Flughafen Dubrovnik

Ferienflughafen auf einem Plateau über der Adria: eine einzige 3.300-Meter-Bahn bei Čilipi, im Sommer Low-Cost-, Ferien- und Netzwerkairlines aus ganz Europa plus Langstrecke aus Nordamerika – im Winter fast Stille. 2025 kamen erstmals mehr als drei Millionen Passagiere.

Auch bekannt als: Dubrovnik Airport · Zračna luka Ruđer Bošković – Dubrovnik · Flughafen Dubrovnik Ruđer Bošković · Flughafen Čilipi · Zračna luka Dubrovnik d.o.o. (Betreiber)

KroatienKroatienFlughäfenDBV / LDDUseit 196211 Min. Lesezeit

DBV

IATA-Code

LDDU

ICAO-Code

3.300 m

einzige Start- und Landebahn

3,09 Mio.

Passagiere im Jahr 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA DBV, ICAO LDDU: drittgrößter Flughafen Kroatiens, 2025 erstmals mit mehr als drei Millionen Passagieren.
  • Eine Bahn, 11/29, rund 3.300 Meter lang – auf einem Plateau rund 160 Meter über dem Meer bei Čilipi.
  • Saisonflughafen in Reinform: Im August mehr als 500.000 Passagiere, im Dezember nur gut 30.000.
  • Heimat von Croatia Airlines und seit 2024 Basis von Ryanair; im Sommer kommen Dutzende Ferien- und Netzwerkairlines dazu.
  • Spotten an den Bahnenden: Eine Besucherterrasse gibt es nicht, dafür zwei bekannte Standorte an den Anflugschneisen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Vom Sommerflugplatz zum Drei-Millionen-Flughafen
  7. 7.Verkehrszahlen: ein Sommer, der alles trägt
  8. 8.Die Bahn: ein Balkon über der Adria
  9. 9.Terminals: Abflug in C, Ankunft in B
  10. 10.Wer in Dubrovnik fliegt
  11. 11.Sommerflugplan: halb Europa auf einer Bahn
  12. 12.Spotten in Dubrovnik: die beiden Bahnenden
  13. 13.Wind, Hitze und das richtige Licht
  14. 14.Anreise und Verkehrsanbindung
  15. 15.Dubrovnik im Vergleich
  16. 16.Fazit
  17. 17.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeDBV
ICAO-CodeLDDU
BetreiberZračna luka Dubrovnik d.o.o. – öffentliches Unternehmen; Gesellschafter sind nach dem kroatischen Flughafengesetz der Staat, die Gespanschaft Dubrovnik-Neretva und lokale Gebietskörperschaften
LageBei Čilipi in der Gemeinde Konavle, rund 15 bis 20 km südöstlich der Altstadt von Dubrovnik (je nach Messpunkt und Straße), auf einem Plateau etwa 160 m über dem Meer
Start- und LandebahnEine Bahn 11/29 in Nordwest-Südost-Richtung, rund 3.300 m lang, Asphalt und Beton; ältere Quellen und Spotterführer nennen noch die Bezeichnung 12/30
PassagierterminalsTerminal C (seit 2017) für alle Abflüge mit Check-in und Sicherheitskontrolle, Terminal B für ankommende Passagiere; Terminal A dient nur noch der Gepäcksortierung
Verkehr 2025Rund 3,09 Mio. Passagiere – erstmals mehr als drei Millionen – und knapp 26.700 Flugbewegungen
SaisonalitätExtrem ausgeprägt: im Hochsommer über 500.000 Passagiere pro Monat, im Dezember nur gut 30.000
Wichtigste NutzerCroatia Airlines (Drehkreuz), Ryanair (Basis seit 2024), dazu im Sommer zahlreiche Ferien- und Low-Cost-Airlines
Eröffnung am heutigen Standort1962 – der Vorgänger lag seit 1936 in Gruda, ebenfalls in Konavle
NamensgeberSeit 2023 der Astronom und Universalgelehrte Ruđer Josip Bošković (1711–1787) aus Dubrovnik
Für Spotter relevantKeine offizielle Besucherterrasse – fotografiert wird an den beiden Anflugschneisen von öffentlichem Grund aus oder mit Bordkarte aus dem Terminal
Offizielle Websitewww.dbv.hr

