfangs kamen die Maschinen über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Volga-Dnepr, seit 2019 läuft SALIS über die Antonov Logistics SALIS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Antonov Airlines und dem Leipziger Frachtagenten Aircargonet. Ende 2021 wurde ein neuer Fünfjahresvertrag geschlossen. Gedacht war SALIS ursprünglich als Überbrückung, bis der europäische Airbus A400M in ausreichender Zahl verfügbar ist – für die wirklich großen Lasten bleibt die An-124 aber bis heute unverzichtbar.
Flugverfolgung filtern
Such nach dem Typcode A124 oder dem Rufzeichen ANTONOV BUREAU. So siehst du, ob eine Maschine gerade in Richtung Leipzig unterwegs ist.
Kurzfristig bleiben
Charterflüge stehen in keinem Flugplan. Oft erfährst du erst wenige Stunden vorher, dass eine An-124 kommt – Spotter-Gruppen und Alarme helfen.
Standort wählen
In Leipzig/Halle bietet die Besucherterrasse einen legalen, bequemen Blick aufs Vorfeld. Details stehen im Spot-Guide.
Kennzeichen notieren
Die ukrainischen An-124 tragen Kennzeichen mit UR-. Erst das Kennzeichen macht aus „eine An-124“ eine konkrete Sichtung.
Wie du Alarme für bestimmte Typen und Kennzeichen einrichtest, zeigt der Beitrag Benachrichtigungen für Flugzeuge einrichten. Alles zum Standort steht im Spot-Guide zur Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle und im Beitrag Planespotting in Leipzig/Halle.
Antonov im Krieg: Produktion unter Druck
Die Probleme begannen nicht erst 2022. Die jüngeren Muster – der Regionaljet An-148 und seine gestreckte Version An-158, der Transporter An-178 – waren stark auf Komponenten aus Russland angewiesen, und ein großer Teil der An-148 wurde in Woronesch gebaut. Als sich die Beziehungen nach 2014 verschlechterten, brach diese Lieferkette weg. Die Auslieferungen schrumpften auf einzelne Flugzeuge pro Jahr und kamen dann weitgehend zum Stillstand.
Organisatorisch wurde Antonov 2015 dem staatlichen Konzern Ukroboronprom unterstellt, der die ukrainische Rüstungs- und Luftfahrtindustrie bündelt. Gleichzeitig suchte das Unternehmen neue Partner im Westen und in Asien, etwa für Modernisierungen und den Ersatz russischer Teile. Der Demonstrator An-132D, eine Weiterentwicklung der An-32 mit westlichen Triebwerken, flog 2017 erstmals, ging aber nicht in Serie.
Mit dem russischen Großangriff im Februar 2022 verschärfte sich die Lage dramatisch. Hostomel, der Werks- und Frachtflughafen des Unternehmens, war eines der ersten Ziele. Neben der Mrija wurden dort weitere Maschinen zerstört oder beschädigt, darunter eine An-26 und eine An-74. Seitdem arbeitet Antonov unter Kriegsbedingungen. Ein sichtbares Zeichen, dass der Betrieb weitergeht: Im Juli 2025 wurde eine in Hostomel modernisierte An-124 von dort ausgeflogen.
Zahlen und Pläne mit Vorsicht lesen
Über neue Programme, eine wieder anlaufende An-124-Fertigung oder den Bau einer zweiten Mrija kursieren viele Meldungen. Unter Kriegsbedingungen sind Angaben zu Produktion, Flotten und Terminen schwer unabhängig zu prüfen. Verlass dich für deine Planung auf das, was du im Tracking tatsächlich siehst.
So erkennst du Antonov-Flugzeuge
Viele Antonov-Muster teilen eine Formensprache, die du nach ein paar Sichtungen sofort erkennst: Hochdecker, hochgezogenes Heck mit Rampe, robustes Fahrwerk in seitlichen Verkleidungen. Die Unterschiede liegen in Triebwerksanzahl, Antriebsart und Leitwerk.
