Das Wichtigste in Kürze
- IATA PSA, ICAO LIRP: der verkehrsreichste Flughafen der Toskana, 2025 mit knapp 5,95 Millionen Passagieren – ein Rekord.
- Zivil-militärischer Platz: Das Gelände gehört der Aeronautica Militare, den zivilen Teil betreibt Toscana Aeroporti gemeinsam mit Florenz.
- Heimat der 46ª Brigata Aerea: Hier sind die C-130J Hercules und die C-27J Spartan der italienischen Luftwaffe stationiert.
- Ryanair dominiert den Linienverkehr, ergänzt durch easyJet, Wizz Air, British Airways und weitere Europa-Airlines.
- Neue Bahnnamen seit 2026: Die Hauptbahn heißt jetzt 03R/21L statt 04R/22L – ältere Spotterguides nutzen noch die alten Bezeichnungen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Ein Militärflugplatz mit Zivilverkehr
- 8.Von der Flugwiese zum Galileo Galilei
- 9.Die 46ª Brigata Aerea: Hercules und Spartan
- 10.Zwei Bahnen, eine davon im Einsatz
- 11.Betriebsrichtung: meist 03, bei Südwind 21
- 12.Ryanair und der Toskana-Verkehr
- 13.Mitten in der Toskana: Anbindung und Lage
- 14.Terminal im Umbau
- 15.Spotten in Pisa: Wo du stehen kannst
- 16.Pisa im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | PSA |
|---|---|
| ICAO-Code | LIRP |
| Eigentümer und Betreiber | Das Gelände gehört der Aeronautica Militare, die auch den Tower stellt; den zivilen Teil betreibt seit 2015 die Toscana Aeroporti S.p.A., die auch den Flughafen Florenz führt |
| Lage | Im Ortsteil San Giusto am Südrand von Pisa, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof Pisa Centrale entfernt |
| Höhe | Rund 2 m über dem Meer |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Asphaltbahnen in Südwest-Nordost-Richtung: Hauptbahn 03R/21L (rund 3.000 m, mit ILS) und Nebenbahn 03L/21R; bis Frühjahr 2026 hießen sie 04R/22L und 04L/22R |
| Terminal | Ein Passagierterminal mit Schengen- und Non-Schengen-Bereich; im Oktober 2026 wurde ein neues Ankunftsgebäude eingeweiht |
| Militärischer Nutzer | 46ª Brigata Aerea „Silvio Angelucci“ – taktischer Lufttransport mit C-130J und C-27J |
| Wichtigste Airline | Ryanair – mit Abstand größter Anbieter und mit einer Basis vor Ort |
| Verkehr 2025 | Knapp 5,95 Mio. Passagiere (Rekord, +7,8 %), rund 46.000 Flugbewegungen und gut 12.000 t Fracht |
| Namensgeber | Galileo Galilei, der 1564 in Pisa geborene Naturforscher |
| Anbindung | Pisa Mover – vollautomatische Bahn zum Hauptbahnhof Pisa Centrale, in Betrieb seit 2017 |
| Offizielle Website | www.pisa-airport.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Pisa aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Pisa
- Eine C-130J Hercules der Aeronautica Militare bei Start oder Landung gesehen – ohne militärische Anlagen abzulichten
- Einen C-27J Spartan der 46ª Brigata Aerea erwischt
- Einen Ryanair-Jet auf der Hauptbahn 03R/21L notiert und das Kennzeichen festgehalten
- Die neuen Bahnbezeichnungen 03/21 verinnerlicht – in älteren Guides steht noch 04/22
- Einen Exoten zwischen den Low-Cost-Jets entdeckt, etwa einen Frachter oder einen Regierungsflug
- Bei Südwind eine Landung auf 21L fotografiert – die seltenere Betriebsrichtung
- Mit dem Pisa Mover angereist und danach noch den Schiefen Turm besucht
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Militärische Transporter und Zivilverkehr auf derselben Bahn
- Sehr gute Anbindung: Pisa Mover zum Hauptbahnhof, Altstadt in der Nähe
- Viel Low-Cost-Verkehr aus ganz Europa, im Sommer zusätzlich Ferienflieger
- Meist stabiles, sonniges Wetter in der Toskana
- Kompakter Flughafen mit nur einer aktiv genutzten Hauptbahn
Wo es hakt
- Militärgelände: Absperrungen, Kontrollen und klare Fotografierverbote für Anlagen
- Wenig Typenvielfalt – Boeing 737 und A320-Familie dominieren
- Die meisten Standorte liegen ländlich ohne Toiletten oder Verpflegung
- Im Sommer starkes Hitzeflimmern bei langen Brennweiten
- Bauarbeiten am Terminal bis voraussichtlich 2028
Am Flughafen Pisa landet der Ryanair-Jet aus Berlin auf derselben Bahn, auf der wenige Minuten später eine graue C-130J Hercules der italienischen Luftwaffe abhebt. Der Galileo Galilei ist der wichtigste Flughafen der Toskana und zugleich die Heimat des taktischen Lufttransports der Aeronautica Militare. Das macht ihn für Spotter reizvoll – und verlangt etwas mehr Fingerspitzengefühl als an einem rein zivilen Platz.
