Das Wichtigste in Kürze
- Die G 115 ist ein zweisitziger Schul- und Kunstflugtrainer aus Faserverbund, entwickelt und gebaut von Grob im Unterallgäu.
- Bekannt wurde sie als Tutor T1: Die G 115E ersetzte 1998/99 die Bulldog bei den University Air Squadrons und Air Experience Flights der RAF.
- Schnellster Erkennungsweg: Tiefdecker mit starrem Bugradfahrwerk, Radverkleidungen, konventionellem Leitwerk und zwei Sitzen nebeneinander.
- Kein Turboprop: Die verwandte G 120TP Prefect hat Tandemsitze, Einziehfahrwerk und eine Propellerturbine – die G 115 einen Kolbenmotor.
- Im Flugplan und in Tracking-Diensten läuft die ganze Familie unter dem Code G115.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Grob (heute Grob Aircraft), Tussenhausen-Mattsies bei Mindelheim |
|---|---|
| Rolle | Zweisitziger Schul- und Kunstflugtrainer für Pilotenauswahl, Grundausbildung und Vereinsflug |
| ICAO-Typcode | G115 |
| Erstflug | 15. November 1985 |
| Deutsche Zulassung | März 1987 |
| Bauweise | Faserverbundwerkstoff, Tiefdecker, starres Bugradfahrwerk |
| Besatzung | 2, nebeneinander sitzend |
| Triebwerk (G 115E) | 1 × Lycoming AEIO-360, Vierzylinder-Boxermotor, rund 180 PS |
| Propeller (G 115E) | Dreiblatt-Verstellpropeller |
| Spannweite | 10,00 m |
| Max. Startgewicht (G 115E) | 990 kg |
| Lastvielfache | +6 g / −3 g (kunstflugtauglich) |
| Militärische Bezeichnung (UK) | Tutor T1 (G 115E), Heron (G 115D2, Royal Navy) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Kleiner, kompakter Tiefdecker mit kurzer, stumpfer Motornase
- Starres Bugradfahrwerk mit Federstahl-Hauptbeinen und stromlinienförmigen Radverkleidungen
- Breite, nach hinten verschiebbare Glashaube, unter der zwei Personen nebeneinander sitzen
- Konventionelles Leitwerk mit tief am Rumpf angesetztem Höhenruder – kein T-Leitwerk wie bei der Diamond DA20 oder DA40
- Bei der G 115E (Tutor) ein Dreiblattpropeller, bei den frühen zivilen G 115 und G 115A ein Zweiblattpropeller
- Britische Tutor: weiße Grundlackierung mit blauen Akzenten, RAF-Kokarden und zivilem Kennzeichen der Serie G-BY..
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner weißer Tiefdecker kurvt über einem britischen Militärflugplatz, das Fahrwerk starr und mit Radverkleidungen, unter der breiten Glashaube sitzen zwei Köpfe nebeneinander, am Rumpf prangt eine RAF-Kokarde – und trotzdem steht da ein ziviles Kennzeichen: Das ist sehr wahrscheinlich eine Grob G 115E, bei der Royal Air Force als Tutor T1 bekannt. Hier erfährst du, woher der Trainer aus dem Allgäu kommt, wie du die Varianten auseinanderhältst und wo du ihn vor die Linse bekommst.
G115 im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du jede Tutor- oder G-115-Sichtung mit Foto, Kennzeichen und Spot fest und hakst den Trainer in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Grob G 115?
Die G 115 ist ein zweisitziges Schulflugzeug mit Kolbenmotor, gebaut vom bayerischen Hersteller Grob. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Tussenhausen-Mattsies im Unterallgäu, direkt am Flugplatz Mindelheim-Mattsies. Bekannt wurde Grob zunächst mit Segelflugzeugen und Motorseglern in Kunststoffbauweise, und genau dieses Know-how steckt auch in der G 115: Die Zelle besteht vollständig aus Faserverbundwerkstoffen, ein in den 1980er-Jahren für ein Motorflugzeug dieser Klasse noch ungewöhnlicher Ansatz.
