Das Wichtigste in Kürze
- Eine Familie, viele Namen: DH.125, HS 125, BAe 125, Hawker 800 und Hawker 900XP sind Stationen desselben Grundentwurfs von 1961.
- Über fünf Jahrzehnte gebaut: Erstflug 1962, Bauende 2013 nach der Insolvenz von Hawker Beechcraft – mehr als 1.600 Maschinen.
- Drei ICAO-Codes trennen die Generationen: H25A für die frühen Viper-Versionen, H25B für Serie 700/800 und die Hawker-Modelle, H25C für die Serie 1000.
- Schnellster Erkennungsweg: Heckmotoren, leicht gepfeilter Flügel und ein Höhenleitwerk, das nicht ganz oben auf der Flosse sitzt.
- Für Spotter interessant sind vor allem die späten Hawker-Versionen an Businessjet-Hotspots und die frühen Viper-Jets als seltene Oldtimer.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die HS 125?
- 2.Von de Havilland bis Hawker Beechcraft: die Namen im Überblick
- 3.Die Serien im Detail
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.HS 125, Falcon 20 oder Learjet?
- 6.Militär und Spezialeinsätze
- 7.Wo du die 125-Familie heute antriffst
- 8.Fototipps für die 125
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller (Abfolge) | de Havilland → Hawker Siddeley → British Aerospace → Raytheon → Hawker Beechcraft |
|---|---|
| Projektstart | 1961 bei de Havilland als DH.125 Jet Dragon |
| Erstflug | 13. August 1962 (Prototyp) |
| Erstauslieferung | 10. September 1964 |
| ICAO-Typcodes | H25A (frühe HS 125), H25B (Serie 700/800, Hawker 750 bis 900XP), H25C (BAe 125-1000 / Hawker 1000) |
| Triebwerke | Viper-Strahltriebwerke (Serie 1 bis 600), Honeywell/Garrett TFE731 (Serie 700, 800 und Hawker-Modelle), Pratt & Whitney Canada PW305 (Serie 1000) |
| Länge | 15,39 m (Serie 600), rund 15,6 m (Serie 800), rund 16,4 m (Serie 1000) |
| Spannweite | 14,33 m (Serie 600), rund 15,7 m (Serie 800 und 1000 ohne Winglets) |
| Max. Startgewicht | 11,34 t (Serie 600), rund 12,4 t (Serie 800), rund 14,1 t (Serie 1000) |
| Passagiere | Serie 600 bis 10, Serie 1000 bis 15, üblich sind 8 in Geschäftsreise-Bestuhlung |
| Endmontage | Hatfield (Prototypen), Broughton bei Chester, ab 1996 Wichita (Kansas) |
| Produktion | mehr als 1.600 Flugzeuge, Bauende 2013 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck, dazu ein tief angesetzter, nur leicht gepfeilter Flügel
- Höhenleitwerk ein Stück oberhalb des Rumpfes an der Seitenflosse – kein T-Leitwerk wie bei Learjet oder Challenger
- Durchgehender Flügel unter dem Rumpf, abgeleitet von der Flügelform der de Havilland Comet
- Bei den meisten Versionen sechs Kabinenfenster pro Seite (Serie 1A und 1B: fünf)
- Frühe Serien (1 bis 600): schlanke Viper-Strahltriebwerke, akustisch deutlich lauter als die späteren Fan-Triebwerke
- Serie 700, 800 und Hawker-Modelle: dickere Gondeln der TFE731-Turbofans; Hawker 850XP und 900XP mit nach oben gezogenen Winglets
- Serie 1000 / Hawker 1000: sichtbar längerer Rumpf mit PW305-Triebwerken
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein mittelgroßer Businessjet mit zwei Triebwerken am Heck rollt zur Piste, der Flügel wirkt fast gerade, das Höhenleitwerk sitzt auf halber Höhe der Seitenflosse: Gut möglich, dass du gerade ein Mitglied der 125-Familie vor dir hast. Kaum ein anderer Geschäftsreisejet hat so viele Namen getragen – DH.125, HS 125, BAe 125, Hawker 800, Hawker 900XP. Diese Seite sortiert die Generationen, zeigt dir die Erkennungsmerkmale und verrät, wo du die Jets heute noch erwischst.
Jede 125 im Hangar
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Was ist die HS 125?