Hercules und Low-Cost in einem Logbuch
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – vom Ryanair-737 bis zur C-130J. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Ein Militärflugplatz mit Zivilverkehr
Rechtlich und organisatorisch ist Pisa vor allem eines: ein Stützpunkt der Aeronautica Militare. Ihr gehört das Gelände, sie stellt die Flugsicherung im Tower und sie hat hier die 46ª Brigata Aerea stationiert. Der zivile Verkehr nutzt Bahnen und Luftraum mit, hat aber einen eigenen Bereich mit Terminal und Vorfeld. Diesen Teil betreibt seit dem 1. Juni 2015 die Toscana Aeroporti S.p.A., die gleichzeitig für den Flughafen Florenz zuständig ist.
Diese Doppelrolle ist in Italien nicht ungewöhnlich, prägt aber den Alltag. Zwischen den Low-Cost-Starts schieben sich militärische Transporter, Trainingsflüge und gelegentlich Regierungs- oder Sondermaschinen in den Verkehr. Gleichzeitig sind große Teile des Geländes militärischer Sicherheitsbereich – mit allen Folgen für Zäune, Zufahrten und Kameras.
Von der Flugwiese zum Galileo Galilei
Die Geschichte des Platzes reicht weit zurück. 1911 richteten die Brüder Ugo und Guido Antoni bei San Giusto, damals noch weit vor den Toren der Stadt, ein Flugfeld ein, um eigene Konstruktionen zu testen. Schon 1914 kam eine militärische Flugschule hinzu, und in den 1930er-Jahren wurde Pisa Standort des 46º Stormo – des Verbands, aus dem die heutige Lufttransportbrigade hervorging.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz schwer bombardiert, gegen Kriegsende nutzten ihn Einheiten der US-amerikanischen 15th Air Force. In den 1950er-Jahren baute die Luftwaffe zwei Bahnen für ihre neuen Transporter vom Typ Fairchild C-119 „Flying Boxcar“ und formte den Verband zur 46ª Aerobrigata Trasporti um. Der zivile Flughafen bekam erst in den 1960er-Jahren ein eigenes Abfertigungsgebäude.
Benannt ist der Flughafen nach Galileo Galilei, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Offiziell heißt der Platz Pisa-San Giusto, im Alltag hört man fast nur „Galilei“ oder schlicht „Pisa“.
Die 46ª Brigata Aerea: Hercules und Spartan
Für viele Spotter ist der militärische Teil der eigentliche Grund für einen Besuch. Die 46ª Brigata Aerea „Silvio Angelucci“ ist das Rückgrat des taktischen Lufttransports der italienischen Luftwaffe und verfügt über mehrere fliegende Gruppen. Ihr Auftrag reicht vom Truppen- und Materialtransport über Luftabwürfe bis zu Evakuierungen und dringenden Sanitätsflügen im Inland – etwa wenn schwer kranke Kinder kurzfristig in Spezialkliniken geflogen werden müssen.
