Das Wichtigste in Kürze
- Die C919 ist Chinas erster großer Schmalrumpfjet: Sie tritt im Segment von Airbus A320neo und Boeing 737 MAX an und bietet 158 bis 192 Sitze.
- Schnellster Erkennungsweg: Kennzeichen mit B-, chinesischer Betreiber und der Typcode C919 in Tracking-Diensten.
- Optisch ist sie der A320neo sehr ähnlich – beide haben LEAP-Triebwerke ohne Chevrons, hohes Fahrwerk und eine fast identische Spannweite.
- Von der 737 MAX trennst du sie über die glatten Triebwerkshinterkanten und das deutlich höhere Bugfahrwerk.
- In Europa ist die C919 eine Rarität: Eine EASA-Zulassung fehlt (Stand Oktober 2026), Linienflüge nach Europa gibt es damit nicht.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Comac (Commercial Aircraft Corporation of China), Shanghai |
|---|---|
| Kategorie | Zweistrahliger Schmalrumpfjet, ein Mittelgang |
| ICAO-Typcode | C919 |
| Roll-out | 2. November 2015 |
| Erstflug | 5. Mai 2017 |
| Musterzulassung | 29. September 2022 durch die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC |
| Erstauslieferung | 9. Dezember 2022 an China Eastern Airlines |
| Erster Linienflug | 28. Mai 2023, Shanghai-Hongqiao – Peking |
| Triebwerke | 2 × CFM International LEAP-1C |
| Länge | 38,90 m |
| Spannweite | 35,80 m |
| Höhe | 11,95 m |
| Rumpfbreite außen | 3,96 m |
| Sitzplätze (Herstellerangabe) | 158 bis 192 je nach Kabinenlayout |
| Reichweite (Herstellerangabe) | rund 4.075 km (Standard) bis 5.555 km (ER) |
| Max. Startgewicht | 75,1 t (Standard), 78,9 t (ER) |
| Reisegeschwindigkeit | Mach 0,785 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Klassischer Tiefdecker im A320-Format mit zwei Triebwerken unter den Flügeln und konventionellem Leitwerk
- CFM-LEAP-Triebwerke mit glatter Hinterkante der Gondel – keine gezackten Chevrons wie bei der Boeing 737 MAX
- Nach oben gezogene Winglets an den Flügelspitzen
- Hauptfahrwerk mit je zwei Rädern pro Bein, Bugfahrwerk deutlich höher als bei der Boeing 737
- Chinesisches Kennzeichen mit B- vorn, bei einem Teil der Maschinen in der Form B-919x
- Betreiber sind bislang fast ausschließlich die großen chinesischen Airlines China Eastern, Air China und China Southern
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Schmalrumpfjet in A320-Größe, zwei moderne LEAP-Triebwerke, ein Kennzeichen, das mit B- beginnt, und auf dem Rumpf das Logo von China Eastern, Air China oder China Southern: Mit hoher Wahrscheinlichkeit hast du gerade eine Comac C919 vor dir. Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie einer der spannendsten Typen überhaupt – gerade weil sie hier im Linienverkehr nicht auftaucht. Auf dieser Seite erfährst du, wie du die C919 erkennst, wie du sie von Airbus A320neo und Boeing 737 MAX 8 unterscheidest und wo du realistische Chancen auf eine Sichtung hast.
Die C919 auf die Wunschliste
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Was ist die Comac C919?
Die C919 ist das erste große Schmalrumpf-Verkehrsflugzeug aus China. Gebaut wird sie von Comac, der Commercial Aircraft Corporation of China mit Sitz in Shanghai. Der staatliche Hersteller hat zuvor den kleineren Regionaljet ARJ21 auf den Markt gebracht; mit der C919 zielt er direkt auf das Segment, das seit Jahrzehnten von der A320-Familie und der Boeing 737 beherrscht wird. Mehr zu den beiden etablierten Herstellern findest du auf den Seiten zu Airbus und Boeing.