| Merkmal | Hinweis auf | Abgrenzung |
|---|---|---|
| Vier Jets, hängende Flügel, tiefes Höhenleitwerk | An-124 | Il-76 und C-5 haben ein T-Leitwerk |
| Sechs Jets, Doppelleitwerk | An-225 | einzigartig, existiert nicht mehr |
| Vier Propellerturbinen, Heckrampe, verglaste Nase | An-12 | die Lockheed C-130 hat keinen Heckschützenstand |
| Zwei Propellerturbinen, Heckrampe | An-26 / An-32 | die An-32 hat die Triebwerke deutlich höher über dem Flügel |
| Zwei Propellerturbinen, ohne Rampe, Passagierfenster | An-24 | ähnlich wie An-26, aber mit normalem Heck |
| Großer Doppeldecker mit einem Motor | An-2 | kaum zu verwechseln |
| Zwei Jets oben auf dem Flügel | An-72/An-74 | ungewöhnliche Bauweise für bessere Kurzstarteigenschaften |
Viele dieser Muster findest du in Europa vor allem bei Militärs, Frachtgesellschaften aus Osteuropa oder auf Flugtagen. Einen größeren Bogen zu sowjetischen Konstruktionen spannt der Beitrag Sowjetische Verkehrsflugzeuge, der Unterschied zu westlichen Frachtern steht in Frachtflugzeuge erkennen und Militärtransporter erkennen.
Schnellbestimmung: Welche Antonov ist das?
An-124 Ruslan
Vier Jets, hängende Flügel und ein tief sitzendes Höhenleitwerk sprechen für die An-124. In Europa ist es meist eine Maschine von Antonov Airlines mit UR-Kennzeichen.
An-26 oder An-32
Zwei Propellerturbinen und eine Heckrampe sind typisch für die kleinen Antonov-Frachter. Liegen die Triebwerke auffällig hoch über dem Flügel, ist es eine An-32.
An-2
Ein großer einmotoriger Doppeldecker ist fast immer eine An-2. In Mitteleuropa begegnet sie dir meist als Oldtimer auf Flugtagen oder bei Rundflügen.
Wo du Antonov-Flugzeuge siehst
Die gute Nachricht: Für eine An-124 musst du nicht weit reisen. Die weniger gute: Planen lässt sich ihr Auftauchen nur bedingt.
| Ort | Was du dort siehst | Hinweis |
|---|---|---|
| Leipzig/Halle | An-124 von Antonov Airlines | Hauptbasis seit 2022, SALIS-Standort seit 2006 |
| Lüttich und andere Frachtflughäfen | gelegentlich An-124 im Charter | unregelmäßig, kurzfristig |
| Flughäfen nahe großer Industriestandorte | An-124 mit Turbinen, Maschinenteilen, Rotorblättern | je nach Auftrag |
| Flugtage und Oldtimer-Treffen | An-2 als Rundflug- oder Oldtimerflugzeug | in Mitteleuropa am häufigsten |
| Afrika, Asien, Osteuropa | An-12, An-24, An-26, An-32 im Fracht- und Militärdienst | dort noch Alltag |
Ein Muster ist inzwischen besonders schwer zu finden: die Antonov-Turboprops im europäischen Linienverkehr. Wer sie sehen will, muss in Regionen reisen, in denen die robusten Maschinen noch Alltag sind. Tipps, wie du solche Raritäten gezielt aufspürst, sammelt der Beitrag Seltene Flugzeuge spotten.
Militärflugzeuge und Regeln
Viele Antonov-Muster fliegen bei Luftstreitkräften. Auf Militärflugplätzen gelten strengere Regeln als an zivilen Flughäfen, und in manchen Ländern ist Fotografieren rund um Flugplätze heikel. Bleib auf öffentlich zugänglichen Flächen und informier dich vorher. Grundlagen fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Bereit für deine An-124-Jagd?
- Ich habe in der Flugverfolgung nach A124 und ANTONOV BUREAU gefiltert.
- Ich habe einen Alarm für den Typ eingerichtet.
- Ich kenne einen legalen Standort in Leipzig/Halle.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Ich notiere das UR-Kennzeichen zur Bestätigung.
Antonov im Vergleich
Antonov spielt in einer anderen Liga als Airbus oder Boeing. Die beiden westlichen Konzerne leben vom Großserienbau für Passagierairlines, Antonov dagegen war immer ein Spezialist für Transportflugzeuge und Sonderlösungen. Am nächsten kommt ihm historisch die russische Luftfahrtindustrie, die heute in der United Aircraft Corporation gebündelt ist und Marken wie Iljuschin und Tupolew umfasst.
Auch bei den Schwerlastfrachtern gibt es Konkurrenz: Airbus fliegt mit der Beluga XL eigene Flugzeugteile zwischen seinen Werken, Boeing nutzt dafür den 747 Dreamlifter. Beide sind aber Werksverkehr für sehr leichte, sperrige Bauteile. Für wirklich schwere Einzelstücke gibt es im zivilen Markt kaum eine Alternative zur An-124 – eine wichtige Ausnahme ist die C-5 Galaxy, die aber nur beim US-Militär fliegt.