Im August 2000 erhielt die Brigade ihre erste Lockheed Martin C-130J. Seitdem ist der „Super Hercules“ das Arbeitspferd in Pisa – sowohl in der Standardlänge als auch als gestreckte C-130J-30, dazu in einer Tankerversion als KC-130J. Ergänzt wird die Flotte durch die zweimotorige Leonardo C-27J Spartan, die in Italien die ältere G.222 abgelöst hat. Den Hersteller hinter dem Spartan stellt die Seite zu Leonardo vor, die Hercules-Familie die Seite zu Lockheed Martin.
| Muster | Rolle in Pisa | Woran du es erkennst |
|---|---|---|
| C-130J | Taktischer Transport, Fallschirm- und Lastenabwürfe | Vier Turboprops mit sechsblättrigen Propellern, hochgesetzter Flügel, Heckrampe |
| C-130J-30 | Transport mit größerem Laderaum | Wie die C-130J, aber sichtbar längerer Rumpf |
| KC-130J | Luftbetankung und Transport | Hercules mit Betankungsbehältern unter den Flügeln |
| C-27J Spartan | Leichter taktischer Transport | Nur zwei Turboprops, deutlich kleiner als die Hercules, ebenfalls Heckrampe |
Wie du die Transporter sicher auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Militärtransporter erkennen. Wann die Maschinen fliegen, folgt keinem öffentlichen Flugplan. Ein Teil der Militärflüge taucht in Flugverfolgungsportalen auf, ein anderer nicht – Tipps dazu findest du im Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen.
2009: der Absturz bei Coltano
Am 23. November 2009 stürzte kurz nach dem Start in Pisa ein KC-130J der Luftwaffe bei Coltano ab, alle fünf Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Der Unfall ist in Pisa bis heute präsent und erinnert daran, dass hinter den Transportern ein anspruchsvoller Einsatzbetrieb steht.
Keine Hercules mehr verpassen
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Zwei Bahnen, eine davon im Einsatz
Pisa hat zwei parallele Asphaltbahnen, die von Südwest nach Nordost verlaufen. Seit dem Frühjahr 2026 heißen sie 03R/21L und 03L/21R – vorher trugen sie die Bezeichnungen 04R/22L und 04L/22R. Der Grund ist rein technisch: Die Bahnnummern richten sich nach der magnetischen Ausrichtung, und die hat sich durch die Wanderung des magnetischen Nordpols verschoben. Die Lage der Bahnen ist dieselbe geblieben.
Die Hauptbahn 03R/21L ist rund 3.000 Meter lang, 45 Meter breit und mit einem Instrumentenlandesystem ausgestattet. Über sie läuft praktisch der gesamte Linienverkehr. Die etwas kürzere Nebenbahn 03L/21R dient nach Berichten von Spottern meist als Rollweg. Für deine Planung heißt das: Fast alles, was du in Pisa siehst, startet und landet auf einer Bahn.
| Bahn | Alte Bezeichnung | Rolle | Was das für dich bedeutet |
|---|---|---|---|
| 03R/21L | 04R/22L | Hauptbahn mit ILS, Linien- und Militärverkehr | Hier spielt die Musik – alle Standorte orientieren sich an ihr |
| 03L/21R | 04L/22R | Nebenbahn, überwiegend als Rollweg genutzt | Rollende Maschinen, selten Starts oder Landungen |
Alte Guides, neue Nummern
Viele Spotterführer und Foren nennen noch 04R und 22L. Gemeint ist dieselbe Bahn wie heute 03R und 21L. Wenn du Betriebsrichtung und Standort planst, rechne die alten Nummern einfach um, statt an der falschen Stelle zu suchen.
Betriebsrichtung: meist 03, bei Südwind 21
In Pisa wird überwiegend Richtung Nordost gestartet und gelandet, also in Betriebsrichtung 03. Die Flugzeuge kommen dann von Südwesten aus Richtung Küste und Coltano herein und starten Richtung Stadt. Dreht der Wind auf Süd oder Südwest und frischt auf, wechselt der Betrieb auf 21 – dann kommen die Landungen über die Stadtseite und die Starts gehen Richtung Meer.
Weil die Richtung 03 klar überwiegt, lohnen sich die Standorte im Süden des Platzes an den meisten Tagen am meisten. Bei Südwind sieht es anders aus. Wie du Wind und Betriebsrichtung vor dem Losfahren einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Ryanair und der Toskana-Verkehr
Im Linienverkehr ist Pisa fest in der Hand der Low-Cost-Airlines. Ryanair ist mit großem Abstand der wichtigste Anbieter und unterhält eine Basis am Galilei, von der aus sie mehrere Dutzend Strecken bedient, die meisten davon innerhalb Europas. Entsprechend häufig siehst du die Boeing 737-800 und die 737-8-200 der irischen Gesellschaft. Den Konzern dahinter stellt die Seite zu Ryanair Holdings vor.
