Antonov

Vom Doppeldecker An-2 bis zur An-225 Mrija, dem größten Flugzeug, das je kommerziell Fracht flog: Das Kiewer Konstruktionsbüro Antonov hat Luftfahrtgeschichte geschrieben. Hier erfährst du, wie der Hersteller entstand, was der Krieg verändert hat, wie du seine Muster erkennst und warum Leipzig/Halle heute der wichtigste Ort für Antonov-Sichtungen in Europa ist.

Auch bekannt als: Antonow · Антонов · Antonov Company · OKB-153 · ASTC Antonov · Konstruktionsbüro Antonow

Flugzeugherstellerseit 194614 Min. Lesezeit

1946

Gründung als OKB-153

Kiew

Sitz seit 1952

A124

ICAO-Code des Schwerlastfrachters

LEJ

Hauptbasis von Antonov Airlines seit 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Antonov ist das traditionsreiche Flugzeug-Konstruktionsbüro der Ukraine, 1946 in Nowosibirsk gegründet und seit 1952 in Kiew ansässig.
  • Weltberühmt durch zwei Giganten: die An-124 Ruslan und die einzige An-225 Mrija, die im Februar 2022 in Hostomel zerstört wurde.
  • Die Masse machen kleinere Muster: An-2, An-12, An-24 und An-26 wurden zu Tausenden gebaut.
  • Antonov Airlines fliegt seit 2022 aus Leipzig/Halle – dort hast du in Europa die besten Chancen auf eine An-124.
  • Erkennungsweg: Hochdecker-Bauweise, Heckrampe, UR-Kennzeichen und Typcodes wie A124 oder AN26.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Vom Geheimbüro in Sibirien nach Kiew
  8. 8.Die Muster im Überblick
  9. 9.Die An-124 Ruslan: das Arbeitstier für Übergroßes
  10. 10.Die An-225 Mrija: ein Unikat und sein Ende
  11. 11.Antonov Airlines: Fracht, die nirgendwo sonst hineinpasst
  12. 12.Antonov im Krieg: Produktion unter Druck
  13. 13.So erkennst du Antonov-Flugzeuge
  14. 14.Wo du Antonov-Flugzeuge siehst
  15. 15.Antonov im Vergleich
  16. 16.Fazit
  17. 17.Häufige Fragen

Steckbrief

Rolle in der BrancheStaatlicher ukrainischer Flugzeughersteller – Konstruktionsbüro, Serienfertigung, Wartung und eine eigene Frachtairline
Gründung31. Mai 1946 in Nowosibirsk als geheimes Konstruktionsbüro OKB-153 unter Oleg Antonow
SitzKiew, Ukraine – seit dem Umzug des Konstruktionsbüros 1952
EigentümerUkrainischer Staat; seit 2015 Teil des staatlichen Rüstungs- und Industriekonzerns Ukroboronprom
Bekannteste MusterAn-2, An-12, An-24/26, An-22, An-124 Ruslan und An-225 Mrija
Jüngere ProgrammeAn-148/An-158, An-178; An-132D als Demonstrator
Werke und FlugplätzeSerienwerk in Kiew (ehemals Aviant), Flugplatz Swjatoschyn in Kiew, Frachtflughafen Hostomel nordwestlich von Kiew
FrachtairlineAntonov Airlines (ICAO-Code ADB, Rufzeichen ANTONOV BUREAU), gegründet 1989, Hauptbasis seit 2022 Leipzig/Halle
Erkennungsweg im FeldBauform (Hochdecker, oft mit hängenden Flügeln), Kennzeichen mit UR- bei ukrainischen Maschinen und die ICAO-Typcodes wie A124, AN12 oder AN26
Offizielle Websitewww.antonov.com/en

Tätigkeitsfelder

Konstruktion – Entwicklung von Transport-, Fracht- und Regionalflugzeugen im Kiewer Konstruktionsbüro
Fertigung – Serienbau im Kiewer Werk, das 2009 als ehemaliges Werk Aviant Teil von Antonov wurde
Frachtcharter – Antonov Airlines fliegt übergroße und besonders schwere Ladung weltweit, vor allem mit der An-124
Militärischer Lufttransport – über das Gemeinschaftsunternehmen Antonov Logistics SALIS stehen An-124 in Leipzig für Nato- und EU-Staaten bereit
Wartung und Modernisierung – Überholung, Lebensdauerverlängerung und Umrüstung bestehender Antonov-Flotten weltweit

Struktur & Marken

Antonov Airlines – Frachtairline für übergroße und schwere Ladung, gegründet 1989, Flugbetrieb seit 2022 aus Leipzig/Halle
Antonov Logistics SALIS GmbH – Gemeinschaftsunternehmen von Antonov Airlines und dem Leipziger Frachtagenten Aircargonet für Nato- und EU-Charter
Serienwerk Kiew – das frühere Werk Aviant, seit 2009 Teil von Antonov
Flughafen Hostomel – Werks- und Frachtflughafen nordwestlich von Kiew, 2022 schwer beschädigt