Eine Randnotiz verbindet Antonov übrigens mit China: Nach verbreiteten Angaben entwarf das Kiewer Büro den Flügel des Regionaljets ARJ21 von COMAC.
Deine Schwergewichte in einem Hangar
Beiträge mit Flugzeugdaten, Sichtungs-Alarme, Spot-Karte und Sonnenstand-Planer in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Trag dich in die Warteliste ein.
Fazit
Antonov ist mehr als ein Flugzeughersteller – es ist ein Stück Luftfahrtgeschichte, das bis heute in der Luft ist. Von der An-2, die seit fast achtzig Jahren fliegt, über die Turboprops, die ganze Regionen versorgen, bis zur An-124 hat das Kiewer Büro Flugzeuge geschaffen, die genau dort funktionieren, wo andere aufgeben. Der Verlust der Mrija und die Folgen des Krieges haben das Unternehmen hart getroffen, die An-124 aber fliegt weiter – und für Spotter in Deutschland näher als je zuvor.
Wer Antonov sehen will, schaut nach Leipzig/Halle, hält die Flugverfolgung im Blick und ist bereit, kurzfristig loszufahren. Der Lohn ist eines der eindrucksvollsten Schauspiele, die ein Frachtflughafen zu bieten hat.
Kurzfazit
Antonov ist der ukrainische Spezialist für Transport- und Schwerlastflugzeuge. Die An-225 ist zerstört, die An-124 fliegt weiter – mit Basis in Leipzig/Halle. Filter nach A124, achte aufs UR-Kennzeichen und sei schnell, wenn ein Charter angekündigt ist.
Zusammenfassung
- Antonov entwickelte seit 1946 vor allem Transportflugzeuge, die in der Sowjetunion und weit darüber hinaus zum Rückgrat des Lufttransports wurden.
- Mit An-124 und An-225 schuf das Kiewer Büro die größten Frachtflugzeuge ihrer Zeit; die Mrija ist seit 2022 Geschichte, die An-124 fliegt weiter.
- Seit dem russischen Angriff arbeitet Antonov unter Kriegsbedingungen, die Frachtairline operiert aus Leipzig/Halle.
- Für Spotter zählen Bauform, UR-Kennzeichen, Typcode und ein wacher Blick auf kurzfristige Charterflüge.
Häufige Fragen
Wie spricht und schreibt man Antonov richtig?
Das Unternehmen schreibt sich selbst in lateinischer Schrift Antonov, so steht es auch auf den Flugzeugen. In deutschen Texten findest du oft die Transkription Antonow. Gemeint ist dasselbe Unternehmen, benannt nach seinem Gründer Oleg Antonow.
Ist Antonov ein russischer oder ein ukrainischer Hersteller?
Ein ukrainischer. Das Konstruktionsbüro entstand 1946 zwar im sibirischen Nowosibirsk, zog aber bereits 1952 nach Kiew. Zu Sowjetzeiten wurden Antonov-Muster auch in Werken in Russland und Usbekistan gebaut, doch das Unternehmen selbst gehört seit der Unabhängigkeit der Ukraine dem ukrainischen Staat.
Was ist mit der An-225 Mrija passiert?
Die einzige fertiggestellte An-225 stand Ende Februar 2022 zu Wartungsarbeiten in Hostomel bei Kiew und wurde bei den Kämpfen um den Flughafen zerstört. Antonov hat einen Neubau auf Basis einer unvollendeten zweiten Zelle angekündigt, einen belastbaren Termin gibt es aber nicht (Stand Oktober 2026). Mehr dazu auf der Seite zur An-225.
Wo kann ich in Deutschland eine An-124 sehen?
Am ehesten in Leipzig/Halle. Dort ist seit 2022 die Hauptbasis von Antonov Airlines, und schon seit 2006 stehen dort An-124 für die Nato-Initiative SALIS bereit. Weil es sich um Charterflüge handelt, gibt es keinen festen Flugplan. Tipps zum Standort findest du im Beitrag Planespotting in Leipzig/Halle.
Welche ICAO-Typcodes haben Antonov-Flugzeuge?
Die wichtigsten sind A124 für die An-124, A225 für die An-225, AN12, AN22, AN24, AN26, AN32 und AN2. An-148 und An-158 laufen unter A148 und A158. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Was ist SALIS?
SALIS steht für Strategic Airlift International Solution. Über das Programm chartern Nato- und EU-Staaten seit 2006 große Frachtflugzeuge für militärische Transporte, etwa Fahrzeuge oder Hubschrauber. Die An-124 stehen dafür in Leipzig/Halle bereit. Seit 2019 läuft das Programm über die Antonov Logistics SALIS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Antonov Airlines und dem Frachtagenten Aircargonet.