Der Weg zur G 115 führte über zwei Vorläufer: die G 110, die 1982 flog und noch im selben Jahr bei Trudelversuchen verloren ging, und die G 112. Der G-115-Prototyp hob am 15. November 1985 ab, im März 1987 folgte die deutsche Zulassung, Ende 1988 die Zulassung nach US-Bauvorschriften (FAR Part 23). Damit war der Weg frei für Kunden in aller Welt – von Fliegerclubs über Verkehrsfliegerschulen bis zu Luftstreitkräften.
Das Konzept ist schlicht und robust: Tiefdecker, starres Bugradfahrwerk mit Hauptbeinen aus Federstahl, Radverkleidungen, eine kurze Motornase und eine breite Haube, unter der Fluglehrer und Schüler nebeneinander sitzen. Die Seite-an-Seite-Anordnung ist für die Grundausbildung praktisch, weil der Lehrer jeden Handgriff direkt sieht. Grob baut heute vor allem den Turboprop-Trainer G 120TP und das Höhenaufklärungsflugzeug G 520.
Technik in Kürze
Die heute bekannteste Version, die G 115E, wird von einem Lycoming AEIO-360 angetrieben. Das ist ein Vierzylinder-Boxermotor mit Einspritzung und rund 180 PS, ausgelegt für Kunstflug mit Rückenflugsystem für Öl und Kraftstoff. Er treibt einen Dreiblatt-Verstellpropeller an. Die Spannweite liegt bei 10 Metern, das maximale Startgewicht bei 990 Kilogramm. Die Rumpflänge geben Nachschlagewerke leicht unterschiedlich an, sie liegt knapp unter acht Metern.
Für den Kunstflug ist die G 115 ab der Version D mit Lastvielfachen von +6 g und −3 g zugelassen. Das reicht für Loopings, Rollen und Trudeln – also genau das Programm, das ein angehender Militärpilot in der Grundausbildung kennenlernt. Die frühen zivilen Versionen G 115 und G 115A waren dagegen mit kleinerem Motor und Zweiblattpropeller als klassische Vereins- und Schulmaschinen gedacht.
Hören statt sehen
Die G 115 klingt wie ein typisches Kleinflugzeug mit Kolbenmotor – sonor und gleichmäßig. Ein Turboprop-Trainer wie die Prefect oder die Pilatus PC-21 pfeift dagegen hörbar. Wenn du einen „Grob“ hörst, aber nicht siehst, verrät dir der Klang schon die Richtung.
Die G 115 im Feld erkennen
Auf einem Flugplatz voller Kleinflugzeuge braucht es einen zweiten Blick. Diese drei Schritte führen dich zuverlässig zur G 115.
Fahrwerk prüfen
Starres Bugradfahrwerk, Hauptbeine als schlanke Federstahlbügel, die Räder in stromlinienförmigen Verkleidungen. Ein Einziehfahrwerk schließt die G 115 aus.
Aufs Leitwerk schauen
Das Höhenleitwerk sitzt tief am Rumpfende, nicht oben auf der Seitenflosse. Ein T-Leitwerk weist auf eine Diamond hin.
Sitzordnung und Propeller
Zwei Personen nebeneinander unter einer breiten Haube, dazu ein Dreiblattpropeller – das ist das typische Bild der G 115E.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen die Bestimmung. Bei den britischen Tutor ist das besonders einfach: Sie tragen zivile Kennzeichen der Serie G-BY.., die du in jeder Registerdatenbank nachschlagen kannst. Zivile G 115 in Deutschland fliegen mit einem D-E-Kennzeichen, wie es für einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen üblich ist.
