Dassault/Dornier Alpha Jet

Hoch angesetzter, gepfeilter Flügel, zwei Triebwerke seitlich am Rumpf, gestufte Tandemkanzel: Der Alpha Jet ist das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt der 1970er-Jahre – bei der Luftwaffe Leichtkampfflugzeug, in Frankreich Trainer und Kunstflug-Ikone.

Auch bekannt als: Alpha Jet · Alpha Jet A · Alpha Jet E · Alpha Jet 1B · Alpha Jet MS2 · Dornier Alpha Jet · Dassault-Breguet/Dornier Alpha Jet

FrankreichDassault AviationMilitärflugzeugeICAO-Typcode: AJET11 Min. Lesezeit

1973

Erstflug

175

Alpha Jet A der Luftwaffe

seit 1981

bei der Patrouille de France

AJET

ICAO-Typcode

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Alpha Jet ist ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt: Dassault-Breguet und Dornier entwickelten ihn ab Ende der 1960er-Jahre, der Erstflug war 1973.
  • Schnellster Erkennungsweg: hoher, gepfeilter Flügel plus zwei Triebwerke seitlich am Rumpf – das hat kaum ein anderer Trainer.
  • Die Luftwaffe flog 175 Alpha Jet A, vor allem als leichtes Erdkampfflugzeug; die letzten Maschinen gingen Ende der 1990er-Jahre außer Dienst.
  • Die Patrouille de France fliegt den Alpha Jet seit 1981 in Blau-Weiß-Rot – der Typ ist damit das Gesicht des französischen Kunstflugs.
  • Heute siehst du ihn vor allem auf Airshows, als Luftgegner-Darsteller ziviler Dienstleister und in vielen Museen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Alpha Jet?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Alpha Jet A und Alpha Jet E: zwei Philosophien
  4. 4.Der Alpha Jet bei der Luftwaffe
  5. 5.Frankreich und die Patrouille de France
  6. 6.Weitere Nutzer weltweit
  7. 7.Alpha Jet, Hawk, L-39 oder M-346?
  8. 8.Wo du den Alpha Jet heute siehst
  9. 9.Fototipps für den Alpha Jet
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerDassault-Breguet (Frankreich) und Dornier (Deutschland)
RolleZweisitziger Jettrainer und leichtes Erdkampfflugzeug
ICAO-TypcodeAJET
Erstflug26. Oktober 1973 in Istres (Prototyp, Pilot Jean-Marie Saget)
Erster deutscher Prototyp9. Januar 1974 in Oberpfaffenhofen
HauptversionenAlpha Jet A (Luftwaffe), Alpha Jet E (Frankreich), 1B (Belgien), MS1/MS2 (Export)
Gebautrund 480 Serienmaschinen, mit Prototypen und Lizenzbau je nach Zählweise etwas über 500
Triebwerke2 × Larzac 04 (Snecma/Turbomeca), je rund 13 bis 14 kN Schub je nach Version
Spannweite9,11 m
Höhe4,19 m
Max. Startgewichtrund 7,5 bis 8 t je nach Version
Höchstgeschwindigkeitrund Mach 0,85 in großer Höhe
Bei der Luftwaffe175 Alpha Jet A, ab 1979, ausgemustert bis 1997/98
Patrouille de Franceseit 1981, Basis Salon-de-Provence

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Hoch angesetzter, deutlich gepfeilter Flügel, der nach außen leicht nach unten abfällt
  • Zwei Triebwerke in Gondeln seitlich am Rumpf, die Lufteinläufe sitzen unter der Flügelwurzel
  • Gestufte Tandemkanzel: Der hintere Sitz liegt spürbar höher als der vordere
  • Nase: spitz zulaufend bei der deutschen Alpha Jet A, abgerundet bei der französischen und belgischen Version
  • Gepfeiltes Seitenleitwerk und gepfeiltes Höhenleitwerk, kurzes, gedrungenes Fahrwerk
  • Kompakt: rund 9 m Spannweite – kleiner, als er auf Airshows wirkt