Baut Antonov noch neue Flugzeuge?
Kaum. Die jüngeren Muster wie An-148, An-158 und An-178 hingen stark von Zulieferern aus Russland ab. Nach dem Bruch mit Russland ab 2014 kam die Serienfertigung weitgehend zum Erliegen. Antonov und die ukrainische Regierung sprechen zwar immer wieder von neuen Programmen und dem Ersatz russischer Teile, eine nennenswerte Serienproduktion gibt es derzeit aber nicht.
Wie viele Flugzeuge hat Antonov gebaut?
Über alle Muster und Werke hinweg werden rund 22.000 Flugzeuge genannt. Den größten Anteil hat die An-2 mit über 18.000 Exemplaren, gebaut in der Sowjetunion und in Lizenz in Polen. Von der An-124 entstanden nur gut 50, von der An-225 genau eine.
Sichtungen rund um Antonov sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Antonov Airlines
Die Frachtsparte des ukrainischen Herstellers Antonov fliegt übergroße Ladung mit der An-124 Ruslan um die Welt. Seit 2022 arbeitet sie von Leipzig/Halle aus – für Spotter in Deutschland ein Glücksfall.
VI / VDAVolga-Dnepr Airlines
Die russische Schwerlast-Airline aus Uljanowsk war jahrzehntelang der größte Betreiber der An-124 und ein Stammgast in Leipzig. Seit 2022 ist sie aus dem westlichen Luftraum verschwunden – ihre Spuren findest du trotzdem noch.
PS / AUIUkraine International Airlines
Historische ukrainische Netzwerk-Airline aus Kyjiw-Boryspil: 1992 gegründet, mit Boeing 737, 767, 777 und Embraer-Jets unterwegs, 2020 vom Abschuss des Flugs PS752 getroffen und seit dem russischen Angriff im Februar 2022 ohne Linienbetrieb.
RU / ABWAirBridgeCargo
Russlands größte Frachtairline flog bis 2022 mit Boeing-747-Frachtern zwischen Asien, Russland, Europa und den USA – mit Stationen wie Frankfurt, Amsterdam und Leipzig. Seit März 2022 ruht der Flugbetrieb.
Typische Flugzeuge
Antonov An-124 Ruslan
Hochdecker mit hängenden Flügeln, eine Nase, die sich wie ein Visier hochklappen lässt, und 24 Räder unter dem Bauch: Die An-124 Ruslan ist der Schwerlastfrachter schlechthin. So erkennst du sie, und hier siehst du sie in Deutschland.
FlugzeugtypAntonov An-225 Mrija
Sechs Triebwerke, ein Doppelleitwerk, 32 Räder und 88 Meter Spannweite: Die An-225 Mrija war das schwerste Flugzeug, das je im kommerziellen Charterbetrieb flog. 2022 wurde das einzige Exemplar in Hostomel zerstört. Hier findest du Geschichte, Kennzahlen und die Frage, was Spotter heute noch davon haben.
FlugzeugtypAntonov An-2
Zwei Flügel übereinander, ein brummender Sternmotor und Platz für zwölf Passagiere: Die An-2 ist der größte einmotorige Doppeldecker, der noch fliegt. So erkennst du die „Anna“ und hier erlebst du sie heute noch.
FlugzeugtypAntonov An-12
Verglaste Nase, vier brummende Turboprops und ein Heck, an dem früher ein Bordschütze saß: Die An-12 ist ein Frachter aus den 1950ern, der bis heute durch Europa fliegt. So erkennst du sie und so erwischst du sie.
FlugzeugtypAntonov An-22 Antei
Vier Turboprops mit je zwei gegenläufigen Propellern, ein doppeltes Seitenleitwerk und ein Rumpf, in den ganze Raketen passten: Die An-22 Antei ist das größte in Serie gebaute Propellerflugzeug der Welt. Hier erfährst du, woran du sie erkennst und wo du sie heute noch siehst.
FlugzeugtypAntonov An-24
Zwei Propellerturbinen, ein hoch angesetzter Flügel und robuste Technik für Schotterpisten: Die An-24 war das Arbeitspferd der sowjetischen Regionalluftfahrt. So erkennst du sie und so grenzt du sie von ihren Verwandten ab.