Daneben fliegen easyJet, Wizz Air, British Airways nach London-Heathrow, im Sommer Jet2 nach Großbritannien, Transavia, Volotea, Eurowings, Aeroitalia und weitere europäische Airlines. Das Flugzeugbild ist dadurch klar: Boeing 737 und Airbus der A320-Familie, etwa der A320neo und der A321neo. Welche Strecken genau angeboten werden, ändert sich mit jedem Flugplan – prüf den aktuellen Stand vor deinem Besuch.
Ein Blick zurück zeigt, dass es auch anders ging: Von 2007 bis 2016 flog Delta nonstop zwischen Pisa und New York, Großraumflugzeuge sind seither eher die Ausnahme. Dazu kommen Frachtflüge von Expressdiensten sowie Privat- und Geschäftsflugzeuge, die Gäste in die Toskana bringen.
| Verkehrsart | Typische Betreiber | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Low-Cost-Linienverkehr | Ryanair, easyJet, Wizz Air, Volotea | Boeing 737-800, 737-8-200, A320-Familie |
| Netzwerk- und Ferienairlines | British Airways, Transavia, Jet2, Eurowings | A320-Familie, Boeing 737 |
| Militär | 46ª Brigata Aerea | C-130J, C-130J-30, KC-130J, C-27J |
| Fracht und Business Aviation | Expressfracht, Privatbetreiber | Frachtjets, Geschäftsreiseflugzeuge |
Rekord 2025 und saisonales Muster
2025 zählte Pisa knapp 5,95 Millionen Passagiere – mehr als je zuvor und 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Jeder Monat lag über dem Vorjahreswert, und rund drei Viertel der Fluggäste waren international unterwegs. Der stärkste Tag war laut Betreiber der 28. Juni mit gut 26.700 Passagieren. Für dich heißt das: Im Sommer ist deutlich mehr los, im Winter bleibt der Kern aus Ryanair und den großen Low-Cost-Airlines.
Mitten in der Toskana: Anbindung und Lage
Kaum ein italienischer Flughafen liegt so nah an seiner Stadt. Der Galilei grenzt fast an den Süden von Pisa, und der Pisa Mover – eine fahrerlose Pendelbahn, die seit 2017 den früheren Flughafenbahnhof ersetzt – bringt dich in wenigen Minuten zum Hauptbahnhof Pisa Centrale. Unterwegs hält die Bahn an einem Zwischenhalt mit großen Park-and-Ride-Flächen. Vom Hauptbahnhof fahren Regionalzüge nach Florenz, Lucca und entlang der Küste, sodass Pisa für viele Toskana-Urlauber das eigentliche Eingangstor ist.
Zusätzlich verkehren Busse direkt vom Flughafen nach Florenz. Mit dem Auto erreichst du den Platz über die Schnellstraße zwischen Florenz, Pisa und Livorno sowie über die Autobahnen A11 und A12.
Terminal im Umbau
Der Flughafen ist in den vergangenen Jahren stärker gewachsen als sein Terminal. Deshalb wird es umgebaut: Am 12. Oktober 2026 wurde ein neues Ankunftsgebäude mit rund 7.100 Quadratmetern eingeweiht, das als erster Schritt des Gesamtprojekts gilt. In weiteren Schritten wird das bestehende Terminal erneuert. Den Abschluss peilt der Betreiber für 2028 an; dann ist der Flughafen laut Betreiber auf 6 bis 7 Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt. Gegen den Masterplan sind allerdings noch Klagen anhängig – Details können sich also noch verschieben.
Für dich als Spotter ändert sich am Blick auf die Bahn wenig. Bei der Anreise zum Terminal solltest du aber mit Baustellen, geänderten Wegen und eingeschränkten Flächen rechnen.
Spotten in Pisa: Wo du stehen kannst
Einen offiziellen Besucherhügel oder eine Terrasse gibt es in Pisa nicht. Spotter weichen auf öffentliche Wege und Felder rund um das Gelände aus. Ein von örtlichen Spottern erstellter Guide aus dem Jahr 2019 beschreibt grob zwei Bereiche:
- Der Süden um Coltano: Feldwege und Flächen nahe dem Südende der Hauptbahn, gut für Landungen in Betriebsrichtung 03 und Starts Richtung 21. Je nach Feld passt das Licht eher am Vormittag oder am Nachmittag. Die Standorte liegen ländlich, teils auf privatem Land und nahe einer Bahnlinie – ohne Toiletten oder Verpflegung.