Geschichte im Zeitraffer

1946Am 31. Mai wird in Nowosibirsk das Konstruktionsbüro OKB-153 unter Oleg Antonow gegründet.
1947Am 31. August fliegt die An-2 erstmals – der Doppeldecker wird zum meistgebauten Flugzeug des Büros.
1952Das Konstruktionsbüro zieht nach Kiew um, wo es bis heute sitzt.
1957–1959Erstflüge der viermotorigen An-12 (Dezember 1957) und des Regionalflugzeugs An-24 (Oktober 1959).
1965Am 27. Februar fliegt die An-22 Antei, damals das größte Flugzeug der Welt.
1982Im Dezember hebt die An-124 Ruslan zum ersten Mal ab; im Westen zeigt sie sich 1985 auf der Pariser Luftfahrtschau.
1984Oleg Antonow stirbt; das Büro trägt fortan seinen Namen. Nachfolger als Chefkonstrukteur wird Petro Balabujew.
1988Am 21. Dezember fliegt die An-225 Mrija erstmals, gebaut für den Transport der sowjetischen Raumfähre Buran.
1989Gründung der Frachtsparte Antonov Airlines, die An-124 weltweit im Charter anbietet.
2001Am 11. September hebt die An-225 mit über 253 Tonnen Fracht ab – ein Rekord, der in die Geschichtsbücher eingeht.
2004Am 17. Dezember fliegt der Regionaljet An-148 erstmals, 2010 folgt die gestreckte An-158.
2006Start der Nato-Initiative SALIS: An-124 stehen in Leipzig/Halle für den militärischen Transport bereit.
2015Antonov wird dem Staatskonzern Ukroboronprom unterstellt. Am 7. Mai fliegt der Transporter An-178 erstmals.
2022Beim russischen Angriff auf den Flughafen Hostomel wird die An-225 Ende Februar zerstört. Antonov Airlines verlegt ihren Flugbetrieb nach Leipzig/Halle.
2025Eine modernisierte An-124, die in Hostomel überholt worden war, wird im Juli aus Hostomel ausgeflogen.

Antonov aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Antonov

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine An-124 an hängenden Flügeln, vier Triebwerken und tief angesetztem Höhenleitwerk erkannt
  • Eine An-124 in Leipzig/Halle mit hochgeklapptem Bug beim Be- oder Entladen gesehen
  • Ein ukrainisches UR-Kennzeichen an einer Antonov-Maschine abgelesen
  • Eine An-26 oder An-32 an Hochdecker-Bauweise, zwei Propellerturbinen und hochgezogenem Heck mit Rampe bestimmt
  • Eine An-2 als großen einmotorigen Doppeldecker auf einem Flugtag erwischt
  • Den Rufnamen ANTONOV BUREAU oder das Kürzel ADB in der Flugverfolgung entdeckt
  • Die Typcodes A124, AN12, AN26 und AN2 im Tracking mit der Sichtung abgeglichen

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Unverwechselbare Silhouetten: Hochdecker mit Heckrampe und hängenden Flügeln erkennst du schon von Weitem
  • Mit Leipzig/Halle gibt es in Deutschland eine feste Basis der An-124
  • Eindeutige ICAO-Typcodes wie A124 machen das Filtern im Tracking leicht
  • Riesige Spannweite an Mustern – vom Doppeldecker bis zum Schwerlastfrachter
  • Jede An-124-Bewegung ist ein Ereignis, das auch Nicht-Spotter an den Zaun lockt

Wo es hakt

  • An-124-Flüge sind Charter ohne festen Flugplan und tauchen oft kurzfristig auf
  • Die An-225 ist zerstört – sie gibt es nur noch auf alten Fotos
  • Viele ältere Antonov-Muster fliegen heute vor allem in Afrika, Asien und bei Militärs, nicht im europäischen Linienverkehr
  • Russische An-124 und andere russische Antonov-Maschinen sind durch Sanktionen aus dem EU-Luftraum verschwunden
  • Neue Serienflugzeuge entstehen seit Jahren kaum noch – die Produktion stockt

Stand: Oktober 2026 – Am Vorfeld in Leipzig/Halle klappt sich die Nase eines Frachtflugzeugs nach oben, das Bugfahrwerk senkt sich ab, und aus dem Rumpf rollt ein kompletter Hubschrauber. Wer das einmal live gesehen hat, vergisst es nicht. Die Maschine ist eine An-124 Ruslan, und sie stammt aus einem Haus, das wie kaum ein anderes für schwere Lasten steht: Antonov. Das Kiewer Konstruktionsbüro hat in acht Jahrzehnten Doppeldecker, Turboprops, Regionaljets und die größten Frachtflugzeuge ihrer Zeit entworfen – und es arbeitet heute unter Bedingungen, die sich kein anderer Flugzeughersteller vorstellen muss.

Jede Antonov-Sichtung sauber festhalten

Poste deine Fotos mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und hak An-124, An-26 und Co. einzeln in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Vom Geheimbüro in Sibirien nach Kiew

Die Geschichte beginnt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 31. Mai 1946 entstand am Flugzeugwerk in Nowosibirsk ein neues sowjetisches Konstruktionsbüro mit der nüchternen Bezeichnung OKB-153. Leiter war Oleg Antonow, ein Ingenieur, der sich zuvor vor allem mit Segelflugzeugen einen Namen gemacht hatte. Sein erstes großes Projekt war ein robuster Mehrzweck-Doppeldecker für Landwirtschaft, Transport und abgelegene Regionen: die An-2, die am 31. August 1947 erstmals flog.

