Das Wichtigste in Kürze
- Die C-27J ist ein taktischer Zweimot-Transporter aus Italien, gebaut auf Basis der G.222 von 1970.
- Neu gegenüber der G.222 sind vor allem Antrieb und Cockpit: Triebwerke, Sechsblatt-Propeller und Glascockpit stammen aus der Lockheed C-130J.
- Schnellster Erkennungsweg: kurzer, bulliger Rumpf mit Heckrampe plus Sechsblatt-Propeller – drei Blätter bedeuten G.222.
- In Europa fliegt sie unter anderem in Italien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Litauen, der Slowakei und Slowenien.
- Im Flugplan und in Tracking-Diensten erscheint sie als C27J – sofern die Maschine überhaupt Daten sendet.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die C-27J Spartan?
- 2.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Von der G.222 zur C-27J: was geblieben ist und was neu ist
- 4.Varianten im Überblick
- 5.Kurzer Ausflug in die USA
- 6.Nutzer in Europa
- 7.C-27J, C295, CN-235 oder Transall?
- 8.Wo du die C-27J als Spotter antriffst
- 9.Fototipps speziell für die C-27J
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Alenia Aeronautica, heute Leonardo |
|---|---|
| Basis | Weiterentwicklung der Aeritalia G.222 (Erstflug 1970) |
| ICAO-Typcode | C27J |
| Erstflug | 24. September 1999 |
| Zulassung | zivil Juni 2001, militärisch Dezember 2001 |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce AE 2100-D2A Turboprop, je rund 3.460 kW |
| Propeller | sechsblättrig, Dowty R391, rund 4,1 m Durchmesser |
| Länge | 22,70 m |
| Spannweite | 28,70 m |
| Höhe | 9,64 m |
| Laderaum | rund 2,60 m hoch, rund 11,4 m lang inklusive Rampe |
| Max. Startgewicht | 32,5 t |
| Nutzlast | bis rund 11,5 t (Quellen nennen 11,3 bis 11,5 t) |
| Kapazität | rund 60 Soldaten oder 46 Fallschirmspringer |
| Reisegeschwindigkeit | rund 580 km/h (315 kn) |
| Besatzung | 2 Piloten, dazu ein Loadmaster |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Hoch angesetzter, gerader Flügel (Schulterdecker) mit zwei Turboprops in großen, kräftigen Gondeln
- Sechsblatt-Propeller mit sichelförmigen Blättern – die ältere G.222 hat nur drei Blätter
- Kurzer, hoher und auffällig bulliger Rumpf – gedrungener als bei der C295
- Hochgezogenes Heck mit großer Laderampe, einzelnes Seitenleitwerk und Höhenleitwerk am Rumpfende
- Hauptfahrwerk in Verkleidungen seitlich am Rumpf, die als längliche Ausbuchtungen unter dem Flügel sichtbar sind
- Runde Nase mit Radom und großen Cockpitfenstern; in Europa meist graue Tarnlackierung mit nationalen Kokarden
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein grauer Zweimot mit hohem Flügel zieht über den Platz, der Rumpf wirkt kurz und kräftig, unter dem Heck zeichnet sich eine Rampe ab, und die Propeller drehen mit auffällig vielen Blättern: Gut möglich, dass du gerade eine Leonardo C-27J Spartan siehst. Der italienische Transporter ist im Kern eine gründlich modernisierte G.222 aus den Siebzigern, mit Technik aus der C-130J. Hier erfährst du, wie du die C-27J sicher erkennst, wie du sie von G.222 und C295 abgrenzt und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
Spartan im Hangar
Mit Planetrack postest du deine C-27J-Sichtung mit Foto, Kennung, Betreiber und Spot und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die C-27J Spartan?