Aktualisiert: Oktober 2026 – Acht Jets in Blau-Weiß-Rot ziehen eine Trikolore aus Rauch über den Himmel: Wer die Patrouille de France gesehen hat, kennt den Alpha Jet. In Deutschland verbinden viele den Typ dagegen mit den Jagdbombergeschwadern in Husum, Oldenburg und Fürstenfeldbruck, wo er in Tarnfarben als leichtes Kampfflugzeug flog. Diese Seite zeigt dir, wie du den Alpha Jet sicher erkennst, wie sich deutsche und französische Version unterscheiden, welche Rolle er in der Luftwaffe spielte und wo du ihm heute noch begegnest.

Dein Alpha Jet im Hangar

Mit Planetrack hältst du jeden Alpha Jet fest, den du auf einer Airshow, am Militärflugplatz oder im Museum siehst – mit Foto, Kennung und Ort – und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist der Alpha Jet?

Der Alpha Jet ist ein zweisitziges, zweistrahliges Unterschallflugzeug, das je nach Version als Trainer oder als leichtes Erdkampfflugzeug dient. Er ist eines der ersten großen deutsch-französischen Rüstungsprojekte nach dem Krieg. Beide Länder hatten Ende der 1960er-Jahre ein ähnliches Problem: Frankreich brauchte einen Nachfolger für den Jettrainer Fouga Magister, die Bundesrepublik einen Ersatz für das Leichtkampfflugzeug Fiat G.91 – und wollte ihre Piloten zudem stärker in Europa statt in den USA ausbilden.

Die Verteidigungsminister beider Länder brachten das Projekt 1969 auf den Weg. Den Wettbewerb gewann das Konzept von Breguet und Dornier; Breguet ging kurz darauf in Dassault auf, daher die heute übliche Doppelbezeichnung Dassault/Dornier Alpha Jet. Mehr zu den beiden Herstellern findest du auf den Seiten zu Dassault Aviation und Dornier.

Der erste Prototyp hob am 26. Oktober 1973 im südfranzösischen Istres ab, am Steuer saß Dassault-Testpilot Jean-Marie Saget. Der erste in Deutschland gebaute Prototyp folgte am 9. Januar 1974 in Oberpfaffenhofen bei München. Die erste französische Serienmaschine flog im November 1977, die erste deutsche im April 1978. Angetrieben wird der Alpha Jet von zwei Mantelstromtriebwerken vom Typ Larzac 04, die Snecma und Turbomeca gemeinsam entwickelten – beide Firmen gehören heute zu Safran.

1973Erstflug des ersten Prototyps in Istres
~480Serienmaschinen für Europa, Afrika, Nahost und Asien
AJETICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Der Alpha Jet ist klein, aber unverwechselbar, sobald du weißt, worauf du achten musst. Drei Beobachtungen genügen.

Flügel oben am Rumpf

Der Flügel sitzt hoch und ist deutlich gepfeilt. Von vorn siehst du außerdem, dass er nach außen leicht nach unten abfällt. Die meisten anderen Jettrainer der Zeit haben tief angesetzte Flügel.

Zwei Triebwerke seitlich

Links und rechts am Rumpf sitzt je eine Triebwerksgondel, die Lufteinläufe liegen unter der Flügelwurzel. Hinten siehst du zwei getrennte Schubdüsen.

Nase ansehen

Spitz zulaufend bedeutet deutsche Alpha Jet A, abgerundet bedeutet französische Alpha Jet E oder belgische 1B. Damit hast du nicht nur den Typ, sondern meist auch die Herkunft.

Dazu kommt die gestufte Kanzel: Der Fluglehrer hinten sitzt deutlich höher als der Schüler vorn und kann über ihn hinwegsehen. Das ist bei Trainern üblich, hilft aber im Profil zusammen mit dem hohen Flügel enorm. Am Ende bestätigt die Kennung – bei Militärmaschinen die taktische Nummer oder das Kennzeichen am Rumpf – die genaue Maschine.

