Dassault Mirage 2000

Ein schlanker Deltaflügel, kein Höhenleitwerk, ein einziges großes Triebwerk: Die Mirage 2000 war drei Jahrzehnte lang das Rückgrat der französischen Luftwaffe. So erkennst du sie, so unterscheidest du die Versionen und hier fliegt sie noch.

Auch bekannt als: Mirage 2000 · Mirage 2000C · Mirage 2000B · Mirage 2000N · Mirage 2000D · Mirage 2000-5 · Mirage 2000-5F · Mirage 2000-9 · Mirage 2000 Vajra · Mirage 2000-5EI

FrankreichDassault AviationMilitärflugzeugeICAO-Typcode: MIR213 Min. Lesezeit

1978

Erstflug

601

gebaute Maschinen

7

Exportkunden für Neubauten

2022

Abschied der 2000C in Frankreich

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mirage 2000 ist Dassaults Deltajet der vierten Generation: Erstflug 1978, Truppendienst ab 1984, 601 gebaute Maschinen bis 2007.
  • Sie griff das Delta der Mirage III wieder auf, machte es aber dank Fly-by-Wire-Steuerung wendig und gutmütig im Langsamflug.
  • Frankreich hat 2000C (2022) und 2000N (2018 bis 2022) ausgemustert; weiter fliegen die 2000D für Bodenangriffe und die 2000-5F.
  • Exportnutzer waren bzw. sind Indien, die VAE, Taiwan, Griechenland, Ägypten, Peru, Katar und Brasilien; seit 2025 fliegt auch die Ukraine ehemals französische 2000-5F.
  • Erkennen gelingt über die Silhouette: Delta ohne Höhenleitwerk, ein Triebwerk, halbrunde Einläufe – und keine Canards wie bei Rafale, Eurofighter oder Gripen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Mirage 2000?
  2. 2.Die wichtigsten Versionen
  3. 3.So erkennst du die Mirage 2000
  4. 4.Mirage 2000, Rafale oder Gripen?
  5. 5.Die Mirage 2000 in der französischen Luftwaffe
  6. 6.Exportnutzer weltweit
  7. 7.Wo du die Mirage 2000 heute siehst
  8. 8.Fototipps für die Mirage 2000
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerAvions Marcel Dassault-Breguet Aviation, heute Dassault Aviation
RolleMehrzweck-Kampfflugzeug; Versionen für Luftverteidigung, Nuklearschlag und konventionellen Bodenangriff
ICAO-TypcodeMIR2
Erstflug10. März 1978 (Prototyp 01, Pilot Jean Coureau)
IndienststellungJuli 1984 beim Escadron de chasse 1/2 „Cigognes“ in Dijon
Gebaut601 Maschinen aller Versionen, Fertigung bis 2007
Besatzung1 (Doppelsitzer B, N und D: 2)
Triebwerk1 × SNECMA M53-P2 mit Nachbrenner, rund 95 kN Schub
Länge14,36 m (2000C)
Spannweite9,13 m
Höhe5,20 m
Höchstgeschwindigkeitrund Mach 2,2 in großer Höhe
BewaffnungEinsitzer: 2 × 30-mm-Kanone DEFA 554; Lenkflugkörper Magic II, Super 530D oder MICA; bis zu 9 Außenlaststationen

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Reiner Deltaflügel ohne Höhenleitwerk und ohne Canards – die Flügelvorderkante läuft in einem Zug von der Rumpfmitte bis zur Spitze
  • Ein großes Seitenleitwerk und eine einzelne Schubdüse am Heck
  • Halbrunde Lufteinläufe beidseits des Rumpfs mit einem Stoßkegel in der Mitte, darüber kleine feste Leitflächen
  • Tankstutzen rechts vor der Cockpithaube (bei vielen Maschinen abnehmbar)
  • Schlanker Rumpf mit spitzer Nase; Doppelsitzer B, N und D mit langer Haube für zwei Mann hintereinander

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein flacher Pfeil am Himmel, keine Höhenflosse, nur ein mächtiges Seitenleitwerk und eine einzige Nachbrennerdüse: Die Dassault Mirage 2000 ist der wohl eleganteste Kampfjet, den Frankreich je in Serie gebaut hat. Drei Jahrzehnte lang trug sie die Hauptlast der französischen Luftwaffe, heute rückt die Rafale nach, doch ausgemustert ist der Delta noch lange nicht. Hier erfährst du, wie die Mirage 2000 entstand, woran du sie und ihre Versionen erkennst, wo sie noch fliegt und wo du sie im Museum findest.