Varianten im Überblick
Grob hat die G 115 über die Jahre schrittweise stärker und belastbarer gemacht. Für Spotter ist vor allem der Unterschied zwischen frühen Zivilversionen und den Kunstflug-Trainern wichtig.
| Variante | Merkmale | Typische Nutzer |
|---|---|---|
| G 115 / G 115A | Erste Serie, kleinerer Motor, Zweiblattpropeller, aufrechte Seitenflosse | Vereine und Flugschulen, u. a. in Deutschland und Großbritannien |
| G 115B | Stärkerer Motor | Flugschulen |
| G 115C | Überarbeitete Zelle mit Tanks in den Flügeln | Flugschulen |
| G 115D | Kunstflugtauglich, Dreiblatt-Verstellpropeller | Militärische und zivile Ausbildung |
| G 115D2 „Heron“ | Ausbildungsversion für die Royal Navy | Royal Navy, später zivile Schule |
| G 115E „Tutor T1“ | Militärische Version mit AEIO-360 und Dreiblattpropeller | RAF, Royal Navy, weitere Luftstreitkräfte |
Laut deutschsprachigen Nachschlagewerken waren bis März 2006 rund 360 Exemplare entstanden. Die Produktion lief allerdings nicht durchgehend: Grob unterbrach sie 1990, nahm sie 1993 wieder auf und musste sie nach der Insolvenz im Jahr 2008 erneut stoppen. 2009 ging es unter neuen Eigentümern als Grob Aircraft weiter. Aus einem Projekt mit Einziehfahrwerk, der G 115T, entwickelte sich später der Nachfolger G 120A – der Grundstein für die heutige Turboprop-Linie.
Tutor T1: die G 115 bei RAF und Royal Navy
Ihren großen Auftritt hatte die G 115 in Großbritannien. Ende der 1990er-Jahre suchte die Royal Air Force einen Nachfolger für die Scottish Aviation Bulldog, die bei den University Air Squadrons (UAS) und den Air Experience Flights (AEF) flog. Die Wahl fiel auf die G 115E. Ab 1998 kamen die ersten Maschinen zu den Staffeln, als erste Einheit erhielt laut Übersichtswerken die Cambridge University Air Squadron ihre Tutor. Bestellt wurden insgesamt 99 Flugzeuge.
Das Besondere war das Betreibermodell: Die Tutor gehören nicht dem Verteidigungsministerium, sondern einem zivilen Vertragspartner, der sie im Rahmen einer Private Finance Initiative bereitstellt und wartet. Ursprünglich war das VT Aerospace, später lief das Geschäft unter Babcock. Deshalb tragen die Maschinen zivile britische Kennzeichen der Serie G-BY.., zugleich aber die weiße Lackierung mit blauen Akzenten und RAF-Kokarden – eine Kombination, die Logger lieben.
Die Tutor erfüllt mehrere Aufgaben:
- University Air Squadrons: Studierende, die sich für eine Laufbahn bei der RAF interessieren, sammeln hier erste Flugerfahrung.
- Air Experience Flights: Kadetten der Air Cadets bekommen auf der Tutor ihre ersten Flugstunden. Ein Beispiel ist die 8 AEF an der RAF Cosford, die gemeinsam mit der University of Birmingham Air Squadron fliegt.
- Elementare Flugausbildung: Bis 2018 lief die Grundschulung der Militärpiloten an der RAF Cranwell und RAF Barkston Heath auf der Tutor; dann übernahm die turbopropgetriebene G 120TP Prefect. Teile dieser Ausbildung liefen laut Übersichtswerken danach noch auf der Tutor in Wittering weiter.
- Royal Navy: Die 727 Naval Air Squadron in Yeovilton setzt die Tutor für die Eignungsprüfung angehender Marineflieger ein. Davor flog die Staffel ab 2001 die G 115D Heron, die ab 2004 durch ehemalige RAF-Tutor ersetzt wurden.
Stand der britischen Flotte prüfen
Die Tutor fliegt seit über 25 Jahren, und das britische Verteidigungsministerium sucht laut Medienberichten bereits nach einem Nachfolger. Welche Staffeln und Plätze im Oktober 2026 noch Tutor einsetzen, ändert sich – prüf vor einer Reise die aktuellen Angaben der RAF und der einzelnen Squadrons.
