Das Wichtigste in Kürze
- Die Transall C-160 ist ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt: zweimotoriger Turboprop-Transporter, entwickelt ab 1959, Erstflug 1963.
- Schnellster Erkennungsweg: zwei Turboprops plus Hochdecker plus konventionelles Heck – die C-130 hat vier Triebwerke, der A400M vier und ein T-Leitwerk.
- Die Luftwaffe flog den Typ rund 53 Jahre: Die letzte Landung einer deutschen C-160 fand am 14. Dezember 2021 in Hohn statt.
- Nachfolger ist der Airbus A400M, stationiert in Wunstorf.
- Heute siehst du die Transall vor allem in Museen und als Denkmal an Flugplätzen – aktive Flüge sind zur Rarität geworden.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Transall C-160?
- 2.Zwei Serien, mehrere Versionen
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Transall, C-130, A400M oder C-27J?
- 5.Die Transall in der Luftwaffe
- 6.Frankreich und die übrigen Betreiber
- 7.Wo du die Transall heute siehst
- 8.Fototipps für die Transall
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Arbeitsgemeinschaft Transall (Transporter-Allianz) aus deutschen und französischen Firmen |
|---|---|
| Rolle | Taktischer Militärtransporter, Sanitäts- und Sonderflugzeug |
| ICAO-Typcode | C160 |
| Erstflug | 25. Februar 1963 in Melun-Villaroche (Frankreich) |
| Bauzeit | 1965 bis 1985, zwei Serien |
| Gebaute Exemplare | rund 214 inklusive Prototypen |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce Tyne (Turboprop), Vierblatt-Propeller |
| Länge | 32,40 m |
| Spannweite | 40,00 m |
| Höhe (C-160D) | 12,36 m |
| Max. Nutzlast | bis zu 16 t oder 93 Soldaten |
| Max. Startgewicht (C-160D) | rund 49 t |
| Reichweite | rund 1.200 km mit 14 t Zuladung |
| Status Luftwaffe | Außer Dienst seit Dezember 2021 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Nur zwei große Turboprop-Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel
- Vierblättrige Propeller mit breiten, geraden Blättern
- Konventionelles Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt am hochgezogenen Rumpfende, kein T-Leitwerk
- Große Heckrampe unter dem steil ansteigenden Heck
- Fahrwerk in dicken Verkleidungen seitlich am Rumpf, die Maschine steht sehr niedrig über dem Boden
- Deutsche Maschinen tragen taktische Kennzeichen im Format 50+xx oder 51+xx
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein bulliger Rumpf, zwei kräftige Propeller und ein Brummen, das man noch kilometerweit hört: Für Generationen von Spottern in Deutschland war die Transall C-160 der Inbegriff des Militärtransporters. Mehr als ein halbes Jahrhundert flog sie für die Luftwaffe, bevor sie Ende 2021 vom Airbus A400M abgelöst wurde. Auf dieser Seite erfährst du, woher die Transall kommt, wie du sie sicher erkennst und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst.
Die Transall im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Transall-Sichtung mit Foto, Kennung und Ort fest – ob im Museum oder bei einem seltenen Überflug – und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Transall C-160?
Die Transall C-160 ist ein zweimotoriger Militärtransporter mit Turboprop-Antrieb und hoch angesetztem Flügel. Sie wurde für den taktischen Lufttransport gebaut: Truppen, Fahrzeuge, Paletten und Hilfsgüter auch auf kurze Pisten bringen, Fallschirmspringer absetzen, Lasten aus der Luft abwerfen und Verletzte ausfliegen. Bis zu 16 Tonnen Fracht oder bis zu 93 Soldaten passen in den Rumpf. Der Laderaum ist rund 13,5 Meter lang und etwa 3,15 Meter breit, beladen wird über eine große Rampe im Heck.
Der Name verrät die Herkunft: Transall steht für Transporter-Allianz. 1959 schlossen sich die französische Nord Aviation und die deutschen Firmen Weser-Flugzeugbau und HFB (Hamburger Flugzeugbau) zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Weser-Flugzeugbau ging später in den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) auf. Ziel war ein gemeinsamer Nachfolger für ältere Transporter beider Länder – und ein frühes Symbol der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie, lange bevor es Airbus gab.