Die HS 125 ist ein zweistrahliger Geschäftsreisejet britischen Ursprungs. Die Arbeit begann 1961 bei de Havilland in Hatfield, damals unter dem Projektnamen DH.125 Jet Dragon. Der Jet sollte die zweimotorige de Havilland DH.104 Dove ablösen, die bis dahin als Reise- und Zubringerflugzeug weit verbreitet war. Weil de Havilland zu dieser Zeit im Hawker-Siddeley-Konzern aufging, wurde aus dem DH.125 schon in der Serienfertigung die HS.125.
Technisch setzte das Team auf Bewährtes: Der leicht gepfeilte Flügel ist von der Grundform der de Havilland Comet abgeleitet, wird als ein Stück gefertigt und erst spät in der Montage unter den Rumpf gesetzt. Große Spaltklappen und Luftbremsen sollten Starts und Landungen auf kurzen Plätzen ermöglichen; der Jet war sogar für befestigte Graspisten ausgelegt. Die beiden Triebwerke sitzen seitlich am Heck, was die Kabine ruhig und den Flügel frei von Gondeln hält.
Der erste Prototyp flog am 13. August 1962, die erste Auslieferung folgte am 10. September 1964. Danach begann eine Laufbahn, die erst 2013 endete – über mehrere Eigentümer, zwei Kontinente und gut ein halbes Dutzend Typenbezeichnungen hinweg. Insgesamt entstanden mehr als 1.600 Flugzeuge.
Von de Havilland bis Hawker Beechcraft: die Namen im Überblick
Wer Registerdaten oder alte Fotos durchsucht, stößt auf viele Bezeichnungen. Hinter allen steckt derselbe Grundentwurf; geändert haben sich vor allem Eigentümer und Marketing.
| Zeitraum | Hersteller | Gängige Bezeichnung |
|---|---|---|
| ab 1961 | de Havilland | DH.125 Jet Dragon |
| 1960er bis 1977 | Hawker Siddeley | HS.125 (in den USA zeitweise DH.125, später BH.125) |
| 1977 bis 1993 | British Aerospace | BAe 125 |
| 1993 bis 2007 | Raytheon | Hawker 800, Hawker 1000, später 800XP und 850XP |
| 2007 bis 2013 | Hawker Beechcraft | Hawker 750, 850XP, 900XP |
Das Kürzel BH.125 stand für die Zusammenarbeit mit Beechcraft beim Vertrieb in Nordamerika. 1977 ging Hawker Siddeley in British Aerospace auf, aus der HS 125 wurde die BAe 125. Den Nachfolgekonzern findest du heute unter BAE Systems. 1993 verkaufte British Aerospace das Businessjet-Geschäft an Raytheon, und die laufenden Modelle hießen fortan Hawker 800 und Hawker 1000. Ab 1996 kamen die in Großbritannien gebauten Sektionen zur Endmontage nach Wichita in Kansas; vorher war Broughton bei Chester der Endmontagestandort.
2007 wurde aus der Raytheon-Sparte Hawker Beechcraft. Nach deren Insolvenz 2012 stellte die neu aufgestellte Beechcraft Corporation die Jetfertigung ein, die Musterzulassung blieb aber bei ihr. Beechcraft gehört heute zu Textron Aviation.
Praxis-Tipp für die Recherche
In Datenbanken ist die Bezeichnung oft vom Baujahr abhängig: Eine Maschine von 1990 steht als BAe 125-800, eine baugleiche von 1996 als Hawker 800. Such im Zweifel nach dem Kennzeichen und der Seriennummer statt nach dem Namen.
Die Serien im Detail
Die 125 wurde in vielen Schritten weiterentwickelt. Für Spotter ist vor allem der Sprung von den Viper-Strahltriebwerken zu den Turbofans der Serie 700 wichtig – er trennt die ICAO-Codes H25A und H25B.
Serie 1 bis 3: die Pioniere
Die ersten Serien flogen mit Viper-Strahltriebwerken. Von der Serie 1 entstanden zehn Flugzeuge, von der für die US-Zulassung angepassten Serie 1A 62 und von der Serie 1B 13. Die Serie 1A und 1B hatten fünf statt sechs Kabinenfenster pro Seite. Die Serie 2 ging als Dominie T.1 an die Royal Air Force, die 20 Maschinen ab 1965 als Navigationstrainer nutzte. Mit der Serie 3 kamen stärkere Viper-522-Triebwerke und höhere Gewichte.