1952 zog das Büro nach Kiew um, und dort ist es bis heute geblieben. In den folgenden Jahrzehnten wechselte der Name mehrmals – zeitweise firmierte es unter Tarnbezeichnungen, später als wissenschaftlich-technischer Komplex mit dem Kürzel ASTC, heute schlicht als Antonov Company. Nach dem Tod des Gründers 1984 trug das Büro offiziell seinen Namen; die Leitung der Konstruktion übernahm Petro Balabujew.

Wichtig für das Verständnis: Antonov war zu Sowjetzeiten in erster Linie ein Konstruktionsbüro. Viele seiner Muster wurden nicht in Kiew, sondern in Werken quer durch die Sowjetunion gebaut, etwa in Irkutsk, Woronesch, Taschkent oder Uljanowsk. Nach dem Zerfall der Sowjetunion landeten Büro und Kiewer Werk in der unabhängigen Ukraine, ein Teil der Fertigung und viele Zulieferer aber in Russland. Diese Verflechtung prägt die Geschichte des Unternehmens bis heute.

1946Gründung als OKB-153
~22.000gebaute Flugzeuge aller Muster und Werke
253 tRekordfracht der An-225 im Jahr 2001
A124ICAO-Typcode der An-124

Die Muster im Überblick

Das Antonov-Portfolio ist groß, aber es folgt einer klaren Linie: Transportflugzeuge, die auch auf schlechten Pisten funktionieren, oft als Hochdecker mit Heckrampe. Dazu kommen Regionalflugzeuge für Passagiere. Für dich als Spotter ist die Tabelle ein Spickzettel – die ausführlichen Erkennungsmerkmale stehen auf den einzelnen Typseiten.

Muster Erstflug ICAO-Code Bauform Status (Oktober 2026)
An-2 1947 AN2 einmotoriger Doppeldecker noch vielfach im Einsatz, oft als Oldtimer
An-12 1957 AN12 viermotoriger Turboprop-Frachter mit Heckrampe vor allem in Afrika, Asien und bei Militärs
An-24 1959 AN24 zweimotoriger Turboprop, Passagiere nur noch wenige im Einsatz
An-22 Antei 1965 AN22 Riesen-Turboprop mit gegenläufigen Propellern praktisch außer Dienst
An-26 / An-32 1969 / 1976 AN26 / AN32 Turboprop-Frachter mit Heckrampe weiterhin verbreitet, oft militärisch
An-72/An-74 1977 AN72 Jet mit Triebwerken über dem Flügel selten
An-124 Ruslan 1982 A124 vierstrahliger Schwerlastfrachter im Charterdienst, Basis Leipzig/Halle
An-225 Mrija 1988 A225 sechsstrahliger Schwerlastfrachter, Doppelleitwerk 2022 zerstört
An-140 1997 A140 Regional-Turboprop sehr selten
An-148/An-158 2004 / 2010 A148 / A158 Regionaljet mit Hochdecker-Flügel kleine Stückzahlen, kaum noch aktiv
An-178 2015 – Jet-Transporter mit Heckrampe Einzelstücke

Den größten Anteil an der Gesamtproduktion hat mit weitem Abstand die An-2. Von ihr entstanden über 18.000 Exemplare, ein großer Teil davon in Lizenz in Polen. Die vielen Turboprops der Familien An-24, An-26 und An-12 kommen jeweils auf weit über tausend Stück. Die beiden Giganten dagegen sind Kleinserien: Von der An-124 wurden gut 50 gebaut, von der An-225 genau eine.

Typcode schlägt Bauchgefühl

An-24, An-26 und An-32 sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Ein schneller Blick auf den ICAO-Code in der Flugverfolgung (AN24, AN26, AN32) klärt die Frage meist sofort. Wie die Codes aufgebaut sind, steht im Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.

Die An-124 Ruslan: das Arbeitstier für Übergroßes

Wenn heute von Antonov die Rede ist, meinen die meisten die An-124. Der vierstrahlige Frachter flog im Dezember 1982 zum ersten Mal und war damals das schwerste Flugzeug der Welt. Im Westen zeigte er sich 1985 auf der Pariser Luftfahrtschau. Gebaut wurde er in Kiew und im russischen Uljanowsk; in der zivilen Ausführung An-124-100 trägt er bis zu 120 Tonnen, die modernisierte Version An-124-100M-150 bis zu 150 Tonnen.

Was die Maschine einzigartig macht, ist nicht nur die Größe, sondern die Unabhängigkeit vom Boden. Die Bugsektion klappt nach oben, im Heck sitzt eine Laderampe, das Fahrwerk kann sich absenken, damit Fahrzeuge flach hineinrollen, und an der Decke des Laderaums laufen Bordkräne. Damit lassen sich Turbinen, Generatoren, Hubschrauber, Yachten oder Rotorblätter auch dort verladen, wo es kein schweres Gerät gibt.

Für Spotter ist die An-124 leicht zu bestimmen: ein Hochdecker mit deutlich nach unten hängenden Flügeln, vier Triebwerke ohne Winglets, ein normales Leitwerk mit tief sitzendem Höhenruder und eine lange Reihe von Fahrwerksbeinen unter dem Rumpf. Verwechseln kannst du sie am ehesten mit der US-amerikanischen C-5 Galaxy von Lockheed, die aber ein T-Leitwerk trägt.