Der Prototyp hob am 25. Februar 1963 in Melun-Villaroche bei Paris zum Erstflug ab. Die Serie lief von 1965 an, die französische Luftwaffe übernahm ihre erste Maschine im August 1967, die deutsche Luftwaffe ab 1968. Angetrieben wird die Transall von zwei Rolls-Royce Tyne, kräftigen Propellerturbinen, die vierblättrige Propeller mit rund 5,5 Metern Durchmesser drehen. Mehr zum Triebwerkshersteller findest du auf der Seite zu Rolls-Royce.
Zwei Serien, mehrere Versionen
Gebaut wurde die Transall in zwei Serien. Die erste umfasste 169 Flugzeuge: 110 für die Luftwaffe (C-160D), 50 für Frankreich (C-160F) und neun für Südafrika (C-160Z). Danach ruhte die Produktion. Anfang der 1980er-Jahre legten die Partner eine zweite Serie auf, die C-160NG („Nouvelle Génération“). Sie ging vor allem an Frankreich, sechs Maschinen erhielt Indonesien. Die NG ist äußerlich an der Luftbetankungssonde über dem Cockpit zu erkennen und ein Teil der NG-Flotte konnte selbst als Tanker für andere Flugzeuge dienen. Insgesamt kamen inklusive Prototypen rund 214 Transall zusammen.
Aus der NG leitete Frankreich mehrere Sonderversionen ab, etwa die Fernmelde- und Aufklärungsmaschine C-160G Gabriel und die Kommunikations-Relaisversion C-160H Astarté. Die französischen Transporter wurden in den 1990er-Jahren mit neuer Avionik und Selbstschutz modernisiert und liefen danach als C-160R. In Deutschland erhielten die Maschinen über die Jahrzehnte ebenfalls zahlreiche Nachrüstungen, darunter neue Avionik und Selbstschutzanlagen für Einsätze in Krisengebieten.
Eine kuriose Fußnote: In den 1970er-Jahren flogen vier umgebaute französische Transall bei der Air France als Postflugzeuge. Auch die indonesischen Maschinen der zweiten Serie liefen bei zivilen Betreibern. Im Kern blieb die C-160 aber ein Militärflugzeug.
| Version | Betreiber | Besonderheit |
|---|---|---|
| C-160D | Deutschland | Erste Serie, 110 Maschinen |
| C-160F / C-160R | Frankreich | Erste Serie, später modernisiert |
| C-160T | Türkei | Ehemalige deutsche Maschinen, ab 1971 |
| C-160Z | Südafrika | Neun Maschinen der ersten Serie |
| C-160NG | Frankreich, Indonesien | Zweite Serie, Tanksonde über dem Cockpit |
| C-160G Gabriel | Frankreich | Elektronische Aufklärung auf NG-Basis |
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die Transall ist leicht zu erkennen, wenn du weißt, worauf du achten musst. Drei Blicke genügen.
Triebwerke zählen
Zwei große Turboprops unter einem hoch angesetzten Flügel. Das unterscheidet die Transall sofort von C-130 und A400M, die beide vier Triebwerke haben.
Leitwerk ansehen
Das Höhenleitwerk sitzt unten am hochgezogenen Heck, darüber ragt ein großes Seitenleitwerk auf. Ein T-Leitwerk wie beim A400M gibt es nicht.
Proportionen prüfen
Mit 40 Metern Spannweite bei gut 32 Metern Länge wirkt die Transall sehr breitflügelig. Der Rumpf hängt tief, die Fahrwerksverkleidungen sitzen dick an den Seiten.
Am Ende bestätigt die Kennung den Typ. Deutsche Transall trugen taktische Kennzeichen im Format 50+xx und 51+xx, französische Maschinen eigene Seriennummern und Codes. Wie Bundeswehr-Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Im Museum oder auf dem Vorfeld siehst du das tief liegende Fahrwerk besonders gut: Die Transall konnte das Fahrwerk am Boden teilweise absenken, damit Fahrzeuge flacher über die Rampe einrollen. Das gibt ihr diese „geduckte“ Silhouette.
Transall, C-130, A400M oder C-27J?