Tätigkeitsfelder

Passagierverkehr – fast ausschließlich Tourismus: Ferien-, Low-Cost- und Netzwerkairlines im Sommer, Inlands- und Zubringerflüge im Winter
Abfertigung und Bodenverkehrsdienste – Betrieb von Bahn, Vorfeld und Terminals durch die Flughafengesellschaft
Allgemeine Luftfahrt – Geschäfts- und Privatjets, die im Sommer die Yachthäfen und Hotels der Region bedienen
Luftfracht – nur eine Nebenrolle mit wenigen Hundert Tonnen im Jahr
Gewerbe und Gastronomie – Shops, Duty Free und Gastronomie in Terminal C

Geschichte im Zeitraffer

1936In Gruda, einige Kilometer südöstlich des heutigen Standorts, nimmt ein erster Flugplatz den Linienverkehr auf – anfangs nur im Sommer. Im selben Jahr nimmt die jugoslawische Aeroput von einer Wasserflugzeugstation in Dubrovnik den Linienverkehr auf.
1962Der Flughafen zieht auf das Plateau bei Čilipi um, wo er bis heute liegt. Im Mai findet dort die erste offizielle Landung statt.
1987Bestes Jahr der jugoslawischen Zeit mit zusammen gut 1,4 Millionen Passagieren im Inlands- und Auslandsverkehr.
1991–1992Im Kroatienkrieg wird der Flughafen geplündert und schwer beschädigt. Der Betrieb kommt erst nach und nach zurück, der Wiederaufbau zieht sich über viele Jahre.
1996Am 3. April verunglückt im Anflug eine CT-43 der US Air Force am Berghang nördlich des Flughafens. Alle 35 Menschen an Bord sterben, darunter US-Handelsminister Ron Brown.
2013–2017Das Ausbauprogramm Dubrovnik Airport Development modernisiert Bahn, Rollwege und Vorfeld und bringt das neue Terminal C, das 2017 schrittweise in Betrieb geht. Der Großteil der Kosten kommt aus EU-Mitteln.
2015Mit einer Boeing 787 landet laut Flughafen erstmals ein Dreamliner in einer Stadt des früheren Jugoslawien.
2019Rund 2,9 Millionen Passagiere – und mit American Airlines aus Philadelphia der erste Linienflug aus den USA seit 28 Jahren.
2021United Airlines startet saisonale Nonstop-Flüge aus Newark bei New York.
2023Der Flughafen erhält den Namen Ruđer Bošković und ein neues Erscheinungsbild.
2024Rekordjahr mit knapp drei Millionen Passagieren; Ryanair eröffnet eine Basis in Dubrovnik. United kündigt tägliche Flüge nach New York für 2025 an.
2025Mit rund 3,09 Millionen Passagieren überschreitet der Flughafen erstmals die Drei-Millionen-Marke. United fliegt die Newark-Strecke im Sommer täglich.

Flughafen Dubrovnik aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Dubrovnik

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Einen Croatia-Airlines-Jet am Heimatdrehkreuz Dubrovnik notiert – idealerweise einen der neuen Airbus A220
  • Einen Ryanair-Jet der Dubrovnik-Basis erwischt, meist eine Boeing 737-800 oder 737 MAX 8
  • Den Langstreckenflug von United Airlines aus Newark fotografiert – ein Großraumjet zwischen lauter Schmalrümpfen
  • An einem Sommersamstag die Welle britischer Ferienflieger von Jet2, TUI und easyJet festgehalten
  • Landungen an beiden Bahnenden notiert – Nordwest-Anflug über die Küste und Südost-Anflug über Konavle
  • Einen Business-Jet auf dem Vorfeld entdeckt, der die Yachten und Villen der Region bedient
  • Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten – bei den vielen A320- und 737-Jets der einzige Weg, sie später auseinanderzuhalten

