Das Wichtigste in Kürze
- Die An-26 ist ein zweimotoriger Turboprop-Transporter auf Basis der An-24, Erstflug 1969, gebaut in rund 1.400 Exemplaren.
- Ihr Markenzeichen ist die Heckrampe, die sich zum Beladen absenken oder nach vorn unter den Rumpf schieben lässt.
- Von der An-24 trennst du sie am Heck: Die Passagierversion hat ein normales, rundes Rumpfende ohne Rampe und viele Fenster.
- Von der An-32 trennst du sie an den Triebwerken: Bei der An-32 sitzen die Gondeln hoch über dem Flügel, bei der An-26 hängen sie darunter.
- In Westeuropa ist sie selten geworden. Am sichersten siehst du sie in Museen, bei osteuropäischen Luftstreitkräften und auf Airshows.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Antonov An-26?
- 2.Technik: klein, robust, vielseitig
- 3.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.An-26, An-24, An-32 oder Transall?
- 5.Die An-26 in Deutschland
- 6.Wer fliegt die An-26 heute?
- 7.Wo du die An-26 erwischst
- 8.Fototipps speziell für die An-26
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Antonov (Konstruktionsbüro und Werk in Kiew) |
|---|---|
| NATO-Codename | Curl |
| ICAO-Typcode | AN26 |
| Wirbelschleppenkategorie | M (Medium) |
| Abgeleitet von | Regionalverkehrsflugzeug An-24 |
| Erstflug | 21. Mai 1969 |
| Produktion | 1969 bis 1986 in Kiew |
| Gebaute Flugzeuge | rund 1.400 |
| Chinesische Version | Xian Y-7H in China (ab 1983, Nachbau) |
| Triebwerke | 2 × Iwtschenko AI-24VT (Turboprop, je 2.820 PS) |
| Hilfstriebwerk | 1 × RU-19A-300 (Strahltriebwerk in der rechten Gondel) |
| Länge | 23,80 m |
| Spannweite | rund 29,2 m (je nach Quelle 29,20–29,30 m) |
| Höhe | rund 8,6 m |
| Max. Startgewicht | 24 t |
| Nutzlast | bis 5,5 t oder rund 40 Personen |
| Besatzung | bis zu 5 (Piloten, Navigator, Flugingenieur, Funker) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Hochdecker mit zwei Propellerturbinen und Vierblattpropellern, Gondeln unter dem Flügel
- Stark hochgezogenes Rumpfheck mit großer Ladeluke und Rampe, darunter zwei schräg abstehende Bauchflossen
- Kleiner Auslass hinten an der rechten Triebwerksgondel – dort sitzt das zusätzliche Strahltriebwerk RU-19A-300
- Bei vielen Maschinen ein runder Beobachtungsblister seitlich am Rumpf hinter dem Cockpit
- Deutlich weniger Rumpffenster als die Passagierversion An-24, Flügel mit Knick in den Außenflügeln
- Etwa so groß wie eine ATR 42, aber mit kurzen, kräftigen Fahrwerksgondeln und militärisch geprägtem Heck
Aktualisiert: Oktober 2026 – Zwei Propeller, ein Hochdecker, ein Heck, das nach oben schwingt wie bei einem Militärtransporter, nur alles eine Nummer kleiner: Das ist die Antonov An-26. Rund 1.400 Exemplare entstanden zwischen 1969 und 1986 in Kiew, und über Jahrzehnte war sie der Lastesel für alles, was zu klein für eine An-12 und zu sperrig für einen Passagierflieger war. Auch die DDR flog sie, später sogar die Luftwaffe. Hier erfährst du, woran du die An-26 erkennst, wie du sie von An-24 und An-32 unterscheidest und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst.
Die Curl im Hangar
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Was ist die Antonov An-26?
Die An-26 ist ein zweimotoriger Turboprop-Transporter aus dem Konstruktionsbüro Antonov in Kiew. Ausgangspunkt war die An-24, ein Regionalverkehrsflugzeug für Strecken mit kurzen, oft unbefestigten Pisten. Für die Frachtversion behielten die Ingenieure Flügel, Cockpit und Grundstruktur, gestalteten aber das gesamte Rumpfheck neu: hochgezogen, mit einer großen Ladeluke, einer Rampe und zwei Stabilisierungsflossen unter dem Heck. Die NATO vergab den Codenamen „Curl“.