Hochdecker mit Heckrampe sehen auf den ersten Blick alle ähnlich. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Militärtransporter mit Propellern
Transall C-160
Zwei große Turboprops, Hochdecker und konventionelles Heck: Das ist das klassische Transall-Bild. Prüf die Kennung – 50+ oder 51+ deutet auf eine ehemalige Luftwaffen-Maschine.
Lockheed C-130 Hercules
Vier Triebwerke und klassisches Leitwerk sprechen für die Hercules. Ältere Versionen haben vier, die C-130J sechs Blätter pro Propeller.
Airbus A400M Atlas
Achtblatt-Propeller und T-Leitwerk gehören zum A400M, dem Nachfolger der Transall bei der Luftwaffe.
Kleinerer Zweimot-Transporter
Ein schlankerer, kleinerer Zweimot-Transporter mit modernen Propellern spricht eher für eine C-27J Spartan oder eine C295.
Ein weiterer Kandidat aus Osteuropa ist die Antonov An-26: ebenfalls zweimotoriger Hochdecker mit Heckrampe, aber spürbar kleiner und mit nach oben gezogenem Heck in anderer Form. Die viermotorige Antonov An-12 scheidet schon über die Triebwerkszahl aus. Einen breiten Überblick über alle gängigen Muster gibt der Beitrag Militärtransporter erkennen.
| Merkmal | Transall C-160 | C-130 Hercules | A400M |
|---|---|---|---|
| Triebwerke | 2 Turboprops | 4 Turboprops | 4 Turboprops |
| Blätter pro Propeller | 4 | 4 oder 6 | 8 |
| Leitwerk | konventionell | konventionell | T-Leitwerk |
| Spannweite | 40,0 m | rund 40 m | 42,4 m |
| Max. Nutzlast | bis 16 t | je nach Version | bis 37 t |
Die Transall in der Luftwaffe
Für die Luftwaffe war die Transall über Jahrzehnte das wichtigste Transportflugzeug. Die 110 Maschinen der ersten Serie verteilten sich auf drei Lufttransportgeschwader: das LTG 61 in Landsberg (Penzing), das LTG 62 in Wunstorf und das LTG 63 in Hohn. Dazu kam die Wehrtechnische Dienststelle 61 in Manching als Erprobungsstelle. Schon 1971 gab Deutschland 20 Flugzeuge an die Türkei ab.
Die Transall war in vielen Einsätzen dabei, die ihr den Spitznamen „Engel der Lüfte“ einbrachten: Hilfsflüge bei Hungersnöten und Naturkatastrophen, Versorgungsflüge in Krisenregionen und zahlreiche Evakuierungen. Unter Soldaten hieß sie schlicht „Trall“, Spotter kannten sie am unverwechselbaren Brummen der Tyne-Triebwerke.
Mit der Einführung des A400M begann der Abschied. Ab 2015 flogen nur noch das LTG 61 und das LTG 63 mit dem Typ, Ende 2017 wurde das LTG 61 aufgelöst. Die letzte Transall-Einheit war danach das LTG 63 in Hohn. Im Sommer 2021 ging eine Maschine noch auf Abschiedstour über mehrere Luftwaffenstandorte, am 14. Dezember 2021 landete die letzte deutsche C-160 in Hohn. Damit endeten rund 53 Jahre Transall-Geschichte in der Luftwaffe.
Eine schöne Erinnerung trägt der Nachfolger: Die letzten drei deutschen A400M erhielten die Kennungen 54+61, 54+62 und 54+63 – eine Verbeugung vor den drei früheren Transall-Geschwadern. Wie es beim A400M in Wunstorf heute aussieht, zeigt der Beitrag Planespotting am Fliegerhorst Wunstorf.
Militärflugplätze sind kein Spotterspielplatz
Auch wenn auf manchen Fliegerhorsten eine Transall als Denkmal steht: Fotografieren an Militärflugplätzen unterliegt besonderen Regeln. Bleib auf öffentlichem Grund und beachte Verbotsschilder. Details erklärt der Beitrag Militärflugplatz fotografieren: die Regeln.
Frankreich und die übrigen Betreiber
Frankreich war mit der ersten und zweiten Serie der größte Transall-Nutzer nach Deutschland. Die französischen Maschinen waren vor allem in Orléans und Évreux stationiert und flogen über Jahrzehnte nach Afrika und in andere Einsatzgebiete. Die offizielle Abschiedszeremonie der französischen Luftwaffe für ihre Transall fand am 20. Mai 2022 in Évreux statt.