Die Tutor hat in ihrer Dienstzeit auch traurige Kapitel geschrieben. Im Februar 2009 stießen zwei Tutor bei einem Flug von RAF St Athan in der Luft zusammen, alle vier Insassen kamen ums Leben, darunter zwei jugendliche Kadetten. Im Juni 2009 kollidierte eine Tutor mit einem Segelflugzeug, beide Insassen der Tutor starben. 2004 hatte bereits ein abgerissenes Propellerblatt zu einer Notlandung und zu einem vorübergehenden Flugverbot für die Flotte geführt.
Weitere Nutzer weltweit
Neben Großbritannien setzen mehrere Luftstreitkräfte auf die G 115E. Übersichtswerke nennen unter anderem Ägypten mit einer großen Flotte von über 70 Maschinen und die Vereinigten Arabischen Emirate. Finnland übernahm 28 ehemals britische G 115E als Ersatz für den Valmet L-70 Vinka, der 2022 nach mehr als 40 Jahren außer Dienst ging. Dort, an der Luftwaffenakademie, ist die G 115 heute das erste Militärflugzeug der finnischen Pilotenschüler.
Im zivilen Bereich war die G 115 vor allem in Australien verbreitet: Mehrere Flugschulen nutzten sie, darunter ab 1996 eine große Verkehrsfliegerschule in Jandakot bei Perth. In Deutschland findest du zivile G 115 vereinzelt bei Vereinen und Flugschulen – ein seltener, aber typisch deutscher Fund auf kleinen Plätzen.
Keine Tutor mehr verpassen
Setz die G 115 auf deine Wunschliste, poste deine Bilder mit Kennzeichen, Flughafen und Spot und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein gesuchter Typ anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die G 115 antriffst
Die besten Chancen hast du in Großbritannien. An Plätzen mit UAS- oder AEF-Betrieb sind Tutor im Platzrundenverkehr unterwegs, oft an Wochenenden und in den Semesterferien, wenn Kadetten und Studierende fliegen. Ein guter Ausgangspunkt ist die RAF Cosford: Am Flugplatz liegt das RAF Museum Cosford, und vom Museumsgelände aus erlebst du zusammen mit einem Besuch der Ausstellung den Flugbetrieb mit. In Somerset lohnt ein Abstecher zum Fleet Air Arm Museum in Yeovilton, wo die Royal Navy ihre Tutor für die Eignungsflüge eingesetzt hat.
Auch auf Airshows war die Tutor über Jahre mit einem eigenen RAF-Display vertreten. Ob sie beim Royal International Air Tattoo in Fairford oder auf anderen britischen Flugtagen aktuell im Programm steht, verrät dir der jeweilige Flugplan; einen Überblick über die großen Termine findest du unter Airshows in Europa.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Britische Plätze mit UAS/AEF | mittel bis hoch | Tutor im Ausbildungs- und Kadettenflugbetrieb |
| Britische Airshows | niedrig bis mittel | Je nach Programm Display oder statische Ausstellung |
| Tikkakoski (Finnland) | mittel | Ausbildungsflotte der finnischen Luftwaffe |
| Kleine Plätze in Deutschland | niedrig | Vereinzelte zivile G 115 |
| Mindelheim-Mattsies | niedrig bis mittel | Werksflugplatz von Grob, dort sind aber vor allem neuere Muster zu sehen |
Für Süddeutsche liegt der Werksflugplatz von Grob praktisch vor der Haustür; der nächste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Memmingen. Plane dort aber keine sichere G-115-Sichtung ein – das Werk konzentriert sich heute auf die G 120TP und andere Projekte.
Militärplätze: Regeln beachten
An britischen und finnischen Militärflugplätzen gelten eigene Regeln. Bleib auf öffentlichem Grund oder in offiziellen Besucherbereichen und informier dich vorab. Hintergründe liefert der Artikel Militärflugplätze fotografieren: Regeln.
