Transall C-160

Zwei kräftige Turboprops, ein hoch angesetzter Flügel und eine große Heckrampe: Die Transall C-160 war mehr als 50 Jahre das Arbeitspferd der Luftwaffe. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo sie heute noch steht.

Auch bekannt als: C-160 · Transall · C-160D · C-160NG · Trall · Engel der Lüfte

DeutschlandTransallMilitärflugzeugeICAO-Typcode: C16011 Min. Lesezeit

1963

Erstflug

2

Rolls-Royce-Tyne-Turboprops

110

Maschinen für die Luftwaffe gebaut

2021

Ende bei der Luftwaffe

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Transall C-160 ist ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt: zweimotoriger Turboprop-Transporter, entwickelt ab 1959, Erstflug 1963.
  • Schnellster Erkennungsweg: zwei Turboprops plus Hochdecker plus konventionelles Heck – die C-130 hat vier Triebwerke, der A400M vier und ein T-Leitwerk.
  • Die Luftwaffe flog den Typ rund 53 Jahre: Die letzte Landung einer deutschen C-160 fand am 14. Dezember 2021 in Hohn statt.
  • Nachfolger ist der Airbus A400M, stationiert in Wunstorf.
  • Heute siehst du die Transall vor allem in Museen und als Denkmal an Flugplätzen – aktive Flüge sind zur Rarität geworden.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Transall C-160?
  2. 2.Zwei Serien, mehrere Versionen
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.Transall, C-130, A400M oder C-27J?
  5. 5.Die Transall in der Luftwaffe
  6. 6.Frankreich und die übrigen Betreiber
  7. 7.Wo du die Transall heute siehst
  8. 8.Fototipps für die Transall
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerArbeitsgemeinschaft Transall (Transporter-Allianz) aus deutschen und französischen Firmen
RolleTaktischer Militärtransporter, Sanitäts- und Sonderflugzeug
ICAO-TypcodeC160
Erstflug25. Februar 1963 in Melun-Villaroche (Frankreich)
Bauzeit1965 bis 1985, zwei Serien
Gebaute Exemplarerund 214 inklusive Prototypen
Triebwerke2 × Rolls-Royce Tyne (Turboprop), Vierblatt-Propeller
Länge32,40 m
Spannweite40,00 m
Höhe (C-160D)12,36 m
Max. Nutzlastbis zu 16 t oder 93 Soldaten
Max. Startgewicht (C-160D)rund 49 t
Reichweiterund 1.200 km mit 14 t Zuladung
Status LuftwaffeAußer Dienst seit Dezember 2021

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Nur zwei große Turboprop-Triebwerke unter einem hoch angesetzten Flügel
  • Vierblättrige Propeller mit breiten, geraden Blättern
  • Konventionelles Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt am hochgezogenen Rumpfende, kein T-Leitwerk
  • Große Heckrampe unter dem steil ansteigenden Heck
  • Fahrwerk in dicken Verkleidungen seitlich am Rumpf, die Maschine steht sehr niedrig über dem Boden
  • Deutsche Maschinen tragen taktische Kennzeichen im Format 50+xx oder 51+xx

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein bulliger Rumpf, zwei kräftige Propeller und ein Brummen, das man noch kilometerweit hört: Für Generationen von Spottern in Deutschland war die Transall C-160 der Inbegriff des Militärtransporters. Mehr als ein halbes Jahrhundert flog sie für die Luftwaffe, bevor sie Ende 2021 vom Airbus A400M abgelöst wurde. Auf dieser Seite erfährst du, woher die Transall kommt, wie du sie sicher erkennst und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst.

Die Transall im Hangar

Mit Planetrack hältst du jede Transall-Sichtung mit Foto, Kennung und Ort fest – ob im Museum oder bei einem seltenen Überflug – und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Transall C-160?

Die Transall C-160 ist ein zweimotoriger Militärtransporter mit Turboprop-Antrieb und hoch angesetztem Flügel. Sie wurde für den taktischen Lufttransport gebaut: Truppen, Fahrzeuge, Paletten und Hilfsgüter auch auf kurze Pisten bringen, Fallschirmspringer absetzen, Lasten aus der Luft abwerfen und Verletzte ausfliegen. Bis zu 16 Tonnen Fracht oder bis zu 93 Soldaten passen in den Rumpf. Der Laderaum ist rund 13,5 Meter lang und etwa 3,15 Meter breit, beladen wird über eine große Rampe im Heck.