Delta im Hangar

Mit Planetrack postest du jede Mirage 2000, die du auf einer Airshow, am Zaun oder im Museum siehst, mit Foto, Version, Kennung und Ort und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Mirage 2000?

Die Mirage 2000 ist ein einstrahliges Kampfflugzeug mit Deltaflügel aus dem Haus Dassault Aviation, das damals noch Avions Marcel Dassault-Breguet Aviation hieß. Sie entstand Mitte der 1970er-Jahre, nachdem ein größeres und teureres Projekt eingestellt worden war. Die französische Luftwaffe, die Armée de l’Air (seit 2020 Armée de l’Air et de l’Espace), brauchte einen leichteren, bezahlbaren Jäger als Nachfolger der älteren Mirage III; später übernahm die Mirage 2000 auch Aufgaben der Mirage F1.

Dassault griff dafür auf eine Form zurück, die das Unternehmen gut kannte: den Deltaflügel ohne Höhenleitwerk. Bei der Mirage III hatte dieser Grundriss Vorteile bei hoher Geschwindigkeit, aber Schwächen im Langsamflug und bei Start und Landung. Der Trick der Mirage 2000 war die elektronische Flugsteuerung (Fly-by-Wire). Sie erlaubte es, den Jet aerodynamisch leicht instabil auszulegen, und der Computer hielt ihn trotzdem im Gleichgewicht. Das Ergebnis: ein Delta, der wendig ist, steile Anstellwinkel verträgt und sich bei niedrigem Tempo gutmütig fliegen lässt.

Der Prototyp Mirage 2000 01 hob am 10. März 1978 mit Testpilot Jean Coureau ab. Die erste Serienmaschine des Einsitzers 2000C flog im November 1982. Am 2. Juli 1984 landeten acht 2000C und vier Doppelsitzer 2000B in Dijon-Longvic beim Escadron de chasse 1/2 „Cigognes“, das damit als erste Staffel auf den neuen Typ umstellte. Bis zum Ende der Fertigung 2007 entstanden 601 Maschinen; die letzte ging im November 2007 an die griechische Luftwaffe.

Angetrieben wird die Mirage 2000 von einem einzigen SNECMA M53-P2, einem Mantelstromtriebwerk mit Nachbrenner, das heute zur Safran-Gruppe gehört. Es liefert rund 95 Kilonewton Schub mit Nachbrenner. In großer Höhe erreicht der Jet etwa Mach 2,2. Radar und Elektronik kamen im Lauf der Jahre zu großen Teilen von Thomson-CSF, dem heutigen Thales.

601gebaute Mirage 2000, 1978 bis 2007
14,36 mLänge des Einsitzers 2000C
Mach 2,2Höchstgeschwindigkeit in großer Höhe

Die wichtigsten Versionen

Aus einem Grundmuster wurden über die Jahre viele Varianten. Für Spotter in Europa sind diese besonders relevant:

Version Rolle Sitze Status in Frankreich
2000C Abfangjäger und Luftverteidigung 1 ausgemustert im Juni 2022
2000B Schul- und Umschulungsversion 2 nur noch wenige Exemplare als Trainer im Bestand
2000N Träger der luftgestützten Atomwaffe 2 nukleare Rolle bis 2018, letzter Flug 2022
2000D konventioneller Bodenangriff, Präzisionswaffen 2 aktiv, modernisiert als 2000D RMV
2000-5F modernisierte 2000C mit neuem Radar und MICA 1 aktiv, 37 Maschinen umgebaut
2000-5 Mk2 / 2000-9 Exportversionen mit erweiterter Elektronik 1 und 2 nur im Export (u. a. Griechenland, VAE)

Atomwaffe und Jagdbomber: 2000N und 2000D

Die Mirage 2000N war die spezialisierte Version für die nukleare Abschreckung. Sie basierte auf dem Doppelsitzer 2000B, bekam eine verstärkte Zelle für den Tiefflug und flog ab 1988, unter anderem von Luxeuil aus. 75 Exemplare wurden gebaut. Am 21. Juni 2018 übergab sie die nukleare Rolle endgültig an die Rafale, die letzten 2000N verschwanden im Februar 2022 aus dem Dienst.