Verwechslungsgefahr: G 115, Diamond und Prefect
Kleine Trainer sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Der Finder hilft dir, die G 115 von den häufigsten Doppelgängern zu trennen.
Schnellbestimmung: kleiner Trainer
Grob G 115 / Tutor
Tiefes Leitwerk, starres Fahrwerk mit Verkleidungen und Seite-an-Seite-Sitze sind das G-115-Bild. Ein Dreiblattpropeller deutet auf die G 115E hin.
Diamond DA20 oder DA40
T-Leitwerk und lange, schlanke Segelflugzeug-Flügel sprechen für einen Diamond-Trainer. Die DA40 ist größer und hat vier Sitze.
Grob G 120TP Prefect oder anderer Turboprop-Trainer
Tandemsitze und Einziehfahrwerk weisen auf einen Turboprop-Trainer wie die Prefect, die Pilatus PC-7 oder die PC-21 hin.
Die Diamond DA20 Katana ist der naheliegendste Verwandte im Geiste: ebenfalls Verbundbauweise, ebenfalls zwei Sitze nebeneinander, ebenfalls ein beliebter Militär-Erstausbilder. Ihr T-Leitwerk und die sehr gestreckten Flügel verraten sie aber sofort. Die viersitzige Diamond DA40 wirkt länger und hat hinten Seitenfenster für die Passagiere. Wer mehr über den österreichischen Konkurrenten wissen will, schaut bei Diamond Aircraft vorbei.
Die Cessna 172 scheidet als Hochdecker mit Flügelstreben schon von Weitem aus. Und mit der North American T-6 Texan teilt die G 115 nur die Rolle: Der Warbird ist viel größer, hat einen Sternmotor und ein Spornradfahrwerk.
Fototipps für kleine Trainer
Die G 115 ist klein, schnell im Platzrundenverkehr und oft nur kurz im Bild. Ein paar Kniffe helfen.
Propeller zeigen
Mit einer etwas längeren Belichtungszeit verwischt der Propeller zu einer Scheibe und das Bild wirkt dynamisch. Wie du die richtige Zeit findest, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Platzrunde nutzen
Trainer drehen oft Platzrunde um Platzrunde. Beobachte die ersten zwei Durchgänge, dann wählst du deinen Standpunkt für den Endanflug gezielt.
Kennzeichen mitnehmen
Bei der Tutor ist das zivile Kennzeichen klein am Rumpf. Plane mindestens ein Bild aus der Seitenansicht ein, damit es lesbar bleibt.
Kunstflug von unten
Beim Airshow-Display zeigt die weiße Unterseite mit Kokarden ihren Kontrast am besten mit der Sonne im Rücken.
Mehr Grundlagen zum Fotografieren auf kleinen Plätzen findest du im Beitrag General Aviation spotten. Wer sich selbst für das Fliegen interessiert, liest weiter bei Privatpilotenlizenz PPL(A) oder, für den militärischen Weg, bei Pilot bei der Bundeswehr.
Es spricht für die G 115, wenn …
- ein kleiner Tiefdecker ein starres Fahrwerk mit Radverkleidungen hat
- zwei Personen nebeneinander unter einer breiten Haube sitzen
- RAF-Kokarden und ein Kennzeichen G-BY.. zu sehen sind
- im Tracking-Dienst G115 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die Silhouette von unten siehst
- die Maschine eine Vereinslackierung ohne Militärmarkierung trägt
- der Propeller zwei statt drei Blätter hat – dann ist es eine frühe Zivilversion
Es ist keine G 115, wenn …
- das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt
- das Fahrwerk im Flug einfährt
- Pilot und Schüler hintereinander sitzen
- die Flügel oben am Rumpf angesetzt sind
Fazit
Die G 115 ist kein Star der Airshow-Plakate, aber ein Muster mit Geschichte: Aus der Segelflugtradition des Allgäus kam ein robuster Faserverbund-Trainer, der als Tutor T1 über ein Vierteljahrhundert lang britische Kadetten und Studierende in die Luft brachte und heute in Finnland oder Ägypten Militärpiloten ausbildet. Für Spotter ist sie ein lohnender Haken in der Sammlung, gerade wegen der Mischung aus Zivilkennzeichen und Militärmarkierung.