Der Name verrät die Herkunft: Transall steht für Transporter-Allianz. 1959 schlossen sich die französische Nord Aviation und die deutschen Firmen Weser-Flugzeugbau und HFB (Hamburger Flugzeugbau) zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Weser-Flugzeugbau ging später in den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) auf. Ziel war ein gemeinsamer Nachfolger für ältere Transporter beider Länder – und ein frühes Symbol der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie, lange bevor es Airbus gab.

Der Prototyp hob am 25. Februar 1963 in Melun-Villaroche bei Paris zum Erstflug ab. Die Serie lief von 1965 an, die französische Luftwaffe übernahm ihre erste Maschine im August 1967, die deutsche Luftwaffe ab 1968. Angetrieben wird die Transall von zwei Rolls-Royce Tyne, kräftigen Propellerturbinen, die vierblättrige Propeller mit rund 5,5 Metern Durchmesser drehen. Mehr zum Triebwerkshersteller findest du auf der Seite zu Rolls-Royce.

C160ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
40 mSpannweite – breiter als die Maschine lang ist
~53 Jahreim Dienst der deutschen Luftwaffe

Zwei Serien, mehrere Versionen

Gebaut wurde die Transall in zwei Serien. Die erste umfasste 169 Flugzeuge: 110 für die Luftwaffe (C-160D), 50 für Frankreich (C-160F) und neun für Südafrika (C-160Z). Danach ruhte die Produktion. Anfang der 1980er-Jahre legten die Partner eine zweite Serie auf, die C-160NG („Nouvelle Génération“). Sie ging vor allem an Frankreich, sechs Maschinen erhielt Indonesien. Die NG ist äußerlich an der Luftbetankungssonde über dem Cockpit zu erkennen und ein Teil der NG-Flotte konnte selbst als Tanker für andere Flugzeuge dienen. Insgesamt kamen inklusive Prototypen rund 214 Transall zusammen.

Aus der NG leitete Frankreich mehrere Sonderversionen ab, etwa die Fernmelde- und Aufklärungsmaschine C-160G Gabriel und die Kommunikations-Relaisversion C-160H Astarté. Die französischen Transporter wurden in den 1990er-Jahren mit neuer Avionik und Selbstschutz modernisiert und liefen danach als C-160R. In Deutschland erhielten die Maschinen über die Jahrzehnte ebenfalls zahlreiche Nachrüstungen, darunter neue Avionik und Selbstschutzanlagen für Einsätze in Krisengebieten.

Eine kuriose Fußnote: In den 1970er-Jahren flogen vier umgebaute französische Transall bei der Air France als Postflugzeuge. Auch die indonesischen Maschinen der zweiten Serie liefen bei zivilen Betreibern. Im Kern blieb die C-160 aber ein Militärflugzeug.

Version Betreiber Besonderheit
C-160D Deutschland Erste Serie, 110 Maschinen
C-160F / C-160R Frankreich Erste Serie, später modernisiert
C-160T Türkei Ehemalige deutsche Maschinen, ab 1971
C-160Z Südafrika Neun Maschinen der ersten Serie
C-160NG Frankreich, Indonesien Zweite Serie, Tanksonde über dem Cockpit
C-160G Gabriel Frankreich Elektronische Aufklärung auf NG-Basis

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die Transall ist leicht zu erkennen, wenn du weißt, worauf du achten musst. Drei Blicke genügen.

Triebwerke zählen

Zwei große Turboprops unter einem hoch angesetzten Flügel. Das unterscheidet die Transall sofort von C-130 und A400M, die beide vier Triebwerke haben.

Leitwerk ansehen

Das Höhenleitwerk sitzt unten am hochgezogenen Heck, darüber ragt ein großes Seitenleitwerk auf. Ein T-Leitwerk wie beim A400M gibt es nicht.

Proportionen prüfen

Mit 40 Metern Spannweite bei gut 32 Metern Länge wirkt die Transall sehr breitflügelig. Der Rumpf hängt tief, die Fahrwerksverkleidungen sitzen dick an den Seiten.

Am Ende bestätigt die Kennung den Typ. Deutsche Transall trugen taktische Kennzeichen im Format 50+xx und 51+xx, französische Maschinen eigene Seriennummern und Codes. Wie Bundeswehr-Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.

Praxis-Tipp für den ersten Blick

Im Museum oder auf dem Vorfeld siehst du das tief liegende Fahrwerk besonders gut: Die Transall konnte das Fahrwerk am Boden teilweise absenken, damit Fahrzeuge flacher über die Rampe einrollen. Das gibt ihr diese „geduckte“ Silhouette.

Transall, C-130, A400M oder C-27J?