Der Erstflug fand am 21. Mai 1969 statt, und schon Ende August desselben Jahres verließ die erste Serienmaschine das Werk. Bis 1986 lief die Produktion, am Ende standen rund 1.400 gebaute Flugzeuge. Damit gehört die An-26 zu den meistgebauten Transportern ihrer Klasse. Ab 1983 baute China zudem eine eigene Version, die Xian Y-7H.
Die An-26 diente in der Sowjetunion und vielen verbündeten Staaten als Allzweck-Transporter: für Truppen und Material, als Sanitätsflugzeug, für Fallschirmspringer, Vermessung und Aufklärung. Zivil flogen Aeroflot und später zahlreiche kleinere Frachtfirmen die Maschine, vor allem die An-26B, eine 1981 eingeführte Frachtversion mit Rollenbahnen im Laderaum. Wer tiefer in die Geschichte der Ostblock-Luftfahrt eintauchen will, liest den Beitrag Sowjetische Verkehrsflugzeuge. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Antonov.
Technik: klein, robust, vielseitig
Mit knapp 24 Metern Länge und gut 29 Metern Spannweite liegt die An-26 grob in der Größenklasse einer ATR 42. Das maximale Startgewicht beträgt 24 Tonnen, die Nutzlast bis zu 5,5 Tonnen. Angetrieben wird sie von zwei Iwtschenko AI-24VT mit je rund 2.820 PS und Vierblattpropellern. Laut Wirbelschleppenkategorie ist sie ein Medium-Flugzeug.
Ein paar Konstruktionsdetails machen die An-26 besonders:
- Die Rampe gleitet unter den Rumpf: Statt nur nach unten zu klappen, lässt sich die Heckrampe nach vorn unter den Rumpfboden schieben. So kann ein Lkw direkt an die offene Luke fahren und die Fracht auf Ladeflächenhöhe übergeben. Im Flug wird die Luke auf diese Weise für Fallschirmsprünge und Lastenabwurf geöffnet.
- Strahltriebwerk im Gepäck: Hinten in der rechten Gondel steckt ein kleines Strahltriebwerk vom Typ RU-19A-300. Am Boden dient es als Hilfsaggregat, beim Start und im Steigflug liefert es bei Bedarf zusätzlichen Schub – praktisch auf heißen oder hoch gelegenen Plätzen.
- Bordkran: Unter der Decke des Frachtraums läuft ein Hebezug, der bis zu zwei Tonnen bewegen kann. Damit ist die An-26 weniger auf Bodengerät angewiesen.
- Druckkabine auch hinten: Anders als bei der älteren An-12 lässt sich der Frachtraum im Flug abdichten und mit Druck beaufschlagen.
- Große Crew: Klassisch fliegen zwei Piloten, Navigator, Flugingenieur und Funker. Für den Navigator gibt es bei vielen Maschinen einen runden Beobachtungsblister seitlich am vorderen Rumpf.
Auf die rechte Gondel achten
Schau dir die rechte Triebwerksgondel von hinten an. Siehst du dort eine zusätzliche Öffnung, ist das der Auslass des Hilfsstrahltriebwerks – ein starkes Indiz für die An-26 und gegen westliche Turboprops.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Zweimotorige Propeller-Hochdecker gibt es viele, von der ATR bis zur CN-235. Drei Beobachtungen reichen aber meist, um die An-26 sicher herauszupicken.
Heck ansehen
Das Rumpfende schwingt deutlich nach oben, darunter sitzt eine große Ladeluke. Zwei schräg abstehende Bauchflossen unter dem Heck sind typisch. Eine An-24 hat hier ein rundes, geschlossenes Rumpfende.
Gondeln prüfen
Die Triebwerke hängen unter dem Flügel, nicht darüber. Die rechte Gondel ist hinten etwas länger und hat den Auslass des Strahltriebwerks. Hoch über dem Flügel liegende Gondeln sprechen für die An-32.