Serie 400 und 600: mehr Komfort, mehr Länge
Die Serie 400 brachte eine nach außen öffnende Tür mit integrierter Treppe anstelle der vorherigen Klapptür. Die Serie 600 wurde um knapp einen Meter gestreckt und erhielt nochmals stärkere Viper-Triebwerke. Sie ist die letzte Version mit den lauten Strahltriebwerken; ihre Eckdaten: 15,39 m Länge, 14,33 m Spannweite, 11,34 t maximales Abfluggewicht, Platz für bis zu zehn Passagiere.
Serie 700: der Wechsel zum Turbofan
Am 19. Juni 1976 flog die Serie 700 erstmals – mit Garrett-TFE731-Turbofans (heute Honeywell). Die neuen Triebwerke machten den Jet sparsamer, leiser und reichweitenstärker. Einige ältere Flugzeuge wurden nachträglich mit TFE731 umgerüstet und laufen als F3B, F400 oder F600.
Serie 800 und die Hawker-Modelle
1983 flog die Serie 800 erstmals. Sie bekam einen größeren Flügel und gilt als erster Businessjet mit EFIS-Cockpit, also Bildschirmanzeigen statt klassischer Rundinstrumente. Aus ihr entstand unter Raytheon und Hawker Beechcraft die erfolgreichste Linie der Familie:
- Hawker 800XP mit TFE731-5BR-Triebwerken – Details auf der eigenen Seite zum Hawker 800XP
- Hawker 850XP mit ab Werk montierten Winglets und überarbeiteter Kabine, zugelassen 2006
- Hawker 900XP mit TFE731-50R für bessere Leistung bei Hitze und Höhe sowie mehr Reichweite
- Hawker 750 als leichtere Variante mit beheiztem Gepäckfach anstelle des hinteren Zusatztanks unter dem Rumpf
Serie 1000: die gestreckte Langversion
Die BAe 125-1000 flog am 16. Juni 1990 erstmals. Sie ist rund 80 Zentimeter länger als die Serie 800 und nutzt Pratt & Whitney Canada PW305-Triebwerke. Mit nur 52 gebauten Exemplaren ist sie die seltenste Hauptversion – und hat mit H25C einen eigenen ICAO-Code.
| Generation | ICAO-Code | Triebwerk | Erkennung im Feld |
|---|---|---|---|
| Serie 1 bis 600 | H25A | Viper (Strahltriebwerk) | schlanke Gondeln, sehr laut |
| Serie 700 / 800, Hawker 750–900XP | H25B | TFE731 (Turbofan) | dickere Gondeln, bei 850XP/900XP Winglets |
| Serie 1000 / Hawker 1000 | H25C | PW305 (Turbofan) | gestreckter Rumpf |
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Businessjets mit Heckmotoren gibt es viele. Diese drei Beobachtungen grenzen die 125-Familie zuverlässig ein.
Leitwerk ansehen
Das Höhenleitwerk sitzt ein Stück oberhalb des Rumpfes an der Seitenflosse, aber nicht ganz oben. Learjet und Challenger tragen dagegen ein T-Leitwerk.
Flügel prüfen
Der Flügel ist nur leicht gepfeilt und läuft durchgehend unter dem Rumpf hindurch. Spitzentanks wie beim Learjet gibt es nicht.
Triebwerke und Flügelspitzen
Schlanke, laute Triebwerke deuten auf eine frühe HS 125, dicke Turbofan-Gondeln auf Serie 700 oder später. Winglets heißen 850XP oder 900XP – oder eine nachgerüstete 800XP.
Zum Schluss klärt das Kennzeichen die genaue Version. Viele Maschinen haben ihr Leben unter wechselnden Registrierungen verbracht; wie du die Historie und das Baujahr herausfindest, steht im Beitrag Flugzeugalter herausfinden. Für britische Maschinen mit G-Kennung hilft dir der Guide zu britischen G-Kennzeichen.
HS 125, Falcon 20 oder Learjet?
Verwechslungen passieren vor allem mit anderen Businessjets aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: klassischer Businessjet mit Heckmotoren
HS 125 / BAe 125 / Hawker
Leicht gepfeilter Flügel und ein Höhenleitwerk auf halber Höhe sind typisch. Prüf jetzt die Triebwerke: schlank heißt frühe HS 125, dick heißt Serie 700 oder später.
Dassault Falcon 20
Die Falcon 20 ist ähnlich groß, hat aber einen sichtbar stärker gepfeilten Flügel.
Bei moderneren Jets hilft dir der Überblick Businessjet-Typen unterscheiden, der Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger gegenüberstellt. Im Vergleich zur Bombardier Challenger 604 wirkt der Hawker kleiner und schmaler, und die Challenger trägt ein T-Leitwerk.