Die C-27J ist ein taktischer Transporter der mittleren Klasse: zwei Turboprops, Schulterflügel, Heckrampe und ein robustes Fahrwerk für kurze und unbefestigte Pisten. Sie bringt Soldaten, Fallschirmspringer, Fracht oder Verwundete dorthin, wo große Transporter wie die A400M überdimensioniert wären oder gar nicht landen könnten. In der Kabine finden rund 60 Soldaten oder 46 Fallschirmspringer Platz, die Nutzlast liegt bei bis zu rund elfeinhalb Tonnen.
Entwickelt wurde sie von Alenia Aeronautica, das heute zum italienischen Konzern Leonardo gehört. Grundlage ist die Aeritalia G.222, ein Transporter, den Fiat Aviazione Ende der Sechzigerjahre entwarf. Mitte der Neunziger suchte Alenia nach einem Weg, das bewährte Muster zu modernisieren, und fand ihn bei Lockheed Martin: 1997 gründeten beide ein Gemeinschaftsunternehmen, um die neue Version mit Komponenten der damals neuen C-130J auszustatten. Das Ergebnis flog am 24. September 1999 zum ersten Mal. Die zivile Zulassung folgte im Juni 2001, die militärische im Dezember desselben Jahres.
Der Name Spartan stammt übrigens aus den USA: Dort hieß bereits die G.222 im Dienst der US Air Force C-27A Spartan. Die C-27J übernahm Bezeichnung und Beinamen, das „J“ verweist auf die Verwandtschaft zur C-130J.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Für die C-27J brauchst du keine Spezialkenntnisse. Drei Beobachtungen grenzen sie in den meisten Fällen sicher ein.
Silhouette prüfen
Schulterflügel, hochgezogenes Heck mit Rampe, zwei Triebwerke: Damit bist du in der Klasse der taktischen Zweimot-Transporter. Der Rumpf der C-27J wirkt dabei kurz, hoch und kompakt.
Propellerblätter zählen
Sechs schlanke, leicht sichelförmige Blätter pro Propeller sprechen für die C-27J. Drei breite Blätter verraten die ältere G.222, vier Blätter eher eine CN-235 oder eine An-26.
Gondeln vergleichen
Die AE-2100-Triebwerke sitzen in großen, tief unter den Flügel reichenden Gondeln. Im Verhältnis zum kurzen Rumpf wirken sie wuchtig – das ist ein guter Unterschied zur schlankeren C295.
Das Fahrwerk fährt in Verkleidungen seitlich am Rumpf ein, die wie längliche Beulen unter dem Flügel sitzen. Das teilt die C-27J mit der C295 und der CN-235, es hilft also vor allem bei der Abgrenzung zu Typen mit Fahrwerk in den Triebwerksgondeln wie der An-26 oder der An-32. Die letzte Bestätigung liefert die militärische Kennung am Rumpf oder am Leitwerk.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Bei schnell drehenden Propellern verschwimmen die Blätter. Achte im Anflug auf die Momente kurz vor dem Aufsetzen oder fotografiere mit kürzerer Belichtungszeit und zähle dann am Bild. Am Boden mit stehenden Propellern ist die Zählung natürlich am einfachsten.
Von der G.222 zur C-27J: was geblieben ist und was neu ist
Die Abgrenzung zur G.222 ist für Spotter der spannendste Punkt, denn von außen sehen beide auf den ersten Blick fast gleich aus. Kein Wunder: Rumpf, Flügel und Leitwerk stammen aus derselben Konstruktion, Länge und Spannweite sind identisch.