Die Mirage 2000D ist ihr konventioneller Bruder: ebenfalls zweisitzig, aber für Lenkbomben, Marschflugkörper und Raketen gegen Bodenziele ausgelegt. 86 Maschinen wurden gebaut. Ein Teil davon erhielt eine umfassende Kampfwertsteigerung, die Rénovation à mi-vie (RMV): neue Avionik und eine erweiterte Bewaffnung. Bis 2024 hatten nach verfügbaren Angaben gut 50 der 86 Maschinen diesen Stand. Die 2000D RMV ist damit die Version, die du in Frankreich am ehesten fliegend erlebst.

Modernisierung für den Export: 2000-5 und 2000-9

Mit der Mirage 2000-5 reagierte Dassault Anfang der 1990er-Jahre auf den Exportmarkt: neues Mehrzielradar, ein modernisiertes Cockpit mit Bildschirmen und der Lenkflugkörper MICA, von dem der Jet bis zu sechs tragen kann. Frankreich ließ 37 seiner 2000C auf diesen Stand umbauen und nannte sie 2000-5F. Die nochmals erweiterte 2000-5 Mk2 (bei den Emiraten als 2000-9) ging unter anderem an Griechenland und die Vereinigten Arabischen Emirate.

So erkennst du die Mirage 2000

Im Feld ist die Mirage 2000 schnell bestimmt, wenn du auf drei Dinge achtest.

Flügel ansehen

Ein reiner Delta ohne Höhenleitwerk und ohne Canards. Die Flügelvorderkante läuft gerade vom Rumpf bis zur Spitze, die Ruder sitzen an der geraden Hinterkante.

Heck zählen

Ein großes Seitenleitwerk und genau eine Schubdüse. Das trennt die Mirage 2000 sofort von der zweistrahligen Rafale und vom Eurofighter.

Einläufe prüfen

Halbrunde Lufteinläufe links und rechts am Rumpf, in denen ein Stoßkegel steckt. Darüber sitzen kleine, feste Leitflächen, die manchmal für Canards gehalten werden – sie sind aber viel kleiner und unbeweglich.

Ob du einen Ein- oder Doppelsitzer vor dir hast, siehst du an der Haube. Schwieriger ist die Unterscheidung zwischen 2000B, 2000N und 2000D: Die drei Doppelsitzer sehen sich sehr ähnlich. Hier helfen Kennung, Staffelwappen und Bewaffnung. Französische Militärjets tragen am Rumpf einen Code aus Zahl und Buchstaben, der die Staffel verrät, dazu eine Werknummer am Leitwerk. Die Logik hinter militärischen Kennzeichen und wie du sie in Datenbanken nachschlägst, erklärt der Beitrag zur Militär-Datenbank Scramble.

Praxis-Tipp beim Display

Achte beim Vorbeiflug auf den Delta von unten: Bei feuchter Luft bilden sich über der Flügeloberseite im engen Kurvenflug Dampfschleier, die die Deltaform perfekt nachzeichnen. In Planetrack hängst du solche Bilder direkt an deine Sichtung und markierst Version und Kennung.

Mirage 2000, Rafale oder Gripen?

Deltaflügel haben in Europa mehrere Kampfjets. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Jet mit Deltaflügel

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Die Kennung bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Dassault Mirage 2000

Reiner Delta, eine Düse und halbrunde Einläufe mit Stoßkegel sind typisch. Doppelsitzer deuten in Frankreich meist auf eine 2000D.