FlugzeugtypAntonov An-26
Zwei Turboprops, ein hochgezogenes Heck mit einer Rampe, die unter den Rumpf gleitet, und ein kleines Strahltriebwerk in der rechten Gondel: Die An-26 ist der kleine Arbeitstransporter des Ostblocks. So erkennst du sie und so findest du sie heute noch.
FlugzeugtypAntonov An-32
Zwei Turboprops, die wie Rucksäcke oben auf dem Flügel sitzen: Die An-32 ist die Hot-and-High-Version der An-26, gebaut für heiße Pisten und Flugplätze im Gebirge – und als An-32P sogar zum Waldbrandlöschen.
FlugzeugtypAntonov An-72/An-74
Zwei dicke Triebwerke hoch oben auf dem Flügel, ein T-Leitwerk und ein Spitzname aus dem Zeichentrickfilm: Die An-72 und ihre Polarversion An-74 gehören zu den eigenwilligsten Transportern der Welt. So erkennst du sie und so verstehst du ihre Technik.
FlugzeugtypAntonov An-148/An-158
Hoher Flügel, T-Leitwerk, zwei Triebwerke in Gondeln darunter: Die An-148 ist der Regionaljet aus Kiew und eine der seltensten Sichtungen der Gegenwart. So erkennst du sie und ihre verlängerte Schwester An-158.
FlugzeugtypAntonov An-178
Zwei Jets unter dem Hochdecker-Flügel, T-Leitwerk, Heckrampe: Die An-178 sollte bei Antonov die alten Propellerfrachter ablösen. Hier liest du, wie weit das Programm ist und woran du die seltene Maschine erkennst.
FlugzeugtypAntonov An-140
Gedacht als Ablösung der An-24, gebaut in drei Ländern – und am Ende nur gut drei Dutzend Mal fertiggestellt: Die An-140 ist einer der seltensten Turboprops der Gegenwart. So erkennst du sie und so grenzt du sie von ihren Verwandten ab.
FlugzeugtypIljuschin Il-76
Verglaste Navigatorkanzel, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und vier Strahltriebwerke: Die Il-76 ist der klassische sowjetische Transporter. So erkennst du sie sicher – und so stehen deine Chancen, ihr heute noch zu begegnen.
FlugzeugtypLockheed C-5 Galaxy
Der größte Transporter der US Air Force: Die C-5 Galaxy flog 1968 erstmals, heute sind modernisierte C-5M Super Galaxy im Einsatz. So erkennst du sie, grenzt sie von C-17 und An-124 ab und weißt, wo du in Deutschland Chancen hast.
FlugzeugtypAirbus BelugaXL (A330-743L)
Ein Buckel wie ein Wal, ein aufgemaltes Grinsen und ein Laderaum, in den zwei A350-Flügel passen: Der BelugaXL ist Airbus’ fliegender Teiletransporter – und einer der Lieblinge jedes Spotters.
Spotting-Spots rund um Antonov
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
United Aircraft Corporation
Superjet, MC-21, Tu-214, Il-114-300 und dazu Kampfjets von Suchoi und MiG: Fast alles, was in Russland heute an Flugzeugen gebaut wird, kommt aus einem einzigen Staatskonzern. Hier erfährst du, wie die United Aircraft Corporation 2006 entstanden ist, welche traditionsreichen Konstruktionsbüros zu ihr gehören, wo die aktuellen Programme stehen und warum du ihre Jets in Europa inzwischen fast nur noch im Museum siehst.
HerstellerTupolew
Kein Name steht so sehr für die sowjetische Zivilluftfahrt wie Tupolew: Vom ersten Strahlverkehrsflugzeug Tu-104 über den Dreistrahler Tu-154 bis zum Überschalljet Tu-144 prägte das Moskauer Konstruktionsbüro jahrzehntelang den Himmel über Osteuropa. Hier erfährst du, wie die wichtigsten Muster entstanden, woran du sie erkennst und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst – meist im Museum, manchmal noch in der Luft.
FlughafenFlughafen Leipzig/Halle
Tagsüber ein kleiner Ferienflughafen, nachts eines der größten Frachtdrehkreuze Europas: Leipzig/Halle ist der Europa-Hub von DHL, Heimat der AeroLogic-777F und Standort der Antonow An-124 – und damit ein Flughafen, an dem Spotter nach anderen Regeln planen als anderswo.
FlughafenFlughafen Lüttich
Belgiens größter Frachtflughafen und einer der fünf größten Europas: eine lange Hauptbahn bei Bierset, Betrieb rund um die Uhr, Jumbo-Frachter, E-Commerce aus China über Cainiao – und seit Januar 2026 praktisch ohne Linienpassagiere.
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