Die G.222 flog erstmals am 18. Juli 1970 und ging im April 1978 bei der italienischen Luftwaffe in Dienst. Gebaut wurden laut gängigen Nachschlagewerken 111 Exemplare. Neben Italien nutzten sie unter anderem Argentinien, Libyen, Nigeria, Thailand und Venezuela, die Libyer in einer Sonderversion mit Rolls-Royce-Tyne-Triebwerken. Die US Air Force flog zehn Maschinen als C-27A in Panama. Italien selbst hatte neben Transportern auch Sonderversionen zur elektronischen Kampfführung (G.222VS), zur Kalibrierung von Funk- und Radaranlagen (G.222RM) und zur Waldbrandbekämpfung (G.222SAA). Offiziell musterte die Aeronautica Militare die G.222 2005 aus. Heute ist sie damit ein historischer Typ, den du vor allem in Museen und in Restbeständen außerhalb Europas findest.
| Merkmal | Aeritalia G.222 | Leonardo C-27J |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | G222 | C27J |
| Erstflug | 18. Juli 1970 | 24. September 1999 |
| Triebwerke | 2 × General Electric T64 | 2 × Rolls-Royce AE 2100-D2A |
| Propeller | dreiblättrig, Hamilton Standard | sechsblättrig, Dowty R391 |
| Cockpit | analoge Instrumente | Glascockpit nach C-130J-Vorbild |
| Länge / Spannweite | 22,70 m / 28,70 m | 22,70 m / 28,70 m |
| Max. Startgewicht | rund 28 t | 32,5 t |
| Status | historisch, in Italien 2005 ausgemustert | im Einsatz und in Produktion |
Der Umbau ging weit über einen Triebwerkstausch hinaus. Mit den AE-2100-Turboprops und den Sechsblatt-Propellern aus der C-130J bekam die C-27J deutlich mehr Leistung, was sich in höherem Startgewicht, höherer Reisegeschwindigkeit und besseren Steigleistungen zeigt. Das Glascockpit mit Multifunktionsdisplays orientiert sich ebenfalls an der C-130J, ein großer Teil der Flugsoftware ist mit ihr verwandt.
Gleiche Triebwerksfamilie, andere Flugzeuge
Varianten der Rolls-Royce AE 2100 treiben neben C-130J und C-27J auch den zivilen Saab 2000 an. Wenn dir die großen Gondeln und Sechsblatt-Propeller bekannt vorkommen, liegt das an dieser Verwandtschaft.
Für die Praxis heißt das: Propeller zählen ist der sicherste Weg zur Unterscheidung. Drei breite Blätter mit großem Spinner bedeuten G.222, sechs schlanke Blätter bedeuten C-27J. Auch die Gondeln sehen anders aus, doch dafür brauchst du etwas Vergleichserfahrung.
Varianten im Überblick
Die C-27J ist im Grunde ein Transporter, doch es gibt mehrere Ableitungen und Ausbaustufen.
| Version | Rolle | Hinweise |
|---|---|---|
| C-27J | taktischer Transport | Grundversion, Truppen, Fracht, Fallschirmspringer, Sanitätsflüge |
| C-27J Next Generation | taktischer Transport | modernisierte Ausführung, unter anderem mit neuer Avionik und Winglets; Slowenien gehört zu den Kunden |
| MC-27J Praetorian | Mehrzweck, Aufklärung, Feuerunterstützung | Prototyp 2014, für die italienische Luftwaffe vorgesehen |
| EC-27 „Jedi“ | elektronische Kampfführung | von Italien 2010 angekündigte Ausrüstung |
| HC-27J | Seeüberwachung, Suche und Rettung | 14 ehemalige USAF-Maschinen bei der US Coast Guard |
Spannend für Spotter ist vor allem die Next Generation: Wenn du an einer C-27J kleine, nach oben gerichtete Flügelspitzen siehst, ist es sehr wahrscheinlich eine neuere Maschine. Ältere C-27J haben glatte Flügelenden ohne Winglets. Eine vorgeschlagene Kanonenboot-Version für die USA, die AC-27J, wurde dagegen 2009 auf Eis gelegt.