- Der Norden nahe dem Terminal: Bereiche an den Parkplätzen und Mietwagenflächen, vor allem interessant, wenn bei Südwind in Richtung 21 gelandet wird. Hier sind Terminal, Toiletten und Gastronomie in der Nähe.
Die genauen Punkte können sich durch Bauarbeiten, neue Zäune und Parkregeln geändert haben. Prüf sie vor Ort und verlass dich nicht blind auf ältere Beschreibungen. Für Landungen und Starts reicht meist ein Tele im Bereich von 70 bis 300 Millimetern. Wenn du über einen Zaun fotografieren willst, lies vorher den Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.
Militärgelände heißt: besondere Vorsicht
Pisa ist ein aktiver Militärstützpunkt. Militärische Anlagen, Gebäude und Infrastruktur darfst du nicht fotografieren, Sperrbereiche nicht betreten, und alarmgesicherte Zäune solltest du nicht berühren. Spotter berichten, dass ein Fluss die Grenze zwischen öffentlichem und militärischem Gelände markiert. Bleib auf der öffentlichen Seite, halte Abstand und folge Anweisungen von Wachen. Hintergründe findest du in den Beiträgen Fotografieren an Militärflugplätzen und Ist Planespotting erlaubt?.
Wind und Betriebsrichtung prüfen
Meist wird Richtung 03 geflogen. Bei kräftigem Süd- oder Südwestwind wechselt der Betrieb auf 21 – dann lohnt der Norden mehr als der Süden.
Licht nach Tageszeit planen
Die Bahn verläuft Südwest–Nordost. Vormittags sind die südlichen Standorte im Vorteil, am späten Nachmittag die Seiten mit Blick nach Osten.
Hitzeflimmern einplanen
Im Toskana-Sommer flimmert die Luft über Feldern und Asphalt schon am Vormittag. Früh am Morgen und spät am Abend sind lange Brennweiten am schärfsten.
Militärflüge nicht erzwingen
Die Hercules fliegt ohne öffentlichen Flugplan. Plane lieber einen längeren Aufenthalt, statt auf eine bestimmte Maschine zu warten.
Kennzeichen notieren
Bei vielen gleichen Ryanair-737 hilft nur das Kennzeichen, deine Sichtungen später sauber auseinanderzuhalten.
Licht und Wetter
Die Hauptbahn verläuft von Südwest nach Nordost, die Sonne steht mittags im Süden. Von der Nordwestseite der Bahn aus fotografierst du damit tagsüber eher gegen das Licht, von der Südostseite aus hast du die Sonne über weite Teile des Tages im Rücken. Die Toskana bietet über viele Monate stabiles, sonniges Wetter – im Hochsommer aber oft mit Dunst und starkem Flimmern. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das Licht vorab.
Pisa passt zu dir, wenn …
- du militärische Transporter wie C-130J und C-27J sehen willst
- du Spotting mit einem Toskana-Urlaub verbinden möchtest
- du ohne Auto anreist und trotzdem flughafennah unterkommen willst
Bedingt geeignet, wenn …
- du große Typenvielfalt erwartest – Low-Cost-Jets dominieren
- du nur im Hochsommer kommst und mit Hitzeflimmern kämpfen musst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Großraumflugzeuge und Langstrecke suchst
- du einen offiziellen, bequemen Besucherbereich mit Infrastruktur brauchst
Pisa im Vergleich
Innerhalb der Toskana ergänzt Pisa den Flughafen Florenz, der deutlich näher an seiner Stadt liegt, aber nur eine kurze Bahn hat und eher kleinere Jets abfertigt. Gemeinsam kamen beide Flughäfen 2025 auf rund 9,8 Millionen Passagiere. Nach Norden ist der Flughafen Bologna nicht weit, ein weiterer wichtiger Platz in Mittelitalien mit starkem Low-Cost-Anteil.