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Spektakuläre Lage auf einem Plateau über der Adria mit Bergkulisse
  • Im Sommer enorme Airline-Vielfalt auf engem Raum – von Low-Cost bis Nordamerika
  • Nur eine Bahn: Du verpasst kaum eine Bewegung, wenn du am richtigen Ende stehst
  • Beide Anflugschneisen liegen nah an öffentlichen Straßen
  • Lässt sich wunderbar mit einem Urlaub in Dubrovnik oder Montenegro verbinden

Wo es hakt

  • Von November bis März herrscht nur wenig Verkehr
  • Keine Besucherterrasse und kaum Sicht vom Terminalvorplatz
  • Ohne Mietwagen oder Taxi sind die Anflugspots schwer zu erreichen
  • Im Hochsommer starkes Hitzeflimmern über Bahn und Vorfeld
  • Spotten als Hobby ist in Kroatien weniger bekannt – rechne mit Nachfragen

Wer in Dubrovnik landet, sieht zuerst Meer, dann Felsen, dann eine Bahn, die wie auf einen Balkon über der Adria gelegt wirkt. Der Flughafen bei Čilipi ist einer der schönsten Ferienflughäfen am Mittelmeer – und einer der saisonalsten. Im Sommer drängen sich hier Ferienflieger aus Großbritannien, Low-Cost-Jets aus halb Europa und Langstrecke aus Nordamerika, im Winter wird es so ruhig, dass manche Stunde ganz ohne Bewegung vergeht. Wer den Rhythmus kennt und weiß, an welchem Bahnende er stehen muss, holt aus einem Urlaubstag in Dubrovnik erstaunlich viel heraus.

Dein Adria-Logbuch

Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest – auch zwischen Altstadtmauer und Badebucht. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Vom Sommerflugplatz zum Drei-Millionen-Flughafen

Die Luftfahrtgeschichte Dubrovniks beginnt 1936 in Gruda, einem Dorf in der Region Konavle. Dort nahm ein kleiner Flugplatz den Verkehr auf, anfangs nur in der Sommersaison – ein Muster, das bis heute geblieben ist. Im selben Jahr nahm die jugoslawische Fluggesellschaft Aeroput von einer Wasserflugzeugstation in Dubrovnik aus Linienflüge auf. Der Zweite Weltkrieg unterbrach den Betrieb.

1962 zog der Flughafen an seinen heutigen Standort auf das Plateau bei Čilipi. In den 1980er-Jahren entwickelte sich Dubrovnik zu einem der wichtigsten Ferienziele Jugoslawiens; 1987 zählte der Flughafen zusammen gut 1,4 Millionen Passagiere. Der Krieg Anfang der 1990er-Jahre traf ihn schwer: Anlagen wurden geplündert und zerstört, danach lief der Betrieb nur schrittweise wieder an. Bis der Flughafen vollständig wiederhergestellt war, vergingen viele Jahre – 2005 überschritt er nach der Unabhängigkeit Kroatiens erstmals wieder die Marke von einer Million Passagieren.

Seit 2023 trägt der Flughafen offiziell den Namen des in Dubrovnik geborenen Astronomen und Universalgelehrten Ruđer Josip Bošković. Im Alltag sagt trotzdem fast jeder einfach „Dubrovnik“ oder, unter Spottern, „DBV“.

3,09 Mio.Passagiere im Jahr 2025
3.300 mLänge der einzigen Bahn
~160 mHöhe über dem Meer
1962Eröffnung bei Čilipi

Verkehrszahlen: ein Sommer, der alles trägt

Kaum ein Flughafen in Europa zeigt die Wirkung des Tourismus so deutlich wie Dubrovnik. 2025 zählte er rund 3,09 Millionen Passagiere – erstmals mehr als drei Millionen und ein leichtes Plus gegenüber dem Rekordjahr 2024 mit knapp drei Millionen. Damit ist DBV nach Zagreb und Split der drittgrößte Flughafen Kroatiens. Die Zahl der Flugbewegungen lag 2025 laut Flughafenstatistik bei knapp 26.700.