Kurzer Ausflug in die USA
Die Geschichte der C-27J in Amerika ist ein Lehrstück über Beschaffungspolitik. 2007 gewann der Typ den Wettbewerb um das Joint Cargo Aircraft für US Army und US Air Force, ursprünglich mit 78 Maschinen im Vertrag. Zwei Jahre später schrumpfte die Planung auf 38, und 2012 kündigte die Air Force an, den Typ wieder abzugeben. Die 21 bereits gelieferten Maschinen gingen nach einer Zwischenlagerung an andere Behörden: 14 an die US Coast Guard, die sie als HC-27J umrüstete, und sieben an das Spezialkräftekommando. Eine solche HC-27J siehst du in Europa praktisch nie – in den USA aber gelegentlich an Küstenwachen-Stationen.
Nutzer in Europa
In Europa ist die C-27J vor allem im Süden und Osten verbreitet. Die Bestände sind klein, was jede Sichtung außerhalb dieser Länder zu einem echten Fang macht. Die Angaben beruhen auf etablierten Nachschlagewerken; Zahlen und Stationierungen ändern sich durch Nachbestellungen, Umrüstungen und Ausmusterungen.
| Land | Betreiber | Anzahl (ca.) | Stationierung |
|---|---|---|---|
| Italien | Aeronautica Militare | 12 | 46a Brigata Aerea, Pisa |
| Griechenland | Polemikí Aeroporía | 8 | 354. Staffel „Pegasus“, Elefsis bei Athen |
| Rumänien | Forțele Aeriene Române | 7 | 90. Lufttransportbasis, Bukarest-Otopeni |
| Bulgarien | Bulgarische Luftstreitkräfte | 3 | Transportstaffel in Sofia-Wraschdebna |
| Litauen | Karinės oro pajėgos | 3 | ausgeliefert 2006 bis 2009 |
| Slowakei | Vzdušné sily | 2 | Fliegerhorst Malacky, ab 2018 |
| Slowenien | Slowenische Streitkräfte | 2 | Next Generation, Auslieferung ab Dezember 2023 |
Italien ist Erstkunde und Heimat des Typs. 1999 bestellte die Luftwaffe zwölf Maschinen, die erste wurde im Oktober 2006 abgenommen und kam im Januar 2007 zur 46a Brigata Aerea nach Pisa. Dort fliegt die C-27J beim 98° Gruppo, neben den größeren C-130J. Pisa ist damit der beste Ort in Europa, um den Typ regelmäßig zu sehen – der militärische Teil teilt sich die Pisten mit dem zivilen Flughafen Pisa. Mehr über die italienische Luftwaffe und ihre Kunstflugstaffel liest du im Beitrag zu den Frecce Tricolori; ihre Geschichte zeigt das Luftwaffenmuseum Vigna di Valle.
Griechenland fliegt acht Maschinen bei der 354. Taktischen Transportstaffel in Elefsis westlich von Athen. Hast du Griechenland ohnehin für Spotting auf dem Zettel, mach dich vorher mit den Regeln vertraut; der Guide Planespotting in Griechenland hilft beim Einstieg. Warum Militärfotografie dort heikel sein kann, zeigen der Kalamata-Fall 2001 und der Überblick zu den heutigen Spotting-Regeln in Griechenland.
Rumänien setzt sieben C-27J bei der 90. Lufttransportbasis ein, die sich das Gelände mit dem Flughafen Bukarest-Otopeni teilt. Für die Luftfahrt des Innenministeriums sind zwei weitere Maschinen bestellt. Bulgarien reduzierte seine ursprüngliche Bestellung aus Geldmangel auf drei Flugzeuge, die in Wraschdebna am Flughafen Sofia stationiert sind.
Litauen gehörte mit drei Maschinen zu den frühen Exportkunden, die Slowakei übernahm ihre zwei C-27J ab 2018 und stationierte sie in Malacky nördlich von Bratislava. Slowenien ist der jüngste Kunde in Europa: Die erste C-27J Next Generation kam im Dezember 2023, eine zweite Maschine folgte.
Bestände ändern sich
Militärische Flottenzahlen werden selten zentral veröffentlicht und ändern sich durch Nachbestellungen, Umrüstungen und Unfälle. Nimm die Tabelle als Orientierung und prüf vor einer Tour aktuelle Quellen, etwa Datenbanken wie Scramble.