Wer Langstrecke und Großraumflugzeuge sucht, ist am Flughafen Rom-Fiumicino oder am Flughafen Mailand-Malpensa besser aufgehoben. Und wenn dich nach Pisa die Geschichte der italienischen Militärluftfahrt reizt, lohnt sich das Museo Storico dell’Aeronautica Militare in Vigna di Valle nördlich von Rom.
Dein Toskana-Spottertag in einer App
Spot-Karte mit bestem Licht, Sonnenstand-Planer, Wetter und Wind am Flughafen und eine Community, die deine Hercules-Fotos feiert – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Pisa ist ein Platz mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite steht ein lebhafter Low-Cost-Flughafen, der Jahr für Jahr neue Rekorde aufstellt und Millionen Urlauber in die Toskana bringt. Auf der anderen Seite steht ein Militärstützpunkt, von dem aus die italienische Luftwaffe ihren taktischen Lufttransport mit C-130J und C-27J betreibt.
Für Spotter ist genau diese Mischung der Reiz. Wer die neuen Bahnbezeichnungen kennt, die Betriebsrichtung prüft und konsequent Abstand zu militärischen Anlagen hält, kann hier an einem Vormittag Ryanair-Jets, Ferienflieger und mit etwas Glück eine Hercules ins Logbuch schreiben – und den Nachmittag am Schiefen Turm verbringen.
Kurzfazit
PSA ist der wichtigste Flughafen der Toskana und Heimat der 46ª Brigata Aerea mit C-130J und C-27J. Plane nach Betriebsrichtung 03 oder 21, respektiere das Militärgelände – dann bekommst du eine seltene Mischung aus Low-Cost-Verkehr und Militärtransportern.
Zusammenfassung
- Pisa ist kein gewöhnlicher Ferienflughafen: Die Luftwaffe ist Hausherr, der Zivilverkehr Gast – das prägt Atmosphäre, Layout und Spotting-Regeln.
- Für Militärfans sind die Hercules- und Spartan-Transporter der 46ª Brigata Aerea das Highlight, für alle anderen der dichte Low-Cost-Verkehr aus ganz Europa.
- Mit dem Pisa Mover ist der Flughafen ohne Auto in Minuten vom Hauptbahnhof erreichbar – die Standorte an den Bahnenden dagegen kaum.
- Wer Abstand zu militärischen Anlagen hält und die Betriebsrichtung vorher prüft, bekommt hier entspannte Spottertage mit Toskana-Licht.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Pisa?
Der IATA-Code ist PSA, der ICAO-Code LIRP. PSA findest du auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LIRP nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgungsportale.
Ist der Flughafen Pisa ein Militärflugplatz?
Ja, und zwar in erster Linie. Das Gelände gehört der Aeronautica Militare, die auch den Tower betreibt und hier die 46ª Brigata Aerea stationiert hat. Der zivile Passagierverkehr läuft über einen eigenen Bereich, den die Toscana Aeroporti S.p.A. betreibt. Bahnen und Luftraum teilen sich beide Seiten.
Welche Militärflugzeuge sind in Pisa stationiert?
Die 46ª Brigata Aerea fliegt die Lockheed Martin C-130J – in Standard- und verlängerter Ausführung, dazu Tankerversionen – sowie die Leonardo C-27J Spartan. Pisa ist damit das Zentrum des taktischen Lufttransports der italienischen Luftwaffe.
Wie viele Start- und Landebahnen hat Pisa?
Zwei parallele Bahnen, seit Frühjahr 2026 als 03R/21L und 03L/21R bezeichnet. Die Hauptbahn 03R/21L ist rund 3.000 Meter lang und mit ILS ausgestattet; über sie läuft praktisch der gesamte Linienverkehr. Die Nebenbahn dient laut Spotterberichten vor allem als Rollweg.
Darf ich am Flughafen Pisa fotografieren?
Zivile Flugzeuge von öffentlichem Grund aus zu fotografieren, ist grundsätzlich üblich. Militärische Anlagen, Einrichtungen und Infrastruktur sind in Italien aber tabu, und rund um das Gelände gelten Sperrzonen. Halte Abstand zu Zäunen, betritt keine militärischen Flächen und folge Anweisungen von Wachen. Mehr dazu im Beitrag Fotografieren an Militärflugplätzen.
Wie komme ich vom Flughafen Pisa in die Stadt?