Laut Comac bietet die Grundversion je nach Bestuhlung 158 bis 192 Sitze. Eine typische Zwei-Klassen-Kabine kommt auf rund 158 Plätze, eine dichte Einklassen-Bestuhlung auf bis zu 192. Die Reichweite gibt der Hersteller mit rund 4.075 Kilometern für die Standardversion und 5.555 Kilometern für die ER-Version an. Das reicht für Inlandsstrecken quer durch China und für Verbindungen in die Nachbarländer, nicht aber für Transkontinentalflüge.
Die Meilensteine im Überblick:
- 2. November 2015: Roll-out des ersten Prototyps in Shanghai
- 5. Mai 2017: Erstflug
- 29. September 2022: Musterzulassung durch die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC
- 9. Dezember 2022: Auslieferung der ersten Maschine an China Eastern Airlines
- 28. Mai 2023: Erster Linienflug, Flugnummer MU9191 von Shanghai-Hongqiao nach Peking
- 28. August 2024: Air China und China Southern übernehmen ihre ersten C919
Technik mit vielen westlichen Bausteinen
Die C919 ist ein chinesisches Projekt, setzt aber in wichtigen Systemen auf internationale Zulieferer. Das Triebwerk LEAP-1C stammt von CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und Safran. Es gehört zur selben Familie wie das LEAP-1A der A320neo und das LEAP-1B der 737 MAX. Die Klimaanlage liefert Liebherr-Aerospace, das Fahrwerk ein Gemeinschaftsunternehmen von Liebherr und AVIC. Auch bei Avionik und weiteren Systemen sind westliche Zulieferer beteiligt, oft über Joint Ventures mit chinesischen Partnern. Ein eigenes chinesisches Triebwerk, das CJ-1000A, befindet sich in Entwicklung, ist aber noch nicht im Liniendienst.
Bei den Werkstoffen setzt Comac auf Aluminium-Lithium-Legierungen und Verbundwerkstoffe. Deren Anteil liegt deutlich unter dem moderner Großraumjets wie der A350-900 oder der Boeing 787-9 – die C919 ist im Kern ein klassisch aufgebauter Metallflieger mit moderner Aerodynamik.
So erkennst du die C919
Die ehrliche Antwort vorweg: Rein optisch ist die C919 aus der Distanz nicht leicht von einer A320neo zu unterscheiden. Beide sind ähnlich lang, haben fast exakt dieselbe Spannweite, zwei LEAP-Triebwerke und ein vergleichsweise hohes Fahrwerk. Deshalb lohnt sich ein Vorgehen in drei Stufen.
Kennzeichen lesen
Chinesische Verkehrsflugzeuge tragen das Länderpräfix B-. Viele C919 sind als B-919x registriert, etwa die erste Maschine von China Eastern, B-919A. Ein Kennzeichen mit B- ist der wichtigste Hinweis.
Betreiber prüfen
Fast alle C919 fliegen bei China Eastern, Air China und China Southern. Siehst du einen Schmalrumpfjet in dieser Lackierung, lohnt der zweite Blick.
Typcode bestätigen
In Tracking-Diensten steht die C919 unter dem Kürzel C919. Damit bestätigst du die Sichtung, bevor die Maschine im Bild ist.
Wenn Kennzeichen und Betreiber passen, helfen dir die äußeren Merkmale, das Bild abzusichern:
- Triebwerke: Die LEAP-1C-Gondeln haben eine glatte Hinterkante. Gezackte Chevrons, wie du sie von der 737 MAX kennst, fehlen.
- Fahrwerk: Je zwei Räder pro Hauptfahrwerksbein, dazu ein hohes Bugfahrwerk. Die C919 steht damit sichtbar höher über dem Boden als eine 737.
- Flügelspitzen: Nach oben gezogene Winglets. Sie sind weder die gespaltenen Spitzen der 737 MAX noch die klassischen kleinen Wingtip-Fences älterer A320.