Außerhalb Europas fliegen C-27J unter anderem in Mexiko, Peru, Kenia, Aserbaidschan und Australien, dazu kommen neuere Bestellungen aus Afrika und dem Nahen Osten.
C-27J, C295, CN-235 oder Transall?
Die meisten Verwechslungen passieren mit anderen Zweimot-Transportern. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Zweimot-Transporter mit Heckrampe
Leonardo C-27J Spartan
Sechsblatt-Propeller, wuchtige Gondeln und ein kurzer, hoher Rumpf sind das typische C-27J-Bild. Winglets deuten auf eine Next Generation.
Airbus C295
Ebenfalls sechs Blätter, aber ein längerer, schlankerer Rumpf mit vielen kleinen Fenstern und zierlichere Gondeln sprechen für die C295.
Airbus CN-235
Vier Blätter und ein kleiner, schlanker Rumpf deuten auf die CN-235, die kleinere Schwester der C295.
Aeritalia G.222
Gleiche Silhouette, aber Dreiblatt-Propeller: Das ist die historische Vorgängerin. In Europa ist sie im aktiven Dienst kaum noch zu sehen.
Transall C-160 oder größer
Ein deutlich größerer Zweimot mit Rampe spricht für die Transall C-160. Bei vier Triebwerken bist du bei C-130 oder A400M.
Die größeren Transporter sortierst du leichter aus: Die C-130 Hercules und die A400M haben vier Triebwerke, die brasilianische C-390 Millennium ist ein Jet. Einen Überblick über die ganze Klasse bekommst du im Ratgeber Militärtransporter erkennen, zivile Turboprops sortierst du mit Turboprops unterscheiden.
Seltene Gäste nicht verpassen
Setz die C-27J auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn der Typ an einem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die C-27J als Spotter antriffst
Im deutschsprachigen Raum ist die C-27J ein Gast. Weder die Bundeswehr noch das österreichische Bundesheer oder die Schweizer Luftwaffe fliegen sie. Die Chancen liegen bei multinationalen Übungen, Verlegungen von Material und Personal, Transitflügen sowie bei Airshows. Gerade bei Großveranstaltungen wie dem Royal International Air Tattoo in Fairford stehen Transporter aus Südeuropa oft in der statischen Ausstellung, und gelegentlich ist die C-27J auch im Flugprogramm zu sehen. Welche Shows sich lohnen, zeigt der Überblick Airshows in Europa.
Wer gezielt sucht, reist zu den Basen: Pisa bietet mit dem zivilen Verkehr und der Militärbasis an einem Platz eine besonders gute Mischung. Auch an Otopeni und Sofia teilen sich zivile und militärische Flieger die Pisten. Wie du Militärmaschinen online verfolgst und warum manche gar nicht auftauchen, erklärt der Guide Militärflugzeuge verfolgen.
Bereit für deine Spartan-Session?
- Ich weiß, an welchem Platz oder bei welcher Veranstaltung eine C-27J zu erwarten ist.
- Ich habe geprüft, ob Fotografieren am Standort erlaubt ist.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung und den Sonnenstand.
- Ich habe ein Tele dabei, das auch entfernte Rollwege abdeckt.
- Ich kann Kennung und Wappen am Leitwerk zuordnen.
An Militärflugplätzen gelten strengere Regeln als an Verkehrsflughäfen, und in einigen Ländern kann Fotografieren in Sperrzonen ernste Folgen haben. Lies vorher den Beitrag Militärflugplätze fotografieren: die Regeln und halte dich an öffentliche, ausgewiesene Standorte.
Fototipps speziell für die C-27J
Die C-27J ist kein Riese, aber ein charakterstarkes Motiv mit kurzer, kräftiger Silhouette.
Propeller zeigen
Die Sechsblatt-Propeller sind das Erkennungsmerkmal. Eine Verschlusszeit von etwa 1/250 Sekunde oder länger lässt sie als Scheibe verwischen – das wirkt lebendig und zeigt trotzdem die Gondelform.