Wahrscheinlich

Dassault Rafale

Canards plus zwei Triebwerke verraten die Rafale, den Nachfolger der Mirage 2000 bei Luftwaffe und Marine.

Wahrscheinlich

Saab JAS 39 Gripen

Ein kleiner, einstrahliger Delta mit Canards ist meist ein Gripen, etwa aus Schweden, Ungarn oder Tschechien.

Weitere Abgrenzungen, auch zum Eurofighter, findest du im Überblick Kampfjets in Europa erkennen.

Die Mirage 2000 in der französischen Luftwaffe

Vom Abfangjäger zum Arbeitstier

Nach Dijon folgten weitere Staffeln, etwa in Orange und Cambrai mit dem Einsitzer, in Luxeuil mit der 2000N sowie in Nancy-Ochey mit der 2000D. Die Mirage 2000 wurde damit zum vielseitigsten Muster der Armée de l’Air: Sie bewachte den Luftraum, trug die Atomwaffe und flog Präzisionsangriffe.

Im Einsatz war sie bei fast allen französischen Operationen der vergangenen Jahrzehnte. Im Golfkrieg 1990/91 sicherten Mirage 2000 aus Orange den Luftraum. Über Bosnien wurde am 30. August 1995 eine 2000N abgeschossen, die beiden Besatzungsmitglieder kamen im Dezember 1995 frei. Es folgten Einsätze über dem Kosovo 1999, in Afghanistan, über Libyen 2011 mit gleich drei Versionen sowie in der Sahelzone bei den Operationen Serval und Barkhane. Mirage 2000D flogen ab 2014 von Jordanien aus gegen den sogenannten Islamischen Staat. In Dschibuti, wo eine Staffel mit 2000-5 stationiert ist, schossen Mirage im März 2024 Drohnen über dem Roten Meer ab.

Zeitraum Ereignis
1978 Erstflug des Prototyps 01 am 10. März
1984 Indienststellung der 2000C in Dijon im Juli
1988 2000N übernimmt nukleare Aufgaben
1998 Erste 2000-5F bei der EC 1/2 in Dijon
2007 Letzte Neubaumaschine an Griechenland ausgeliefert
2018 2000N gibt die nukleare Rolle an die Rafale ab
2022 Abschied der letzten 2000C im Juni, letzte 2000N im Februar
2025 Erste 2000-5F aus französischen Beständen in der Ukraine

Schrumpfende Flotte

Mit dem Zulauf der Rafale ging die Zahl der Mirage 2000 stetig zurück. 2024 standen nach den Zahlen des Branchenüberblicks World Air Forces noch rund 65 Mirage 2000D, 26 Mirage 2000-5F und wenige 2000B im französischen Bestand. Die 2000D sind in Nancy-Ochey zu Hause, die 2000-5F flogen zuletzt vor allem aus Luxeuil und von Dschibuti aus. Ein festes Datum für die endgültige Ausmusterung ist öffentlich nicht verbindlich belegt; klar ist nur, dass die Rafale langfristig alle Rollen übernimmt. Stand Oktober 2026 gilt: Bestände und Stationierungen ändern sich, im Zweifel aktuelle Meldungen prüfen.

Militärflugplätze: Regeln beachten

Am Zaun einer französischen Luftwaffenbasis gelten strengere Regeln als am Verkehrsflughafen. Was erlaubt ist, steht in den Beiträgen Militärflugplatz fotografieren und Fotografieren an französischen Flughäfen.

Exportnutzer weltweit

Die Mirage 2000 war ein Exporterfolg, wenn auch nicht in Europas großen Luftwaffen. Der Überblick zeigt den Stand der zuletzt verfügbaren Angaben.