Spannender als die Jahressumme ist die Verteilung über das Jahr. Laut den Monatsdaten des kroatischen Statistikamts fertigte der Flughafen im Juli und August 2025 jeweils mehr als 530.000 Passagiere ab, im Mai knapp 380.000 und im Oktober noch gut 310.000. Im Dezember waren es dagegen nur rund 31.000. Zwischen Hochsommer und Winter liegt also mehr als der Faktor fünfzehn.

Zeitraum Passagiere (gerundet) Was das für dich heißt
Juli/August 2025 je über 530.000 volle Ferienwellen, große Airline-Vielfalt, Langstrecke
Mai 2025 rund 380.000 Saison läuft, oft angenehmeres Licht und weniger Hitze
Oktober 2025 rund 310.000 späte Saison, viele Strecken laufen noch
Dezember 2025 rund 31.000 fast nur Croatia Airlines und wenige Linien
Gesamtjahr 2025 rund 3,09 Mio. Rekordjahr, erstmals über drei Millionen

Die Pandemie hat diesen Rhythmus besonders hart getroffen: 2020 brach der Verkehr auf rund 330.000 Passagiere ein, ein Minus von fast 90 Prozent. Seitdem hat sich Dubrovnik Jahr für Jahr erholt und das Niveau von 2019 mit rund 2,9 Millionen Passagieren inzwischen übertroffen.

Die Bahn: ein Balkon über der Adria

Dubrovnik hat nur eine einzige Start- und Landebahn. Sie trägt die Bezeichnung 11/29, ist rund 3.300 Meter lang und verläuft parallel zur Küste von Nordwest nach Südost. Das Flughafengelände liegt auf einem Plateau etwa 160 Meter über dem Meeresspiegel. Im Südwesten fällt das Gelände zur Adria ab, im Nordosten steigen die Berge des Hinterlands steil an – an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina.

In älteren Spotterführern, auf Karten und in manchen Flugsimulator-Szenerien liest du noch 12/30. Das ist dieselbe Bahn: Weil sich die magnetische Missweisung langsam verschiebt, werden Bahnbezeichnungen von Zeit zu Zeit angepasst. Für deine Planung zählt nur, dass es zwei Enden gibt – das nordwestliche Richtung Dubrovnik und das südöstliche Richtung Konavle.

Bahnende Lage Anflug Für Spotter
11 (Nordwest) Richtung Dubrovnik, nahe der Küstenstraße aus Nordwesten entlang der Küste, mit ILS Anflüge mit Meer und Küste im Hintergrund
29 (Südost) Richtung Konavle und Montenegro aus Südosten über das Hinterland Anflüge über Dörfer und Felder von Konavle

Laut Luftfahrthandbuch gibt es für die Bahn 11 einen Instrumentenanflug mit ILS. Wegen der Berge im Nordosten gilt Dubrovnik als anspruchsvoller Platz für Piloten – Fehlanflugverfahren und Platzrunden müssen das Gelände sorgfältig berücksichtigen.

Licht und Bahn zusammen denken

Die Bahn verläuft von Nordwest nach Südost, das Terminal liegt auf der Südwestseite, die Sonne steht mittags im Süden. Stehst du südlich der Bahn und blickst nach Nordosten, hast du die Sonne tagsüber weitgehend im Rücken. Morgens kommt das Licht eher von der Südost-Seite, abends von Nordwesten über das Meer. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vor dem Urlaub.

Terminals: Abflug in C, Ankunft in B

Das Herzstück des Flughafens ist Terminal C. Es entstand im Rahmen des Ausbauprogramms „Dubrovnik Airport Development“, das von 2013 bis 2017 lief und zum größten Teil mit Mitteln der Europäischen Union finanziert wurde. Neben dem Terminal brachte das Programm neue Rollwege, ein größeres Vorfeld und eine modernisierte Bahn. Terminal C ging Anfang 2017 schrittweise in Betrieb und war im Frühjahr 2017 vollständig nutzbar.