Fenster zählen
Die An-26 hat nur wenige Rumpffenster, oft dazu den Blister vorn am Rumpf. Eine lange Fensterreihe deutet auf die Passagierversion An-24.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Bei Militärmaschinen sind es oft nur Nummern am Rumpf oder Leitwerk, zivile An-26 tragen das jeweilige Länderpräfix. Wie du solche Kennungen liest, erklärt der Beitrag zu den Länderkennungen von Flugzeugen.
An-26, An-24, An-32 oder Transall?
Die häufigsten Verwechslungen passieren innerhalb der eigenen Familie und mit anderen Militärtransportern. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: zweimotorige Propeller-Hochdecker
Antonov An-26
Hochgezogenes Heck, Bauchflossen, Gondeln unter dem Flügel und der Strahlauslass rechts: typisches Bild der Curl. Prüf das Kennzeichen oder die Militärnummer.
Antonov An-24
Lange Fensterreihe und rundes Rumpfende ohne Ladeluke passen zur Passagierversion. Auch sie ist in Europa inzwischen selten.
Antonov An-32
Gondeln hoch über dem Flügel und große Propeller sind das Erkennungszeichen der An-32, einer Weiterentwicklung für heiße und hoch gelegene Einsatzgebiete.
Transall C-160
Ein längerer, gerader Rumpf mit großer Bodenrampe und sehr großen Propellern spricht für die Transall. Sie ist deutlich größer und schwerer als die An-26.
| Merkmal | An-26 | An-24 | An-32 | Transall C-160 |
|---|---|---|---|---|
| Rolle | Transporter | Passagierflugzeug | Transporter | Transporter |
| Heck | hochgezogen, Rampe, Bauchflossen | rund, geschlossen | wie An-26 | Rampe bis zum Boden |
| Triebwerke | unter dem Flügel | unter dem Flügel | hoch über dem Flügel | unter dem Flügel, große Propeller |
| Fenster | wenige | lange Reihe | wenige | wenige |
| Größe | klein | klein | klein | mittel |
Mehr zu den Verwandten findest du auf den Seiten zur An-24, zur An-32 und zur Transall C-160. Westliche Gegenstücke in ähnlicher Größe sind die CN-235 und die kleinere C-212 Aviocar. Viermotorig und deutlich größer ist die An-12, die mit Glasnase und Heckstand eine ganz andere Silhouette hat. Einen Überblick über das ganze Feld gibt der Beitrag Militärtransporter erkennen, für die zivilen Propeller-Kollegen lohnt Turboprops unterscheiden.
Die An-26 in Deutschland
Für deutsche Spotter hat die An-26 eine besondere Geschichte. Die Luftstreitkräfte der DDR beschafften zwischen 1980 und 1986 zwölf Maschinen und setzten sie in der Transportfliegerstaffel 24 ein. Neben reinen Transportern gehörten auch Sonderversionen dazu, etwa für die Funkaufklärung und für die Vermessung von Navigationsanlagen.
Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 gingen die Flugzeuge an die Luftwaffe. Sie bekamen Kennzeichen im Bereich 52+xx, und einige flogen noch bis 1994 im Lufttransportgeschwader 65. Damit gehört die An-26 zu den wenigen sowjetischen Mustern, die eine Zeit lang mit Eisernem Kreuz unterwegs waren.
Danach wanderten mehrere Maschinen in Museen. Laut gängigen Nachschlagewerken steht die 52+04 im Technik Museum Speyer, die 52+08 in der Flugausstellung Hermeskeil und die 52+09, eine An-26SM, im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow. Für einen Fotobesuch in Gatow hilft dir die Spot-Seite zum Luftwaffenmuseum am Flugplatz Berlin-Gatow.
Museumsbesuch planen
Stehen die Flugzeuge im Freien, entscheidet der Sonnenstand über dein Bild. Prüf vorher, ob die An-26 draußen oder in einer Halle steht, und plan die Uhrzeit so, dass die Seite mit dem Kennzeichen im Licht liegt.
Wer fliegt die An-26 heute?