Land Versionen Status Hinweis
Indien 2000H/TH, modernisiert 2000I/TI aktiv Erste Auslieferung 1985, dort „Vajra“ genannt; 2021 zusätzlich 24 ausgemusterte französische Jets, vor allem als Teilespender
Vereinigte Arabische Emirate 2000-9, ältere Versionen modernisiert aktiv 1998 bestellt: 32 Neubauten plus Umrüstsätze
Taiwan 2000-5EI/DI aktiv 1992 bestellt: 48 Einsitzer und 12 Doppelsitzer, geliefert 1997/98
Griechenland 2000EG/BG (modernisiert EGM/BGM), 2000-5 Mk2 teilweise aktiv Ältere Maschinen ausgemustert, 2000-5 Mk2 weiter im Dienst
Ägypten 2000EM/BM aktiv Rund 20 Maschinen
Peru 2000P/DP aktiv Kleine Flotte, ursprünglich zehn Ein- und zwei Doppelsitzer
Ukraine 2000-5F (ex Frankreich) aktiv Erste Maschine im Februar 2025 eingetroffen
Katar 2000-5EDA/DDA ausgemustert Zwölf Maschinen, ab 1997 geliefert; ein geplanter Verkauf an Indonesien wurde 2024 abgesagt
Brasilien 2000C/B (ex Frankreich) ausgemustert Gebraucht gekauft 2005, Ende Dezember 2013 außer Dienst

Indien, Griechenland und die Ukraine

Für die indische Luftwaffe ist die Mirage 2000 bis heute ein Präzisionswerkzeug: Sie wurde umfassend modernisiert und spielte unter anderem im Kargil-Konflikt 1999 eine wichtige Rolle. Spotting-Möglichkeiten in Indien sind wegen der strengen Regeln allerdings eingeschränkt; was dort gilt, erklärt der Beitrag Planespotting in Indien.

In Europa ist Griechenland der wichtigste Exportnutzer. Die modernen 2000-5 Mk2 der Hellenic Air Force tauchen gelegentlich bei Übungen und Airshows auf. Wie du dich als Spotter in Griechenland verhältst, steht im Planespotting-Guide Griechenland und im Beitrag zum Kalamata-Fall 2001, der zeigt, wie ernst Militärbehörden dort Fotografie nehmen.

Die Ukraine schließlich hat die Geschichte der Mirage 2000 noch einmal neu geschrieben. Im Juni 2024 kündigte Frankreichs Präsident die Abgabe von Mirage 2000-5 an, im Februar 2025 traf die erste Maschine ein. Die Jets wurden vorher in Frankreich für den Einsatz von Luft-Boden-Waffen angepasst. Seitdem fangen ukrainische Mirage Marschflugkörper und Drohnen ab; im Juli 2025 ging eine Maschine nach einem technischen Defekt verloren, der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz.

Keine Mirage verpassen

Setz die Mirage 2000 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine des Typs einen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Wo du die Mirage 2000 heute siehst

Fliegend: Airshows und Übungen

Für Spotter aus Deutschland ist Frankreich die naheliegendste Adresse. Französische Mirage 2000D und 2000-5F nehmen an NATO-Übungen teil und sind regelmäßig bei Flugtagen zu sehen. Ein Klassiker ist das NATO Tiger Meet, bei dem französische Staffeln mit Tiger-Tradition gern mit auffälligen Sonderlackierungen erscheinen; mehr dazu in den Beiträgen zum NATO Tiger Meet und zu militärischen Sonderlackierungen. Welche Airshows sich lohnen, zeigt der Überblick Airshows in Europa.

Bei der Paris Air Show in Le Bourget stehen Dassault-Produkte traditionell im Mittelpunkt, auch wenn dort heute eher die Rafale fliegt. Warum du Mirage-Flüge in Tracking-Diensten selten findest und wie du militärische Bewegungen trotzdem verfolgst, erklärt der Guide Militärflugzeuge online verfolgen.

Im Museum

Im Musée de l’Air et de l’Espace am Flughafen Paris-Le Bourget steht der Prototyp Mirage 2000-01, mit dem 1978 alles begann. Das Museum zeigt außerdem eine frühe Mirage IIIA, die Mirage IV und den Rafale-Demonstrator Rafale A – du kannst dort also die ganze Delta-Linie von Dassault an einem Tag abhaken. Tipps für den Besuch findest du auf der Spot-Seite Musée de l’Air am Flughafen Le Bourget.