- Proportionen: 38,90 Meter Länge bei 35,80 Metern Spannweite. Rumpf und Flügel wirken damit sehr ausgewogen, etwas gestreckter als bei der A320neo.
Wie Länderpräfixe funktionieren und was das B- bedeutet, liest du im Beitrag Länderkennungen von Flugzeugen. Grundlagen zum Typenbestimmen findest du unter Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Praxis-Tipp für die Bestimmung
Bei der C919 ist der Blick auf das Kennzeichen wichtiger als bei fast jedem anderen Typ. Fotografier im Zweifel einmal gezielt Heck und Rumpfmitte, damit du die Registrierung später sauber ablesen und in einer Datenbank nachschlagen kannst.
C919, A320neo oder 737 MAX 8?
Alle drei Typen spielen in derselben Liga. Die Tabelle zeigt, wo die Unterschiede liegen.
| Merkmal | Comac C919 | Airbus A320neo | Boeing 737 MAX 8 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | C919 | A20N | B38M |
| Länge | 38,90 m | 37,57 m | 39,52 m |
| Spannweite | 35,80 m | 35,80 m | 35,92 m |
| Triebwerk | CFM LEAP-1C | CFM LEAP-1A oder PW1100G | CFM LEAP-1B |
| Triebwerkshinterkante | glatt | glatt | gezackt (Chevrons) |
| Fahrwerkshöhe | hoch | hoch | niedrig |
| Typische Kennzeichen | B- (China) | weltweit | weltweit |
Am schnellsten scheidet die 737 MAX aus: Chevrons an den Triebwerken und das kurze Bugfahrwerk sind eindeutig. Schwieriger ist die A320neo, deren Sharklets und Triebwerke auf den ersten Blick ähnlich wirken. Hier bringen dich Kennzeichen, Lackierung und Typcode ans Ziel. Wie du die beiden großen Hersteller grundsätzlich auseinanderhältst, erklärt der Guide Airbus und Boeing unterscheiden.
Schnellbestimmung: moderner Schmalrumpfjet
Comac C919
Chinesisches Kennzeichen, glatte LEAP-Triebwerke und der Typcode C919 sprechen klar für die C919. Prüf zur Sicherheit noch Betreiber und Registrierung in einer Datenbank.
Airbus A320neo
Glatte Triebwerke, hohes Fahrwerk und ein europäisches Kennzeichen deuten auf die A320neo. Achte auf die geschwungenen Sharklets an den Flügelspitzen.
Boeing 737 MAX 8
Gezackte Triebwerkshinterkanten, kurzes Bugfahrwerk und gespaltene Flügelspitzen sind das typische 737-MAX-Bild.
Ein weiterer Typ, den Spotter gern im selben Atemzug nennen, ist der russische Suchoi Superjet 100. Er ist aber deutlich kleiner und gehört in die Regionaljet-Klasse, ebenso wie die Airbus A220-300, die mit rund 120 bis 160 Sitzen am unteren Ende des C919-Segments liegt.
Betreiber und Flotten
Die C919 ist bislang ein fast rein chinesisches Flugzeug. Erstkunde China Eastern Airlines übernahm die erste Maschine im Dezember 2022 und eröffnete im Mai 2023 den Liniendienst zwischen Shanghai-Hongqiao und Peking. Kurz darauf folgte eine tägliche Verbindung zwischen Shanghai-Hongqiao und Chengdu-Tianfu.
Im August 2024 stiegen Air China und China Southern ein. Air China gehört zur Star Alliance, China Eastern zur SkyTeam – die C919 trägt also die Farben von Partnern, deren Langstreckenflugzeuge du an Frankfurt oder München durchaus siehst. Die Schmalrumpfflotte bleibt aber in Asien.