Praxis-Tipp für Airshows

Bei einer Formationsvorführung siehst du die Maschinen oft von unten. Achte dann auf die zwei Triebwerksgondeln und den gepfeilten Flügel – von unten wirkt der Alpha Jet fast wie ein kleines Kampfflugzeug, was ihn von einstrahligen Trainern wie L-39 oder MB-339 sofort trennt.

Alpha Jet A und Alpha Jet E: zwei Philosophien

Deutschland und Frankreich nutzten dieselbe Zelle für sehr unterschiedliche Aufgaben. Frankreich wollte einen reinen Trainer, die Luftwaffe ein Leichtkampfflugzeug für die Luftnahunterstützung, das bei Bedarf auch Ausbildung übernehmen konnte. Das sieht man den Versionen an.

Merkmal Alpha Jet A (Luftwaffe) Alpha Jet E (Frankreich, Belgien als 1B)
Hauptrolle Leichtes Erdkampfflugzeug Fortgeschrittene Pilotenausbildung
Nase spitz zulaufend abgerundet
Bordkanone (Behälter unter dem Rumpf) 27 mm Mauser BK-27 30 mm DEFA
Schleudersitze Stencel Martin-Baker
Besonderheiten umfangreichere Zielelektronik, Fanghaken, Bugradlenkung einfachere Ausstattung, auf Schulung zugeschnitten

Für den Export entstanden weitere Varianten. Ägypten baute den Alpha Jet in Lizenz und flog die Versionen MS1 und MS2; die MS2 hat eine modernisierte Avionik für Erdkampfeinsätze. Belgien ließ seine 33 Alpha Jet 1B von SABCA montieren und später mit Head-up-Display und GPS nachrüsten. Weitere Entwürfe wie der Lancier blieben ohne Kunden.

Der Alpha Jet bei der Luftwaffe

Für deutsche Spotter ist der Alpha Jet ein Stück Zeitgeschichte. Die Luftwaffe beschaffte 175 Alpha Jet A, die ab 1979 die Fiat G.91 ablösten. Eingesetzt wurden sie bei drei Jagdbombergeschwadern:

Verband Standort Rolle
Jagdbombergeschwader 41 Husum Luftnahunterstützung
Jagdbombergeschwader 43 Oldenburg Luftnahunterstützung
Jagdbombergeschwader 49 Fürstenfeldbruck Luftnahunterstützung, später Ausbildung
Ausbildungskommando Beja (Portugal) Waffenausbildung

Die Kennzeichen der deutschen Alpha Jets lagen im Bereich 40+ und 41+ – wie das Bundeswehr-System funktioniert, erklärt der Beitrag zu den Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen. Während des Golfkriegs 1991 verlegte die Luftwaffe 18 Alpha Jets in die Türkei.

Mit dem Ende des Kalten Kriegs schrumpfte der Bedarf. Ab 1992 wurde die Flotte abgebaut; 45 Maschinen blieben vorerst als Zubringertrainer für angehende Kampfjetpiloten im Dienst. Je nach Quelle verließen die letzten Luftwaffen-Alpha-Jets 1997 oder 1998 den Dienst. Ihr Weg ging danach in alle Richtungen: Portugal übernahm 1993 rund 50 Maschinen, Thailand kaufte um die Jahrtausendwende 25 Stück, und in Großbritannien übernahm die staatliche Testorganisation DERA, später QinetiQ, zwölf Maschinen, von denen etwa die Hälfte flog. Zahlreiche ehemalige Luftwaffen-Alpha-Jets fliegen heute beim kanadischen Dienstleister Top Aces.

Kennungen sammeln statt vergessen

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Frankreich und die Patrouille de France

In Frankreich ging der Alpha Jet E Ende der 1970er-Jahre in den Dienst, insgesamt wurden 176 Maschinen ausgeliefert. Jahrzehntelang lernten französische Jetpiloten auf ihm das Formations- und Tiefflugfliegen. 2023 endete diese Schulungsrolle; Teile der Ausbildung übernahm der Turboprop-Trainer Pilatus PC-21. Als Luftgegner-Darsteller fliegt der Alpha Jet in Frankreich aber weiter, unter anderem von Cazaux aus.