A124 auf die Wunschliste

Setz die An-124 oder einzelne Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Die An-225 Mrija: ein Unikat und sein Ende

Die An-225 Mrija – ukrainisch für „Traum“ – war ursprünglich gar nicht als Frachtflugzeug für Kunden gedacht. Antonov entwickelte sie aus der An-124, um die sowjetische Raumfähre Buran und Teile der Energija-Rakete auf dem Rücken zu transportieren. Dafür bekam sie einen verlängerten Rumpf, sechs Triebwerke und ein Doppelleitwerk, damit die Last auf dem Rumpf das Leitwerk nicht abschattet. Am 21. Dezember 1988 flog sie erstmals.

Das Raumfahrtprogramm endete kurz darauf, und die Mrija stand jahrelang ungenutzt in Kiew. Erst nach einer Überarbeitung um die Jahrtausendwende kam sie bei Antonov Airlines in den kommerziellen Einsatz. Am 11. September 2001 hob sie mit über 253 Tonnen Fracht ab; 2009 transportierte sie mit einem fast 190 Tonnen schweren Generator das schwerste Einzelstück, das je per Luftfracht befördert wurde. Mit ihrer Spannweite von 88,4 Metern blieb sie bis zuletzt das größte Flugzeug im regulären Frachtgeschäft.

Jede Landung der Mrija war ein Volksfest. Wo sie auftauchte, standen Tausende am Zaun. Das endete abrupt: Ende Februar 2022 stand die einzige fertige An-225 zu Wartungsarbeiten auf dem Werksflughafen Hostomel nordwestlich von Kiew, als russische Truppen den Platz angriffen. Bei den Kämpfen wurde sie zerstört, zusammen mit weiteren Antonov-Maschinen.

Wiederaufbau: angekündigt, aber offen

Antonov und die ukrainische Regierung haben mehrfach angekündigt, eine neue Mrija zu bauen – auf Basis der unvollendeten zweiten Zelle, die seit den Neunzigerjahren in Kiew lagert, und mit Teilen aus dem Wrack. Die genannten Kosten reichten von einigen hundert Millionen bis über drei Milliarden US-Dollar. Einen belastbaren Termin für einen Erstflug gibt es nicht (Stand Oktober 2026). Behandle Meldungen dazu mit Vorsicht.

Wer die Mrija nie gesehen hat, findet sie heute nur noch in Fotoarchiven und Erinnerungen. Wie sie sich im Vergleich zu anderen Riesen schlägt, zeigt der Beitrag Die größten Flugzeuge der Welt.

Antonov Airlines: Fracht, die nirgendwo sonst hineinpasst

1989 gründete Antonov eine eigene Frachtsparte, um die An-124 auch international zu vermarkten: Antonov Airlines. Sie fliegt unter dem ICAO-Code ADB und dem Rufzeichen ANTONOV BUREAU – in der Flugverfolgung ein guter Suchbegriff. Das Geschäftsmodell ist reiner Charter: Ein Kunde braucht eine Gasturbine in Südamerika, ein Satellit muss zum Startplatz oder Hilfsgüter in ein Katastrophengebiet, und Antonov Airlines schickt die passende Maschine.

Lange arbeitete die Airline dabei auch mit der russischen Volga-Dnepr Airlines zusammen, die ebenfalls An-124 betreibt; ab 2006 vermarkteten beide ihre Flotten über das Gemeinschaftsunternehmen Ruslan International. Diese Partnerschaft ist längst Geschichte. Seit 2022 sind russische An-124 durch die Sanktionen aus dem europäischen Luftraum verschwunden, sodass du in Europa praktisch nur noch die ukrainischen Maschinen siehst.

Nach dem Angriff auf Hostomel verlegte Antonov Airlines ihren Flugbetrieb nach Leipzig/Halle. Von dort startet die Flotte zu Einsätzen auf der ganzen Welt. Nach verfügbaren Daten umfasst sie rund sieben An-124 in den Versionen -100 und -100M; ältere Antonov-Muster spielen im Chartergeschäft der Airline kaum noch eine Rolle. Die genaue Zahl kann sich durch Überholungen und Modernisierungen ändern.

SALIS: Nato-Fracht aus Leipzig

Leipzig ist für Antonov kein Zufall. Schon seit 2006 stehen dort An-124 im Rahmen von SALIS (Strategic Airlift International Solution) bereit. Über das Programm chartern Nato- und EU-Staaten große Frachtflugzeuge für militärische Transporte – etwa Fahrzeuge, Hubschrauber oder Ausrüstung für Einsätze. Anfangs kamen die Maschinen über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Volga-Dnepr, seit 2019 läuft SALIS über die Antonov Logistics SALIS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Antonov Airlines und dem Leipziger Frachtagenten Aircargonet. Ende 2021 wurde ein neuer Fünfjahresvertrag geschlossen. Gedacht war SALIS ursprünglich als Überbrückung, bis der europäische Airbus A400M in ausreichender Zahl verfügbar ist – für die wirklich großen Lasten bleibt die An-124 aber bis heute unverzichtbar.