Am schnellsten mit dem Pisa Mover, einer fahrerlosen Bahn, die den Flughafen in wenigen Minuten mit dem Hauptbahnhof Pisa Centrale verbindet. Von dort fahren Regionalzüge nach Florenz, Lucca und an die Küste. Busse nach Florenz fahren zusätzlich direkt ab dem Terminal.
Wie viele Passagiere hat der Flughafen Pisa?
2025 waren es knapp 5,95 Millionen – ein Rekord und ein Plus von 7,8 Prozent gegenüber 2024. Rund drei Viertel davon flogen international. Gemeinsam mit Florenz kam Toscana Aeroporti auf rund 9,8 Millionen Fluggäste.
Was ist der Unterschied zwischen Pisa und Florenz?
Pisa ist der größere und internationalere Flughafen mit viel Low-Cost-Verkehr und langer Bahn. Der Flughafen Florenz liegt stadtnah, hat eine kurze Bahn und wird eher von Netzwerk-Airlines mit kleineren Jets angeflogen. Beide gehören zu Toscana Aeroporti.
Sichtungen rund um Flughafen Pisa sammeln
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Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Ryanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
W6 / WZZWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
BA / BAWBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
LS / EXSJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
HV / TRATransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
V7 / VOEVolotea
Die spanische Low-Cost-Airline der Vueling-Gründer: Direktflüge zwischen mittelgroßen Städten in Frankreich, Italien und Spanien, eine reine Flotte aus Airbus A319 und A320 – und der Werksshuttle für Airbus.
XZ / AEZAeroitalia
Junge italienische Airline mit Sitz in Rom: Boeing-737-Flotte, ein paar ATR 72-600, viel Inlandsverkehr zu den Inseln – und ein Namensstreit mit ITA Airways, der Spotter-Logbücher kurz durcheinanderbrachte.
Typische Flugzeuge
Lockheed C-130 Hercules
Hoher Flügel, vier Turboprops, ein bauchiger Rumpf mit Heckrampe: Die C-130 Hercules fliegt seit 1954 und wird bis heute gebaut. So erkennst du sie, trennst alte und neue Versionen und weißt, wo du sie siehst.
FlugzeugtypLeonardo C-27J Spartan
Bulliger Rumpf, Heckrampe, zwei Turboprops mit Sechsblatt-Propellern aus der C-130J: Die C-27J Spartan ist Italiens taktischer Zweimot-Transporter und die runderneuerte G.222. So erkennst du sie.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-8-200 (MAX 200)
Von außen eine MAX 8, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: einem zusätzlichen Paar Notausgangstüren hinter dem Flügel. So erkennst du die 737-8-200, die Boeing für Ryanair entwickelt hat.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Spotting-Spots rund um Flughafen Pisa
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
Flughafen Florenz
Ein Flughafen mit nur einer kurzen Bahn, Bergen im Nordosten und Anflügen fast nur aus einer Richtung: Florenz-Peretola ist ein Sonderfall unter Italiens Flughäfen – mit Regionaljets, A319 und Durchstartern bei Rückenwind. Dazu der lange Streit um die neue Piste.
FlughafenFlughafen Bologna Guglielmo Marconi
Eine Bahn, ein Terminal und über elf Millionen Passagiere im Jahr: Der Marconi-Flughafen am Stadtrand von Bologna ist das Tor zur Emilia-Romagna, eine der größten Ryanair-Basen Italiens und ein wichtiger Frachtstandort mit eigenem DHL-Hub. Gespottet wird an den beiden Enden der Bahn 12/30 – mit Auto, Leiter und Blick auf den Nebel.
FlughafenFlughafen Rom-Fiumicino
Italiens größter Flughafen liegt direkt am Tyrrhenischen Meer: drei Bahnen mit klarer Arbeitsteilung, ITA Airways als Heimatairline, viel Nordamerika- und Asienverkehr – und keine Besucherterrasse. Wer hier spotten will, braucht ein Auto, einen Plan für die Betriebsrichtung und Respekt vor dem Zaun.
FlughafenFlughafen Mailand-Malpensa
Italiens zweitgrößter Passagierflughafen und die Nummer eins bei der Fracht: zwei fast 4.000 Meter lange Parallelbahnen am Rand des Ticino-Parks, eine große easyJet-Basis, Langstrecke von Emirates bis Cathay Pacific und Frachter von FedEx, DHL und Cargolux. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – gespottet wird am Zaun und am Terminal.
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