Kurzfazit
Tiefdecker, starres Fahrwerk mit Verkleidungen, zwei Sitze nebeneinander, kein T-Leitwerk: Das ist die Grob G 115. Mit Dreiblattpropeller und RAF-Kokarde ist es die Tutor T1. Gezielt suchst du nach dem Code G115 und an britischen Ausbildungsplätzen.
Zusammenfassung
- Die G 115 flog erstmals am 15. November 1985 und erhielt im März 1987 ihre deutsche Zulassung.
- Frühe Versionen gingen an Vereine und Flugschulen, die kunstflugtaugliche G 115D und G 115E vor allem an Streitkräfte.
- In Großbritannien flog die Tutor T1 mit zivilem Kennzeichen, aber in RAF-Markierungen – betrieben über ein privat finanziertes Vertragsmodell.
- Weitere militärische Nutzer sind laut Übersichtswerken unter anderem Ägypten, Finnland und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Grob G 115?
Die gesamte Familie, also G 115, G 115A bis E und die britische Tutor, läuft unter G115. Mit diesem Code findest du die Maschinen in Tracking-Diensten – sofern sie einen Transponder mit ADS-B-Ausgabe haben und überhaupt sichtbar sind.
Was ist der Unterschied zwischen G 115 und Tutor?
Tutor T1 ist die britische Militärbezeichnung für die G 115E. Das ist die kunstflugtaugliche Version mit rund 180 PS starkem Lycoming-Einspritzmotor und Dreiblatt-Verstellpropeller. Die frühen zivilen G 115 und G 115A sind schwächer motorisiert und haben einen Zweiblattpropeller.
Warum hat die RAF-Tutor ein ziviles Kennzeichen?
Die Flugzeuge gehören nicht dem Verteidigungsministerium, sondern einem zivilen Vertragspartner, der sie im Rahmen einer Private Finance Initiative bereitstellt und wartet – ursprünglich VT Aerospace, später Babcock. Deshalb tragen die Tutor britische Zivilkennzeichen der Serie G-BY.., aber RAF-Kokarden.
Wie unterscheide ich die G 115 von der Grob G 120TP Prefect?
Die Prefect ist größer, hat eine Propellerturbine mit langer, schlanker Nase, ein Einziehfahrwerk und Sitze hintereinander. Die G 115 hat einen Kolbenmotor, eine kurze, stumpfe Nase, ein starres Fahrwerk mit Radverkleidungen und Sitze nebeneinander.
Kann die G 115 Kunstflug?
Die Versionen ab G 115D sind für Kunstflug zugelassen; die Belastungsgrenzen liegen bei +6 g und −3 g. Dafür hat Grob die Öl- und Kraftstoffversorgung für Rückenflug ausgelegt. Die frühen zivilen G 115 und G 115A waren als reine Schulflugzeuge gedacht.
Wo sehe ich eine G 115?
Am ehesten in Großbritannien an Plätzen mit University Air Squadrons oder Air Experience Flights, etwa an der RAF Cosford, und auf britischen Airshows. In Deutschland tauchen vereinzelt zivile G 115 bei Vereinen und Flugschulen auf. Weil sich Einsatzorte und Flottenstärken ändern, prüfst du den aktuellen Stand am besten vor der Tour.
Wird die G 115 noch gebaut?
Grob Aircraft stellt auf seiner Website heute vor allem die G 120TP und die G 520 in den Vordergrund, die G 115 taucht dort nicht mehr als Hauptprodukt auf. Für die Spotterpraxis heißt das: Die vorhandenen Maschinen fliegen weiter, Neuzugänge sind selten.
Grob G 115 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Wo du die Grob G 115 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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