Nach den verfügbaren Daten waren bis Mitte 2026 rund 40 Maschinen ausgeliefert, verteilt auf China Eastern, Air China, China Southern und einen kleinen Charterbetreiber von Comac. Die Auslieferungen blieben hinter den Zielen des Herstellers zurück, unter anderem weil die Lieferung der LEAP-Triebwerke 2025 zeitweise durch US-Exportbeschränkungen gestoppt war. Das Auftragsbuch umfasst nach Herstellerangaben eine große Zahl an Bestellungen und Absichtserklärungen, überwiegend von chinesischen Airlines und Leasinggesellschaften. Zu den Kunden zählt auch Tibet Airlines, die 2024 auf der Singapore Airshow 40 C919 orderte.
Flottenzahlen ändern sich schnell
Die C919 wird laufend ausgeliefert, Bestellungen kommen hinzu oder verschieben sich. Prüf den aktuellen Stand vor einer Reise in einer Flottendatenbank oder über die Tracking-Dienste, statt dich auf ältere Zahlen zu verlassen.
Varianten
Im Dienst stehen zwei Versionen, die äußerlich nicht zu unterscheiden sind:
- C919 STD: die Standardversion mit LEAP-1C28 und rund 4.075 km Reichweite
- C919 ER: höheres Startgewicht (78,9 statt 75,1 t), stärkere LEAP-1C30 und rund 5.555 km Reichweite
Darüber hinaus entwickelt Comac zwei Ableger. Die verkürzte C919-600 ist für Flughäfen in großer Höhe gedacht und gemeinsam mit Tibet Airlines konzipiert. Die gestreckte C919-800 hat Comac mit China Eastern als Partner vorgestellt; mit ihr will der Hersteller in die Größenklasse der A321neo vorstoßen. Wann beide Varianten regelmäßig fliegen, ist offen.
Wo du die C919 sehen kannst
Für Spotter aus dem DACH-Raum ist die Lage klar: Im europäischen Linienverkehr gibt es die C919 nicht. Der Typ besitzt die Musterzulassung der chinesischen CAAC, eine Zulassung der europäischen Agentur EASA fehlt (Stand Oktober 2026). EASA-Testpiloten haben die C919 zwar Anfang 2026 in Shanghai geflogen, ein EASA-Vertreter nannte 2025 aber einen Zeitraum zwischen 2028 und 2031 für eine mögliche Zulassung. Ohne sie darf keine europäische Airline den Typ einsetzen, und auch chinesische Gesellschaften planen ihre Europa-Strecken mit Großraumjets.
Gute Chancen hast du …
- an den großen chinesischen Flughäfen, vor allem in Shanghai (Hongqiao und Pudong), Peking und Guangzhou
- in Hongkong, wo die C919 im Dezember 2023 bei einer Ausstellung samt Vorführflug und 2024 bei einem ersten Charterflug zu sehen war
- auf asiatischen Luftfahrtmessen wie der Singapore Airshow, auf der die C919 2024 ihr internationales Debüt gab
Mit Glück erwischst du sie …
- auf internationalen Strecken in Nachbarländer Chinas, die die chinesischen Airlines schrittweise aufnehmen
- bei Vorführ- und Demonstrationsflügen in Südostasien, wie Comac sie 2024 durchgeführt hat
Kaum Chancen hast du …
- an deutschen, österreichischen und Schweizer Flughäfen im Linienbetrieb
- auf europäischen Airshows, solange keine EASA-Zulassung vorliegt – Ausnahmen sind möglich, aber nicht angekündigt
Wer die C919 auf seiner Liste hat, plant sie am besten als Teil einer Asienreise ein. Inspiration für Spotting-Ziele jenseits Europas findest du in der Bucket List der weltweiten Spotting-Spots, Tipps zur Jagd auf exotische Typen im Beitrag Seltene Flugzeuge spotten. Und falls Comac doch einmal mit der C919 nach Europa kommt, bist du mit dem Überblick zu Airshows in Europa gut vorbereitet.