Seitdem läuft die Abfertigung zweigeteilt: Alle abfliegenden Passagiere checken in Terminal C ein und passieren dort die Sicherheitskontrolle, ankommende Passagiere kommen über Terminal B an. Das älteste Gebäude, Terminal A, wird nur noch für die Gepäcksortierung genutzt. Mit Bordkarte bekommst du in Terminal C den besten Blick auf das Vorfeld – für Spotter, die abfliegen, oft die bequemste Gelegenheit für Aufnahmen von parkenden Maschinen.

Wer in Dubrovnik fliegt

Das ganzjährige Rückgrat ist Croatia Airlines. Die nationale Fluggesellschaft nutzt Dubrovnik als Drehkreuz, verbindet die Stadt mit Zagreb und einer Reihe europäischer Ziele und bringt als Mitglied der Star Alliance Umsteiger aus dem Netz ihrer Partner. Ihre Flotte befindet sich im Umbruch: Die neuen Airbus A220-300 ersetzen schrittweise ältere Muster wie die A320-Familie und die Turboprops vom Typ Dash 8-400. Welche Typen gerade nach Dubrovnik fliegen, hängt vom aktuellen Stand der Flottenerneuerung ab.

Seit 2024 unterhält Ryanair eine Basis in Dubrovnik, an der Flugzeuge über Nacht stationiert sind. Damit siehst du die Boeing 737-800 und die 737 MAX 8 der irischen Gruppe nicht nur im Sommer. Dazu kommen ganzjährig Air Serbia aus Belgrad und die kroatische Trade Air mit Inlandsflügen.

Langstrecke nicht verpassen

Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries an und wirst bei Anflug und Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Sommerflugplan: halb Europa auf einer Bahn

Mit dem Sommerflugplan ändert sich das Bild schlagartig. Dann kommen zahlreiche Airlines dazu, die Dubrovnik nur saisonal anfliegen. Besonders stark ist der britische Markt mit easyJet, Jet2 und TUI Airways vertreten. Aus dem deutschsprachigen Raum fliegen unter anderem Eurowings und Netzwerkairlines aus der Lufthansa Group, dazu Vueling, Wizz Air, KLM und weitere europäische Gesellschaften.

Das Highlight für viele Spotter ist die Langstrecke aus Nordamerika. United Airlines fliegt seit 2021 saisonal nonstop aus Newark, seit 2025 in der Hauptsaison täglich. Im September 2026 hat außerdem Air Canada eine saisonale Verbindung aus Montreal angekündigt, deren Start für den Sommer 2027 vorgesehen ist. Ein Großraumjet zwischen lauter Schmalrümpfen fällt auf dieser Bahn sofort auf – plane die Ankunftszeit am besten fest ein.

Saison Typisches Flugzeugbild Airlines (Auswahl)
Ganzjährig A220, A320-Familie, Dash 8-400, 737 Croatia Airlines, Ryanair, Air Serbia, Trade Air
Sommer, Europa A320-Familie, 737-800, 737 MAX easyJet, Jet2, TUI Airways, Eurowings, Vueling, Wizz Air, KLM
Sommer, Langstrecke Großraumflugzeuge United Airlines, angekündigt Air Canada
Ganzjährig, Sommer stärker Business-Jets Privat- und Geschäftsflüge

Wann welche Airline fliegt, ändert sich mit jedem Flugplanwechsel. Wie Sommer- und Winterflugplan zusammenhängen und warum der Wechsel Ende März und Ende Oktober für Spotter so wichtig ist, erklärt der Beitrag zum IATA-Sommer- und Winterflugplan.

Spotten in Dubrovnik: die beiden Bahnenden

Eine offizielle Besucherterrasse gibt es in Dubrovnik nicht, und vom Terminalvorplatz siehst du kaum etwas vom Flugbetrieb. Unter Spottern haben sich deshalb zwei Standorte an den Anflugschneisen herumgesprochen – je einer pro Betriebsrichtung.