Am bekanntesten ist er als Flugzeug der Patrouille de France. Die Kunstflugstaffel tauschte 1981 ihre Fouga Magister gegen den Alpha Jet; zunächst flogen sieben Maschinen, ab 1982 acht. Heute zeigt die Staffel ihr Programm mit acht Jets, beim Defilee am 14. Juli in Paris sind es neun. Heimat ist die Base aérienne 701 in Salon-de-Provence. Unter dem Rumpf tragen die Maschinen einen Behälter für den farbigen Rauch, die Seitenleitwerke bekommen immer wieder neue Motive. Nach französischen Medienberichten ist der Abschied des Alpha Jet bei der Staffel erst um die Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen.

Die ganze Geschichte der Staffel, ihre Figuren und ihre Auftritte findest du im Beitrag zur Patrouille de France. Einen Vergleich mit anderen Teams liefert der Überblick über die Kunstflugstaffeln Europas.

Weitere Nutzer weltweit

Neben Deutschland, Frankreich und Belgien kauften unter anderem Ägypten, Marokko, Nigeria, Katar, Kamerun, Togo und die Elfenbeinküste den Alpha Jet. Später kamen über Gebrauchtmaschinen Portugal und Thailand hinzu. Einige Länder haben den Typ inzwischen ausgemustert: Portugal im Januar 2018, Belgien Ende der 2010er-Jahre; die belgischen Maschinen gingen 2020 an Top Aces.

Ein Sonderfall ist der zivile Betrieb. Top Aces setzt Alpha Jets als Luftgegner und für elektronische Kampfführung ein, unter anderem für die kanadischen Streitkräfte und seit 2014 im Rahmen eines Vertrags mit der Bundeswehr. Manche dieser Maschinen tragen noch die alten Luftwaffen-Tarnfarben. In Salzburg flogen die Flying Bulls über Jahre Alpha Jets auf Airshows; nach verfügbaren Angaben wurden sie im August 2025 stillgelegt.

Nutzer und Einsätze ändern sich

Welche Länder und Firmen gerade noch Alpha Jets fliegen, verschiebt sich laufend durch Ausmusterungen und Verkäufe. Prüf vor einer Tour aktuelle Airshow-Programme und Übungsankündigungen statt älterer Listen.

Alpha Jet, Hawk, L-39 oder M-346?

Auf Airshows und in Museen stehen oft mehrere Jettrainer nebeneinander. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: europäischer Jettrainer

Drei Fragen, eine Einschätzung. Die Kennung bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Dassault/Dornier Alpha Jet

Hoher, gepfeilter Flügel und zwei Triebwerke sind das typische Alpha-Jet-Bild. Sieh dir jetzt die Nase an: spitz für die deutsche A, rund für die französische E. Achtung: Auch die moderne M-346 hat zwei Triebwerke, aber einen tief angesetzten Flügel.

Wahrscheinlich

BAE Systems Hawk

Tiefer, leicht gepfeilter Flügel und ein einzelnes Triebwerk mit Einläufen seitlich am Rumpf sprechen für die Hawk, etwa bei den Red Arrows.

Wahrscheinlich

Aero L-39 Albatros

Fast gerade Flügel mit Tanks an den Spitzen und ein einzelnes Triebwerk sind das Markenzeichen der L-39.

Mehr Details zu den Konkurrenten findest du auf den Seiten zur BAE Systems Hawk, zur Aero L-39 Albatros, zur Aermacchi MB-339 und zur Leonardo M-346. Einen größeren Bogen über alle Militärjets schlägt der Guide Kampfjets in Europa erkennen.

Wo du den Alpha Jet heute siehst

Fliegend triffst du den Alpha Jet vor allem bei zwei Gelegenheiten: auf Airshows mit der Patrouille de France und bei Übungen, in denen Top Aces Luftgegner stellt. Die Patrouille tritt nicht nur in Frankreich auf, sondern regelmäßig auch bei großen Veranstaltungen im Ausland. Welche Shows sich lohnen, zeigt der Überblick zu den Airshows in Europa; die Paris Air Show ist im Beitrag Paris Air Show in Le Bourget beschrieben.