Keine C919 verpassen
Setz in Planetrack den Typ C919 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Liste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die C919 per Tracking aufspüren
Weil die C919 so selten ist, lohnt es sich, sie gezielt zu suchen statt auf den Zufall zu hoffen. In den meisten Flugradar-Diensten kannst du nach dem Typcode C919 filtern und siehst dann, welche Maschinen gerade unterwegs sind. Für eine Reiseplanung prüfst du so vorab, auf welchen Strecken der Typ aktuell eingesetzt wird.
Bereit für deine C919-Jagd?
- Ich habe in einem Tracking-Dienst nach dem Typcode C919 gefiltert.
- Ich weiß, welche Airline den Typ auf meiner Zielstrecke einsetzt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung am Zielflughafen.
- Ich habe vor Ort einen legalen, öffentlich zugänglichen Standpunkt gefunden.
- Ich habe die lokalen Regeln zum Fotografieren an Flughäfen geprüft.
Wie Flugverfolgung technisch funktioniert, erklärt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter. Warum der Typcode C919 nichts mit der Flugnummer zu tun hat und wie ICAO- und IATA-Kürzel zusammenhängen, steht unter IATA- und ICAO-Codes erklärt. Für die Standortwahl hilft dir der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen, und zur Rechtslage gibt es den Artikel Ist Planespotting erlaubt? – in China und anderen Ländern Asiens gelten allerdings eigene Regeln, die du vor der Reise klären musst.
Fototipps für die C919
Wenn du sie einmal vor der Linse hast, willst du das Bild nicht verschenken. Weil die C919 einer A320neo so ähnlich sieht, kommt es auf Details an, die den Typ im Foto belegen.
Kennzeichen scharf aufs Bild
Bei kaum einem Typ ist die Registrierung so wichtig. Eine leichte Seitenansicht mit lesbarem Kennzeichen am hinteren Rumpf macht die Sichtung eindeutig.
Triebwerke zeigen
Die glatten LEAP-1C-Gondeln unterscheiden die C919 klar von der 737 MAX. Eine Dreiviertelansicht von vorn zeigt Triebwerkseinlauf und Gondel gleichzeitig.
Schriftzug suchen
Trägt die Maschine die Typbezeichnung oder ein Sonderlogo am Rumpf, nimm es mit ins Bild. Solche Details machen das Foto auch ohne Bildunterschrift eindeutig.
Licht im Rücken
Die oft hellen Lackierungen der chinesischen Airlines brennen bei hartem Licht schnell aus. Flaches Licht von hinten bringt Zeichnung in Rumpf und Leitwerk.
Wann das Licht an deinem Standpunkt passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Kamera und Brennweite du für eine Spotting-Reise wirklich brauchst, zeigt die Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Und wer gerade erst anfängt, findet im Einstieg Planespotting für Einsteiger die wichtigsten Grundlagen.
Fazit
Die C919 ist ein Typ mit Seltenheitswert. Technisch ist sie ein solider Schmalrumpfjet im A320-Format, der mit LEAP-Triebwerken, hohem Fahrwerk und nach oben gezogenen Winglets einer A320neo zum Verwechseln ähnlich sieht. Sicher bestimmst du sie über das Zusammenspiel aus Kennzeichen mit B-, chinesischem Betreiber und dem Typcode C919. Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt sie ein Reiseziel, solange die EASA-Zulassung fehlt – und gerade das macht jede Sichtung zu einem Highlight im Logbuch.
Kurzfazit
A320-Format, glatte LEAP-Triebwerke, Kennzeichen mit B- und ein chinesischer Betreiber: Das ist die Comac C919. In Europa fliegt sie (Stand Oktober 2026) nicht im Liniendienst, wer sie sehen will, filtert nach dem Typcode C919 und plant eine Tour nach China oder Hongkong.