Am Nordwest-Ende (Anflug auf die 11): Fährst du vom Terminal auf der Hauptstraße Richtung Dubrovnik, führt die Straße um das Bahnende herum. Sobald die Küste in Sicht kommt, gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus du zu Fuß ein Stück in Richtung Anflugbefeuerung hinaufgehst. Die Maschinen kommen hier niedrig über dich hinweg, und du hast einen Teil des Flugfelds im Blick.

Am Südost-Ende (Anflug auf die 29): Läuft der Betrieb in die Gegenrichtung, fährst du vom Terminal Richtung Čilipi und weiter in Richtung der Anflugbefeuerung. Dort stehen die Lichter direkt vor dir; je nach Sonnenstand lohnt es sich, ein Stück weiterzufahren, um das Licht besser zu nutzen.

Beide Beschreibungen stammen aus Spotterführern, die schon einige Jahre alt sind – seither hat der Flughafen umgebaut. Prüf den Standort vor Ort und halte dich an Absperrungen und Hinweisschilder. Wenn du einen Spot ausprobierst, hilft dir der Beitrag Planespotting im Urlaub bei der Vorbereitung.

Saison wählen

Zwischen April und Oktober ist genug los, im Juli und August am meisten. Im Winter lohnt sich ein reiner Spotting-Ausflug kaum.

Betriebsrichtung prüfen

Mit nur einer Bahn entscheidet der Wind, welches Ende das richtige ist. Ein Blick in die Flugverfolgung zeigt dir, aus welcher Richtung die Maschinen gerade anfliegen.

Mietwagen einplanen

Die Bahnenden liegen abseits des Shuttlebusses. Mit dem Auto wechselst du schnell zwischen beiden Spots, wenn die Richtung dreht.

Highlights heraussuchen

Langstreckenflüge und seltene Airlines landen zu festen Zeiten. Ein Blick in die Ankunftstafel spart dir in der Hitze lange Wartezeiten.

Kennzeichen notieren

Bei vielen ähnlichen A320- und 737-Jets ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später sauber zuzuordnen.

Freundlich bleiben, Abstand halten

In Kroatien ist Spotten als Hobby weniger bekannt als in Deutschland oder Großbritannien. Rechne damit, dass Polizei oder Sicherheitsdienst fragen, was du da machst – erklär es ruhig und zeig im Zweifel deine Bilder. Zäune, Sperrzonen und die Anflugbefeuerung sind tabu. Wie du dich bei einer Kontrolle verhältst, steht im Beitrag Polizeikontrolle beim Spotten.

Wind, Hitze und das richtige Licht

Weil Dubrovnik nur eine Bahn hat, entscheidet der Wind über deinen Standort. Flugzeuge starten und landen gegen den Wind – je nach Wetterlage wird also auf der 11 oder auf der 29 gelandet. An der Adria wechseln sich typische Windlagen ab, etwa der trockene, böige Fallwind aus dem Landesinneren und feuchtere Winde aus Südosten. Statt dich auf Faustregeln zu verlassen, schaust du am besten kurz vor dem Losfahren in die Flugverfolgung und auf den aktuellen Wind. Die Grundlagen dazu erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Im Hochsommer kommt ein zweites Problem dazu: Über dem Asphalt der Bahn und des Vorfelds flimmert die Luft oft schon am späten Vormittag so stark, dass lange Brennweiten kaum noch scharfe Bilder liefern. Die besten Stunden liegen deshalb früh am Morgen und am späten Nachmittag. Wie du dem Effekt aus dem Weg gehst, steht im Beitrag zum Hitzeflimmern. Und weil es an den Bahnenden kaum Schatten gibt, gehören Wasser, Kopfbedeckung und Sonnenschutz ins Gepäck.