Von den rund 1.400 gebauten Flugzeugen ist nur noch ein Teil im Dienst. Gängige Betreiberlisten führen den Typ weiterhin bei Luftstreitkräften in Osteuropa, etwa in der Ukraine und Russland, in Rumänien und Serbien nur noch als Einzelstück, außerdem bei zahlreichen Militärs und kleinen Frachtairlines in Afrika und Asien. Genaue Bestandszahlen schwanken stark und sind für Militärflotten selten verlässlich öffentlich.
In Westeuropa ist die An-26 dagegen fast verschwunden. Früher brachten etwa baltische Frachtbetreiber den Typ im Charter- und Expressfrachtverkehr regelmäßig nach Westeuropa. Diese Flotten sind inzwischen auf westliche Muster umgestiegen; die lettische RAF-Avia etwa, die Mitte der 2010er-Jahre noch eine An-26 führte, setzt heute auf Saab 340. Russische und belarussische Maschinen dürfen seit 2022 beziehungsweise 2021 nicht mehr in den EU-Luftraum.
Alte Flugzeuge, harte Einsätze
Die An-26 fliegt heute oft unter schwierigen Bedingungen und hat eine lange Unfallliste. Bestände ändern sich schnell. Stand Oktober 2026 ist die Lage für Europa klar: Fliegende Exemplare siehst du am ehesten bei osteuropäischen Militärs, sonst in Museen.
Wo du die An-26 erwischst
Feste Flugpläne gibt es für die An-26 in Europa praktisch nicht. Deine Chancen hängen davon ab, ob du eine fliegende Maschine suchst oder ein ausgestelltes Exemplar.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Museen in Speyer, Hermeskeil, Berlin-Gatow | sicher | ehemalige NVA- und Luftwaffen-Maschinen in der Ausstellung |
| Polnisches Luftfahrtmuseum Krakau | sicher | ehemalige polnische Militär-An-26 |
| Airshows und Tage der offenen Tür in Osteuropa | mittel | Luftstreitkräfte zeigen den Typ gelegentlich am Boden oder in der Luft |
| Militärflugplätze in Ost- und Südosteuropa | niedrig bis mittel | regelmäßiger Betrieb, aber Zugang und Fotoregeln beachten |
| Westeuropäische Zivilflughäfen | sehr niedrig | nur seltene Einzelbesuche |
In Polen steht eine An-26 im Polnischen Luftfahrtmuseum Krakau; Tipps für das Gelände findest du auf der Spot-Seite zum Muzeum Lotnictwa Polskiego. Welche Flugtage sich lohnen, zeigt der Überblick Airshows in Europa. Wenn du an Militärflugplätzen fotografierst, lies vorher Militärflugplätze fotografieren: die Regeln. Wie du Militärtransporter online im Blick behältst, erklärt Militärflugzeuge verfolgen.
Keine Curl mehr verpassen
Setz die An-26 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine des Typs anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Bereit für deine An-26-Jagd?
- Ich weiß, ob ich eine fliegende oder eine ausgestellte Maschine suche.
- Ich verfolge den Typcode AN26 in einem Tracking-Dienst.
- Ich kenne die Öffnungszeiten und Fotoregeln des Museums oder Flugtags.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe die Verschlusszeit für Propeller im Kopf.
Fototipps speziell für die An-26
Die An-26 lebt von ihrer Silhouette: Das hochgezogene Heck, die Bauchflossen und die ungleichen Gondeln wollen gezeigt werden.
Heck von schräg hinten
Eine Ansicht von schräg hinten zeigt Ladeluke, Bauchflossen und den Strahlauslass rechts. Das ist das Bild, das die An-26 eindeutig macht.
Propeller drehen lassen
Bei fliegenden Maschinen frierst du die Propeller mit zu kurzer Belichtung ein. Eine längere Verschlusszeit mit Mitziehen lässt sie als Scheibe erscheinen.
Rampe offen erwischen
Bei Flugtagen steht die Luke manchmal offen. Dann sieht man, wie die Rampe unter den Rumpf geschoben ist – ein Detail, das kaum ein anderer Transporter bietet.