Flugverfolgung filtern

Such nach dem Typcode A124 oder dem Rufzeichen ANTONOV BUREAU. So siehst du, ob eine Maschine gerade in Richtung Leipzig unterwegs ist.

Kurzfristig bleiben

Charterflüge stehen in keinem Flugplan. Oft erfährst du erst wenige Stunden vorher, dass eine An-124 kommt – Spotter-Gruppen und Alarme helfen.

Standort wählen

In Leipzig/Halle bietet die Besucherterrasse einen legalen, bequemen Blick aufs Vorfeld. Details stehen im Spot-Guide.

Kennzeichen notieren

Die ukrainischen An-124 tragen Kennzeichen mit UR-. Erst das Kennzeichen macht aus „eine An-124“ eine konkrete Sichtung.

Wie du Alarme für bestimmte Typen und Kennzeichen einrichtest, zeigt der Beitrag Benachrichtigungen für Flugzeuge einrichten. Alles zum Standort steht im Spot-Guide zur Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle und im Beitrag Planespotting in Leipzig/Halle.

Antonov im Krieg: Produktion unter Druck

Die Probleme begannen nicht erst 2022. Die jüngeren Muster – der Regionaljet An-148 und seine gestreckte Version An-158, der Transporter An-178 – waren stark auf Komponenten aus Russland angewiesen, und ein großer Teil der An-148 wurde in Woronesch gebaut. Als sich die Beziehungen nach 2014 verschlechterten, brach diese Lieferkette weg. Die Auslieferungen schrumpften auf einzelne Flugzeuge pro Jahr und kamen dann weitgehend zum Stillstand.

Organisatorisch wurde Antonov 2015 dem staatlichen Konzern Ukroboronprom unterstellt, der die ukrainische Rüstungs- und Luftfahrtindustrie bündelt. Gleichzeitig suchte das Unternehmen neue Partner im Westen und in Asien, etwa für Modernisierungen und den Ersatz russischer Teile. Der Demonstrator An-132D, eine Weiterentwicklung der An-32 mit westlichen Triebwerken, flog 2017 erstmals, ging aber nicht in Serie.

Mit dem russischen Großangriff im Februar 2022 verschärfte sich die Lage dramatisch. Hostomel, der Werks- und Frachtflughafen des Unternehmens, war eines der ersten Ziele. Neben der Mrija wurden dort weitere Maschinen zerstört oder beschädigt, darunter eine An-26 und eine An-74. Seitdem arbeitet Antonov unter Kriegsbedingungen. Ein sichtbares Zeichen, dass der Betrieb weitergeht: Im Juli 2025 wurde eine in Hostomel modernisierte An-124 von dort ausgeflogen.

Zahlen und Pläne mit Vorsicht lesen

Über neue Programme, eine wieder anlaufende An-124-Fertigung oder den Bau einer zweiten Mrija kursieren viele Meldungen. Unter Kriegsbedingungen sind Angaben zu Produktion, Flotten und Terminen schwer unabhängig zu prüfen. Verlass dich für deine Planung auf das, was du im Tracking tatsächlich siehst.

So erkennst du Antonov-Flugzeuge

Viele Antonov-Muster teilen eine Formensprache, die du nach ein paar Sichtungen sofort erkennst: Hochdecker, hochgezogenes Heck mit Rampe, robustes Fahrwerk in seitlichen Verkleidungen. Die Unterschiede liegen in Triebwerksanzahl, Antriebsart und Leitwerk.

Merkmal Hinweis auf Abgrenzung
Vier Jets, hängende Flügel, tiefes Höhenleitwerk An-124 Il-76 und C-5 haben ein T-Leitwerk
Sechs Jets, Doppelleitwerk An-225 einzigartig, existiert nicht mehr
Vier Propellerturbinen, Heckrampe, verglaste Nase An-12 die Lockheed C-130 hat keinen Heckschützenstand
Zwei Propellerturbinen, Heckrampe An-26 / An-32 die An-32 hat die Triebwerke deutlich höher über dem Flügel
Zwei Propellerturbinen, ohne Rampe, Passagierfenster An-24 ähnlich wie An-26, aber mit normalem Heck
Großer Doppeldecker mit einem Motor An-2 kaum zu verwechseln
Zwei Jets oben auf dem Flügel An-72/An-74 ungewöhnliche Bauweise für bessere Kurzstarteigenschaften

Viele dieser Muster findest du in Europa vor allem bei Militärs, Frachtgesellschaften aus Osteuropa oder auf Flugtagen. Einen größeren Bogen zu sowjetischen Konstruktionen spannt der Beitrag Sowjetische Verkehrsflugzeuge, der Unterschied zu westlichen Frachtern steht in Frachtflugzeuge erkennen und Militärtransporter erkennen.

Schnellbestimmung: Welche Antonov ist das?

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Kennzeichen und Typcode bleiben die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

An-124 Ruslan

Vier Jets, hängende Flügel und ein tief sitzendes Höhenleitwerk sprechen für die An-124. In Europa ist es meist eine Maschine von Antonov Airlines mit UR-Kennzeichen.

Wahrscheinlich

An-26 oder An-32

Zwei Propellerturbinen und eine Heckrampe sind typisch für die kleinen Antonov-Frachter. Liegen die Triebwerke auffällig hoch über dem Flügel, ist es eine An-32.