Dubrovnik passt zu dir, wenn …

  • du Urlaub und Spotting an der Adria verbinden willst
  • du viele europäische Ferien- und Low-Cost-Airlines auf einmal sehen möchtest
  • du Anflugmotive mit Meer und Bergen suchst

Bedingt geeignet, wenn …

  • du ohne Auto unterwegs bist
  • du nur im Hochsommer mittags Zeit hast

Eher woanders, wenn …

  • du im Winter spotten willst
  • du einen festen Besucherbereich mit Terrasse erwartest

Anreise und Verkehrsanbindung

Der Flughafen liegt an der Küstenstraße, die Dubrovnik mit Konavle und der Grenze zu Montenegro verbindet. Ein Shuttlebus pendelt zwischen Flughafen, Altstadt und dem Busbahnhof im Hafenviertel Gruž, abgestimmt auf die Flugzeiten. Für die Anflugspots an den Bahnenden ist ein Mietwagen die praktischste Lösung, zumal sich die Mietstationen direkt am Flughafen befinden. Taxis sind verfügbar, für längere Spotting-Sessions aber teuer. Allgemeine Tipps zur Wahl zwischen Bus und Auto findest du im Beitrag Anreise zum Spot.

Dubrovnik im Vergleich

Innerhalb Kroatiens ist der Flughafen Split der direkte Konkurrent: ebenfalls stark saisonal, in den Sommermonaten sogar noch etwas größer als Dubrovnik. Der Flughafen Zagreb ist dagegen der Flughafen des Landes mit dem stärksten Ganzjahresverkehr und Heimat der Croatia-Airlines-Zentrale. Wer an der Adria weiter nordwärts reist, kann auch den Flughafen Ljubljana in Slowenien einplanen.

Im Mittelmeerraum ähnelt Dubrovnik Ferienflughäfen wie Korfu oder Rhodos: ein kurzer, heftiger Sommer, viele britische und europäische Ferienflieger und ein ruhiger Winter. Was Dubrovnik heraushebt, ist die Kombination aus Langstrecke aus Nordamerika und einer Landschaft, die selbst aus einem gewöhnlichen A320-Anflug ein besonderes Bild macht. Wie du eine solche Reise sinnvoll aufbaust, steht im Beitrag Spotting-Urlaub planen.

Jeder Anflug zählt

Beiträge mit Flugzeugdaten, ein Hangar mit Wunschliste, die Spot-Karte mit Bewertungen und Community-Fotos sowie Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Der Flughafen Dubrovnik ist ein Ferienflughafen wie aus dem Bilderbuch: eine einzige Bahn auf einem Plateau über der Adria, ein Sommer voller Ferien- und Low-Cost-Airlines und ein Winter, in dem fast nur Croatia Airlines fliegt. Mit mehr als drei Millionen Passagieren im Jahr 2025 ist er so groß wie nie – und für Spotter vor allem zwischen Mai und September interessant.

Eine Terrasse gibt es nicht, dafür zwei Anflugspots mit Motiven, die du an flachen Großflughäfen nicht bekommst. Wer Betriebsrichtung, Licht und Hitze im Blick behält und ein Auto zur Hand hat, erlebt in Dubrovnik einen der schönsten Spotting-Tage am Mittelmeer.

Kurzfazit

DBV ist der drittgrößte Flughafen Kroatiens und lebt vom Sommer. Mit Mietwagen, früher Uhrzeit und Blick auf die Betriebsrichtung stehst du am richtigen Bahnende – und siehst zwischen April und Oktober halb Europa plus Langstrecke aus Nordamerika.

Zusammenfassung

  • Dubrovnik ist ein klassischer Mittelmeer-Ferienflughafen: Fast der gesamte Verkehr hängt am Tourismus und ballt sich zwischen April und Oktober.
  • Die einzige Bahn liegt hoch über der Küste – Anflüge über das Meer und das Hinterland von Konavle liefern Motive, die du an flachen Flughäfen nicht bekommst.
  • Im Sommer siehst du an einem Tag britische, deutsche, skandinavische und spanische Airlines, dazu Langstrecke aus Nordamerika.
  • Für Spotter heißt das: Hochsaison wählen, Betriebsrichtung prüfen und die passenden Bahnenden mit dem Auto ansteuern.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Dubrovnik?

Der IATA-Code ist DBV, der ICAO-Code LDDU. DBV steht auf Gepäckanhängern und Bordkarten, LDDU nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.