Hochdecker mit Heckrampe sehen auf den ersten Blick alle ähnlich. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Militärtransporter mit Propellern

Drei Fragen, eine Einschätzung. Die Kennung bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Transall C-160

Zwei große Turboprops, Hochdecker und konventionelles Heck: Das ist das klassische Transall-Bild. Prüf die Kennung – 50+ oder 51+ deutet auf eine ehemalige Luftwaffen-Maschine.

Wahrscheinlich

Lockheed C-130 Hercules

Vier Triebwerke und klassisches Leitwerk sprechen für die Hercules. Ältere Versionen haben vier, die C-130J sechs Blätter pro Propeller.

Wahrscheinlich

Airbus A400M Atlas

Achtblatt-Propeller und T-Leitwerk gehören zum A400M, dem Nachfolger der Transall bei der Luftwaffe.

Wahrscheinlich

Kleinerer Zweimot-Transporter

Ein schlankerer, kleinerer Zweimot-Transporter mit modernen Propellern spricht eher für eine C-27J Spartan oder eine C295.

Ein weiterer Kandidat aus Osteuropa ist die Antonov An-26: ebenfalls zweimotoriger Hochdecker mit Heckrampe, aber spürbar kleiner und mit nach oben gezogenem Heck in anderer Form. Die viermotorige Antonov An-12 scheidet schon über die Triebwerkszahl aus. Einen breiten Überblick über alle gängigen Muster gibt der Beitrag Militärtransporter erkennen.

Merkmal Transall C-160 C-130 Hercules A400M
Triebwerke 2 Turboprops 4 Turboprops 4 Turboprops
Blätter pro Propeller 4 4 oder 6 8
Leitwerk konventionell konventionell T-Leitwerk
Spannweite 40,0 m rund 40 m 42,4 m
Max. Nutzlast bis 16 t je nach Version bis 37 t

Die Transall in der Luftwaffe

Für die Luftwaffe war die Transall über Jahrzehnte das wichtigste Transportflugzeug. Die 110 Maschinen der ersten Serie verteilten sich auf drei Lufttransportgeschwader: das LTG 61 in Landsberg (Penzing), das LTG 62 in Wunstorf und das LTG 63 in Hohn. Dazu kam die Wehrtechnische Dienststelle 61 in Manching als Erprobungsstelle. Schon 1971 gab Deutschland 20 Flugzeuge an die Türkei ab.

Die Transall war in vielen Einsätzen dabei, die ihr den Spitznamen „Engel der Lüfte“ einbrachten: Hilfsflüge bei Hungersnöten und Naturkatastrophen, Versorgungsflüge in Krisenregionen und zahlreiche Evakuierungen. Unter Soldaten hieß sie schlicht „Trall“, Spotter kannten sie am unverwechselbaren Brummen der Tyne-Triebwerke.

Mit der Einführung des A400M begann der Abschied. Ab 2015 flogen nur noch das LTG 61 und das LTG 63 mit dem Typ, Ende 2017 wurde das LTG 61 aufgelöst. Die letzte Transall-Einheit war danach das LTG 63 in Hohn. Im Sommer 2021 ging eine Maschine noch auf Abschiedstour über mehrere Luftwaffenstandorte, am 14. Dezember 2021 landete die letzte deutsche C-160 in Hohn. Damit endeten rund 53 Jahre Transall-Geschichte in der Luftwaffe.

Eine schöne Erinnerung trägt der Nachfolger: Die letzten drei deutschen A400M erhielten die Kennungen 54+61, 54+62 und 54+63 – eine Verbeugung vor den drei früheren Transall-Geschwadern. Wie es beim A400M in Wunstorf heute aussieht, zeigt der Beitrag Planespotting am Fliegerhorst Wunstorf.

Militärflugplätze sind kein Spotterspielplatz

Auch wenn auf manchen Fliegerhorsten eine Transall als Denkmal steht: Fotografieren an Militärflugplätzen unterliegt besonderen Regeln. Bleib auf öffentlichem Grund und beachte Verbotsschilder. Details erklärt der Beitrag Militärflugplatz fotografieren: die Regeln.

Frankreich und die übrigen Betreiber

Frankreich war mit der ersten und zweiten Serie der größte Transall-Nutzer nach Deutschland. Die französischen Maschinen waren vor allem in Orléans und Évreux stationiert und flogen über Jahrzehnte nach Afrika und in andere Einsatzgebiete. Die offizielle Abschiedszeremonie der französischen Luftwaffe für ihre Transall fand am 20. Mai 2022 in Évreux statt.