- Türkei: Die 20 ehemals deutschen Maschinen flogen als C-160T über Jahrzehnte von Kayseri aus. Die türkische Luftwaffe war damit der langlebigste Transall-Betreiber und hielt den Typ noch Jahre nach Deutschland und Frankreich im Dienst.
- Südafrika: Die neun C-160Z wurden ab Mitte der 1990er-Jahre ausgemustert.
- Indonesien: Sechs Maschinen der zweiten Serie gingen dorthin und flogen bei zivilen Betreibern.
- Zivile Nachnutzung: Nach dem Ende bei der Luftwaffe wechselten einzelne Flugzeuge in zivile Hände, darunter drei Maschinen, die Ende 2022 Hohn in Richtung Australien verließen.
Seltene Gäste im Tracking
Eine fliegende Transall in Europa ist heute ein echter Glücksfall. Mit Planetrack legst du dir einen Sichtungs-Alarm für den Typ an und wirst benachrichtigt, wenn eine C-160 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Transall heute siehst
Weil die großen Betreiber den Typ ausgemustert haben, verlagert sich die Transall-Jagd ins Museum. Gut so, denn dort kommst du so nah heran wie nie zuvor. Eine Auswahl von Orten, an denen eine C-160 ausgestellt ist:
| Ort | Kennung | Was dich erwartet |
|---|---|---|
| Militärhistorisches Museum Berlin-Gatow | 50+56 | Große Sammlung von Bundeswehr-Flugzeugen auf einem früheren Militärflugplatz |
| Technik Museum Speyer | 50+99 | Transall in einer der größten Technik-Ausstellungen Deutschlands |
| Luftfahrtmuseum Wernigerode | 51+01 | Die Transall steht spektakulär auf dem Museumsdach |
| Fliegerhorst Wunstorf | 51+07 | Ausgestellt beim LTG 62, meist nur bei Veranstaltungen zugänglich |
| Musée de l’Air et de l’Espace Le Bourget | französische C-160 | Teil der großen französischen Nationalsammlung |
| Aeroscopia Toulouse | französische C-160 | Museum direkt am Airbus-Standort Toulouse-Blagnac |
Darüber hinaus stehen Transall als Denkmal oder Ausbildungsgerät an weiteren Standorten, etwa vor dem Fliegerhorst Hohn, am Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder oder am Flughafen Hannover, wo eine Maschine für die Feuerwehrausbildung genutzt wurde. Nicht jeder dieser Orte ist öffentlich zugänglich – prüf vorab, ob du das Flugzeug von außen sehen kannst. Einen Überblick über weitere Häuser gibt der Beitrag Luftfahrtmuseen in Deutschland.
Die zweite Chance sind Veranstaltungen der Luftwaffe. Bei Tagen der offenen Tür werden historische Muster manchmal statisch gezeigt. Welche Termine es gibt, erfährst du im Beitrag Tag der Bundeswehr und offene Tage der Luftwaffe.
Museumsfund festhalten
Fotografiere die Transall im Museum, trag Kennung und Ort ein und setz fehlende Kennungen auf deine Wunschliste – Planetrack sammelt alles in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Fototipps für die Transall
Ob im Museum oder bei einem der seltenen Überflüge: Mit ein paar Kniffen holst du mehr aus dem Motiv heraus.
Tief ansetzen
Die Transall steht niedrig. Geh in die Hocke und fotografiere leicht von unten, dann wirken Rumpf und Flügel mächtiger.
Dreiviertelansicht von vorn
So zeigen sich beide Triebwerke, die Nase und die Breite des Flügels gleichzeitig. Im Profil verlierst du die Flügelfläche.
Heckrampe nutzen
Ist die Rampe offen, lohnt ein Blick in den Laderaum. Das erzählt mehr über den Zweck des Flugzeugs als jedes Seitenbild.
Propeller in Bewegung
Fliegt doch einmal eine, wähl eine längere Verschlusszeit, damit sich die Propeller sichtbar drehen.