Weitere Mirage 2000 stehen in Museen und als Denkmäler an Luftwaffenbasen in Frankreich und bei Exportnutzern. Ausstellungen werden gelegentlich umgebaut; frag vor einem gezielten Besuch nach, ob die Maschine gerade zugänglich ist.

Bereit für deine Mirage-Tour?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe das Airshow-Programm oder die Öffnungszeiten des Museums aktuell geprüft.
  • Ich kenne die Fotoregeln in Frankreich und an Militärflugplätzen.
  • Ich kann Einsitzer und Doppelsitzer an der Haube unterscheiden.
  • Ich fotografiere Rumpfcode und Werknummer am Leitwerk mit.
  • Ich weiß, wie ich Mirage 2000 und Rafale auseinanderhalte.

Fototipps für die Mirage 2000

Die Mirage 2000 ist dankbar für Fotografen, weil ihre Silhouette so klar ist. Ein paar Perspektiven lohnen sich besonders.

Von unten im Überflug

Der Delta zeigt sich am schönsten, wenn der Jet über dich hinwegzieht. Unterrumpf-Tanks und Waffenstationen verraten dabei oft die Version.

Seitlich beim Rollen

Im Profil siehst du Haube, Einlauf mit Stoßkegel und Tankstutzen – ideal, um Ein- und Doppelsitzer zu dokumentieren.

Nachbrenner beim Start

Die einzelne Düse leuchtet beim Start im Nachbrenner. In der Dämmerung oder bei bedecktem Himmel wirkt das besonders stark.

Details im Museum

In Le Bourget lohnt ein Weitwinkel für den Gesamtblick und ein Normalobjektiv für Details wie Einläufe und Leitflächen.

Mehr zu Brennweiten und Einstellungen beim Display liefert der Beitrag Airshows fotografieren. Wie du ältere und seltene Muster generell sicher bestimmst, zeigt der Guide Historische Flugzeuge erkennen.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Mirage 2000, wenn …

  • ein reiner Delta ohne Höhenleitwerk und ohne Canards zu sehen ist
  • am Heck genau eine große Düse sitzt
  • die Einläufe halbrund sind und einen Stoßkegel haben
  • rechts vor der Haube ein Tankstutzen hervorsteht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du einen Doppelsitzer in Frankreich siehst – heute meist eine 2000D, früher auch 2000N oder 2000B
  • der Jet ein auffällig modernes Cockpit und MICA-Flugkörper trägt – dann eher eine 2000-5
  • du einen schlankeren, älteren Delta siehst – das könnte eine Mirage III oder Mirage 5 sein

Es ist keine Mirage 2000, wenn …

  • Canards und zwei Düsen zu sehen sind – das ist eine Rafale oder ein Eurofighter
  • der Jet ein Höhenleitwerk und gepfeilte Flügel hat – denk an die Mirage F1 oder die F-16
  • zwei Seitenleitwerke am Heck stehen – dann ist es eher eine MiG-29 oder ein anderer Zweistrahler
  • du einen kleinen Delta mit Canards siehst – das ist ein Gripen

Fazit

Die Mirage 2000 ist der Jet, mit dem Dassault den Deltaflügel ins Zeitalter der elektronischen Flugsteuerung brachte. Seit 1984 flog sie in Frankreich als Jäger, Atomwaffenträger und Jagdbomber, dazu bei acht Exportkunden von Indien bis Peru. Die Einsitzer 2000C und die nukleare 2000N sind in Frankreich Geschichte, doch 2000D und 2000-5F fliegen weiter, und in der Ukraine hat der Typ eine unerwartete zweite Karriere begonnen. Wer den Delta in Ruhe studieren will, besucht den Prototyp in Le Bourget.

Kurzfazit

Reiner Delta, ein Seitenleitwerk, eine Düse, halbrunde Einläufe mit Stoßkegel: Das ist die Mirage 2000. Die Haube verrät Ein- oder Doppelsitzer, Rumpfcode und Kennung bestätigen Version und Staffel. Fliegend findest du sie vor allem in Frankreich und Griechenland, im Museum am einfachsten in Le Bourget.