Stillstehend ist der Alpha Jet ein häufiger Museumsgast – logisch bei 175 ausgemusterten Luftwaffen-Maschinen.

Ort Was dich erwartet
Dornier Museum Friedrichshafen Alpha Jet im Kontext der Dornier-Firmengeschichte
Technik Museum Speyer Alpha Jet in einer großen Militär- und Verkehrsflugzeug-Sammlung
Flugausstellung Hermeskeil Alpha Jet neben Starfighter, Phantom, G.91 und Tornado
Museu do Ar in Sintra Portugiesische Ex-Luftwaffen-Maschine
Hangar-7 Salzburg Flugzeugsammlung der Flying Bulls; welche Maschinen gerade ausgestellt sind, wechselt

Welche Exemplare gerade ausgestellt sind, kann sich durch Leihgaben und Umbauten ändern – ein kurzer Blick auf die Museumsseite vor dem Besuch lohnt sich.

Bereit für deine Alpha-Jet-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe ein Airshow-Programm mit Patrouille de France oder eine Museumsausstellung gefunden.
  • Ich weiß, wo die Vorführlinie liegt und wo die Sonne zur Display-Zeit steht.
  • Ich kann Alpha Jet A und E an der Nase unterscheiden.
  • Ich kenne die Regeln zum Fotografieren an Militärflugplätzen.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite reicht für schnelle Überflüge.

Fototipps für den Alpha Jet

Der Alpha Jet ist klein und auf Airshows schnell. Ein paar Punkte helfen dir, ihn gut aufs Bild zu bekommen.

Formation statt Einzelflugzeug

Bei der Patrouille de France ist die Formation das Motiv. Lass lieber etwas Luft um die Gruppe herum, statt einzelne Jets formatfüllend zu jagen.

Kurze Verschlusszeit

Anders als bei Propellerflugzeugen musst du keine Propellerbewegung zeigen. Eine kurze Belichtungszeit friert Jet und Rauch scharf ein.

Seitlich für die Nase

Willst du die Version dokumentieren, brauchst du ein Profilbild. Nur von der Seite siehst du klar, ob die Nase spitz oder rund ist.

Museum: Details suchen

In der Halle lohnen Nahaufnahmen von Kanzel, Lufteinlauf und Kennung. Gerade die 40+- und 41+-Kennungen machen deutsche Exemplare eindeutig.

Wie du Vorführungen generell planst und fotografierst, steht im Beitrag Airshows fotografieren. Was an Militärflugplätzen erlaubt ist, klärt der Artikel zu den Regeln am Militärflugplatz. Und wie du militärische Flüge online mitverfolgst, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für einen Alpha Jet, wenn …

  • der Flügel hoch am Rumpf sitzt und deutlich gepfeilt ist
  • du zwei getrennte Schubdüsen am Heck siehst
  • die hintere Kanzel spürbar höher liegt als die vordere
  • im Tracking-Dienst AJET als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du zwei Triebwerke, aber einen tief angesetzten Flügel siehst – das kann eine M-346 sein
  • du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst
  • eine Sonderlackierung die Konturen verschleiert

Es ist kein Alpha Jet, wenn …

  • an den Flügelspitzen feste Tanks hängen – dann ist es eher eine L-39
  • nur ein einzelnes Triebwerk am Heck austritt
  • ein Propeller vorn dreht – dann bist du bei PC-21 oder PC-7
  • das Flugzeug deutlich größer ist und einen Deltaflügel hat, wie die Mirage 2000

Fazit

Der Alpha Jet ist mehr als ein Trainer: Er steht für den Beginn der engen deutsch-französischen Luftfahrtzusammenarbeit, für eine ganze Generation von Luftwaffen-Jagdbomberpiloten und für die bekannteste Kunstflugstaffel Frankreichs. Erkennen kannst du ihn am hohen, gepfeilten Flügel und den zwei Triebwerken, die Version verrät die Nase. In Deutschland ist er längst Museumsstück, doch mit der Patrouille de France und den Luftgegner-Flotten von Top Aces bleibt er am Himmel präsent.