Wie du Propellerflugzeuge im Flug richtig belichtest, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Für Outdoor-Exponate hilft dir der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot, denn das dunkle Militärgrau braucht gutes Licht.
Bereit für deinen Transall-Besuch?
- Ich habe ein Museum oder Denkmal mit Transall ausgewählt.
- Ich habe Öffnungszeiten und Zugänglichkeit geprüft.
- Ich weiß, ob die Maschine drinnen oder draußen steht.
- Bei Außenexponaten kenne ich den Sonnenstand zur Besuchszeit.
- Ein Weitwinkel für Nahaufnahmen ist eingepackt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Transall, wenn …
- du zwei große Turboprops unter einem Hochdecker-Flügel siehst
- die Propeller vier breite Blätter haben
- das Höhenleitwerk unten am Heck sitzt
- die Kennung mit 50+ oder 51+ beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- das Flugzeug deutlich kleiner wirkt – dann kommt eine C-27J, C295 oder An-26 infrage
- du nur die Unterseite im Überflug siehst
- eine Tanksonde über dem Cockpit sitzt – dann ist es eine C-160NG, keine deutsche C-160D
Es ist keine Transall, wenn …
- du vier Triebwerke zählst
- ein T-Leitwerk vorhanden ist
- die Propeller acht Blätter haben
- du Strahltriebwerke siehst
Fazit
Die Transall C-160 ist ein Stück deutsch-französischer Luftfahrtgeschichte: Ab 1959 gemeinsam entwickelt, 1963 erstmals geflogen und mehr als 50 Jahre im Einsatz. Für die Luftwaffe endete die Ära im Dezember 2021 in Hohn, Frankreich folgte im Mai 2022. Erkennen lässt sie sich leicht – zwei Turboprops, Hochdecker, konventionelles Heck. Wer sie heute fotografieren will, plant einen Museumsbesuch und hofft im Übrigen auf einen der seltenen Überflüge.
Kurzfazit
Zwei Tyne-Turboprops, 40 Meter Spannweite, Heckrampe und konventionelles Leitwerk: Das ist die Transall C-160. Aktiv fliegt sie bei Luftwaffe und Armée de l’Air nicht mehr – am sichersten triffst du sie in Gatow, Speyer, Wernigerode oder Le Bourget.
Zusammenfassung
- Die Transall entstand ab 1959 als Gemeinschaftsprojekt französischer und deutscher Flugzeugbauer, der Erstflug fand 1963 statt.
- Die Luftwaffe erhielt 110 Maschinen, 20 davon gingen schon 1971 an die Türkei; Frankreich, Südafrika und Indonesien waren weitere Betreiber.
- Deutschland musterte den Typ Ende 2021 aus, Frankreich verabschiedete seine Transall im Mai 2022 offiziell.
- Zwei Turboprops, Hochdecker, konventionelles Leitwerk und Heckrampe unterscheiden sie sicher von C-130 und A400M.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name „Transall“?
Transall ist die Kurzform von Transporter-Allianz. So hieß die Arbeitsgemeinschaft, zu der sich 1959 Nord Aviation aus Frankreich sowie die deutschen Firmen Weser-Flugzeugbau und Hamburger Flugzeugbau zusammenschlossen, um den Transporter gemeinsam zu entwickeln und zu bauen.
Wann flog die letzte Transall der Luftwaffe?
Am 14. Dezember 2021 landete die letzte deutsche C-160 auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein. Damit endeten rund 53 Jahre Transall-Betrieb in der Luftwaffe. Das letzte Transall-Geschwader, das LTG 63, wurde am Tag darauf aufgelöst.
Welchen ICAO-Typcode hat die Transall?
Die C-160 läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten unter C160. Weil der Typ in Europa kaum noch fliegt, wirst du den Code heute nur noch selten live sehen.
Wie viele Transall hatte die Bundeswehr?
Für die Luftwaffe wurden 110 Maschinen gebaut, ausgeliefert ab 1968. Bereits 1971 gingen 20 davon an die Türkei. Mit der Einführung des A400M schrumpfte die Flotte in den 2010er-Jahren Schritt für Schritt, bis Ende 2021 die letzten Flugzeuge außer Dienst gingen.
Wie unterscheide ich Transall und C-130 Hercules?