Kennzeichen lesbar halten
Militärnummern sind oft klein. Für deine Sammlung ist eine lesbare Kennung wichtiger als die perfekte Perspektive.
Welche Verschlusszeiten bei Propellern funktionieren, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren. Wann das Licht an deinem Spot passt, planst du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die An-26, wenn …
- das Rumpfheck hochgezogen ist und eine Ladeluke hat
- zwei Bauchflossen schräg unter dem Heck abstehen
- die rechte Gondel einen zusätzlichen Auslass hat
- im Tracking-Dienst AN26 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- chinesische Schriftzeichen am Rumpf stehen – das kann eine Y-7H sein
- die Gondeln ungewöhnlich hoch wirken – dann prüf auf An-32
- die Maschine nur von vorn zu sehen ist – das Heck entscheidet
Wie besonders deine Sichtung ist, schätzt du mit dem Beitrag Seltene Flugzeuge spotten ein. Wer die Antonov-Familie weiterverfolgen will, findet mit der An-140 den späteren zivilen Regional-Turboprop, der die An-24 ablösen sollte.
Fazit
Die An-26 ist der kleine Arbeitstransporter des Ostblocks und für deutsche Spotter ein Stück eigene Luftfahrtgeschichte. Hochgezogenes Heck, Bauchflossen und das Strahltriebwerk in der rechten Gondel machen sie unverwechselbar, sobald du einmal darauf achtest. Fliegend ist sie in Westeuropa selten geworden; dafür stehen gleich mehrere ehemalige NVA- und Luftwaffen-Maschinen in Museen, die du zu deren Öffnungszeiten besuchen kannst.
Kurzfazit
Zwei Turboprops, hochgezogenes Heck mit Rampe und Bauchflossen, Strahlauslass rechts: Das ist die An-26. Sicher erwischst du sie in Speyer, Hermeskeil, Berlin-Gatow oder Krakau, fliegend am ehesten bei osteuropäischen Luftstreitkräften.
Zusammenfassung
- Die An-26 entstand Ende der 1960er-Jahre als Frachtversion der An-24 mit neuem Heck und Laderampe.
- Rund 1.400 Maschinen wurden bis 1986 in Kiew gebaut, in China entstand mit der Y-7H ein Nachbau.
- Die DDR flog zwölf An-26, einige übernahm nach 1990 die Luftwaffe; mehrere stehen heute in deutschen Museen.
- Hochgezogenes Heck, Bauchflossen und das Hilfsstrahltriebwerk rechts grenzen sie sicher von An-24, An-32 und westlichen Turboprops ab.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die An-26?
Die An-26 läuft unter AN26. Mit diesem Code findest du die Maschinen in Tracking-Diensten, sofern sie ein Signal senden. Militärische Exemplare sind oft nur eingeschränkt sichtbar.
Was ist der Unterschied zwischen An-24 und An-26?
Die An-24 ist das Passagierflugzeug mit langer Fensterreihe und rundem, geschlossenem Rumpfende. Die An-26 ist die Frachtversion mit neu gestaltetem, hochgezogenem Heck, großer Ladeluke, Rampe und zwei Bauchflossen. Dazu kommt bei der An-26 serienmäßig das kleine Strahltriebwerk in der rechten Gondel.
Wozu dient das Strahltriebwerk in der rechten Gondel?
Das RU-19A-300 ist Hilfsaggregat und Schubhilfe zugleich. Am Boden liefert es Strom und Druckluft zum Anlassen, beim Start und im Steigflug kann es zusätzlichen Schub beisteuern. Das hilft vor allem auf heißen, hoch gelegenen oder kurzen Pisten.
Was ist das Besondere an der Laderampe?
Die Rampe lässt sich nicht nur absenken, sondern auch nach vorn unter den Rumpf schieben. Dann ist die Ladeluke frei, und ein Lkw kann direkt rückwärts heranfahren, sodass die Fracht auf Ladeflächenhöhe umgeladen wird. Im Flug wird die Luke so für Lastenabwurf und Fallschirmsprünge geöffnet.
Wie unterscheide ich An-26 und An-32?