Kurzfazit

Hoher, gepfeilter Flügel, zwei Triebwerke seitlich, gestufte Kanzel: Das ist der Alpha Jet. Spitze Nase heißt deutsche A, runde Nase französische E. Fliegend siehst du ihn am sichersten bei der Patrouille de France, stehend in Museen wie Friedrichshafen, Speyer und Hermeskeil.

Zusammenfassung

  • Deutschland und Frankreich starteten das Programm 1969; der Alpha Jet sollte in Deutschland die Fiat G.91 ablösen, in Frankreich die Fouga Magister.
  • Die deutsche Alpha Jet A war ein Leichtkampfflugzeug mit spitzer Nase, die französische Alpha Jet E ein Trainer mit runder Nase.
  • Nach der Ausmusterung bei der Luftwaffe gingen viele Maschinen nach Portugal, Thailand und Großbritannien und später an den zivilen Dienstleister Top Aces.
  • In Frankreich endete die Schulungsrolle 2023, die Patrouille de France fliegt den Typ aber weiter; ihr Ausstieg ist nach französischen Angaben erst für etwa Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen.

Häufige Fragen

Ist der Alpha Jet ein Dassault- oder ein Dornier-Flugzeug?

Beides. Der Alpha Jet entstand als deutsch-französisches Regierungsprogramm, das die Industrie gemeinsam umsetzte: Dassault-Breguet auf französischer, Dornier auf deutscher Seite. Die französischen Maschinen wurden in Frankreich montiert, die deutschen bei Dornier in Oberpfaffenhofen. In Deutschland ist daher oft vom „Dornier Alpha Jet“ die Rede.

Welchen ICAO-Typcode hat der Alpha Jet?

Der Alpha Jet läuft unter AJET. In Tracking-Diensten tauchen vor allem zivil betriebene Maschinen mit diesem Code auf. Militärische Alpha Jets senden nicht immer Positionsdaten oder erscheinen ohne Typangabe.

Wie viele Alpha Jets hatte die Luftwaffe?

Die Luftwaffe beschaffte 175 Alpha Jet A. Sie flogen ab 1979 bei den Jagdbombergeschwadern 41 in Husum, 43 in Oldenburg und 49 in Fürstenfeldbruck sowie bei der Waffenausbildung im portugiesischen Beja. Die Kennzeichen lagen im Bereich 40+ und 41+.

Wann wurde der Alpha Jet bei der Luftwaffe ausgemustert?

Der Abbau begann 1992. Ein Teil der Flotte blieb danach noch als Ausbildungsflugzeug für angehende Kampfjetpiloten in Fürstenfeldbruck im Dienst. Je nach Quelle flogen die letzten Luftwaffen-Alpha-Jets 1997 oder 1998.

Wie unterscheide ich Alpha Jet A und Alpha Jet E?

Am einfachsten an der Nase: Die deutsche Alpha Jet A hat eine spitz zulaufende Nase, die französische und belgische Version eine abgerundete. Dazu trug die A unter dem Rumpf eine 27-mm-Mauser-Kanone, die E eine 30-mm-DEFA – beide als Behälter, die nicht immer montiert sind.

Welche Flugzeuge fliegt die Patrouille de France?

Seit 1981 den Alpha Jet E. Bei Vorführungen sind acht Maschinen in der Luft, beim Defilee zum französischen Nationalfeiertag in Paris neun. Die Staffel ist auf der Base aérienne 701 in Salon-de-Provence stationiert.

Wo sehe ich heute noch einen Alpha Jet fliegen?

Am ehesten auf Airshows mit der Patrouille de France und bei Übungen, in denen zivile Dienstleister wie Top Aces Luftgegner darstellen. Stillstehend findest du den Alpha Jet in vielen Museen, etwa im Dornier Museum Friedrichshafen, im Technik Museum Speyer oder in der Flugausstellung Hermeskeil.

Dassault/Dornier Alpha Jet sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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