  • Türkei: Die 20 ehemals deutschen Maschinen flogen als C-160T über Jahrzehnte von Kayseri aus. Die türkische Luftwaffe war damit der langlebigste Transall-Betreiber und hielt den Typ noch Jahre nach Deutschland und Frankreich im Dienst.
  • Südafrika: Die neun C-160Z wurden ab Mitte der 1990er-Jahre ausgemustert.
  • Indonesien: Sechs Maschinen der zweiten Serie gingen dorthin und flogen bei zivilen Betreibern.
  • Zivile Nachnutzung: Nach dem Ende bei der Luftwaffe wechselten einzelne Flugzeuge in zivile Hände, darunter drei Maschinen, die Ende 2022 Hohn in Richtung Australien verließen.

Seltene Gäste im Tracking

Eine fliegende Transall in Europa ist heute ein echter Glücksfall. Mit Planetrack legst du dir einen Sichtungs-Alarm für den Typ an und wirst benachrichtigt, wenn eine C-160 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Wo du die Transall heute siehst

Weil die großen Betreiber den Typ ausgemustert haben, verlagert sich die Transall-Jagd ins Museum. Gut so, denn dort kommst du so nah heran wie nie zuvor. Eine Auswahl von Orten, an denen eine C-160 ausgestellt ist:

Ort Kennung Was dich erwartet
Militärhistorisches Museum Berlin-Gatow 50+56 Große Sammlung von Bundeswehr-Flugzeugen auf einem früheren Militärflugplatz
Technik Museum Speyer 50+99 Transall in einer der größten Technik-Ausstellungen Deutschlands
Luftfahrtmuseum Wernigerode 51+01 Die Transall steht spektakulär auf dem Museumsdach
Fliegerhorst Wunstorf 51+07 Ausgestellt beim LTG 62, meist nur bei Veranstaltungen zugänglich
Musée de l’Air et de l’Espace Le Bourget französische C-160 Teil der großen französischen Nationalsammlung
Aeroscopia Toulouse französische C-160 Museum direkt am Airbus-Standort Toulouse-Blagnac

Darüber hinaus stehen Transall als Denkmal oder Ausbildungsgerät an weiteren Standorten, etwa vor dem Fliegerhorst Hohn, am Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder oder am Flughafen Hannover, wo eine Maschine für die Feuerwehrausbildung genutzt wurde. Nicht jeder dieser Orte ist öffentlich zugänglich – prüf vorab, ob du das Flugzeug von außen sehen kannst. Einen Überblick über weitere Häuser gibt der Beitrag Luftfahrtmuseen in Deutschland.

Die zweite Chance sind Veranstaltungen der Luftwaffe. Bei Tagen der offenen Tür werden historische Muster manchmal statisch gezeigt. Welche Termine es gibt, erfährst du im Beitrag Tag der Bundeswehr und offene Tage der Luftwaffe.

Museumsfund festhalten

Fotografiere die Transall im Museum, trag Kennung und Ort ein und setz fehlende Kennungen auf deine Wunschliste – Planetrack sammelt alles in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Fototipps für die Transall

Ob im Museum oder bei einem der seltenen Überflüge: Mit ein paar Kniffen holst du mehr aus dem Motiv heraus.

Tief ansetzen

Die Transall steht niedrig. Geh in die Hocke und fotografiere leicht von unten, dann wirken Rumpf und Flügel mächtiger.

Dreiviertelansicht von vorn

So zeigen sich beide Triebwerke, die Nase und die Breite des Flügels gleichzeitig. Im Profil verlierst du die Flügelfläche.

Heckrampe nutzen

Ist die Rampe offen, lohnt ein Blick in den Laderaum. Das erzählt mehr über den Zweck des Flugzeugs als jedes Seitenbild.

Propeller in Bewegung

Fliegt doch einmal eine, wähl eine längere Verschlusszeit, damit sich die Propeller sichtbar drehen.

Wie du Propellerflugzeuge im Flug richtig belichtest, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Für Outdoor-Exponate hilft dir der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot, denn das dunkle Militärgrau braucht gutes Licht.