Zusammenfassung

  • Dassault entwickelte die Mirage 2000 in den 1970er-Jahren als leichten Jäger mit Deltaflügel; der Prototyp flog am 10. März 1978, im Juli 1984 kam die 2000C zur Truppe.
  • Aus dem Grundmuster entstanden der Doppelsitzer 2000B, der Nuklearbomber 2000N, der Jagdbomber 2000D sowie die modernisierten Exportversionen 2000-5 und 2000-9.
  • In Frankreich sind 2000C und 2000N ausgemustert, 2000D und 2000-5F stehen nach den zuletzt verfügbaren Angaben weiter im Dienst, während die Rafale ihre Aufgaben übernimmt.
  • Fliegend siehst du die Mirage 2000 heute bei französischen Übungen und Airshows sowie bei Exportnutzern wie Griechenland, Indien oder Taiwan; im Museum steht der Prototyp 01 in Le Bourget.

Häufige Fragen

Warum hat die Mirage 2000 kein Höhenleitwerk?

Sie ist ein reiner Deltaflügler: Die großen Ruderflächen an der Flügelhinterkante übernehmen sowohl Höhen- als auch Querruderfunktion. Dassault kannte das Prinzip von der Mirage III. Neu war die elektronische Flugsteuerung (Fly-by-Wire), die das Flugzeug bewusst leicht instabil auslegen ließ. Dadurch wurde der Delta deutlich wendiger und besser beherrschbar bei niedriger Geschwindigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Mirage 2000N und 2000D?

Beide sind Doppelsitzer auf Basis des Trainers 2000B. Die 2000N war der Träger der französischen luftgestützten Atomwaffe und flog von 1988 bis 2018 in dieser Rolle, die letzten Maschinen wurden 2022 abgegeben. Die 2000D ist ihr konventioneller Ableger für Präzisionsangriffe mit Lenkbomben und Raketen. Äußerlich sehen sich beide sehr ähnlich, die Kennung bzw. die Staffelzugehörigkeit klären die Frage.

Fliegt Frankreich die Mirage 2000 noch?

Ja, nach den zuletzt verfügbaren Angaben. Die Einsitzer 2000C wurden im Juni 2022 ausgemustert, die 2000N sind ebenfalls weg. Weiter im Dienst stehen die modernisierten 2000D RMV in Nancy-Ochey und die 2000-5F, die unter anderem in Luxeuil und Dschibuti stationiert sind. Die Bestände schrumpfen, weil die Rafale nachrückt und Jets an die Ukraine gehen – prüf Stand Oktober 2026 im Zweifel aktuelle Meldungen.

Welche Länder haben die Mirage 2000 gekauft?

Neben Frankreich Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Taiwan, Griechenland, Ägypten, Peru, Katar und Brasilien. Katar hat seine Maschinen ausgemustert, Brasilien flog gebrauchte französische Jets bis Ende 2013. Seit 2025 nutzt außerdem die Ukraine ehemals französische Mirage 2000-5F.

Wie unterscheide ich Mirage 2000 und Rafale?

Die Rafale hat zwei Triebwerke und Canards, also kleine Vorflügel direkt hinter dem Cockpit. Die Mirage 2000 hat nur ein Triebwerk, keine Canards und halbrunde statt eckiger Lufteinläufe. Von hinten ist der Unterschied am schnellsten zu sehen: eine Düse oder zwei.

Welchen ICAO-Typcode hat die Mirage 2000?

Im ICAO-Verzeichnis steht sie unter MIR2. Militärische Mirage-Flüge tauchen in Tracking-Diensten trotzdem selten mit sauberen Daten auf, weil Luftwaffen meist ohne zivile Flugpläne und oft ohne öffentlich sichtbare Transponderdaten fliegen.

Was bedeutet „Vajra“?

So heißt die Mirage 2000 bei der indischen Luftwaffe; das Sanskrit-Wort steht für einen mythischen Donnerkeil. Indien gehört zu den wichtigsten Nutzern und hat seine Flotte umfassend modernisiert.

Dassault Mirage 2000 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Wo du die Dassault Mirage 2000 siehst

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TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

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