Wahrscheinlich

An-2

Ein großer einmotoriger Doppeldecker ist fast immer eine An-2. In Mitteleuropa begegnet sie dir meist als Oldtimer auf Flugtagen oder bei Rundflügen.

Wo du Antonov-Flugzeuge siehst

Die gute Nachricht: Für eine An-124 musst du nicht weit reisen. Die weniger gute: Planen lässt sich ihr Auftauchen nur bedingt.

Ort Was du dort siehst Hinweis
Leipzig/Halle An-124 von Antonov Airlines Hauptbasis seit 2022, SALIS-Standort seit 2006
Lüttich und andere Frachtflughäfen gelegentlich An-124 im Charter unregelmäßig, kurzfristig
Flughäfen nahe großer Industriestandorte An-124 mit Turbinen, Maschinenteilen, Rotorblättern je nach Auftrag
Flugtage und Oldtimer-Treffen An-2 als Rundflug- oder Oldtimerflugzeug in Mitteleuropa am häufigsten
Afrika, Asien, Osteuropa An-12, An-24, An-26, An-32 im Fracht- und Militärdienst dort noch Alltag

Ein Muster ist inzwischen besonders schwer zu finden: die Antonov-Turboprops im europäischen Linienverkehr. Wer sie sehen will, muss in Regionen reisen, in denen die robusten Maschinen noch Alltag sind. Tipps, wie du solche Raritäten gezielt aufspürst, sammelt der Beitrag Seltene Flugzeuge spotten.

Militärflugzeuge und Regeln

Viele Antonov-Muster fliegen bei Luftstreitkräften. Auf Militärflugplätzen gelten strengere Regeln als an zivilen Flughäfen, und in manchen Ländern ist Fotografieren rund um Flugplätze heikel. Bleib auf öffentlich zugänglichen Flächen und informier dich vorher. Grundlagen fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.

Bereit für deine An-124-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe in der Flugverfolgung nach A124 und ANTONOV BUREAU gefiltert.
  • Ich habe einen Alarm für den Typ eingerichtet.
  • Ich kenne einen legalen Standort in Leipzig/Halle.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
  • Ich notiere das UR-Kennzeichen zur Bestätigung.

Antonov im Vergleich

Antonov spielt in einer anderen Liga als Airbus oder Boeing. Die beiden westlichen Konzerne leben vom Großserienbau für Passagierairlines, Antonov dagegen war immer ein Spezialist für Transportflugzeuge und Sonderlösungen. Am nächsten kommt ihm historisch die russische Luftfahrtindustrie, die heute in der United Aircraft Corporation gebündelt ist und Marken wie Iljuschin und Tupolew umfasst.

Auch bei den Schwerlastfrachtern gibt es Konkurrenz: Airbus fliegt mit der Beluga XL eigene Flugzeugteile zwischen seinen Werken, Boeing nutzt dafür den 747 Dreamlifter. Beide sind aber Werksverkehr für sehr leichte, sperrige Bauteile. Für wirklich schwere Einzelstücke gibt es im zivilen Markt kaum eine Alternative zur An-124 – eine wichtige Ausnahme ist die C-5 Galaxy, die aber nur beim US-Militär fliegt.

Eine Randnotiz verbindet Antonov übrigens mit China: Nach verbreiteten Angaben entwarf das Kiewer Büro den Flügel des Regionaljets ARJ21 von COMAC.

Deine Schwergewichte in einem Hangar

Beiträge mit Flugzeugdaten, Sichtungs-Alarme, Spot-Karte und Sonnenstand-Planer in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Trag dich in die Warteliste ein.

Fazit

Antonov ist mehr als ein Flugzeughersteller – es ist ein Stück Luftfahrtgeschichte, das bis heute in der Luft ist. Von der An-2, die seit fast achtzig Jahren fliegt, über die Turboprops, die ganze Regionen versorgen, bis zur An-124 hat das Kiewer Büro Flugzeuge geschaffen, die genau dort funktionieren, wo andere aufgeben. Der Verlust der Mrija und die Folgen des Krieges haben das Unternehmen hart getroffen, die An-124 aber fliegt weiter – und für Spotter in Deutschland näher als je zuvor.

Wer Antonov sehen will, schaut nach Leipzig/Halle, hält die Flugverfolgung im Blick und ist bereit, kurzfristig loszufahren. Der Lohn ist eines der eindrucksvollsten Schauspiele, die ein Frachtflughafen zu bieten hat.

Kurzfazit

Antonov ist der ukrainische Spezialist für Transport- und Schwerlastflugzeuge. Die An-225 ist zerstört, die An-124 fliegt weiter – mit Basis in Leipzig/Halle. Filter nach A124, achte aufs UR-Kennzeichen und sei schnell, wenn ein Charter angekündigt ist.

Zusammenfassung

  • Antonov entwickelte seit 1946 vor allem Transportflugzeuge, die in der Sowjetunion und weit darüber hinaus zum Rückgrat des Lufttransports wurden.
  • Mit An-124 und An-225 schuf das Kiewer Büro die größten Frachtflugzeuge ihrer Zeit; die Mrija ist seit 2022 Geschichte, die An-124 fliegt weiter.
  • Seit dem russischen Angriff arbeitet Antonov unter Kriegsbedingungen, die Frachtairline operiert aus Leipzig/Halle.
  • Für Spotter zählen Bauform, UR-Kennzeichen, Typcode und ein wacher Blick auf kurzfristige Charterflüge.