Bereit für deinen Transall-Besuch?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe ein Museum oder Denkmal mit Transall ausgewählt.
  • Ich habe Öffnungszeiten und Zugänglichkeit geprüft.
  • Ich weiß, ob die Maschine drinnen oder draußen steht.
  • Bei Außenexponaten kenne ich den Sonnenstand zur Besuchszeit.
  • Ein Weitwinkel für Nahaufnahmen ist eingepackt.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Transall, wenn …

  • du zwei große Turboprops unter einem Hochdecker-Flügel siehst
  • die Propeller vier breite Blätter haben
  • das Höhenleitwerk unten am Heck sitzt
  • die Kennung mit 50+ oder 51+ beginnt

Sieh genauer hin, wenn …

  • das Flugzeug deutlich kleiner wirkt – dann kommt eine C-27J, C295 oder An-26 infrage
  • du nur die Unterseite im Überflug siehst
  • eine Tanksonde über dem Cockpit sitzt – dann ist es eine C-160NG, keine deutsche C-160D

Es ist keine Transall, wenn …

  • du vier Triebwerke zählst
  • ein T-Leitwerk vorhanden ist
  • die Propeller acht Blätter haben
  • du Strahltriebwerke siehst

Fazit

Die Transall C-160 ist ein Stück deutsch-französischer Luftfahrtgeschichte: Ab 1959 gemeinsam entwickelt, 1963 erstmals geflogen und mehr als 50 Jahre im Einsatz. Für die Luftwaffe endete die Ära im Dezember 2021 in Hohn, Frankreich folgte im Mai 2022. Erkennen lässt sie sich leicht – zwei Turboprops, Hochdecker, konventionelles Heck. Wer sie heute fotografieren will, plant einen Museumsbesuch und hofft im Übrigen auf einen der seltenen Überflüge.

Kurzfazit

Zwei Tyne-Turboprops, 40 Meter Spannweite, Heckrampe und konventionelles Leitwerk: Das ist die Transall C-160. Aktiv fliegt sie bei Luftwaffe und Armée de l’Air nicht mehr – am sichersten triffst du sie in Gatow, Speyer, Wernigerode oder Le Bourget.

Zusammenfassung

  • Die Transall entstand ab 1959 als Gemeinschaftsprojekt französischer und deutscher Flugzeugbauer, der Erstflug fand 1963 statt.
  • Die Luftwaffe erhielt 110 Maschinen, 20 davon gingen schon 1971 an die Türkei; Frankreich, Südafrika und Indonesien waren weitere Betreiber.
  • Deutschland musterte den Typ Ende 2021 aus, Frankreich verabschiedete seine Transall im Mai 2022 offiziell.
  • Zwei Turboprops, Hochdecker, konventionelles Leitwerk und Heckrampe unterscheiden sie sicher von C-130 und A400M.

Häufige Fragen

Was bedeutet der Name „Transall“?

Transall ist die Kurzform von Transporter-Allianz. So hieß die Arbeitsgemeinschaft, zu der sich 1959 Nord Aviation aus Frankreich sowie die deutschen Firmen Weser-Flugzeugbau und Hamburger Flugzeugbau zusammenschlossen, um den Transporter gemeinsam zu entwickeln und zu bauen.

Wann flog die letzte Transall der Luftwaffe?

Am 14. Dezember 2021 landete die letzte deutsche C-160 auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein. Damit endeten rund 53 Jahre Transall-Betrieb in der Luftwaffe. Das letzte Transall-Geschwader, das LTG 63, wurde am Tag darauf aufgelöst.

Welchen ICAO-Typcode hat die Transall?

Die C-160 läuft in Flugplänen und Tracking-Diensten unter C160. Weil der Typ in Europa kaum noch fliegt, wirst du den Code heute nur noch selten live sehen.

Wie viele Transall hatte die Bundeswehr?

Für die Luftwaffe wurden 110 Maschinen gebaut, ausgeliefert ab 1968. Bereits 1971 gingen 20 davon an die Türkei. Mit der Einführung des A400M schrumpfte die Flotte in den 2010er-Jahren Schritt für Schritt, bis Ende 2021 die letzten Flugzeuge außer Dienst gingen.

Wie unterscheide ich Transall und C-130 Hercules?

Ganz einfach über die Triebwerke: Die Transall hat zwei, die C-130 vier. Beide sind Hochdecker mit konventionellem Leitwerk und Heckrampe, daher wirken sie aus der Ferne ähnlich. Zählst du die Propeller, ist die Sache klar.

Wo kann ich eine Transall heute noch sehen?

Vor allem in Museen und als Ausstellungsstück: Unter anderem stehen Maschinen im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow, im Technik Museum Speyer und im Luftfahrtmuseum Wernigerode. In Frankreich zeigen das Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget und Aeroscopia in Toulouse je ein Exemplar.

Gibt es noch fliegende Transall?

In Deutschland und Frankreich nicht mehr im Militärdienst. Einzelne ehemalige Luftwaffen-Maschinen gingen an zivile Betreiber, etwa drei Flugzeuge nach Australien. Ob und wo sie gerade fliegen, solltest du aktuell prüfen – mit regelmäßigen Sichtungen kannst du nicht rechnen.

Transall C-160 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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