Seltene 125er nicht verpassen
Setz Kennzeichen oder Typen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine frühe HS 125 oder ein Hawker 900XP anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Militär und Spezialeinsätze
Neben Firmen und Charterbetreibern haben auch Streitkräfte und Behörden den Jet genutzt:
- Royal Air Force: Die Dominie T.1 bildete Navigatoren aus und wurde 2011 ausgemustert. Weitere 125 flogen als Verbindungsflugzeuge, unter anderem als HS.125 CC1, CC2 und BAe 125 CC3; sie verließen den RAF-Dienst 2015.
- USA: Die US Air Force bezeichnete eine Variante zur Vermessung von Navigationsanlagen als C-29A.
- Japan: Die Luftselbstverteidigungsstreitkräfte setzten die U-125 zur Flugvermessung und die U-125A für Suche und Rettung ein.
- Brasilien: Die Luftwaffe flog den Typ unter Bezeichnungen wie EC-93 und VC-93.
Gerade die militärischen Exemplare sind für Spotter Raritäten. Einige frühe britische Maschinen sind heute in Museen erhalten. Wer sich für die Herkunft aus Hatfield interessiert, findet im de Havilland Aircraft Museum die Geschichte des Herstellers; ob dort gerade eine 125 ausgestellt ist, prüfst du am besten vorab beim Museum.
Wo du die 125-Familie heute antriffst
Stand Oktober 2026 ist der Großteil der noch aktiven Flotte bei Charterbetreibern, Firmen und Privatleuten im Einsatz, vor allem die Hawker 800XP, 850XP und 900XP. Die frühen Viper-Jets sind dagegen selten geworden. Feste Linien gibt es nicht – du musst dort suchen, wo Geschäftsreisende landen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | mittel bis hoch | Starker Businessjet-Verkehr, besonders bei Messen und Konferenzen |
| Paris-Le Bourget | mittel bis hoch | Einer der wichtigsten Geschäftsflughäfen Europas |
| Nizza | mittel, saisonal | Viel Privatverkehr im Sommer und zu Großveranstaltungen |
| London-Luton | mittel | Große Businessjet-Abfertigung neben dem Linienverkehr |
| Salzburg, Zürich | niedrig bis mittel | Saisonale Spitzen, etwa in der Wintersaison |
Bestände ändern sich laufend
Ältere Hawker werden ausgemustert, verkauft oder wechseln ins Ausland. Verlass dich nicht auf alte Listen, sondern filtere vor deiner Tour in Tracking-Diensten nach H25B und H25C.
Auf der Aussichtsterrasse am Flughafen Genf hast du gute Chancen, dazu verrät der Planespotting-Guide Genf die besten Zeiten. In Österreich lohnt bei Wintersport-Hochbetrieb die Besucherterrasse Salzburg. Allgemeine Tipps zu Hotspots und Saisonspitzen stehen im Beitrag Businessjets spotten. Wie du einzelne Maschinen live findest, erklärt Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Bereit für deine Hawker-Jagd?
- Ich habe in Tracking-Diensten nach H25B oder H25C gefiltert.
- Ich kenne die Betriebsrichtung am Zielflughafen.
- Ich habe einen Spot mit Blick auf das Vorfeld der Businessjets.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.
Fototipps für die 125
Mit rund 15 bis 16 Metern Länge ist die 125 deutlich kleiner als ein Linienjet. Das hat Folgen für dein Setup.
Mehr Brennweite einplanen
Auf Distanz wirkt der Jet schnell verloren im Bild. Was bei einer A320 reicht, ist hier oft zu kurz – plane eine Stufe mehr Brennweite ein.
Seitenprofil für die Merkmale
Das Leitwerk auf halber Höhe und die Fensterreihe zeigen sich am besten von der Seite. So lässt sich die Generation auch später am Bild noch bestimmen.