Wie viele Start- und Landebahnen hat Dubrovnik?

Nur eine: die Bahn 11/29 mit rund 3.300 Metern Länge. Sie verläuft parallel zur Küste in Nordwest-Südost-Richtung. In älteren Spotterführern und Flugsimulator-Szenerien findest du noch die frühere Bezeichnung 12/30 – gemeint ist dieselbe Bahn.

Wann lohnt sich ein Spotting-Besuch in Dubrovnik?

Zwischen April und Oktober, am meisten im Juli und August. Dann liegt das Passagieraufkommen bei mehr als einer halben Million pro Monat, im Dezember sind es nur rund 30.000. Wer viele unterschiedliche Airlines sehen will, plant einen Tag am Wochenende ein, wenn die Ferienflieger in Wellen ankommen.

Gibt es am Flughafen Dubrovnik eine Besucherterrasse?

Nein. Vom Terminalvorplatz siehst du kaum etwas vom Vorfeld. Spotter weichen auf öffentliche Straßen und Wege an den beiden Bahnenden aus oder fotografieren mit Bordkarte aus dem Abflugbereich von Terminal C.

Ist Planespotting in Kroatien erlaubt?

Von öffentlichem Grund aus wird Spotting an kroatischen Zivilflughäfen in der Regel toleriert. Das Hobby ist dort aber weniger bekannt als in Mitteleuropa, sodass Polizei oder Sicherheitsdienst nachfragen können. Bleib freundlich, halte Abstand zu Zäunen und Sperrzonen und fotografiere keine militärischen Anlagen. Mehr dazu im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.

Welche Airlines fliegen ganzjährig nach Dubrovnik?

Ganzjährig verkehren vor allem Croatia Airlines nach Zagreb und zu einigen europäischen Zielen, Ryanair mit einzelnen Strecken ab der Basis, Air Serbia aus Belgrad und die kroatische Trade Air mit Inlandsflügen. Welche Verbindungen im Winter tatsächlich laufen, ändert sich mit jedem Flugplan – prüf die Abflug- und Ankunftstafel vor dem Besuch.

Gibt es Direktflüge aus Nordamerika?

Ja, saisonal. United Airlines fliegt seit 2021 im Sommer nonstop aus Newark, seit 2025 in der Hauptsaison täglich. Air Canada hat im September 2026 eine saisonale Verbindung aus Montreal angekündigt, mit Start im Sommer 2027. Die erste US-Linienverbindung seit Jahrzehnten hatte 2019 American Airlines aus Philadelphia gebracht.

Wie komme ich vom Flughafen nach Dubrovnik?

Ein Shuttlebus verbindet den Flughafen mit der Altstadt und dem Busbahnhof im Hafen Gruž. Für die Spotting-Standorte an den Bahnenden bist du mit einem Mietwagen deutlich flexibler, weil dorthin kein sinnvoller öffentlicher Verkehr führt.

Sichtungen rund um Flughafen Dubrovnik sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

OU / CTN

Croatia Airlines

Kroatiens nationale Airline aus Zagreb: Star-Alliance-Mitglied seit 2004, Partner von Lufthansa – und mitten im Umbau von A319 und Dash 8 auf eine Flotte aus Airbus A220.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

U2 / EZY

easyJet

Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.

LS / EXS

Jet2.com

Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.

BY / TOM

TUI Airways

Der britische Ferienflieger der TUI Group: größte Airline im TUI-Verbund, Boeing 737 auf der Kurz- und Mittelstrecke, Boeing 787 auf der Langstrecke und eine Geschichte, die bei Britannia Airways beginnt.

EW / EWG

Eurowings

Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.

UA / UAL

United Airlines

Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.

JU / ASL

Air Serbia

Serbiens Nationalairline aus Belgrad: Nachfolgerin von Aeroput und JAT, gemischte Flotte aus Airbus, ATR und Embraer, A330 auf der Langstrecke nach Nordamerika und ein Doppeladler am Leitwerk.

Typische Flugzeuge

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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