Häufige Fragen

Wie spricht und schreibt man Antonov richtig?

Das Unternehmen schreibt sich selbst in lateinischer Schrift Antonov, so steht es auch auf den Flugzeugen. In deutschen Texten findest du oft die Transkription Antonow. Gemeint ist dasselbe Unternehmen, benannt nach seinem Gründer Oleg Antonow.

Ist Antonov ein russischer oder ein ukrainischer Hersteller?

Ein ukrainischer. Das Konstruktionsbüro entstand 1946 zwar im sibirischen Nowosibirsk, zog aber bereits 1952 nach Kiew. Zu Sowjetzeiten wurden Antonov-Muster auch in Werken in Russland und Usbekistan gebaut, doch das Unternehmen selbst gehört seit der Unabhängigkeit der Ukraine dem ukrainischen Staat.

Was ist mit der An-225 Mrija passiert?

Die einzige fertiggestellte An-225 stand Ende Februar 2022 zu Wartungsarbeiten in Hostomel bei Kiew und wurde bei den Kämpfen um den Flughafen zerstört. Antonov hat einen Neubau auf Basis einer unvollendeten zweiten Zelle angekündigt, einen belastbaren Termin gibt es aber nicht (Stand Oktober 2026). Mehr dazu auf der Seite zur An-225.

Wo kann ich in Deutschland eine An-124 sehen?

Am ehesten in Leipzig/Halle. Dort ist seit 2022 die Hauptbasis von Antonov Airlines, und schon seit 2006 stehen dort An-124 für die Nato-Initiative SALIS bereit. Weil es sich um Charterflüge handelt, gibt es keinen festen Flugplan. Tipps zum Standort findest du im Beitrag Planespotting in Leipzig/Halle.

Welche ICAO-Typcodes haben Antonov-Flugzeuge?

Die wichtigsten sind A124 für die An-124, A225 für die An-225, AN12, AN22, AN24, AN26, AN32 und AN2. An-148 und An-158 laufen unter A148 und A158. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.

Was ist SALIS?

SALIS steht für Strategic Airlift International Solution. Über das Programm chartern Nato- und EU-Staaten seit 2006 große Frachtflugzeuge für militärische Transporte, etwa Fahrzeuge oder Hubschrauber. Die An-124 stehen dafür in Leipzig/Halle bereit. Seit 2019 läuft das Programm über die Antonov Logistics SALIS GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Antonov Airlines und dem Frachtagenten Aircargonet.

Baut Antonov noch neue Flugzeuge?

Kaum. Die jüngeren Muster wie An-148, An-158 und An-178 hingen stark von Zulieferern aus Russland ab. Nach dem Bruch mit Russland ab 2014 kam die Serienfertigung weitgehend zum Erliegen. Antonov und die ukrainische Regierung sprechen zwar immer wieder von neuen Programmen und dem Ersatz russischer Teile, eine nennenswerte Serienproduktion gibt es derzeit aber nicht.

Wie viele Flugzeuge hat Antonov gebaut?

Über alle Muster und Werke hinweg werden rund 22.000 Flugzeuge genannt. Den größten Anteil hat die An-2 mit über 18.000 Exemplaren, gebaut in der Sowjetunion und in Lizenz in Polen. Von der An-124 entstanden nur gut 50, von der An-225 genau eine.

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Antonov An-124 Ruslan

Hochdecker mit hängenden Flügeln, eine Nase, die sich wie ein Visier hochklappen lässt, und 24 Räder unter dem Bauch: Die An-124 Ruslan ist der Schwerlastfrachter schlechthin. So erkennst du sie, und hier siehst du sie in Deutschland.

Flugzeugtyp

Antonov An-225 Mrija

Sechs Triebwerke, ein Doppelleitwerk, 32 Räder und 88 Meter Spannweite: Die An-225 Mrija war das schwerste Flugzeug, das je im kommerziellen Charterbetrieb flog. 2022 wurde das einzige Exemplar in Hostomel zerstört. Hier findest du Geschichte, Kennzahlen und die Frage, was Spotter heute noch davon haben.

Flugzeugtyp

Antonov An-2

Zwei Flügel übereinander, ein brummender Sternmotor und Platz für zwölf Passagiere: Die An-2 ist der größte einmotorige Doppeldecker, der noch fliegt. So erkennst du die „Anna“ und hier erlebst du sie heute noch.

Flugzeugtyp

Antonov An-12

Verglaste Nase, vier brummende Turboprops und ein Heck, an dem früher ein Bordschütze saß: Die An-12 ist ein Frachter aus den 1950ern, der bis heute durch Europa fliegt. So erkennst du sie und so erwischst du sie.

Flugzeugtyp

Antonov An-22 Antei

Vier Turboprops mit je zwei gegenläufigen Propellern, ein doppeltes Seitenleitwerk und ein Rumpf, in den ganze Raketen passten: Die An-22 Antei ist das größte in Serie gebaute Propellerflugzeug der Welt. Hier erfährst du, woran du sie erkennst und wo du sie heute noch siehst.