Rampe im Blick
Bei Vorführungen oder auf der statischen Ausstellung steht die Rampe oft offen. Schräg von hinten fotografiert, zeigt das den hohen Laderaum besonders gut.
Tiefflug und Kurzlandung
Der Typ ist für steile Anflüge und kurze Landungen gebaut. Bei Airshows lohnt sich ein Standpunkt nahe der Landeschwelle, um den kurzen Ausrollweg einzufangen.
Licht für Grau
Graue Tarnfarben wirken bei flachem Licht deutlich plastischer. Mit der Sonne im Rücken kommen Kokarden und Staffelabzeichen gut heraus.
Wann das Licht an deinem Standort passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Speziell für Flugtage hilft der Beitrag Airshows fotografieren.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die C-27J, wenn …
- du sechs Blätter pro Propeller zählst
- der Rumpf kurz, hoch und bullig wirkt
- die Gondeln im Verhältnis groß und wuchtig sind
- im Tracking-Dienst C27J als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Propeller wegen hoher Drehzahl nicht zählen kannst
- der Rumpf auffällig lang und schlank wirkt – dann eher C295
- du Winglets siehst – C-27J Next Generation oder C295W
Es ist keine C-27J, wenn …
- jeder Propeller nur drei Blätter hat – dann G.222
- du vier Blätter zählst – dann eher CN-235 oder An-26
- das Fahrwerk in den Triebwerksgondeln verschwindet
- vier Triebwerke am Flügel hängen – dann C-130 oder A400M
Fazit
Die C-27J Spartan zeigt, was herauskommt, wenn man eine bewährte Zelle aus den Siebzigern mit moderner Technik aus der C-130J kombiniert. Von der G.222 trennst du sie über die Propeller, von der C295 über Rumpfproportionen und Gondeln. In Europa fliegt sie bei sieben Luftwaffen, meist in kleinen Stückzahlen – Pisa ist der Ort mit den besten Chancen. Wer sie im deutschsprachigen Raum erwischt, hat eine echte Rarität im Kasten.
Kurzfazit
Kurzer, bulliger Rumpf, Heckrampe, sechs Propellerblätter: Das ist die C-27J. Drei Blätter heißen G.222, ein langer, schlanker Rumpf heißt C295. Gezielt findest du sie in Pisa, Elefsis, Otopeni und Sofia – und als Gast auf Airshows.
Zusammenfassung
- Die C-27J flog erstmals im September 1999; Italien bestellte im selben Jahr zwölf Maschinen, die ab 2007 bei der 46a Brigata Aerea in Pisa in Dienst gingen.
- Von der G.222 übernahm sie Rumpf und Grundauslegung, Antrieb und Avionik kamen aus dem C-130J-Programm.
- Propeller zählen trennt sie von der G.222, Rumpfproportionen und Gondeln von der C295.
- Im DACH-Raum ist sie ein Gast bei Übungen, Airshows und Transitflügen – Stammplätze sind Pisa, Elefsis, Bukarest-Otopeni und Sofia.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die C-27J?
Die C-27J läuft unter C27J, die Vorgängerin G.222 unter G222. Militärmaschinen senden aber nicht immer ADS-B, manche tauchen in Tracking-Diensten nur zeitweise oder gar nicht auf.
Was ist der Unterschied zwischen G.222 und C-27J?
Rumpf und Grundauslegung sind gleich, Länge und Spannweite ebenso. Die C-27J hat aber Rolls-Royce AE 2100 statt General-Electric-T64-Triebwerken, Sechsblatt- statt Dreiblatt-Propeller und ein Glascockpit nach dem Vorbild der C-130J. Dazu kommen ein höheres Startgewicht und mehr Leistung.
Wer baut die C-27J?