Beide teilen Rumpf und Heck. Bei der An-32 sitzen die Triebwerksgondeln aber hoch über dem Flügel, und die Propeller sind größer. Das gibt ihr ein auffälliges, fast buckliges Profil. Bei der An-26 hängen die Gondeln klassisch unter dem Flügel.
Flog die An-26 auch in Deutschland?
Ja. Die Luftstreitkräfte der DDR beschafften zwischen 1980 und 1986 zwölf An-26. Nach der Wiedervereinigung übernahm die Luftwaffe die Flugzeuge, einige flogen noch bis 1994. Mehrere Exemplare sind heute in Museen ausgestellt, etwa in Speyer, Hermeskeil und Berlin-Gatow.
Wird die An-26 noch gebaut?
Nein. Die Serienfertigung in Kiew endete 1986. In China entstand ab 1983 ein Nachbau als Xian Y-7H. Die verbliebenen An-26 sind entsprechend alt und werden von Militär und kleinen Frachtbetreibern weitergeflogen.
Wo sehe ich heute eine fliegende An-26?
In Westeuropa nur noch ausnahmsweise. Bessere Chancen hast du bei Luftstreitkräften in Ost- und Südosteuropa, die den Typ laut gängigen Betreiberlisten noch nutzen, etwa in Rumänien oder Serbien, und gelegentlich auf Airshows. Sicher erwischst du sie in Museen.
Antonov An-26 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Antonov An-24
Zwei Propellerturbinen, ein hoch angesetzter Flügel und robuste Technik für Schotterpisten: Die An-24 war das Arbeitspferd der sowjetischen Regionalluftfahrt. So erkennst du sie und so grenzt du sie von ihren Verwandten ab.
MilitärAntonov An-32
Zwei Turboprops, die wie Rucksäcke oben auf dem Flügel sitzen: Die An-32 ist die Hot-and-High-Version der An-26, gebaut für heiße Pisten und Flugplätze im Gebirge – und als An-32P sogar zum Waldbrandlöschen.
FrachterAntonov An-12
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Gedacht als Ablösung der An-24, gebaut in drei Ländern – und am Ende nur gut drei Dutzend Mal fertiggestellt: Die An-140 ist einer der seltensten Turboprops der Gegenwart. So erkennst du sie und so grenzt du sie von ihren Verwandten ab.
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Zwei kräftige Turboprops, ein hoch angesetzter Flügel und eine große Heckrampe: Die Transall C-160 war mehr als 50 Jahre das Arbeitspferd der Luftwaffe. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo sie heute noch steht.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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Vom Doppeldecker An-2 bis zur An-225 Mrija, dem größten Flugzeug, das je kommerziell Fracht flog: Das Kiewer Konstruktionsbüro Antonov hat Luftfahrtgeschichte geschrieben. Hier erfährst du, wie der Hersteller entstand, was der Krieg verändert hat, wie du seine Muster erkennst und warum Leipzig/Halle heute der wichtigste Ort für Antonov-Sichtungen in Europa ist.
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Das Technik Museum Speyer ist eines der großen Ziele für Luftfahrtfans in Deutschland: Hier kletterst du in einen ehemaligen Lufthansa-Jumbo, der rund 20 Meter über dem Boden aufgebockt ist, stehst unter der riesigen Antonov An-22 und schaust in der Raumfahrthalle ins Innere des Buran-Prototyps OK-GLI. Dazu kommt die Liller Halle von 1913, in der einst die Pfalz-Flugzeugwerke arbeiteten.
MuseumFlugausstellung Hermeskeil
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MuseumMilitärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow
Auf dem ehemaligen Fliegerhorst und späteren RAF-Flugplatz Gatow im Berliner Westen zeigt die Bundeswehr ihre Luftwaffensammlung: Jets aus NATO und Warschauer Pakt, Hubschrauber, Flugabwehrraketen und die Geschichte eines Flugplatzes, der Luftkriegsschule, Luftbrücke und Kalten Krieg erlebt hat. Der Eintritt ist frei.
Wo du die Antonov An-26 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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MuseumMuzeum Lotnictwa Polskiego in Krakau
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