Flugzeugtyp

Antonov An-24

Zwei Propellerturbinen, ein hoch angesetzter Flügel und robuste Technik für Schotterpisten: Die An-24 war das Arbeitspferd der sowjetischen Regionalluftfahrt. So erkennst du sie und so grenzt du sie von ihren Verwandten ab.

Flugzeugtyp

Antonov An-26

Zwei Turboprops, ein hochgezogenes Heck mit einer Rampe, die unter den Rumpf gleitet, und ein kleines Strahltriebwerk in der rechten Gondel: Die An-26 ist der kleine Arbeitstransporter des Ostblocks. So erkennst du sie und so findest du sie heute noch.

Flugzeugtyp

Antonov An-32

Zwei Turboprops, die wie Rucksäcke oben auf dem Flügel sitzen: Die An-32 ist die Hot-and-High-Version der An-26, gebaut für heiße Pisten und Flugplätze im Gebirge – und als An-32P sogar zum Waldbrandlöschen.

Flugzeugtyp

Antonov An-72/An-74

Zwei dicke Triebwerke hoch oben auf dem Flügel, ein T-Leitwerk und ein Spitzname aus dem Zeichentrickfilm: Die An-72 und ihre Polarversion An-74 gehören zu den eigenwilligsten Transportern der Welt. So erkennst du sie und so verstehst du ihre Technik.

Flugzeugtyp

Antonov An-148/An-158

Hoher Flügel, T-Leitwerk, zwei Triebwerke in Gondeln darunter: Die An-148 ist der Regionaljet aus Kiew und eine der seltensten Sichtungen der Gegenwart. So erkennst du sie und ihre verlängerte Schwester An-158.

Flugzeugtyp

Antonov An-178

Zwei Jets unter dem Hochdecker-Flügel, T-Leitwerk, Heckrampe: Die An-178 sollte bei Antonov die alten Propellerfrachter ablösen. Hier liest du, wie weit das Programm ist und woran du die seltene Maschine erkennst.

Flugzeugtyp

Antonov An-140

Gedacht als Ablösung der An-24, gebaut in drei Ländern – und am Ende nur gut drei Dutzend Mal fertiggestellt: Die An-140 ist einer der seltensten Turboprops der Gegenwart. So erkennst du sie und so grenzt du sie von ihren Verwandten ab.

Flugzeugtyp

Iljuschin Il-76

Verglaste Navigatorkanzel, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und vier Strahltriebwerke: Die Il-76 ist der klassische sowjetische Transporter. So erkennst du sie sicher – und so stehen deine Chancen, ihr heute noch zu begegnen.

Flugzeugtyp

Lockheed C-5 Galaxy

Der größte Transporter der US Air Force: Die C-5 Galaxy flog 1968 erstmals, heute sind modernisierte C-5M Super Galaxy im Einsatz. So erkennst du sie, grenzt sie von C-17 und An-124 ab und weißt, wo du in Deutschland Chancen hast.

Flugzeugtyp

Airbus BelugaXL (A330-743L)

Ein Buckel wie ein Wal, ein aufgemaltes Grinsen und ein Laderaum, in den zwei A350-Flügel passen: Der BelugaXL ist Airbus’ fliegender Teiletransporter – und einer der Lieblinge jedes Spotters.

Spotting-Spots rund um Antonov

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Weitere Einträge

Hersteller

United Aircraft Corporation

Superjet, MC-21, Tu-214, Il-114-300 und dazu Kampfjets von Suchoi und MiG: Fast alles, was in Russland heute an Flugzeugen gebaut wird, kommt aus einem einzigen Staatskonzern. Hier erfährst du, wie die United Aircraft Corporation 2006 entstanden ist, welche traditionsreichen Konstruktionsbüros zu ihr gehören, wo die aktuellen Programme stehen und warum du ihre Jets in Europa inzwischen fast nur noch im Museum siehst.

Hersteller

Tupolew

Kein Name steht so sehr für die sowjetische Zivilluftfahrt wie Tupolew: Vom ersten Strahlverkehrsflugzeug Tu-104 über den Dreistrahler Tu-154 bis zum Überschalljet Tu-144 prägte das Moskauer Konstruktionsbüro jahrzehntelang den Himmel über Osteuropa. Hier erfährst du, wie die wichtigsten Muster entstanden, woran du sie erkennst und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst – meist im Museum, manchmal noch in der Luft.

DeutschlandFlughafen

Flughafen Leipzig/Halle

Tagsüber ein kleiner Ferienflughafen, nachts eines der größten Frachtdrehkreuze Europas: Leipzig/Halle ist der Europa-Hub von DHL, Heimat der AeroLogic-777F und Standort der Antonow An-124 – und damit ein Flughafen, an dem Spotter nach anderen Regeln planen als anderswo.

BelgienFlughafen

Flughafen Lüttich

Belgiens größter Frachtflughafen und einer der fünf größten Europas: eine lange Hauptbahn bei Bierset, Betrieb rund um die Uhr, Jumbo-Frachter, E-Commerce aus China über Cainiao – und seit Januar 2026 praktisch ohne Linienpassagiere.

Passende Guides aus dem Blog

PT

Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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