Entwickelt hat sie Alenia Aeronautica, anfangs gemeinsam mit Lockheed Martin. Heute läuft das Programm bei Leonardo, dem Nachfolger von Finmeccanica und Alenia Aermacchi.
Welche Länder in Europa fliegen die C-27J?
Unter anderem Italien (Erstkunde), Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Litauen, die Slowakei und Slowenien. Die Bestände sind klein, meist zwei bis acht Maschinen pro Land, Italien hat zwölf.
Fliegt die Bundeswehr die C-27J?
Nein. Die Luftwaffe setzt als taktischen Transporter die größere A400M ein, ergänzt durch die C-130J im deutsch-französischen Lufttransportgeschwader. Eine C-27J siehst du in Deutschland nur, wenn ausländische Streitkräfte zu Gast sind.
Was ist die MC-27J Praetorian?
Eine Mehrzweckversion mit Sensoren und Bewaffnungsoption für Aufklärung und Unterstützung von Spezialkräften. Der erste Prototyp flog 2014; die italienische Luftwaffe sah mehrere Maschinen für diese Rolle vor.
Warum fliegen C-27J bei der US-Küstenwache?
Die US Air Force kaufte die C-27J ab 2007 als Joint Cargo Aircraft, kürzte das Programm aber drastisch und legte die Maschinen schon 2012/2013 still. 14 gingen an die US Coast Guard, die sie als HC-27J für Seeüberwachung und Rettung einsetzt, weitere sieben an das Spezialkräftekommando.
Leonardo C-27J Spartan sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Airbus C295
Schulterflügel, Heckrampe, zwei Turboprops mit Sechsblatt-Propellern: Die C295 ist Europas meistgesehener taktischer Zweimot-Transporter – und als MPA auch Seeaufklärer. So erkennst du sie.
MilitärAirbus CN235
Hochdecker, zwei Turboprops mit Vierblatt-Propellern, hochgezogenes Heck mit Laderampe: Der CN235 ist seit den 1980er-Jahren das Arbeitspferd vieler Luftwaffen und Küstenwachen. So erkennst du ihn und trennst ihn von der größeren C295.
MilitärLockheed C-130 Hercules
Hoher Flügel, vier Turboprops, ein bauchiger Rumpf mit Heckrampe: Die C-130 Hercules fliegt seit 1954 und wird bis heute gebaut. So erkennst du sie, trennst alte und neue Versionen und weißt, wo du sie siehst.
MilitärAirbus A400M Atlas
Vier Turboprops mit sichelförmigen Achtblatt-Propellern, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Der A400M ist Europas Militärtransporter. So erkennst du ihn sicher und weißt, wo du ihn siehst.
MilitärTransall C-160
Zwei kräftige Turboprops, ein hoch angesetzter Flügel und eine große Heckrampe: Die Transall C-160 war mehr als 50 Jahre das Arbeitspferd der Luftwaffe. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo sie heute noch steht.
FrachterAntonov An-26
Zwei Turboprops, ein hochgezogenes Heck mit einer Rampe, die unter den Rumpf gleitet, und ein kleines Strahltriebwerk in der rechten Gondel: Die An-26 ist der kleine Arbeitstransporter des Ostblocks. So erkennst du sie und so findest du sie heute noch.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Leonardo
Leonardo aus Rom ist mehr als ein Name auf der Hubschraubertür: Der italienische Konzern baut AW139 und AW169, Jettrainer und Transporter, hält die Hälfte an ATR und fertigt Rumpfteile für Boeing und Airbus. Hier erfährst du, wie du seine Spuren am Flughafen erkennst.
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Zivil und militärisch zugleich: Am Galileo Galilei in Pisa rollen Ryanair-Jets und Hercules-Transporter der italienischen Luftwaffe über dieselbe Bahn. Mit knapp sechs Millionen Passagieren ist PSA der wichtigste Flughafen der Toskana – und für Spotter ein Ort mit eigenen Regeln.
FlughafenFlughafen Bukarest Henri Coandă
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