Kennzeichen scharf erwischen
Bei Businessjets sind Kennzeichen klein. Ein Rollfoto mit lesbarer Registrierung ist für die Recherche mehr wert als ein unscharfes Anflugbild.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wer sich mehr für die Kleinen interessiert, findet im Beitrag General Aviation spotten passende Tipps; für alte Typen generell hilft Historische Flugzeuge erkennen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 125-Familie, wenn …
- zwei Triebwerke seitlich am Heck sitzen
- das Höhenleitwerk auf halber Höhe der Flosse angesetzt ist
- der Flügel nur leicht gepfeilt ist und keine Spitzentanks trägt
- im Tracking-Dienst H25A, H25B oder H25C steht
Sieh genauer hin, wenn …
- Winglets montiert sind – dann 850XP, 900XP oder eine nachgerüstete 800XP
- der Rumpf auffällig lang wirkt – dann könnte es eine Serie 1000 sein
- du die Maschine nur von vorn siehst
Es ist keine 125, wenn …
- das Höhenleitwerk ganz oben als T-Leitwerk sitzt
- Tanks an den Flügelspitzen hängen
- drei Triebwerke am Heck arbeiten – dann eher eine Falcon 50 oder 900
- die Triebwerke unter dem Flügel hängen
Fazit
Die HS 125 ist ein Stück britischer Luftfahrtgeschichte, das über Jahrzehnte weiterlebte. Vom DH.125 Jet Dragon aus Hatfield über die BAe 125 aus Broughton bis zum Hawker 900XP aus Wichita blieb der Grundentwurf erkennbar: Heckmotoren, leicht gepfeilter Flügel, Höhenleitwerk auf halber Höhe. Für Spotter ist die Familie doppelt reizvoll – die späten Hawker als regelmäßige Gäste an Businessjet-Flughäfen, die frühen Viper-Jets und Militärversionen als echte Raritäten.
Kurzfazit
Heckmotoren, leicht gepfeilter Flügel ohne Spitzentanks, Höhenleitwerk auf halber Flossenhöhe: Das ist die 125-Familie. Die Triebwerke verraten die Generation, das Kennzeichen die genaue Version – und H25B ist der Code, nach dem du in Tracking-Diensten am häufigsten filterst.
Zusammenfassung
- Der Entwurf startete 1961 bei de Havilland in Hatfield als Nachfolger der Dove und flog erstmals am 13. August 1962.
- Mit jedem Eigentümerwechsel bekam der Jet einen neuen Namen: HS 125, ab 1977 BAe 125, ab 1993 unter Raytheon Hawker 800 und Hawker 1000.
- Die Serie 700 brachte 1976 Turbofans, die Serie 800 1983 einen größeren Flügel und ein EFIS-Cockpit, die Serie 1000 einen gestreckten Rumpf.
- Militärisch flog der Typ unter anderem als Dominie bei der Royal Air Force, als C-29A in den USA und als U-125 in Japan.
Häufige Fragen
Ist der Hawker 800 dasselbe Flugzeug wie die BAe 125?
Ja. Nachdem British Aerospace sein Businessjet-Geschäft 1993 an Raytheon verkauft hatte, wurden die laufenden Modelle BAe 125-800 und BAe 125-1000 als Hawker 800 und Hawker 1000 vermarktet. Technisch ist es dieselbe Familie.
Welche ICAO-Typcodes hat die HS 125?
Die Familie ist auf drei Codes verteilt: H25A für die frühen HS 125 mit Viper-Triebwerken, H25B für Serie 700 und 800 sowie Hawker 750, 800XP, 850XP und 900XP, H25C für die BAe 125-1000 beziehungsweise Hawker 1000.
Wofür stand „Jet Dragon“?
So hieß das Projekt DH.125 bei de Havilland ursprünglich. Mit dem Übergang zu Hawker Siddeley setzte sich die Bezeichnung HS.125 durch.
Woran erkenne ich eine frühe HS 125 gegenüber einem Hawker 800XP?
Frühe Maschinen haben schlanke Viper-Strahltriebwerke und einen kürzeren Flügel; sie sind zudem deutlich lauter. Ab der Serie 700 sitzen dickere Turbofan-Gondeln am Heck, die Serie 800 hat einen größeren Flügel. Das Kennzeichen bestätigt am Ende die genaue Version.
Wird die Hawker-Familie noch gebaut?
Nein. Die Produktion endete 2013, nachdem der Eigentümer Hawker Beechcraft in die Insolvenz gegangen war. Musterzulassung und Betreuung gingen an die neu aufgestellte Beechcraft Corporation, die später zu Textron Aviation kam.
Wo sehe ich heute eine HS 125 oder einen Hawker?
Am ehesten an Flughäfen mit viel Geschäftsreiseverkehr, etwa Genf, Paris-Le Bourget, Nizza oder London-Luton. Wie häufig der Typ gerade auftaucht, hängt von Charterbetreibern und Saison ab – ein Blick in Tracking-Dienste nach H25B lohnt sich vor jeder Tour.
Hawker Siddeley HS 125 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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