Ganz einfach über die Triebwerke: Die Transall hat zwei, die C-130 vier. Beide sind Hochdecker mit konventionellem Leitwerk und Heckrampe, daher wirken sie aus der Ferne ähnlich. Zählst du die Propeller, ist die Sache klar.
Wo kann ich eine Transall heute noch sehen?
Vor allem in Museen und als Ausstellungsstück: Unter anderem stehen Maschinen im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow, im Technik Museum Speyer und im Luftfahrtmuseum Wernigerode. In Frankreich zeigen das Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget und Aeroscopia in Toulouse je ein Exemplar.
Gibt es noch fliegende Transall?
In Deutschland und Frankreich nicht mehr im Militärdienst. Einzelne ehemalige Luftwaffen-Maschinen gingen an zivile Betreiber, etwa drei Flugzeuge nach Australien. Ob und wo sie gerade fliegen, solltest du aktuell prüfen – mit regelmäßigen Sichtungen kannst du nicht rechnen.
Transall C-160 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Airbus A400M Atlas
Vier Turboprops mit sichelförmigen Achtblatt-Propellern, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Der A400M ist Europas Militärtransporter. So erkennst du ihn sicher und weißt, wo du ihn siehst.
MilitärLockheed C-130 Hercules
Hoher Flügel, vier Turboprops, ein bauchiger Rumpf mit Heckrampe: Die C-130 Hercules fliegt seit 1954 und wird bis heute gebaut. So erkennst du sie, trennst alte und neue Versionen und weißt, wo du sie siehst.
MilitärLeonardo C-27J Spartan
Bulliger Rumpf, Heckrampe, zwei Turboprops mit Sechsblatt-Propellern aus der C-130J: Die C-27J Spartan ist Italiens taktischer Zweimot-Transporter und die runderneuerte G.222. So erkennst du sie.
FrachterAntonov An-26
Zwei Turboprops, ein hochgezogenes Heck mit einer Rampe, die unter den Rumpf gleitet, und ein kleines Strahltriebwerk in der rechten Gondel: Die An-26 ist der kleine Arbeitstransporter des Ostblocks. So erkennst du sie und so findest du sie heute noch.
MilitärAirbus C295
Schulterflügel, Heckrampe, zwei Turboprops mit Sechsblatt-Propellern: Die C295 ist Europas meistgesehener taktischer Zweimot-Transporter – und als MPA auch Seeaufklärer. So erkennst du sie.
FrachterAntonov An-12
Verglaste Nase, vier brummende Turboprops und ein Heck, an dem früher ein Bordschütze saß: Die An-12 ist ein Frachter aus den 1950ern, der bis heute durch Europa fliegt. So erkennst du sie und so erwischst du sie.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Rolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
MuseumMilitärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow
Auf dem ehemaligen Fliegerhorst und späteren RAF-Flugplatz Gatow im Berliner Westen zeigt die Bundeswehr ihre Luftwaffensammlung: Jets aus NATO und Warschauer Pakt, Hubschrauber, Flugabwehrraketen und die Geschichte eines Flugplatzes, der Luftkriegsschule, Luftbrücke und Kalten Krieg erlebt hat. Der Eintritt ist frei.
MuseumTechnik Museum Speyer
Das Technik Museum Speyer ist eines der großen Ziele für Luftfahrtfans in Deutschland: Hier kletterst du in einen ehemaligen Lufthansa-Jumbo, der rund 20 Meter über dem Boden aufgebockt ist, stehst unter der riesigen Antonov An-22 und schaust in der Raumfahrthalle ins Innere des Buran-Prototyps OK-GLI. Dazu kommt die Liller Halle von 1913, in der einst die Pfalz-Flugzeugwerke arbeiteten.
MuseumLuftfahrtmuseum Wernigerode
Das Luftfahrtmuseum Wernigerode am Nordrand des Harzes ist ein privat geführtes Museum mit rund 50 Flugzeugen und Hubschraubern in vier Hangars. Sein Wahrzeichen ist eine begehbare Transall C-160 auf dem Hallendach, dazu kommen eine Junkers Ju 52 aus der Schweiz, Jets aus Ost und West, ein eigener Hubschrauber-Hangar und Simulatoren zum Selbstfliegen.
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