Zusammenfassung
- Die C919 flog erstmals 2017, erhielt 2022 die chinesische Zulassung und ist seit Mai 2023 bei China Eastern im Liniendienst.
- Bis Mitte 2026 wurden nach verfügbaren Daten rund 40 Maschinen an China Eastern, Air China, China Southern und einen Charterbetreiber ausgeliefert.
- Von A320neo und 737 MAX unterscheidest du sie am sichersten über Kennzeichen, Betreiber und Typcode, optisch hilft der Blick auf Triebwerke und Fahrwerk.
- Für Spotter aus dem DACH-Raum bleibt die C919 ein Reiseziel: Chancen gibt es vor allem in China, in Hongkong und auf Luftfahrtmessen in Asien.
Häufige Fragen
Was ist die Comac C919?
Die C919 ist ein zweistrahliges Schmalrumpf-Verkehrsflugzeug des staatlichen chinesischen Herstellers Comac aus Shanghai. Sie bietet je nach Kabinenlayout 158 bis 192 Sitze und tritt damit im selben Marktsegment an wie die Airbus-A320-Familie und die Boeing 737.
Welchen ICAO-Typcode hat die C919?
Der ICAO-Typcode lautet C919. Unter diesem Kürzel erscheint die Maschine in Flugplänen und Tracking-Diensten, sodass du gezielt nach ihr filtern kannst.
Welche Triebwerke hat die C919?
Zwei CFM International LEAP-1C, in der Standardversion als LEAP-1C28, in der ER-Version als stärkeres LEAP-1C30. Die LEAP-Familie treibt auch A320neo (LEAP-1A) und 737 MAX (LEAP-1B) an. Ein chinesisches Triebwerk, das CJ-1000A, befindet sich in Entwicklung, ist aber noch nicht im Linieneinsatz.
Kann ich die C919 in Deutschland sehen?
Im Linienbetrieb praktisch nicht. Die C919 hat nur die chinesische Zulassung, eine Zulassung der EASA fehlt (Stand Oktober 2026). Ein EASA-Vertreter nannte 2025 einen möglichen Zeitraum zwischen 2028 und 2031. Bis dahin bleibt sie in Europa allenfalls ein Fall für Sonderflüge oder Messen – verlässlich sehen kannst du sie nur in Asien.
Wie unterscheide ich C919 und Airbus A320neo?
Optisch ist das schwierig, weil beide ähnlich groß sind, LEAP-Triebwerke ohne Chevrons und ein vergleichsweise hohes Fahrwerk haben. Die C919 ist mit 38,90 m gut 1,3 m länger als die A320neo. Im Alltag entscheiden aber Kennzeichen, Betreiber und Typcode: B- vorn, chinesische Airline und C919 in der Tracking-App.
Welche Airlines fliegen die C919?
Erstkunde war China Eastern Airlines mit dem ersten Linienflug im Mai 2023. Im August 2024 übernahmen auch Air China und China Southern ihre ersten Maschinen. Weitere Airlines haben Bestellungen oder Absichtserklärungen abgegeben, darunter Tibet Airlines und die bruneiische GallopAir; der Stand ändert sich laufend.
Gibt es Varianten der C919?
Aktuell im Dienst sind die Standardversion (STD) und eine Version mit größerer Reichweite (ER), die äußerlich gleich aussehen. Daneben arbeitet Comac an einer verkürzten C919-600 für hoch gelegene Flughäfen, entwickelt gemeinsam mit Tibet Airlines, und an einer gestreckten C919-800.
Welche europäischen Firmen sind an der C919 beteiligt?
Ein relevanter Teil der Systeme kommt von westlichen Zulieferern. Bekanntestes Beispiel ist das Triebwerk von CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen von GE und Safran. Die Klimaanlage stammt von Liebherr-Aerospace, das Fahrwerk aus einem Gemeinschaftsunternehmen von Liebherr und dem chinesischen Luftfahrtkonzern AVIC.
Comac C919 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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